DE199018C - - Google Patents

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DE199018C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B5/00Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
    • G08B5/22Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Control Of Position Or Direction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 199018 KLASSE 74 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. August 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Signalgeber für solche Kommandoanlagen, bei welchen der Geber mit dem Empfänger durch mehrere Leitungen verbunden ist, welche vermittels eines auf einer Kontaktbahn des Gebers laufenden Kontaktorgans wechselweise ein- und ausgeschaltet werden. Im besonderen bezieht sich die Erfindung auf eine Anlage, bei welcher ein Ruhestrom zur Aufrechterhaltung der übereinstimmenden Einstellung von Geber und Empfänger nicht erforderlich ist, entweder weil z. B. beide Vorrichtungen durch eine elektromagnetische Bremse in der Ruhelage gegen willkürliche Beeinflussung verriegelt sind, oder weil zufolge des magnetischen Systems des Empfängers die übereinstimmende Lage von Geber und Empfänger für jede neue Kommandogabe sich selbsttätig herstellt oder leicht gefunden werden kann (Einzelmagnete mit Kurbeltrieb usw.).
Bei einer solchen Anlage muß die Ein- und Ausschaltung des Speisestromes selbsttätig erfolgen, damit der Empfänger in allen Fällen· durch Handhabung des Gebers beeinflußt wird und kein beabsichtigtes Kommando ausbleiben kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zu diesem Zwecke, welche infolge Benutzung eines besonderen Schalters zum Ein- und Ausschalten des Speisestromes und Verwendung einer selbsttätigen Spannvorrichtung zur Bewegung dieses Schalters den Vorteil besitzt, daß höhere Stromstärken für den Betrieb der Anlage verwendet werden können, als wie es bei den bekannten Einrichtungen mit in der Kontaktbahn angeordneten Isolierstücken, auf welche sich das ruhende Kontaktörgan einstellt, möglich ist.
Die Einrichtung besitzt zur Ein- und Aus-Schaltung des Speisestromes einen Schleppschalter, welcher.einerseits.durch das den Laufkontakt antreibende Organ (ζ. Β. eine mittels Handrades gedrehte Welle) und andererseits durch eine Sperrvorrichtung, welche von dem Laufkontakt aus gespannt wird, derart beeinflußt wird, daß beim Einstellen des Gebers auf ein Kommando zunächst der Schleppschalter geschlossen wird und während der Bewegung des Laufkontaktes geschlossen bleibt, dagegen beim Stillstand des' letzteren zufolge einer hierbei ausgelösten Federwirkung der Sperrvorrichtung wieder geöffnet wird, worauf die Vorrichtung ohne Zutun des Bedienenden in der wirkungsbereiten Ruhelage sich befindet.
Weitere Teile der Erfindung seien an Hand der nachstehend beschriebenen Ausführungsform erläutert, welche beispielsweise einen Signalgeber mit elastischer Kupplung zwisehen Handrad und Laufkontakt betrifft.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Signalgeber in Seitenansicht und teilweisem Schnitt bei geöffnetem Gehäuse, in Fig. 2 das Kontaktwerk des Gebers und in Fig. 3 ein Geber in Verbindung mit einem Signalempfänger besonderer Art dargestellt. .
In Fig. ι ist ein mit einem Skalenzeiger % versehenes Handrad H, mit dessen Welle W ein Lückenscheibensegment ij (vgl. Fig. 3) und ein Stift Ot1 fest verbunden sind, auf einem
Zapfen ρ drehbar, welcher im Gehäuseboden B befestigt ist. Um diesen Zapfen sind auch eine Kapsel c und eine Scheibe d drehbar angeordnet. Zwischen einer an der Kapsel c vorgesehenen Buchse e und einem in der Scheibe d befestigten Stift g ist eine um den Zapfen ρ gewundene Spiralblattfeder F so angeordnet, daß in der Ruhelage des Gebers zwei Lappen Ci1 und a.2 der Kapsel c einerseits und der Scheibe d andererseits an dem Stift Jn1 und an einem zweiten Stift m2 anliegen, welcher an einem Zahnrad oder -segment R1 befestigt ist. Letzteres greift in den Zahntrieb R2 einer Welle ο ein, deren oberes Ende ein Kontakt- und Anschlagstück i (vgl. Fig. 2) trägt. Eine auf die Welle 0 geschobene Hohlwelle ν trägt zwei Schleiffedern Ar1, Ar2, von welchen die eine Ar1 auf Kontakten 1, 2, 3, die andere Jc2 auf einem Schleifring s schleift, wenn die Hohlwelle ν gedreht wird. Dies geschieht, wenn das Stück i gegen den einen oder anderen Zapfen x, y des Schleif federnträgers T anschlägt, worauf es letzteren bei seiner Drehung mitnimmt. Vor dem Anschlag gegen die Zapfen werden durch das Stück i entweder die Kontaktfedern 4 und 7 oder 5 und 6 miteinander leitend verbunden, wodurch, wie bei i in Fig. 3 angedeutet, der Signalstromkreis geschlossen wird.
Mit der Hohlwelle ν ist eine Lückenscheibe S2 verbunden, in deren Zahnlücken eine federnd gelagerte Rolle r2 einfällt. Eine gleiche Rolle T1 ist bei dem Segment S1 angeordnet. Die Anordnung der Lücken von S1 und S2 zueinander ist derart, daß in der Ruhelage des Gebers das Kontaktstück i — welches über die Zahnräder R2, R1, Feder F und die Stifte m2, M1 mit dem Segment S1 gekuppelt ist — in einer mittleren Stellung zwischen den Federn 4, 5 einerseits und 6, 7 andererseits, wie Fig. 2 zeigt, gehalten wird, indem die Stellung dieser Federn unmittelbar vom Lückenrad S2 abhängig ist.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Wellen ο, ν wird durch eine Fliehkraftbremse C geregelt, deren radial verschiebbare Bremsklötze bei der Umdrehung der Welle mehr oder weniger stark gegen die Innenwandung der feststehenden Trommel t angedrückt werden. Letztere trägt zugleich die erwähnten Kontakte 1, 2, 3 und den Schleifring s.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Bei der Drehung des Handrades H z. B. im Sinne des Pfeiles wird durch den Stift Jn1, den Lappen a2, Scheibe d und Stift g die Feder F gespannt. Die Rolle T1 gleitet hierbei über die Zähne des Segmentes Sx hinweg. Durch die Anspannung der Feder F wird sofort auch die Kapsel c im gleichen Sinne wie das Handrad H gedreht und diese Drehung durch den Lappen U1 der Kapsel und Stift m2 auf das Zahnsegment R1 und weiter über R2 auf die Welle 0 übertragen. Das Kontaktstück i verbindet infolgedessen die Federn 5 und 6 miteinander und schließt den Signalstromkreis. Sogleich darauf schlägt es an den Zapfen χ an, so daß die Schleiffedern Ar1, Ar2 im entgegengesetzten Sinne wie das Handrad H gedreht werden, sobald der Gegendruck der Rolle r2 durch die Spannung der Feder F überwunden wird. Diese Spannung ist proportional der nach dem Anschlag von i gegen χ eintretenden Entfernung zwischen Wi1 und m2 und bewirkt die Nachdrehung des Systems e, c, alt m2, R1, R2, o, i, x, v, S2 mit einer konstanten, durch die Bremse C geregelten Geschwindigkeit, bis der Lappen ατ an den Stift Mi1 des inzwischen zur Ruhe gekommenen Handrades anschlägt. Durch die während der Drehung des Systems erfolgte Kontaktgabe an den Kontakten 1, 2 und 3 ist der Empfängerzeiger der entfernten Station auf die gleiche Skalenmarke wie der Zeiger \ des Gebers eingestellt worden.
Nach dem Anschlagen von ax gegen mx werden durch den Druck der Rolle r2 die Schleiffedern Ar1 und Ar2 noch um so viel weitergedreht — ohne das schon erreichte Kontaktstück (1 bzw. 2 bzw. 3) zu verlassen ·—, bis das Kontaktstück i, wie vorher erläutert, in der Mitte zwischen den Federn 4 bis 7 steht. Hierdurch ist der Signalstromkreis wieder unterbrochen.
Der gleiche Vorgang tritt bei der Drehung des Handrades in umgekehrter Richtung ein.
Die Kontaktstücke 1, 2 und 3 sind z. B. nach Fig. 3 mit drei — andererseits an Erde gelegten — Mantelelektromagneten ev e2, e3 verbunden, deren Kernanker in bekannter Art gemeinsam auf eine Kurbel q wirken. Indem durch die Bewegung der Schleiffedern Ar1, Ar2 die Magnete entweder in der Reihenfolge elt e2, es oder elt e3, e2 erregt und hierbei ihre Anker nacheinander angezogen werden, wird mittels einer Zahnräderübersetzung u ein Zeiger ^1 in bestimmter Richtung gedreht und auf das am Geberzeiger eingestellte Kornmando eingestellt.
Der Empfänger in Fig. 3 ist noch in bekannter Weise mit einem Zeiger ^2 versehen, welcher nach Auslösung einer Sperrklinke K durch einen Elektromagneten e4 unter der Wirkung einer durch die Bewegung von ^1 gespannten Spiralfeder / zur Deckung mit dem Zeiger ^1 gebracht wird. Dies geschieht vor Einstellung jedes neuen Kommandos selbsttätig, und zwar dient hierzu die am Geber der Fig. 3 dargestellte Einrichtung. Bei dieser wird die Rolle r2 von einem He-
bei h getragen, welcher mittels eines Schlüssels S (Fig. i) um seine Achse gedreht werden kann. Durch eine Feder w wird die Rolle r2 am Hebel h so stark an das Lückenrad S2 angedrückt, daß letzteres bei beliebiger Anspannung der Feder F in Ruhe bleibt und erst anläuft, wenn die Rolle r2 ausgehoben wird. Beim Ingangsetzen des Gebers findet somit zunächst nur (wie früher beschrieben) eine
ίο Kontaktgabe bei i statt, welche einen Stromfluß aus der Batterie b . über i, einen Kontakt 8, den Elektromagneten ei und Erde zur Folge hat. Die Klinke K wird ausgehoben und Zeiger ^2 mit ^1 zur Deckung gebracht.
Nachdem der Zeiger f des Gebers auf das zu übermittelnde Kommando eingestellt ist, wird mittels des Schlüssels S die Rolle r2 ausgehoben und zugleich der Kontakt 8 unterbrochen, so daß der Elektromagnet e4 stromlos und die Sperrung des Zeigers \% wieder hergestellt ist. Hierauf läuft die Feder F ab, wobei durch die Erregung der Magnete ßj bis es (über b, i, s, k2, kv die Kontakte 1,2,3, Leitungen I, II, III und Erde) die Einstellung des Zeigers ^1 auf das neue Kommando erfolgt. Am Ende des Ablaufs der Feder wird der Kontakt bei i (wie früher beschrieben) unterbrochen, so daß nunmehr der Hebel h wieder eingeklinkt werden kann, worauf das System im Ruhezustande ist.
Während des Ablaufs der Feder wird durch einen Druckarm D des Hebels h die Rolle T1 fest an das Segment S1 angedrückt, so daß es nicht möglich ist, das Handrad H zu drehen, ehe die Rolle r2 wieder das Rad S2 gesperrt hat. Hierdurch wird eine unzeitige Auslösung des Empfängerzeigers ^2 vermieden.
In der Ruhelage der Anlage stehen die
Zeiger \ und ^1 am Geber und Empfänger auf übereinstimmenden Skalenmarken, während der Zeiger ^2 des Empfängers das jeweils vorhergehende Kommando noch anzeigt. Diese Einrichtung ist für solche Anlagen von Vorteil, wo — wie z. B. bei Rangieranlagen — die Kenntnis des vorhergehenden Kommandos zweckmäßig ist.
Für die Wirkungsweise der Erfindung ist es gleichgültig, in welcher Weise das Elektromagnetsystem des Empfängers ausgebildet ist.
Die Kontaktvorrichtung des Gebers läßt sich in jedem Falle nach bekannten Regeln leicht entsprechend einrichten.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Signalgeber für Kommandoanlagen mit einem auf einer Kontaktbahn laufenden Kontaktorgan, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Einstellung des Gebers durch das den Laufkontakt (Schleiffedernträger T) antreibende Organ (Welle o) zunächst ein Schleppschalter (i, 4, 5, 6, 7) geschlossen wird, welcher von einer bei der Bewegung des Laufkontaktes (T) gespannten Sperrvorrichtung (s.2, r2) derart beeinflußt wird, daß zufolge einer beim Stillstand des Laufkontaktes ausgelösten Federwirkung der Sperrvorrichtung der Schleppkontakt wieder geöffnet wird, zum Zwecke, eine selbsttätige Ein- und Ausschaltung des Speisestromes für die Signalanlage zu bewirken.
  2. 2. Ausführungsform des Signalgebers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf einer festen Kontaktbahn (t) umlaufende Scbleiffedernträger (T) beim Andrehen der Hauptwelle (0) durch einen an dieser befindlichen Riegel
    (i) mit Hilfe von Anschlägen (x,y) mitgenommen wird, nachdem der Riegel den Leitungsstrom über zwei am Schleiffedernträger (T) befestigte Kontaktfedern (5, 6 bzw. 4,7) geschlossen hat, während beim Stillstand der Hauptwelle (0) zufolge des Druckes einer federnden Rolle (rj auf einen mit dem Schleiffedernträger (T) verbundenen Springstern (s2) eine Mittelstellung des Riegels (i) der Hauptwelle zwischen den Kontaktfedern (4, 7 und 5, 6) herbeigeführt wird.
  3. 3. Ausführungsform des Signalgebers nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelstellung des Riegels (i) zwischen den Kontaktfedern (4, 5, 6, 7) durch einen mit der Hauptwelle (W) verbundenen,- mit einer Druckrolle (rx) zusammenwirkenden Springstern (S1), welcher eine geeignete Teilung und Stellung zur Sperrvorrichtung (s2, r2) für den Schleppkontakt (i) besitzt, selbsttätig gesichert wird.
  4. 4. Ausführungsform des Signalgebers nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Sperrvorrichtung (s2, r2) für den Schleppkontakt
    (i) gleichzeitig eine von Hand (mittels Hebels S, D) auslösbare Ruhesperrung für den Lauf kontakt (T) bildet, derart, daß der letztere unter der Wirkung einer nach bekannter Art beim Einstellen des Gebers gespannten Feder (F) erst dann umlaufen no kann, wenn die Einstellung des Gebers beendigt und durch eine Verriegelung der Sperrvorrichtung (S1, V1) der Hauptwelle (W) gesichert ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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