DE19829135A1 - Maschine zum Vorverzinnen der Endklemmen des gedruckten Schaltkreises einer KFZ-Scheibe - Google Patents
Maschine zum Vorverzinnen der Endklemmen des gedruckten Schaltkreises einer KFZ-ScheibeInfo
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Abstract
Maschine zum Vorverzinnen der im gedruckten Schaltkreis einer Fahrzeugscheibe verwendeten Endklemmen, die ein Maschinenbett besitzt, auf dem ein von einem Zylinder angetriebener Schlitten angeordnet ist, der seinerseits zwei Zylinder zum Abspulen je einer Zinnfolie von je einer Rolle trägt; jeder der beiden Zylinder dreht durch seine Bewegung ein in einem Freilauf gelagertes Zahnrad, welches die Zinnfolie soweit von ihrer Rolle abzieht, bis sie auf einem der Schenkel der Endklemme zu liegen kommt, die auf zwei unteren Elektroden ruht; die Maschine stellt ihrerseits einen senkrechten Träger dar, auf den ein Zylinder mit senkrechter Achse montiert ist, der die oberen Elektroden betätigt, die bei ihrer Abwärtsbewegung die Zinnfolie durchtrennen und die abgetrennten Zinnfoliensegmente auf die Endklemmenschenkel drücken, woraufhin die Mikroverlötung der Endklemmen erfolgt, welche nach Abschluß des Prozesses von einem Zylinder aus dem Arbeitsbereich herausgeschoben wird.
Description
Die vorliegende Erfindung hat eine Maschine zum Vorverzinnen
von Endklemmen vor deren Verlötung mit im Fahrzeugbau
verarbeiteten Glasscheiben zum Gegenstand.
Zum Stand der Technik ist zu sagen, daß innerhalb des
Industriezweiges, der Glasscheiben für den Fahrzeugbau produziert,
Musterendklemmen hergestellt werden, die im allgemeinen an der
Heckscheibe des Kfz zum Einsatz kommen, welche mit einem
gedruckten und verglasten Schaltkreis aus Silber versehen sind, der
unterschiedlichen Zwecken wie u. a. zur Trocknung der Scheibe bei
Beschlag infolge kalten und feuchten Wetters, als Antenne für
Autoradios oder zur Versorgung eines dritten Bremslichtes usw.
dienen kann.
An diesem gedruckten Silberschaltkreis sind durch Anlöten
Kupferendklemmen zu seiner Verbindung mit der Stromversorgung des
Fahrzeugs zu befestigen.
Diese Endklemmen haben je nach Automarke und -modell ganz
verschiedene Formen und Größen.
Die Verlötung der Endklemme mit dem gedruckten Schaltkreis der
Scheibe erfolgt herkömmlicherweise unter Zugabe von Zinn und
Wärme mit Hilfe des folgenden Verfahrens:
Zwei Zinnfäden, einer je Klemmenschenkel, sind auf den für die
Verlötung bestimmten Punkt des Schaltkreises zu halten. Sie sind so
zu dosieren, daß weder zuviel noch zuwenig Zinn verarbeitet wird, was
im ersten Falle eine zu breite, optisch störende Lötstelle und im
zweiten Falle eine zu schwache und unstabile Lötstelle zur Folge
hätte.
Nachdem die Zinnfäden in Position gebracht sind, ist die
Endklemme so mit ihnen in Berührung zu bringen, daß ein Faden mit
einem Klemmenschenkel und der andere Faden mit dem anderen
Klemmenschenkel verbunden wird.
Sobald die Komponenten ordnungsgemäß miteinander in Kontakt
gebracht sind, ist das Zentrum jedes Klemmenschenkels jeweils mit
einer Elektrode zu berühren, die eine schwache Spannung mit großer
Stromstärke durch ihn hindurchleitet und so eine rasche Erhitzung
erzielt, die das Zinn zum Schmelzen bringt und die Lötverbindung
zwischen der Endklemme und dem Silberschaltkreis der Scheibe
herstellt.
Sobald das Schmelzen geglückt ist, sind die Zinnfäden mit Hilfe
ihres Spendegeräts mit einer solchen Bewegung zurückzuziehen, daß
sie vom Schmelzbereich getrennt werden, um zu verhindern, daß sie
beim Erkalten der Lötstelle mit dieser verbunden bleiben.
Selbstverständlich erfordert das Versorgungs-, Dosierungs- und
Abzugssystem der Zinnfäden innerhalb des Lötbereichs eine komplexe
Funktionseinheit aus mechanischen, pneumatischen und
elektronischen Komponenten, die aufgrund ihrer schwierigen Regelung
und Instandhaltung wegen Nachstellarbeiten oder Betriebsausfällen
einen beträchtlichen Stillstandskoeffizienten der entsprechenden
Produktionslinien verursachen.
Diese technische und wirtschaftliche Problematik wird gelöst durch
die Maschine der Erfindung, durch die die Endklemmen vorverzinnt
werden, wodurch sich die Komponenten, die man bislang zur
Lieferung, Führung, Dosierung und zum Abzug der Zinnfäden aus dem
Lötbereich benötigte, erübrigen und somit die Probleme des bekannten
Systems überwunden werden.
Das Endklemmenvorverzinnungssystem dient also hauptsächlich
dem Zweck, Kupferendklemmen mit einer durch ein Mikrolötverfahren
verbundenen Zinnfolie an jedem Klemmenschenkel herzustellen. Diese
Zinnfolie hat dieselbe Länge und Breite wie der Bereich des
Klemmenschenkels, der sich mit dem gedruckten Schaltkreis der
Scheibe in Kontakt befinden wird, sowie das für eine möglichst
perfekte Lötverbindung optimale Gewicht.
Gemäß Erfindung führt die Maschine automatisch eine
Bewegungsfolge sowohl mechanischer als auch elektrischer Art durch,
die gesteuert wird durch einen in einem elektrischen Schaltschrank der
Maschine untergebrachten Automaten, der die folgenden Funktionen
ausführt:
- - Synchronisierte Schaltung mehrerer Betätigungszylinder der Zinnfolie und des Bewegungsmechanismus des Maschinenschlittens.
Der Betätigungszylinder der Zinnfolie treibt durch seine Bewegung
ein Zahnrad an, das auf einen Freilauf montiert ist und die Zinnfolie
von einer Rolle abspult und soweit vorschiebt, bis sie den
Klemmenschenkel berührt. Dadurch daß das Zahnrad auf einen
Freilauf montiert ist, hat die Rückzugsbewegung des Zylinders kein
Zurückspulen der Zinnfolie, sondern deren Verbleiben in der
Lötposition zur Folge. Die Länge des abgespulten Teils der Zinnfolie
ist einstellbar mit Hilfe einer Anschlagstellschraube.
Der Betätigungszylinder des Maschinenschlittens bewegt die Basis,
auf die das Folienvorschubsystem montiert ist.
Sobald der Schlitten vorgeschoben und der Kontakt zwischen der
Zinnfolie und den Endklemmenschenkeln hergestellt ist, sind die
Betätigungszylinder der oberen Elektroden zu aktivieren.
Diese Zylinder bewirken ein Absenken der aus den
Kupferanschlußschienen und oberen Elektroden bestehenden Einheit.
Die Elektroden durchschneiden im Laufe ihrer Abwärtsbewegung die
Zinnfolien und drücken die abgetrennten Segmente gegen die
Klemmenschenkel.
Sobald die Foliensegmente gegen die Klemmenschenkel gedrückt
sind, erhält der Betätigungszylinder des Schlittens den Befehl, die
gesamte zuvor abgefahrene Distanz zurückzufahren, wobei er die
Enden der Zinnfolien von den oberen Elektroden, an denen sie
zunächst haften geblieben sind, trennt und so ihre elektrische
Entladung frei von Nebenschlüssen ermöglicht.
Gleichzeitig erhält der Betätigungszylinder der Zinnfolie ebenfalls
einen Rückfahrbefehl. Dessen Rückwärtsbewegung hat jedoch
keinerlei Einfluß auf das Zahnrad, da dieses, wie oben bereits
erwähnt, auf einem Freilauf gelagert ist.
Sobald nun die Klemmen auf den unteren Elektroden ruhen, die
Zinnfolien abgeschnitten sind und die oberen Elektroden den
geeigneten Druck ausüben und frei sind von jeglichem Kontakt mit
anderen Maschinenteilen, erfolgt die elektrische Entladung zur
Herstellung der Mikroverlötungen der Zinnfolien mit den
Klemmenschenkeln.
Nach dem Lötprozeß erhalten die Betätigungszylinder der oberen
Elektroden den Befehl zum Hochfahren, wodurch der Druck der
Elektroden auf die Endklemmen aufgehoben wird.
Nachdem die Endklemme vorverzinnt und freigegeben ist, wird sie
mit Hilfe eines unterhalb des Schlittens befindlichen Ausstoßzylinders
aus dem Arbeitsbereich herausgeschoben.
Zum besseren Verständnis sowohl der Funktionsweise als auch
des Zwecks der erfundenen Maschine folgt nun die Beschreibung und
Illustration anhand der beiliegenden Skizzen eines praktischen
Ausführungsbeispiels, das abweichende Konstruktionsmöglichkeiten
jedoch keineswegs ausschließt:
Abb. 1 zeigt eine Seitenansicht der Maschine nach
Positionierung der Endklemme zum Zeitpunkt des Vorschubs des
Schlittens und der Zinnfolie.
Abb. 2 zeigt eine Seitenansicht der Maschine nach
Positionierung der oberen Elektroden zum Zeitpunkt des
Zurückfahrens des Schlittens und des Vorschubzylinders der Zinnfolie
und Einleitung des Lötprozesses.
Abb. 3 zeigt eine Seitenansicht der Maschine mit Darstellung
des Hochfahrens der oberen Elektroden und des Ausstoßes der
vorverzinnten Endklemme.
In den Skizzen sind die Bestandteile der erfundenen Maschine 1
ausgewiesen.
Die Maschine 1 besteht aus einem Maschinenbett 2, auf dem ein
Betätigungszylinder 3 zur Bewegung der Schlitteneinheit 4 angeordnet
ist.
Die Schlitteneinheit 4 trägt den Betätigungszylinder 5 zum
Abspulen der Zinnfolie 6 von der Rolle 7.
Der Zylinder 5 dreht durch seine Bewegung ein Zahnrad 8, welches
in einem Freilauf 9 gelagert ist und die Zinnfolie von der Rolle zieht,
bis sie auf dem Schenkel der auf den unteren Elektroden 10a
befindlichen Endklemme 10 zu liegen kommt.
Die Maschine setzt sich zusammen aus einer senkrechten
Halterung 11, auf die ein Zylinder 12 mit senkrechter Achse montiert
ist, welcher die oberen Elektroden 13 absenkt, so daß sie die Zinnfolie
durchtrennen und die abgetrennten Zinnfoliensegmente auf die
Endklemmenschenkel drücken, woraufhin der Schlitten und der
Zinnfolienvorschubzylinder zurückfahren und die Mikroverlötung der
Endklemme in Gang gesetzt wird, nach dessen Abschluß die
Endklemme durch den senkrechten Rückzug der oberen Elektroden
wieder freigegeben und schließlich mit Hilfe des Ausstoßzylinders 14
aus dem Arbeitsbereich herausgeschoben wird.
Damit ist das Wesen dieser Erfindung und ihrer praktischen
Ausführung hinreichend erklärt, so daß abschließend nur noch darauf
hinzuweisen bleibt, daß die obigen Beschreibungen, sowie die
Darstellungen der beigefügten Skizzen durchaus Detailänderungen
zulassen, in deren Rahmen das beschriebene Funktionsprinzip
aufrechterhalten wird.
Claims (1)
- Maschine zum Vorverzinnen der im gedruckten Schaltkreis einer Fahrzeugscheibe verwendeten Endklemmen, bestehend aus einem Maschinenbett, auf dem ein von einem Zylinder angetriebener Schlitten angeordnet ist, der seinerseits zwei Zylinder zum Abspulen je einer Zinnfolie von je einer Rolle trägt; jeder der beiden Zylinder dreht durch seine Bewegung ein in einem Freilauf gelagertes Zahnrad, welches die Zinnfolie soweit von ihrer Rolle abzieht, bis sie auf einem der Schenkel der Endklemme zu liegen kommt, die auf zwei unteren Elektroden ruht; die Maschine stellt ihrerseits einen senkrechten Träger dar, auf den ein Zylinder mit senkrechter Achse montiert ist, der die oberen Elektroden betätigt, die bei ihrer Abwärtsbewegung die Zinnfolie durchtrennen und die abgetrennten Zinnfoliensegmente auf die Endklemmenschenkel drücken, woraufhin die Mikroverlötung der Endklemme erfolgt, welche nach Abschluß des Prozesses von einem Zylinder aus dem Arbeitsbereich herausgeschoben wird.
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