DE19822011C1 - Austragvorrichtung für Getreidetrockner - Google Patents

Austragvorrichtung für Getreidetrockner

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Bernhard Sandmeier
Johannes Balsmeier
Adalbert Burmeister
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Riela - Getreidetechnik Karl-Heinz Knoop 48477 Ho
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    • A23B9/00Preservation of edible seeds, e.g. cereals
    • A23B9/08Drying; Subsequent reconstitution
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
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Abstract

Austragvorrichtung für Getreidetrockner, mit mindestens einem am unteren Ende eines Trocknungsbehälters (10) ausgebildeten Austragschlitz (14) und einem pendelnd in oder unter dem Austragschlitz angeordneten Austragorgan (16), dadurch gekennzeichnet, daß das Austragorgan (16) ein plattenförmiges Verschlußelement ist, das um seine Mittelachse (18) in eine den Austragschlitz (14) verschließende Position schwenkbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Austragvorrichtung für Getreide- oder Schüttgut­ trockner, mit mindestens einem am unteren Ende eines Trocknungsbehälters ausgebildeten Austragschlitz und einem pendelnd in oder unter dem Austrag­ schlitz angeordneten Austragorgan in der Form eines plattenförmigen Ver­ schlußelements, das um seine Mittelachse in eine den Austragschlitz verschlie­ ßende Position schwenkbar ist und das drehfest auf einer Welle montiert ist, die über einen Hebel und ein Antriebsgestänge durch einen Kurbeltrieb antreibbar ist, so daß das Austragorgan bei gleichsinniger Drehung der Kurbelwelle abwech­ selnd in entgegengesetzte Richtungen aus der Schließposition verschwenkt wird.
Eine solche Austragvorrichtung ist aus dem DE-GM 19 51 082 und in ähnlicher Form aus der GB-PS 1 324 307 bekannt und dient zum Austragen des Produk­ tes aus den Trocknungsbehältern von Trocknem, beispielsweise von Dächer­ trocknern, sowie zur Dosierung des Produktflusses durch den Trocknungsbehäl­ ter.
Andere bekannte Austragvorrichtungen arbeiten nach dem Prinzip der sogenann­ ten Pendelaustragung. Das Austragorgan ist in diesem Fall pendelnd unterhalb des Austragschlitzes aufgehängt. Unterhalb des Austragorgans ist eine trogartige Wanne angeordnet, die das auslaufende Produkt aufhält. Wenn das Austragor­ gan unbeweglich in vertikaler Lage gehalten wird, baut sich auf der Wanne ein Schüttkegel auf, der den Austragschlitz verschließt, so daß kein weiteres Produkt mehr ausläuft. Zum dosierten Austragen des Produkts wird das Austragorgan abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen geschwenkt, so daß es jeweils eine bestimmte Menge des Produkts über den Rand der Wanne auswirft. Damit im Trocknungsbehälter eine gleichmäßige Fließgeschwindigkeit des Produkts er­ reicht wird, muß der abwechselnde Auswurf des Produkts nach beiden Seiten der Wanne im zeitlichen Mittel symmetrisch erfolgen.
Diese Vorrichtungen haben den Vorteil, daß zum Antrieb nur ein einfacher Kur­ beltrieb benötigt wird, der die pendelnde Bewegung mehrerer zusammengekop­ pelter Austragorgane unter mehreren parallelen Austragschlitzen erzeugt. Ein weiterer Vorteil besteht in einer weitgehenden Unempfindlichkeit gegenüber Fremdkörpern, die in dem getrocknetem Getreide enthalten sein können.
Nachteilig ist jedoch, daß auch bei vollständiger Entleerung des Trocknungsbe­ hälters eine gewisse Menge an Trocknungsgut in der Wanne zurückbleibt. Bei ei­ nem Produktwechsel muß deshalb die Wanne mit Hilfe eines relativ aufwendigen Mechanismus zur Seite geschwenkt werden, damit eine vollständige Produkttren­ nung erreicht wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach aufgebaute Austragvorrichtung zu schaffen, die ohne zusätzliche Maßnahmen eine vollständige Entleerung des Trocknungsbehälters ermöglicht und dennoch unempfindlich gegenüber Fremd­ körpern ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Austragvorrichtung der eingangs genannten Art ge­ löst durch eine Steuereinrichtung mit einem Last- oder Kraftsensor oder einer Zeitschaltung, die anhand eines übermäßigen Widerstands oder einer Verzöge­ rung bei der Bewegung des Austragorgans erkennt, wenn sich ein Fremdkörper zwischen dem Austragorgan und den Wänden des Austragschlitzes verklemmt hat, und die daraufhin die Antriebsrichtung der Kurbelwelle umkehrt.
Für den Fall, daß sich Fremdkörper zwischen dem Austragelement und den Wänden des Austragschlitzes verklemmen, wird die Antriebsrichtung und damit die Bewegungsrichtung des Austragelements umkehrt, so daß der Fremdkörper wieder freigegeben wird und mit ausgetragen werden kann.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprü­ chen.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch eine Austragvorrichtung in geschlossenem Zustand;
Fig. 2 einen Schnitt durch die Austragvorrichtung nach Fig. 1 in geöffnetem Zustand; und
Fig. 3 einen schematischen Schnitt durch eine Austragvorrichtung gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel.
Die in Fig. 1 gezeigte Austragvorrichtung befindet sich am unteren Ende des Trocknungsbehälters 10 eines Dächertrockners. Der Trocknungsbehälter enthält eine Vielzahl parallel nebeneinander und versetzt übereinander angeordneter Dä­ cher 12, die sich senkrecht zur Zeichenebene in Fig. 1 erstrecken. In der Zeich­ nung sind Teile der einander zugewandten Flanken zweier solcher Dächer 12 dargestellt, die zusammen einen von mehreren Auslaufschächten des Trocknungsbehälters begrenzen und nach unten zu einem Austragschlitz 14 zu­ sammenlaufen.
In Höhe des Austragschlitzes 14 ist ein Austragorgan 16 angeordnet, das in Fig. 1 eine waagerechte Position einnimmt und den Austragschlitz verschließt. Das Austragorgan ist auf einer als Vierkant ausgebildeten Welle 18 montiert, die mit­ tig in Längsrichtung des Austragschlitzes 14 verläuft. Die Welle 18 ist um ihre Längsmittelachse drehbar, die mit der Mittelachse des plattenförmigen Austra­ gorgans zusammenfällt. Das Austragorgan weist im gezeigten Beispiel zwei sand­ wichartig miteinander verschraubte Tafeln 20 auf, zwischen denen zwei Flügel 22 gehalten sind. Die Flügel 22 sind in Langlöchern derart verstellbar, daß sie den Austragschlitz bis auf schmale Spalte abdichten, deren Breite so an die Korngrö­ ße des Trocknungsgutes angepaßt ist, daß das Trocknungsgut nicht hindurch­ rieselt.
Am Ende der Welle 18 ist ein Hebel 24 angebracht, der gelenkig mit einem waa­ gerecht verlaufenden Antriebsgestänge 26 verbunden ist.
Obgleich in der Zeichnung nur ein einziger Austragschlitz 14 dargestellt ist, bil­ det die untere Reihe der Dächer 12 eine Vielzahl paralleler Austragschlitze, die jeweils ein Austragorgan 16 in der in Fig. 1 gezeigten Weise aufnehmen. Die zu­ gehörigen Hebel 24 sind durch das Antriebsgestänge 26 miteinander verbunden. Mit Hilfe eines Kurbeltriebes 28 wird das Gestänge 26 vorwiegend in horizontaler Richtung oszillierend bewegt, so daß die Hebel 24 und die Austragorgane 16 ge­ meinsam um ihre jeweiligen Schwenkachsen (Wellen 18) verschwenkt werden.
Ein Fühler 30 tastet zwei vorgegebene, um 180° verdrehte Winkelstellungen der Kurbelwelle 32 ab. Diese Winkelstellungen entsprechen jeweils der in Fig. 1 ge­ zeigten Schließstellung des Austragorgans 16. Das Signal des Fühlers 30 wird in einer Steuerschaltung 34 ausgewertet, die einen Antriebsmotor 36 für die Kur­ belwelle 32 steuert.
Auf ein manuell eingegebenes Signal oder ein Signal der Trocknersteuerung hin setzt die Steuerschaltung 34 den Motor 36 in Betrieb, so daß die Kurbelwelle um 180° gedreht wird. Nach einem Kurbelwinkel von 90° ist die in Fig. 2 gezeigte Totpunktstellung erreicht, in der der Hebel 24 maximal verschwenkt ist und das Austragorgan 16 in seine maximale Öffnungsstellung gekippt ist, so daß das Trocknungsgut aus dem Austragschlitz 14 herausrieselt. Bei der weiteren Dre­ hung der Kurbelwelle bewegt sich das Austragorgan 16 wieder in die Schließstel­ lung. Wenn der Fühler 30 das Erreichen eines Drehwinkels von 180° abtastet, wird das Austragorgan in der Schließstellung wieder angehalten, so daß sein nächster Zyklus beginnen kann. Auf das nächste Auslösesignal hin wird die Kur­ belwelle erneut um 180° gedreht, und der Hebel 24 und das Austragorgan 16 werden diesmal zur entgegengesetzten Seite geschwenkt.
Wahlweise kann die Steuerschaltung 34 auch so programmiert werden, daß sie auf jedes Auslösesignal hin eine vollständige Drehung der Kurbelwelle um 360° veranlaßt, so daß das Austragorgan 16 einmal nach rechts und unmittelbar da­ nach nach links kippt und erst dann wieder in der Schließstellung anhält.
Ein in die Steuerschaltung 34 integriertes Zeitglied mißt die Zeit, die seit dem Auslösesignal vergangen ist. Wenn diese Zeit größer ist als die Zeit, die normaler­ weise für eine halbe Kurbelwellendrehung benötigt wird, und noch kein neues Si­ gnal vom Fühler 30 eingetroffen ist, so deutet dies darauf hin, daß das Austra­ gorgan 16 bzw. eines der zusammengekoppelten Austragorgane durch einen im Austragschlitz 14 verklemmten Festkörper blockiert wurde. Daraufhin kehrt die Steuerschaltung 34 die Drehrichtung des Motors 36 um, so daß sich das Austra­ gorgan in entgegengesetzter Richtung bewegt und den eingeklemmten Festkörper freigibt. Das Erreichen der Schließstellung am Ende des Zyklus wird wieder durch den Fühler 30 erfaßt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist die Welle 18 und damit die Schwenkachse des Austragorgans 16 in Abstand unterhalb des Austragschlitzes 14 angeordnet. Das Austragorgan 16 weist eine durchgehende flache Platte 38 mit leicht nach oben angewinkelten Rändern 40 auf, deren Breite deutlich größer ist als die Breite des Austragschlitzes 14. Wenn sich das Austragorgan in der waagerechten Schließstellung befindet, baut sich auf der Platte 38 ein Schüttke­ gel auf, der das Nachlaufen von Trocknungsgut durch den Austragschlitz 14 ver­ hindert. In der Zeichnung sind zwei Schüttkegel 42, 44 für unterschiedliche Ma­ terialien dargestellt. Bei Trocknungsgut mit flachem Schüttwinkel, beispielsweise bei Raps, wird durch die angewinkelten Ränder 40 der Platte 38 die erforderliche Breite der Platte 38 und damit die Gesamthöhe der Austragvorrichtung (in der Öffnungsstellung) begrenzt. Wahlweise kann die Platte 38 auch insgesamt leicht gewölbt sein.
Der Antriebsmechanismus für die Welle 18 und das zugehörige Steuersystem können analog zu Fig. 1 ausgebildet sein. Bei einem Austragvorgang kippt die Platte 38 abwechselnd in die Stellungen, die in Fig. 3 gestrichelt bzw. punktiert dargestellt sind. Die Ränder 40 nehmen in diesen Stellungen eine waagerechte Lage ein, so daß das Trocknungsgut wie über eine Rampe über diese Ränder hin­ wegrutschen kann.
Die pro Zyklus ausgetragene Trocknungsgutmenge kann bei beiden Ausfüh­ rungsformen dadurch variiert werden, daß die Drehzahl des Antriebsmotors und/oder der die Hublänge des Kurbeltriebes verstellt wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 besteht die Gefahr eines Blockierens des Austragorgans 16 allenfalls dann, wenn sich ein Fremdkörper zwischen der ge­ neigten Platte 38 und dem Rand des Austragschlitzes verklemmen sollte, wäh­ rend sich die Platte 38 ihrer maximal gekippten Stellung annähert. Wenn analog zu Fig. 1 ein Zeitgeber verwendet wird, um solche Blockierungen zu erkennen, so müßte hier die Zeit erfaßt werden, die nach dem Auslösesignal bis zum Errei­ chen der nächsten Totpunktstellung der Kurbelwelle vergeht. Der Fühler 30 soll­ te in diesem Fall in der Lage sein, Winkelinkremente von 90° zu erfassen.
Als Alternative zu der beschriebenen Zeitsteuerung ist es jedoch auch möglich, im Antriebszug zwischen dem Motor 36 und der Welle 18 oder im Motor einen Kraft- bzw. Lastsensor vorzusehen, der bei Überlast eine Umkehr der Antriebs­ richtung auslöst.

Claims (7)

1. Austragvorrichtung für Getreide- oder Schüttguttrockner, mit mindestens ei­ nem am unteren Ende eines Trocknungsbehälters (10) ausgebildeten Austrag­ schlitz (14) und einem pendelnd in oder unter dem Austragschlitz angeordneten Austragorgan (16) in der Form eines plattenförmigen Verschlußelements, das um seine Mittelachse in eine den Austragschlitz (14) verschließende Position schwenkbar ist und das drehfest auf einer Welle (18) montiert ist, die über einen Hebel (24) und ein Antriebsgestänge (26) durch einen Kurbeltrieb (28) antreibbar ist, so daß das Austragorgan (16) bei gleichsinniger Drehung der Kurbelwelle (32) abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen aus der Schließposition ver­ schwenkt wird, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (34) mit einem Last- oder Kraftsensor oder einer Zeitschaltung, die anhand eines übermäßigen Widerstands oder einer Verzögerung bei der Bewegung des Austragorgans er­ kennt, wenn sich ein Fremdkörper zwischen dem Austragorgan und den Wänden des Austragschlitzes verklemmt hat, und die daraufhin die Antriebsrichtung der Kurbelwelle (32) umkehrt.
2. Austragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl und/oder der die Hublänge des Kurbeltriebes (28) verstellbar ist.
3. Austragvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (34) Signale von einem Fühler (30) erhält, der vorgegebene Winkelstellungen der Kurbelwelle (32) erfaßt, und daß die Steuereinrichtung das Blockieren des Austragorgans (16) erkennt, wenn die zwischen zwei aufeinander­ folgenden Fühlersignalen oder zwischen dem Beginn der Kurbelwellendrehung und dem nächsten Fühlersignal vergangene Zeit einen vorgegebenen Schwellen­ wert überschreitet.
4. Austragvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Schwenkachse (Welle 18) des Austragorgans (16) in Höhe des Austragschlitzes (14) liegt.
5. Austragvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Ränder des Austragorgans (16), die dessen Breite bestimmen, durch verstellbare Flügel (22) gebildet werden.
6. Austragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Schwenkachse (Welle 18) des Austragorgans (16) unterhalb des Austragschlitzes (14) liegt und daß die Breite des Austragorgans (16) größer ist als die Breite des Austragschlitzes (14).
7. Austragvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Austragorgan (16) aufwärts angewinkelte Ränder (49) hat.
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