DE19841A - Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffs aus Tetramethylparadiamidoazoxybenzol - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffs aus Tetramethylparadiamidoazoxybenzol

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DE19841A
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tetramethylparadiamidoazoxybenzene
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hydrogen sulfide
azoxybenzene
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English (en)
Original Assignee
J. F. ESPENSCHIED in Friedrichsfeld in Baden

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Description

in 80 Theilen Salzsäure und 2 000 Theilen Wasser in der Kälte auf und leitet in die rothe Lösung so lange Schwefelwasserstoff, bis die Flüssigkeit entfärbt ist.
Giebt man jetzt in die stark nach Schwefelwasserstoff riechende Flüssigkeit so viel Eisenchloridlösung von 200B. bis der Geruch nach Schwefelwasserstoff verschwunden ist, so bilden sich ein blauer und ein rother Farbstoff. Durch Zusatz von Chlorzink und Kochsalz wird ersterer gefällt. Man reinigt ihn nach bekannter Art. Er färbt grünstichig blau.
Die Lösung des rothen Farbstoffes wird nach dem Patent No. 14581 vom 3.· August 1880 mit Zink und Eisenchlorid behandelt und liefert dann eine weitere Menge von demselben Farbstoff.
Anstatt in die Lösung des Tetramethylparadiamidoazoxybenzols Schwefelwasserstoff einzuleiten, kann man diesen auch in der Lösung selbst durch Eintragen von Schwefelnatrium, Schwefelbaryum, Schwefelcalcium, Schwefeleisen, Schwefelzink etc. erzeugen.
Auch kann man vor dem Sättigen der Flüssigkeit mit Schwefelwasserstoff das Tetramethylparadiamidoazoxybenzol vorher durch ein anderes schwaches Reductionsmittel, wie z. B. schweflige Säure etc., zu Tetramethyldiamidohydrazobenzol reduciren, dann die Lösung desselben mit Schwefelwasserstoff sättigen und oxydiren.
Endlich kann man das Tetramethyldiamidoazoxybenzol in salzsaurer Lösung mit unterschwefliger Säure oder den anderen Thionsäuren behandeln und dann direct oxydiren.
Patenτ-Anspruch:
Darstellung eines blauen Farbstoffes aus dem Tetramethylparadiamidoazoxybenzol durch Behandlung .der kalten salzsauren Lösung desselben, nach event, vorausgehender Einwirkung von schwefliger Säure, unterschwefliger Säure oder anderen Thionsäuren, mit Schwefelwasserstoff oder auch diesen entwickelnden Schwefelmetallen und darauf folgende Oxydation der Lösung, z. B. mit Eisenchlorid. Die Oxydation mufs bei Anwendung von .Schwefelwasserstoff allein sofort nach Entfärbung, bei Anwendung der sonst genannten Reductionsmittel sofort nach Sättigung der Flüssigkeit mit Schwefelwasserstoff stattfinden.
BERLIN. GEDRÜCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    PATENTSCHRIFT
    KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
    Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juni 1881 ab.
    Die primären, secundären und tertiären, Diamidoderivate des Azoxybenzols und Azobenzols lassen sich durch schwache Reductionsmittel, wie Schwefelwasserstoff, schweflige Säure etc., in die entsprechenden Hydrazoverbindungen überführen.
    Behandelt man diese bei Gegenwart von Schwefelwasserstoff mit schwachen Oxydationsmitteln, so bilden sich blaue Farbstoffe.
    Am besten eignen sich die entsprechenden Abkömmlinge des Azoxybenzols, weil diese besser und billiger zu beschaffen sind, als die Azoverbindungen.
    Nur die Hydrazoverbindungen, bei denen in je einem Benzolmolecül die Stickstoff enthaltenden Gruppen in der ParaStellung zu einander stehen, liefern Farbstoffe.
    Beispiel: Man löst 10 Theile Tetramethylparadiamidoazoxybenzol
    4. 4.
    i.
    . (CB3), N. C6 H1 - N- N- C6 /Z4 · N(CH3\

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