DE19841802A1 - Fitting zum Anschluß eines Rohres - Google Patents
Fitting zum Anschluß eines RohresInfo
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Abstract
Ein Fitting zum Anschluß eines Rohres (14) mit einem Fittingkörper (10), der einen mit einer Innenfläche (26) versehenen Aufnahmeraum (20) zur Aufnahme des Rohres (14) aufweist, und einem im Aufnahmeraum (20) angeordneten verformbaren Dichtelement (12), das zum Anpressen an das Rohr (14) von außen vorgesehen ist, weist zur Herstellung einer Verbindung mit fester mechanischer Halterung und guter Abdichtung zusätzlich ein Halteelement (16) zum Angreifen an dem Rohr (14) von außen sowie ein Sicherungselement (18) zum Sichern des Halteelements (16) am Fittingkörper (10) gegen axiale Bewegung auf, wobei das Halteelement (16) in seinem am Fittingkörper (10) gesicherten Zustand das Dichtelement (12) zum dichtenden Anliegen an dem Rohr (14) und der Innenfläche (26) des Aufnahmeraumes (20) zusammendrückt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fitting zum Anschluß eines
Rohres.
Bisher bekannte Fittings besitzen einen Fittingkörper,
der einen mit einer Innenfläche versehenen Aufnahmeraum
zur Aufnahme des Rohres aufweist und ein im Aufnahme
raum angeordnetes verformbares Dichtelement, das zum
Anpressen an das Rohr von außen vorgesehen ist.
Zum Anschließen eines Rohres an ein Fitting, so daß
zwischen dem Inneren des Rohres und dem Inneren des
Fittings eine Fluidverbindung entsteht, wird bei
bekannten Fittings das Rohr in den Aufnahmeraum
eingesetzt und durch Aaspressen von Dichtelementen von
außen abgedichtet. Zusätzlich kann - je nach
Anwendung - eine weitere mechanische Sperre als
Zugentlastung vorgesehen sein, wobei das Rohr so am
Fitting befestigt wird, daß axiale Bewegungen unterbun
den werden.
Eine solche mechanische Sperre wird z. B. durch
Verpressen einer Hülse mit dem Rohr hergestellt. Solche
durch Verpressen hergestellten Verbindungen eignen sich
jedoch nicht für Rohre, die aufgrund ihres Aufbaus
nicht gequetscht werden dürfen. So werden heute oft
Kunststoffrohre benutzt, die als Diffusions-/Korrosi
onsschutz eine Glasschicht in der Wandung aufweisen.
Ein solches Rohr kann nicht mit Hilfe der üblichen
Klemmtechniken verpreßt werden, da hierdurch der Glas
mantel zerstört würde.
Bei den bekannten Fittings werden die Zugentlastung
bzw. axiale Halterung und die Abdichtung durch
getrennte Elemente bewirkt. Während das Rohr durch eine
mechanische Halterung am Fitting festgemacht ist,
besteht vielfach keine Möglichkeit zur Lagekontrolle
des aufgenommenen Rohres bezüglich dessen Abdichtung am
Fitting.
Es besteht daher die Aufgabe, einen Fitting der vorge
nannten Art dahingehend zu verbessern, daß eine gute
axiale Halterung und gleichzeitig eine gute Abdichtung
des Rohres erzielt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
ein Halteelement zum Angreifen an das Rohr sowie ein
Sicherungselement zum Sichern des Halteelements am Fit
tingkörper gegen axiale Bewegung vorgesehen ist, wobei
das Halteelement in seinem am Fittingkörper gesicherten
Zustand das Dichtelement zum dichtenden Anliegen an das
Rohr und der Innenfläche des Aufnahmeraums zusammen
drückt.
Als Dichtelement wird hier ein ringförmiger Einsatz
verwendet, der um das Rohr herum angeordnet ist. Das
Rohr wird zusammen mit diesem Dichtelement im Aufnahme
raum aufgenommen. Es ist nun auf dem Rohr ein Halte
element vorgesehen, das das Rohr von außen ergreift.
Ein Sicherungselement greift an dem Halteelement an und
sichert dieses in seiner axialen Position gegenüber dem
Fittingkörper.
Hierbei drückt das Halteelement gegen das Dichtelement
und verformt dieses so, daß das flexible Dichtelement
zwischen der Innenfläche des Aufnahmeraums und der
Außenfläche des Rohres, das im Aufnahmeraum aufgenommen
ist, zusammengedrückt wird.
Erfindungsgemäß wird so die mechanische Sicherung des
Rohres, insbesondere gegen axiale Verschiebung gegen
über dem Fittingkörper, mit der Abdichtung des Rohres
am Fittingkörper verbunden. Das Halteelement dient
hierbei einerseits als Angriffspunkt an das Rohr und
andererseits auch als das Element, was den benötigten
Druck auf das Dichtelement ausübt. Durch diese Doppel
funktion des Halteelements kann ein besonders einfacher
Aufbau des Fittings erreicht werden. Durch geeignetes
Anbringen des Halteelements kann außerdem eine
effektive Lagekontrolle des Rohres verwirklicht werden,
wenn die Lage des Halteelements am Rohr. (z. B. durch
Markierungen) bekannt ist.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen,
daß das Sicherungselement am Fittingkörper und am
Halteelement angreift. So ist besonders leicht die ge
naue Kontrolle und Sicherung der Lage des Halteelements
gegenüber dem Fittingkörper zu gewährleisten. Das
Sicherungselement kann beispielsweise als Gewindehülse
ausgebildet sein, die an dem Halteelement angreift und
in ein Schraubgewinde am Fittingkörper eingreift.
Alternativ sind jedoch auch andere Arten von Verbindun
gen denkbar, z. B. das Vorsehen von Klammern, Bajonett
verschlüssen oder ähnlichem.
Zur Mitnahme des Halteelements kann eine solche Gewin
dehülse einen Kontaktabschnitt aufweisen. Beim Auf
schrauben der Hülse auf den Gewindeabschnitt des Fit
tingkörpers wird so das Halteelement ergriffen und zum
Fittingkörper hin gesichert.
Vorteilhafterweise ist ferner vorgesehen, daß das
Halteelement ringförmig ausgebildet ist und an der
Innenseite Eingriffselemente zur kraftschlüssigen
Verbindung mit dem Rohr aufweist. Ein solcher Haltering
kann um das Rohr gelegt werden und hält es so über den
gesamten Umfang gleichmäßig fest. Die Eingriffselemente
treten mit der Außenoberfläche des Rohres in Kontakt
und stellen eine kraftschlüssige Verbindung her. Dies
kann eine reibschlüssige Verbindung sein, wobei die
Halteelemente an der Innenseite des Halterings so
ausgebildet sind, daß sie eine möglichst große Reibung
mit der Außenseite des Rohres aufweisen. Vorzugsweise
sind jedoch ringförmige Vorsprünge an der Innenseite
des Halterings vorgesehen, die in die Oberfläche von
kunststoffüberzogenen Rohren hineingedrückt werden
können und eine formschlüssige Einheit mit diesem
bilden.
Dies ist insbesondere bei dem gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung verwendeten schräggeschlitzten Ring
möglich, dessen Durchmesser durch Zusammendrücken so
veränderbar ist, daß die Innenseite des Rings an die
Außenseite des Rohres preßbar ist. Ein solcher Ring
kann durch Zusammendrücken so an ein mit einem Kunst
stoffüberzug versehenes Rohr angepreßt werden, daß sich
ein guter Halt des Halterings am Rohr ergibt. Beim
Zusammendrücken des Rings wird zunächst der Schlitz
schmaler, dann stoßen die Ringhälften aufeinander.
Hierbei verschieben sich die aneinanderstoßenden
Flächen beidseits des schrägen Schlitzes so gegenein
ander, daß der Durchmesser des Rings geringer wird und
die Innenfläche gegen die Außenfläche des Rohres preßt.
Ein solcher Haltering ist auch auf ein Rohr aufbring
bar, das in seinem Mantel eine Glasschicht enthält.
Denn die Verwendung eines solchen Halteelements sieht
nicht das Verpressen des Rohres vor, so daß der Glas
mantel beschädigt würde.
Zum Zusammendrücken des Rings ist nach einer Weiterbil
dung der Erfindung vorgesehen, daß das Sicherungs
element und/oder der Anschlußkörper Mittel zum Zusam
mendrücken des Halteelements aufweisen. Der Aufbau des
erfindungsgemäßen Fittings ist damit weiterhin sehr
einfach, weil die bisher bereits benutzten Elemente
eine weitere Aufgabe erhalten, nämlich das Zusammen
drücken des Halteelements. Vorteilhafterweise kann zum
Zusammendrücken des Halteelements das Sicherungselement
so verwendet werden, daß durch dessen Haltekraft am
Fittingkörper auch das Halteelement zusammengedrückt
wird. Wenn also das Sicherungselement beispielsweise
als Gewindehülse ausgebildet ist, so kann das Halte
element zwischen dem Fittingkörper und der Gewindehülse
angeordnet werden, so daß beim Aufschrauben der Gewin
dehülse das Halteelement zwischen dem Fittingkörper und
der Gewindehülse zusammengedrückt wird.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist hierfür vor
gesehen, daß die Gewindehülse und/oder der Fittingkör
per einen Kontaktabschnitt aufweist, der mit Kontakt
abschnitten am Halteelement in Eingriff gebracht werden
kann. Diese Kontaktabschnitte, die vorzugsweise als
schräge bzw. konische Flächen ausgebildet sind, setzen
das zunächst in axialer Richtung des Rohres erfolgende
Zusammenpressen des Halteelements zwischen der Gewinde
hülse und dem Fittingkörper in ein radiales Zusammen
drücken des Halteelements und damit in ein Anpressen
des Halteelements an das Rohr um. Vorzugsweise sind
hierbei die Kontaktabschnitte am Halteelement als
konische Außenflächen und die Kontaktabschnitte am
Fittingkörper und am Sicherungselement als konische
bzw. schräge Innenfläche ausgebildet. Die jeweiligen
Flächen wirken beim Sichern des Sicherungselements dann
mit den jeweiligen Gegenflächen zusammen.
Das Dichtelement ist nach einer Weiterbildung der
Erfindung als ringförmiger Dichteinsatz mit einem
Flansch aus Dichtmaterial ausgebildet. Der vorzugsweise
nach innen vorstehende Flansch aus Dichtmaterial ist
zur dichtenden Anlage an die Stirnseite des Rohres
geeignet. Eine solche stirnseitige. Abdichtung ist
insbesondere bei mehrschichtigen Rohren vorteilhaft.
Denn bei der reinen Außenabdichtung befindet sich die
Stirnfläche des Rohres in Fluidkontakt mit dem Innen
raum. Ein darin geleitetes Medium, das unter Druck
steht, kann leicht zwischen die verschiedenen Schichten
des Rohrmantels dringen.
Eine stirnseitige Abdichtung kann zusätzlich durch das
Zusammenpressen des Dichtflansches zwischen der Stirn
seite des Rohres und einem entsprechenden Gegenstück am
Fittingkörper verbessert werden.
Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß der Flansch einen
Ringschlitz aufweist, der zum Aufnahmeraum hin radial
einwärts offen ist. Ein solcher Schlitz, dessen Innen
raum mit dem Innenraum des Rohres in Fluidverbindung
steht, erreicht bei einem unter Druck stehenden Medium
eine bessere Abdichtung der Stirnfläche des Rohres als
ein massiver Dichtflansch, der gegen diese Stirnseite
gedrückt wird. Da die durch den Druck des Mediums
hervorgerufenen Kräfte stets senkrecht auf die Ober
fläche des Dichtelements wirken, trägt der Flüssig
keitsdruck beim geschlitzten Flansch noch zur weiteren
Verbesserung des Anliegens dieses Flansches an der
Stirnfläche des Rohres bei. Denn das in den Schlitz
eindringende Druckmedium drückt gegen die beiden Seiten
des Flansches und bewirkt so ein noch engeres Anlegen
des Flansches an die Stirnseite des Rohres.
Damit der Ringschlitz auch bei zusammengedrücktem
Dichtelement weiterhin offen bleibt, kann ein Stabili
sierungselement in dem Ringschlitz vorgesehen sein.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Dicht
element an seiner Innenseite Dichtlamellen auf. Durch
Dichtlamellen wird eine besonders gute Außenabdichtung
des Rohres bewirkt. Die Dichtlamellen stellen sich beim
Zusammendrücken des Dichtelements auf und bewirken so
eine verbesserte Abdichtung.
Ferner ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die
Innenfläche des Aufnahmeraums des Fittingkörpers
Verhakungsaussparungen aufweist, in die zumindest teil
weise das Dichtelement im zusammengedrückten Zustand
eindringt. Solche Verhakungsaussparungen, die vorzugs
weise als ringförmige Nuten ausgebildet sind, bewirken
einen festen mechanischen Halt des Dichtelements im
Aufnahmeraum des Fittingkörpers. Beim Zusammendrücken
des Dichtelements wird dieses teilweise in die
Aussparungen hineingedrückt und so festgelegt.
Zur Sichtkontrolle der Lage des Dichtelements im
Aufnahmeraum des Fittingkörpers können Sichtschlitze im
Fittingkörper eingebracht sein, die die Beobachtung der
Lage erlauben. Es kann auch ein Sichtfenster am
Sicherungselement vorgesehen sein, so daß die Lage des
Dichtelements auch bei aufgesetztem Sicherungselement
überprüfbar ist. So ist stets die korrekte Lage des
Dichtelements und damit eine gute Abdichtung gewähr
leistet.
Nachfolgend wird eine Ausführungsform der Erfindung .
anhand der Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeich
nungen zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines
Fittingkörpers, eines Dichteinsatzes und eines
Rohres mit Haltering und Gewindehülse,
Fig. 2 eine weitere Seitenansicht, teilweise im
Schnitt, der Elemente, wobei das Rohr und das
Dichtelement in den Fittingkörper eingebracht
sind,
Fig. 3 eine weitere Seitenansicht der Elemente, teil
weise im Schnitt, bei der die Gewindehülse
teilweise auf den Fittingkörper aufgeschraubt
ist,
Fig. 4 eine weitere Seitenansicht der Elemente, teil
weise im Schnitt, bei der die Verbindung voll
ständig hergestellt ist und
Fig. 5 eine Seitenansicht im Schnitt eines Teils des
Fittingkörpers und des Rohres mit einer alter
nativen Ausführungsform eines Dichtelements.
In Fig. 1 ist auf der linken Seite ein Fittingkörper 10
dargestellt. Vor dem Fittingkörper 10 befindet ein
Dichteinsatz 12. Auf der rechten Seite von Fig. 1 ist
ein Rohr 14 dargestellt, auf das ein Haltering 16 und
eine Gewindehülse 18 gesteckt sind.
Der Fittingkörper 10 weist einen Aufnahmeraum 20 auf.
Eine Wandung 22 umgibt den im wesentlichen zylinderför
migen Aufnahmeraum. Auf der Außenseite der Wandung 22
ist ein Gewinde 24 gebildet. In die Wandung 22 sind
Sichtschlitze 82 eingebracht. Auf der Innenseite der
Wandung 22 befindet sich eine Innenfläche 26 der
Wandung 22 des Aufnahmeraums 20, in die im vorderen
Bereich des Aufnahmeraums 20 umlaufende Nuten 28
eingebracht sind. Am hinteren Ende des Aufnahmeraums 20
befindet sich eine Abschlußwand 30, an der sich der
Aufnahmeraum 20 bis auf den Durchmesser eines Innen
raums 32 des Fittingkörpers 10 verjüngt. Auf der
Abschlußwand 30 ist ein Abschlußring 34 und ein Dicht
vorsprung 36 ausgebildet. Weitere Dichtvorsprünge 36
sind im hinteren Bereich des Aufnahmeraums 20 an dessen
Innenwand 26 ausgebildet.
Der Dichteinsatz 12 weist im wesentlichen die Form
einer zylindrischen Hülse auf. Er besteht aus
Plastomermaterial. Der in Fig. 1 rechts dargestellte
Bereich 38 weist an seiner Innenseite ringförmige
Aussparungen 40 auf, zwischen denen Dichtlamellen 42
gebildet sind. Der Dichteinsatz 12 wird zum linken Ende
hin durch einen nach innen weisenden Flansch 44 abge
schlossen. Der Flansch 44 weist einen nach innen offe
nen radialen Schlitz 46 auf, der den Flansch 44 in eine
linke Flanschhälfte 48 und eine rechte Flanschhälfte 50
unterteilt. Im Schlitz 46 ist ein Stabilisierungsring
52 aus Metall eingebracht.
Das Rohr 14 ist ein Mehrschicht-Rohr, dessen Rohrmantel
54 eine innere Glasschicht 56 aufweist. Die äußeren
Schichten 58 des Rohrmantels 54 sind aus Kunststoff.
Das Rohr 14 ist an seinem zum Fittingkörper 10 weisen
den Ende gerade abgeschnitten, so daß vom Rohrmantel 54
eine ringförmige Stirnfläche 60 gebildet wird.
Auf das Rohr 14 ist der Haltering 16 aufgesetzt. Der
Haltering 16 ist ein an sich bekannter Haltering mit
einem schrägen Schlitz 62. An der Innenfläche des Hal
terings 16 sind ringförmige Stege 64 ausgebildet. Der
Haltering 16 weist axiale Stirnflächen 66, 68 auf. In
seinem mittleren Bereich ist der Haltering 16 breiter
als in den äußeren Bereichen, wodurch konische Außen
flächen 70,72 ausgebildet sind.
Die über das Rohr 14 geschobene Gewindehülse 18 weist
ein Innengewinde 74 auf, mit dem die Gewindehülse 18
auf das Gewinde 24 des Fittingkörpers 10 aufgeschraubt
werden kann. Am anderen Ende der Gewindehülse 18 weist
diese einen kappenartigen Verschluß mit einer runden
Öffnung auf, die im wesentlichen dem Außendurchmesser
des Rohres 14 entspricht. An der Innenseite der
Gewindehülse 18 ist eine konische Innenfläche 76
ausgebildet. Die Gewindehülse 18 weist eine Aussparung
auf, die als Fenster 80 ermöglicht, daß durch das
Fenster 80 der Blick in das Innere der Hülse 18 frei
ist und so eine Lagekontrolle erfolgen kann.
In der Abfolge der Fig. 1 bis 4 wird nachfolgend das
Herstellen einer mechanisch stabilen und nach außen
abgedichteten fluidmäßigen Verbindung zwischen dem
Inneren des Rohres 14 und dem Innenraum 32 des Fitting
körpers 10 beschrieben.
Wie in Fig. 1 dargestellt, werden zunächst die Gewinde
hülse 18 und der Haltering 16 auf das Rohr 14 aufge
schoben. Der Innendurchmesser der Gewindehülse 18 ist
hierbei so bemessen, daß diese leicht über das Rohr 14
gleitet. Der Haltering 16 läßt sich ebenfalls noch über
das Rohr verschieben, wobei er gegebenenfalls gespreizt
werden kann, so daß sich der Schlitz 62 verbreitert.
Zum Herstellen der Verbindung wird nun der Dichteinsatz
12 und das Rohr 14 in den Aufnahmeraum 20 des Fit
tingkörpers 10 eingebracht. Die Abmessungen des Dicht
einsatzes 12 sind hierbei so gewählt, daß das Rohr 14
und der Dichteinsatz 12 leicht in den Aufnahmeraum 20
eingeschoben werden können.
Der Dichteinsatz 12 wird durch Vorschieben des Rohres
14 wie in Fig. 2 dargestellt bis zur Abschlußwand 30
des Aufnahmeraums 20 vorgeschoben bis der Flansch 44 an
der Stirnwand 30 anliegt. Der Schlitz 46 im Flansch 44
wird hierbei durch den Stützring 52 offengehalten.
Durch das bündige Abschließen des hinteren Randes des
Dichteinsatzes 12 mit dem Abschluß der Wandung 22 kann
die korrekte Lage des Dichteinsatzes 12 überprüft
werden. Die Sichtschlitze 82 erlauben ebenfalls die
Überprüfung der korrekten Lage des Dichtelements 12 im
Aufnahmeraum 20.
Wie in Fig. 3 dargestellt, wird nun die Gewindehülse 18
bis an den Fittingkörper 10 herangebracht und das Ge
winde 74 der Gewindehülse 18 mit dem Gewinde 24 des
Fittingkörpers 10 verschraubt. Durch das Anschrauben
der Gewindehülse 18 bewegt sich diese weiter in Rich
tung des Fittingkörpers 10. Durch den Kontakt der Ge
windehülse 18 mit der Stirnfläche 68 und der konischen
Außenfläche 70 des Halterings 16 wird der Haltering
durch die Gewindehülse 18 bei dieser Bewegung
mitgenommen und ebenfalls in Richtung des Fitting
körpers 10 transportiert. In der in Fig. 3 gezeigten
Position liegt die Stirnseite 66 des Halterings 16 am
Dichtelement 12 an.
Falls der Dichteinsatz 12 nicht, wie oben beschrieben,
bereits durch das Rohr 14 bis zur Abschlußwand 30
vorgeschoben wurde, geschieht dieses Verschieben durch
den Kontakt mit dem an dem Dichteinsatz anliegenden
Haltering 16.
Wenn die Gewindehülse 18 nun weiter auf das Gewinde 24
des Fittingkörpers 10 aufgeschraubt wird, wird der Hai
tering 16 weitertransportiert und weiter gegen das
Dichtelement 12 gedrückt, so daß dieses zusammengepreßt
wird.
Durch das Zusammenpressen des Dichtelements 12 legt
sich dieses eng an die Außenseite des Rohres 14 und die.
Innenfläche 26 des Aufnahmeraums 20 an. Wie in Fig. 4
dargestellt, stellen sich hierbei die Dichtlamellen 42
des Dichteinsatzes 12 auf und dichten das Rohr 14 voll
ständig von außen ab. Gleichzeitig dringt das Material
des Dichteinsatzes 12 teilweise in die Nuten 28 in der
Innenfläche 26 des Aufnahmeraums 20 ein. Durch das Zu
sammenpressen des Dichteinsatzes 12 in dieser Weise
ergibt sich eine hervorragende Außenabdichtung der
Verbindung des Rohres 14 mit dem Innenraum 32 des
Fittingkörpers 10. Eine Lagekontrolle erfolgt durch
Beobachten der Lage des zusammengedrückten Dicht
elements 12 durch das Fenster 80, wenn sich dieses wie
in Fig. 4 gezeigt in einer solchen Drehposition
befindet, daß es über einem der Beobachtungsschlitze 82
angeordnet ist.
Gleichzeitig wird der Haltering 16 zwischen einer
konisch abgeschrägten Innenfläche 78 der Wandung 22 und
der konischen Innenfläche 76 der Gewindehülse 18 einge
klemmt. Die konischen Außenflächen 70, 72 des Halterings
16 treten mit den konischen Innenflächen 76, 78 in Kon
takt. Wird die Gewindehülse 18 noch weiter auf das Ge
winde 24 aufgeschraubt, so wird der Haltering 16 zusam
mengedrückt. Hierbei verändert der Haltering 16 seinen
Durchmesser und preßt sich an die Außenfläche des Roh
res 14 an. Da die äußere Schicht 58 des Rohres 14 eine
Schicht aus verformbarem Kunststoff ist, drücken sich
die Stege 64 an der Innenseite des Halterings 16 in die
Oberfläche des Rohres 14 und halten dieses fest.
Durch den so fest auf dem Rohr 14 aufgebrachten Halte
ring 16 und dessen Aufnahme zwischen dem Fittingkörper
10 und der Gewindehülse 18 wird das Rohr 14 am Fitting
körper 10 so festgelegt, daß es nicht weiter bewegt
werden kann. Das Rohr 14 wird mit seiner Stirnseite 60
gegen den Flansch 44 des Dichtelements 12 gepreßt und
unterstützt so die stirnseitige Abdichtung.
Insbesondere gegen Zugbelastung ist das Rohr 14 durch
das Zusammenwirken des Halterings 16 und der Gewinde
hülse 18 am Fittingkörper 10 gesichert. So ist
insgesamt eine Verbindung geschaffen, bei der das Rohr
14 sowohl mechanisch am Fittingkörper 10 festgelegt
wird als auch eine Abdichtung der Fluidverbindung zwi
schen dem Innenraum 32 des Fittingkörpers 10 und dem
Innenraum des Rohres 14 gegen die Umgebung gewähr
leistet ist. Die Stirnfläche 60 des Rohres 14 ist hier
bei durch die rechte Flanschhälfte 50 gegen den
fluidführenden Innenraum der Verbindung abgedichtet.
Durch den Stützring 52 wird der Flansch 44
stabilisiert, so daß der Flansch 44 gegen die Fläche 30
gepreßt wird und sich im Bereich der Vorsprünge 36
formschlüssig an diese anlegt.
Der durch den Stützring 52 offengehaltene Spalt 46
steht mit dem Innenraum des Fittingkörpers 10 in Fluid
verbindung. Wenn sich im Innenraum 32 ein unter Druck
stehendes Medium befindet, so ergibt sich an allen um
gebenden Flächen eine senkrecht auf diese jeweilige
Fläche gerichtete Kraft. Da das Medium auch in den
Spalt 46 eindringt, wirken auf die Flanschhälften 48,50
jeweils Kräfte in entgegengesetzter axialer Richtung,
wie durch Pfeile angedeutet ist. Durch diese Kräfte
bewirkt der Druck des Mediums ein noch engeres Anliegen
der Flanschhälften 48, 50 an der Stirnfläche 60 des
Rohres bzw. der Abschlußwand 30 des Fittingkörpers. So
wird vermieden, daß die Stirnfläche 60 des Rohres mit
dem Medium in Kontakt kommt und das Medium eventuell
zwischen die Schichten 56, 58 des Rohrmantels 54
gelangen kann.
In Fig. 5 ist eine alternative Ausgestaltung des Flan
sches 44 des Dichteinsatzes 12 dargestellt. Bei dieser
Ausführungsform des Dichteinsatzes 12 weist der Flansch
44 keinen radialen Schlitz 46 auf. Die Form des Dicht
einsatzes 12 ist vielmehr so ausgebildet, daß der Raum
zwischen der Stirnseite 60 des Rohres und der Abschluß
wand 30 vollständig ausgefüllt ist.
Claims (18)
1. Fitting zum Anschluß eines Rohres (14) mit
- 1. einem Fittingkörper (10), der einen mit einer Innenfläche (26) versehenen Aufnahmeraum (20) zur Aufnahme des Rohres (14) aufweist, und
- 2. einem im Aufnahmeraum (20) angeordneten ver formbaren Dichtelement (12), das zum Anpressen an das Rohr (14) von außen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- 3. ein Halteelement (16) zum Angreifen an dem Rohr (14) von außen
- 4. sowie ein Sicherungselement (18) zum Sichern des Halteelements (16) am Fittingkörper (10) gegen axiale Bewegung vorgesehen ist, wobei
- 5. das Halteelement (16) in seinem am Fittingkör per (10) gesicherten Zustand das Dichtelement (12) zum dichtenden Anliegen an dem Rohr (14) und der Innenfläche (26) des Aufnahmeraumes (20) zusammendrückt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Sicherungselement (18) am Fittingkör
per (10) und am Halteelement (16) angreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Halteelement (16) durch das Siche
rungselement (18) lösbar und mechanisch stabil an
dem Fittingkörper (10) festlegbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß das Sicherungselement (18) als Gewinde
hülse ausgebildet ist, die einen Kontaktabschnitt
(76) zur Mitnahme des Halteelements (16) aufweist
und mit einem Gewindeabschnitt (24) des Fitting
körpers (10) in Eingriff bringbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Halte
element (16) ringförmig ausgebildet ist und an der
Innenseite Eingriffselemente (64) zur kraftschlüs
sigen Verbindung mit dem Rohr (14) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Halteelement (16) als schräg geschlitzter Ring
ausgeführt ist, dessen Durchmesser durch Zusammen
drücken so veränderbar ist, daß die Innenseite des
Rings (16) an die Außenseite des Rohres (14) preß
bar ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Sicherungselement (18) und/oder der Fitting
körper (10) Mittel zum Zusammendrücken des Halte
elements (16) aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
erste Kontaktabschnitte (70, 72) am Halteelement
(16) mit zweiten Kontaktabschnitten (76, 78) am
Fittingkörper (10) und/oder am Sicherungselement
(18) in Eingriff bringbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die ersten Kontaktabschnitte (70, 72) als
schräge bzw. konische Außenflächen des Halte
elements (16) und/oder die zweiten Kontakt
abschnitte (76, 78) als schräge bzw. konische
Innenflächen des Sicherungselements (18) und des
Fittingkörpers (10) ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dicht
element (12) als ringförmiger Dichteinsatz ausge
bildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß das Dichtelement (12) einen Flansch (44)
aus Dichtmaterial zur dichtenden Anlage an der
Stirnseite (60) des Rohres (14) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß der Flansch (44) einen Ringschlitz (46)
aufweist, der zum Aufnahmeraum (20) hin radial
einwärts offen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß der Flansch (44) in dem Ringschlitz (46)
ein Stabilisierungselement (52) aufweist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Dichtelement (12) an der Innenseite Dicht
lamellen (42) aufweist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenfläche (26) des Aufnahmeraumes (20) des
Fittingkörpers (10) Verhakungsaussparungen (28)
aufweist, in die zumindest teilweise das Dicht
element (12) im zusammengedrückten Zustand ein
dringt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß die Aussparungen (28) als ringförmige
Nuten ausgebildet sind.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am
Fittingkörper (10) Sichtschlitze (82) zur
Kontrolle der Lage des Dichtelements (12)
innerhalb des Aufnahmeraums (20) angeordnet sind.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am
Sicherungselement (18) ein Fenster (80) zur
Kontrolle der Lage des Dichtelements (12)
innerhalb des Aufnahmeraums (20) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998141802 DE19841802C2 (de) | 1998-09-12 | 1998-09-12 | Fitting zum Anschluß eines Rohres |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998141802 DE19841802C2 (de) | 1998-09-12 | 1998-09-12 | Fitting zum Anschluß eines Rohres |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE19841802C2 DE19841802C2 (de) | 2002-06-20 |
Family
ID=7880754
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998141802 Expired - Fee Related DE19841802C2 (de) | 1998-09-12 | 1998-09-12 | Fitting zum Anschluß eines Rohres |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19841802C2 (de) |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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Citations (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE1836066U (de) * | 1961-04-11 | 1961-08-03 | Siemens Ag | Loesbare metall-glasverbindung. |
| DE1525587A1 (de) * | 1966-09-07 | 1969-08-28 | Dilo Ges Drexler & Co | Loet- und schweissfreie Rohrverbindung |
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-
1998
- 1998-09-12 DE DE1998141802 patent/DE19841802C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19841802C2 (de) | 2002-06-20 |
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