DE197452A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 m. GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine verbesserte Schaltvorrichtung zum Antrieb des Zählwerkes
von Addiermaschinen; das Zählwerk kann hierbei von beliebiger Bauart sein. Vor den
bekannten ähnlichen Schaltvorrichtungen zeichnet sich die neue Schaltvorrichtung vor allem
durch ihre große Einfachheit aus, sowohl was Konstruktion wie Handhabung betrifft,
ferner durch die größtmöglichste Sicherheit
ίο beim Arbeiten. Bei dem Gegenstand vorliegender
Erfindung wird eine Anzahl von Schalträdern verwendet, die in Ruhestellung außer Eingriff mit den die Schaltung nach
dem Zählwerk übertragenden Trieben stehen, zum Einrücken in Arbeitsstellung aber durch
einen bloßen Druck direkt in Eingriff gebracht werden können. Weiter ist die Addiermaschine
mit einer Vorrichtung versehen, welche dafür sorgt, daß jede Antriebbewegung begrenzt
wird, was durch Anordnung von Rippen auf den Schalträdern in den Zahlenwerten entsprechenden Abständen bewirkt
wird. Diese Rippen arbeiten mit Schiebern zusammen, deren Bewegung begrenzt ist, so
daß eine zu große Bewegung nicht ausgeführt werden kann. Die neue Addiervorrichtung
kann in bequemster Weise mit den Fingern betätigt werden, ohne daß hierbei eine besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise in einer Ausführungsform näher erläutert.
Fig. ι ist eine Vorderansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 ein Querschnitt; Fig. 3 stellt
eine Aufsicht auf die Maschine dar und Fig. 4 eine solche auf einen der zur Sperrung der
Schalträder dienenden Schieber; Fig. 5 zeigt in schaubildlicher Ansicht eine mit der neuen
Schaltvorrichtung versehene Additions- und Subtraktionsvorrichtung.
Die neue Schaltvorrichtung besteht aus einer Anzahl von Antrieb- oder Schalträdern a,
welche in hebelartigen Rahmen b drehbar gelagert sind. Diese sind um eine Achse c
beweglich und werden durch Federn d nach oben gedrückt, wobei zur Begrenzung des
Hubes Nasen e vorgesehen sind. Gemäß der Erfindung sind nun die Schalträder a mit
Querrippen / besetzt, die in gleichen, ihrem Zahlenwert entsprechenden Abständen angeordnet
sind, so daß also die Rippen f des ersten Rades α enger liegen wie die des
zweiten, dritten oder vierten Rades a. In Normalstellung werden nun sämtliche Räder a
durch ihre Federn d nach oben gedrückt, wobei dann ein fester Anschlag g zwischen
zwei Rippen / tritt, so daß die Räder a arretiert sind.
Am Boden des Gehäuses h, in welchem die Vorrichtung angeordnet ist, sind Schieber
i vorgesehen, die mit den Rippen f entsprechenden Nasen k versehen sind und unter
Wirkung von Federn / stehen.
Die Arbeitsweise der neuen Schaltvorrichtung ist nun folgende:
Durch Auflegen eines Fingers auf das zu betätigende Schaltrad α wird dieses nach unten
gedrückt (in Fig. 2 strichpunktiert dargestellt).
Hierdurch gelangen einerseits die Zähne einer Innenverzahnung m desselben mit ihrem Trieb η
in Eingriff, der auf einer gemeinsamen Achse ο sitzt, welche z. B. mit Hilfe von Übersetzungsrädern ρ die nun folgende Drehbewegung des
betätigten Schaltrades α auf ein Zählwerk q überträgt. Zur Begrenzung dieser Drehbewegung
dienen nun die Schieber i, deren Nasen k in der Bahn der Rippen f liegen, wenn
das zugehörige Schaltrad α gesenkt ist. Hierdurch wird der betreffende Schieber i durch
dasselbe so lange verschoben, bis er auf einen Arretierstift r auftrifft, worauf das Schaltrad
α durch den Finger freigegeben wird und sowohl Schieber i wie .Schaltrad α durch ihre
Federn d und e selbsttätig in Normalstellung zurückkehren, wobei das letztere wieder durch
den Anschlag g arretiert wird.
Zweckmäßigerweise und um nur vier Finger einer Hand in unveränderter Lage benutzen
zu müssen, sind nun nur vier solcher Schaltvorrichtungen vorgesehen (Fig. 3), und zwar
der Einfachheit der Bedienung halber nur für die ι er, 3 er, 4 er und 9 er, da die anderen
Zahlen dann zusammengesetzt werden. Doch könnten natürlich ebensogut auch mehr Schaltvorrichtungen
angeordnet sein. Beim Rechnen wird zweckmäßig der Apparat links neben dem Arbeitenden aufgestellt und mit der
linken Hand bedient, während mit der rechten Hand die Zahlen verfolgt werden. Es werden
dann für dieselbe Zahl stets dieselben Finger benutzt, die stets liegen bleiben, so
daß ein besonderes Beobachten des Apparates beim Arbeiten überflüssig wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schaltvorrichtung für Rechenvorrichtungen, bei welchen die Antriebkörper durch Niederdrücken in Arbeitsstellung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebräder (a) in dem Zahlenwert entsprechend verschiedenen, bei jedem einzelnen Rade aber einander gleichen Abständen mit Rippen (f) besetzt sind, welche mit als Anschlag dienenden Schiebern (i) zusammenarbeiten, derart, daß die Antriebräder nur eine ihrem Zahlenwert entsprechend begrenzte Drehung auszuführen vermögen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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