DE1987268U - Fullrohr fur die automatische Beschickung einer Druckgießmaschine mit Schmelze - Google Patents

Fullrohr fur die automatische Beschickung einer Druckgießmaschine mit Schmelze

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DE1987268U
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Description

Die Erfindung betrifft ein Füllrohr für die automatische Beschickung einer Druckgießmaschine mit aus dem Schmelztiegel mittels Pumpe in einem Umlaufrohr geförderter Schmelze, insbesondere Magnesiumschmelze.
Bei Druckgießmaschinen erfolgt die Zuführung der Schmelze in einem Füllrohr, das von einem Warmhalteofen zu der Druckkammer der Maschine führt. Bekannterweise ist dabei die Schmelze im Füllrohr mittels einer Kreiselpumpe oder durch die eigene Schwerkraft gefördert.
Wenn zwischen zwei Arbeitsgängen keine Metallentnahme stattfindet, tritt ein Stillstand des flüssigen Materials im Füllrohr ein. Dies führt dazu, dass sich im Laufe von mehreren Arbeitsstunden der Querschnitt des Füllrohres verringert, da sich Metalloxyde und Salze an der Rohrwand ablagern. In bestimmten Fällen hindern diese Ablagerungen den Durchfluß des Metalls erheblich, so dass das Rohr häufig gereinigt werden muß. Eine Abhilfe durch elektrische Beheizung des Füllrohres ist teuer und umständlich.
Es ist bei Speisung von Formen in steigendem Guß bekannt, neben dem Organ für die Anzapfung der Schmelze noch ein absperrbares Drosselventil im Umlaufrohr hinter der Anzapfstelle anzuordnen. Dieses Drosselventil bewirkt nicht nur die beim Gießen erforderliche Druckerhöhung im Zulaufstrang, sondern erlaubt auch eine gewisse Zurückströmung der Schmelze in den Tiegel während des Gießens (USA-Patentschriften 2 459 892 und 2 708 298). Eine derartige Einrichtung wäre aber in Anwendung auf die Druckgießtechnik nachteilig, weil sie dort weniger wirksam und kompliziert in der Ausführung ist.
Neuheitsgemäß vermeidet die Erfindung diese Nachteile dadurch, dass zur Erzielung eines dauernden Flüssigkeitsumlaufes in dem in an sich bekannter Weise aus zwei nebeneinanderliegenden Rohrsträngen bestehenden Füllrohr dessen Enden einerseits zusammen mit der Pumpe in dem Schmelztiegel angeordnet sind, andererseits in einen automatisch gesteuerten Stopfenauslaß münden, der über einen Hohlraum das Zulaufrohr mit dem Rücklaufrohr verbindet. Dabei besteht zweckmäßig der Stopfenauslaß aus einem den Hohlraum bildenden Gehäuse und einem in Abstand von der Gehäusewandung geführten Bolzen, der sich mit seinem einen Ende auf einer Öffnung im Gehäuseboden abstützt und mit seinem anderen Ende durch das Gehäuse hindurchragt.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das flüssige Metall während des intermittierenden Gießens intensiv in Bewegung bleibt, und zwar unabhängig davon, ob eine Metallentnahme stattfindet oder nicht. So ist es unmöglich, dass sich irgendwelche Teile, z.B. Salze oder Oxyde, an den Wänden ablagern, da diese immer wieder von dem starken Metallstrom mitgenommen werden. Diese günstige Wirkung wird bei dem Füllrohr nach der Erfindung ohne zusätzliche Armaturen also auf einfache und billige Weise erreicht.
In der nachfolgenden Beschreibung ist die Erfindung anhand einer in der Zeichnung schematisch dargestellten Druckgießmaschine als Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Mit 1 ist ein Warmhalteofen bezeichnet, in dessen mit Schmelze 2 gefüllten Tiegel 3 eine durch einen Luftmotor 4 angetriebene Kreiselpumpe 5 eingetaucht ist. Die Zuführung der Schmelze 2 vom Tiegel 3 zur Druckkammer 6 einer nicht näher dargestellten Druckgießmaschine erfolgt mittels eines Füllrohres 7, das aus zwei dicht nebeneinander verlegten Rohren besteht, von denen das Zulaufrohr 8 vom Druckstutzen der Pumpe 5 zu einem automatischen Stopfenauslaß 10 oberhalb der Druckkammer 6 führt und das Rücklaufrohr 9 von diesem Stopfenauslaß 10 abgehend in das Innere des Tiegels 3 münden. In diesen Rohren hält die Pumpe 5 die Schmelze 2 über einen Hohlraum 11 des Gehäuses 15 des Stopfenauslasses 10 in ständigem Kreislauf.
Die Metallentnahme erfolgt dadurch, dass ein Regelorgan 12 einen Bolzen 13 von seinem als Bohrung 14 ausgebildeten Sitz im Boden des Gehäuses 15 abhebt, so dass die Schmelze in die Druckkammer 6 fließen kann. Dabei ist die Bohrung 14 so bemessen, dass die Strömung in dem Rücklaufrohr 9 auch bei Metallentnahme aufrechterhalten wird.

Claims (2)

1. Füllrohr für die automatische Beschichtung einer Druckgießmaschine mit aus dem Schmelztiegel mittels Pumpe in einem Umlaufrohr geförderter Schmelze, insbesondere Magnesiumschmelze, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines dauernden Flüssigkeitsumlaufes in dem in an sich bekannter Weise aus zwei nebeneinanderliegenden Rohrsträngen (8, 9) bestehenden Füllrohr (7) dessen Enden einerseits zusammen mit der Pumpe (5) in dem Schmelztiegel (3) angeordnet sind, andererseits in einen automatisch gesteuerten Stopfenauslaß (10) münden, der über einen Hohlraum (11) das Zulaufrohr (8) mit dem Rücklaufrohr (9) verbindet.
2. Füllrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Stopfenauslaß (10) ein den Hohlraum (11) bildendes Gehäuse (15) und ein in Abstand von der Gehäusewandung geführter Bolzen (13) dienen, wobei letzterer sich mit seinem einen Ende auf einer Öffnung (14) im Gehäuseboden abstützt und mit seinem anderen Ende durch das Gehäuse (15) hindurchragt.
DENDAT1987268D Fullrohr fur die automatische Beschickung einer Druckgießmaschine mit Schmelze Expired DE1987268U (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0025520A1 (de) * 1979-08-21 1981-03-25 Helmut Sigler Vorrichtung zum Dosieren und Transport von Metallschmelzen

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
(USA-Patentschriften 2 459 892 und 2 708 298)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0025520A1 (de) * 1979-08-21 1981-03-25 Helmut Sigler Vorrichtung zum Dosieren und Transport von Metallschmelzen

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