DE19920331A1 - Einspritzdüse für Spritzgußmaschinen - Google Patents
Einspritzdüse für SpritzgußmaschinenInfo
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Abstract
Es wird eine Einspritzdüse für Spritzgußmaschinen offenbart. In der bevorzugten erfindungsgemäßen Einspritzdüse besitzt das Ventilsystem einen Kolben, der um den oberen Endabschnitt eines Düsenkörpers herum beweglich angeordnet ist. Ein Führungsschlitz ist an dem oberen Endabschnitt des Düsenkörpers ausgebildet und mimmt beweglich eine Stiftbetätigungsstange auf, die mit einem Ventilstift des Ventilsystems integriert ist, und daher ist der Ventilbetätigungsstift unter der Führung des Führungsschlitzes vertikal und präzise beweglich. Der Ventilstift ist somit in dem Düsenkörper in linearer vertikaler Richtung fehlerfrei präzise beweglich. Die Erfindung reduziert bevorzugt die Abmessung der Einspritzdüse. Die Düse wird auch bevorzugt zur Herstellung groß bemessener Produkte oder klein bemessener Produkte verwendet, so daß sie eine verbesserte Kompatibilität besitzt. Die Düse wird bevorzugt in einem Stapelformprozeß verwendet. Ferner wird, auch wenn sich ein Verteiler durch hohe Temperatur von geschmolzenem Kunststoffmaterial thermisch ausdehnt und sich seine Position ungewünscht ändert, das Ventilsystem ununterbrochen fortlaufend betrieben, wodurch der Spritzgußprozeß für eine längere Zeitdauer forgeführt werden kann.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Düse für
Spritzgußmaschinen, die während eines Spritzgußprozesses zum
Einspritzen von geschmolzenem Kunststoffmaterial in einen
Formenhohlraum dient, und insbesondere eine Einspritzdüse, die an ihrem
oberen Endabschnitt einen Führungsschlitz aufweist und in dem
Führungsschlitz beweglich eine Stiftbetätigungsstange aufnimmt, die mit
dem Ventilstift eines um den oberen Endabschnitt der Düse herum
vorgesehenen Ventilsystems integriert ist, um hierdurch eine präzise
Vertikalbewegung des Ventilstifts in der Düse zu gestatten und um die
Größe der Düse zu reduzieren und eine unerwünschte Fehlfunktion oder
einen Bruch des Ventilstifts annähernd vollständig zu verhindern.
Wie es dem Fachmann gut bekannt ist, wird, zur Herstellung von
Kunststoffprodukten in großen Mengen unter Verwendung einer
Spritzgußmaschine, geschmolzenes Kunststoffmaterial aus einem
Einspritzzylinder der Gußmaschine durch sowohl einen Verteiler als auch
eine in einem Angußkanal vorgesehene Angußkanalhülse in einen
Formenhohlraum eingespritzt. Nachdem sich das in dem Hohlraum der
Formen aufgenommene Kunststoffmaterial vollständig zu einem
Kunststoffprodukt verfestigt hat, werden die Formen durch eine separate
Formöffnungsvorrichtung geöffnet, damit das Kunststoffprodukt aus den
Formen entfernt werden kann. Die Angußkanalhülse eines Angußkanals
ist typischerweise und innenseitig mit einer Sperrdüse oder einer
An-/Aus-Düse versehen, um den Eingang des Hohlraums wahlweise zu
verschließen und hierdurch das Einspritzen von geschmolzenem
Kunststoffmaterial in den Hohlraum zu steuern, während der Eingang des
Hohlraums wahlweise verschlossen wird. Wenn jedoch der Eingang des
Hohlraums durch eine solche typische Sperrdüse oder eine typische
An-/Aus-Düse verschlossen ist, kann es passieren, daß das in einer Position
um den Eingang herum zurückgehaltene geschmolzene Kunststoffmaterial
sich dann nicht vollständig verfestigt, wenn ein Kunststoffprodukt aus
den Formen entfernt wird. Ein solches unvollständig verfestigtes
Kunststoffmaterial wird dann zusammen mit dem Kunststoffprodukt aus
den Formen herausgenommen, wenn das Produkt aus den Formen
entfernt wird. Das unvollständig verfestigte Kunststoffmaterial beläßt
leider einen Anguß oder Abfall an dem Kunststoffprodukt und erzwingt
die Durchführung eines zusätzlichen Prozesses zum Entfernen solcher
Angüsse von den Kunststoffprodukten. Dies ist für die Verwender von
Spritzgußmaschinen nachteilig und mindert die Qualität der
spritzgegossenen Kunststoffprodukte.
Beim Bemühen, die obigen Probleme zu überwinden, haben die Erfinder
dieser Erfindung Ventilsysteme zum Steuern der Düsen von
Spritzgußmaschinen in den koreanischen Gebrauchsmustern Nr. 96,556
und 116,226 vorgeschlagen. Das in der Schrift Nr. 96,556
vorgeschlagene Ventilsystem ist an einer Position über dem Verteiler
eines Angußkanals angebracht. Das obige Ventilsystem ist ausgestaltet,
um mit dem Absenken seines Ventilstifts zu beginnen, um das
Auslaßende einer Einspritzdüse zu verschließen, nachdem geschmolzenes
Kunststoffmaterial vollständig in den Formenhohlraum eingespritzt
worden ist. Das Ventilsystem verhindert somit ein weiteres Einspritzen
des geschmolzenen Kunststoffmaterials aus der Einspritzdüse in den
Hohlraum. In diesem Fall verschließt das Unterende des Ventilstifts das
Auslaßende der Einspritzdüse, um zu ermöglichen, daß die
spritzgegossenen Kunststoffprodukte frei von Angüssen sind.
Andererseits ist das Ventilsystem von Nr. 116,226 ausgestaltet, um die
beim Ventilsystem von Nr. 96,556 auftretenden Probleme zu
überwinden. Um das obige Ziel zu erreichen, ist das Ventilsystem von Nr.
116,226 an der Seite der Düse angebracht. Das obige Ventilsystem hat
einen Kolben, während die Einspritzdüse einen Ventilstift aufweist, wobei
der Ventilstift mit dem Kolben des Ventilsystems unter Verwendung
eines Koppelglieds verbunden ist. Wenn der Kolben des Ventilsystems in
einer vertikalen Richtung bewegt wird, wird die vertikale
Bewegungswirkung des Kolbens durch das Koppelglied auf den Ventilstift
übertragen, so daß sich der Ventilstift in derselben Richtung bewegen
kann. Das Ventilsystem von Nr. 96,556 wird besonders bevorzugt mit
einer Spritzgußmaschine verwendet, die in der Lage ist, groß bemessene
Kunststoffprodukte herzustellen oder Kunststoffprodukte in großen
Mengen herzustellen. Andererseits wird das Ventilsystem von Nr.
116,226 besonders bevorzugt mit einer klein bemessenen
Spritzgußmaschine verwendet, die zur Herstellung klein bemessener
Kunststoffprodukte geeignet ist.
Jedoch ist das Ventilsystem von Nr. 96,556 problematisch darin, daß
sich ein Verteiler zwischen dem Ventilsystem und der Einspritzdüse
erstrecken muß und es daher unvermeidlich einen langen Ventilstift
besitzt. Ein solcher langer Ventilstift vergrößert die Abmessung des
Verteilers, was eine große Fläche für den Verteiler erfordert und
schließlich die Abmessung der Formen vergrößert. Es ist darüber hinaus
auch erforderlich, während eines Spritzgußprozesses in dem Verteiler das
Kunststoffmaterial in der geschmolzenen Phase zu halten. Dies erfordert
die Anbringung eines Heizers in dem Verteiler, um das Kunststoffmaterial
in dem Verteiler zu heizen und zu schmelzen. Jedoch ist ein solcher
Heizer unerwünscht und dehnt den Verteiler thermisch auf, wodurch sich
dis Position des Verteilers unerwünscht ändert, wobei sowohl das
Ventilsystem als auch die Einspritzdüse in einer festen Position gehalten
werden. In diesem Fall kann das Ventilsystem nicht betrieben werden,
wodurch eine fortlaufende Durchführung eines Spritzgußprozesses über
eine längere Zeitdauer verhindert wird. Weil darüber hinaus das
Ventilsystem und die Einspritzdüse an beiden Seiten des Verteilers
vorgesehen sind, ist die Richtung des Entfernens des Kunststoffprodukts
aus den Formen auf eine Richtung fixiert. Dies zwingt einen Verwender
einer Spritzgußmaschine dazu, einen anderen Verteiler hinzuzufügen,
wenn der Verwender Kunststoffprodukte durch einen Stapelgußprozeß
herstellt, wobei die Kunststoffprodukte aus den Formen in
entgegengesetzte Richtungen entfernt werden müssen. Es ist daher sehr
schwierig, das obige Ventilsystem bei einem solchen Stapelgußprozeß zu
verwenden. Darüber hinaus reduziert das Ventilsystem von Nr. 96,556
die Produktivität und die Arbeitseffizienz bei der Herstellung von
Kunststoffprodukten durch einen Spritzgußprozeß. Andererseits ist das
Ventilsystem von Nr. 116,226 problematisch darin, daß es an einer Seite
der Einspritzdüse angebracht ist und somit befreit ist von der
Vergrößerung der Abmessung des Verteilers, die sich von dem
Ventilsystem von Nr. 96,556 unterscheidet. Jedoch ist dieses System
problematisch darin, daß es eine Vergrößerung der Abmessung der
Einspritzdüse zur Folge hat. Weil darüber hinaus der Ventilstift mit dem
Ventilsystem durch ein Koppelglied verbunden ist, ist es ziemlich
schwierig, den Ventilstift in vertikaler Richtung stabil und präzise zu
bewegen. Daher kann es passieren, daß sich der Ventilstift nicht präzise
in der vertikalen Richtung bewegt, wodurch während eines
Spritzgußprozesses die Arbeitseffizienz reduziert wird.
Weil das Ventilsystem von Nr. 96,556 große Abmessungen besitzt, ist es
ziemlich effektiv bei der Herstellung eines groß bemessenen
Kunststoffprodukts anwendbar, das unter Verwendung von Formen zu
gießen ist, die eine Mehrzahl von Eingängen für den Hohlraum besitzen.
Jedoch ist es angenähert unmöglich, das obige Ventilsystem bei der
Herstellung klein bemessener Kunststoffmaterialien zu verwenden.
Andererseits wird das Ventilsystem von Nr. 116,226 eher bevorzugt bei
der Herstellung klein bemessener Kunststoffprodukte oder eines
Kunststoffprodukts verwendet. Jedoch ist es angenähert unmöglich,
dieses Ventilsystem bei der Herstellung groß bemessener
Kunststoffprodukte oder bei der Herstellung von Kunststoffmaterialien in
großen Mengen zu verwenden. Daher zwingen die beiden Ventilsysteme,
die in den koreanischen Gebrauchmustern Nr. 96,556 und 116,226
offenbart sind, einen Verwender einer Spritzgußmaschine, separate
Gießmaschinen zu besitzen, um Kunststoffprodukte unabhängig von
Größen oder Mengen der sich ergebenden Produkte herzustellen. Dies ist
für die Verwender von Spritzgußmaschinen nachteilig und mindert die
Kompatibilität der Einspritzdüsen für die Gußmaschinen.
Daher wurde die vorliegende Erfindung unter Berücksichtigung der
obigen, beim Stand der Technik auftretenden Probleme durchgeführt, und
es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Einspritzdüse für
Spritzgußmaschinen anzugeben, die einen Führungsschlitz an dem oberen
Endabschnitt ihres Düsenkörpers aufweist und in dem Führungsschlitz
beweglich eine Stiftbetätigungsstange aufnimmt, die mit einem Ventilstift
eines um den oberen Endabschnitt des Ventilkörpers herum
vorgesehenen Ventilsystems integriert ist, um hierdurch eine präzise
Vertikalbewegung des Ventilstifts in dem Düsenkörper zu erlauben und
um die Abmessungen der Einspritzdüse zu reduzieren, und um eine
ungewünschte Fehlfunktion oder einen Bruch des Ventilstifts angenähert
vollständig zu verhindern.
Um das obige Ziel zu erreichen, umfaßt die Einspritzdüse für
Spritzgußmaschinen nach der bevorzugten Ausführung dieser Erfindung
ein Ventilsystem mit einem Kolben, der um den oberen Endabschnitt
eines Düsenkörpers herum beweglich angeordnet ist, sowie einen
Führungsschlitz, der an dem oberen Endabschnitt des Düsenkörpers
ausgebildet ist und in dem Führungsschlitz eine mit einem Ventilstift des
Ventilsystems integrierte Stiftbetätigungsstange beweglich aufnimmt,
damit sich die Stiftbetätigungsstange vertikal und präzise unter der
Führung des Führungsschlitz bewegen kann und damit der Ventilstift in
dem Düsenkörper in linearer vertikaler Richtung fehlerfrei präzise
beweglich ist und um eine unerwünschte Fehlfunktion oder einen Bruch
des Ventilstifts annähernd vollständig zu verhindern, während die
Abmessung der Düse reduziert wird.
Die obigen und andere Ziele, Merkmale und andere Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden detaillierten
Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen klarer
verständlich, worin:
Fig. 1 ist eine teilgebrochene Explosions-Perspektivansicht einer
Einspritzdüse nach der ersten Ausführung der vorliegenden Erfindung, mit
Darstellung eines Düsenkörpers, der von einem Kolben eines
Ventilsystems getrennt ist;
Fig. 2 ist eine Schnittansicht mit Darstellung der obigen
Einspritzdüse, wobei der Düsenkörper vollständig mit dem Kolben des
Ventilsystems zusammengebaut ist;
Fig. 3 ist eine Schnittansicht der obigen Einspritzdüse mit
Darstellung des Betriebs der Einspritzdüse;
Fig. 4 ist eine Ansicht mit Darstellung von zwei Einspritzdüsen
dieser Erfindung bei Verwendung in einem Stapelgußprozeß;
Fig. 5 ist eine Schnittansicht mit Darstellung einer Einspritzdüse
nach der zweiten Ausführung der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 6 ist eine Schnittansicht mit Darstellung einer Einspritzdüse
nach der dritten Ausführung der vorliegenden Erfindung.
Fig. 1 ist eine teilgebrochene Explosions-Perspektivansicht einer
Einspritzdüse nach der ersten Ausführung der vorliegenden Erfindung, mit
Darstellung eines Düsenkörpers, der von einem Kolben eines
Ventilsystems getrennt ist. Fig. 2 ist eine Schnittansicht mit Darstellung
der obigen Einspritzdüse, wobei der Düsenkörper vollständig mit dem
Kolben des Ventilsystems zusammengebaut ist. Fig. 3 ist eine
Schnittansicht der obigen Einspritzdüse mit Darstellung des Betriebs der
Einspritzdüse. Fig. 4 ist eine Ansicht mit Darstellung von zwei
Einspritzdüsen dieser Erfindung bei Verwendung in einem
Stapelgußprozeß. Fig. 5 ist eine Schnittansicht mit Darstellung einer
Einspritzdüse nach der zweiten Ausführung der vorliegenden Erfindung.
Fig. 6 ist eine Schnittansicht mit Darstellung einer Einspritzdüse nach
der dritten Ausführung der vorliegenden Erfindung.
Zuerst wird die Einspritzdüse nach der ersten Ausführung in Verbindung
mit den Fig. 1 und 2 beschrieben.
Die Einspritzdüse dieser Erfindung umfaßt zwei Teile: einen Düsenkörper
1 und ein Ventilsystem 2. Wenn geschmolzenes Kunststoffmaterial aus
einem Einspritzzylinder einer Spritzgußmaschine in einen Verteiler 4
eingespritzt wird, wird das unter Druck stehende geschmolzene
Kunststoffmaterial aus dem Düsenkörper 1 in einen Hohlraum 10 von
Formen 3 eingeführt. In diesem Fall steht der Düsenkörper 1 mit dem
Verteiler 4 in Eingriff. Nachdem das geschmolzene Kunststoffmaterial
vollständig in den Hohlraum 10 der Formen eingespritzt worden ist,
beginnt das Ventilsystem 2 mit dem Absenken seines Kolbens 6 relativ
zu dem Düsenkörper 1 in einer vertikalen Richtung, damit ein Ventilstift
9, der mit dem Kolben 6 zusammengebaut ist und in Verbindung damit
betrieben wird, das Auslaßende 11 des Düsenkörpers 1 verschließt. Die
oben erwähnte Beziehung zwischen dem Düsenkörper 1 und dem
Ventilsystem 2 dieser Erfindung bleibt genauso wie sie für den Stand der
Technik beschrieben wurde.
Die Einspritzdüse dieser Erfindung hat auch die folgende Konstruktion,
die in der Lage ist, die Ziele der vorliegenden Erfindung zu erreichen. Das
heißt, es ist eine zylindrische Sitzöffnung 17 an einem vorbestimmten
Abschnitt des Verteilers 4 ausgebildet und nimmt der Reihe nach sowohl
den Düsenkörper 1 als auch das Ventilsystem 2 passend auf. Um sowohl
den Düsenkörper 1 als auch das Ventilsystem 2 in der Sitzöffnung 17
passend aufzunehmen, wird eine Düsenhülse 14 in einen
Düsensitzabschnitt der Sitzöffnung 17 eingesetzt, bevor der Düsenkörper
1 nach unten in die Düsenhülse 14 eingesetzt wird, bis das Auslaßende
11 des Düsenkörpers 1 den Hohlraum 10 der Formen 3 erreicht.
Andererseits ist ein Führungsschlitz 7 axial am oberen Endabschnitt des
Düsenkörpers 1 ausgebildet, während eine langgestreckte
Stiftführungspassage 18 in dem Düsenkörper 1 axial ausgebildet ist,
damit das Auslaßende 11 des Düsenkörpers 1 mit dem Führungsschlitz 7
durch die Passage 18 kommunizieren kann. Eine Stiftführhülse 13 ist in
dem oberen Abschnitt der Passage 18 eingesetzt. Darüber hinaus ist eine
Kolbenhülse 15 in die Sitzöffnung 17 des Verteilers 4 derart eingesetzt,
daß die Innenfläche der Kolbenhülse 15 mit der Außenfläche der
Düsenhülse 14 in Kontakt kommt. Der Kolben 6, der eine hohle
zylindrische Konfiguration mit Flansch besitzt, wird in die Sitzöffnung 17
eingesetzt, während er auf die Kolbenbuchse 15 aufgesetzt wird und den
oberen Abschnitt des Düsenkörpers 1 aufnimmt. Die Sitzöffnung 17
wirkt somit als Kolbenzylinder 5 des Ventilsystems 2. Eine
Stiftbetätigungsstange 8 erstreckt sich integral quer über den oberen
Abschnitt des hohlen zylindrischen Kolbens 6. Die obige
Betätigungsstange 8 ist in dem Führungsschlitz 7 des Düsenkörpers 1
beweglich aufgenommen, wenn sowohl der Düsenkörper 1 als auch der
Kolben 6 in der Sitzöffnung 17 sitzen. Der Ventilstift 9 ist an seinem
Oberende an der Mitte der Betätigungsstange 9 fixiert und erstreckt sich
über einen Abschnitt linear nach unten. Der obige Ventilstift 9 ist
beweglich und axial in die Stiftführungshülse 13 des Düsenkörpers 1
eingesetzt, um hierdurch das Auslaßende 11 des Düsenkörpers 1
entsprechend der Vertikalbewegung des Kolbens 6 wahlweise zu
schließen. Eine Zylinderkappe 16 ist in den oberen Endabschnitt der
Sitzöffnung 17 eingesetzt, um ein unerwartetes Austreten des Kolbens 6
aus der Sitzöffnung 17 zu verhindern.
In den Zeichnungen bezeichnen die Bezugszahlen 19 und 20 einzeln ein
Druckleitungsloch, durch das Drucköl oder -luft für den Kolben 6
hindurchtritt. Die Zahl 21 bezeichnet ein in dem Düsenkörper 1
ausgebildetes Kunststoffeinlaßloch, um das unter Druck stehende und
geschmolzene Kunststoffmaterial von einem Einspritzzylinder einer
Spritzgußmaschine zum Auslaßende 11 des Düsenkörpers 1 zu führen,
bevor das Kunststoffmaterial in den Hohlraum 10 eingespritzt wird.
Der betriebsmäßige Effekt der obigen Einspritzdüse wird nachfolgend in
Verbindung mit den Fig. 2 und 3 beschrieben.
Die Sitzöffnung 17, die an einem vorbestimmten Abschnitt des Verteilers
4 ausgebildet ist, besitzt eine Mehrzahl von Stufen, um zu ermöglichen,
daß sowohl der Düsenkörper 1 als auch das Ventilsystem 2 stabil in der
Öffnung 17 sitzen können, während sie axial und konzentrisch
ausgerichtet sind. Um sowohl dem Düsenkörper 1 als auch das
Ventilsystem 2 in die Sitzöffnung 17 einzusetzen, wird die Düsenhülse
14 in den Düsensitzabschnitt der Sitzöffnung 17 eingesetzt, bevor der
Düsenkörper nach unten in die Düsenhülse 14 eingesetzt wird, bis das
Auslaßende 11 des Düsenkörpers 1 den Hohlraum 10 der Formen 3
erreicht. Zusätzlich wird eine Stiftführungshülse 13 in den oberen
Abschnitt der Stiftführungspassage 18 des Düsenkörpers eingesetzt.
Andererseits wird das Ventilsystem 2 um die Düsenhülse 14
herumgesetzt. In diesem Fall wird die Kolbenhülse 15 in die Sitzöffnung
17 derart eingesetzt, daß die Innenfläche der Kolbenhülse 15 mit der
Außenfläche der Düsenhülse 14 in Kontakt kommt. Danach wird der
Kolben 6 in die Sitzöffnung 17 eingesetzt, während sie auf die
Kolbenhülse 15 aufgesetzt wird und den oberen Abschnitt des
Düsenkörpers 1 aufnimmt. Die Sitzöffnung 17 wirkt somit als der
Kolbenzylinder 5 des Ventilsystems 2. Die Zylinderkappe 6 wird in den
oberen Endabschnitt der Sitzöffnung 17 eingesetzt, um ein unerwartetes
Austreten des Kolbens 6 aus der Sitzöffnung 17 zu verhindern.
Bei der obigen Einspritzdüse ist der Führungsschlitz 7 axial an dem
oberen Endabschnitt des Düsenkörpers 1 ausgebildet, während sich die
Stiftbetätigungsstange 8 integral quer über den oberen Abschnitt des
hohlen zylindrischen Kolbens 6 erstreckt. Die obige Betätigungsstange 8
ist in dem Führungsschlitz 7 des Düsenkörpers 1 beweglich
aufgenommen. Andererseits ist der Ventilstift 9, der an seinem Oberende
an der Mitte der Betätigungsstange 7 fixiert ist, beweglich und axial in
die Stiftführungshülse 13 des Düsenkörpers 1 eingesetzt, um hierdurch
das Auslaßende 11 des Düsenkörpers 1 gemäß einer Vertikalbewegung
des Kolbens 6 wahlweise zu schließen. Das heißt, wenn der Kolben 6
des Ventilsystems 2 hydraulisch oder pneumatisch relativ zu dem
Düsenkörper 1 in vertikaler Richtung bewegt wird, wird die
Stiftbetätigungsstange 8 des Kolbens unter der Führung des
Führungsschlitzes 7 des Düsenkörpers 1 in derselben Richtung bewegt,
um hierdurch den langgestreckten Ventilstift 9 in derselben Richtung in
der Stiftführungspassage 18 des Düsenkörpers 1 zu bewegen.
Um geschmolzenes Kunststoffmaterial in den Hohlraum 10 der Formen 3
einzuspritzen, wird daher Drucköl an den unteren Abschnitt des Zylinders
5 durch das untere Druckloch 20 angelegt das an einer Seite des
Ventilsystems 2 vorgesehen ist, um hierdurch den Kolben 6 in der
Sitzöffnung 17 anzuheben, wie in Fig. 2 gezeigt. In diesem Fall wird der
Ventilstift 9 in der Passage 18 nach oben bewegt, um hierdurch das
Auslaßende 11 des Düsenkörpers 1 zu öffnen. Dies ermöglicht, daß das
unter Druck stehende und geschmolzene Kunststoffmaterial von dem
Einspritzzylinder der Spritzgußmaschine zum Auslaßende 11 des
Düsenkörpers 1 durch das Kunststoffeinlaßloch 21 geleitet wird. Das
unter Druck stehende und geschmolzene Kunststoffmaterial wird somit in
den Hohlraum 10 der Formen 3 durch das Auslaßende 11 des
Düsenkörpers 1 eingespritzt. Wenn der Hohlraum 10 mit geschmolzenem
Kunststoffmaterial gefüllt ist, wird das Drucköl an den oberen Abschnitt
des Zylinders 5 durch das obere Druckloch 19 angelegt, wohingegen das
vorhandene Drucköl aus dem unteren Abschnitt des Zylinders 5 durch
das untere Druckloch 20 abgelassen wird, um hierdurch den Kolben 6 in
die Sitzöffnung 17 zu senken. In diesem Fall wird der Ventilstift 9 in der
Passage 18 nach unten bewegt, um hierdurch das Auslaßende 11 des
Düsenkörpers 1 zu verschließen, wie in Fig. 3 gezeigt. Daher verhindert
der Ventilstift 9 somit ein weiteres Einspritzen des geschmolzenen
Kunststoffmaterials aus dem Düsenkörper 1 in den Hohlraum 10.
Nachdem sich das in dem Hohlraum 10 der Formen 3 aufgenommene
Kunststoffmaterial vollständig zu einem Kunststoffprodukt verfestigt hat,
werden die Formen durch eine separate Formöffnungsvorrichtung
geöffnet, damit das Kunststoffprodukt aus den Formen 3 entfernt werden
kann. Nach der Entfernung des Kunststoffprodukts aus den Formen 3
wird an den unteren Abschnitt des Zylinders 5 durch das untere
Druckloch 20 Drucköl angelegt, wohingegen das vorhandene Drucköl aus
dem oberen Abschnitt des Zylinders 5 durch das obere Druckloch 19
abgelassen wird, um hierdurch das Auslaßende 11 des Düsenkörpers 1
zu öffnen. Danach wird zur Bildung spritzgegossener Kunststoffprodukte
der oben erwähnte Prozeß wiederholt.
Kurz gesagt, wird der Ventilstift 9, der das Auslaßende 11 des
Düsenkörpers 1 wahlweise verschließt, gemäß einer Vertikalbewegung
des Kolbens 6 des Ventilsystems 2 in vertikaler Richtung bewegt. In
diesem Fall wird der Kolben 6 in einer den oberen Endabschnitt des
Düsenkörpers 1 umgebenden Position vertikal bewegt, während die
Stiftführungshülse 13, die in der Stiftführungspassage 18 des
Düsenkörpers 1 sitzt, eine lineare Vertikalbewegung des Ventilstifts 9
führt. Daher kann sich der Ventilstift 9 unter der Führung der
Stiftführungshülse 13 präzise und linear in dem Düsenkörper 1 bewegen.
Da sowohl der Düsenkörper 1 als auch das Ventilsystem 2 der
erfindungsgemäßen Einspritzdüse im zusammengebauten Zustand an
einer Seite des Verteilers 4 vorgesehen sind, kann die Einspritzdüse
effektiv in einem Stapelformprozeß verwendet werden, wie in Fig. 4
gezeigt. Bei einem solchen Stapelformprozeß sind zwei Düsenkörper 1,
die einzeln mit einem Ventilsystem 2 zusammengebaut sind, an
entgegengesetzten Seiten eines Verteilers 4 vorgesehen, um hierdurch
geschmolzenes Kunststoffmaterial gleichzeitig in zwei Hohlräume 10
einzuspritzen, die sich an entgegengesetzten Seiten des Verteilers 4
befinden. Wenn sich ferner der Verteiler 4 durch hohe Temperatur des
geschmolzenen Kunststoffmaterials thermisch ausdehnt, kann sich die
Position des Verteilers 4 ungewünscht ändern. Jedoch wird in diesem
Fall die Position des Düsenkörpers 1 in ihrer festen Position gehalten,
damit das Ventilsystem 2 fortlaufend ununterbrochen betrieben werden
kann und damit ein Spritzgußprozeß für eine längere Zeitdauer
ununterbrochen fortgesetzt werden kann.
Im Falle der Herstellung eines Kunststoffprodukts, das an seinen beiden
Seiten Vorsprünge aufweist, ergibt dies einen etwas langen Abstand
zwischen dem Verteiler 4 und dem Hohlraum 10 der Formen 3 und
erzwingt eine Verlängerung des Düsenkörpers 1. In diesem Fall könnte
sich das geschmolzene Kunststoffmaterial unerwünscht in der
Stiftführungspassage 18 des Düsenkörpers 1 verfestigen, wenn das
Kunststoffmaterial aus dem Düsenkörper 1 in den Hohlraum 10
eingespritzt wird. Um dieses Problem zu überwinden, kann ein Heizer 22
an einer den unteren Abschnitt des Düsenkörpers 1 umgebenden Position
angebracht sein, wie in Fig. 5 gezeigt. Während eines
Spritzgußprozesses heizt der obige Heizer 22 den Düsenkörper 1, um
hierdurch zu verhindern, daß sich das geschmolzene Kunststoffmaterial in
der Stiftführungspassage 18 des Düsenkörpers 1 unerwünscht verfestigt.
Nach einer anderen Ausführung der vorliegenden Erfindung kann ein
Kupferlegierungsteil 23, das eine zum Halten einer gewünschten
Temperatur des Düsenkörpers 1 geeignete hohe thermische Leitfähigkeit
besitzt, in den Düsenkörper 1 eingesetzt werden, wie in Fig. 6 gezeigt.
In diesem Fall ist es bevorzugt, mehrere Löcher an einem Düsenmaterial
auszubilden und eine Kupferlegierung mit hoher thermischer Leitfähigkeit
in jedes der Löcher einzusetzen, bevor während eines
Düsenherstellungsprozesses das Düsenmaterial bearbeitet wird.
Wie oben beschrieben sieht die vorliegende Erfindung eine Einspritzdüse
für Spritzgußmaschinen vor. Bei der Einspritzdüse der Erfindung ist das
Ventilsystem, das zum wahlweisen Schließen des Auslaßendes eines
Düsenkörpers dient, nicht mit Abstand von dem Düsenkörper angeordnet,
sondern ist nahe dem oberen Endabschnitt des Düsenkörpers angeordnet.
Diese Erfindung mindert die Abmessungen eines Verteilers. Da ferner der
Kolben, der den Ventilstift des Ventilsystems vertikal bewegt, in einer
Position nahe dem oberen Endabschnitt des Düsenkörpers bewegt wird,
verhindert die Einspritzdüse dieser Erfindung annähernd vollständig eine
Fehlfunktion des Ventilstifts, um hierdurch die Arbeitseffizienz und
Produktivität während eines Spritzgußprozesses zu verbessern. Die
Einspritzdüse dieser Erfindung kann bevorzugt zur Herstellung eines groß
bemessenen Produkts verwendet werden, wobei eine Vielzahl von Düsen
an einem Verteiler anzubringen sind, oder eines klein bemessenen
Produkts, wobei eine einzige Düse an einem Verteiler anzubringen ist. Die
Einspritzdüse dieser Erfindung hat somit eine verbesserte Kompatibilität.
Die Einspritzdüse wird auch in einem Stapelgußprozeß verwendet, um
hierdurch die Qualität von Produkten eines solchen Stapelgußprozesses
zu verbessern. Ein anderer Vorteil der obigen Einspritzdüse liegt darin,
daß auch dann, wenn sich ein Verteiler durch hohe Temperatur von
geschmolzenem Kunststoffmaterial thermisch ausdehnt und sich dessen
Position unerwünscht ändert, das Ventilsystem ununterbrochen
fortlaufend betrieben wird, wodurch der Spritzgußprozeß für eine längere
Zeitdauer ununterbrochen fortgesetzt werden kann.
Obwohl die bevorzugten Ausführungen der vorliegenden Erfindung zu
Illustrationszwecken offenbart wurden, wird der Fachmann erkennen, daß
verschiedenerlei Modifikationen, Zusätze und Ersatzmaßnahmen möglich
sind, ohne vom Umfang und Geist der Erfindung abzuweichen, wie er in
den beigefügten Ansprüchen offenbart ist.
In der bevorzugten erfindungsgemäßen Einspritzdüse besitzt das
Ventilsystem einen Kolben, der um den oberen Endabschnitt eines
Düsenkörpers herum beweglich angeordnet ist. Ein Führungsschlitz ist in
dem oberen Endabschnitt des Düsenkörpers ausgebildet und nimmt
beweglich eine Stiftbetätigungsstange auf, die mit einem Ventilstift des
Ventilsystems integriert ist, und daher ist der Ventilbetätigungsstift unter
der Führung des Führungsschlitzes vertikal und präzise beweglich. Der
Ventilstift ist somit in dem Düsenkörper in linearer vertikaler Richtung
fehlerfrei präzise beweglich. Die Erfindung reduziert bevorzugt die
Abmessung der Einspritzdüse. Die Düse wird auch bevorzugt zur
Herstellung groß bemessener Produkte oder klein bemessener Produkte
verwendet, so daß sie eine verbesserte Kompatibilität besitzt. Die Düse
wird bevorzugt in einem Stapelformprozeß verwendet. Ferner wird, auch
wenn sich ein Verteiler durch hohe Temperatur von geschmolzenem
Kunststoffmaterial thermisch ausdehnt und sich seine Position
ungewünscht ändert, das Ventilsystem ununterbrochen fortlaufend
betrieben, wodurch der Spritzgußprozeß für eine längere Zeitdauer
fortgeführt werden kann.
Claims (2)
1. Einspritzdüse für Spritzgußmaschinen, wobei die Düse in einem
Verteiler eingesetzt ist und zum Einspritzen von geschmolzenem
Kunststoffmaterial aus einem Einspritzzylinder einer Gußmaschine in
einen Hohlraum von Formen ausgelegt ist, umfassend:
eine Sitzöffnung, die an einem vorbestimmten Abschnitt des Verteilers ausgebildet ist;
einen Düsenkörper, der fest und vertikal in die Sitzöffnung eingesetzt ist, bis deren Auslaßende den Hohlraum der Formen erreicht, wobei eine Düsenhülse zwischen einer Innenfläche der Sitzöffnung und einer Außenfläche des Düsenkörpers angeordnet ist, wobei der Düsenkörper zum wahlweisen Einspritzen des geschmolzenen Kunststoffmaterials aus dem Auslaßende in den Hohlraum ausgelegt ist, und bestehend aus:
einem Führungsschlitz, der axial an dem oberen Endabschnitt des Düsenkörpers ausgebildet ist;
einer langgestreckten Stiftführungspassage, die axial in dem Düsenkörper ausgebildet ist, um zu ermöglichen, daß das Auslaßende des Düsenkörpers mit dem Führungsschlitz durch die Stiftführungspassage kommuniziert; und
einer Stiftführungshülse, die axial in einen oberen Abschnitt der Stiftführungspassage eingesetzt ist; und
einem Ventilsystem, das in der Ventilöffung an einer Position um den oberen Endabschnitt des Düsenkörpers herum sitzt und zum wahlweisen Verschließen des Auslaßendes des Düsenkörpers ausgelegt ist, um ein Einspritzen des geschmolzenen Kunststoffmaterials in den Hohlraum zu unterbrechen, wobei das Ventilsystem besteht aus:
einer Kolbenhülse, die in die Sitzöffnung eingesetzt ist, wobei eine Innenfläche der Kolbenhülse mit einer Außenfläche der Düsenhülse in Kontakt kommt;
einem Kolben, beweglich in die Sitzöffnung derart eingesetzt ist, daß der Kolben auf die Kolbenhülse aufgesetzt ist und den oberen Endabschnitt des Düsenkörpers aufnimmt, um hierdurch in einem durch die Sitzöffnung definierten Zylinder relativ zu dem Düsenkörper vertikal beweglich zu sein;
einer Stiftbetätigungsstange, die sich integral quer über einen oberen Abschnitt des Kolbens erstreckt und beweglich in dem Führungsschlitz des Düsenkörpers sitzt, um hierdurch entsprechend einer Vertikalbewegung des Kolbens relativ zu dem Führungsschlitz vertikal beweglich zu sein;
einem Ventilstift, der sich linear von einer Mitte der Stiftbetätigungsstange nach unten erstreckt und beweglich und axial in die Stiftführungshülse des Düsenkörpers eingesetzt ist, um hierdurch das Auslaßende des Düsenkörpers gemäß einer Vertikalbewegung der Stiftbetätigungsstange wahlweise zu schließen; und
einer Zylinderkappe, die in einen oberen Endabschnitt der Sitzöffnung eingesetzt ist, um hierdurch ein unerwartetes Austreten des Kolbens aus der Sitzöffnung zu verhindern.
eine Sitzöffnung, die an einem vorbestimmten Abschnitt des Verteilers ausgebildet ist;
einen Düsenkörper, der fest und vertikal in die Sitzöffnung eingesetzt ist, bis deren Auslaßende den Hohlraum der Formen erreicht, wobei eine Düsenhülse zwischen einer Innenfläche der Sitzöffnung und einer Außenfläche des Düsenkörpers angeordnet ist, wobei der Düsenkörper zum wahlweisen Einspritzen des geschmolzenen Kunststoffmaterials aus dem Auslaßende in den Hohlraum ausgelegt ist, und bestehend aus:
einem Führungsschlitz, der axial an dem oberen Endabschnitt des Düsenkörpers ausgebildet ist;
einer langgestreckten Stiftführungspassage, die axial in dem Düsenkörper ausgebildet ist, um zu ermöglichen, daß das Auslaßende des Düsenkörpers mit dem Führungsschlitz durch die Stiftführungspassage kommuniziert; und
einer Stiftführungshülse, die axial in einen oberen Abschnitt der Stiftführungspassage eingesetzt ist; und
einem Ventilsystem, das in der Ventilöffung an einer Position um den oberen Endabschnitt des Düsenkörpers herum sitzt und zum wahlweisen Verschließen des Auslaßendes des Düsenkörpers ausgelegt ist, um ein Einspritzen des geschmolzenen Kunststoffmaterials in den Hohlraum zu unterbrechen, wobei das Ventilsystem besteht aus:
einer Kolbenhülse, die in die Sitzöffnung eingesetzt ist, wobei eine Innenfläche der Kolbenhülse mit einer Außenfläche der Düsenhülse in Kontakt kommt;
einem Kolben, beweglich in die Sitzöffnung derart eingesetzt ist, daß der Kolben auf die Kolbenhülse aufgesetzt ist und den oberen Endabschnitt des Düsenkörpers aufnimmt, um hierdurch in einem durch die Sitzöffnung definierten Zylinder relativ zu dem Düsenkörper vertikal beweglich zu sein;
einer Stiftbetätigungsstange, die sich integral quer über einen oberen Abschnitt des Kolbens erstreckt und beweglich in dem Führungsschlitz des Düsenkörpers sitzt, um hierdurch entsprechend einer Vertikalbewegung des Kolbens relativ zu dem Führungsschlitz vertikal beweglich zu sein;
einem Ventilstift, der sich linear von einer Mitte der Stiftbetätigungsstange nach unten erstreckt und beweglich und axial in die Stiftführungshülse des Düsenkörpers eingesetzt ist, um hierdurch das Auslaßende des Düsenkörpers gemäß einer Vertikalbewegung der Stiftbetätigungsstange wahlweise zu schließen; und
einer Zylinderkappe, die in einen oberen Endabschnitt der Sitzöffnung eingesetzt ist, um hierdurch ein unerwartetes Austreten des Kolbens aus der Sitzöffnung zu verhindern.
2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, bei der der Düsenkörper ein
Kupferlegierungsteil mit hoher thermischer Leitfähigkeit besitzt, wobei
das Kupferlegierungsteil an dem Düsenkörper vorgesehen ist durch
Bilden einer Mehrzahl von Löchern an einem Düsenmaterial und
Setzen einer Kupferlegierung hoher thermischer Leitfähigkeit in jedes
der Löcher vor der Bearbeitung des Düsenmaterials während eines
Düsenherstellungsprozesses.
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