DE19818921C2 - Rieselgutförderer - Google Patents
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Description
Rieselgutförderer werden sowohl Übertage als auch insbe
sondere im untertägigen Bergbau unter den Abwurfenden von
Schüttgüter transportierenden Stetigförderern angeordnet,
um von den Stetigförderern herabfallendes feinkörniges,
häufig mit Feuchtigkeit angereichertes Rieselgut einer
Sammelstelle zuzuführen. Bei den Stetigförderern kann es
sich um Kettenkratzförderer oder auch um Gurtförderer
handeln. Die Rieselgutförderer können einen selbständigen
Antrieb aufweisen. Sie können aber auch direkt oder indi
rekt vom Stetigförderer angetrieben werden.
Ein durch den praktischen Einsatz bekannter Rieselgutför
derer weist einen Tragrahmen auf, welcher zwei seitliche
U-Profile als Längsträger umfasst, deren horizontalen
Flansche gegeneinander gewandt sind. Auf die Oberseiten
der oberen Flansche sowie auf die Oberseiten der unteren
Flansche sind Bleche gelegt, die sich zwischen einer Antriebstrommel
und einer Umkehrtrommel für einen Förder
gurt erstrecken, die endseitig der Längsträger gelagert
sind. Das untere Blech ist außerdem noch mit einem Ab
schnitt um die Umkehrtrommel gebogen. Die die Flansche
der Längsträger verbindenden Vertikalstege sind nach oben
über die oberen Flansche verlängert und bilden hier seit
liche Begrenzungen für den auf den beiden Blechen voll
flächig gleitenden Fördergurt.
Bei diesem Rieselgutförderer ist es nicht immer zu vermeiden,
dass Rieselgut in die seitlichen Spalte zwischen den
Längskanten des Obertrums des Fördergurts und den verti
kalen Begrenzungen und von hier zwischen das obere Blech
und das Obertrum gelangt. Dieses Rieselgut wird dann von
dem Obertrum mitgenommen und gelangt am Ende des das
Obertrum tragenden Blechs zwischen dieses und die An
triebstrommel hindurch in den Bereich zwischen dem oberen
Blech und dem Untertrum des Fördergurts. Hier wird das
Rieselgut von dem Untertrum mitgenommen und zur Umkehr
trommel transportiert. Je nach Konsistenz des Rieselguts
backt es aufgrund der Anpresskraft zwischen dem Förder
gurt und der Umkehrtrommel mehr oder weniger an der Ober
fläche der Umkehrtrommel an. Dies hat zur Folge, dass mit
der Zeit der Durchmesser der Umkehrtrommel wächst und da
durch eine zusätzliche Längsspannung im Fördergurt
herbeigeführt wird. Auch wird auf diese Weise der Abstand
zwischen der Oberfläche des Fördergurts und dem die Um
kehrtrommel umgebenden bogenförmigen Abschnitt des unte
ren Blechs verringert, so dass es hier aufgrund möglicher
Zwängungen zu erhöhten Reibungen kommen kann.
Des Weiteren kann bei dem bekannten Rieselgutförderer das
vom Obertrum mitgenommene Rieselgut über die Antriebs
trommel hinweg zwischen das Untertrum und das das Unter
trum tragende untere Blech gelangen. Hier kann sich das
Rieselgut mehr oder weniger stark festsetzen und bewirken,
dass das Untertrum in Richtung zum Obertrum ausge
beult und dadurch der Förderer einer weiteren erhöhten
Längsspannung unterworfen wird.
Diese Eigenarten des bekannten Rieselgutförderers machen
es daher erforderlich, dass der Rieselgutförderer von
Zeit zu Zeit stillgesetzt und
gesäubert werden muss. Ein Stillstand des Stetigförderers
ist hiermit in der Regel verbunden.
Darüberhinaus kann bezüglich des bekannten Rieselgutför
derers festgestellt werden, dass dieser aufgrund der zwi
schen die seitlichen Längsträger eingegliederten Bleche
ein hohes Gewicht hat. Dies kann mit erheblichen Problemen
insbesondere dann verbunden sein, wenn der Rieselgutförderer
im untertägigen Bergbau eingesetzt wird, und zwar sowohl
im Hinblick auf den Transport von Übertage nach Untertage
als auch hinsichtlich der Montage. In diesem Zusammenhang
ist zu bedenken, dass ein in Rede stehender Rieselgutför
derer eine Länge von etwa 6 m aufweist.
Das DE-GM 92 12 731 zeigt eine Transportvorrichtung für
Gefäße mit einem die Gefäße tragenden, im Querschnitt T-
förmigen Fördergurt. Das Obertrum des Fördergurts liegt
mit seitlichen Flügeln auf den Oberseiten der oberen
Flansche von U-Profilen. Der Steg des Fördergurts fasst
zwischen die Oberflansche. Das Untertrum gleitet mit der
Transportfläche des Fördergurts auf den Oberseiten der
unteren Flansche der U-Profile.
Aus der DE 23 06 973 B2 ist ein Plattenbandförderer aus
einzelnen gelenkig miteinander verbundenen Platteneinhei
ten aus thermoplastischem Kunstharz bekannt. Die einzel
nen Platteneinheiten umfassen U-förmig seitliche Stütz
führungen, wobei sich die Gelenkachsen zwischen zwei aufeinander
folgenden Platteneinheiten im Dickenbereich die
ser Stützführungen bewegen.
Die DE 39 08 833 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Band
ablage in eine Spinnkanne. Hierzu ist mindestens ein um
vertikale Achsen horizontal umlaufendes Transportband
vorgesehen. Das Transportband weist T-förmige Gleitstücke
auf, mit denen es zwischen den Spalten von übereinander
angeordneten und mit ihren Flanschen gegeneinander ge
richteten U-förmigen Längsträgern geführt ist.
Aus der GB 1 327 908 ist ein Endlosförderer bekannt, bei
welchem das Traggestell des Fördergurts aus einem im
Querschnitt rechteckigen Rohrprofil besteht, das an der
Oberseite einen Längsschlitz aufweist. Der Fördergurt
gleitet mit dem Obertrum mit zwei seitlichen Flügeln auf
den Oberseiten der den Längsschlitz begrenzenden Flan
sche, fasst mit einem Steg durch den Längsschlitz und be
sitzt im Rohrprofil seitliche Laschen, mit denen die
Flansche untergriffen werden. Im Untertrum gleitet der
Fördergurt mit der Transportfläche auf dem Boden des
Rohrprofils.
Aus der US 5,320,214 ist ein Endlosförderer, insbesondere
für den Einsatz in der Medizin- und Nahrungsmittelindu
strie, bekannt, bei welchem die Längsränder eines Förder
gurts abgedichtet geführt sind. Die Abdichtungen können
ober- und unterseitig des Fördergurts liegen. Sie können
gegebenenfalls aus mit Flüssigkeit oder Gas gefüllten
schlauchförmigen Elementen gebildet sein.
Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, einen Rieselgutförderer in der Zuord
nung zu einem Schüttgut transportierenden Stetigförderer
zu schaffen, bei welchem mit hoher Wahrscheinlichkeit ge
währleistet ist, dass kein Rieselgut in den Bereich zwischen
Obertrum und Untertrum des Fördergurts sowie An
triebstrommel und Umkehrtrommel gelangen kann.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in
den im Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen.
Ein Merkmal der Erfindung besteht darin, dass der Förder
gurt nunmehr seitlich über endlose Gleitflächen geführt
ist. Diese Gleitflächen werden einerseits durch die Au
ßenseiten der Flansche der Längsträger, insbesondere U-
Profile, gebildet und andererseits durch die Ober- und
Unterflansche jedes Längsträgers endseitig verbindende,
außenseitig mit Oberflächen versehene bogenförmig ge
krümmte Schalen. Diese Schalen können dadurch gebildet
sein, dass die Vertikalstege zwischen den Flanschen end
seitig halbkreisförmig gerundet und entsprechend der
Breite der Flansche bemessene Bleche zwischen die Flan
sche umfangsseitig dieser bogenförmigen Stirnseiten der
Stege eingeschweißt sind. Denkbar ist aber auch, dass ein
Flansch in der Querebene des bogenförmig gekrümmten End
bereichs eines Längsträgers abgetrennt und der andere
Flansch so verlängert ist, dass er um den bogenförmigen
Bereich des Stegs herum bis zum anderen Flansch gekrümmt
und dort angeschweißt werden kann.
Ein weiteres Merkmal der Lösung bildet der Sachverhalt,
dass auf der Innenfläche des Fördergurts zwei endlose
Führungswulste im seitlichen Abstand befestigt sind, wel
che die einander zugewandten Längskanten der Flansche der
Längsträger umgreifen. Auf diese Weise wird an den Längs
seiten des Tragrahmens eine umlaufende Abdichtung ge
schaffen, die bereits als solche verhindert, dass fein
körniges Rieselgut in das Innere des Rieselgutförderers
gelangen kann. Außerdem stützen sich die Führungswulste
an kreisringförmigen Stirnflächen der Antriebstrommel und
der Umkehrtrommel ab, so dass der Fördergurt des Rieselgutförderers
einwandfrei dicht umlaufend geführt ist. Es
ist dadurch ausgeschlossen, dass feinkörniges Rieselgut
in das Innere des Rieselgutförderers gelangen und dazu
führen kann, dass insbesondere die Umkehrtrommel im
Durchmesser anwächst. Auch wird durch die Ausgestaltung
vermieden, dass von dem Fördergurt mitgenommenes Riesel
gut zu einer Beeinträchtigung der Funktion des Rieselgut
förderers führen kann.
Durch die exakte dichtende Führung des Fördergurts an den
Flanschen der Längsträger wird der Fördergurt an die au
ßenseitigen Gleitflächen herangezogen, so dass kein fein
körniges Rieselgut und auch keine Feuchtigkeit in das In
nere des Rieselgutförderers gelangen kann. Es können sich
keine Keile bilden und es wird sicher vermieden, dass
Rieselgut an den Trommeln anbacken kann, das dann zu ei
nem Anwachsen des Durchmessers der Trommeln mit einer un
zulässigen zusätzlichen Spannung des Fördergurts führt.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht
in den Merkmalen des Anspruchs 2. Danach weisen die Füh
rungswulste einen L-förmigen Querschnitt auf. Ein im
Querschnitt kompakter kurzer Schenkel ist auf die Innen
fläche des Fördergurts vulkanisiert. Ein demgegenüber
dünnerer elastischer Schenkel übergreift die Längskanten
der Flansche und liegt an den Innenflächen der Flansche
an. Auf diese Weise ist der Fördergurt sowohl im Obertrum
als auch im Untertrum exakt geführt. Von besonderer Be
deutung ist jedoch, dass der Fördergurt auch an den Enden
des Tragrahmens aufgrund der dort vorgesehenen bogenför
mig gekrümmten Schalen auf den außenseitigen Oberflächen
umgelenkt und hierbei gleichzeitig über die Führungswul
ste sicher aus dem Obertrum in das Untertrum bzw. umge
kehrt umgelenkt wird. Hierbei stützt sich der kompakte
kurze Schenkel an kreisringförmigen Stirnflächen der
Trommeln ab. Dies ist mit einer zusätzlichen Zentrierung
verbunden.
Damit die Führungswulste exakt an den Fördergurt vulkani
siert werden können, bestehen die Führungswulste aus
einem an das Material des Fördergurts adäquat angepassten
Werkstoff.
Mit den Merkmalen des Anspruchs 3 wird ein zusätzlicher
Sicherheitsfaktor dafür geschaffen, dass weder Rieselgut
noch Feuchtigkeit an die Gleitflächen der Flansche gelan
gen kann.
Die Aufgliederung des Tragrahmens in zwei Längenbereiche
entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 4 dient einer
seits dem Zweck, durch Relativverlagerung der Längenbe
reiche den Fördergurt exakt spannen und auch stets nach
spannen zu können und andererseits dem erleichterten
Transport, insbesondere in einem untertägigen Grubenbe
trieb. Da ein Rieselgutförderer in der Regel eine Länge
von sechs Metern besitzt, die Transportbehälter im unter
tägigen Grubenbetrieb jedoch eine Länge von drei Metern
aufweisen, kann folglich der Rieselgutförderer hinsicht
lich der beiden Längenbereiche um 180° übereinander ge
klappt und auf diese Art und Weise in den Transportbehäl
tern von Übertage nach Untertage und auch umgekehrt
transportiert werden.
Die Verbindung der Längenbereiche erfolgt über die Längs
träger, die zu diesem Zweck in zwei Längenabschnitte auf
geteilt sind. Zwischen die einander zugewandten Stirnsei
ten der Längenabschnitte wird jeweils ein Adapter einge
gliedert, dessen Querschnitt dem Querschnitt der Längs
träger entspricht. Die Länge des Adapters ist kürzer als
die Distanz zwischen diesen Stirnseiten bemessen. Somit
können die beiden Längenbereiche des Tragrahmens in beide
Richtungen relativ verlagert werden. Zu diesem Zweck sind
die Adapter zwischen den Längenabschnitten der Längsträ
ger zumindest gegenüber jeweils einem Längenabschnitt
längsverschieblich angeordnet.
In diesem Zusammenhang wird dann eine vorteilhafte Wei
terbildung in den Merkmalen des Anspruchs 5 erblickt. Da
nach weist jeder Adapter endseitig vertikale Längsflan
sche auf. Diese Längsflansche erstrecken sich entlang der
Außenseiten der Vertikalstege der Längsträger. Ein Längsflansch
eines Adapters ist an einem Längenabschnitt
fixiert, das heißt unverschieblich befestigt. Dies kann
beispielsweise über geeignete Schraubverbindungen erfol
gen. Der andere Längsflansch ist indessen gegenüber dem
anderen Längenabschnitt in Längsrichtung verschieblich
befestigt. Zu diesem Zweck kann die Verbindung des Längs
flansches mit dem Längenabschnitt durch Schraubbolzen er
folgen, die in Führungsnuten, insbesondere des Längsflan
sches, gleiten.
Der Fördergurt wird gemäß Anspruch 6 durch mindestens
einen Spannzylinder straff gehalten. Dieser Spannzylinder
koppelt zudem die beiden Längenbereiche des Tragrahmens.
Er liegt vorzugsweise in der vertikalen Mittellängsebene
des Rieselgutförderers.
Nach Anspruch 7 weist der Spannzylinder zwei Hülsen auf.
Diese Hülsen sind an Traversen festgelegt, insbesondere
verschweißt, welche die inneren Enden der Längenab
schnitte der Längsträger eines Längenbereichs miteinander
verbinden. Bei diesen Traversen kann es sich um U-Profile
handeln. Die Hülsen durchsetzen dann entsprechende Boh
rungen in den Stegen der U-Profile und sind außenseitig
verschweißt. In die Hülsen ist eine stabile Koppelstange
relativ verlagerbar eingesetzt. Ein Stirnende der Koppel
stange stützt sich hierbei gegen eine Druckfeder, insbe
sondere eine Schraubendruckfeder, ab, die zwischen der
Stirnseite der Koppelstange und dem Boden der Hülse vor
gesehen ist. Die andere Stirnseite der Koppelstange steht
unter dem Einfluss eines hydraulischen Spannfluids. Durch
Beaufschlagung dieser Stirnseite wird folglich der För
dergurt gespannt und bleibt dennoch aufgrund der Druckfe
der im elastischen Bereich.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnun
gen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in der Seitenansicht einen Rieselgutförderer;
Fig. 2 in der Draufsicht einen Tragrahmen für den
Rieselgutförderer der Fig. 1;
Fig. 3 in der Seitenansicht den Rieselgutförderer
der Fig. 1 im zusammengeklappten Transport
zustand;
Fig. 4 in vergrößertem Maßstab den Ausschnitt IV der
Fig. 1;
Fig. 5 ebenfalls in vergrößertem Maßstab einen ver
tikalen Querschnitt durch die Fig. 2 entlang
der Linie V-V, allerdings mit Fördergurt;
Fig. 6 in vergrößertem Maßstab einen vertikalen
Querschnitt durch die Fig. 1 entlang der
Linie VI-VI;
Fig. 7 in vergrößertem Maßstab einen vertikalen
Querschnitt durch die Fig. 1 entlang der
Linie VII-VII und
Fig. 8 einen vertikalen Querschnitt durch die Fig.
1 entlang der Linie VIII-VIII.
Mit 1 ist in der Fig. 1 ein Rieselgutförderer bezeich
net, wie er insbesondere im untertägigen Grubenbetrieb
dem Abwurfende eines nicht näher veranschaulichten Ste
tigförderers in Form z. B. eines Gurtförderers zugeordnet
wird. Die Länge L eines solchen Rieselgutförderers 1 be
wegt sich bei etwa 6 m (Fig. 2).
Wie bei gemeinsamer Betrachtung der Fig. 1, 2 und 7 zu
erkennen ist, weist der Rieselgutförderer 1 einen Trag
rahmen 2 auf, der zwei seitliche U-förmig profilierte
Längsträger 3, 4 sowie die Längsträger 3, 4 quer verstei
fende Rohre 5 und zwischen die Rohre 5 über Kreuz einge
gliederte Streben 6 umfasst.
Die Enden 7 der Längsträger 3, 4 sind hinsichtlich der
Vertikalstege 8 konvex gerundet und die Flansche 9 sind
entlang dieser Rundungen 10 weitergeführt, so dass Scha
len 11 mit außenseitigen Oberflächen 12 gebildet werden.
Folglich gleitet der Fördergurt 13 auf seiner gesamten
Länge auf den Außenflächen 14 der Flansche 9 und den
Oberflächen 12 der endseitigen Schalen 11.
Der Tragrahmen 2 ist in zwei Längenbereiche A, B geglie
dert, so dass sich jeder Längsträger 3, 4 aus zwei Län
genabschnitten 3a, 3b, 4a, 4b zusammensetzt. Die Stirn
seiten 15 der Längenabschnitte 3a, 3b bzw. 4a, 4b liegen
im Abstand zueinander (siehe auch Fig. 4 und 5). Zwi
schen die Stirnseiten 15 ist jeweils ein Adapter 16 ein
gegliedert, der ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt
besitzt, der dem Querschnitt der Längsträger 3, 4 ent
spricht. Die Länge L1 des Adapters 16 ist jedoch kürzer
als der Abstand X zwischen den Stirnseiten 15 bemessen.
Über den U-förmigen Querschnitt hinaus besitzen die Adap
ter 16 vertikale Längsflansche 17, 18, die an den Außen
seiten 19 der Vertikalstege 8 der Längsträger 3, 4 zur
Anlage kommen. Jeweils ein Längsflansch 17 ist über ins
gesamt vier Schraubbolzen 20 mit dem Längenabschnitt 3a,
4a der Längsträger 3, 4 verbunden. Dazu sind auf den In
nenseiten der Vertikalstege 8 Verstärkungsplatten 21 be
festigt. Die anderen Längsflansche 18 besitzen zwei übereinander
liegende Längsnuten 22, welche von insgesamt
vier Schraubbolzen 23 durchsetzt werden, die ebenfalls in
eine Verstärkungsplatte 24 auf der Innenseite der Stege 8
der Längenabschnitte 3b, 4b fassen. Auf diese Weise ist
eine Längsverschieblichkeit des Längenbereichs A zum Län
genbereich B des Tragrahmens 2 gegeben.
Zwischen den einander zugewandten Enden der Längenab
schnitte 3a, 3b; 4a, 4b erstrecken sich Traversen 25, 26
in Form von U-Profilen. In Bohrungen der Stege 27 der
Traversen 25, 26 sind Hülsen 28, 29 eingesetzt und ver
schweißt. In die Hülsen 28, 29 fasst relativ verschieb
lich eine Koppelstange 30. Eine Stirnseite 31 der Koppel
stange 30 stützt sich an einer in der Hülse 28 angeordne
ten Schraubendruckfeder 32 ab, die sich andererseits am
Boden 33 der Hülse 28 abstützt. Die andere Stirnseite 34
der Koppelstange 30 ist über eine Bohrung 35 im Boden 36
der Hülse 29 mit einem hydraulischen Fluid F beaufschlag
bar, so dass die endseitig des Längenbereichs A des Trag
rahmens 2 gelagerte Antriebstrommel 37 zu der endseitig
des anderen Längenbereichs B gelagerten Umkehrtrommel 38
verschiebbar und damit der über die beiden Trommeln 37,
38 geführte Fördergurt 13 verspannbar ist.
Wie die Fig. 6 bis 8 näher erkennen lassen, sind auf
die Innenfläche 39 des Fördergurts 13 zwei durchgehende,
im Querschnitt L-förmige Führungswulste 40 vulkanisiert.
Die kompakteren kürzeren Schenkel 40 sind mit dem Förder
gurt 13 verbunden, wohingegen die dünneren Schenkel 42
die Längskanten 43 der Flansche 9 der Längsträger 3, 4
umgreifen und gleitschlüssig an den Innenseiten 44 der
Flansche 9 anliegen. Der Fördergurt 13 hat auf diese
Weise eine einwandfreie Führung an den Längsträgern 34.
Außerdem ist das Innere des Reingungsförderers 1 auf
diese Art und Weise abgedichtet. Diese vorteilhafte
Eigenschaft wird noch dadurch positiv unterstützt, dass
die Breite Y des Fördergurts 13 größer als der Abstand Z
der Außenseiten 19 der Vertikalstege 8 der Längsträger 3,
4 bemessen ist.
Die Antriebstrommel 37 (Fig. 6) ist an einem Ende mit
dem Antrieb 45 versehen. Dieser Antrieb 45 ist in nicht
näher dargestellter Weise so ausgebildet, dass er von der
nicht näher dargestellten Umkehrtrommel des Stetigförde
rers aus angetrieben wird.
Die Antriebstrommel 45 ist an einem Ende über ein Wälzla
ger 47 abgestützt. Am anderen Ende ist die Antriebstrom
mel 37 mit einem Zapfen 46 des Antriebs 45 verbunden. Im
Bereich des antriebsseitigen Zapfens 46 greift der Füh
rungswulst 40 mit seinem kompakten kurzen Schenkel 41
über einen Stutzen 48 einer endseitigen Hülse der An
triebstrommel 37 und liegt an einer kreisringförmigen
Stirnfläche 49 dieser Hülse an.
Am anderen Ende der Antriebstrommel 37 ist, wie bei der
in Fig. 7 dargestellten Umkehrtrommel 38 an beiden En
den, eine Scheibe 50 eingesetzt. In jeder Scheibe 50 be
findet sich ein Wälzlager 47, das von einem Tragzapfen 51
durchsetzt ist. Der Tragzapfen 51 hat einen mehrkantigen
Abschnitt 52, mit dem er in eine entsprechend ausgebil
dete, nach oben offene Aussparung 53 einer Konsole 54
eingebettet ist. Die Konsolen 54 sind an den Vertikalste
gen 8 der Längsträger 3, 4 befestigt. Hier liegt der Füh
rungswulst 40 sowohl an der Stirnfläche der Trommel 37,
38 als auch der Scheibe 50.
Die Fig. 3 lässt noch erkennen, dass nach dem Lösen der
Schraubbolzen 20, 23 der Rieselgutförderer 1 in eine
Querachse zusammengeklappt werden kann, so dass er dann
mit etwa 3 m Länge die notwendige Transportlänge für die
untertägigen Transportbehälter aufweist.
Die Rohre 5, welche zwischen die Längsträger 3, 4 einge
gliedert sind, können dazu benutzt werden, um den Riesel
gutförderer 1 unterhalb des Abwurfendes des Stetigför
derers aufzuhängen. Sie können aber auch mit einem Stütz
gestell verbunden werden.
1
Rieselgutförderer
2
Tragrahmen v.
1
3
Längsträger v.
2
3
a Längenabschnitt v.
3
3
b Längenabschnitt v.
3
4
Längsträger v.
2
4
a Längenabschnitt v.
4
4
b Längenabschnitt v.
4
5
Rohre v.
2
6
Streben v.
2
7
Enden v.
3
,
4
8
Vertikalstege v.
3
,
4
9
Flansche v.
3
,
4
10
Rundungen an
7
11
Schalen
12
Oberflächen v.
11
13
Fördergurt
14
Außenflächen v.
9
15
Stirnseiten v.
3
a,
3
b,
4
a,
4
b
16
Adapter
17
Längsflansch v.
16
18
Längsflansch v.
16
19
Außenseiten v.
8
20
Schraubbolzen
21
Verstärkungsplatten
22
Längsnuten in
18
23
Schraubbolzen
24
Verstärkungsplatte
25
Traversen
26
Traversen
27
Stege v.
25
,
26
28
Hülse in
25
29
Hülse in
26
30
Koppelstange
31
Stirnseite v.
30
32
Schraubendruckfeder
33
Boden v.
28
34
Stirnseite v.
30
35
Bohrung in
36
36
Boden v.
29
37
Antriebstrommel
37
a Drehachse v.
37
38
Umkehrtrommel
38
a Drehachse v.
38
39
Innenfläche v.
13
40
Führungswulste an
13
41
kompakte Schenkel v.
40
42
dünne Schenkel v.
40
43
Längskanten v.
9
44
Innenseiten v.
9
45
Antrieb
46
Zapfen v.
45
47
Wälzlager in
50
48
Stutzen v.
37
49
Stirnfläche v.
37
50
Scheiben
51
Tragzapfen
52
mehrkantiger Abschnitt v.
51
53
Aussparung in
54
54
Konsole
55
Stirnflächen v.
37
,
38
A Längenbereich v.
2
B Längenbereich v.
2
F Fluid
L Länge v.
L Länge v.
1
L1 Länge v.
16
X Abstand zw.
15
Y Breite v.
13
Z Abstand v.
19
Claims (7)
1. Rieselgutförderer für einen Stetigförderer, der einen
Tragrahmen (2) aus seitlichen untereinander versteif
ten Längsträgern (3, 4) mit gegeneinander gewandten
horizontalen Flanschen (9) zur Abstützung eines end
los umlaufenden Fördergurts (13) und endseitig der
Längsträger (3, 4) gelagerte, quer zu ihrer Drehachse
(37a, 38a) verstellbare Trommeln (37, 38) zum Antrieb
sowie zur Umkehr des Fördergurts (13) aufweist, wobei
die Flansche (9) jedes Längsträgers (3, 4) an dessen
Enden durch bogenförmig gekrümmte Schalen (11) mit
außenseitigen Oberflächen (12) miteinander verbunden
sind und der auf den Außenflächen (14) der Flansche
(9) sowie auf den Oberflächen (12) der Schalen (11)
gleitende Fördergurt (13) auf seiner Innenfläche (39)
mit die Längskanten (43) der Flansche (9) umgreifen
den, sich an Stirnflächen (49, 55) der Trommeln (37,
38) abstützenden Führungswulsten (40) versehen ist.
2. Rieselgutförderer nach Anspruch 1, bei welchem die
Führungswulste (40) einen L-förmigen Querschnitt auf
weisen und auf die Innenfläche (39) des Fördergurts
(13) vulkanisiert sind.
3. Rieselgutförderer nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem
die Breite (Y) des Fördergurts (13) größer als die
Breite (Z) des Tragrahmens (2) bemessen ist.
4. Rieselgutförderer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei welchem der Tragrahmen (2) in zwei Längenbereiche
(A, B) gegliedert ist, wobei jeder Längsträger (3, 4)
aus zwei Längenabschnitten (3a, 4a; 3b, 4b) besteht,
die durch einen Adapter (16) mit einem dem Quer
schnitt der Längsträger (3, 4) entsprechenden Quer
schnitt begrenzt längenverschieblich verbunden sind.
5. Rieselgutförderer nach Anspruch 4, bei welchem jeder
Adapter (16) endseitig vertikale Längsflansche (17,
18) aufweist, von denen jeweils ein Längsflansch (17)
an der Außenseite (19) eines Längenabschnitts (3a,
4a) fixiert und der andere Längsflansch (18) an der
Außenseite (19) des anderen Längenabschnitts (3b, 4b)
verschieblich befestigt ist.
6. Rieselgutförderer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
bei welchem die Längenbereiche (A, B) des Tragrahmens
(2) durch mindestens einen Spannzylinder (28, 29, 30)
miteinander gekoppelt sind.
7. Rieselgutförderer nach Anspruch 6, bei welchem der
Spannzylinder (28, 29, 30) zwei Hülsen (28, 29) auf
weist, die jeweils an einer die Längenabschnitte (3a,
3b; 45a, 4b) der Längsträger (3, 4) eines Längenbe
reichs (A, B) verbindenden Traverse (25, 26) befe
stigt sind, wobei eine Koppelstange (30) relativver
schieblich in die Hülsen (28, 29) fasst, die an einer
Stirnseite (31) gegen eine Druckfeder (32) abgestützt
und an der anderen Stirnseite (34) unter den Einfluss
eines hydraulischen Spannfluids (F) gestellt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998118921 DE19818921C2 (de) | 1998-04-28 | 1998-04-28 | Rieselgutförderer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998118921 DE19818921C2 (de) | 1998-04-28 | 1998-04-28 | Rieselgutförderer |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19818921A1 DE19818921A1 (de) | 1999-11-11 |
| DE19818921C2 true DE19818921C2 (de) | 2003-03-27 |
Family
ID=7866022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998118921 Expired - Fee Related DE19818921C2 (de) | 1998-04-28 | 1998-04-28 | Rieselgutförderer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19818921C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN110436139A (zh) * | 2019-09-06 | 2019-11-12 | 上海双彩吉智能科技有限公司 | 一种滚筒轴承座安装结构及伸缩式输送机 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1327908A (en) * | 1970-02-19 | 1973-08-22 | Kornylac Co | Endless belt conveyor |
| DE2306973B2 (de) * | 1972-02-14 | 1978-11-02 | Rexnord Inc., Milwaukee, Wis. (V.St.A.) | Platten für Plattenbandförderer |
| DE3908833A1 (de) * | 1989-03-17 | 1990-09-20 | Hollingsworth Gmbh | Vorrichtung zur bandablage in eine spinnkanne |
| DE9212731U1 (de) * | 1992-09-22 | 1993-04-15 | KRONES AG, 93073 Neutraubling | Transportvorrichtung für Gefäße |
| US5320214A (en) * | 1992-05-21 | 1994-06-14 | Kordis Kevin A | Sealed linear motion apparatus and method |
-
1998
- 1998-04-28 DE DE1998118921 patent/DE19818921C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19818921A1 (de) | 1999-11-11 |
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