DE198421C - - Google Patents

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DE198421C
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cartridge
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41—WEAPONS
    • F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A15/00—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun
    • F41A15/06—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun for breakdown guns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Ink Jet (AREA)

Description

lit -Λ. L I C
UtCfUCtC Ö-C-Z- OJ
filz.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 198421 KLASSE 72 a. GRUPPE
LOUIS LAIRESSE in LUTTICH. Patronenauswerfer für Kipplaufgewehre.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Januar 1905 ab.
Für einen Teil dieser Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 . die Priorität auf Grund der Anmeldung in Belgien vom 7. Januar 1904 anerkannt.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Patronenauswerfer für Gewehre mit verdeckt liegenden Hähnen, bei dem der den Auswerfer vorschleudernde Federkolben durch einen Riegelblock festgestellt wird, der beim Aufkippen des Laufes unter dem Einflüsse des Spannhebels allmählich ausgelöst wird, ■ so daß der Kolben frei wird und gegen den bereits gelockerten Auswerfer schnellen kann.
Von bekannten Einrichtungen dieser Art unterscheidet sich der Auswerfer nach vorliegender Erfindung dadurch, daß die Kolbenfeder erst beim Kippen der Läufe gespannt wird, indem ein Fortsatz der Scharniergabel einen den Schlitten steuernden Daumen dreht, wobei der für eine Schlagwirkung erforderliche Abstand zwischen Kolben und Auswerfer geschaffen wird.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 den den Auswerfer aufnehmenden Schaftteil im Schnitt bei gespanntem Gewehr; Fig. 2 ist eine gleichartige Darstellung bei abgeschossenem Gewehr; Fig. 3 zeigt dieselbe Darstellung bei gekipptem Lauf, Fig. 4 nochmals dieselbe Darstellung bei völlig herabgekipptem' Lauf und vorgeschnelltem Auswerfer; Fig. 5 zeigt einen Einzelteil jm Grundriß; Fig. 6 zeigt einen Bruchteil der Fig. 2, Fig. 7 einen Einzelteil.
Der Patronenauswerfer ist in dem Schaftteil ι vor dem Scharnier 2 angeordnet, um das der Gewehrlauf gekippt wird. Der hölzerne Schaftteil 1 umkleidet die metallene Laufwange 3 (Fig. 6), welche eine rechteckige Ausdehnung besitzt, in der sich ein Schlitten 4 mit zwei' nebeneinanderliegendcn Kolben 5 bewegen kann. Jeder der Kolben 5 ist an einem Stift 6 befestigt, welcher in dem Schlitten 4 gleitet und von einer Schraubenfeder 7 umgeben ist, die sich einerseits gegen den Kolben, anderseits gegen die Schlittenvorderwand stützt. Auf der Unterseite ist jeder Kolben 5 mit einer Rast 8 ausgestattet. Hinter den Kolben liegen die eigentlichen Patronenauswerfer 9, die in passender Weise im Laufunterteile gelagert sind. In der Laufwange ist auf einem Querbolzen IO ein Daumen 11 befestigt, der durch den Fortsatz 12 der Scharniergabel bewegt wird und sich mit seinem oberen, hakenförmig gebogenen Ende 13 gegen die höher gelegene Rückwand 14 des Schlittens 4 legt. An einer passenden Stelle wird die Schaftwange von einem Stift 15 durchquert, auf welchem zwei Riegelblöcke 16 (Fig. 6 und 7) lose sitzen, gegen ' deren rückwärtige Fläche sich die untere vordere Lippe des Spannhebels 17 legt, der um einen exzentrisch zum Scharnier 2 befestigten Stift 18 schwingt. Das Schwanzende des Spannhebels liegt in einer Rast des Hahnes 19. Fig. ι zeigt das Gewehr in gespanntem Zustande. Bei dieser Spannstellung kann der Lauf auf und nieder gekippt werden, ohne
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daß ein Auswerfen der Patronen erfolgt, wie dies noch weiter unten erklärt werden soll.
Die unter dem Einflüsse einer Feder 20 stehenden Riegelblöcke sind in dieser Lage mit ihrem vorderen Ende nach unten geschlagen, da die Lippe des Spannhebels gegen den oberen Teil ihrer rückwärtigen Fläche drückt. Die Kolben 5 können also ungehindert über die obere Fläche der Riegelblöcke hinweggleiten. Schlägt man den Lauf aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung herab, so gleitet der Fortsatz 12 der Scharniergabel an der Fläche des Daumens 11 entlang, so daß dieser eine Schwingung im Drehungssinne des Uhrzeigers ausführt und sein hakenförmiges Ende 13 den Schlitten 4 nach rückwärts schiebt. Da Schlitten und Kolben durch die Feder 7. elastisch miteinander gekuppelt sind, so machen die Kolben die Schlittenbewegung mit und gleiten somit über den herabgesenkten Teil der Riegelblöcke hinweg, mit ihren oberen Enden gleichzeitig die Patronenauswerfer 9 langsam vorstoßend. Wie also oben angedeutet wurde, findet bei der Laufbewegung aus dieser Lage der Hähne ein Auswerfen der Patronen nicht statt; diese werden nur allmählich aus dem Laufe herausgeschoben und können somit von dem Schützen im Bedarfsfalle leicht durch andere ersetzt werden.
Erfolgt der Schuß, so nehmen die Hähne 19 die in Fig. 2 dargestellte Stellung ein. Die Spannhebel 17 stehen jetzt so, daß ihre untere vordere Lippe nach oben gedreht ist. Die Riegelblöcke werden infolgedessen ihres Stützpunktes beraubt und schnellen unter dem Einflüsse ihrer Feder 20 nach oben und legen sich in die Rasten 8 der Kolben 5 ein.
Da, wie gesagt, der Schuß nunmehr erfolgt und die. entsprechende Patrone abgefeuert ist, so soll die Hülse nunmehr ausgeworfen werden. Kippt man jetzt also den Lauf um, so spannt sich zunächst der abgefeuerte Hahn 19 von neuem. Der Schlitten 4 wird wiederum nach rückwärts gedrückt und stößt mit seiner Rückwand 14 kurz vor Ankunft in seiner Endlage gegen einen Fortsatz des Patronenauswerfer, so daß dieser sich etwas vorschiebt und die im Lauf steckende Patrone bereits ein wenig lockert. Da nun bei diesem Herabkippen und Vorschieben des Schlittens, im Gegensatz zu Fig. 1, die Kolben 5 sich nicht mitbewegen können, weil sie durch die Riegelblöcke 16 festgestellt werden, so werden jetzt die Federn 7 zusammengepreßt (Fig. 3). Während dieses Zusammenpressens wird allmählich die Freigabe der Kolben eingeleitet, indem die vordere Lippe des Spannhebels 17 zufolge der exzentrischen Lagerung zum Scharnierbolzen 2 gegen den oberen Teil der rückwärtigen Fläche der Riegelblöcke drückt und somit ein Herabsenken des vorderen Endes derselben herbeiführt. Dieses Ende verläßt also allmählich die Rast 8, bis schließlich in einem gewissen Augenblicke die Kolben 5 freigegeben werden und unter dem Einflüsse der gespannten Feder 7 zurückschnellen können. Die Kolben schlagen hierbei nun gegen das vordere Stirnende des Patronenauswerfers und schleudern ihn zurück, so daß die Patrone aus dem Lauf herausgerissen und damit ausgeworfen wird (Fig. 4)·
Der durch den Daumen 11 zwangläufig zurückbewegte Schlitten wird durch den Auswerfer selbst in seine Anfangslage vorgebracht, da sein vorderes Ende sich ja gegen den Kolben legt und der Auswerfer selbst, beim Zuklappen des Gewehres, in den Lauf hineingedrückt wird.
Die Kolben 5 sind natürlich voneinander unabhängig, so daß das Auswerfen der rechten und linken Patrone besonders erfolgen kann, je nachdem die eine oder die andere abgeschössen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Patronenauswerfer für Kipplaufgewehre, bei denen der den Auswerfer vorschleudernde Federkolben nach erfolgtem Schuß durch einen Riegel festgestellt wird, der ' beim Aufkippen des Laufes unter dem Einflüsse des Spannhebels allmählich ausgelöst wird, so daß der Federkolben frei wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenfeder (7) erst beim Kippen der Läufe gespannt wird, indem ein Fortsatz (12) der Scharniergabel einen den Schlitten (4) steuernden Daumen (11) dreht, wobei der für eine Schlagwirkung erforderliche Abstand zwischen Kolben (5) und Auswerfer (9) geschaffen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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