DE19903231C2 - Fahrzeugsitz - Google Patents

Fahrzeugsitz

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    • B60N2/00—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit einem Sitz­ teil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist eine Sitzauflage bekannt (DE 297 18 922 U1), die in ihrem zentralen, in Längsrichtung sich erstreckenden Mit­ telbereich im Genitalbereich einer sitzenden Person eine vertiefte Rinne aufweist. Die vorgesehene Vertiefung soll dazu führen, störende Druckbelastungen, die sich insbeson­ dere nach langer Sitzzeit ergeben, zu vermeiden oder wenig­ stens zu reduzieren.
Die bekannte tiefliegende Rinne kann bei Fahrzeugsitzen so­ wohl aus praktischen als auch aus ästhetischen Gründen nicht vorgesehen werden. Bei Fahrzeugsitzen soll ein ge­ schlossenes Bild der Oberfläche erzeugt werden. Tiefe und große Rinnen sind aus diesem Grund störend. Darüber hinaus erweisen sich derartige Rinnen auch als problematisch, weil sich in Ihnen ständig Schmutz ansammelt.
Es ist auch bereits bekannt, das Sitzteil und die Rücken­ lehne eines Fahrzeugsitzes mit zentralen Mulden zu verse­ hen, die sich über die gesamten belasteten Auflageflächen des Sitzteils und der Rückenlehne erstrecken (FR 2 147 666). In diese Mulden können Kissen unterschiedlicher, je­ doch über ihre gesamte Erstreckung gleicher Materialhärte eingelegt werden. Mit dieser bekannten Lösung ist eine ge­ zielte Entlastung im Genitalbereich der sitzenden Person nicht möglich.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugsitz zu schaffen, der einerseits eine günstige Druckverteilung im Sitzteil ermög­ licht und andererseits eine weitgehend geschlossene Sitz­ fläche bietet.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Pa­ tentanspruchs 1.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Un­ teransprüchen beschrieben.
Durch das Vorsehen eines zentralen, weicher ausgebildeten Mittelbereichs wird eine günstige Verteilung der Druckbela­ stung auf die sitzende Person erzielt. Gleichzeitig ergibt sich ein geschlossenes Bild der Sitzfläche.
Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfin­ dung anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfin­ dungsgemäßen Fahrzeugsitzes,
Fig. 2 einen vertikalen Schnitt durch das Sitzteil entlang Ebene II-II in Fig. 1, im unbelaste­ ten Zustand des Sitzes,
Fig. 3 den Schnitt gemäß Fig. 2 mit unter Druckbela­ stung abgesenktem Mittelbereich.
Der Fahrzeugsitz weist ein Sitzteil 1 auf, an dem über Be­ schläge eine schwenkbare Rückenlehne 2 angelenkt ist. Die Rückenlehne 2 trägt eine höhenverstellbare Kopfstütze 3.
Die Schnittzeichnungen gemäß Fig. 2 und 3 zeigen den Sitzaufbau nur schematisch. Die in der Praxis vorgesehenen Sitzgestellteile sind nicht dargestellt.
Das Sitzteil 1 weist Polsterbereiche unterschiedlicher Här­ te auf. Ein Mittelbereich 1c, der sich von der Vorderseite bis zur Rückseite des Sitzteils erstreckt, besteht aus ei­ nem vergleichsweise weichen, geschäumten Material. Zu bei­ den Seiten des Mittelbereichs sind spiegelsymmetrisch aus­ gebildete seitliche Polsterbereiche angeordnet. Diese Pol­ sterbereiche sind härter ausgebildet und nehmen die aus dem Gewicht der sitzenden Person resultierenden Druckbelastun­ gen auf. Die beiden seitlichen Polsterbereiche bestehen ebenso wie der Mittelbereich 1c aus geschäumtem Material. Der in Fahrtrichtung links an den Mittelbereich 1c sich an­ schließende Polsterbereich 1b geht einteilig über in den als Seitenwulst ausgebildeten Polsterbereich 1e. Auf der gegenüberliegenden Seite geht der unmittelbar an den Mit­ telbereich 1c anschließende Polsterbereich 1a über in den als Seitenwulst ausgebildeten Polsterbereich 1d.
Ein gemeinsamer Bezug ist mit 1f bezeichnet. Der Bezug 1f weist verschiedene Bezugsbereiche auf, die an Verbindungs­ nähten, die als Einzüge ausgebildet sind, aneinander an­ schließen. Die Einzüge sind mit 1g, 1h, 1i und 1k bezeich­ net.
Der Mittelbereich 1c kann so weich ausgebildet sein, daß er lediglich den Spalt zwischen den Polsterbereichen 1a und 1b ausfüllt und im unbelasteten Zustand seine ursprüngliche Form stets wieder einnimmt.

Claims (5)

1. Fahrzeugsitz mit einem Sitzteil (1), das eine Sitzpol­ sterung (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) aufweist, die durch einen in Längsrichtung sich erstreckenden Mittelbereich (1c) in zwei spiegelsymmetrisch ausgebildete seitliche Pol­ sterbereiche (1a, 1d und 1b, 1e) gleicher Härte unter­ teilt ist, die zur Aufnahme der aus dem Gewicht der sit­ zenden Person resultierenden Druckbelastungen ausgebil­ det sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (1c) eine gegenüber den seitlichen Polsterbereichen (1a, 1d; 1b, 1e) geringere Härte auf­ weist, und daß das Niveau des Mittelbereichs (1c) zumin­ dest annähernd mit dem Niveau der sich seitlich an­ schließenden Polsterbereiche (1a und 1b) übereinstimmt.
2. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (1c) als sich zumindest annähernd über die gesamte Sitztiefe erstreckender Mittelstreifen ausgebildet ist.
3. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang zwischen Mittelbereich (1c) und den sich seitlich anschließenden Polsterbereichen (1a und 1b) durch Einzüge der Polsterbezüge getrennt ist.
4. Fahrzeugsitz nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der als Mittelstreifen ausgebildete Mittelbereich (1c) über die gesamte Sitztiefe zumindest annähernd gleiche Breite (b) aufweist.
5. Fahrzeugsitz nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Polstermaterial geschäumtes Material ist.
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FR2147666A5 (de) * 1971-07-26 1973-03-09 Universal Oil Prod Co
DE29718922U1 (de) * 1997-10-27 1998-07-30 Mathieu, Ernst-Ulrich, Dipl.-Ing., 55546 Frei-Laubersheim Sitzauflage zur Druckentlastung

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