DE19909143C2 - Bassbox einer Soundanlage eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Bassbox einer Soundanlage eines KraftfahrzeugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bassbox einer Soundanlage eines
Kraftfahrzeuges, insbesondere eines Personenkraftfahrzeuges
nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
In einem Kraftfahrzeug wird üblicherweise bereits serienmäßig
oder als Sonderausstattung eine Soundanlage installiert, die
z. B. ein Radio, ein Kassettenabspielgerät und ein CD-
Abspielgerät aufweist. Außerdem umfaßt eine bessere
Soundanlage ein Boxensystem, das Hochtonlautsprecher und
Tieftonlautsprecher, sogenannte "Bassboxen", aufweist.
Die DE 39 02 437 A1 zeigt einen Baßlautsprecher für
Kraftfahrzeuge, der ein Gehäuse mit innenliegenden Trennwänden
aufweist. Diese Trennwände bilden ein Schallreflexsystem aus.
Die EP 0 411 786 B1 zeigt eine Baßbox für Kraftfahrzeuge.
Diese Baßbox ist unter einem Fahrzeugsitz angeordnet und weist
zwei Kammern auf.
Aus der DE 197 35 082 A1 ist ein Tiefton-Lautsprecher bekannt,
der unter einem Fahrzeugsitz angeordnet ist und eine
Verbindung zu einem Schwellervolumen aufweist.
Bassboxen benötigen zur Erzeugung eines kräftigen Basses ein
relativ großes Einbauvolumen, für das im Innenraum eines
Kraftfahrzeuges, insbesondere in einem Personenkraftfahrzeug,
häufig nicht genügend Raum zur Verfügung steht. Bei dem Wunsch
nach einem kräftigen Bass der Soundanlage für Fahrer und
Beifahrer benötigt eine Bassbox ein Volumen in der
Größenordnung von wenigstens 10 bis 15 Litern. Bassboxen
dieser Größe werden üblicherweise im Fondraum oder im
Kofferraum des Fahrzeuges untergebracht, wobei sich jedoch ein
entsprechender
Nutzraumverlust einstellt. Eine im Fondraum oder Koffer
raum angeordnete Bassbox benötigt außerdem ein zusätzlich
vergrößertes Volumen, um beim Fahrer bzw. Beifahrer den ge
wünschten Sound erzeugen zu können. Insbesondere bei einem
Cabriolet ist zur Erzielung des gewünschten Sounds ein
"kräftiger" Bass erforderlich.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem,
eine Bassbox der eingangs genannten Art anzugeben, die ein
relativ großes Volumen aufweist, ohne dabei im Fahrzeuginnen
raum eine Innenraum- bzw. Stauraumverkleinerung zu bewirken.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch eine Bassbox mit
den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, einen be
reits am Fahrzeug vorhandenen hohlen Träger als Bassbox aus
zubilden. Dabei wird ein Längsträger bevorzugt, da dann in
der Regel ein relativ großes Volumen zur Verfügung steht. Auf
diese Weise wird der Innenraum des Fahrzeuges nicht beein
trächtigt, wobei gleichzeitig je nach der Ausgestaltung des
Trägers bzw. Längsträgers ein relativ großes Volumen für die
Bassbox zur Verfügung steht. Zweckmäßigerweise erhält der
Träger bzw. Längsträger dadurch eine Doppelfunktion, nämlich
zum einen dient er als Tragstrukturteil und zum anderen bil
det oder enthält er die Bassbox. Es ist klar, daß entspre
chende Schallübertragungsmittel vorgesehen sind, die den von
der Bassbox erzeugten Schall in den Fahrzeuginnenraum über
tragen.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Bassbox wird ein als Bassbox verwendeter Träger
durch einen im Einstiegsbereich des Fahrzeuges angeordneten
Längsträger oder durch einen Seiten- oder Türschweller des
Fahrzeuges gebildet. Derartige Schweller werden üblicherweise
hohl ausgebildet und weisen dabei ein Volumen von etwa 20 bis
25 Litern auf, so daß sich eine besonders kräftige Basswir
kung erzielen läßt.
Zur Abstrahlung des von der Bassbox erzeugten Sounds in den
Fahrzeuginnenraum weist die erfindungsgemäße Bassbox bzw. de
ren Schallübertragungsmittel zweckmäßigerweise wenigstens ei
nen in den Fahrzeuginnenraum einmündenden Bassaustritt auf.
Vorzugsweise mündet dieser wenigstens eine Bassaustritt im
Fußraum des Fahrers oder des Beifahrers in den Fahrzeuginnen
raum ein, was für die erwünschte Soundwirkung von besonderem
Vorteil ist. Dieser Vorteil wirkt sich besonders stark bei
Cabriolets aus.
Eine weitere Verbesserung der Soundwirkung ergibt sich dann,
wenn jedem Bassaustritt ein Umlenkrohr zugeordnet ist, das in
den Träger oder Längsträger eintaucht und die sich im Träger
ausbreitenden Schallwellen so umlenkt, daß sie im wesentli
chen quer zur Fahrzeuglängsrichtung in den Fahrzeuginnenraum
eintreten.
Vorteilhaft ist es, wenn sich im Träger bzw. Längsträger eine
Trennwand längserstreckt, die im Träger zwei sich in
Längsrichtung des Trägers erstreckende Hohlräume voneinander
trennt. Auf diese Weise wird einerseits die Stabilität des
Trägers, also vorzugsweise des Türschwellers, verbessert.
Andererseits ergibt sich dadurch insbesondere die Möglichkeit,
an der Trennwand einen Basslautsprecher derart zu montieren,
daß eine Vorderseite des Basslautsprechers dem einen Hohlraum
und eine Rückseite des Basslautsprechers dem anderen Hohlraum
zugeordnet ist. Durch diese Maßnahme werden in den Hohlräumen
die selben Schallwellen erzeugt, wobei sich jedoch eine
Phasenverschiebung in der Größe einer halben Wellenlänge
ergibt. Durch die Zuordnung separater, entsprechend dieser
Phasenverschiebung angeordneter bzw. positionierter
Bassaustritte kann in vorteilhafter Weise eine Synchronisation
der Schallwellen und somit eine Bassverstärkung erreicht
werden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschrei
bung näher erläutert.
Die einzige Fig. 1 zeigt eine schematisierte Draufsicht auf
einen Personenkraftwagen, der mit zwei Bassboxen nach der Er
findung ausgestattet ist.
Entsprechend Fig. 1 weist ein Personenkraftwagen 1 im Bereich
des Fahrzeugbodens an der bezüglich einer mit 2 bezeichneten
Fahrzeuglängsrichtung linken und an der rechten Fahrzeugseite
jeweils einen Längsträger 3 auf. Diese Längsträger 3 bilden
beim Fahrzeug 1 hinsichtlich der Fahrtrichtung 2 einen linken
Fahrzeugschweller 4 und einen rechten Fahrzeugschweller 5.
Die Schweller 4 und 5 sind erfindungsgemäß als Bassboxen aus
gebildet, die Bestandteile einer im übrigen nicht dargestell
ten, insbesondere zur Musikwiedergabe vorgesehenen, HiFi-
oder Soundanlage des Personenkraftwagens sind.
Jeder dieser Längsträger 3 oder Schweller 4 und 5 ist hohl
ausgebildet und weist in seinem Inneren eine in Fahrzeu
glängsrichtung 2 verlaufende Trennwand 6 auf, die den Innen
raum des Längsträgers 3 in zwei Hohlräume 7 und 8 unterteilt.
Der einem Fahrzeuginnenraum 9 zugewandte Hohlraum 7 wird im
folgenden mit "innerer oder innenliegender Hohlraum" und der
vom Fahrzeuginnenraum 9 abgewandte Hohlraum 8 wird im folgenden
mit "äußerer oder außenliegender Hohlraum" bezeichnet.
Anstelle einer im wesentlichen vertikal stehend angeordneten
Trennwand 6, kann bei einer anderen Ausführungsform die im
Längsträger 3 ausgebildete Trennwand auch horizontal liegend
oder mit beliebiger Neigung gegenüber einer Horizontalebene
angeordnet sein.
An der Trennwand 6 ist in einem, dem Fahrzeugheck zugewandten
Endbereich des Längsträgers 3 ein Basslautsprecher 10 mon
tiert, wobei eine Vorderseite 11 des Basslautsprechers 10 dem
inneren Hohlraum 7 und eine Rückseite 12 des Basslautspre
chers 10 dem äußeren Hohlraum 8 zugeordnet ist. Auf diese
Weise werden die vom Basslautsprecher 10 erzeugten Schallwel
len einerseits in den innenliegenden Hohlraum 7, symbolisiert
durch Pfeile a, und andererseits - entsprechend Phasenver
schoben - in den außenliegenden Hohlraum 8 abgestrahlt, was
durch Pfeile b symbolisiert ist.
In einem vom Lautsprecher 10 abgewandten Endbereich weist der
Längsträger 3 zwei Bassaustritte 13 und 14 auf, die bei einem
Fahrersitz 15 bzw. bei einem Beifahrersitz 16 in einen Fuß
raum 17 des Fahrzeuginnenraumes 9 einmünden. Der Bassaustritt
13 ist dem innenliegenden Hohlraum 7 zugeordnet und weist ein
bogenförmiges Umlenkrohr 18 auf, das in den innenliegenden
Hohlraum 7 eintaucht. Im Unterschied dazu ist der Bassaus
tritt 14 dem außenliegenden Hohlraum 8 zugeordnet und mit ei
nem bogenförmigen Umlenkrohr 19 ausgestattet, das in den au
ßenliegenden Hohlraum 8 eintaucht, wobei das Umlenkrohr 19
die Trennwand 6 durchdringt. Durch die Umlenkrohre 18 und 19
werden die sich in Fahrzeuglängsrichtung 2 in den Hohlräumen
7 und 8 ausbreitenden Schallwellen so umgelenkt, daß sie ent
sprechend den Pfeilen c im wesentlichen quer zur Fahrzeu
glängsrichtung 2 in den Fahrzeuginnenraum 9 eintreten.
Die Bassaustrittsöffnungen 13 und 14 sind in Fahrzeuglängs
richtung 2 voneinander beabstandet angeordnet, wobei der Ab
stand zwischen den beiden Bassaustritten 13 und 14 auf die
Phasenverschiebung zwischen den sich in den Hohlräumen 7 und
8 ausbreitenden Schallwellen abgestimmt ist, so daß sich bei
der Abstrahlung der Schallwellen in den Fahrzeuginnenraum 9
zumindest bei einem bevorzugten Frequenzbereich eine vorteil
hafte Bassverstärkung einstellt.
Die im Längsträger 3 untergebrachte Bassbox ist vorzugsweise
als Bassreflexbox ausgebildet. Der Längsträger 3 bildet dabei
eine sogenannten Bassröhre.
Es ist klar, daß die als Bassboxen dienenden Träger bzw.
Längsträger 3 bis auf die Bassaustritte 13 und 14 vollständig
geschlossen ausgebildet sind.
Claims (9)
1. Kraftfahrzeug mit einer Soundanlage, die mindestens eine
Bassbox aufweist, wobei das Kraftfahrzeug (1) mindestens einen
als Tragstrukturteil dienenden hohlen Träger (3) aufweist, der
sich im Bodenbereich des Fahrzeuges (1) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer dieser Träger (3) als Bassbox ausgebildet
ist, indem der Träger (3) mindestens einen in den
Fahrzeuginnenraum (9) einmündenden Bassaustritt (13, 14)
aufweist und sich im Träger (3) eine Trennwand (6) in
Längsrichtung des Trägers (3) erstreckt, die im Träger (3)
zwei sich in Längsrichtung des Trägers (3) erstreckende
Hohlräume (7, 8) voneinander trennt.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwand (6) die Stabilität des Trägers (3)
verbessert.
3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bassbox als Bassreflexbox ausgebildet ist.
4. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Trennwand (6) ein Basslautsprecher (10) montiert
ist, derart, daß eine Vorderseite (11) des Basslautsprechers
(10) dem einen Hohlraum (7 oder 8) und eine Rückseite (12) des
Basslautsprechers (10) dem anderen Hohlraum (8 oder 7)
zugeordnet ist.
5. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bassaustritt (13, 14) oder die Bassaustritte (13, 14)
im Fußraum (17) des Fahrers oder des Beifahrers in den
Fahrzeuginnenraum (9) einmünden.
6. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder. Hohlraum (7, 8) mindestens einen der in den
Fahrzeuginnenraum (9) einmündenden Bassaustritte (13, 14)
aufweist.
7. Kraftfahrzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Bassaustritt (13, 14) ein Umlenkrohr (18, 19)
zugeordnet ist, das in den Träger (3) oder in den jeweiligen
Hohlraum (7, 8) eintaucht und die sich im Träger (3)
ausbreitenden Schallwellen so umlenkt, daß diese im
wesentlichen quer zur Fahrzeuglängsrichtung in den
Fahrzeuginnenraum (9) eintreten.
8. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träges (3) als Längsträger ausgebildet ist, der in
einem Seitenbereich des Fahrzeuges (1) angeordnet ist.
9. Kraftfahrzeug nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der einen Längsträger bildende Träger (3) als Seiten- oder
Türschweller (4, 5) ausgebildet ist.
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|---|---|---|---|
| DE1999109143 DE19909143C2 (de) | 1999-03-03 | 1999-03-03 | Bassbox einer Soundanlage eines Kraftfahrzeuges |
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Publications (2)
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| DE19909143A1 DE19909143A1 (de) | 2000-11-23 |
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