DE197815C - - Google Patents

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DE197815C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L15/00Methods, circuits, or devices for controlling the traction-motor speed of electrically-propelled vehicles
    • B60L15/32Control or regulation of multiple-unit electrically-propelled vehicles
    • B60L15/34Control or regulation of multiple-unit electrically-propelled vehicles with human control of a setting device

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
^ 197815 — KLASSE 20/. GRUPPE
AUGUST FISCHER in GENUA.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. September 1907 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Einrichtungen zur Ausführung dieses Verfahrens zur Steuerung elektrischer Züge und besteht darin, daß mittels einer von einer Zentralstelle (dem Führerstand) ausgehenden, unter veränderlichen Druck zu setzenden, mit Luft oder Flüssigkeit gefüllten Hauptrohrleitung in an diese angeschlossenen Nebenrohrleitungen, die einen beweglichen Leiter
ίο (Quecksilber oder Schwimmer aus Metall) sowie die den verlangten Schaltungen entsprechenden Kontaktstellen oder Drähte enthalten, der Spiegel bzw. die Lage der beweglichen Leiter durch Änderung des Druckes in der Hauptleitung gleichzeitig und gleichmäßig verändert wird, zum Zwecke, alle Motoren des Wagens oder Zuges von der Zentralstelle (Führerstand) aus in gleicher und gleichmäßiger Weise zu steuern!
Der Gegenstand der Erfindung ist in Fig. i, 2 und 3 in mehreren Ausführungsformen dargestellt. ■ . Beispiel 1 (Fig. 1): In jeden Wagen des Zuges sind eine Anzahl U - förmig gebogener Rohre eingebaut, die etwa zur Hälfte mit Quecksilber, zur anderen Hälfte mit einer nichtleitenden (stromisolierenden) Flüssigkeit oder Gas gefüllt sind. Diese Rohre stehen miteinander in Verbindung. In jedes dieser Rohre tauchen Kontaktdrähte hinein, deren Abstände jedoch von dem normalen Spiegel der in Ruhe befindlichen Quecksilbersäulen in allen Rohren verschieden sind.
Von diesen Kontaktdrähten führen Verbindungsleitungen zu kleinen Hilfsmagnetschaltern, die dazu dienen, den eigentlichen Betriebsstrom in die Motorleitungen einzuschalten.
Die Anzahl der U-förmigen Rohre und der Magnetschalter ist nicht begrenzt und richtet sich nach der Anzahl der beabsichtigten Verbindungen und Schaltungen.
Jedes dieser Rohrsysteme ist an eine durch den ganzen Zug durchgehende Hauptleitung, zweckmäßig Druckluftleitung, angeschlossen. Das Ein- und Ausschalten der einzelnen Kontakte ' erfolgt durch Veränderung des Druckes in der Hauptleitung von dem Führerstande aus, indem das Quecksilber in den einzelnen Rohrschenkeln (gemäß der Zeichnung in den linken Schenkeln) in die Höhe getrieben wird und zwischen den Kontaktdrähten eines jeden U-förmigen Rohres elektrisch leitende Verbindung herstellt. Durch die Herstellung dieser Verbindung werden die von einer besonderen Schwachstromquelle gespeisten Steuerströme der Hilfsmagnete geschlossen, letztere dadurch erregt und die Anker und mit ihnen die Hauptstromkontakte angezogen und eingeschaltet. Die Einschaltung weiterer Kontakte erfolgt. durch Steigerung des Druckes in der Hauptleitung, wodurch im nächsten Rohr durch das steigende Quecksilber die Verbindung zwischen den beiden Kontaktdrähten hergestellt wird usw. . ■ ■ ■
Durch richtige Bemessung der Länge der Kontaktdrähte in den (auf der Zeichnung jeweilig rechten) Schenkeln der U-förmigen Rohre ist es möglich, mit dem Einschalten eines Kontaktes den vorhergehenden auszuschalten.
Beispiel 2 (Fig. 2): Bei dieser Ausführungsform ist auf jedem Wagen nur ein U-förmiges Rohr angeordnet, das zum Teil mit Quecksilber gefüllt ist und dessen einer Schenkel in Verbindung mit der Hauptleitung des Wagens oder Zuges steht, während in den anderen Schenkel in voneinander verschiedenen oder gleichen Abständen Kontaktdrahte eingebracht (ζ. Β. eingeschmolzen) sind. Von diesen Kontaktdrähten führen Verbindungsleitungen zu Hilfsmagnetschaltern, die dazu dienen, den eigentlichen Betriebsstrom in die Motorleitungen einzuschalten.
Außerdem sind die Anker eines jeden Magneten mit Ausnahme des ersten oder, falls die beabsichtigte Schaltung es erfordert, mit Ausnahme weiterer Magnete mit einem besonderen Ausschalter verbunden, durch wel- chen der Erregerstrom der vorhergehenden Magnete fließt.
Wird also durch das Steigen des Quecksilbers in dem linken Schenkel des U-förmigen Rohres einer der Magnete erregt, so schaltet der von ihm angezogene Anker in demselben Augenblick den Erregerstrom der vorher erregt gewesenen Magnete aus, und mit ihnen wird die hergestellt gewesene Verbindung in der zugehörigen Hauptstromleitung ausgeschaltet. Der Erregerstrom der Hilfsmagnete wird einer im Zuge oder in jedem Wagen angebrachten Schwachstromquelle entnommen, die, wie das Schema zeigt, mit einem Pol an die Quecksilbersäule angeschlossen ist. Der andere Pol dieser Stromquelle ist durch die einzelnen Magnetunterbrecher mit den Hilfsmagneten verbunden, von welchen wiederum Verbindungsleitungen zu den Kontaktdrähten führen, die in das U-förmige Rohr eingelassen sind. Das Einschalten der einzelnen Kontakte erfolgt durch Veränderung (Steigerung) des Druckes in· der Hauptleitung, wodurch das Quecksilber im linken Schenkel des U-förmigen Rohres steigt und den Stromschluß durch die einzelnen Hilfsmagnete herstellt und zugleich die zugehörige Hauptstromleitung einschaltet. In der Ruhelage sind alle Hauptstromleitungen ausgeschaltet, alle Magnetunterbrecher jedoch durch nicht angedeutete Mittel, z. B. Federn, eingeschaltet.
Beispiel 3. Gemäß Fig. 3 ist das U-förmige Rohr mit einer nichtleitenden Flüssigkeit,· etwa destilliertem Wasser, gefüllt und es schwimmt auf der Flüssigkeit in dem einen Schenkel des Rohres, der die Kontakte trägt, ein Metallschwimmer. Für jede Stellung sind in diesem Falle zwei Kontakte einander gegenüber vorgesehen, zwischen welchen der Schwimmer während seiner Bewegung im Rohr die Verbindung herstellt.
Die auf einer Seite befindlichen Kontakte stehen wiederum mit einer besonderen Schwachstromquelle in Verbindung, von den gegenüberliegenden Kontakten führen, wie bei Fig. 2, Leitungen zu den Hilfsmagneten. Magnetunterbrecher, die den Erregerstrom der vorhergehenden Magnete, wie bei Fig. .2, unterbrechen, sind bei dieser Ausführung nicht erforderlich, da durch Verwendung einer nichtleitenden Flüssigkeit die Verbindungen der einzelnen Kontakte beim Verlassen-^derselben durch den Schwimmer schon im U-förmigen Rohr geöffnet werden.
Der Vorgang beim Ein- und Ausschalten der Kontakte ist derselbe wie bei der Anordnung gemäß Fig. 2.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Steuerung mehrerer . Motoren eines elektrisch angetriebenen Wagens oder Zuges, dadurch gekennzeichnet, daß durch Änderung des Druckes in einer von einer Zentralstelle (Führerstand) ausgehenden, mit Luft oder Flüssigkeit gefüllten Hauptrohrleitung in an diese angeschlossenen U- förmigen Nebenrohrleitungen, die einen beweglichen Leiter (Quecksilber oder Metallschwimmer) oder einen Leiter und einen Nichtleiter sowie die den herzustellenden Schaltungen entsprechenden Kontaktstellen (Drähte) enthalten, der Spiegel bzw. die Höhenlage des beweglichen Leiters gleichzeitig und gleichmäßig verändert wird.
2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Kontaktstelle ein besonderes Rohr, das mit Quecksilber und einem Nichtleiter gefüllt und: mit dem folgenden Rohre für die nächste Kontaktstelle nach Art der kommunizierenden Röhren verbunden ist, angeordnet ist (Fig. 1).
3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für mehrere Kontaktstellen nur ein Rohr mit einer entsprechenden Anzahl von Kontaktdrähten angeordnet ist, und gegebenenfalls Unterbrecher vorgesehen sind, durch welche beim Einschalten eines Hilfs'magneten der Erregerstrom des vorhergehenden Hilfsmagneten ausgeschaltet wird (Fig. 2 und 3).
4. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch Kontaktdrähte von
derart bemessener Länge, daß bei Einschaltung eines Kontaktes der vorhergehende ausgeschaltet wird (Fig. i).
5. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet h durch Kontaktdrähte von derart bemessener Länge, daß eine oder mehrere Kontaktstellen bei den nächstfolgenden Einschaltungen geschlossen bleiben und erst bei Einschaltung eines bestimmten Kontaktes gemeinsam unterbrochen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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