DE19829100C1 - Faltenfilter - Google Patents
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Abstract
In einem Faltenfilter aus mindestens einer Werkstoffbahn (2) aus Vlies sind Falthilfen aus der Gruppe Faltlinien (3) und Faltkanten (4) vorgesehen, die zwischen sich Filterflächen (5) einschließen, wobei das Fasermaterial im Bereich der Faltlinien (3) auf mindestens einer Seite der Filterflächen (5) durch mindestens einen Vorgang aus der Gruppe Verdichtung, Fügung, Schweißung und Prägung gegenüber dem Ursprungszustand verdichtet und verfestigt ist. Zur Erhöhung der Steifigkeit gegenüber Druckdifferenzen zwischen der Anström- und der Abströmseite wird vorgeschlagen, entweder: DOLLAR A a) die Werkstoffbahn (2) quer zu den Faltlinien (3) durch Auffaltungen mit einer Wellen- oder Röhrenform zu versehen und entlang den Faltlinien (3) unter Fixierung der Wellenform durch streifenförmige Fügezonen mit begrenzter Breite gegenüber der ursprünglichen Dicke zu verdichten oder DOLLAR A b) Verdichtungsbereiche anzuordnen, die sich über einen Abstand von 1 bis 30 mm von den Faltkanten (4) ausgehend bis zu den Filterflächen (5) erstrecken, derart, daß jenseits der oder zwischen den Filterflächen (5) Stege gebildet sind, in denen die Werkstoffbahn irreversibel miteinander verbunden ist. In diesem Falle können die Filterflächen (5) auch eben ausgebildet sein.
Description
Die Erfindung betrifft Faltenfilter nach den Oberbegriffen der Patent
ansprüche 1 und 2.
Derartige Faltenfilter für die Abtrennung von Feststoffen aus fluiden
Medien wie Flüssigkeiten und Gasen wie z. B. Luft, sind bekannt; sie
ermöglichen die Unterbringung großer Filterflächen auf engstem Raum
und damit die Ansammlung großer Feststoffmengen. Bei hohen Druck
differenzen zwischen der Anström- und der Abströmseite, bedingt durch
die Vliesstruktur und -form und die Filtergröße entsteht ein allmähliches
Zusetzen der Filterflächen.
Dadurch ergeben sich Festigkeits- und Standzeitenprobleme, da die
einzelnen Falten bei fehlender Abstützung innnerhalb der Filterflächen
gewissermaßen als "Träger oder Flächen auf zwei Stützen" angesehen
werden müssen und bei Überlastung einknicken oder ausbeulen. Durch
"Ausbeulen" berühren sich die benachbarten Falten, wodurch eine Teil der
Filterfläche verloren geht. Eine oder mehrere Abstützungen innnerhalb der
Filterflächen, z. B. durch Träger eines Rahmens oder durch Verklebungen
mit "Hotmelts" sind jedoch häufig nicht erwünscht, weil bei derartigen
Massenprodukten die Mehrkosten eine entscheidende Rolle spielen und
außerdem Filterfläche verloren geht und/oder der Strömungswiderstand
erhöht wird.
Durch die DE 39 16 838 A1 ist es bekannt, bei Faltenfiltern aus Vliesen mit
thermoplastischen Fasern zwischen den einzelnen Falten durch Wärme
einfluß streifenförmige verdichtete Fügezonen auszubilden, die die Eigen
schaft von Filmscharnieren haben, und innerhalb der Falten bzw. der
Filterflächen quer zu den Fügezonen Wellen auszubilden, die sich im
Betrieb an rechteckigen Berührungsflächen aufeinander abstützen und
dadurch die Festigkeit des Faltenfilters erhöhen. Dabei wird der zusätzlich
benötigte Werkstoff aus der zu prägenden Faltenwand durch den Präge
vorgang herausgezogen, wodurch die Wandungen entsprechend dünner
ausgebildet werden, was wiederum zu einer Schwächung und zu unter
schiedlichen Durchlässigkeiten innerhalb der Filterflächen führt. Die
Vergrößerung der Filterfläche ist jedoch begrenzt und geht durch die
Abstützungen an den rechteckigen Berührungsflächen zum Teil wieder
verloren, insbesondere dann, wenn an den Berührungsflächen eine
Verschweißung erfolgt. Die Prägung durch Walzen oder Prägestempel
muß vor dem Falten erfolgen. An den Faltkanten selbst erfolgt keine
ausreichende Erhöhung der Festigkeit gegen ein Einbeulen.
Durch die DE 21 12 360 A1 ist ein Papierfilter bekannt, bei dem - werk
stoffbedingt - keine örtliche Plastifizierung möglich ist. Eine Erhöhung der
Steifigkeit der einzelnen Filterflächen erfolgt auch hier durch eine wellen
förmige Ausbildung dieser Filterflächen. Die Einhaltung von Abständen
zwischen den Filterflächen erfolgt dadurch, daß an den Faltgelenken auf
wenigstens einer Seite zwei parallel nebeneinander gelegte Knickkanten
erzeugt werden.
Durch die EP 0 522 692 A2 ist es bekannt, in Faltenfiltern aus Sandwich-
Material mit Innenschichten aus Glasfasern und Außenschichten aus
thermoplastischen Fasern durch Wärmeeinwirkung Nähte zu erzeugen,
durch die die Faltkanten versteift werden. Die Filterflächen selbst sind
jedoch nicht versteift, und für ihre Vergrößerung sind keine Maßnahmen
angegeben.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, Faltenfilter nach
den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 2 anzugeben, bei denen
eine merkliche Erhöhung der Gestaltfestigkeit gegen Einknicken bei hohen
Druckdifferenzen und eine Verlängerung der Standzeit erfolgt, ohne daß
hierfür Fremdabstützungen benötigt werden und/oder eine Dickenver
ringerung durch Ausziehen erfolgt. Außerdem sollen bei derartigen
Massenprodukten die Mehrkosten in Grenzen gehalten, keine Filterfläche
durch Berührung oder gar Verschweißung zwischen den Falten bzw.
Filterflächen verloren gehen und/oder es soll der Strömungswiderstand
auch über lange Zeiten so gering wie möglich gehalten werden.
Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei einem Faltenfilter nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 durch die Merkmale im Kennzeichen
des Patentanspruchs 1 und bei einem Faltenfilter nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 2 durch die Merkmale im Kennzeichen des Patent
anspruchs 2.
Es handelt sich um eine verfestigte und weitgehend porenfreie und plasti
fizierte Struktur nach Art von in das Faltenfilter integrierten Leisten dünnen
Querschnitts, die im Gesamtfilter eine Art Film- oder Folienscharniere
und/oder eine Art Linien- oder Kreuzraster in einem Rastermaß mit erhöh
ter Festigkeit bilden. Hierfür können an sich übliche Verfestigungsverfah
ren wie Schweißung, Thermoprägung durch Heizlineale, Laserbeheizung
und Ultraschalleinwirkung angewendet werden. Die plastifizierten Faltkan
ten ermöglichen eine problemlose Weiterverarbeitung auch dann, wenn
das Vormaterial in Rollenform angeliefert wird.
Bei dem Gegenstand des Patentanspruchs 1 liegt nicht nur kein Ausziehen
bzw. keine Reckung des Fasermaterials vor, sondern bei gleichbleibender
Festigkeit sogar eine Vergrößerung der wirksamen Filterflächen.
Bei dem Gegenstand des Patentanspruchs 2 liegt eine erhebliche
Versteifung des Fasermaterials an den Faltkanten vor.
Im Prinzip geht es um drei verschiedene Verfestigungsanordnungen, die
durch Weiterbildungen auch miteinander kombinierbar sind:
- 1. längs der Faltenreihe, z. B. durch Stege oder Leisten, die parallel zu oder zusammenfallend mit den Faltlinien angeord net sind,
- 2. quer zur Faltenreihe, z. B. durch stabilisierende Auffaltungen, Wellen und/oder Röhren, die sich überlappen und in den Faltlinien fixiert sind, und
- 3. Kombinationen aus 1. und 2.
Durch diese Konstruktionsmerkmale wird die gestellte Aufgabe in vollem
Umfange gelöst. Insbesondere werden auch ohne zusätzliche Abstützun
gen, d. h. Fremdabstützungen, im Flächenbereich der Filterflächen hohe
Druckdifferenzen zwischen der Anström- und der Abströmseite ermög
licht, so daß der Filter auch bei starker Belastung nicht vorzeitig einknickt
oder übermäßig ausbeult. Außerdem werden bei derartigen Massenpro
dukten die Mehrkosten in Grenzen gehalten, und es geht keine Filterfläche
verloren. Der Strömungswiderstand wird so gering wie möglich gehalten,
und die Standzeit wird deutlich verlängert.
Es ist dabei besonders vorteilhaft, wenn - entweder einzeln oder in Kombi
nation -:
- - die Filterflächen zwischen den Stegen quer zu den Faltlinien durch Auffaltungen mit einer Wellen- oder Röhrenform versehen sind und entlang den Faltlinien unter Fixierung der Wellenform durch streifen förmige Fügezonen mit begrenzter Breite gegenüber der ursprüngli chen Dicke verdichtet sind,
- - die Stege durch Mehrfachfaltungen mit mindestens drei Faltkanten gebildet sind, derart, daß jeweils mehr als zwei Lagen der Werkstoff bahn aufeinanderliegen und in diesem Bereich verdichtet und mitein ander verbunden sind,
- - die Mehrfachfaltungen mindestens auf der Anströmseite angeordnet sind,
- - die Auffaltungen bzw. Wellen oder Röhren im Bereich ihrer auf der Ausströmseite liegenden Wellenberge jeweils mindestens einen Grat aufweisen,
- - die Grate benachbarter Filterflächen sich kreuzen.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes und zusätzliche Vor
teile werden nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 21 näher erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Filterabschnitt mit quer zu den
Faltlinien verlaufender Wellen- bzw. Röhrenstruktur,
Fig. 2 den Auschnitt im Kreis II in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab.
Fig. 3 die Auschnitte in den Kreisen III und IV in den Fig. 1 und 4
in vergrößertem Maßstab.
Fig. 4 eine Variante des Gegenstandes nach Fig. 1 mit auf der
Anströmseite der Filterflächen abstehenden Stegen bzw.
Leisten,
Fig. 5 die Auschnitte in den Kreisen V in den Fig. 4 und 6 in
vergrößertem Maßstab.
Fig. 6 eine Variante des Gegenstandes nach Fig. 1 mit beiderseits
der Filterflächen abstehenden Stegen bzw. Leisten,
Fig. 7 die Auschnitte in den Kreisen VII in den Fig. 6 und 8 in
vergrößertem Maßstab,
Fig. 8 eine Variante des Gegenstandes nach Fig. 6, bei der die
Stege bzw. Leisten auf der Anströmseite durch entgegen
gesetzte Faltung zwischen die Filterflächen gelegt sind,
Fig. 9 den Auschnitt im Kreis IX in Fig. 8 in vergrößertem Maßstab.
Fig. 10 eine Draufsicht auf einen flachliegenden Filterabschnitt mit
wellen- bzw. röhrenförmigen Filterflächen zwischen und quer zu
den Faltlinien,
Fig. 11 bis 14 verschiedene mögliche Querschnitte (parallel zu den Faltlinien)
durch den Gegenstand nach Fig. 10,
Fig. 15 und 16 Vergrößerungen des Ausschnitts im Oval XVI in Fig. 14 vor
und nach der Fixierung durch Schweißen,
Fig. 17 einen Querschnitt durch eine Variante des Gegenstandes nach
Fig. 1 mit einer Gratausbildung nach Fig. 10, Filterfläche 5a,
Fig. 18 und 19 Vergrößerungen eines Stegquerschnitts vor und nach der
Fixierung durch Schweißen,
Fig. 20 und 21 eine Variante des Gegenstandes nach Fig. 6 mit auf der
Anströmseite abstehenden Stegen bzw. Leisten, die durch
Doppelfaltungen gebildet sind,
In den Fig. 1 bis 3 ist ein Faltenfilter 1 mit einer Werkstoffbahn 2 aus
einem Vlies bzw. Fasermaterial aus thermoplastischen Fasern mit Falt
linien 3 bzw. Faltkanten 4 dargestellt, die in diesem Falle zusammenfallen
und zwischen sich wellige bzw. mit Röhren versehene Filterflächen 5
einschließen (oder 5a bis 5d, wie sie anhand der Fig. 10 und 11 bis 16
noch näher beschrieben werden). Das Fasermaterial ist im Bereich der
Faltlinien 3 auf beiden Langseiten der Filterflächen 5, also senkrecht zur
Zeichenebene, durch einen Vorgang aus der Gruppe Kompression,
Fügung (thermische Schweißung oder Schweißung durch Ultraschall) und
Prägung gegenüber dem Ursprungszustand plastifiziert und dadurch zu
einer Art Filmscharnieren verdichtet und verfestigt, was durch die schwar
zen Verdichtungsbereiche 9 und 10 in den Fig. 2 und 3 angedeutet ist.
Die Maße D1 und D2 liegen zwischen 0,3 und 2 mm. Hierdurch und durch
die Ouerfaltungen zu Wellen oder Röhren ist die Faltbarkeit nicht beein
trächtigt, sehr wohl aber ist die Gestaltfestigkeit erhöht.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Variante des Gegenstandes nach Fig. 1
in der Weise, daß die Filterflächen 5 zur Anströmseite hin mit abstehenden
Stegen bzw. Leisten 11 versehen sind, die sich - von den Faltlinien 3 bzw.
Faltkanten 4 ausgehend - um das Maß B1 nach innen zu den Filterflächen
5 hin erstrecken und in diesen Bereichen plastifiziert, verdichtet und durch
Schweißen fest verbunden sind, was auch hier durch schwarze Flächen
angedeutet ist. Bezüglich weiterer Einzelheiten wird auf die Fig. 18 und
19 verwiesen. Diese Leisten 11 bilden integrierte Versteifungselemente mit
hohem Widerstandsmoment gegen Biegen und Einbeulen. Die jeweils
paarweise gebildeten Filmscharniere 11a sind in Fig. 5 besonders her
vorgehoben.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine Variante des Gegenstandes nach Fig. 1
in der Weise, daß die Filterflächen 5 zur An- und Abströmseite hin mit
abstehenden Stegen bzw. Leisten 11 versehen sind, die sich - von den
Faltlinien 3 bzw. Faltkanten 4 ausgehend - um die Maße B1 und B2 nach
innen zu den Filterflächen 5 hin erstrecken und in diesen Bereichen
plastifiziert, verdichtet und durch Schweißen fest verbunden sind, was
auch hier durch schwarze Flächen angedeutet ist. Die Maße B1 und B2
können gleich sein, müssen dies aber nicht. Die jeweils paarweise gebil
deten Filmscharniere 11a sind in Fig. 7 besonders hervorgehoben.
Die Fig. 8 und 9 zeigen eine Variante des Gegenstandes nach Fig. 6,
bei der die Stege bzw. Leisten 11 auf der Anströmseite (oben) durch
entgegengesetzte Faltungen, insbesondere die Faltlinie 3a, zwischen die
Filterflächen 5 gelegt sind. Auch hierbei ist das Fasermaterial bzw. Vlies in
den Bereichen B3, verdichtet und verbunden, was auch hier durch schwar
ze Flächen angedeutet ist. Die jeweils paarweise gebildeten Filmschar
niere 11a sind in Fig. 9 besonders hervorgehoben.
Fig. 10 zeigt eine Draufsicht auf einen flachliegenden Filterabschnitt mit
wellen- bzw. röhrenförmig geformten Filterflächen 5a, 5b, 5c und 5d,
zwischen und quer zu den Faltlinien 3. Die Werkstoffbahn 2 ist quer zu den
Faltlinien 3 durch Auffaltungen 6 und 8 mit einer zumindest angenäherten
Wellenform versehen. Fig. 10 zeigt die Fixierung dieses Zustandes ent
lang den Faltlinien 3 durch streifenförmige Fügezonen 7 mit begrenzter
Breite, die mit den Faltlinien 3 zusammenfallen bzw. diese bilden, und
durch die das Fasermaterial an den Kreuzungspunkten der Auffaltungen 6
und 8 mit den Fügezonen 7 gegenüber der ursprünglichen Dicke plastifi
ziert, verdichtet, verschweißt und verbunden ist.
Gemäß Fig. 10 haben die alternierenden Auffaltungen 6 und 8 in der
gezeigten Draufsicht (in den Querschnitten nach den Fig. 11 bis 16 von
unten, von der Abströmseite her) nur scheinbar eine unterschiedliche
Breite, was durch die Faltungsformen nach den Fig. 11 bis 16 bedingt
ist. Jedoch kann es auch vorteilhaft sein, tatsächlich unterschiedliche
Breiten von Wellenbergen und Wellentälern vorzusehen. An den Kreu
zungspunkten sind die Wellentäler und die Wellenberge praktisch in eine
Ebene, die sogenannte "Faltebene", mit den Faltlinien 3 bzw. Faltkanten 4
gezwungen, und die Auffaltungen sind hierdurch fixiert.
Wie aus den Fig. 11 bis 16 hervorgeht, werden durch die Auffaltungen
6 und 8 eine Art einseitig (zur Anströmseite hin) offener Röhren 15a, 15b,
15c und 15d gebildet, die für unterschiedliche Filter unterschiedliche
Querschnitte haben können. Die Strömungsrichtung ist durch Pfeile 12
bzw. 12a angedeutet.
Fig. 11 zeigt auf der Abströmseite glatte bzw. runde Röhren 15a. Die
Fig. 12 bis 16 zeigen, daß auf der Abströmseite der Wellenberge Grate
16 bzw. Nahtspitzen vorgesehen sein können, durch die verhindert wird,
daß sich bei zunehmender Verformung der Filterflächen durch Feststoff
ansammlung auf der Anströmseite die gegenüberliegenden "Bäuche" der
Filterflächen flächig berühren, wodurch wirksame Filterfläche verloren
ginge. In jedem Fall wird durch eine solche Filterform nicht nur die Steifig
keit gegenüber Verformungen durch Druckdifferenzen, sondern auch die
Filterfläche und damit die Standzeiten deutlich erhöht.
Die Fig. 12 zeigt für jede Röhre 15b einen zwischen den Fügezonen 7
durchgehenden Grat 16. Diese Ausführungsform ist in Fig. 10 in der
Filterfläche 5a dargestellt.
Die Fig. 13 zeigt für jede Röhre 15c zwei nicht bis zu den Fügezonen 7
durchgehende Grate 16. Diese Ausführungsform ist in Fig. 10 in der
Filterfläche 5b dargestellt.
Die Fig. 14 bis 16 zeigen für jede Röhre 15b drei Grate 16. Die Fig.
15 und 16 zeigen noch einen wesentlichen Aspekt der "Röhrentechnolo
gie": Die Auffaltungen 6 und 8 überlappen sich in den Bereichen "D". Wenn
- ausgehend von dem reinen Faltungsvorgang nach Fig. 15 - jetzt eine
Preßkraft in Richtung der Pfeile "P" durch ein Plastifizierungslineal (das
parallel zur Zeichenebene ausgerichtet ist) zur Erzeugung der Fügezonen
7 aufgebracht wird, dann werden die Röhren 15a (und gleichermaßen die
Röhren 15a, 15b und 15c in den Fig. 11, 12 und 13) praktisch in einer
Ebene zusammengequetscht und untrennbar miteinander verbunden, so
daß die Röhren auch unter dem Betriebsdruck nicht mehr aufgehen kön
nen. Dieser Zustand ist in Fig. 16 durch schwarze Flächen dargestellt.
Die Grate, die auch als Nahtspitzen bezeichnet werden könne, verlaufen im
Querschnitt keilförmig und können in verschiedener Zahl und Größe
geschweißt werden. Sie sind vorzugsweise folienartig dünn ausgebildet.
Die Filterflächen 5c und 5d in Fig. 10 besitzen auf den Abströmseiten der
Röhren jeweils einen schräg verlaufenden Grat (bzw. eine Faltspitze).
Diese Anordnung hat den zusätzlichen Vorteil, daß sich bei einem gefalte
ten Filter gemäß Fig. 17 und bei Verformung der Filterflächen jeweils
zwei Grate 16 kreuzen und nur punktförmig berühren können, so daß
keine Flächenanteile der Filterfläche verloren gehen können.
Die Fig. 17 zeigt Lage und Wirkung der Grate 16 noch deutlicher: Bei
zunehmender Verformung der Filterflächen würden diese sich nur linien-
oder punktförmig berühren und damit die im übrigen Verlauf welligen oder
bauchigen Filterflächen gegeneinander abstützen.
Die Fig. 18 und 19 zeigen vergleichsweise die Herstellung des Steges
11 in zwei Schritten: Fig. 18 zeigt die reine Faltung entlang der Faltlinie 3,
die senkrecht zur Zeichenebene verläuft. Fig. 19 zeigt den Endzustand
nach der Plastifizierung bzw. dem Verschweißen zum Steg 11 mit der
Breite "B1", wobei gleichzeitig die beiden Filmscharniere 11a gebildet
werden.
Die Fig. 20 und 21 zeigen eine weitere Variante des Gegenstandes
nach den Fig. 18 und 19 mit beiderseits der Filterflächen 5 zur
Anströmseite abstehenden Stegen bzw. Leisten 13, wobei diese durch
Doppelfaltungen gebildet sind. Die Doppelfaltungen besitzen drei Falt
kanten 4a, 4b und 4c, und zwar derart, daß jeweils vier Lagen der Werk
stoffbahn 2 aufeinanderliegen und in einem Bereich B4 verdichtet und
durch Schweißen miteinander verbunden sind, wobei gleichzeitig die
beiden Filmscharniere 13a gebildet werden. Hierdurch wird die Gestalt
festigkeit noch weiter erhöht. Auch hierbei ist das Fasermaterial bzw. Vlies
im Bereich B4 plastifiziert, verdichtet und verbunden, was auch hier durch
eine schwarze Fläche angedeutet ist.
Die Faltkante 4a kann auch tiefer zwischen die Filterfläche 5 gelegt sein,
was in Fig. 20 durch die gestrichelte Line 4d angedeutet ist.
Vorzugsweise sind dabei die Doppel- oder Mehrfachfaltungen mindestens
auf der Anströmseite angeordnet, weil hier der höhere Druck herrscht und
die Doppelfaltungen auf Druck und Knickung beansprucht werden, wäh
rend auf der Abströmseite nur Zugspannungen auftreten, denen auch
schlankere Versteifungen einen ausreichenden Widerstand entgegenset
zen können.
Beim Erfindungsgegenstand wird die Gestaltfestigkeit beträchtlich erhöht.
Die Werkstoffbahn 2 ist in den Verdichtungs- und Kreuzungsbereichen
irreversibel miteinander verbunden.
Die Verhältnisse sind nicht maßstäblich dargestellt, sondern zur Verdeut
lichung des Erfindungsgegenstandes übertrieben gezeichnet. Die unter
schiedlichen Steg- bzw. Leistenformen sind gegeneinander austauschbar.
1
Faltenfilter
2
Werkstoffbahn
3
Faltlinien
3
aFaltlinien
4
Faltkanten
4
aFaltkanten
4
bFaltkanten
4
cFaltkanten
5
Filterflächen
5
aFilterflächen
5
bFilterflächen
5
cFilterflächen
5
dFilterflächen
6
Auffaltungen
7
Fügezonen
8
Auffaltungen
9
Verdichtungsbereiche
10
Verdichtungsbereiche
11
Stege
11
aFilmscharniere
12
Pfeile
12
aPfeile
13
Stege
13
aFilmscharniere
15
aRöhren
15
bRöhren
15
cRöhren
15
dRöhren
16
Grate
B1, B2, B3, B4Bereiche
DÜberlappungsbereiche.
D1, D2Maße
PPfeile.
B1, B2, B3, B4Bereiche
DÜberlappungsbereiche.
D1, D2Maße
PPfeile.
Claims (9)
1. Faltenfilter aus mindestens einer Werkstoffbahn (2) aus Fasermaterial
wie Vlies, insbesondere aus thermoplastischen Fasern, mit
- a) durch Wärme und Druck erzeugten Falthilfen aus der Gruppe Faltlinien (3, 3a) und Faltkanten (4, 4a, 4b, 4c), die zwischen sich Filterflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) einschließen, wobei das Faser material im Bereich der Faltlinien (3, 3a) auf mindestens einer Seite der Filterflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) gegenüber dem Ursprungszustand des Fasermaterials durch mindestens einen Vorgang aus der Gruppe Verdichtung, Fügung, Schweißung und Prägung zu streifenförmige Fügezonen (7) mit begrenzter Breite gegenüber der ursprünglichen Dicke des Fasermaterials verdich tet und verfestigt ist, und mit
- b) wellenförmigen Auffaltungen (6, 8), die quer zu den Faltlinien (3, 3a) verlaufen,
2. Faltenfilter aus mindestens einer Werkstoffbahn (2) aus Fasermaterial
wie Vlies, insbesondere aus thermoplastischen Fasern, mit durch
Wärme und Druck erzeugten Falthilfen aus der Gruppe Faltlinien
(3, 3a) und Faltkanten (4, 4a, 4b, 4c), die zwischen sich Filterflächen
(5, 5a, 5b, 5c, 5d) einschließen, wobei das Fasermaterial im Bereich
der Faltlinien (3, 3a) auf mindestens einer Seite der Filterflächen (5,
5a, 5b, 5c, 5d) durch mindestens einen Vorgang aus der Gruppe
Verdichtung, Fügung, Schweißung und Prägung gegenüber dem
Ursprungszustand verdichtet und verfestigt und in den Verdichtungs
bereichen (9, 10) irreversibel miteinander verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verdichtungsbereiche (9, 10) sich
über einen Abstand von 1 bis 30 mm von den Faltkanten (4, 4a, 4b,
4c) ausgehend erstrecken und daß durch diese Verdichtungsbereiche
jenseits der oder zwischen den Filterflächen (5) Stege (11, 13)
gebildet sind.
3. Faltenfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege
(13) durch Mehrfachfaltungen mit mindestens drei Faltkanten (4a, 4b,
4c) gebildet sind, derart, daß jeweils mehr als zwei Lagen der Werk
stoffbahn (2) aufeinanderliegen und in diesem Bereich (B1, B2, B3)
verdichtet und miteinander verbunden sind.
4. Faltenfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege
(11, 13) auf der Anströmseite angeordnet sind.
5. Faltenfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege
(11, 13) auf der Abströmseite angeordnet sind.
6. Faltenfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filter
flächen (5) zwischen den Verdichtungsbereichen (9, 10) zumindest im
wesentlichen eben ausgebildet sind.
7. Faltenfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filter
flächen (5a, 5b, 5c, 5d) zwischen den Stegen (11, 13) quer zu den
Faltlinien (3, 3a) durch Auffaltungen (6, 8) mit einer Wellen- oder
Röhrenform versehen ist und entlang den Faltlinien (3, 3a) unter
Fixierung der Wellenform durch streifenförmige Fügezonen (7) mit
begrenzter Breite gegenüber der ursprünglichen Dicke verdichtet ist.
8. Faltenfilter nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auffaltungen (6, 8) im Bereich ihrer auf der Ausströmseite liegenden
Wellenberge jeweils mindestens einen Grat (16) aufweisen.
9. Faltenfilter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Grate
(16) benachbarter Filterflächen (15, 15a, 15b, 15c, 15d) sich kreuzen.
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