DE19852011C2 - Schwingungsfester Objektivvorsatz - Google Patents
Schwingungsfester ObjektivvorsatzInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen schwingungsfesten Objektivvorsatz, der beispielsweise
in einer CCTV-Kamera (Aufzeichnungskamera) eingesetzt werden kann.
Es sind zwei Typen von schwingungsfesten Objektiven bekannt, die auf ein Ob
jektivlinsensystem einwirkende Schwingungen absorbieren und auf der Bildfläche
(Bildaufnahmefläche) eines Kamerakörpers ein Bild erzeugen. Der erste Typ ist
ein integriertes, schwingungsfestes Objektiv, das eine einstückig mit dem Auf
nahmelinsensystem (Hauptlinsensystem) ausgebildete Korrektionslinse enthält,
die in Richtung senkrecht zur optischen Achse bewegbar ist. Der zweite Typ ist
ein Objektivvorsatz, bei dem ein schwingungsfestes Linsensystem mit einer Kor
rektionslinsengruppe an einem Vorsatz gehalten ist, der lösbar zwischen das
Objektivlinsensystem und den Kamerakörper eingesetzt ist. Bei beiden Typen wird
die auf den Kamerakörper einwirkende Schwingung erfaßt und die Korrektionslin
sengruppe entsprechend Größe und Richtung der Schwingung senkrecht zur opti
schen Achse bewegt, um die Bildunschärfe in der Bildfläche zu beseitigen. Es
sind verschiedene Typen von Schwingungserfassungsvorrichtungen und An
triebsvorrichtungen für schwingungsfeste Linsen bekannt.
Bei den schwingungsfesten Objektiven des Vorsatztyps ist das schwingungsfeste
Linsensystem zwischen dem Objektiv (Hauptlinsensystem) und dessen Bildfläche
in dem Kamerakörper angeordnet. Das schwingungsfeste Linsensystem ist vor
einer Stelle angeordnet, in der das Objektiv das Bild erzeugt, so daß die Bild
erzeugungsposition um eine der Dicke des Anschlusses (Abstand zwischen den
Fassungen, die an dem vorderen und dem hinteren Ende des Anschlusses zur
Verbindung desselben mit dem Objektiv und dem Kamerakörper vorgesehen sind)
entsprechende Strecke nach hinten verschoben ist, um ein Bild auf der Bildfläche
des Kamerakörpers zu erzeugen.
Es ist wünschenswert, daß durch den schwingungsfesten Objektivvorsatz im
wesentlichen keine Veränderung der Brennweite des Hauptlinsensystems verur
sacht wird, d. h. der Abbildungsmaßstab etwa 1 ist. Ist jedoch der Abbildungs
maßstab etwa 1, so ist es schwierig, eine ausreichende Dicke des Vorsatzes zu
erreichen. Die Konstruktion eines schwingungsfesten Linsensystems mit einer
Anzahl von Linsenelementen, die zur Korrektion von Aberrationen ausreicht, be
reitet somit Schwierigkeiten.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen schwingungsfesten Objektivvorsatz anzu
geben, der hinsichtlich der Entwurfsfreiheit des schwingungsfesten Linsensystems
verbessert ist sowie gute optische Eigenschaften hat und dessen schwingungsfe
stes Linsensystem hinsichtlich des Abbildungsmaßstabs optional eingestellt wer
den kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen schwingungsfesten Objektivvorsatz
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Nach dem Grundkonzept der vorliegenden Erfindung wird das Licht, welches das
von dem Objektiv erzeugte Bild trägt, einmal abgebildet und dann durch das
schwingungsfeste Linsensystem umgekehrt auf eine Bildfläche des Kamerakör
pers abgebildet, so daß der Abbildungsmaßstab (Vergrößerung) optional einge
stellt und die Dicke des Objektivanschlusses vergrößert werden kann. Auf diese
Weise kann eine zur Erhöhung der optischen Eigenschaften ausreichende Anzahl
von Linsenelementen in dem Objektivvorsatz untergebracht werden.
Der zwischen dem Objektiv und dem Kamerakörper lösbar einsetzbare Objektiv
vorsatz ermöglicht es, daß die Freiheit hinsichtlich des Entwurfes des schwingungsfesten
Linsensystems gesteigert und ein optionaler Abbildungsmaßstab
eingestellt werden kann sowie die optischen Eigenschaften verbessert werden
können.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche
sowie der folgenden Beschreibung.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Figuren näher erläuert. Darin zei
gen:
Fig. 1 einen zwischen einem Objektiv und einem Kamerakörper einge
setzten Objektivvorsatz als Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 einen bekannten Objektivvorsatz entsprechend Fig. 1 zum Ver
gleich,
Fig. 3 die schematische Darstellung einer Linsenanordnung eines ersten
Ausführungsbeispiels des Objektivanschlusses,
Fig. 4A, 4B, 4C und 4D
die Diagramme der Aberrationen des Linsensystems nach Fig. 3,
Fig. 5 die schematische Darstellung eines Linsensystems in seiner Ge
samtheit, das den Objektivvorsatz nach Fig. 3 und ein Objektiv in
Kombination enthält,
Fig. 6 die schematische Darstellung einer Linsenanordnung eines zwei
ten Ausführungsbeispiels des Objektivanschlusses,
Fig. 7A, 7B, 7C und 7D
die Diagramme der Aberrationen des Objektivanschlusses nach
Fig. 6,
Fig. 8 die schematische Darstellung eines Linsensystems in seiner Ge
samtheit, das den Objektivvorsatz nach Fig. 6 und ein Objektiv in
Kombination enthält,
Fig. 9 die schematische Darstellung der Linsenanordnung eines dritten
Ausführungsbeispiels des Objektivanschlusses,
Fig. 10A, 10B, 10C und 10D
die Diagramme der Aberrationen des Objektivanschlusses nach
Fig. 9,
Fig. 11 die schematische Darstellung eines Linsensystems in seiner Ge
samtheit, das den Objektivvorsatz nach Fig. 9 und ein Objektiv in
Kombination enthält,
Fig. 12 die schematische Darstellung der Linsenanordnung eines vierten
Ausführungsbeispiels des Objektivanschlusses,
Fig. 13A, 13B, 13C und 13D
die Diagramme der Aberrationen des Objektivanschlusses nach
Fig. 12,
Fig. 14 die schematische Darstellung eines Linsensystems in seiner Ge
samtheit, das den Objektivvorsatz nach Fig. 12 und ein Objektiv in
Kombination enthält,
Fig. 15 die schematische Darstellung der Linsenanordnung eines fünften
Ausführungsbeispiels des Objektivanschlusses,
Fig. 16A, 16B, 16C und 16D
die Diagramme der Aberrationen des Objektivanschlusses nach
Fig. 15 und
Fig. 17 die schematische Darstellung eines Linsensystems in seiner Ge
samtheit, das den Objektivvorsatz nach Fig. 15 und ein Objektiv in
Kombination enthält.
Fig. 1 zeigt einen schwingungsfesten Objektivvorsatz 10, der zwischen einem
Objektivlinsensystem (Hauptlinsensystem) 20 und einem Körper 30 einer CCTV-
Kamera eingesetzt ist. Der Objektivvorsatz 10 ist an seinem vorderen Ende mit
einer Linsenfassung MTM versehen, an der das Objektivlinsensystem 20 angebracht
ist. Am hinteren Ende des Objektivanschlusses 10 befindet sich eine Fas
sung MTA, an der der Kamerakörper montiert ist.
Der Objektivvorsatz 10 enthält ein Linsensystem (Umkehr-, Zwischenabbil
dungslinsensystem) 13, das hinter einer Bilderzeugungsposition FM angeordnet
ist, an der das Objektivlinsensystem 20 ein Bild erzeugt. Das Linsensystem 13
enthält eine senkrecht zur optischen Achse bewegbare Korrektionslinsengruppe
11 und eine feste Linsengruppe 12. Das Linsensystem 13 erzeugt auf einer Bild
fläche (CCD) 31 des Kamerakörpers 30 eine Abbildung (Zwischen-, Umkehrabbil
dung) eines Bildes, welches das Objektivlinsensystem 20 an der Bilderzeugungs
position FM erzeugt. Das Linsensystem 13 kann aus einem afokalen Linsensy
stem bestehen oder insgesamt positive oder negative Brechkraft haben. Hinsicht
lich des mechanischen Aufbaus ist das Gewicht der Korrektionslinsengruppe vor
zugsweise gering. Zu diesem Zweck ist das Linsensystem 13 vorzugsweise aus
der beweglichen Korrektionslinsengruppe 11 und der stationären Linsengruppe 12
zusammengesetzt. Alternativ kann das Linsensystem 13 in seiner Gesamtheit aus
der Korrektionslinsengruppe 11 bestehen, die in Richtung senkrecht zur optischen
Achse bewegbar ist. Die Reihenfolge der Anordnung der beweglichen Linsen
gruppe 11 und der stationären Linsengruppe 12 kann umgekehrt sein zu der in
Fig. 1 gezeigten.
Fig. 2 zeigt zum Vergleich einen bekannten Objektivvorsatz 10', in dem das
schwingungsfeste Linsensystem 13' zwischen dem Objektiv 20 und dessen Bil
derzeugungsposition FM angeordnet ist. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Stand der
Technik ist die Bilderzeugungsposition FM des Objektivs 20 um eine Strecke nach
hinten verschoben, die der Dicke des Objektivanschlusses 10' entspricht. Die Ver
schiebung der Bilderzeugungsposition nach hinten ist jedoch beschränkt, so daß
eine Vergrößerung der Dicke des Objektivanschlusses 10', d. h. des Abstandes
zwischen der Objektivfassung und der Körperfassung schwierig ist. Der Abstand L
zwischen den Fassungen ergibt sich wie folgt:
L = (m - 1)a + Δ,
worin m den Abbildungsmaßstab (Vergrößerung) bezeichnet, a den Abstand zwi
schen dem ersten Hauptpunkt des Objektivanschlusses und der Bildfläche des
Objektivs sowie Δ den Abstand zwischen den Hauptpunkten des Linsensystems
13'. Unter der Voraussetzung, daß die in Fig. 2 nach rechts weisende Richtung mit
+ bezeichnet ist, gilt a < 0 und m < 0. Ist im Stand der Technik der Abbildungs
maßstab etwa gleich 1, d. h. m = -1, so ist eine Vergrößerung der Dicke des Objek
tivanschlusses schwierig, da der Abstand Δ zwischen den Hauptpunkten des Lin
sensystems 13' klein ist.
Die Dicke des in Fig. 1 gezeigten Objektivanschlusses, d. h. dessen Länge in
Richtung der optischen Achse, kann dagegen leicht vergrößert werden. Bei dem
Objektivvorsatz nach Fig. 1 ist nämlich die Korrektionslinsengruppe rechtsseitig
des Bilderzeugungspunktes angeordnet, so daß das Bild umgekehrt wird, d. h.
a < 0, m < 0 gilt, da das Linsensystem 13 das Bild, welches das Objektiv an der Bil
derzeugungsposition FM erzeugt, umgekehrt auf die Bildfläche 31 des Kamera
körpers 30 abbildet. So kann nicht nur die Freiheit beim Entwurf des Linsenauf
baus des Objektivanschlusses 10 erhöht, sondern auch der Antriebsmechanismus
für die Korrektionslinsengruppe 11 leicht untergebracht werden. Für den schwin
gungsfesten Objektivvorsatz hat die Anmelderin eine weitere Anmeldung getätigt
(U. S. S. N. 138,373).
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung liegt in der Anordnung des wie oben er
läutert aufgebauten Objektivanschlusses 10. Das schwingungsfeste Linsensystem
13 enthält mindestens sechs positive Linsenelemente und mindestens zwei nega
tive Linsenelemente.
Der Objektivvorsatz 10 hat ein Umkehrlinsensystem (Zwischenabbildungs
linsensystem), das eine Umkehrabbildung (Zwischenabbildung) des Bildes des
Objektivs 20 auf der Bildfläche 31 des Kamerakörpers 30 erzeugt. In diesem
Umkehrlinsensystem werden vorzugsweise Linsengruppen mit positiver Brechkraft
in Kombination eingesetzt, um eine Umkehrabbildung (Zwischenabbildung) der
Pupille des Objektivs 20 durchzuführen. Bei einer Linse mit starker positiver
Brechkraft steigt jedoch die Petzval-Summe an. Um dies zu kompensieren, muß
eine Linse mit starker negativer Brechkraft eingesetzt werden. Weiterhin ist es
wünschenswert, die Anzahl der die positive Linsengruppe bildenden
Linsenelemente zu erhöhen, um die durch das Ansteigen der Petzval-Summe
verursachten Aberrationen zu korrigieren.
Die Bedingung, dass mindestens sechs positive Linsenelemente und mindestens
zwei negative Linsenelemente bei dem zur Schwingungskompensation bestimm
ten Linsensystem nach der Erfindung verwendet werden, erfüllt die vorstehend
genannten Anforderungen an das Umkehrlinsensystem (Zwischenabbildungs
linsensystem). Ist die Anzahl der positiven Linsenelemente geringer als sechs
oder die Anzahl der negativen Linsenelemente geringer als zwei, so gestaltet sich
die Verringerung der Petzval-Summe schwierig, wodurch eine effiziente
Kompensation der Aberrationen erschwert wird. Vorzugsweise werden
mindestens sieben positive Linsenelemente und mindestens drei negative
Linsenelemente verwendet.
Zur Verringerung der Petzval-Summe sind die positiven Linsenelemente vorzugs
weise jeweils als Glaslinse mit hohem Brechungsindex ausgebildet. Der mittlere
Wert Np des Brechungsindex der positiven Linsenelemente genügt vorzugsweise
folgender Beziehung:
1,65 < Np.
1,65 < Np.
Bei Verwendung von mehr als sechs positiven Linsenelementen sind mindestens
drei von ihnen aus einem Material hergestellt, dessen Brechungsindex größer als
1,7 ist.
Vorzugsweise sind in einem Bereich, in dem die Neigung der Paraxialstrahlen ge
genüber der optischen Achse minimal ist, mindestens sechs positive Linsenele
mente und mindestens zwei negative Linsenelemente in zwei Gruppen unterteilt,
nämlich eine vordere Linsengruppe und eine hintere Linsengruppe. Die vordere
Linsengruppe enthält mindestens vier positive und mindestens zwei negative Lin
senelemente, und die hintere Linsengruppe enthält mindestens drei positive Lin
senelemente und mindestens ein negatives Linsenelement. Mit dieser Anordnung
können sowohl in der vorderen als auch in der hinteren Linsengruppe die Petzval-
Summe verringert und die Aberrationen effektiv kompensiert werden.
Die Aberrationen werden nämlich von der vorderen Linsengruppe und der hinte
ren Linsengruppe unabhängig voneinander korrigiert. ist die Neigung der Para
xialstrahlen zwischen der vorderen und der hinteren Linsengruppe minimiert (etwa
0), und sind die Aberrationen durch die vordere und die hintere Linsengruppe in
dividuell korrigiert, so ist die durch Herstellungsfehler, z. B. durch eine Fehlausrich
tung der optischen Achse der vorderen und der hinteren Linsengruppe, verur
sachte Verschlechterung der optischen Eigenschaften gering. Ist darüber hinaus
die Spezifikation des Linsensystems, z. B. der Abbildungsmaßstab, zu verändern,
so kann diese neue Spezifikation dadurch erreicht werden, daß nur eine Linsen
gruppe, nämlich die vordere oder die hintere Linsengruppe modifiziert wird.
Da die chromatische Aberration des Hauptobjektivs ebenfalls mit übertragen wird,
steigt die axiale chromatische Aberration in dem Umkehrlinsensystem tendenziell
an. Wird darüber hinaus das Linsenumkehrsystem für mehrere Hauptobjektive
verwendet, so ist es, da die chromatischen Aberrationen der jeweiligen Hauptob
jektive unterschiedlich sind, ratsam, die chromatischen Aberrationen allein durch
das Umkehrlinsensystem (schwingungsfester Objektivvorsatz) vollständig zu
kompensieren. Zu diesem Zweck wird vorzugsweise ein Glas mit hohen Bre
chungsindex und geringem Dispersionsvermögen verwendet. So werden vor
zugsweise mindestens zwei Linsenelemente eingesetzt, deren Brechungsindex n
und deren Dispersionsvermögen ν folgende Beziehung erfüllen:
n < 1,6; ν < 60.
n < 1,6; ν < 60.
Die Sensitivität der Korrektionslinsengruppe in dem schwingungsfesten Linsensy
stem ist vorzugsweise zu verringern und die Auslenkung der Linsengruppe zu er
höhen, um Zuverlässigkeit des schwingungsfesten Linsensystems zu steigern. So
können Schwingungen durch die erhöhte Auslenkung der Korrektionslinsengruppe
kompensiert werden. Vorzugsweise erfüllt die Sensitivität K der zu dem
schwingungsfesten Linsensystem gehörenden Korrektionslinsengruppe folgende
Beziehung:
0,2 < |K| < 0,8,
worin die Sensitivität K durch folgenden Quotienten dargestellt ist: (Auslenkung des durch das schwingungsfeste Linsensystem in der Bildfläche erzeugten Bil des)/(Auslenkung der Korrektionslinsengruppe in Richtung senkrecht zur opti schen Achse).
0,2 < |K| < 0,8,
worin die Sensitivität K durch folgenden Quotienten dargestellt ist: (Auslenkung des durch das schwingungsfeste Linsensystem in der Bildfläche erzeugten Bil des)/(Auslenkung der Korrektionslinsengruppe in Richtung senkrecht zur opti schen Achse).
Die Korrektionslinsengruppe besteht aus Gründen der Gewichtsverringerung vor
zugsweise aus einer Kunststofflinse.
Numerische Beispiele der Erfindung werden im folgenden diskutiert. Das in den
folgenden fünf Ausführungsbeispielen verwendete Hauptobjektiv 20 ist stets das
gleiche, und seine numerischen Daten sind in Tabelle 1 angeführt.
In den Diagrammen der Aberrationen für die jeweiligen Ausführungsbeispiele be
zeichnet SA die sphärische Aberration, SC die Sinusbedingung, die d-Linie, die g-
Linie und die c-Linie die lateralen chromatischen Aberrationen, dargestellt durch
die sphärischen Aberrationen, bei den jeweiligen Wellenlängen, S die Sagittal
strahlen und M die Meridionalstrahlen. In den Tabellen und Zeichnungen bezeich
net FNO die F-Zahl, f die Brennweite, W den halben Feldwinkel, M den Abbil
dungsmaßstab (laterale Vergrößerung), fB die hintere Bildweite, R den Krüm
mungsradius der jeweiligen Linsenfläche, D den Abstand zwischen den Linsen
oder die Linsendicke, Nd den Brechungsindex und νd die Abbe-Zahl.
Fig. 3 zeigt die Linsenanordnung eines ersten Ausführungsbeispiels eines
schwingungsfesten Linsensystems 13 des erfindungsgemäßen Objektivanschlus
ses. Die Fig. 4A bis 4D zeigen die Diagramme der Aberrationen des schwingungs
festen Linsensystems 13 nach Fig. 3. Fig. 5 zeigt das gesamte Linsensystem, in
dem das schwingungsfeste Linsensystem 13 nach Fig. 3 mit dem Hauptobjektiv
20 kombiniert ist. In Tabelle 2 sind numerische Daten des schwingungsfesten Lin
sensystems 13 nach Fig. 3 angeführt. Die Glasabdeckung C der CCD 31 nach
Fig. 5 ist in Fig. 3 nicht gezeigt. Die Flächen Nr. 17 und 18 in Tabelle 2 entspre
chen jedoch den entgegengesetzten Flächen der Glasabdeckung C.
Das schwingungsfeste Linsensystem 13 des ersten Ausführungsbeispiels enthält
sechs positive Linsenelemente und zwei negative Linsenelemente. Diese Linsen
elemente sind in zwei Linsengruppen unterteilt, nämlich eine vordere Linsen
gruppe 13-1 und eine hintere Linsengruppe 13-2, und zwar in einem Bereich, in
dem der Neigungswinkel der Paraxialstrahlen gegenüber der optischen Achse
minimal ist. Die vordere Linsengruppe 13-1 und die hintere Linsengruppe 13-2
haben jeweils drei positive und ein negatives Linsenelement. Die dem Objekt
(Hauptobjektiv 20) am nächsten angeordnete, vorderste Linse ist in Fig. 3 schraf
fiert dargestellt und bildet eine Korrektionslinsengruppe 11, die senkrecht zur opti
schen Achse bewegbar ist. Der mittlere Brechungsindex der positiven Linsenele
mente beträgt 1,73983. Die sechs positiven Linsenelemente haben einen Brechungsindex
größer als 1,7. Es ist keine Linse vorgesehen, deren Brechungsindex
n größer als 1,6 oder deren Abbe-Zahl ν größer als 60 ist. Die Sensitivität K der
Korrektionslinsengruppe 11 beträgt 0,74.
Fig. 6 zeigt die Linsenanordnung des schwingungsfesten Linsensystems 13 in ei
nem zweiten Ausführungsbeispiel. Die Fig. 7A bis 7D zeigen die Diagramme der
Aberrationen des Linsensystems 13 nach Fig. 6. Fig. 8 zeigt das gesamte Linsen
system, in dem das schwingungsfeste Linsensystem 13 nach Fig. 6 mit dem
Hauptobjektiv 20 kombiniert ist. In Tabelle 3 sind numerische Daten des Linsen
systems 13 nach Fig. 6 angeführt. Die Glasabdeckung C der CCD 31 nach Fig. 8
ist in Fig. 6 nicht gezeigt. Die Flächen Nr. 19 und 20 in Tabelle 3 entsprechen je
doch den entgegengesetzten Flächen der Glasabdeckung C.
Das schwingungsfeste Linsensystem 13 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
besteht aus sieben positiven Linsenelementen und drei negativen Linsenelemen
ten. Die vordere Linsengruppe 13-1 enthält vier positive und zwei negative Lin
senelemente. Die hintere Linsengruppe 13-2 enthält drei positive und ein negati
ves Linsenelement. Die dem Objekt (Hauptobjektiv 20) am nächsten angeordnete,
vorderste Linse ist in Fig. 6 schraffiert dargestellt und bildet eine Korrektionslin
sengruppe 11, die in Richtung senkrecht zur optischen Achse bewegbar ist. Der
mittlere Brechungsindex der positiven Linsenelemente beträgt 1,73326. Unter den
positiven Linsenelementen haben fünf Linsenelemente einen Brechungsindex
größer als 1,7. Es sind zwei Linsenelemente vorgesehen, deren Brechungsindex n
größer als 1,6 und deren Abbe-Zahl ν größer als 60 ist. Die Sensitivität K der
Korrektionslinsengruppe 11 beträgt 0,51.
Fig. 9 zeigt die Linsenanordnung des schwingungsfesten Linsensystems 13 in ei
nem dritten Ausführungsbeispiel. Die Fig. 10A bis 10D zeigen die Diagramme der
Aberrationen des schwingungsfesten Linsensystems 13 nach Fig. 9, und Fig. 11
zeigt das gesamte Linsensystem, in dem das Linsensystem 13 nach Fig. 9 mit
dem Hauptobjektiv 20 kombiniert ist. In Tabelle 4 sind numerische Daten des Lin
sensystems 13 nach Fig. 9 angeführt. Die Glasabdeckung C der CCD 31 nach
Fig. 11 ist in Fig. 9 nicht dargestellt, die Flächen Nr. 21 und 22 nach Tabelle 4
entsprechen jedoch den entgegengesetzten Flächen der Glasabdeckung C.
Das schwingungsfeste Linsensystem 13 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
besteht aus acht positiven Linsenelementen und vier negativen Linsenelementen.
Die vordere Linsengruppe 13-1 und die hintere Linsengruppe 13-2 haben jeweils
vier positive Linsenelemente und zwei negative Linsenelemente. Die dem Objekt
(Hauptobjektiv 20) am nächsten angeordnete, vorderste Linse der hinteren Lin
sengruppe 13-2 ist in Fig. 9 schraffiert dargestellt und bildet eine Korrektionslin
sengruppe 11, die in Richtung senkrecht zur optischen Achse bewegbar ist. Der
mittlere Brechungsindex der positiven Linsenelemente beträgt 1,68899. Unter den
positiven Linsenelementen gibt es drei Linsenelemente mit einem Brechungsindex
größer als 1,7. Es sind drei Linsenelemente vorgesehen, deren Brechungsindex n
größer als 1,6 und deren Abbe-Zahl ν größer als 60 ist. Die Sensitivität K der Kor
rektionslinsengruppe 11 beträgt 0,40.
Fig. 12 zeigt die Linsenanordnung des schwingungsfesten Linsensystems 13 in
einem vierten Ausführungsbeispiel. Fig. 13A bis 13D zeigen die Diagramme der
Aberrationen des Linsensystems 13 nach Fig. 12, und Fig. 14 zeigt das gesamte
Linsensystem, in dem das Linsensystem 13 nach Fig. 12 mit dem Hauptobjektiv
20 kombiniert ist. In Tabelle 5 sind numerische Daten des Linsensystems 13 nach
Fig. 12 angeführt. Die Glasabdeckung C der CCD 31 nach Fig. 14 ist in Fig. 12
nicht gezeigt, die Flächen Nr. 21 und 22 in Tabelle 5 entsprechen jedoch den ent
gegengesetzten Flächen der Glasabdeckung C.
Das schwingungsfeste Linsensystem 13 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel
besteht aus acht positiven Linsenelementen und vier negativen Linsenelementen.
Die vordere Linsengruppe 13-1 und die hintere Linsengruppe 13-2 enthalten je
weils vier positive Linsenelemente und zwei negative Linsenelemente. Die dem
Objekt (Hauptobjektiv 20) am nächsten angeordnete, vorderste Linse der hinteren
Linsengruppe 13 ist in Fig. 12 schraffiert dargestellt und bildet eine Korrektionslin
sengruppe 11, die in Richtung senkrecht zur optischen Achse bewegbar ist. Die
Korrektionslinsengruppe 11 besteht aus einer Kunststofflinse. Der mittlere Bre
chungsindex der positiven Linsenelemente beträgt 1,68952. Unter den positiven
Linsenelementen haben drei Linsenelemente einen Brechungsindex größer als
1,7. Es sind drei Linsenelemente vorgesehen, deren Brechungsindex n größer als
1,6 und deren Abbe-Zahl ν größer als 60 ist. Die Sensitivität K der Korrektionslin
sengruppe 11 beträgt 0,40.
Fig. 15 zeigt die Linsenanordnung des schwingungsfesten Linsensystems 13 in
einem fünften Ausführungsbeispiel. Die Fig. 16A bis 16D zeigen die Diagramme
der Aberrationen des schwingungsfesten Linsensystems 13 nach Fig. 15. Fig. 17
zeigt das gesamte Linsensystem, in dem das Linsensystem 13 nach Fig. 15 mit
dem Hauptobjektiv 20 kombiniert ist. In Tabelle 6 sind numerische Daten des
schwingungsfesten Linsensystems 13 nach Fig. 15 angeführt. Die Glasabdeckung
C der CCD 31 nach Fig. 17 ist in Fig. 15 nicht dargestellt, die Flächen Nr. 22 und
23 in Tabelle 6 entsprechen jedoch den entgegengesetzten Flächen der Glasab
deckung C.
Das schwingungsfeste Linsensystem 13 gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel
besteht aus acht positiven und fünf negativen Linsenelementen. Die vordere Lin
sengruppe 13-1 enthält vier positive und zwei negative Linsenelemente. Die hintere
Linsengruppe 13-2 enthält vier positive und drei negative Linsenelemente. Die
vorderste, verkittete Linse der hinteren Linsengruppe 13-2 besteht aus einem
positiven Linsenelement und einem negativen Linsenelement, die miteinander
verkittet sind. Die in Fig. 15 schraffiert dargestellte verkittete Linse der hinteren
Linsengruppe 13-2 bildet eine Korrektionslinsengruppe 11, die in Richtung senk
recht zur optischen Achse bewegbar ist. Der mittlere Brechungsindex der positi
ven Linsenelemente beträgt 1,68899. Unter den positiven Linsenelementen haben
drei Linsenelemente einen Brechungsindex größer als 1,7. Es sind drei Linsen
elemente vorgesehen, deren Brechungsindex n größer als 1,6 und deren Abbe-
Zahl ν größer als 60 ist. Die Sensitivität K der Korrektionslinsengruppe 11 beträgt
0,40.
Wie vorstehend erläutert, sind ein Mechanismus zum Bewegen der Korrektions
linsengruppe 11 des schwingungsfesten Linsensystems 13 in Richtung senkrecht
zur optischen Achse, ein Element oder ein Mechanismus zum Erfassen der
Schwingung der Kamera und ein Algorithmus zum Bewegen der Korrektionslin
sengruppe entsprechend der erfaßten Schwingung an sich bekannt und nicht Ge
genstand der vorliegenden Erfindung.
Claims (12)
1. Schwingungsfester Objektivvorsatz, der lösbar zwischen einem Objektiv
(20) und einem Kamerakörper (30) angeordnet und versehen ist mit ei
nem schwingungsfesten Linsensystem (13), das mindestens eine senk
recht zur optischen Achse bewegbare Korrektionslinsengruppe (11) hat
und ausgebildet ist, ein von dem Objektiv (20) erzeugtes Bild mindestens
einmal umzukehren und auf eine Bildfläche (31) des Kamerakörpers (30)
abzubilden, wobei das schwingungsfeste Linsensystem (13) mindestens
sechs positive und mindestens zwei negative Linsenelemente enthält.
2. Objektivvorsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
mittlere Brechungsindex der positiven Linsenelemente größer als 1,65 ist.
3. Objektivvorsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die mindestens sechs positiven Linsenelemente und die mindestens zwei
negativen Linsenelemente in einem Bereich, in dem die Neigung der Pa
raxialstrahlen gegenüber der optischen Achse minimal ist, in eine vordere
(13-1) und eine hintere Linsengruppe (13-2) unterteilt sind, die jeweils
mindestens drei positive Linsenelemente und mindestens ein negatives
Linsenelement enthalten.
4. Objektivvorsatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Korrektionslinsengruppe in einer Linsengruppe (11) enthalten ist, die in
der vorderen Linsengruppe (13-1) dem Objektiv (20) am nächsten ange
ordnet ist.
5. Objektivvorsatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Korrektionslinsengruppe in einer Linsengruppe (11) enthalten ist, die in
der hinteren Linsengruppe (13-2) dem Objektiv (20) am nächsten ange
ordnet ist.
6. Objektivvorsatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
vordere und die hintere Linsengruppe (13-1, 13-2) ausgebildet sind, Aber
rationen unabhängig voneinander zu korrigieren.
7. Objektivvorsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensitivität der Korrektionslinsengruppe (11) in
dem schwingungsfesten Linsensystem (13) folgende Bedingung erfüllt:
0,2 < |K| < 0,8,
worin K = (Auslenkung des von dem schwingungsfesten Linsensystem (13) auf der Bildfläche (31) erzeugten Bildes)/(Auslenkung der Korrekti onslinsengruppe (11) in Richtung senkrecht zur optischen Achse).
0,2 < |K| < 0,8,
worin K = (Auslenkung des von dem schwingungsfesten Linsensystem (13) auf der Bildfläche (31) erzeugten Bildes)/(Auslenkung der Korrekti onslinsengruppe (11) in Richtung senkrecht zur optischen Achse).
8. Objektivvorsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das schwingungsfeste Linsensystem (13) minde
stens sieben positive und mindestens drei negative Linsenelemente ent
hält.
9. Objektivvorsatz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß min
destens drei Linsenelemente der sieben positiven Linsenelemente einen
Brechungsindex größer als 1,7 haben.
10. Objektivvorsatz nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die mindestens sieben positiven Linsenelemente und die mindestens drei
negativen Linsenelemente in einem Bereich, in dem die Neigung der Pa
raxialstrahlen gegenüber der optischen Achse minimal ist, in eine vordere
und eine hintere Linsengruppe (13-1, 13-2) unterteilt sind, wobei die vor
dere Linsengruppe (13-1) mindestens vier positive und mindestens zwei
negative Linsenelemente und die hintere Linsengruppe (13-2) mindestens
drei positive Linsenelemente und mindestens ein negatives Linsenele
ment enthalten.
11. Objektivvorsatz nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das schwingungsfeste Linsensystem (13) mindestens zwei
Linsenelemente enthält, deren Brechkraft n größer als 1,6 und deren Dis
persionsvermögen ν größer als 60 ist.
12. Objektivvorsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Korrektionslinsengruppe (11) eine Kunststoff
linse enthält.
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