DE198018C - - Google Patents

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DE198018C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/38Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
    • H04L25/40Transmitting circuits; Receiving circuits
    • H04L25/49Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems
    • H04L25/4902Pulse width modulation; Pulse position modulation

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 198018 KLASSE 21 α. GRUPPE
JOSEPH HAAR in BIELITZ, Österr.-Schl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Druckoder Schreibmaschinentelegraph, bei welchem sich Geber und Empfänger synchron bewegen und der Empfänger an seinem sich drehenden Teil einen Anker besitzt, der losgelassen mit ihm gegenüberstehenden Stromschlußstücken den Stromkreis jenes Typenelektromagneten schließt, der dem zu übertragenden Zeichen entspricht. Zweck der Erfindung ist, einen derartigen Drucktelegraphen von besonderer Einfachheit des Baues, leichter Handhabung und sicherer, dauernd fehlerfreier Wirkungsweise zu schaffen. Die Erfindung besteht darin, daß ein Tasterarm vorgesehen ist, welcher mittels durch ihn mitgenommener Kontakte Stromschluß in der die, Motoren verbindenden Leitung" herstellt und beim Niederdrücken der Taste vor einem der am Senderumfange verteilten Schriftzeichen diese Leitung unterbricht, wobei im Empfänger der Anker des sich drehenden Elektromagneten mit Spielraum über eine Sperrung einfällt und daher gleichzeitig mit dem Schließen des Stromkreises des betreffenden Typenhebelelektromagneten der Schreibmaschine der. Empfangsstation bei jeder Zeichengebung Ausgleichen eines gegebenenfalls aufgetretenen, im Spielräume der Ankersperrung liegenden Fehlers bewirkt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Drucktelegraphen, und zwar ist Fig. 1 Grundriß des Senders, Fig. 2 ein Vertikalschnitt durch diesen, Fig. 3 Grundriß des Empfängers und Fig. 4 Vertikalschnitt durch diesen. Fig. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie α-α der Fig. 1.
Der Sender (Fig. 1 und 2) trägt auf der Grundplatte 1 einen ringförmigen Körper, welche^ aus zwei konzentrischen metallischen Teilen 2, 3 besteht, die durch eine isolierende Zwischenlage 4 getrennt sind. Jeder dieser beiden Teile 2, 3 besitzt an seiner Unterseite eine Ringnut 5 bzw. 6, vorzugsweise mit Schwalbenschwanzquerschnitt, in der ein genau eingepaßtes Gleitstück 7 bzw. 8 beweglich ist. Das Gleitstück 7 trägt zwei nach unten ragende Stifte 9, 10 und ebenso das Gleitstück 8 die beiden Stifte 11, 12. Die Stifte 9 und 12 sind aus Metall, die Stifte 10 und Ii dagegen aus einem die Elektrizität nicht leitenden Materiale hergestellt. Der_ Ringkörper trägt an seiner Oberseite entsprechend verteilt die zu gebrauchenden Schriftzeichen.
In der Grundplatte 1 ist ein kleiner Elektromotor .13 eingebaut, dessen Welle 14 am Ende einen federnden Arm 15 mit Taster 16 trägt. Ferner ist um die Welle 14 lose drehbar ein Arm 17 aus nicht leitendem Materiale angeordnet, der zwei metallische Stifte 18, 19 trägt. Diese Stifte sind am Oberende blank, unter dem federnden Arm 15, diesem gegenüber jedoch isoliert, wie aus Fig. 5 ersichtlich. Sie gleiten auf zwei Kontaktringen 20, 21. Die Stifte 9, 10, 11, 12, sowie 18 und 19 sind so angeordnet, daß der federnde Arm 15 in der Ruhelage symmetrisch zwischen diesen Stiften liegt und keinen berührt.
Der Empfangsapparat (Fig. 3 und 4) besitzt wieder einen auf einer Grundplatte 22 angeordneten metallischen Ringkörper 23, an dessen Oberseite die Schriftzeichen in gleicher Weise wie beim Sender verteilt sind. In der
Mitte ist ein kleiner Elektromotor 24 gelagert, dessen Welle 25 am Oberende in dem mit 23 verbundenen Kreuz 26 gelagert ist. Der Elektromotor 24 trägt einen drehbaren Arm 27, an dessen Ende ein Elektromagnet 28 sitzt. Ein zweiter Arm 29 des Elektromotors trägt mittels Feder 30 den Anker 31, der dem Kerne des Elektromagneten 28 gegenübersteht. Dieser Anker besitzt dem Innenrande des Ringes 23 gegenüber eine Höhlung 32. Am Innenrande des Ringes 23 sind bei jedem Schriftzeichen zwei isolierte Metallstifte 33, 34 angeordnet, welche in die Höhlung 32 des Ankers 31 ragen, wenn dieser vom Elektromagneten 28 nicht angezogen ist. Die beiden Stifte 33, 34 bei jedem Schriftzeichen stehen mit dem Elektromagneten 35 des betreffenden Typenhebels 36 der zugehörigen. Schreibmaschine in Verbindung.
Die Batterie 37 ist an einem Pol durch die Leitung 38 mit dem Ring 2 verbunden. Der andere Pol steht über einem Umschalter 43 s mit der Fernleitung 43 in Verbindung, die zum Elektromotor 24 führt, der bei 44 an die Erde angeschlossen ist. Der Ring 3 ist durch eine Leitug 39 beim Kontakte 39 b des Umschalters 43" angeschlossen, und von der Leitung 38 führt eine Zweigleitung 38 a zum zweiten Kontakt 38* des Umschalters 43 s.
Der Umschalter 43" wird zwecks Umkehrung der Drehrichtung der Elektromotoren bzw. Umkehrung der Stromrichtung vom Kontakt 39* in die gestrichelt gezeichnete Stellung auf Kontakt 38* umgelegt, wodurch die Pole der Batterie 27 m bezug auf die Leitung 43 vertauscht werden. Die Ringe 20 und 21 stehen durch 40, 41 mit dem Elektromotor 13 in Verbindung, der bei 42 an die Erde angeschlossen ist. Der Elektromagnet 28 steht durch 45 mit 43 und durch 46 mit 44 in Verbindung.
Wird am Sender der Tasterhebel aus der in Fig. ι gezeichneten Ruhestellung gedreht, beispielsweise nach links, so .kommt er in Berührung mit den leitenden Stiften 9 und 18, wodurch der Stromkreis 37, 38, 2, 9, 15, 18, 20, 40, 13, 42, 44, 24, 43, 37 geschlossen wird und sich die beiden Elektromotoren synchron drehen, da gleichzeitig durch die Abzweigungen 45, 46 Strom zum Elektromagneten 28 gelangt und dieser den Anker 31 anzieht, so daß er gegenüber den Stiften 33, 34 kreist. Wird nun am Sender der kreisende Tasterhebel 15 gegenüber dem zu übermittelnden Schriftzeichen niedergedrückt, so wird der Stromkreis unterbrochen, da durch das Niederdrücken des federnden Hebels 15 die leitende Verbindung zwischen den Stiften 9 und 18 aufgehoben wird. Die Elektromotoren werden nicht mehr angetrieben und der Elektromagnet 28 wird stromlos. Eine durch das.
Beharrungsvermögen des Elektromotors 13 bedingte Weiterbewegung desselben wird durch den Fingerdruck auf den durch den Arm 15 fest mit dem Motor verbundenen Taster 16 verhindert.
Gleichzeitig wird der Elektromotor 24 dadurch gesperrt, daß beim Stromloswerden des Elektromagneten 28 der Anker 31 durch die Feder 30 vom Kerne weggeschnellt wird, wobei die Stifte 33, 34 des entsprechenden Schriftzeichens in seine Höhlung 32 gelangen und Weiterdrehung verhindern. Durch den Anker 31 wird'nun der Stromkreis des Elektromagneten 35 des betreffenden Schriftzeichens der Schreibmaschine geschlossen und der den Anker dieses Elektromagneten tragende Typenhebel 36 verschwenkt.
Bei jedem einzelnen Schriftzeichen wiederholt sich derselbe Vorgang.
Infolge des Umstandes, daß bei jeder Zeichengebung gleichzeitig mit dem Anhalten des drehbaren Armes des Senders auch das Sperren des sich drehenden Armes des Empfängers erfolgt, wobei die Höhlung des Ankers mit Spielraum über die Sperrstifte einfällt, wird erreicht, daß ein gegebenenfalls auftretender Fehler im Synchronismus bei jeder Zeichengebung ausgeglichen wird und die drehbaren Teile nach der Zeichengebung wieder gleich und von gleicher Stellung angehen. Der Spielraum der Sperrung kann dabei derart gewählt werden, daß er größer als eine beliebig zu bestimmende Fehlergrenze ist. ,
Dadurch, daß zwei Gleitstücke 7 und 8 mit je zwei Stiften, sowie am Arme 17 auch zwei Kontaktstifte 18 und 19, ferner zwei Kontaktringe 20, 21 angeordnet sind, kann die Einrichtung sowohl für Links- als auch für Rechtsdrehung verwendet werden.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Drucktelegraph, bei welchem sich Geber und Empfänger synchron bewegen und der Empfänger an seinem sich drehenden Teile einen Elektromagneten trägt, dessen Anker beim Loslassen gegen ihm gegenüberstehende Stromschlußstücke den Stromkreis jenes Typenhebelelektromagneten schließt, der dem zu übertragenden Zeichen entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß im Sender ein sich mit dessen Motor drehender Tasterarm vorgesehen ist, welcher mittels durch ihn mitgenommener Kontakte Stromschluß in der die Motoren verbindenden Leitung herstellt und beim Niederdrücken der Taste vor einem der am Senderumfange verteilten Schriftzeichen diese Leitung unterbricht, wobei im Empfänger der Anker des kreisenden Elektromagneten mit Spielraum
    über eine Sperrung einfällt und daher bei jeder Zeichengebung Ausgleichen eines gegebenenfalls aufgetretenen, im Spielraum der Ankersperrung liegenden Fehlers im Synchronismus bewirkt, so daß die sich drehenden Teile von Geber und Empfänger nach jeder Zeichengebung gleich und von gleicher Stellung angehen.
  2. 2. Drucktelegraph - nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Schriftzeichen tragender und mit der Batterie verbundener leitender Ring des Senders an seiner Unterseite einen Gleitkontakt trägt, der durch den federnden Arm des Elektromotors mitgenommen wird, wobei auf der Welle des Elektromotors ein zweiter gleichfalls durch diesen Arm mitgeführter Kontakt isoliert, lose drehbar angeordnet ist, der mit dem Elektromotor in Verbindung steht.
  3. 3. Drucktelegraph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (24) des Empfängers mittels eines Armes (27) den Sperrmagneten (28) und mittels Armes (29) und Feder (30) den Sperranker (31) trägt, der gegenüber von zwei übereinanderliegenden Stiften (33, 34) am inneren Umfange des Zeichenringes (23) steht und eine diese Stifte mit seitlichem Spielraum aufnehmende Höhlung besitzt, so daß er, bei dem durch Drehen des federnden Armes (15) des Senders bewirkten Stromschluß durch den Elektromagneten (28) angezogen wird und mit dem Motor (24) kreist, jedoch bei durch Niederdrücken des Armes (15) bei einem Schriftzeichen im Sender bewirkter Stromunterbrechung über die diesem Schriftzeichen im Empfänger entsprechenden Stifte (33, 34) einfällt und gleichzeitig mit der Sperrung des Empfängers in bekannter Weise den Strom im Stromkreis des Typenhebelelektromagneten (35) des zu übertragenden Zeichens schließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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