DE19821802A1 - Vorrichtung für die Erzeugung von Ionen- und Elektronenstrahlen mit großem Querschnitt - Google Patents
Vorrichtung für die Erzeugung von Ionen- und Elektronenstrahlen mit großem QuerschnittInfo
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Abstract
Ionen- und Elektronenstrahlen mit großem Querschnitt werden unter anderem für die Materialbearbeitung oder die Oberflächenmodifizierung von Materialien benötigt und verwendet. Sie werden aus großvolumigen Plasmen durch großflächige Plasma- und Extraktions-Elektroden mit ionenoptisch fluchtenden Lochmustern extrahiert. Diese Elektrodengitter sind sehr starkem Verschleiß durch Ionenzerstäubung ausgesetzt und begrenzen die Wirtschaftlichkeit der damit ausgerüsteten Anlagen. DOLLAR A Durch Einbau von Permanentmagneten oder entsprechenden Stromführungen in die Elektrodengitterkonstruktion werden die geladenen Teilchen des Plasmas unter dem Einfluß der erzeugten Magnetfelder größtenteils von den Gitterstrukturen weg in die Extraktionslöcher hineingelenkt, so daß die Gitterstrukturen vor Verschleiß geschützt werden. DOLLAR A Durch Lokalisierung von Gasentladungen im Bereich dieser Extraktionsmagnetfelder können beliebig große und beliebig geformte Extraktionsflächen aus sich wiederholenden Einzelelementen zusammengesetzt werden, die aus Magnetstruktur, mechanischer Trägerstruktur, Bauelementen zur Erzeugung der lokalen Gasentladung und Extraktionsöffnungen bestehen.
Description
Plasma-Ionenquellen sind bis auf wenige Ausnahmen der weitverbreitete Standard für die
Erzeugung von Ionenstrahlen [Siehe Ref. 1: I.G. Brown, "The Physics and Technology of Ion
Sources", John Wiley & Sons, New York, 1989, ISBN 0-471-85708-4 und Ref. 2: B. Wolf,
"Handbook of Ion Sources", CRC Press, Boca Raton, 1995, ISBN 0-8493-2502-1]. In diesen
Ionenquellen wird fast immer das Prinzip der Elektronenerzeugung und Heizung (Beschleu
nigung) befolgt, die durch Stoßionisation von Neutralteilchen Ionen oder durch Stoßionisation
von Ionen höher geladene Ionen erzeugen. Dadurch entsteht ein Plasma aus Ionen, Elektronen
und je nach Ionisationsgrad auch Neutralteilchen, wobei der Ionisationsgrad das Verhältnis aus
gesamter positiver Ladung und der Gesamtzahl positiver und neutraler Teilchen angibt. Das
mit Plasma gefüllte Volumen wird auf der Extraktionsseite, d. h. auf der Seite auf der
Ionen(Elektronen) aus dem Plasma extrahiert werden, durch eine Plasmaelektrode mit
einer(vielen) Plasmaelektrodenöffnung(en) abgeschlossen. In Extraktionsrichtung gesehen
hinter der Plasmaelektrode wird eine Extraktionselektrode mit Extraktionsöffnung(en), die mit
der(n) Plasmaelektrodenöffnung(en) teilchenoptisch fluchtet(en), angebracht und auf nega
tives(positives) Potential gegenüber der Plasmaelektrode aufgeladen. Dadurch entsteht ein
elektrisches Ziehfeld zwischen der Extraktions- und der Plasmaelektrode, das mit seinem
Ziehfelddurchgriff der in das Plasmavolumen hineinreicht, positive Ionen (negative Elek
tronen) aus dem Plasma zieht, beschleunigt und so einen Ionen(Elektronen)strahl erzeugt,
während die Elektronen(Ionen) in das Plasma zurückgedrückt werden. Für die Extraktion
negativ geladener Ionen gelten die Potentialverhältnisse wie für Elektronen.
Strahlen mit großem Querschnitt werden dadurch erhalten, daß großflächige Plasma- und
Extraktions-Elektroden mit ionenoptisch fluchtenden Lochmustern mit dem Ziel verwendet
werden, die elektrischen Potentialverhältnisse über die gewünschte große Fläche festzulegen
und gleichzeitig eine möglichst große Transmission dieser Elektrodengitter zu erreichen, d. h.
die Lochflächen sollen groß gegenüber den Flächen der Trägerstruktur sein. Mit dieser
Konzeption erhält man in Entfernungen groß im Vergleich zu den Lochabständen einen echten
Flächenstrahl. Bei sehr starken Gasentladungen mit hohem Ionisationsgrad und großer Gas
dichte sind diese Elektrodengitter sehr starkem Verschleiß durch Ionenzerstäubung und durch
sog. heiße Flecken (engl. "hot spots") ausgesetzt so daß letztlich die Elektrodengitter den
limitierenden Faktor für die Erzeugung großer Strahlstromdichten darstellen. Die Temperatur
belastung könnte durch ein Kühlsystem in der Trägerstruktur beseitigt werden, wodurch aber
die Transmission des Gesamtgitters in unzulässiger Weise reduziert würde. Diese Extrak
tionsgitter sind deshalb wartungsintensiv und begrenzen die Wirtschaftlichkeit der damit aus
gerüsteten Anlagen.
Diese Probleme werden erfindungsmäßig dadurch gelöst, daß in die Extraktionsgitterkon
struktion Permanentmagnete oder entsprechende Stromführungen so eingebaut werden, daß
die geladenen Teilchen der Gasentladung unter dem Einfluß der erzeugten Magnetfelder von
den Trägerstrukturen weg in die Plasmaelektrodenlöcher hineingelenkt werden. Dadurch ent
steht trotz des Platzbedarfs für die Magnete oder Stromführungen eine große effektive
Extraktionsfläche, so daß auch ein Kühlsystem in den Trägerstrukturen untergebracht werden
kann.
Eine den Lochmasken angepaßte Magnetstruktur wird zum Beispiel durch eine regelmäßige,
sich wiederholende, quadratische Anordnung von gleich ausgerichteten Dipolmagneten
mit ihrer geometrischen und Magnetisierungsachse parallel zur Extraktionsrichtung erreicht,
die für das Weitere als z-Achse bezeichnet wird. Alle Dipole haben also ihren Nordpol
entweder in + oder -z-Richtung, wobei hier als Beispiel die -z-Richtung gewählt wird. Magne
tische Feldlinien treten aus den Nordpolen aus und laufen zwischen den Dipolen in z-Richtung
zu den Südpolen. An den Nordpolen und in der Symmetrieebene zwischen Nord- und Süd
polen, im weiteren als x-y-Ebene bezeichnet, wird auf den Diagonalen zwischen den Dipolen
ein relatives Maximum der z-Komponenete Bz des Magnetfeldes erhalten.
Durch Wahl der Positionen x = ±na und y = ±mb mit n,m = 0, 1, 2,. . . der Dipole der Ab
messungen Δx = c, Δy = d, Δz = 1, wobei c < a und d < b gelte, kann man auf den Diagonalen
zwischen den Dipolen, d. h. an den Stellen x = ±(2n+1)a/2 und y = ±(2m+1)b/2 das Magnet
feldmaximum mit schwächerem reinen Bz-Feld erhalten als an den Nordpolen. Da geladene
Partikel um Magnetfeldlinien rotierend den Magnetfeldlinien folgen und aus Magnetfeld
maxima auf Grund der sogenannten magnetischen Gradientenkraft F= -grad(µB) herausge
drängt werden (µ= lokaler, magnetischer Momentenvektor des rotierenden Partikels, B= loka
ler Magnetfeldvektor) entsteht also an den Nordpolen ein sehr starker und in der x-y-Ebene auf
den Diagonalen zwischen den Dipolmagneten ein schwächerer magnetischer Verschluß, so daß
die Partikel an letzteren Stellen am leichtesten die Gasentladung verlassen können. An diesen
Stellen sind also die Plasmaelektrodenlöcher in der x,y-Ebene oder bis zu l darüber oder
darunter anzubringen, durch die mit Unterstützung eines elektrischen Ziehfeldes die geladenen
Partikel aus der Gasentladung extrahiert werden, wobei die magnetische Gradientenkraft durch
das elektrische Ziehfeld überwunden wird. Durch diese Konzeption werden also geladene
Teilchen durch die Magnetfelder vor der Trägerstruktur in die Gasentladung zurückgedrängt,
teilweise zu den Plasmaelektrodenlöchern umgelenkt und durch diese mit dem elektrischen
Ziehfeld aus der Gasentladung abgesaugt. Das Verhältnis der magnetischen und elektrischen
Kräfte auf die geladenen Partikel an den Plasmaelektrodenlöchern bestimmt den Gesamtein
schluß der Partikel in der Gasentladung. Da bekanntermaßen [Ref. 3 R. Geller, "Electron Cy
clotron Resonance Ion Sources and ECR-Plasmas", Institute of Physics Publishing, Bristol and
Philadelphia, 1996, ISBN 0 7503 0107 4] der relative Anteil an höher geladenen, extrahierten
Partikeln von diesem Einschluß abhängt, kann also dieser höher geladene Anteil an extrahierten
Partikeln neben der Gasentladungsstärke und dem Druck in der Plasmakammer durch die mag
netische Dipolstärke die Größen a, b, c, d und die z-Position der Plasmaelektrodenlöcher
bezüglich der x,y-Ebene beeinflußt werden. Da eine effektiv viel größere Extraktionsfläche
durch die Magnetfeldführung der zu extrahierenden Partikel entsteht, können die geometri
schen Plasmaelektrodenlochflächen kleiner als die Trägerstrukturfläche werden und es bleibt
ausreichend Platz, um in der Trägerstruktur die Permanentdipolmagnete und deren Kühlung
unterzubringen.
Eine mechanisch und wirtschaftlich günstige Trägerstruktur ist eine Anordnung aus Träger
streifen an den Stellen x = ±na mit ±y-Ausdehnung bis zu den Gasentladungsumrandungen, in
denen die magnetischen Permanentmagnetdipole und ein Kühlsystem eingebettet sind.
Zwischen diesen Trägerstreifen können Plasmaelektrodenlochstreifen und Extraktionselektro
denlochstreifen angebracht werden. Statt Plasmaelektrodenlöchern können bei dieser Träger
streifenkonstruktion auch Plasmaelektrodenspalte an den Positionen x = ±(2n+1)a/2 mit ±y-
Ausdehnung bis zu den Gasentladungsumrandungen mit entsprechend angepaßten Extraktions
elektroden mit Spaltöffnungen angebracht werden. In diesem Fall erhält man längs der y-Achse
periodisch schwankende Extraktionsstromstärken mit Maxima auf den Diagonalenmitten
zwischen den Dipolen.
Läßt man den Abstand b bis auf d schrumpfen, erhält man mit Trägerstreifen eine mecha
nisch einfache, physikalisch effiziente und wirtschaftliche Dipolmagnetstreifenanordnung.
Damit werden, der Argumentation von oben folgend, geladene Partikel aus der Gasentladung
von den starken Magnetfeldmaxima an den Nordpolen der Dipolmagnetstreifen in die
Gasentladung zurückgedrängt und teilweise umgelenkt in die Bereiche mit schwächeren Mag
netfeldmaxima zwischen den Dipolstreifen, wo sie am ehesten aus der Gasentladung austreten
können. In Analogie zu oben werden Plasmaelektrodenspalte mit entsprechenden Ziehfeldern
zwischen den Dipolstreifen angebracht, wobei hier eine konstante Extraktionsstromstärke längs
der y-Achse erwartet wird, wenn die Gasentladung selbst homogen ist.
Werden die Plasmaelektrodenlöcher(spalte) deutlich unterhalb der x,y-Ebene, d. h. unter
halb des Bz-Maximums gelegt, dann wird ein maximaler magnetischer Verschluß für die gela
denen Teilchen erreicht, die aus der Gasentladung in z-Richtung austreten wollen. Neutrale
Teilchen, insbesondere Wasserstoffisotopenatome, können diese magnetische Barriere ohne
weiteres überwinden und in den räumlichen Bereich unterhalb des Bz-Maximums und oberhalb
der Plasmaelektrodenlöcher(spalte) vordringen. Wird dieser Bereich mit Alkali- oder Erdalkali-,
vorzugsweise Cäsiumdampf beschickt, der sich teilweise auf den umgebenden Wänden und
auf den Plasmelektrodenloch(spalt)rändern niederschlägt, dann werden dort im Volumen und
vor allem an den Cs-bedeckten Flächen aus den Neutralteilchen negative Ionen gebildet, die
von dort mit entsprechend gepoltem Ziehfeld sehr effizient extrahiert werden können.
Diese neuartigen Extraktionsstrukturen für großflächige Gasentladungen können besonders
gut an sogenannte Multicusp-Ionenquellen angepaßt werden, da in Multicusp-Ionenquellen
bereits die übrigen Gasentladungskammerwände mit Dipolmagneten, allerdings mit perio
dischem Polaritätswechsel, gegen Partikelaufprall geschützt werden [siehe Ref. 2, Seiten 93 bis
100]. Unter Berücksichtigung der günstigsten Polaritäten der Dipolstreifen der Extraktions
struktur relativ zu den Dipolumrandungen einer Multicusp-Ionenquelle lassen sich
Gasentladungen mit magnetischem Gesamteinschluß so konstruieren, daß der Betrag des Mag
netfeldes vom Inneren der Entladung überall zu ihren Umrandungen hin ansteigt.
Bei streifenartiger Anordnung der Extraktionsmagnetstruktur können auch Magnetisier
ungsrichtungen in der x-y-Ebene verwendet werden. Eine Möglichkeit sind y-Streifen an den
Positionen z = 0 und x = ±na mit x-Magnetisierung, deren Polarität sich von Streifen zu
Streifen ändert, so daß sich in x-Richtung immer gleiche, freie Dipolenden gegenüberstehen.
Durch diese Magnetisierung werden die Trägerstreifen sehr gut vor Partikelaufprall geschützt,
da die Magnetfeldlinien auf der Gasentladungsseite in ±x-Richtung verlaufen und die geladenen
Partikel diesen Feldlinien folgen. Der magnetische Einschluß ist wieder zwischen den Dipol
streifen am geringsten, hier sogar null, so daß die Plasmaelektrodenlöcher oder -spalte dort
anzubringen sind. Die z-Position dieser Löcher oder Spalte kann wieder je nach Anwendung
relativ zur x-y-Ebene gewählt werden.
Sehr guter Schutz streifenförmiger, in y-Richtung ausgedehnter und sich in x-Richtung pe
riodisch wiederholender Trägerstrukturen läßt sich durch stromführende Leiterbündel in y-
Richtung erreichen, die in die Trägerstrukturen eingebettet sind und deren Stromrichtung von
Streifen zu Streifen das Vorzeichen wechselt. Die Trägerstreifen sind dann von nahezu kreisförmigen
Magnetfeldlinien umgeben und damit optimal gegen geladene Teilchen der
Gasentladung geschützt. Zwischen den Streifen existieren vorwiegend z-Komponenten des
Magnetfeldes, so daß dort durch Plasmaelektrodenöffnungen geladene Teilchen in z-Richtung
extrahiert werden können. An den y-Enden dieser Streifenstrukturen müssen kurze Leiter
bündel in x-Richtung mit entsprechenden Stromrichtungen für den Abschluß der Magnet
struktur sorgen.
Mit den bisher vorgestellten Anordnungen lassen sich beliebig große Extraktionsflächen re
alisieren, wobei die bisherige x-y-Ebene auch in konkave oder konvexe Flächen gebogen wer
den kann. Die Ionenstrahlhomogenität wird bei großen Extraktionsflächen aber von der be
grenzten Homogenität von Gasentladungen in großen Plasmakammern abhängen. Für
großflächige Extraktion sollte deshalb die Gasentladung an die hier vorgestellten, neuartigen
Extraktionsmagnetstrukturen angepaßt werden, die dafür sehr gute Voraussetzungen bieten.
Bei der zuletzt beschriebenen Magnetanordnung wird das Magnetfeld zwischen den Dipol
streifen an den Positionen z = 0 und x = ±(2n+1)a/2 gleich null. Es handelt sich bezüglich der
x-z-Ebene um ein echtes Minimum des Betrags des Magnetfeldes, um eine sog. MinB-Mag
netfeldkonfiguration (MBMK). Sie ist aber zunächst in y-Richtung offen und muß durch
mindestens einen Dipol mit Magnetisierung in y-Richtung in der x-y-Ebene am Ende der y-Di
polstreifen mit gleichem Pol in Richtung Magnetfeldminimum (Bmin) wie die Dipolstreifen
geschlossen werden. Geladene Partikel werden bis zu einer Grenzenergie in einer solchen
MinB-Magnetfeldkonfiguration eingeschlossen, da der Betrag des Magnetfeldes vom Bmin aus
in alle Richtungen ansteigt. Energiereiche Elektronen einer Gasentladung in diesem Bereich
können also lange Zeit Gasatome ionisieren, bevor sie auf eine Wand treffen. Damit kann also
eine effiziente Ionenquelle betrieben werden, wenn dort eine Gasentladung unterhalten wird
und ein Plasmaelektrodenspalt im Bereich des Maximums des Magnetfeldes in z-Richtung un
terhalb der x-y-Ebene in der Mitte zwischen den Dipolstreifen angebracht wird. Die
Gasentladung kann eine Kaltkathoden-, Heißkathoden-, Elektronenstrahl-, Laserstrahl-,
Plasmatron-, Magnetron-, Penning-, Bogen-, Funken- oder Mikrowellenentladung sein. Be
sonders attraktiv wird die Mikrowellengasentladung durch Ausnutzen der Mikrowellenreso
nanz für Elektronen, die bei einem gegebenen Resonanzmagnetfeld Bres mit der gleichen Fre
quenz um das lokale Bres rotieren wie die eingestrahlte Mikrowelle, wodurch die Elektronen
sehr effektiv beschleunigt, bzw. geheizt werden. Die Mikrowellengasentladung in einer rota
tionssymmetrischen MBMK dieser Art ist für Einzelstrahlextraktion bekannt [siehe Ref. 3, Seite
346] und wird hier in vielfach-streifenförmiger Form für großflächige Ionenquellen vorgeschla
gen. Die eben genannten Gasentladungsformen lassen sich an alle vorher erwähnten
großflächigen Magnetfeldstrukturen anpassen, indem z. B. Kaltkathoden, Heißkathoden, Elek
tronenstrahlen, Laserstrahlen, Radiofrequenz- oder Mikrowellenzuführen auf die Gesamtfläche
mit Konzentration zwischen den Dipolen verteilt werden.
Ebenfalls in Analogie zu rotationssymmetrischen Elektronen-Zyklotron-Resonanz-Ionen
quellen (EZRIQ) mit einer komplexeren MBMK aus Permanentmagneten [Ref. 4: A Heinen,
M. Rüther, J. Ducrée, J. Leuker, J. Mrogenda, H.W. Ortjohann, Ch. Vitt, E. Reckels, and H.J.
Andrä, Review of Scientific Instruments, 69, Seite 729 ff., (1998)], die vor allem für die
Erzeugung höher geladener Ionen Verwendung findet, kann eine vielfach-streifenförmige
EZRIQ für großflächige Erzeugung höher geladener Ionen aufgebaut werden. Dazu wird eine
zweite Ebene von gleichen, aber entgegengesetzt gepolten magnetischen Dipolstreifen bei der
z-Position z = -h < -a angeordnet. Auf der z-Achse erhält man damit ein Bmin von Bz in der
Mitte zwischen den beiden Dipolmagnetstreifenlagen, das allerdings in x-Richtung ein Maxi
mum von Bz darstellt. Damit auch in x-Richtung ein Minimum des Betrags des Magnetfeldes B
erhalten wird, können in x-Richtung magnetisierte Magnete der Abmessungen Δx = c' mit c/8 < c' <c /2,
Δy = d' mit c/8 < d' < c/2, Δz < h-l' an den Positionen z = h/2, x = ±na ±c/2 -(± c'/2)
mit wechselnden Polaritäten mit der Periode a und y = ±md' mit wechselnden Polaritäten mit
Periode d' angebracht werden. Diese in der x-z-Ebene erzeugte MBMK ist in y-Richtung be
liebig ausdehnbar und muß an den y-Grenzen durch rotierende Fortsetzung der Magnetanord
nung um die z-Achse abgeschlossen werden. Neben der EZR-Entladung kann auch eine der
anderen oben genannten Gasentladungen in dieser nun abgeschlossenen MBMK aufrechter
halten werden, wobei Vorteile dadurch erreicht werden, daß die Plasma-Wand-Wechsel
wirkung in einer MBMK stark unterdrückt und damit lange Standzeiten von MBMK-Quellen
möglich werden.
Zwischen den weiter oben vorgestellten Dipolstreifen mit Magnetisierung in z-Richtung
lassen sich ebenfalls magnetfeldunterstützte Gasentladungen aufrechterhalten, so daß eine be
liebig großflächige Erzeugung von Elektronen und Ionen mit streifenförmigen Extraktions
geometrien möglich werden. Durch eine zweite in z-Richtung versetzte Schicht solcher Dipol
streifen können wieder eine Vielfalt von günstigen Magnetfeldstrukturen für die verschiedenen
Gasentladungsformen erzeugt werden. Insbesondere wenn die zweite Schicht im Vergleich zur
ersten eine umgekehrte Magnetisierung besitzt, wird zwischen den Schichten wieder eine weit
ausgedehnte MBMK durch zusätzliche Magnete mit Magnetisierung in x-Richtung, wie im
vorigen Paragraphen beschrieben, möglich.
Als 1. Ausführungsbeispiel kann eine Multicusp-Ionenquelle mit in x-Richtung periodisch
angeordneten Dipolmagnetstreifen gleicher Polarität und mit ±y-Abmessungen bis zu den
Gasentladungsumrandungen aufgebaut werden, die in Fig. 1 gezeigt wird. Sie besteht aus einer
Plasmakammer (1), die hier beispielsweise als Quader ausgeführt ist, in der das für die Plasma
erzeugung erforderliche Vakuum erzeugt und der Restdruck des gewünschten Gases durch
einen Gas- und oder Feststoffverdampfereinlaß (2) aufrechterhalten wird, und in die entweder
Radio- oder Mikrowellen (3) für Radio- oder Mikrowellenentladungen eingekoppelt werden
oder Kaltkathoden, Heißkathoden, Elektronenstrahlen oder Laserstrahlen für Plasmatron-,
Magnetron-, Penning-, Bogen- oder Funkenentladungen eingebracht werden. Auf der
Ionenextraktionsseite ist die Plasmakammer mit einer Plasmaelektrode (4) abgeschlossen, der in
Extraktionsrichtung (5) eine Extraktionselektrode (6) folgt. Durch die Öffnungen der Plasma-
und Extraktionselektroden werden die im Plasma (7) erzeugten Ionen aus dem Plasma extra
hiert, wobei durch eine Spannungsdifferenz zwischen der Plasma- und der Extraktionselek
trode ein sogenanntes Ziehfeld aufgebaut wird. Die Extraktionselektrode muß dabei negativer
als die Plasmaelektrode für die Extraktion positiver Ionen sein und positiver als die Plasma
elektrode für die Extraktion negativer Ionen oder Elektronen. Die Plasmakammer ist von
quadratischen Ringen von permanenten Dipolmagneten (8) umgeben, deren Magnetisierungs
richtung senkrecht auf der z-Achse (9) liegt, und die sich von Ring zu benachbartem Ring um
kehrt. Auf der Rückseite (10) der Plasmakammer sind ebenfalls quadratische Ringe permanen
ter Dipolmagnete (11) angebracht, deren Magnetisierung parallel zur z-Achse ist, und die sich
von Ring zu benachbartem Ring umkehrt. Auf der Extraktionsseite werden in die Trägerstruk
tur der Plasmaelektrode (4) permanente Dipolmagnete (12) beliebiger Form, hier Quaderform
mit Abmessungen Δx = c, Δy = d, Δz = 1, in Streifen längs der y-Achse mit y-Ausdehnung
gleich der um a verkürzten y-Abmessung der Plasmakammer im Abstand dx = a (13) eingelas
sen, deren Magnetisierung parallel zur z-Achse liegt und für alle Streifen die gleiche Richtung
besitzt. In die Trägerstruktur aus gut wärmeleitendem Material werden zum Schutz der Perma
nentmagnete Kühlmittelkanäle (14) eingelassen. Die relative Magnetisierung der Ringe (8),
(11) und der Dipolmagnete (12) ist wie z. B. in Fig. 1 durch Angabe der Magnetpole so zu
wählen, daß die Plasmakammerecken durch viertelkreisartige Magnetfeldlinien (15) geschützt
werden. Von den Nordpolen der Dipolreihen zurückgedrängte, geladene Teilchen des Plasmas
(7) werden längs der Magnetfeldlinien (16) zu den Plasmaelektrodenspalten (17) geführt und
von dort durch das zwischen Extraktionselektrode (6) und Plasmaelektrode erzeugte Ziehfeld
durch die Extraktionselektrodenspalte (18) hindurch in Form bandförmiger Strahlen (19) ex
trahiert. Durch Wahl der Abmessungen c, l, a kann die Zahl und Dichte dieser Bandstrahlen
bezüglich der x-Achse festgelegt werden. Durch Wahl der z-Position der Plasmaelektro
denspalte bezüglich der x-y-Ebene wird die Extraktion der gewünschten Teilchen optimiert.
Für die Extraktion negativer Ionen ist diese Position deutlich unterhalb der x-y-Ebene zu
wählen, wobei z. B. unterhalb der Dipolmagnetreihen angebrachte Cäsium-Dispenser für die
Erzeugung des dort benötigten Cäsium-Dampfs sorgen. Die in Fig. 1 gezeigten Dipolmagne
treihen lassen sich durch Bündel elektrischer Strombahnen in y-Richtung ersetzten, deren
Stromrichtung sich von Bündel zum in x-Richtung benachbarten Bündel umkehrt. Dadurch
entstehen einerseits beste magnetische Extraktionsbedingungen, andererseits aber an den y-
Grenzen der Plasmakammer gewisse magnetische Einschlußprobleme, die jedoch durch
zusätzliche Strombündel in x-Richtung am y-Rand der Gasentladung vermieden oder bei
großen y-Abmessungen der Plasmakammer vernachlässigt werden können.
Als 2. Ausführungsbeispiel wird eine Multi-Minimum-B-Magnetfeld-Konfiguration in Fig. 2
mit beliebiger y-Abmessung und sich periodisch wiederholenden MBMK in x-Richtung für
Extraktion von Vielfachstreifenstrahlen (49) in z-Richtung (39) gezeigt. Sie besteht aus Plas
makammern (31), die hier beispielsweise als Quader ausgeführt sind, in denen das für die Plas
maerzeugung erforderliche Vakuum erzeugt und der Restdruck des gewünschten Gases durch
Gas- und oder Feststoffverdampfereinlässe (32) aufrechterhalten wird, und in die entweder
Radio- oder Mikrowellen (33) für Radio- oder Mikrowellenentladungen eingekoppelt werden
oder Kaltkathoden, Heißkathoden, Elektronenstrahlen oder Laserstrahlen für Plasmatron-,
Magnetron-, Penning-, Bogen- oder Funkenentladungen eingebracht werden. Auf der Extrak
tionsseite sind die Plasmakammern mit Plasmaelektroden (34) abgeschlossen, denen in Extrak
tionsrichtung (35) eine Extraktionselektrode (36) folgt. Durch die Öffnungen in den Plasma-
und Extraktionselektroden werden die im Plasma (37) erzeugten Ionen(Elektronen) aus dem
Plasma extrahiert, wobei die Spannungsdifferenz zwischen den Plasmaelektroden und der Ex
traktionselektrode wie im Ausführungsbeispiel 1 zu wählen ist. Für die MBMK' s werden zwei
Ebenen entgegengesetzt gepolter Dipolmagnetstreifen (38) mit beliebiger y-Abmessung, die in
±x-Richtung magnetisiert sind, angeordnet. Auf der z-Achse erhält man damit ein Bmin von Bz
in der Mitte zwischen den beiden Dipolmagnetstreifenlagen, das allerdings in x-Richtung ein
Maximum von Bz darstellt. Damit auch in x-Richtung ein Minimum des Betrags des Magnet
feldes B erhalten wird, sind in ±x-Richtung magnetisierte Magnete (39) angebracht, die die
Plasmakammern jeweils mit gleichen Magnetpolen einschließen und beim Fortschreiten in y-
Richtung periodisch ihre Magnetisierungsrichtung ändern, wobei die Periode in y-Richtung
einen Bruchteil von etwa 1/3 bis 1/8 der Plasmakammerbreiten in x-Richtung beträgt. Es ent
stehen so MBMK's, die in y-Richtung beliebig ausdehnbar sind und an den y-Grenzen durch
rotierende Fortsetzung der Magnetanordnung um die z-Achse abgeschlossen werden. In diesen
MBMK's sind EZR-Entladungen besonders günstig, es können aber auch eine der anderen
oben genannten Gasentladungen in dieser nun abgeschlossenen MBMK aufrechterhalten wer
den, wobei Vorteile dadurch erreicht werden, daß die Plasma-Wand-Wechselwirkung in einer
MBMK stark unterdrückt und damit lange Standzeiten von MBMK-Teilchen-Quellen möglich
werden. Durch Wahl der Abmessungen kann die Zahl und Dichte der extrahierten Teilchen
bandstrahlen (49) bezüglich der x-Achse festgelegt werden. Durch Wahl der z-Position der
Plasmaelektrodenspalte bezüglich der x-y-Ebene wird die Extraktion der gewünschten Teilchen
optimiert. Die in Fig. 2 gezeigten Dipolmagnetstreifen (38) lassen sich durch Bündel elektri
scher Strombahnen in y-Richtung ersetzten. Die Dipolmagnete mit Magnetisierung in ±x-
Richtung, deren Magnetisierung sich bei Fortschreiten in y-Richtung periodisch wechselt, kön
nen dann durch Strombündel in z-Richtung ersetzt werden, wobei sich die Stromrichtung bei
Fortschreiten in y-Richtung periodisch ändern muß. Für die Extraktion negativer Ionen gelten
dieselben Ausführungen wie zum Ausführungsbeispiel 1.
Claims (12)
1. Quelle zur Erzeugung von Strahlen beliebiger einfach positiver oder negativer, mehrfach
positiver oder hoch geladener Ionen oder Elektronen durch die Erzeugung und Extraktion der
geladenen Teilchen aus einem in einer Quellenvorrichtung enthaltenen Plasma, das durch
Erzeugung und Heizung(Beschleunigung) von Elektronen aufrechterhalten wird, mit einer
Plasmakammer (1), in der das für die Plasmaerzeugung erforderliche Vakuum erzeugt und der
Restdruck des gewünschten Gases durch einen Gas- und oder einen Feststoffverdampfereinlaß
(2) aufrechterhalten wird, mit einer Plasmaelektrode (4) als Abschluß der Plasmakammer und
einer außerhalb der Plasmakammer liegenden Extraktionselektrode (5), die beide jeweils aus
einer mechanischen Trägerstruktur und mindestens einer oder vielen Elektrodenöffnungen
bestehen, durch deren beider ionenoptisch fluchtende Öffnungen hindurch die erzeugten Ionen
aus dem Plasma extrahiert werden, wobei durch eine elektrische Spannungsdifferenz zwischen
der Plasma- und der Extraktionselektrode ein sogenanntes Ziehfeld aufgebaut wird, das durch
die Öffnung(en) der Plasmaelektrode hindurch einen Ziehfelddurchgriff in das Plasma hinein
erzeugt, mit dem die Ionen aus dem Plasma gezogen werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß in oder vor die Trägerstruktur der Plasmaelektrode mit ihren Plasmaelektrodenöffnun
gen Permanentmagnete oder entsprechende Magnetfeld erzeugende Stromführungen so mit
einer Kühlvorrichtung zwecks Vermeidung von Überhitzung eingebaut werden, daß die gela
denen Teilchen der Gasentladung unter dem Einfluß der erzeugten Magnetfelder von den
Trägerstrukturen weg in Richtung der Plasmaelektrodenöffnungen gelenkt werden, von wo sie
extrahiert werden können, und daß die geladenen Teilchen der Gasentladung unter dem Einfluß
der erzeugten Magnetfelder insgesamt magnetisch eingeschlossen werden, d. h. länger in der
Gasentladung bleiben bevor sie auf eine Plasmakammerwand treffen oder extrahiert werden.
2. Ionenquelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß gleich gerichtete, permanente Dipolmagnete mit ihrer geometrischen und Magnetisier
ungsachse parallel oder antiparallel zur Extraktionsrichtung regelmäßig mit ihrer Mitte in der
x-y-Extraktionsebene an Positionen angeordnet werden, die sich in x- und y- Richtung perio
disch wiederholen, so daß eine Extraktion geladener Teilchen aus der Gasentladung durch
Plasmaelektrodenlöcher günstig wird, die an den Diagonalmitten zwischen den Dipolen in der,
oberhalb der oder unterhalb der x-y-Ebene angebracht werden.
3. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Anspruch 2 beschriebenen Dipolmagnete in mechanische Trägerstreifen mit inte
grierten Kühlmittelleitungen mit y-Ausdehnung bis zu den Gasentladungsumrandungen
eingelassen sind, die sich in x-Richtung periodisch wiederholen, und daß die Plasmaelektroden
löcher als Plasmaelektrodenlochstreifen oder als Plasmaelektrodenspaltstreifen, deren Längs
ausdehung in Teilstücken oder ganz bis zu den Gasentladungsumrandungen reicht, zwischen
den Trägerstreifen angebracht werden.
4. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Ansprüchen 1 bis 3 beschriebenen Dipolmagnete in Trägerstreifenrichtung zu Di
polmagnetstreifen ohne Zwischenräume aneinandergefügt und in die Trägerstreifen mit
Kühlvorrichtung eingebettet werden, wobei die Dipolmagnetstreifen eine Längsausdehnung
bis zu den Gasentladungsumrandungen erreichen oder in kürzere Abschnitte aufgeteilt werden
können und wobei die Zwischenräume zwischen den Dipolmagnetstreifen an den
Gasentladungsumrandungen durch Dipolmagnete der selben Magnetisierung geschlossen wer
den.
5. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß statt der Vielfachloch(spalt)extraktion aus einer gemeinsamen Gasentladung für jede Plas
maelektrodenöffnung oder für Gruppen von Plasmaelektrodenöffnungen jeweils eine eigene
Gasentladung lokal aufrechterhalten wird, aus der lokal extrahiert wird, wobei diese lokale
Gasentladung durch entsprechende lokale Anbringung von Kaltkathoden, Heißkathoden, An
odenelektroden, ganzen Elektronenstrahlern, Laserstrahlen, Radio- oder Mikrowellenfrequenz
antennen, Mikrowellenresonatoren unter Ausnützung des lokalen Magnetfeldes eine der
bekannten Entladungstypen wie Elektronenbeschuß-, Plasmatron-, Magnetron-, Penning-, Ra
diofrequenz-, Mikrowellen-, Elektronenzyklotronresonanz oder Bogenentladung sein kann, so
daß durch Aneinanderreihen in der x-y-Ebene vieler solcher lokaler Einheiten, die aus Dipol
magneten, Plasmaelektrodenöffnungen mit korrespondierenden Extraktionselektrodenöffnun
gen und den eben beschriebenen, lokalen Gasentladungserzeugungsbauelementen bestehen, ein
Flächenstrahler beliebig großer x-y-Ausdehnung für geladene Teilchenstrahlen in z-Richtung
zusammengesetzt werden kann.
6. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die x-y-Extraktionsebene in eine gekrümmte Fläche umgeformt ist, deren Krümmungsra
dien groß gegenüber den tangentialen Dipolabständen in der Fläche sind.
7. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Unterstützung der in Anspruch 5 beschriebenen lokalen Gasentladungen eine zweite
Schicht von gleichen Dipolmagnetanordnungen so in z-Richtung einer Entfernung von der x-y-
Ebene angebracht ist, daß die Gasentladungen zwischen den beiden Magnetschichten brennen,
wobei die die Gasentladung erzeugenden Bauelemente dieser erweiterten Magnetstruktur
angepaßt werden.
8. Ionenquelle nach Ansprüchen 1, 5 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß lokale Gasentladungen auf das Volumen zwischen zwei Dipolmagnetstreifen und zwischen
die beiden Magnetstreifenschichten dadurch begrenzt werden können, daß im Mittenbereich
dieses Volumens ein Minimum des Betrages des Magnetfeldes erzeugt wird, von dem aus der
Betrag des Magnetfeldes in alle Richtungen nach außen hin ansteigt, wofür die beiden Dipol
magnetstreifenschichten durch Magnete ergänzt werden, die zwischen den Dipolmagnetstreifen
der beiden Schichten mit Magnetisierung senkrecht zur Streifenrichtung und senkrecht zur Ex
traktionsrichtung so angebracht werden, daß sie die Gasentladung mit gleichen, gegenüberlie
genden Polen einschließt, wobei die Polarität dieser Magnetpaare, die in Dipolmagnetstreifen
richtung eine Abmessung der Größenordnung von ein Achtel bis ein Viertel des Dipolmagnet
streifenabstandes besitzen, das Vorzeichen beim Fortschreiten in Dipolmagnetstreifenrichtung
periodisch wechselt, wobei diese Magnetstruktur an den Dipolmagnetstreifenenden durch
rotierende Fortsetzung der Magnetstruktur um die Extraktionsrichtungsachse magnetisch
geschlossen wird.
9. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß Dipolmagnetstreifen mit Magnetisierung senkrecht zur Extraktionsrichtung verwendet
werden, wobei benachbarte Streifen entgegengesetzte Magnetisierung besitzen, so daß sich in
der Mitte zwischen den Dipolmagnetstreifen Orte mit Magnetfeld gleich null ausbilden, und
wobei nach Anspruch 7 eine eventuelle zweite Schicht von Dipolmagnetstreifen gleiche oder
entgegengesetzte Magnetisierung relativ zur ersten Schicht habe, damit letztere Anordnung mit
Zusatzmagneten nach Anspruch 8 zu einer Magnetfeldstruktur mit einem Minimum des
Betrags des Magnetfeldes im Bereich zwischen den Dipolmagnetstreifen und zwischen den
Dipolmagnetschichten führt, die an den Dipolmagnetstreifenenden durch rotierende
Fortsetzung der Magnetstruktur um die Extraktionsrichtungsachse magnetisch geschlossen
wird, und an die die Gasentladung erzeugenden Bauelemente angepaßt werden.
10. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem magnetische Einschluß der Gasentladung durch ein Maximum des Magnetfeldes
zwischen Gasentladung und Plasmaelektrodenöffnung dafür sorgt, daß vorwiegend nur Neu
tralteilchen aus der Gasentladung diese Magnetfeldbarriere in das Volumen zwischen Magnet
feldmaximum und Plasmaelektrodenöffnungen überwinden, in dem diese Neutralteilchen durch
Alkali- oder Erdalkalidampfzufuhr durch Elektroneneinfang im Volumen, an den Wänden oder
an den Plasmaelektrodenlochrändern in negative Ionen umgeladen werden, die dann durch ein
entsprechend gepoltes Ziehfeld durch die Plasmaelektrodenöffnungen extrahiert werden.
11. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Permanentmagnetstrukturen und oder die Trägerstrukturen
durch Strukturen aus ferromagnetischem Material ergänzt werden.
12. Ionenquelle nach Ansprüchen 1 bis 8 und 10 und 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dipolmagnetstreifen teilweise oder ganz durch Streifenbündel gleichsinnig strom
führender elektrischer Leiter ersetzt werden, wobei benachbarte Streifenbündel entgegenge
setzte Stromrichtung besitzen und wobei an den Streifenenden kurze, quer liegende Streifen
bündel mit angepaßter Stromrichtung dafür sorgen, daß geladene Teilchen magnetisch in den
Bereich zwischen den Längsstreifenbündeln geführt werden, wo die Plasmaelektrodenöffnun
gen angebracht werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998121802 DE19821802A1 (de) | 1998-05-15 | 1998-05-15 | Vorrichtung für die Erzeugung von Ionen- und Elektronenstrahlen mit großem Querschnitt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998121802 DE19821802A1 (de) | 1998-05-15 | 1998-05-15 | Vorrichtung für die Erzeugung von Ionen- und Elektronenstrahlen mit großem Querschnitt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19821802A1 true DE19821802A1 (de) | 1999-12-02 |
Family
ID=7867856
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998121802 Withdrawn DE19821802A1 (de) | 1998-05-15 | 1998-05-15 | Vorrichtung für die Erzeugung von Ionen- und Elektronenstrahlen mit großem Querschnitt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19821802A1 (de) |
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