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Die
Erfindung betrifft einen Spritzschutz für Badewannen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Badewannen
werden nicht nur zum Baden in sitzender oder liegender Position,
sondern auch zum Duschen in stehender Körperhaltung benutzt. Um zu vermeiden,
daß der
Fußboden
und andere Flächen durch
durch Spritzwasser naß werden,
sind bisher unterschiedliche Vorrichtungen eingesetzt worden. Am
meisten verbreitet sind Duschvorhänge. Bekannt sind aber auch
klapp-, falt- oder verschiebbare Spritzschutzelemente aus Kunststoff
oder Glas.
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So
ist durch die
DE 11
48 365 A ein Spritzschutz für eine mit ihrer einen Längsseite
nahe einer vertikalen Wand stehenden Badewanne bekannt, der einen
an der Wand drehbar befestigten Rahmen und einen am Rahmen mittels
Führungsringen
verschiebbaren Vorhang umfaßt.
Der Rahmen ist rechteckförmig
derart ausgebildet, daß er
kleiner als die Wanneninnenabmessungen ist, und kann aus einer horizontalen
Benutzungsstellung nach oben in eine etwa vertikale Ruhestellung
geschwenkt werden. Der Vorhang ist in zwei Hälften geteilt. Durch die
DE 44 08 931 A1 eine
Duschabtrennung für
eine Badewanne mit einem oberhalb der Badewanne befestigbaren Trennelement
bekannt, das bogenförmig
innerhalb der Wanneninnenabmessungen verläuft, als Rollo ausgebildet
ist und durch eine Betätigungseinrichtung
aus der geschlossenen Duschposition in die geöffnete Einstiegsposition aufgeholt
wird. Am Trennelement sind formsteife Elemente befestigt, die sich bevorzugt
horizontal von einer Seitenkante des Trennelements zu der anderen
erstrecken und dem Duschraum dessen Form geben. Die
DE 297 03 332 U1 zeigt
eine ein- oder mehrteilige, zylinderabschnittförmige Trennwand, welche sich
um eine senkrechte Achse verdrehen lässt. Schließlich ist aus der
US 3,386,106 A ein Spritzschutz
in Form eines aufklappbaren Fächers
für eine
Badewanne bekannt, der vertikal über
der freien Wannenlängskante
an einer vertikalen Wand befestigt ist, die an eine Wannenschmalseite
angrenzt. Der Fächer
liegt in seiner abgeklappten Benutzungsstellung auf dieser freien Wannenlängskante
auf.
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Bei
den bekannten Spritzschutzen reicht zwar die Wannenbreite, auch
bei schmalen Wannen, im Fußbereich
für die
Sicherheit und den Komfort des Duschenden aus, doch haftet allen
bekannten Spritzschutzen der Nachteil an, daß die Bewegungsfreiheit im
Oberkörperbereich
des Duschenden in Wannenquerrichtung stark eingeschränkt ist.
Diese Einschränkung
der Bewegungsfreiheit stört
die Waschbewegungen des Duschenden und führt außerdem zu einem unangenehmen
Gefühl
der Enge.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, einen Spritzschutz der
im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, der dem
Duschenden im Oberkörperbereich
eine größere Bewegungsfreiheit
in Wannenquerrichtung gibt.
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Diese
Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Man
erkennt, daß die
Erfindung jedenfalls dann verwirklicht ist, wenn es sich um eine
Vorrichtung handelt, die aus mindestens einem, vorzugsweise zwei
oder mehreren bogenförmigen
Elementen besteht, die zwischen einer Ruhe- und einer Betriebsstellung
verschwenkbar sind, wobei sie in der Betriebsstellung eine konkave
Teilumhüllung
des Benutzers definieren, die verhindert, daß das Duschwasser den so definierten
Duschraum verläßt. Die Elemente
können
vorteilhafterweise Teil einer Kugel, Ellipse oder dgl. sein.
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Die
Vorteile der Erfindung liegen darin, daß der Spritzschutz im unbenutzten
Zustand wie die bekannten Lösungen
die Bewegungsfreiheit weder in der Badewanne noch im Badezimmer
einschränkt und
im benutzten Zustand wesentlich mehr Bewegungsfreiheit für den Duschenden
bietet.
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Die
Enden dieses mindestens einen Spritzschutzelements können direkt
an der vertikalen Wand befestigt sein.
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Gemäß einer
weiteren Ausbildung der Erfindung sind die Enden des mindestens
einen Spritzschutzelements mit zugehörigen Wandhaltern verbunden.
Dadurch kann dieses Spritzschutzelement drehbar angeordnet werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausbildung der Erfindung sind die Spritzschutzelemente
jeweils mit einem Endanschlag versehen. Auf diese Weise läßt sich
die Öffnungsweite
des Spritzschutzes beschränken.
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Gemäß einer
weiteren Ausbildung der Erfindung ist der Wandhalter mit Vorrichtungen
zur Befestigung weiterer Spritzschutzelemente versehen. Dadurch
ist der Austausch einzelner Spritzschutzelemente einfacher.
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Eine
Ausführungsvariante
der Erfindung ist so getroffen, daß die Enden der Spritzschutzelemente
mit bogenförmigen
Führungselementen
versehen sind und daß die
einem Wandhalter zugeordneten Führungselemente
formschlüssig
lösbar
miteinander verbunden sind. Dabei können die Führungselemente je Wandhalter
aufeinander gleitend angeordnet sein.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsvariante der
Erfindung sind die einem Wandhalter zugeordneten Enden der Spritzschutzelemente
um eine gemeinsame Wandhalterachse drehbar.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsvariante der
Erfindung ist der Wandhalter mit mehreren Aufnahmen versehen ist,
in denen jeweils ein Ende eines zugeordneten Spritzschutzelements
schwenkbar befestigt ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausbildung der Erfindung sind die Spritzschutzelemente
jeweils durch zwei bogenförmige
Profilstäbe,
die in den Aufnahmen schwenkbar befestigt sind, und durch eine zwischen
diesen Profilstäben
lösbar
befestigte, flexible Bespannung gebildet.
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Die
Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
Seitenansicht einer ersten Ausführungsart
eines Spritzschutzes gemäß der Erfindung
zur Befestigung an einer vertikalen Wand über einer Badewanne, wobei
der Spritzschutz ausgeklappt und damit in Benutzungsstellung dargestellt ist,
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2 eine
der 1 ähnliche
Ansicht mit zusammengeklapptem Spritzschutz (Ruhestellung),
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3 eine
Vorderansicht der in 2 dargestellten Anordnung,
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4 eine
Seitenansicht einer zweiten Ausführungsart
eines Spritzschutzes gemäß der Erfindung
zur Befestigung an einer vertikalen Wand über einer Badewanne, wobei
der Spritzschutz ausgeklappt und damit in Benutzungsstellung dargestellt ist,
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5 eine
der 4 ähnliche
Ansicht mit zusammengeklapptem Spritzschutz (Ruhestellung) und
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6 eine
Seitenansicht einer dritten Ausführungsart
eines Spritzschutzes gemäß der Erfindung
zur Befestigung an einer vertikalen Wand über einer Badewanne, wobei
der Spritzschutz ausgeklappt und damit in Benutzungsstellung dargestellt ist.
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In
den Figuren sind drei unterschiedliche Ausführungsformen des Spritzschutzes
gemäß der Erfindung
in verschiedenen Ansichten dargestellt.
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Die
erste Ausführungsform
ist in den 1 bis 3 gezeigt.
An eine vertikale Badezimmerwand 1 grenzt eine rechteckförmige Badewanne 2 mit
ihrer einen Längsseite 3 an.
An der Wand 1 sind nach 3 etwa mittig
zur Wanne 2 eine Duscharmatur 4 und eine Wasserarmatur 5 befestigt.
In den 1 und 2 ist ein stehender Duschender 6 durch
punktierte Linien angedeutet. Etwa in Brusthöhe dieses Duschenden sind zwei
Wandhalter 7, 8 über der Wanne 2 an
der Wand 1 niveaugleich befestigt. Diese Wandhalter haben
einen Abstand A (3) voneinander, der so bemessen
ist, daß die Bewegungsfreiheit
des Duschenden nicht beeinträchtigt
wird. An diesen Wandhaltern ist ein Spritzschutz 9 gemäß der Erfindung
schwenkbar befestigt.
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Der
Spritzschutz 9 besteht aus fünf dünnwandigen Spritzschutzelementen 10–14,
die bogenförmig
ausgebildet sind und zusammenhängen,
so daß sie
in ausgeklappter Stellung eine geschlossene Form haben und einen
kugelabschnittförmigen
Raum bilden. Die verjüngt
zulaufenden Enden der Spritzschutzelemente 10–14 sind
mit bogenförmigen
Führungselementen 15–19 bzw. 15'–19' (3)
versehen, die aufeinander gleitend angeordnet sind. Die dem Spritzschutzelement 10 zugeordneten
Führungselemente 15, 15' sind dabei
an den Wandhaltern 7, 8 verschwenkbar befestigt.
Die Spritzschutzelemente können
beispielsweise aus Kunststoff oder Glas bestehen.
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In 1 sind
die Spritzschutzelemente 10–14 in der ausgeklappten
Benutzungsstellung gezeigt. Dabei sorgen nicht dargestellte Endanschläge, die
jeweils an den Führungselementen 15–19 bzw. 15'–19' und/oder an
den Spritzschutzelementen 10–14 angebracht sind,
für eine
Begrenzung der Verschiebung dieser Spritzschutzelemente gegeneinander,
wobei die aus 1 ersichtliche Benutzungsendstellung
erreicht wird. Es können
auch (nicht dargestellte) Rastmittel vorgesehen sein, die für ein Einrasten
der Spritzschutzelemente in deren Ruhestellung und deren Benutzungsstellung
sorgen. Der Schwenkradius R dieser Spritzschutzelemente ist dabei
so bemessen, daß er
wesentlich größer als
die Wannenbreite B ist; er kann damit so gewählt werden, daß die Bewegungsfreiheit
im Oberkörperbereich
des Duschenden 6 in Wannenquerrichtung nicht beeinträchtigt wird.
Da sich die Unterkante des Spritzschutzelements 14 innerhalb
des Wannenrandes befindet und sich die Spritzschutzelemente untereinander
schuppen- oder dachziegelartig überdecken,
sind die Ableitung des Spritzwassers in die Wanne und der Schutz
des Raums außerhalb
der Wanne gewährleistet.
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In 2 sind
die Spritzschutzelemente 15–19 in die Ruhestellung
verschoben. Diese Figur zeigt auch, daß der Spritzschutz 9 in
Ruhestellung nur sehr wenig Raum beansprucht und so die Bewegungsfreiheit
beim Baden und im Badezimmerraum nur sehr wenig einschränkt.
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In
den 4 und 5 ist eine zweite Ausführungsform
des Spritzschutzes gemäß der Erfindung
gezeigt. Die Anordnung ist mit Ausnahme des Spritzschutzes 9' wie in den 1 und 2 getroffen.
Es sind wieder fünf
Spritzschutzelemente 20–24 vorgesehen, die ähnlich wie
die Spritzschutzelemente 10–14 ausgebildet sind,
deren sich verjüngende Enden
jedoch auf einer gemeinsamen Drehachse 25 eines Wandhalters 7' schwenkbar
angeordnet sind. Die nicht sichtbaren anderen Enden der Spritzschutzelemente 20–24 sind
in entsprechender Weise mit einem entsprechenden Wandhalter (8') verbunden. Die 4 zeigt
den Spritzschutz 9' in
der Benutzungsstellung, während
die 5 diesen Spritzschutz in der Ruhestellung darstellt.
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Eine
dritte Ausführungsform
des Spritzschutzes gemäß der Erfindung
ist in 6 dargestellt. Die Anordnung ist mit Ausnahme
des Spritzschutzes 9'' wie in 1 getroffen.
Es sind wieder zwei Wandhalter vorgesehen, von denen nur der Wandhalter 7'' sichtbar ist. Dieser Wandhalter
ist mit sechs Aufnahmen, wie der Aufnahme 26, versehen.
Es sind auch wieder fünf
Spritzschutzelemente vorgesehen, die jedoch jeweils aus zwei bogenförmig gekrümmten Profilstäben, wie
den Profilstäben 29, 30,
und einer an diesen Profilstäben
leicht lösbar
befestigbaren Bespannung, wie der Bespannung 33, bestehen.
Die sechs Profilstäbe 27–32 sind
in den Aufnahmen, wie der Aufnahme 26, drehbar befestigt.
Die Bespannungen bilden in der in 6 gezeigten
Benutzungsstellung wieder den erwähnten, kugelabschnittförmigen Raum.
In die Ruhestellung werden die Profilstäbe 27–32 nach
oben zur Wand 1 bewegt, wobei sich die Bespannungen zusammenfalten.