DE197761C - - Google Patents

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DE197761C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F1/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers
    • G04F1/04Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity
    • G04F1/08Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity by a body falling a prefixed distance in air or in a viscous material

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 197761 KLASSE 21 c. GRUPPE
FRITZ PETtERS in MAGDEBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. April 1907 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung, mittels deren Schwach- oder Starkstromkreise ohne Benutzung eines Uhrwerks nach Verlauf einer bestimmten Zeit selbsttätig ausgeschaltet werden. Und zwar handelt es sich um einen Zeitschalter der bekannten Gattung, bei welcher die Schaltdauer durch die Dauer des Niedersinkens eines in einem Hohlgefäß befindlichen und durch
ίο Kippen des Gefäßes gehobenen Körpers bestimmt wird. Die Erfindung besteht hauptsächlich in der besonderen Ausbildung der Vorrichtung, die den Kippschalter in die Stromschlußstellung bringt.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des Schalters für elektromagnetischen Antrieb dargestellt. Fig. ι zeigt eine Vorderansicht, Fig. 2 einen Querschnitt des Schalters.
Der Ausschaltemechanismus befindet sich unter Kastenverschluß.
Den Hauptteil des selbsttätigen Ausschalters bildet ein leichter, vollständig mit Glyzerin gefüllter Metallzylinder b, in welchem sich ein mit Durchläßöffnungen versehener Bleikolben c bewegt. Der Zylinder ist drehbar gelagert.
Auf der Achse des Zylinders b ist ein Sperrad / befestigt, welches mit zwei Anschlagflächen m und zwei Anschlagstiften η versehen ist.
Die Einstellvorrichtung besteht aus einem Elektromagneten 0 mit Anker p. An letzterem befindet sich ein im Punkte q beweglicher
Hebel r, welcher am Ende zwei hakenförmige Biegungen s und if hat. Diese dienen zum Antrieb des Sperrades / bzw. des Zylinders b. Zu der Einstellvorrichtung gehört noch die am Zylinderbock befindliche Sperrfeder u und die gegen den Ankerhebel drückende Feder v.
Zur Herstellung eines Stromschlusses ist auf der Schalterwelle eine Scheibe e mit erhöhtem Rand angebracht. Der Rand der Scheibe ist mit einem schrägen Einschnitt versehen. Beim Drehen der Welle gleitet eine Nase der Kontaktfeder i auf der geneigten Fläche des Einschnittes .in die Höhe, so daß die beiden Kontaktfedern i und k miteinander in Berührung kommen.
Die Herstellung einer Stromverbindung und ihre selbsttätige Unterbrechung nach Verlauf einer bestimmten Zeit vollzieht sich folgendermaßen: Durch Schließen eines Druckknopfes oder Schalthebels wird der Elektromagnet-0 erregt. Infolgedessen wird der Anker ρ angezogen. Dieser bewegt den Hebel r, dessen Haken s und t durch Druck gegen Anschlagstift η und Anschlagfläche m das Sperrad / antreiben und somit den Zylinder b um 135 ° rechts drehen. Ferner wird gleichzeitig die Scheibe e gegen die Nase der Kontaktfeder i gedrückt, so daß die Enden der Kontaktfedern ί und k sich decken und den Kontakt herstellen. Ein Überschlagen des Zylinders b verhütet der nach oben gebogene Haken t des Hebels r durch Festhalten der Anschlagfläche πι. Durch Eingreifen der Sperrfeder u in das Sperrad I ist ein Zurückfallen ausgeschlossen. Die Feder ν ηο hat den Zweck,· durch Drücken gegen den Hebel r nach Unterbrechung des Erreger-
Stromes den Anker ρ in die ursprüngliche Lage zurückzudrücken und gleichzeitig den Haken t von der Anschlagfläche m zu entfernen.
Sobald der Zylinder b aus der sonst ruhenden Lage um 135° gedreht ist, befindet sich der Bleikolben c im oberen Teile desselben. Jetzt drückt der Bleikolben c auf das Glyzerin, welches durch die Durchlaßöffnungen nach oben strömt, und der Bleikolben c gleitet .langsam nach unten. Ist der Bleikolben c auf dem Boden des Zylinders b angelangt, so geht der Zylinder b in die ursprünglich vertikale Lage zurück. In demselben Augenblick springt die Nase der Kontaktfeder i in den Einschnitt der Scheibe e, und der Kontakt ist unterbrochen.
Je nach Größe des Zylinders b und der Durchlaßöffnungen des Bleikolbens c kann eine Schaltdauer von 5 Sekunden bis 15 Minuten und darüber erreicht werden.
Kommt Starkstrom in Frage, so kann an Stelle der Kontaktfedern ein Quecksilberkontakt vorgesehen werden.
Die beschriebene Antriebsvorrichtung (r, t, s) kann nicht nur durch einen Elektromagneten, •sondern auch von Hand in Gang gesetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Durch einen Elektromagneten bewegter Zeitschalter, dessen Schaltdauer durch die • Dauer des Niedersinkens eines, in einem Hohlgefäß befindlichen und durch Kippen des Gefäßes gehobenen Körpers erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse des Hohlgefäßes ein Sperrad (I) mit zwei diametral gegenüberliegenden Flügeln (m) angebracht ist, von denen der eine durch einen elektromagnetisch bewegten Hebel (t) mitgenommen wird und das Hohlgefäß zum Zwecke der Schließung des zu überwachenden Stromkreises dreht, während sich der andere Flügel am Schlüsse der Drehbewegung gegen den Hebel (t) anlegt und so ein Überschlagen des. Gefäßes verhindert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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