DE19741465A1 - Polykristallines Silicium - Google Patents
Polykristallines SiliciumInfo
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Description
Die Erfindung betrifft polykristallines Silicium, ein Verfah
ren zu seiner Herstellung und eine Vorrichtung zu seiner
Herstellung.
Für die Herstellung von Solarzellen oder elektronischen Bau
elementen, wie beispielsweise Speicherelementen oder Mikropro
zessoren, wird hochreines Halbleitermaterial benötigt. Die ge
zielt eingebrachten Dotierstoffe sind die einzigen Verunreini
gungen, die ein derartiges Material im günstigsten Fall auf
weisen sollte. Man ist daher bestrebt, die Konzentrationen
schädlicher Verunreinigungen so niedrig wie möglich zu halten.
Häufig wird beobachtet, daß bereits hochrein hergestelltes
Halbleitermaterial im Verlauf der weiteren Verarbeitung zu den
Zielprodukten erneut kontaminiert wird. So werden immer wieder
aufwendige Reinigungsschritte notwendig, um die ursprüngliche
Reinheit zurückzuerhalten. Fremdmetallatome, die in das Kri
stallgitter des Halbleitermaterials eingebaut werden, stören
die Ladungsverteilung und können die Funktion des späteren
Bauteils vermindern oder zu dessen Ausfall führen. Infolgedes
sen sind insbesondere Kontaminationen des Halbleitermaterials
durch metallische Verunreinigungen zu vermeiden. Dies gilt
insbesondere für Silicium, das in der Elektronikindustrie mit
deutlichem Abstand am häufigsten als Halbleitermaterial einge
setzt wird. Hochreines Silicium erhält man beispielsweise
durch thermische Zersetzung leicht flüchtiger und deshalb ein
fach über Destillationsverfahren zu reinigender Siliciumver
bindungen, wie beispielsweise Trichlorsilan. Es fällt dabei
polykristallin in Form von Stäben mit typischen Durchmessern
von 70 bis 300 mm und Längen von 500 bis 2500 mm an. Ein gro
ßer Teil der Stäbe wird zur Produktion von tiegelgezogenen
Einkristallen, von Bändern und Folien oder zur Herstellung von
polykristallinem Solarzellengrundmaterial verwendet. Da diese
Produkte aus hochreinem, schmelzflüssigem Silicium hergestellt
werden, ist es notwendig, festes Silicium in Tiegeln aufzu
schmelzen. Um diesen Vorgang möglichst effektiv zu gestalten,
müssen großvolumige, massive Siliciumstücke, wie beispielswei
se die erwähnten polykristallinen Stäbe, vor dem Aufschmelzen
zerkleinert werden. Dies ist üblicherweise immer mit einer
oberflächlichen Verunreinigung des Halbleitermaterials verbun
den, weil die Zerkleinerung mit metallischen Brechwerkzeugen,
wie Backen- oder Walzenbrechern, Hämmern oder Meißeln,
erfolgt.
Bei der Zerkleinerung ist sorgfältig darauf zu achten, daß die
Oberflächen der Bruchstücke nicht mit Fremdstoffen verunrei
nigt werden. Insbesondere ist die Kontamination durch Metalla
tome als kritisch anzusehen, da diese die elektrischen Eigen
schaften des Halbleitermaterials in schädlicher Weise verän
dern können. Wird das zu zerkleinernde Halbleitermaterial, wie
bisher überwiegend üblich, mit mechanischen Werkzeugen, wie
beispielsweise stählernen Brechern, zerkleinert, so müssen die
Bruchstücke vor dem Aufschmelzen einer Oberflächenreinigung
unterzogen werden.
Um mechanisch bearbeitetes, polykristallines Silicium oder po
lykristalline Siliciumkörner, die aus mechanisch bearbeiteten
Artikeln als Kernsilicium zur Herstellung von monokristallinem
Silicium erzeugt sind, als Ausgangsmaterial einsetzen zu kön
nen, ist es notwendig, die Konzentration an Eisen- und/oder
Chrom-Atomen herabzusetzen, die auf der Oberfläche des mecha
nisch bearbeiteten polykristallinen Siliciums vorhanden sind.
Deshalb wird bei Verwendung der mechanisch bearbeiteten Parti
kel aus polykristallinem Silicium als Ausgangsmaterial für
monokristallines Silicium die Oberfläche des mechanisch bear
beiteten polykristallinen Siliciums mit einer Mischung aus
Salpetersäure und Fluorwasserstoffsäure geätzt. Dieses Verfah
ren wird weithin angewandt, dadurch kann allerdings nicht die
Konzentration an Eisen- und/oder Chromatomen auf der Oberflä
che des Polysiliciums genügend herabgesetzt werden.
Reinigungsverfahren sind weitere bekannt, wie zum Beispiel aus
DE-A1 195 29 518, in der polykristallines Silicium zuerst mit
einer Mischung aus Königswasser (Mischung aus Salzsäure und
Salpetersäure) und des weiteren einer Reinigung mit Fluorwas
serstoffsäure unterzogen wird. Durch diese Verfahren wird je
doch lediglich ein Eisenmittelwert von 73,32 × 10-11 g/cm2
erreicht.
In JP 051-54466 wird ein Reinigungsverfahren beschrieben, bei
dem Fluorwasserstoffsäure und Salpetersäure verwendet wird. Es
wurde ein Eisenmittelwert von 23,31 × 10-11 g/cm2 erreicht.
Aufgabe der vorliegende Erfindung ist es daher, den Stand der
Technik zu verbessern und Halbleitermaterial, insbesondere po
lykristallines Silicium, das einen sehr geringen Eisen-/Chrom
gehalt aufweist, bereitzustellen.
Des weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, eine Reinigungsvor
richtung zur Verfügung zu stellen, mit der dieser geringe Ei
sen-/Chromgehalt erreicht werden kann.
Diese Aufgaben werden durch die vorliegende Erfindung gelöst.
Ein Gegenstand der Erfindung ist ein Halbleitermaterial, das
eine geringe Metallkonzentration an der Oberfläche aufweist,
wobei es einen Eisen- und/oder Chromgehalt auf der Oberfläche
von unter 6,66 × 10-11 g/cm2 aufweist.
Dieses Halbleitermaterial weist einen Partikeldurchmesser von
0,1 bis 350 mm, bevorzugt 20 bis 150 mm auf.
Bei dem Halbleitermaterial handelt es sich um Halbleitermate
rial, wie Silicium, Indiumphosphid, Germanium oder Galliumar
senid. Bevorzugt ist Silicium, insbesondere polykristallines
Silicium.
Ein polykristalliner Siliciumstab wird mittels metallischer
Brechwerkzeuge zerkleinert. Diese sind aus Stahl, das durch
Eisencarbid und/oder Chromcarbid gehärtet ist.
Beim Zerkleinern des polykristallinen Siliciums mit diesen Me
tallen werden die Metallpartikel in die Oxidschicht und die
obersten Lagen des Siliciumgitters eingedrückt. Aus diesem
Grund können Reinigungsmischungen ohne Siliciumabtrag, zum
Beispiel HCl/H2O2 den Metallabrieb nicht vollständig entfernen.
Eine vollständige Reinigung ist somit notwendig.
Ein weiterer Gegenstand ist ein Verfahren zur Herstellung von
Halbleitermaterial, das eine niedrige Metallkonzentration auf
weist, dadurch gekennzeichnet, daß polykristallines Silicium
in einer Vorreinigung in zumindest einer Stufe mit einer oxi
dierenden Reinigungslösung gewaschen wird, in einer Hauptrei
nigung in einer weiteren Stufe mit einer Reinigungslösung ge
waschen wird, die Salpetersäure und Fluorwasserstoffsäure ent
hält, und bei einer Hydrophilierung in noch einer weiteren
Stufe mit einer oxidierenden Reinigungsflüssigkeit gewaschen
wird.
In einer Vorreinigung wird das Halbleitermaterial, insbesonde
re der polykristalline Siliciumbruch, vorzugsweise zuerst mit
vollentsalztem Wasser mit 15-18 MOhm abgespült, mit einer
oxidierenden Reinigungslösung gewaschen. Bei dieser Reini
gungslösung handelt es sich vorzugsweise um Wasserstoffper
oxid, Mineralsäuren, wie Salzsäure, Salpetersäure, Schwefel
saure, Phosphorsäure, Perchlorsäure, Fluorwasserstoffsäure,
flüssige, lineare oder verzweigte organische Säuren mit 1
bis 8 Kohlenstoffatomen, wie Essigsäure, Ameisensäure, Butter
saure, etc.
Alle diese oxidierenden Stoffe lassen sich auch, soweit tech
nisch möglich, in beliebigen Gemischen einsetzen, wobei auch
noch Wasserstoffperoxid enthalten sein kann. Des weiteren kön
nen auch noch Tenside, wie vorzugsweise Ammoniumlaurylsulfat
oder Natriumalkylsulfat, enthalten sein.
Bevorzugt ist eine oxidierende Reinigungslösung, die Salzsäure
mit 4 bis 20 Gew.-%, Fluorwasserstoffsäure mit 1 bis 10 Gew.-%
und Wasserstoffperoxid mit 1 bis 5 Gew.-% als Gemisch enthält.
Die Gew.-% beziehen sich auf die gesamte Reinigungslösung.
Nach dieser Vorreinigung erfolgt vorzugsweise ein Spülschritt
mit vollentsalztem Wasser mit 15-18 MOhm.
Daran schließt sich die Hauptreinigung an, bei der eine Mi
schung aus Salpetersäure und Fluorwasserstoffsäure eingesetzt
wird. Diese Mischung enthält vorzugsweise 60 bis 70 Gew.-% Sal
petersäure, 1 bis 5 Gew.-% Fluorwasserstoffsäure und Wasser.
Die Gew.-% beziehen sich auf die gesamte Reinigungslösung.
Diese Hauptreinigung kann auch vorzugsweise aufgeteilt werden,
indem zuerst mit einer Reinigungslösung gewaschen wird, die
Fluorwasserstoffsäure und Salpetersäure enthält, wobei die
Salpetersäure einen Gehalt von kleiner 70 Gew.-% aufweist,
wobei diese Mischung vorzugsweise 60 bis 70 Gew.-% Salpetersäu
re, 1 bis 5 Gew.-% Fluorwasserstoffsäure und Wasser enthält und
in einem weiteren Schritt mit einer Reinigungslösung gewaschen
wird, die Fluorwasserstoffsäure und Salpetersäure enthält, wo
bei die Salpetersäure einen Gehalt von größer 70 Gew.-% auf
weist, gewaschen wird, wobei diese Mischung vorzugsweise 70
bis 95 Gew.-% Salpetersäure, 1 bis 5 Gew.-% Fluorwasserstoffsäu
re und Wasser enthält. Die Gew.-% beziehen sich auf die gesamte
Reinigungslösung. Die Hauptreinigung in zwei Schritten ermög
licht einen Ätzabtrag unter 5 µm.
Des weiteren können in den Gemischen aus Salpetersäure und
Fluorwasserstoffsäure die oben genannten Mineralsäuren, flüs
sige, lineare oder verzweigte organische Säuren mit 1 bis 8
Kohlenstoffatomen, Wasserstoffperoxid und Tenside enthalten
sein. Alle Stoffe können in beliebigen Konzentrationen und Mi
schungsverhältnissen, soweit dies technisch möglich ist, ent
halten sein.
Nach dieser Vorreinigung erfolgt vorzugsweise ein Spülschritt
mit vollentsalztem Wasser mit 15-18 MOhm.
Daran schließt sich eine Hydrophilierung mit einer oxidieren
den Reinigungsflüssigkeit an. Bei dieser Reinigungslösung han
delt es sich vorzugsweise um Mineralsäuren, wie oben defi
niert, und flüssige, lineare oder verzweigte organische Säuren
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, wie oben definiert; alle diese
Stoffe lassen sich auch, soweit technisch möglich, in beliebi
gen Gemischen einsetzen, wobei auch noch Wasserstoffperoxid
enthalten sein kann. Des weiteren können auch noch Tenside,
wie oben definiert, enthalten sein.
Bevorzugt ist eine Reinigungslösung, die vorzugsweise Salzsäu
re mit 4 bis 20 Gew.-% und 1 bis 3 Gew.-% Wasserstoffperoxid,
Salpetersäure mit 8 bis 70 Gew.-% und Wasser enthält. Die Gew.-%
beziehen sich auf die gesamte Reinigungslösung. Nach dieser
Hydrophilierung erfolgt vorzugsweise ein Spülschritt mit vol
lentsalztem Wasser mit 15-18 MOhm.
Vorzugsweise erfolgen alle Reinigungsschritte derart, daß das
zu reinigende Halbleitermaterial in einem Behälter, der Öff
nungen aufweist, in eine Reinigungsflüssigkeit eingetaucht
wird und Reinigungsflüssigkeit durch die Öffnungen einströmt
und das polykristalline Silicium benetzt, sodann wird der Be
hälter soweit aus der Flüssigkeit gehoben, daß die Reinigungs
flüssigkeit durch die Öffnungen des Behälters vollständig her
ausströmen kann. Zu diesen Reinigungsflüssigkeiten gehört auch
die Wäsche mit vollentsalztem Wasser mit 15-18 MOhm.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Halbleitermateri
al in einem Behälter zumindest zweimal mittels einer Hub-,
Senkbewegung in die Reinigungsflüssigkeit eingetaucht. Vor
zugsweise werden diese Hub- und Senkbewegungen so ausgeführt,
daß die Behälter, während sie aus der Reinigungslösung gehoben
sind, sich vollständig entleeren können, wobei die Reinigungs
lösung vollständig herausströmt.
Vorzugsweise wird diese Hub- und Senkbewegung 10 mal in der
Minute für bis zu 4 Minuten durchgeführt.
Das Reinigungsverfahren wird vorzugsweise bei Normaldruck und
Raumtemperatur (25°C) durchgeführt, wobei das Hauptreini
gungsverfahren bevorzugt bei 5°C bis 12°C und besonders be
vorzugt bei 8°C bis 10°C ausgeführt wird. Aufgrund der nied
rige Temperatur läßt sich die Verweildauer (zum Beispiel
3 bis 5 Sekunden auf 7 bis 10 Sekunden) verlängern, was sich
auf eine Verminderung der Fleckenbildung auswirkt.
Reinigungsvorrichtungen für das Reinigen von Halbleitermateri
al, wobei das Halbleitermaterial, insbesondere der polykri
stalliner Siliciumbruch, in einer Walze gedreht oder durch ei
ne Hub- und Senkbewegungen innerhalb der Säure auf und ab be
wegt wird, sind bekannt. Beim Walzenverfahren entsteht bei der
Umlagerung der scharfkantigen Polysiliciumbruchstücken be
trächtlicher Kunststoffabrieb, der die Bäder und damit die Po
lysiliciumbruch-Oberfläche verunreinigt. Das Hub- und Senkbe
wegungsverfahren zeichnet sich dadurch aus, daß eine zu ge
ringe Strömung durch das Polysilicium-Schüttgut die Reini
gungswirkung reduziert (siehe auch Vergleichsversuch Tabelle
10).
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Reinigungsvor
richtung, die einen Behälter mit Öffnungen aufweist, wobei die
Reinigungsvorrichtung den Behälter mittels Hub- und Senkbewe
gung so bewegt, daß der Behälter vollständig aus der Reini
gungsflüssigkeit entfernt wird.
Die Reinigungsvorrichtung ist derart aufgebaut, daß vorzugs
weise ein Motor mit Hub- und Senkbewegungen einen vorzugsweise
rechteckigen Behälter, in dem sich das Halbleitermaterial be
findet, der zumindest im Boden Öffnungen aufweist, mit Hub- und
Senkbewegungen so aus der Reinigungsflüssigkeit hebt, das
der Behälter vollständig aus der Reinigungsflüssigkeit ent
fernt wird und sich während jeder dieser Hub- und Senkbewegun
gen auch vollständig entleert.
Vorzugsweise weist der Behälter am Boden des Behälters pyrami
denförmige Aussparungen auf, die bevorzugt mit der Pyramiden
spitze vom Boden des Behälters nach oben weisen, so daß der
Boden des Behälters mit pyramidenförmigen Aussparungen bedeckt
ist, deren Spitzen vom Boden vorzugsweise senkrecht oder auch
leicht geneigt nach oben weisen.
Diese pyramidenförmigen Aussparungen weisen Öffnungen auf, die
sich vorzugsweise in den Dreiecksseiten der pyramidenförmigen
Aussparungen befinden. Durch diese Öffnungen kann beim erfin
dungsgemäßen Verfahren die Reinigungsflüssigkeit abfließen.
Diese Öffnungen haben eine Größe von vorzugsweise 2 mm bis
8 mm, besonders bevorzugt von 2 mm bis 4 mm.
Ein Vorteil der Erfindung ist, daß ein Halbleitermaterial mit
einem Eisen- und/oder Chromgehalt auf der Oberfläche von unter
6,66×10-11 g/cm2, vorzugsweise einem Eisen- und/oder Chromgehalt
auf der Oberfläche von unter 2×10-11 g/cm2, besonders bevorzugt
von 1×10-11 g/cm2 aufweist, erhalten werden kann. Des weiteren
weist das so gereinigte Halbleitermaterial keine Flecken mehr
auf, wie sie sonst mit üblichen Reinigungsvorrichtungen
auftreten.
Die Eisenwerte werden in 10-11g/cm2 abgegeben.
RCA Rewiew June 1970, W. Kern
Purifying Si and SiO2
Surfaces with Hydrogen Peroxid
DE 195 29 518 A1
Tokuyama Corp.
Polykristallines Silicium und Verfahren zur Herstellung
Tokuyama Corp.
Polykristallines Silicium und Verfahren zur Herstellung
JP 05004811 A
Shinetsu Handotai Co. Ltd.
Shinetsu Handotai Co. Ltd.
JP 05154466 A
Cleaning Polisilicon by washing with mixt. of nitric and HF acid
Cleaning Polisilicon by washing with mixt. of nitric and HF acid
In einem Teflontrichter werden 100 g schweres Polysilicium mit
40 ml HF/HNO3 1 : 4 abgespritzt. Die Ätzsäure wird in einem
Teflonbecher aufgefangen. Anschließend wird die Säure abge
dampft und der Rückstand in 5 ml Wasser aufgenommen. Der
Metallgehalt der wäßrigen Lösung wird am ICP-AES(Induktiv-ge
koppeltes Ionenplasma-Atomemissionsspektroskop der Firma
Spectro)-Gerät gemessen. Aus den gemessenen Werten wird der
Metallgehalt der Polyoberfläche berechnet. Die Angaben erfol
gen in g/cm2.
Die Eisenwerte werden in 10 g/cm2 angegeben.
In den folgenden Beispielen werden die erfindungsgemäßen Be
dingungen des kombinierten Verfahrens näher erläutert:
Ein Polysiliciumstab wird beim Kontakt mit Metallwerkzeugen
im Mittel auf der Polysiliciumoberfläche mit 1332×10-11g/cm2
Eisen verunreinigt. Die anschließende Reinigung erfolgt wie in
Tabelle 3 beschrieben. Der Tabelle können die erforderlichen
Säurekonzentrationen, der Ätzabtrag und die Reinigungszeiten
für die Herstellung eines Polybruches mit einem Eisengehalt
auf der Polysiliciumoberfläche von < 6,66×10-11 g/cm2 entnommen
werden.
100 g Polysilicium wird mit einer V4A-Edelstahlschraube 10 Se
kunden lang abgerieben. Das ungereinigte Polysilicium enthält
auf der Oberfläche im Mittel 666000×10-11 g/cm2 Eisen und
133200×10-11 g/cm2 Chrom. Die anschließende Reinigung erfolgt
wie in Tabelle 3 beschrieben.
Ein Polysiliciumstab wird in einem Brecher mit Metallbacken
zerkleinert. Das ungereinigte Material enthält im Mittel auf
der Polysiliciumoberfläche 5328×10-11 g/cm2 Eisen. Die anschlie
ßende Reinigung erfolgt wie in Tabelle 4 beschrieben. Der Ta
belle können die erforderlichen Säurekonzentrationen, der Ätz
abtrag und die Reinigungszeiten für die Herstellung eines Po
lysiliciumsbruches mit einem Eisengehalt auf der Oberfläche
von < 6,66×10-11 g/cm2 entnommen werden.
Durch ein kombiniertes Verfahren mit einem Hauptreinigungs
schritt aus zwei Stufen (Hauptreinigung mit einer Reinigungs
lösung, die Fluorwasserstoffsäure und Salpetersäure enthält,
wobei die Salpetersäure einen Gehalt von kleiner 70 Gew.-% auf
weist und in einem weiteren Schritt mit einer Reinigungslö
sung, die Fluorwasserstoffsäure und Salpetersäure enthält, wo
bei die Salpetersäure einen Gehalt von größer 70 Gew.-% auf
weist) kann stark mit Eisen und Chrom verunreinigtes Polysili
cium mit einem Partikeldurchmesser von 0.1 bis 350 mm auf ei
nen Eisen- und Chromgehalt auf der Oberfläche von
< 6,66×10-11 g/cm2 gereinigt werden. Bei diesem vierstufigen
Prozeß werden im Vergleich zum dreistufigen kombinierten 12 µm
Verfahren weniger als 5 µm von der Siliciumoberfläche
abgetragen.
Die Eisenwerte werden in 10-11 g/cm2 angegeben.
Im Unterschied zum dreistufigen Verfahren wird im ersten Ätz
schritt (Abtrag ca. 2 µm) in der HF/HNO3 mit 0,5 Gew.-% HF und
weniger als 70 Gew.-% HNO3 ein fleckiger grauer Bruch erhalten.
Der Eisengehalt auf der Polysiliciumoberfläche von
3,33×10-11 g/cm2 ist nach der ersten Ätze bereits erreicht. Der
zweite Ätzschritt (ca. 2 µm) erfolgt bei 0.5 Gew.-% HF und mehr
als 70 Gew.-% HNO3. Durch diese Säurebehandlung werden die
grauen Flecken entfernt.
Durch die Reduzierung des Ätzabtrages gegenüber dem dreistufi
gen Verfahren von 12 auf unter 5 µm wird der Säureverbrauch
und die NOx-Gasentwicklung (s. Tabelle 6) um mehr als 50%
reduziert.
Vergleich der NOx-Gasentwicklung und des Säureverbrauchs zwi
schen dem dreistufigen und vierstufigen kombinierten
Reinigungsverfahren.
HNO31
: 70 Gew.-%
HF: 50 Gew.-%
HF: 50 Gew.-%
Beim Auflösen des Polysiliciums wird HF verbraucht und gleich
zeitig entsteht Wasser (s. Reaktionsgleichung 1). Zur Auf
rechterhaltung der Badkonzentrationen bezüglich des HNO3 und
HF-Gehaltes muß deshalb ständig Flußsäure und Salpetersäure
nachdosiert werden. Vorteile im Säureverbrauch entstehen durch
die Verwendung von 100 Gew.-% HNO3 und 70 Gew.-% HF oder HF-Gas (s.
Tabelle 7).
3 Si + 4 HNO3
+ 18 HF ↔ 2 H2
SiF6
+ 4 NO + 8 H2
O
In einem Teflontrichter wird 100 g schweres Polysilicium mit
40 ml HF/HNO3 1 : 4 abgespritzt. Die Ätzsäure wird in einem
Teflonbecher aufgefangen. Anschließend wird die Säure abge
dampft und der Rückstand in 5 ml Wasser aufgenommen. Der Me
tallgehalt der wäßrigen Lösung wird am ICP-AES(In
duktiv-gekoppeltes Ionenplasma-Atomemissionsspektroskop der
Firma Spectro)-Gerät gemessen. Aus den gemessenen Werten wird
der Metallgehalt der Polyoberfläche berechnet. Die Angaben er
folgen in g/cm2.
In den folgenden Beispielen werden die experimentellen Bedin
gungen des vierstufigen kombinierten Verfahrens näher
erläutert:
Ein Polysiliciumstab wird beim Kontakt mit Metallwerkzeugen im
Mittel auf der Polysiliciumoberfläche mit 1332×10-11 g/cm2 Eisen
verunreinigt. Die anschließende Reinigung erfolgt wie in Ta
belle 8 beschrieben. Der Tabelle können die erforderlichen
Säurekonzentrationen, der Ätzabtrag und die Reinigungszeiten
für die Herstellung eines Polybruches mit einem Eisengehalt
auf der Polysiliciumoberfläche von < 6,66×10-11 g/cm2 entnommen
werden.
100 g Polysilicium wird mit einer V4A-Edelstahlschraube 10 Se
kunden lang abgerieben. Das ungereinigte Polysilicium enthält
auf der Oberfläche im Mittel 666000×10-11 g/cm2 Eisen und
133200×10-11 g/cm2 Chrom. Die anschließende Reinigung erfolgt
wie in Tabelle 8 beschrieben.
Ein Polysiliciumstab wird in einem Backenbrecher mit Metall
backen zerkleinert. Das ungereinigte Material enthält im Mit
tel auf der Polysiliciumoberfläche mit 5328×10-11 g/cm2 Eisen.
Die anschließende Reinigung erfolgt wie in Tabelle 9 beschrie
ben. Der Tabelle können die erforderlichen Säurekonzentratio
nen, der Ätzabtrag und die Reinigungszeiten für die Herstel
lung eines Polybruches mit einem Eisengehalt auf der Polysili
ciumoberfläche von < 6,66×10-11 g/cm2 entnommen werden.
Die Eisenwerte werden in 10-11 g/cm2 angegeben.
Claims (15)
1. Halbleitermaterial, das eine geringe Metallkonzentration an
der Oberfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß es einen
Eisen- und/oder Chromgehalt auf der Oberfläche von unter
6,66×10-11 g/cm2 aufweist.
2. Halbleitermaterial, das eine geringe Metallkonzentration an
der Oberfläche aufweist, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß es einen Partikeldurchmesser von 0,1 bis 350 mm
aufweist.
3. Halbleitermaterial, das eine geringe Metallkonzentration an
der Oberfläche aufweist, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß es sich um Silicium handelt.
4. Verfahren zur Herstellung von Halbleitermaterial, das eine
niedrige Metallkonzentration aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß Halbleitermaterial in einer Vorreinigung in zumindest ei
ner Stufe mit einer oxidierenden Reinigungslösung gewaschen
wird, in einer Hauptreinigung in einer weiteren Stufe mit ei
ner Reinigungslösung gewaschen wird, die Salpetersäure und
Fluorwasserstoffsäure enthält, und bei einer Hydrophilierung
in noch einer weiteren Stufe mit einer oxidierenden Reini
gungsflüssigkeit gewaschen wird.
5. Verfahren zur Herstellung von Halbleitermaterial, das eine
niedrige Metallkonzentration aufweist, nach Anspruch 4, da
durch gekennzeichnet, daß Halbleitermaterial bei der Vorreini
gung mit einem oder mehreren flüssigen Reinigungsmitteln aus
der Gruppe, die aus flüssigen, organischen Säuren, Mineralsäu
ren und Wasserstoffperoxid besteht, gewaschen wird.
6. Verfahren zur Herstellung von Halbleitermaterial, das eine
niedrige Metallkonzentration aufweist, nach Anspruch 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Halbleitermaterial bei der
Hauptreinigung mit einer Reinigungslösung gewaschen wird, die
Fluorwasserstoffsäure und Salpetersäure enthält, wobei die
Salpetersäure einen Gehalt von kleiner 70 Gew.-% aufweist und
in einem weiteren Schrift mit einer Reinigungslösung gewaschen
wird, die Fluorwasserstoffsäure und Salpetersäure enthält, wo
bei die Salpetersäure einen Gehalt von größer 70 Gew.-% auf
weist, gewaschen wird.
7. Verfahren zur Herstellung von Halbleitermaterial, das eine
niedrige Metallkonzentration aufweist, nach Anspruch 4 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß Halbleitermaterial bei der
Hauptreinigung zusätzlich mit einem oder mehreren flüssigen
Reinigungsmitteln aus der Gruppe, die aus flüssigen, organi
schen Säuren, Mineralsäuren und Wasserstoffperoxid besteht,
gewaschen wird.
8. Verfahren zur Herstellung von Halbleitermaterial, das eine
niedrige Metallkonzentration aufweist, nach Anspruch 4, da
durch gekennzeichnet, daß Halbleitermaterial bei der Hydrophi
lierung mit einem oder mehreren flüssigen Reinigungsmitteln
aus der Gruppe, die aus flüssigen, organischen Säuren, Mine
ralsäuren und Wasserstoffperoxid besteht, gewaschen wird.
9. Verfahren zur Herstellung von Halbleitermaterial, das eine
niedrige Metallkonzentration aufweist, nach einem oder mehre
ren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Halbleitermaterial in einem Behälter, der Öffnungen aufweist,
in eine Reinigungsflüssigkeit eingetaucht wird und Reinigungs
flüssigkeit durch die Öffnungen einströmt und das Halbleiter
material benetzt, sodann wird der Behälter soweit aus der
Flüssigkeit gehoben, daß die Reinigungsflüssigkeit durch die
Öffnungen des Behälters vollständig herausströmen kann.
10. Verfahren zur Herstellung von Halbleitermaterial, das eine
niedrige Metallkonzentration aufweist, nach einem oder mehre
ren der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß Halb
leitermaterial in einem Behälter zumindest zweimal mittels ei
ner Hub-, Senkbewegung in die Reinigungsflüssigkeit einge
taucht wird.
11. Verfahren zur Herstellung von Halbleitermaterial, das eine
niedrige Metallkonzentration aufweist, nach einem oder mehre
ren der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Halbleitermaterial Silicium ist.
12. Reinigungsvorrichtung, die einen Behälter mit Öffnungen
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung
den Behälter mittels Hub- und Senkbewegung so bewegt, daß der
Behälter vollständig aus der Reinigungsflüssigkeit entfernt
wird.
13. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Behälter am Boden des Behälters pyramiden
förmige Aussparungen aufweist.
14. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die pyramidenförmigen Aussparungen derart ausge
bildet sind daß, die Spitze der Aussparung nach oben zeigt.
15. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die pyramidenförmigen Aussparungen Öffnungen
aufweisen.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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