DE19919599C2 - Klemme mit geringer Einschubkraft und hoher Haltekraft - Google Patents
Klemme mit geringer Einschubkraft und hoher HaltekraftInfo
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Description
Diese Erfindung bezieht sich auf Klemmen für das Befestigen
elektrischer Verbindungsteile und von Leitungskabelbäumen an
Fahrzeugkarosserieplatten gemäß den Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
Verschiedene Arten von Klemmen für das Befestigen elektrischer
Verbindungsteile oder von Leitungskabelbäumen an Fahr
zeugkarosserieplatten sind aus dem Stand der Technik bekannt.
Die Klemme wird typischerweise durch ein Loch oder einen
Schlitz in der Fahrzeugplatte eingeschoben. Eine wohlbekannte
und weit verbreitete Klemme weist einen zentralen Stiel mit
gewinkelten gestuften Widerhaken auf, um zu verhindern, daß die
Klemme aus der Öffnung herausgezogen wird.
Das US-Patent Nr. 5,324,151 beschreibt eine solche Klemme. Die
Klemme dieses Patents weist einen hohlen Stiel auf, der es den
Seiten gestattet, sich während des Einschiebens nach innen weg
zu biegen, um die Einschubkraft zu vermindern. Aber die Seiten
des Stiels biegen sich auch beim Herausziehen der Klemme aus
der Platte nach innen, was die Haltekraft verringert.
Die japanische Patentveröffentlichung 8-42536 (1996) zeigt eine
Klemme mit einem pfeilförmigen Kopf, der an einer flachen Basis
befestigt ist. Die Basis wird an einem Leiterkabelbaum mittels
eines Bandes befestigt. Arme, die sich von der Basis
erstrecken, wirken direkt gegen die Klemme, um zu helfen, die
Klemme im Eingriff mit einer Platte zu halten.
Die japanische Gebrauchsmusterveröffentlichung 60-134985 (1985)
zeigt nochmals eine andere Art einer Klemme.
Im allgemeinen ist die Klemme gemäß der vorliegenden Erfindung
durch einen hohlen dünnwandigen Stiel gekennzeichnet, der
flexibel und verformbar beim Einschieben seiner Widerhaken
durch eine Öffnung einer Karosserieplatte ist, was zu einer
niedrigen Einschubkraft führt. Zusätzlich ist das Innere des
flexiblen, dünnwandigen Stiels mit nach innen und nach oben
gewinkelten Fingern, die in sich gegenüberliegenden Sätzen oder
Paaren mit einem Raum zwischen den sich gegenüberliegenden
Fingern in jedem Paar ausgebildet sind, versehen. Der Winkel
der Finger und der Abstand zwischen ihnen gestattet es ihnen,
sich beim Einschieben der Klemme zu biegen, so daß sie die
niedrige Einschubkraft nicht behindern. Beim Zurückziehen der
Klemme aus der Öffnung der Karosserieplatte werden die
gewinkelten Finger durch die Verformung des dünnwandigen Stiels
jedoch in einen kreuzenden gegenseitigen Eingriff gedrückt, das
heißt, die Enden entgegengesetzter Finger in einem Paar werden
zusammengedrückt, um die Steifheit der Klemme zu erhöhen. Somit
ist die Kraft, die man benötigt, um die Klemme zurück zu zie
hen, höher als die Einschubkraft.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Diese Erfindung zusammen mit anderen Merkmalen,
Aspekten und Vorteilen wird besser verständlich aus der fol
genden Beschreibung, wenn sie in Verbindung mit den beglei
tenden Zeichnungen betrachtet wird. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Klemme des Standes der
Technik mit einem massiven Stiel;
Fig. 2 eine Seitenansicht einer zweiten Klemme des Standes der Technik mit einem
hohlen, innen versteiften Stiel;
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Klemme gemäß der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen
Klemme der Fig. 3;
Fig. 5 ein Standardleiterkabelbaumverbindungsgehäuse, das
ausgebildet ist, um eine Klemme gemäß der vorliegenden
Erfindung zu montieren, mit einem verschiebbar montierten
Basisteil;
Fig. 6 und 7 Seitenansichten der erfindungsgemäßen Klemme der
Fig. 3, wobei sie die niedrige Einschubkraft- beziehungsweise
die hohen Zurückzugskraftdeformationen verschiedener Teile des
Klemme zeigen; und
Fig. 8 eine Aufsicht auf die erfindungsgemäße Klemme der Fig.
3.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Klemme 2 des Standes der
Technik, die einen massiven Stiel 3 hat. Während der massive
Stiel zur Verstärkung der Festigkeit der flexiblen konischen
Widerhaken 4 dient, um das Zurückziehen aus einer Öffnung
schwierig zu machen, erhöht er auch die Einschubkraft, die
notwendig ist, uni die Klemme 2 in eine Öffnung einer Platte
einzuschieben.
Fig. 2 zeigt einen zweiten Typ einer Klemme 5 des Standes der
Technik mit einem hohlen Stiel 6, der ein Netz von
Verstärkungsteilen 7 aufweist, die integral durch ein zentrales
Verstärkungsnetz 8 verbunden sind. Während die Einschubkraft im
Vergleich zur Ausführungsform der Fig. 1 etwas vermindert
wird, macht die integral verbundene Natur der Teile 7 diese
relativ steif und erfordert dennoch eine ziemlich hohe
Einschubkraft.
Betrachtet man die Fig. 3 und 4, so umfaßt ein Befesti
gungselement 10 eine Klemme 12 gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die Klemme 12 ist als gespritzte Kunststoffklemme
dargestellt, die auf und integral mit einem speziellen Typ
einer Plattform 14 montiert ist, obwohl Fachleute erkennen
werden, daß irgend ein Typ einer bekannten Plattform
(beispielsweise Leiterkabelbäume, Bandstreifen) mit der vor
liegenden Erfindung verwendet werden können, die in der Klem
menstruktur 12 liegt.
Betrachtet man Fig. 3, so hat die Klemme 12 eine Basis 34, die
an der Plattform 14 befestigt ist. Ein flexibler, dünnwandiger
Stiel 36 mit zylindrischem oder rechteckigem Querschnitt
erstreckt sich vertikal von der Basis 34. Der Stiel 36 trägt
eine Vielzahl von vertikal gestapelten und beabstandeten
Widerhaken 38 eines allgemeinen Standardtyps und einer
Standardform. Die Widerhaken 38 sind im allgemeinen konisch,
unterbrochen durch rechteckige Ausschnitte 35 (Fig. 4 und 5)
auf entgegengesetzten Seiten der Klemme 12. Ein konischer
Kappenteil 40 ist auf dem obersten Widerhaken 38 für das
anfänglich leichte Einschieben in eine Öffnung in einer
Fahrzeugkarosserieplatte ausgebildet.
Der dünnwandige Stiel 36 umfaßt ein hohles Innere 42 und sich
gegenüberliegende Paare von beabstandeten Fingern 44. In der
dargestellten Ausführungsform erstrecken sich vier Paar
entgegengesetzter Finger 44 nach oben und innen entlang der
Länge des Stiels 36 zwischen der Basis 34 und dem Kappenteil
40, wobei jedes Paar im allgemeinen einem der Widerhaken 38
entspricht. Die Finger 44 in jedem Paar erstrecken sich
zueinander, aber sie sind durch eine Lücke 46 getrennt. Die
Finger 44 sind nach oben auf den Kappenteil 40 gewinkelt und
haben eine Breite (in der Aufsicht, Fig. 8), die gleich der
Breite oder dem Durchmesser ihrer jeweiligen Wandteile des
Stiels 36 ist.
Im Betrieb kann die erfinderische Klemme 12 mit der Plattform
14, so wie sie in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist, die in
verschiebbarer Art zwischen Schienen 48 (Fig. 5) auf einem
Verbindungsstück 50 in bekannter Art eingeschoben ist,
verwendet werden. Plattformführungen 32 gleiten unter den
Schienen 48. Eine abgeschrägte Kante 30 am ersten Ende 16 der
Plattform 14 gleitet über eine Rampe 52 auf dem
Verbindungsteil. Die Rampe 52 schnappt nachfolgend in eine
Öffnung 26 auf der Plattform 14 ein, wenn eine Stufe 28 hinter
die Rampe 52 gedrückt wird. Die Befestigungsvorrichtung 10 mit
der Klemme 12 wird somit am Verbindungsteil befestigt, und die
Klemme 12 kann verwendet werden, um das Verbindungsteil an
einer (nicht gezeigten) Fahrzeugkarosserieplatte in bekannter
Art zu befestigen.
Man betrachte als nächstes die Fig. 6 und 7, wo die Klemme
12 gezeigt ist, wie sie eingeschoben beziehungsweise zurück
gezogen von einer Öffnung 60 in einer Karosserieplatte 70 ist,
wobei die sich ergebenden Kräfte und die Verformung der Klemme
12 schematisch dargestellt sind. In Fig. 6 ist die Klemme 12
gezeigt, wie sie teilweise in die Öffnung 60 eingeschoben ist,
wobei der Widerhaken 38 oder die Widerhakenteile, die in die
Öffnung 60 eingreifen, nach unten verformt sind mit einer sich
daraus ergebenden Verformung des Stiels 36, in welchem das
verbundene Paar Finger 44 nach oben und weg gebogen wird, um
somit die Lücke 46 zwischen ihnen zu erhöhen und irgend eine
Beeinträchtigung des Einschiebens zu verhindern. Die flexible,
dünnwandige Art des Stiels 36 und die sich wegbiegende Art der
Finger 44 führt zu einer niedrigen Einschubkraft. Das
Einschieben wird ferner durch die Unterbrechungen der
Widerhaken 38 durch rechteckige Ausschnitte 35 erleichtert, wie
man dies am besten in Fig. 8 sieht, so daß jeder Widerhaken 38
angesehen werden kann, als umfasse er zwei halbkreisförmige
Halbwiderhakenteile, die mit dem dünnwandigen Stiel 36
verbunden sind.
Es wird für Fachleute verständlich, daß die exakte Form und die
Erstreckung der Kontinuität der äußeren Widerhaken 38 bei der
Erfindung nicht kritisch sind.
In Fig. 7 hat die voll eingeschobene Klemme 12 eine Rück
zugskraft, die auf die Basis ihres Stiels 36 ausgeübt wird und
schematisch durch den Pfeil W dargestellt ist. Der flexible
Widerhaken 38 und der Stiel 36 neben der Öffnung 60 biegen sich
unter der Rückzugskraft, wobei sich eine nach unten und innen
gerichtete Kraftkomponente ergibt, die auf den zugehörigen Satz
von Fingern 44 ausgeübt wird, so daß ihre gegenüberliegenden
Flächen 44a zusammengedrückt werden, um den Stiel 36 zu
versteifen und zu verstärken. Dies erhöht die Menge der Kraft,
die notwendig ist, um den zugehörigen Widerhaken 38 genügend zu
biegen, um ihn durch die Öffnung 60 zurück zu ziehen. Diese
Erhöhung der Rückzugskraft tritt für jeden folgenden Widerhaken
38 und dem Satz von Fingern 44, die durch die Öffnung 60
gezogen sind, auf, was ein Zurückziehen schwierig und ein
zufälliges Zurückziehen nahezu unmöglich macht.
Obwohl die erfinderische Klemme 12 gezeigt ist, wie sie auf
eine Plattform 14 für die Befestigung an einem Verbindungsteil
montiert ist, kann die Klemme 12 auch auf einem
halbkreisförmigen Leiterkabelbaumstreifen montiert sein, wobei
es sich hier nur um eine mögliche alternative Montageanordnung
handelt. Solche bekannten Streifenvorrichtungen liefern
Oberflächen, um die ein Band gewickelt wird, um die Klemme 12
an einem Leiterkabelbaum zu befestigen.
Claims (8)
1. Klemme für die Befestigung eines Leiterkabelbaumes und von elektrischen Kompo
nenten an Fahrzeugkarosserieplatten (70) durch das Einschieben der Klemme (12)
durch eine Karosserieplattenöffnung (60) umfassend:
einen hohlen, flexiblen, dünnwandigen Stiel (36);
eine Vielzahl vertikal beabstandeter Widerhaken (38), die am Stiel (36) befestigt sind, so dass eine Einschubkraft auf einen Widerhaken (38) bewirkt, dass er einen zugehörigen Teil des Stiels (36) biegt, und eine Rückzugskraft auf einen Widerhaken (38) bewirkt, dass er den zugehörigen Teil des Stiels (36) biegt; und
einen Satz von Fingern (44), die auf einer Innenfläche des hohlen Stiels (36) auf Teilen des Stiels (36) ausgeformt sind, die zu mindestens einem der Widerhaken (38) gehören, wobei der Satz von Fingern (44) zwei gegenüberliegende nach oben gewinkelte Finger (44) umfasst, die in einer Ruheposition eine Lücke (46) zwischen sich aufweisen, wobei die Lücke (46) offen bleibt, wenn eine Einschubkraft auf den zugehörigen Widerhaken (38) ausgeübt wird, und die Lücke (46) geschlossen wird, so dass die Finger (44) in einen das Zurückziehen behindernden Kontakt aneinander anstoßen, wenn eine Rück zugskraft auf den zugehörigen Widerhaken (38) ausgeübt wird.
einen hohlen, flexiblen, dünnwandigen Stiel (36);
eine Vielzahl vertikal beabstandeter Widerhaken (38), die am Stiel (36) befestigt sind, so dass eine Einschubkraft auf einen Widerhaken (38) bewirkt, dass er einen zugehörigen Teil des Stiels (36) biegt, und eine Rückzugskraft auf einen Widerhaken (38) bewirkt, dass er den zugehörigen Teil des Stiels (36) biegt; und
einen Satz von Fingern (44), die auf einer Innenfläche des hohlen Stiels (36) auf Teilen des Stiels (36) ausgeformt sind, die zu mindestens einem der Widerhaken (38) gehören, wobei der Satz von Fingern (44) zwei gegenüberliegende nach oben gewinkelte Finger (44) umfasst, die in einer Ruheposition eine Lücke (46) zwischen sich aufweisen, wobei die Lücke (46) offen bleibt, wenn eine Einschubkraft auf den zugehörigen Widerhaken (38) ausgeübt wird, und die Lücke (46) geschlossen wird, so dass die Finger (44) in einen das Zurückziehen behindernden Kontakt aneinander anstoßen, wenn eine Rück zugskraft auf den zugehörigen Widerhaken (38) ausgeübt wird.
2. Klemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemme (12) eine
Vielzahl von Sätzen der das Zurückziehen behindernden Fingern (44), die zu einer zu
gehörigen Vielzahl von Widerhaken (38) gehören, umfasst.
3. Klemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, der Stiel (36) zwei sich
gegenüberliegende Wandteile umfasst, wobei jeder Widerhaken (38) zwei Widerhaken
teile umfasst, wobei jeweils ein Widerhakenteil mit einem der sich gegenüberliegenden
Wandteile des Stiels (36) verbunden ist, und der Satz der das Zurückziehen behindern
den Finger (44) einen Finger (44) umfasst, der auf jedem der sich gegenüberliegenden
Wandteile in Verbindung mit einem Widerhakenteil ausgebildet ist.
4. Klemme nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Finger (44) eine
Breite hat, die einer Breite des Wandteiles, auf dem er montiert ist, entspricht.
5. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die End
flächen der Finger (44) parallel zu einer Längsachse des Stiels (36) in einer Ruhepositi
on liegen.
6. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wi
derhaken (38) durch einen Ausschnitt (35) unterbrachen sind, der sich vertikal durch die
Klemme (12) erstreckt und einen Zugang zum Inneren des Stiels (36) gestattet.
7. Klemme nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stiel (36) zwei gege
nüberliegende Wandteile und zwei offene Flächen umfasst, und der Ausschnitt (35) sich
kontinuierlich an die offenen Flächen des Stiels (36) anschließt.
8. Klemme nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Klemme (12) an einer Montagevorrichtung befestigt ist, die so ausgebildet ist, dass sie
an einem Leiterkabelbaum oder einer elektrischen Komponente befestigt wird.
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