DE1990687U - Karosseriehohlteil - Google Patents
KarosseriehohlteilInfo
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Description
"ß A. 2 6 912 6 -10.5.6fl
Patentanwälte
--- . Stuttgart, den 4. Mai 1968 ^
JOW Sfutfi@rf-1 Dr.W/Ja " '
Gymnasiumsir. 31B
TeL 0711/291133
TeL 0711/291133
Betr.s Gebrauchsmusteranmeldung P/G 3456
Inm.s Helmut und Werner Eisemann
7012 Fellbach/Stuttgart Hölderlinstraße 28
Karosseriehohlteil
Die Neuerung betrifft ein Karosseriehohlteil, insbesondere für die seitlichen Längsträger an Kraftfahrzeugen.
Es ist" bekanntj daß Kraftfahrzeugteile nach einer gewissen Zeit
korrodieren, auch wenn sie lackiert oder mit besonderen Rostschutzmitteln
versehen sind. Es hat sich gezeigt, daß insbesondere Karosseriehohlteilej wie beispielsweise die seitlichen
Längsträger von Kraftfahrzeugen, im Gegensatz zu anderen Karosserieteilen einer besonders starken Rostbildung ausgesetzt sind.
Die Rostbildung ist an Längs trägern besonders schwerwiegend·, weil
sich diese durchgerosteten Teile nur sehr schwer und nur mit bedeutendem Kostenaufwand"-erneuern lassen. Manche Automobilher-
2 —
~2-
steller sind aus diesem Grund schon dazu übergegangen, die Blechstärke an den sogenannten Türschwellern großer zu wählen,
um damit die Lebensdauer dieser Längsträger zumindest soweit zu verlängern, daß sie der Lebensdauer der übrigen Karosserieteile
in etwa entspricht. Die unerwünschten starken Korrosionserscheinungen treten aber nicht nur an den Längsträgern, sondern auch
an anderen Hohlräumen, beispielsweise oberhalb cder hinter den Kotflügeln auf, wo eine Reparatur ebenfalls nur mit verhältnismäßig
großem Aufwand möglich ist.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden.
Die Neuerung ist bei Karosseriehohlteilen der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, daß Be- und Entlüftungsöffnuiigen
vorgesehen sind, .deren Durchtrittsfläche mindestens
ZLm Teil nicht in der Karosserieteilfläche liegt. Der Neuerung
liegt die Erkenntnis zugrunde, daß der Korrosionsprozeß innerhalb der Hohlteile im wesentlichen.darauf zurückzuführen ist,
daß das Innere der Hohlteile gegenüber anderen Karosserieteilen
stets feucht ist, weil beispielsweise nach deml/agenwaschen oder
nach Eegenfallen <Mrt eine Austrocknung nur sehr langsam vor
sich gehen kann. Zum anderen bildet sich im Inneren der Hohlteile
insbesondere in den seitlichen Längsträgern, wegen der
häufig auftretenden Temperaturunterschiede zwischen dem Inneren des Wagens und der Außenluft Kondenswasser, das ebenfalls wesentlich
für das Auftreten der Korrosion verantwortlich ist. Durch die Neuerung wird «Stets eine einwandfreie Be- und Entlüftung
der Karosseriehohlteile ermöglicht, weil die Öffnungen einen großen Durchtrittsquerschnitt erhalten können, ohne daß die
Stabilität des Karosserieteiles nachteilig beeinflusst wird. Die Zu- Lind Abströmung kann leicht vor sich gehen, ohne daß
durch Schmutz Öffnungen verstopft werden können; wie das bei
den beispielsweise am unteren Türende ο„dgl. vorgesehenen
Wasserablaufbohrungen der Fall ist.
Bine besonders vorteilhafte Ausführungsforni der Neuerung wird
erreichtj wenn die Be- und Entlüftungsöffnungen in der Art von einseitig offenen Stutzen mit im wesentlichen senkrecht zu den
Karosserieblechen stehenden Durchtrittsöffnungen ausgebildet sind, die auf der in Fahrtrichtung weisenden Seite geschlossen sind.
Diese Ausführungsform ermöglicht eine ausgesprochen günstige Luftzirkulation,
verhindert gedoch«, daß Nässe oder Schmutz von der
Straße aus in die Öffnungen eindringen kann. Gleichzeitig unterstützt der während der Fahrt des Kraftfahrzeuges an den Austritts-
und Eintrittsöffnungen auftretende Sog die Be- und Entlüftung.
Auch evtl. im Inneren angesammelter Schmutz und Wasser werden stets zum Ablaufen gezwungen. Das gilt insbesondere dann,
wenn die Stutzen als nach unten gerichtete Ausprägungen des Karosseriebleches
ausgebildet sind, die vorteilhaft auch noch an der tiefsten Stelle des jeweiligen Karosseriehohlteiles angeordnet
sind c
Werden mehrere Stutzen mit Be- und Entlüftungsöffnungen vorgesehen,
so kann der angestrebte Effekt gesteigert werden. Das
gleiche gilt, wenn die Stutzen zueinander versetzt werden. Der Querschnitt der Stutzen kann beliebig sein, er kann beispiels-
weise halbkreisförmig, rechteckig oder auch, dreieckig gestaltet
sein. Die Wahl des Querschnittes wird im einzelnen davon abhängen, wie das entsprechende Karosseriehohlteil oder ein Teil
davon am leichtesten durch entsprechende Preßwerkzeuge hergestellt werden kann.
In der Zeichnung ist die Neuerung anhand eines Ausführungsbeispieles
dargestellt.
Ss zeigen?
Fig. 1 die perspektivische Darstellung eines aufgeschnxttenen seitlichen Türschwellers in der Ansicht von unten,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das untere Blech des Türschwellers
der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab und in schematiseher Darstellung,
Fig. 3 den Schnitt gemäß der Linie IH-III in Fig. 2 und die
Fig. 4 bis 6 verschiedene Ausführungsformen von Querschnitten
gemäß Fig. 3? die ebenfalls für die AusgestäLtung der
Erfindung gewählt werden können.
In der Fig. 1 ist ein aus vorzugsweise zwei Teilen 1 und 2 zusammengesetzter
hohler Türschweller für ein Kraftfahrzeug gezeigt, der an seiner linken oberen Seite an die sehematisoh dargestellte
Tür 3 des Kraftfahrzeuges anschließt. An der Unterseite der
Teile 1 und 2 sind jeweils halbkreisförmige Stutzen 4 in Form von nach unten gerichteten Ausprägungen aus den Karosserieteilen
1 und 2 vorgesehen.
Wie insbesondere auch aus der Fig. 2 hervorgeht, ist jeder der
a.n der Unterseite des Türschwell er s angeordneten Stutzen 4 mit
einer hutζenartigen Erhebung versehen, die aus dem Karosserieblech
nach unten ragt und an einem Ende eine offene Durchtrittsöffnung
5 aufweist. Die Fahrtrichtung des Kraftfahrzeuges ist
durch den Pfeil 6 angedeutet5 das bedeutete, daß die Durchtrittsöffnungen
5 auf der in Fahrtrichtung gesehenen hinteren Seite der Stutzen 4 angeordnet sind.
Die Anordnung der Stutzen 4 und der Durchtrittsöffnungen 5 weist
den großen Vorteil auf, daß das Imre des in der Fig. 1 gezeigten TürschwelTsrs jederzeit gut belüftet ist=, Schmutz und Wasser
kann, wie insbesondere aus Fig. 2 klar hervorgeht, einwandfrei
durch die Durchtrittsöffnungen 5 ablaufen, weil die Stutzen an
der tiefsten Stelle des Türschwellers angeordnet sind und jeweils eine Art Ausgußschnauze bilden. Der Querschnitt der Durchtrittsöffnungen 5 muß so groß gewählt werden, daß möglicherweise
in das Innere'gelangende Schmutzpartikel nicht zu einem Verstopfen
der öffnungen 5 führen können. In der Praxis hat sich beispielsweise bei einem Querschnitt der Durchtrittsöffnung 5 gemäß Fig.3
eine Breite a von etwa 2 bis 2,5 cm und eine Tiefe b von etwa 0,5 fais 1 cm als vorteilhaft erwiesen.
Die Stutzen 4 garantieren eine einwandfreie Belüftung, insbesondere
während der Pahrt des Kraftfahrzeuges? bei der cTurch
den hinter den Durchtrittsöffnungen 5 auftretenden Unterdruck
die Entlüftung im Sinne der I?feile 7 noch gefördert wird» Das
gilt insbesondere dann, wenn der i'ürschweller beispielsweise an seinem- vorderen oberen Ende mit einer beliebig gestalteten lufteintrittsöffnung
versehen ist. Die Anordnung einer solchen Öffnung ist jedoch im allgemeinen nicht nötig, da die Hohlteile
nicht so dicht gestaltet sind, daß keine ausreichende luftzirkulation durch die erfindungsgemäße Anordnung von lufteintrittsstutsen
erreicht werden könnte.
'He aus der l?ig<, 1 hervorgeht, können die Xufteintrittsstutzen
jeweils versetzt zueinander in mehreren Reihen angeordnet seiiif sie können auch so .angebracht werdens daß sie beispielsweise von
einem außerhalb des Fahrzeuges stehenden Betrachter nicht gesehen werden können. Sie sind in einfacher Weise durch entsprechende
Ausgestaltung der ohnehin vorhandenen PreiBwerkzeuge herzustellen,
sind aber selbstverständlich auch nachträglich anbringbar.
In den 3?ig. 4 bis 6 sind noch andere mögliche Querschnittsformen
für die Austrittsstutzen 4 g
Durch die !Teuerung wird neben der Entlüftung, die eine Kondenswasserbildung
in jedem Pail vermeidet und stets für eine günstige Austrocknung und damit für eine verminderte Korrosionsgefahr
sorgt5 a.ucli nodi ein v/eiterer großer Vorteil erreicht. Bei der
herstellung τοη ITeuwagen kann nämlich sowohl das im allgemeinen
angewandte Untfettungsnittel für die Karosserien, als aush die
Ü-rundierfarbe "beim üJintauehen der fertigen Karosserie "besser in
die Hohlteile eindringen Lind diese mit einem Schutzüberzug verselieno
Auch dieser Effekt trägt mit dazu Toei? daß Karosseriehohlteile,
insbesondere a/ber die seitlichen !längsträger an Kraft—
fsiirzeugen, eine größere Lebensdauer erhalten.
Claims (1)
- 263126*10.5.68S c Im t ζ an s ρ rii c lie1. Zarosserlehoiilteil, insbesondere für die seitlichen !längsträger an Eraftfahrzeugen, gekennzeichnet durch Be- und Entlüftung soffnungen (5)? deren Durehtrittsfläche zumindest zum Seil nicht in der Earosserieteilfläche (1) liegt,2» Earosseriehohlteil nach Anspruch 15 dadurch gekennzeichnet,, daß die Be- und Entlüftungsoffnungen in der Art von einseitig offenen Stutzen (4) mit im wesentlichen senkrecht zu den ICar oss erief lachen (l) stehende Durchtrittsöffnung en (5) ausgebildet-sind,', die auf der in fahrtrichtung (6) weisenden Seite geschlossen sind.»5. Earosserieliohlteil nach den Ansprüchen 1 und 25 dadurch gekennzeichnet ? daß die Stutzen als nach unten gerichtete Ausprägungen (4) des Earosseriebleches (1, 2) ausgebildet sind.4= Earosseri-ehlteile nach den Ansprüchen 1 bis 35 dadurch gekennzeichnet s daß mehrere Stutzen (4) mit Be- und Entlüftungsöffnungen (5) vorgesehen sind.5» Ji&rosserieholilteil nach Anspruch 45 dadurch gekennzeichnet, daß die Be- und Entlfütungsoffnungen (5) versetzt zueinander angeordnet sind» - .6. Karosseriehohlteil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 "bis 5s äadu.rch gekennzeichnet, daß die Stutzen (4) halbkreisförmigen Querschnitt "besitzen (Pig» 3)»= Larosseriehoiilteil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 "bis 5S dadurch gekennzeichnet, daß die Stutzen (4) einen dreieckigen (Fig. 4), trapezförmigen (Figo 5) oder rechteckigen Querschnitt (Fig. 6) "besitzen»
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1990687U true DE1990687U (de) | 1968-08-01 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0943531A2 (de) | 1998-03-18 | 1999-09-22 | DaimlerChrysler AG | Kraftfahrzeugkarosseriestruktur |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0943531A2 (de) | 1998-03-18 | 1999-09-22 | DaimlerChrysler AG | Kraftfahrzeugkarosseriestruktur |
| DE19811781A1 (de) * | 1998-03-18 | 1999-09-30 | Daimler Chrysler Ag | Karosseriestruktur |
| DE19811781B4 (de) * | 1998-03-18 | 2004-01-29 | Daimlerchrysler Ag | Karosseriestruktur |
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