DE197452A - - Google Patents

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DE197452A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 m. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. April 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine verbesserte Schaltvorrichtung zum Antrieb des Zählwerkes von Addiermaschinen; das Zählwerk kann hierbei von beliebiger Bauart sein. Vor den bekannten ähnlichen Schaltvorrichtungen zeichnet sich die neue Schaltvorrichtung vor allem durch ihre große Einfachheit aus, sowohl was Konstruktion wie Handhabung betrifft, ferner durch die größtmöglichste Sicherheit
ίο beim Arbeiten. Bei dem Gegenstand vorliegender Erfindung wird eine Anzahl von Schalträdern verwendet, die in Ruhestellung außer Eingriff mit den die Schaltung nach dem Zählwerk übertragenden Trieben stehen, zum Einrücken in Arbeitsstellung aber durch einen bloßen Druck direkt in Eingriff gebracht werden können. Weiter ist die Addiermaschine mit einer Vorrichtung versehen, welche dafür sorgt, daß jede Antriebbewegung begrenzt wird, was durch Anordnung von Rippen auf den Schalträdern in den Zahlenwerten entsprechenden Abständen bewirkt wird. Diese Rippen arbeiten mit Schiebern zusammen, deren Bewegung begrenzt ist, so daß eine zu große Bewegung nicht ausgeführt werden kann. Die neue Addiervorrichtung kann in bequemster Weise mit den Fingern betätigt werden, ohne daß hierbei eine besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise in einer Ausführungsform näher erläutert.
Fig. ι ist eine Vorderansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 ein Querschnitt; Fig. 3 stellt eine Aufsicht auf die Maschine dar und Fig. 4 eine solche auf einen der zur Sperrung der Schalträder dienenden Schieber; Fig. 5 zeigt in schaubildlicher Ansicht eine mit der neuen Schaltvorrichtung versehene Additions- und Subtraktionsvorrichtung.
Die neue Schaltvorrichtung besteht aus einer Anzahl von Antrieb- oder Schalträdern a, welche in hebelartigen Rahmen b drehbar gelagert sind. Diese sind um eine Achse c beweglich und werden durch Federn d nach oben gedrückt, wobei zur Begrenzung des Hubes Nasen e vorgesehen sind. Gemäß der Erfindung sind nun die Schalträder a mit Querrippen / besetzt, die in gleichen, ihrem Zahlenwert entsprechenden Abständen angeordnet sind, so daß also die Rippen f des ersten Rades α enger liegen wie die des zweiten, dritten oder vierten Rades a. In Normalstellung werden nun sämtliche Räder a durch ihre Federn d nach oben gedrückt, wobei dann ein fester Anschlag g zwischen zwei Rippen / tritt, so daß die Räder a arretiert sind.
Am Boden des Gehäuses h, in welchem die Vorrichtung angeordnet ist, sind Schieber i vorgesehen, die mit den Rippen f entsprechenden Nasen k versehen sind und unter Wirkung von Federn / stehen.
Die Arbeitsweise der neuen Schaltvorrichtung ist nun folgende:
Durch Auflegen eines Fingers auf das zu betätigende Schaltrad α wird dieses nach unten gedrückt (in Fig. 2 strichpunktiert dargestellt).
Hierdurch gelangen einerseits die Zähne einer Innenverzahnung m desselben mit ihrem Trieb η in Eingriff, der auf einer gemeinsamen Achse ο sitzt, welche z. B. mit Hilfe von Übersetzungsrädern ρ die nun folgende Drehbewegung des betätigten Schaltrades α auf ein Zählwerk q überträgt. Zur Begrenzung dieser Drehbewegung dienen nun die Schieber i, deren Nasen k in der Bahn der Rippen f liegen, wenn das zugehörige Schaltrad α gesenkt ist. Hierdurch wird der betreffende Schieber i durch dasselbe so lange verschoben, bis er auf einen Arretierstift r auftrifft, worauf das Schaltrad α durch den Finger freigegeben wird und sowohl Schieber i wie .Schaltrad α durch ihre Federn d und e selbsttätig in Normalstellung zurückkehren, wobei das letztere wieder durch den Anschlag g arretiert wird.
Zweckmäßigerweise und um nur vier Finger einer Hand in unveränderter Lage benutzen zu müssen, sind nun nur vier solcher Schaltvorrichtungen vorgesehen (Fig. 3), und zwar der Einfachheit der Bedienung halber nur für die ι er, 3 er, 4 er und 9 er, da die anderen Zahlen dann zusammengesetzt werden. Doch könnten natürlich ebensogut auch mehr Schaltvorrichtungen angeordnet sein. Beim Rechnen wird zweckmäßig der Apparat links neben dem Arbeitenden aufgestellt und mit der linken Hand bedient, während mit der rechten Hand die Zahlen verfolgt werden. Es werden dann für dieselbe Zahl stets dieselben Finger benutzt, die stets liegen bleiben, so daß ein besonderes Beobachten des Apparates beim Arbeiten überflüssig wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schaltvorrichtung für Rechenvorrichtungen, bei welchen die Antriebkörper durch Niederdrücken in Arbeitsstellung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebräder (a) in dem Zahlenwert entsprechend verschiedenen, bei jedem einzelnen Rade aber einander gleichen Abständen mit Rippen (f) besetzt sind, welche mit als Anschlag dienenden Schiebern (i) zusammenarbeiten, derart, daß die Antriebräder nur eine ihrem Zahlenwert entsprechend begrenzte Drehung auszuführen vermögen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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