DE19740872C2 - Rigg für eine Segelyacht - Google Patents

Rigg für eine Segelyacht

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    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B15/00Superstructures, deckhouses, wheelhouses or the like; Arrangements or adaptations of masts or spars, e.g. bowsprits
    • B63B15/0083Masts for sailing ships or boats
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H9/00Marine propulsion provided directly by wind power
    • B63H9/04Marine propulsion provided directly by wind power using sails or like wind-catching surfaces
    • B63H9/06Types of sail; Constructional features of sails; Arrangements thereof on vessels

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Rigg für eine Segelyacht gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Ein solches Rigg wurde durch die DE-A 44 34 291 be­ kannt.
Bei diesem bekannten Rigg ist der Mast im hinteren Rumpfbereich des Segelbootes angeordnet und peitschenförmig zum Bug des Bootes hin vorgespannt. Dadurch er­ gibt sich eine Auswölbung des Mastes nach achtern. Das Rigg weist ferner zwei Vorstagen auf, an denen jeweils ein Segel geführt ist. Nachteilig bei diesem Rigg ist, daß sich der Mast bei stärkerem Wind weiter nach vorne durchbiegt, so daß die bei­ den Vorstage weniger Vorspannung haben und somit keine gerade Anströmkante mehr für die Vorsegel bilden. Dadurch stehen auch die Vorsegel weniger gut, d. h. die aerodynamischen Eigenschaften der Segel werden negativ beeinflußt.
Durch die US-A 4,934,295 wurde ein Rigg für ein Segelboot bekannt, welches einen sogenannten A-Mast aufweist, d. h. einen aus zwei A-förmig verlaufenden über Ge­ lenke an Deck angeschlagenen Mast, der im hinteren Rumpfbereich angeordnet und nach vorne geneigt ist. An diesem schwenkbaren Mast sind zwei Vorstage befestigt, an denen zwei Vorsegel gefahren werden. Die vorliche Neigung des Mastes bedingt die gleichen aerodynamischen Nachteile für die Besegelung wie zuvor erwähnt. Dar­ über hinaus ist die A-förmige Ausbildung des Mastes sperrig und ergibt einen erhöh­ ten Windwiderstand.
Durch die US-A 4,922,846 wurde ein Rigg für ein Segelboot bekannt, welches durch mindestens drei in Form einer Pyramide angeordnete Stangen gekennzeichnet ist. An diesem Stangengerüst sind Stagen befestigt, an denen zwei oder mehr Segel gefahren werden können. Nachteilig ist auch hier ein durch die Vielzahl der Stangen verursachter, erhöhter Windwiderstand.
Aufgabe der Erfindung ist es, das eingangs genannte Rigg für eine Segelyacht da­ hingehend zu verbessern, daß gute Segeleigenschaften, auch bei Starkwind, und eine stabile Mastbefestigung und -abstützung erreicht wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 bis 5 gelöst. Durch das erfindungsgemäße Rigg ergeben sich folgende Vorteile:
Beide Vorsegel haben vorn eine freie Anströmkante, da die beim Großsegel übliche Verwirbelung durch den Mast entfällt. Zwischen erstem Vorsegel (Genua) und zwei­ tem Vorsegel (Selbstwendefock) ergibt sich bei richtiger Dimensionierung - wie bei jeder Klüverberegelung - eine gute Düsenwirkung, was vor allem für gute Am-Wind- Eigenschaften sorgt. Der Mast kann fast beliebig verstagt werden, z. B. kann die Sa­ ling recht breit sein, ohne daß dadurch die Vorsegel behindert werden. Dadurch ist ein etwas leichteres Mastprofil möglich; somit ergibt sich - auch infolge des fehlen­ den Baumes - ein niedrigeres Gewicht des Riggs. Etwaige Stauchungskräfte auf den Mast, bedingt durch das relativ spitzwinklig angreifende Achterstag, können durch eine Achterstagspreize oder eine Ausführung als 9/10-Rigg (nicht dargestellt) redu­ ziert werden. Das Halsen geht völlig problemlos und sanft; die extrem hohen Kräfte einer "Patent-Halse" bei Starkwind können infolge des fehlenden Baumes nicht auf­ treten. Dies ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor für das Rigg. Letzter Punkt ist auch ein wesentlicher Sicherheitsfaktor für die Crew, da nach Wissen des Anmelders die häufigsten tödlichen Segelunfälle durch Kopfverletzungen infolge des umschlagen­ den Baumes bedingt sind. Vorteilhaft bei diesem Rigg ist ferner, daß der Segel­ schwerpunkt etwas tiefer als beim konventionellen Rigg (Slup) liegt. Durch Herunter­ nehmen oder Reffen (mit Binde-Reff) eines der beiden gleich großen Segel läßt sich die Segelfläche ohne Rollvorrichtung (mit deren bekannten Nachteilen) einfach ver­ kleinern. Am inneren Vorstag (Babystag) kann eine Sturmfock fast genau im Segel­ schwerpunkt der Normalbesegelung gesetzt werden. Alle Fallen sind ohne Umlen­ kung bequem erreichbar. Sie können über eine einzige Winsch, über die auch die Genua-Schoten über Umlenkrollen dichtgeholt werden, durchgesetzt werden.
Schließlich kann der Mast vom höher als das Cockpit gelegenen Vorschiff mit relativ langem Hebelarm gestellt werden, bei kleineren Booten auch von einer Person.
Das erfindungsgemäße Rigg, ein sogenanntes Cockpit-Rigg, wurde vom Anmelder selbst auf einer umgebauten Waarship 660 erprobt. Dabei ergaben sich sehr gute Segeleigenschaften: Am Wind konnte eine Höhe von 35° bis 40° gelaufen, d. h. ein Wendewinkel von unter 80° erzielt werden. Darüber hinaus ergab sich ein hohes Geschwindigkeitspotential: Bei den vorhandenen Windstärken von ca. 3 Beaufort lief das Boot 6 Knoten auf Halbwindkurs und 5,4 Knoten hoch am Wind, für ein Boot von 22 Fuß Länge gute Werte. Dabei wurden eine Selbstwendefock sowie eine Genua von je ca. 12 qm gefahren sowie ein winziges Groß von ca. 4 qm, also insgesamt ca. 28 qm (etwa die gleiche Fläche wie die Original-Waarship 660). Das Boot erwies sich als äußerst kursstabil, trotz Kurzkiel, so daß der Skipper mit festgelaschter Pinne problemlos aufs Vorschiff gehen konnte, der Ruderdruck war auf allen Kursen sehr gering.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben: Es zeigen
Fig. 1 die Segelyacht mit Rigg von der Seite und
Fig. 2 die Segelyacht von oben gesehen.
Fig. 1 zeigt eine Segelyacht mit dem erfindungsgemäßen Cockpit-Rigg von der Sei­ te. Die Segelyacht weist einen Mast 12 auf, der im hinteren Drittel des Bootsrumpfes angeordnet und über zwei Vorstagen 1 und 2, über ein Achterstag 3 sowie über ein Paar Oberwanten 4 und zwei Paare von Unterwanten 5 und 6 gegenüber dem Rumpf abgestagt ist - die Stagen 1, 2, 3, 4, 5 und 6 bilden somit das stehende Gut. An dem vorderen Vorstag 1 ist ein erstes Vorsegel, eine Genua A, und an dem inne­ ren Vorstag, dem sogenannten Babystag 2, ist ein zweites Vorsegel, eine Selbst­ wendefock B, angeschlagen. Der Mast 12 ist auf einer Maststütze bzw. einem Mastfuß 9 befestigt, der im Cockpit der Yacht angeordnet ist und bis auf das nicht dargestellte Kielschwein hinabreicht. Vor der Maststütze 9 ist ein Traveller 8 ange­ ordnet und auf einem quer zur Schiffslängsrichtung verlaufenden Travellerbaum ge­ führt. An der Maststütze 9 ist zur Seite des Cockpits hin eine Winsch 7 befestigt. Am Mast 12 ist ein kleines Großsegel C angeschlagen, dessen Achterliek innerhalb des Achterstags 3 verläuft.
Fig. 2 zeigt die Yacht mit den wesentlichen Komponenten des Riggs von oben gese­ hen. Die beiden Vorsegel A und B stehen auf Backbordbug und werden jeweils über Schoten bedient. An Deck befestigt sind Genuaschienen 10, über welche die Schot der Genua A geführt wird. Der Travellerbaum 8 erstreckt sich quer zur Schiffslängs­ richtung über die Breite des Cockpits und ist seitlich über nicht dargestellte Verstre­ bungen abgestützt. Der Traveller 8 ist mittig an der Maststütze 9 befestigt und dient somit zur Abstützung der vom Kielschwein nach oben ragenden Maststütze 9 am Schiffsrumpf. Achterlich der Genuaschienen 10 sind Umlenkrollen 11 angeordnet, über die die Genuaschot auf die Winsch 7 geführt wird. Somit kann die Genua A über eine mittschiffs angeordnete Winsch 7 dichtgeholt werden.

Claims (6)

1. Rigg für eine Segelyacht mit einem im hinteren Rumpfbereich angeordneten Mast, der über zwei Vorstage, ein Achterstag und Wanten abgestagt ist, wo­ bei an jedem der beiden Vorstage ein Segel geführt ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Mast (12) im Cockpit auf einer Maststütze (9) befestigt und über das Achterstag (3) und Oberwanten (4) nach achtern vorgespannt ist.
2. Rigg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das achterliche der beiden Segel (B) über eine Schot bedienbar ist, die über einen vor dem Mast (12) laufenden Traveller (8) geführt ist.
3. Rigg nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Traveller (8) auf einem Travellerbaum geführt ist, der mittig an der Maststütze (9) und seitlich auf zwei Verstrebungen befestigt ist.
4. Rigg nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mast (12) durch zwei vordere Unterwanten (6) zusätzlich abgestagt ist.
5. Rigg nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich­ net, daß der Mast (12) im hinteren (achterlichen) Drittel des Rumpfbereiches angeordnet ist.
6. Rigg nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich­ net, daß am Mast (12) ein kleineres Großsegel (C) anschlagbar ist.
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DE19926426C2 (de) * 1999-06-10 2002-05-02 Erler Martina Vorrichtung zum Segeln

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