DE19921202A1 - Vorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn

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DE19921202A1 DE19921202A DE19921202A DE19921202A1 DE 19921202 A1 DE19921202 A1 DE 19921202A1 DE 19921202 A DE19921202 A DE 19921202A DE 19921202 A DE19921202 A DE 19921202A DE 19921202 A1 DE19921202 A1 DE 19921202A1
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Andreas Meschenmoser
Peter Mirsberger
Hans Dahl
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Voith Sulzer Papiertechnik Patent GmbH
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Abstract

In einer Vorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn 14 wie insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn ist die Materialbahn 14 zusammen mit einem porösen Stützband 16 über eine insbesondere als Pick-up- und/oder Transferwalze dienende, einen gelochten Mantel 18 aufweisende Saugwalze 10 geführt, wobei das poröse Stützband 16 im Bereich der Saugwalze 10 zwischen dieser und der Materialbahn 14 liegt. Die Saugwalze 10 weist sowohl im Auflaufbereich A als auch im Ablaufbereich B der Materialbahn 14 jeweils eine an die Innenseite des gelochten Walzenmantels 18 angrenzende Saugzone 24 bzw. 26 auf, wobei die im Ablaufbereich A vorgesehene Saugzone 24 mit einer Vakuumquelle 22 verbunden ist, ein im Anschluß an den Ablaufbereich B angeordneter äußerer Bahnhaltekasten 12 oder Rohrsauger über die im Ablaufbereich B vorgesehene Saugzone 26 besaugt ist und die diese den Bahnhaltekasten 12 bzw. den Rohrsauger beaufschlagende, im Ablaufbereich B vorgesehene Saugzone 26 über die im Auflaufbereich A vorgesehene, mit der Vakuumquelle 22 verbundene Saugzone 24 mit Vakuum beaufschlagt ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung einer Material­ bahn wie insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, in der die Ma­ terialbahn zusammen mit einem porösen Stützband über eine insbesonde­ re als Pick-up- und/oder Transferwalze dienende, einen gelochten Mantel aufweisende Saugwalze geführt ist, wobei das poröse Stützband im Be­ reich der Saugwalze zwischen dieser und der Materialbahn liegt.
Bei den bisher üblichen Vorrichtungen der eingangs genannten Art ist im Anschluß an die Pick-up- bzw. Transfersaugwalze in der Regel ein ge­ trennt betriebener Bahnhaltesaugkasten oder Rohrsauger vorgesehen. Dies ist ein entsprechend hoher Energieaufwand verbunden. Es muß an verschiedenen Stellen das jeweils gewünschte Vakuum erzeugt werden, wozu in der Regel getrennte Gebläse eingesetzt werden. Zudem ergibt sich ein großer Platzbedarf. So sind neben dem größeren Einbauquerschnitt auch mehr Rohrleitungen erforderlich. Es muß nicht nur ein zusätzliches Gebläse eingesetzt werden, es ergibt sich auch ein zusätzlicher Verroh­ rungsaufwand.
Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei möglichst einfach und kompakt gehaltenem Aufbau ins­ besondere auch mit einem deutlich geringeren Energieaufwand betreibbar ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Saugwalze sowohl im Auflaufbereich als auch im Ablaufbereich der Materialbahn je­ weils eine an die Innenseite des gelochten Walzenmantels angrenzende Saugzone aufweist, daß die im Auflaufbereich vorgesehene Saugzone mit einer Vakuumquelle verbunden ist, daß ein im Anschluß an den Ablaufbe­ reich angeordneter äußerer Bahnhaltekasten oder Rohrsauger über die im Ablaufbereich vorgesehene Saugzone besaugt ist und daß diese den Bahnhaltekasten bzw. den Rohrsauger beaufschlagende, im Ablaufbereich vorgesehene Saugzone über die im Auflaufbereich vorgesehene, mit der Vakuumquelle verbundene Saugzone mit Vakuum beaufschlagt ist.
Aufgrund dieser Ausbildung ergibt sich eine energiesparende und kom­ pakte, durch die Kombination einer Saugwalze mit einem Bahnhalteka­ sten bzw. Rohrsauger erhaltene Funktionseinheit, mit der sich im An­ schluß an die Saugwalze auf optimale Weise eine geschlossene Bahnfüh­ rung verwirklichen läßt. Durch das mitgeschleppte Vakuum der Saugwal­ ze wird nicht nur der Bahnhaltekasten bzw. der Rohrsauger besaugt, die­ ses mitgeschleppte Vakuum dient auch der Vermeidung einer Blasenbil­ dung vor dem sich anschließenden Nip, so daß gleichzeitig ein entspre­ chender Stabilisatoreffekt erzielt wird. So ist insbesondere unter Zuhilfe­ nahme der ständig produzierten evakuierten Lochluft am Saugzonenende für eine weiterführende Bahnhaftung am porösen Stützband gesorgt.
Gleichzeitig wird an der Saugwalze eine Lärmdämmung erreicht. Alles in allem ergibt sich somit eine kostengünstige Gesamtlösung.
Bei einer in der DE 40 23 297 A1 beschriebenen Ein-Sieb-Trockengruppe ist zwischen zwei Trockenzylindern eine Siebumlenkwalze vorgesehen, die im Anschluß an eine ausgedehnte zusammenhängende Saugzone eine vor dem Ablaufbereich der Materialbahn angeordnete weitere Saugzone auf­ weist, die ohne Verbindung zum Innern des Saugkastens ausgeführt oder mittels Drosselkanälen mit dem Innern dieses Saugkastens verbunden sein kann. Dieser Siebumlenkwalze ist weder ein Bahnhaltekasten noch ein Rohrsauger zugeordnet.
Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erindungsge­ mäßen Vorrichtung ist in Bahnlaufrichtung zwischen der im Auflaufbe­ reich und der im Ablaufbereich der Materialbahn vorgesehenen Saugzone wenigstens eine Zwischensaugzone vorgesehen. Dabei ist sowohl die Zwi­ schensaugzone als auch die im Ablaufbereich vorgesehene Saugzone über die im Auflaufbereich vorgesehene, mit der Vakuumquelle verbundene Saugzone mit Vakuum beaufschlagt.
Vorteilhafterweise sind die Zwischensaugzone und/oder die im Ablaufbe­ reich vorgesehene Saugzone zumindest teilweise durch das insbesondere über die evakuierten Mantellöcher mitgeschleppte Vakuum der Saugwalze mit Vakuum beaufschlagt.
Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform sind die im Auf­ laufbereich vorgesehene Saugzone und die in Bahnlaufrichtung darauffol­ gende Saugzone über wenigstens eine Drosselstelle miteinander verbun­ den.
Das poröse Stützband kann insbesondere durch einen Filz gebildet sein.
Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemä­ ßen Vorrichtung wird die Materialbahn durch die im Auflaufbereich vorge­ sehene Saugzone der Saugwalze von einem Filz abgenommen.
Die Saugwalze kann beispielsweise zwischen zwei Pressen vorgesehen sein.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungsformen der erindungsgemäßen Vorrichtung angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen un­ ter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische, teilweise geschnittene Darstellung einer Transfersaugwalze mit zugeordnetem Bahnhalte­ kasten und
Fig. 2 eine schematische, teilweise geschnittene Darstellung einer Pressenanordnung mit zwei Schuhpressen, zwi­ schen denen die eine Transfersaugwalze und einen Bahnhaltekasten umfassende Funktionseinheit gemäß Fig. 1 eingesetzt ist.
Fig. 1 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung eine Transfersaugwalze 10 mit zugeordnetem Bahnhaltekasten 12. Die da­ durch gebildete Funktionseinheit ist Teil einer Vorrichtung zur Behand­ lung einer Materialbahn 14, bei der es sich insbesondere um einen Papier- oder Kartonbahn handeln kann.
Dabei wird die Materialbahn 14 zusammen mit einem porösen Stützband, hier einem Filz 16, über die insbesondere auch als Pick-up-Walze dienen­ de Transfersaugwalze 10 geführt.
Innerhalb des gelochten Mantels 18 der Transfersaugwalze 10 ist ein sta­ tionärer Saugkasten 20 angeordnet, dessen Innenraum mit einer Vaku­ umquelle verbunden ist, die beispielsweise ein Gebläse 22 umfassen kann.
Die Transfersaugwalze 10 weist sowohl im Auflaufbereich A als auch im Ablaufbereich B der Materialbahn 14 bzw. des zwischen dieser und der Transfersaugwalze 10 liegenden Filzes 16 jeweils eine an die Innenseite des gelochten Walzenmantels 18 angrenzende Saugzone 24 bzw. 26 auf, zwischen denen eine weitere Saugzone 28 vorgesehen sein kann.
Die Saugzonen 24, 26, 28 sind in Innenumfangsrichtung der Transfer­ saugwalze 10 jeweils durch sich parallel zur Walzenachse 30 erstrecken­ de, zwischen dem stationären Saugkasten 20 und der Innenseite des Wal­ zenmantels 18 angeordnete Dichtleisten 32 bis 38 begrenzt. Dabei sind die Saugzonen 24, 26, 28 jeweils als zur Innenseite des gelochten Walzen­ mantels 18 hin offene Saugkammern ausgebildet.
Der im Anschluß an den Ablaufbereich B angeordnete äußere Bahnhalte­ kasten 12 wird über die im Ablaufbereich B vorgesehene Saugzone 26 besaugt.
Von den drei Saugzonen 24, 26, 28 ist lediglich die im Auflaufbereich A vorgesehene Saugzone 24 direkt mit dem Innern des stationären Saugka­ stens 20 und damit der Vakuumquelle 22 verbunden. Die Zwischensaug­ zone 28 und die im Ablaufbereich B der Materialbahn 14 vorgesehene Saugzone 26 werden somit über die im Auflaufbereich A vorgesehene, mit der Vakuumquelle 22 verbundene Saugzone 24 mit Vakuum beaufschlagt. Dabei erfolgt die entsprechende Beaufschlagung der in Bahnlaufrichtung L hinter der Saugzone 24 angeordneten Saugzonen 28 und 26 zumindest teilweise durch das insbesondere über die evakuierten Mantellöcher 40 des Walzenmantels 18 mitgeschleppte Vakuum.
Das gesamte Vakuum ist somit primär unmittelbar mit der im Auflaufbe­ reich A vorgesehenen Saugzone 24 verbunden. Die im Auflaufbereich A vorgesehene Saugzone 24 und die in Bahnlaufrichtung L darauffolgende Zwischensaugzone 28 können jedoch über eine Drosselstelle 42 miteinan­ der verbunden sein, die im vorliegenden Fall dadurch gebildet ist, daß zwischen der betreffenden axialen Dichtleiste 34 und dem Walzenmantel 18 ein entsprechender Spalt belassen ist. Dabei kann beispielsweise eine variable Drosselstelle vorgesehen sein. Grundsätzlich ist es auch möglich, zwischen der im Ablaufbereich B vorgesehenen Saugzone 26 und der die­ ser vorangehenden Zwischensaugzone 28 eine vorzugsweise variable Ver­ bindung vorzusehen. Es können jeweils auch mehrere solche Drosselstel­ len vorgesehen sein.
Im vorliegenden Fall wird die Materialbahn 14 durch die im Auflaufbereich A vorgesehene Saugzone 24 der Transfersaugwalze 10 von einem Filz 44 abgenommen, der davor um eine Walze 46 geführt ist, die beispielsweise einer Presse zugeordnet sein kann. Die Zwischensaugzone 28 dient dazu, die von dem Filz 44 abgenommene Materialbahn 14 an dem über die Transfersaugwalze 10 geführten Filz 16 zu halten.
Das gesamte durch die Vakuumquelle 22 erzeugte Vakuum ist somit pri­ mär direkt mit der im Auflaufbereich A vorgesehenen Saugzone 24 ver­ bunden.
Nach einer Übernahme der Materialbahn 14 durch die Transfersaugwalze 10 im Bereich der Saugzone 24 wird die Durchlässigkeit des Filzes 16 über der Saugzone 24 schlagartig verringert, wodurch ein aktives Vakuum in der Zwischensaugzone 28 aufgebaut wird. Dabei können die Zwischen­ saugzone 28 und die im Ablaufbereich B vorgesehene Saugzone 26 zu­ mindest teilweise durch das insbesondere über die evakuierten Mantellö­ cher 14 mitgeschleppte Vakuum mit einem entsprechenden Vakuum be­ aufschlagt werden. Von Bedeutung ist hierbei insbesondere die Luft­ durchlässigkeit des Filzes 16 sowie der Materialbahn 14.
Im vorliegenden Fall sind die beiden Saugzonen 24 und 28 überdies über die Drosselstelle 42 miteinander verbunden. Diese Drosselstelle 42 kann insbesondere auch variabel sein. Grundsätzlich kann auch eine andere gedrosselte bzw. drosselbare Verbindung zwischen den beiden Saugzonen 24 und 28 vorgesehen sein. Grundsätzlich ist es auch möglich, zwischen der im Ablaufbereich B vorgesehenen Saugzone 26 und der dieser voran­ gehenden Zwischensaugzone 28 wenigstens eine vorzugsweise wieder va­ riable, insbesondere gedrosselte Verbindung vorzusehen.
Die im Ablaufbereich B vorgesehene Saugzone 26, die im vorliegenden Fall erst im Anschluß an diesen Ablaufbereich B beginnt, dient dazu, das ins­ besondere über die evakuierten Mantellöcher 40 mitgeschleppte, nach der dritten Dichtleiste 36 frei werdende Vakuum zur Erzeugung des erforderli­ chen Unterdrucks im Innern des Bahnhaltekastens 12 auszunutzen, so daß ein getrenntes Absaugen dieses Bahnhaltekastens 12 nicht mehr er­ forderlich ist. Dazu muß die vierte Dichtleiste 38 vorgesehen sein. Die da­ durch gebildete zusätzliche kammerartige Saugzone 26 wirkt zusammen mit dem nahezu geschlossenen Innenraum 48 des Bahnhaltekastens 12 gleichzeitig als Lärmdämmkammer. Die Saugzone 26 kann grundsätzlich auch bereits vor dem Ablaufbereich B beginnen. Sie erstreckt sich dann zur Beaufschlagung des Bahnhaltekastens 12 entsprechend weit über die­ sen Ablaufbereich B hinaus.
Der Bahnhaltekasten 12 ist wannenartig ausgebildet und zur Transfer­ saugwalze 10 hin offen, wobei der betreffende Öffnungsbereich durch eine Dichtung 50 wie z. B. einen mit Druckluft anpreßbaren Schaber auf den Bereich der zugeordneten Saugzone 26 der Transfersaugwalze 10 begrenzt ist.
Der Bereich zwischen dem Bahnhaltekasten 12 und dem die Materialbahn 14 tragenden Filz 16 ist an dem in Bahnlaufrichtung L hinteren Ende des Bahnhaltekastens 12 durch eine Dichtung 52 abgedichtet, bei der es sich beispielsweise um eine berührungslos wirkende Dichtung oder eine Lip­ pendichtung handeln kann. Eine berührungslos wirkende Dichtung kann beispielsweise nach Art eines Luftschwerts durch Ausblasen von Luft schräg gegen den Filz verwirklicht werden. Als Lippendichtung ist bei­ spielsweise eine sich schleifend an den Filz 16 anschmiegende Kunst­ stofflamelle denkbar.
An den Stirnseiten kann der Innenraum 48 des Bahnhaltekastens 12 ins­ besondere durch Dichtplatten berührungsfrei mit einem kleinen Spalt zum Filz 16 bzw. zur Transfersaugwalze 10 hin oder alternativ beispiels­ weise mit einem Luftschwert abgedichtet sein.
Der sich in dem Bahnhaltekasten 12 einstellende Unterdruck kann bei­ spielsweise über einen Vakuumbrecher wie insbesondere eine Vakuum­ drossel oder dergleichen einstellbar sein.
Der Bahnhaltekasten 12 kann in seinem unteren Bereich mit einem Schmutzwasserablauf 54 versehen sein, dem beispielsweise eine Ablauf­ leitung oder ein Ablaufschlauch zugeordnet sein kann, die bzw. der an ei­ ner tiefer gelegenen Stelle in ein Wasserschloß bzw. einen Syphon mün­ det, so daß der sich im Innenraum 48 des Bahnhaltekastens 12 einstel­ lende Unterdruck erhalten bleibt. Ist der Innenraum 48 des Bahnhalteka­ stens 12 mit einem Vakuumbrecher wie insbesondere einer Vakuumdros­ selklappe oder dergleichen verbunden, so kann dieser Unterdruck beliebig eingestellt werden.
Gemäß Fig. 1 wird die durch den Filz 16 abgestützte Materialbahn 14 schließlich einer Walze 56 zugeführt, die von einem Filz 64 umschlungen und ebenso wie die Walze 46 beispielsweise wieder einer Presse zugeord­ net sein kann.
Fig. 2 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung eine Pressenanordnung mit zwei Schuhpressen, zwischen denen die die Transfersaugwalze 10 und den Bahnhaltekasten 12 umfassende Funkti­ onseinheit gemäß Fig. 1 eingesetzt ist.
In dieser Pressenanordnung wird die Materialbahn 14 im Bereich einer Saugwalze 58 durch einen Oberfilz 60 von einem Siebband 62 übernom­ men und anschließend zusammen mit einem Unterfilz 16 einem ersten in Bahnlaufrichtung L verlängerten Preßspalt S1 zugeführt. Im Anschluß daran wird die Materialbahn 14 zusammen mit dem Unterfilz 16 über die Transfersaugwalze 10 und daraufhin einem zweiten in Bahnlaufrichtung L verlängerten Preßspalt S2 zugeführt.
Wie der Fig. 2 entnommen werden kann, sind die beiden in Bahnlauf­ richtung L verlängerten Preßspalte S1 und S2 durch zwei getrennte, ein­ ander benachbarte Schuhpressen aus jeweils einer unten liegenden Schuhpreßeinheit 66 bzw. 68 und einer oben liegenden Gegenwalze 46 bzw. 56 gebildet.
Im Anschluß an den zweiten in Bahnlaufrichtung L verlängerten Preßspalt S2 wird die Materialbahn 14 vorzugsweise über eine als Saugwalze ausge­ bildete Umlenkwalze 70 geführt und im Bereich einer weiteren als Saug­ walze ausgebildeten Umlenkwalze 72 von einem Trockensieb 38 über­ nommen und dem ersten Trockenzylinder 76 einer Trockenpartie zuge­ führt.
Nachdem die Materialbahn 14 im Anschluß an den ersten verlängerten Preßspalt S1 zusammen mit dem Unterfilz 16 um die Transfersaugwalze 10 und anschließend ein Stück entlang des Bahnhaltekastens 12 geführt wird, in deren Bereich sie durch den Filz 16 hindurch besaugt wird, ergibt sich eine durchgehend geschlossene Bahnführung, und zwar von der Übernahme der Materialbahn 14 durch den gleichzeitig als Pick-up-Filz dienenden Oberfilz 60 vom Siebband 62 bis zur Übergabe an die Trocken­ partie.
Um die Gegenwalze 56 der zweiten Schuhpresse 56, 68 ist ein Oberfilz 64 geführt, so daß beide Schuhpressen 46, 66 bzw. 56, 68 jeweils doppelt be­ filzt sind. Im Anschluß an den zweiten verlängerten Preßspalt S2 wird die Materialbahn 14 im Bereich der als Saugwalze ausgebildeten Umlenkwalze 70 wieder von dem Oberfilz 64 getrennt.
Wie anhand der Fig. 2 zu erkennen ist, ist der Bahnhaltekasten 12 im Anschluß an die Transfersaugwalze 10 sowie zwischen dieser und der Ge­ genwalze 56 der darauffolgenden Schuhpresse 56, 68 angeordnet.
Im vorliegenden Fall einer Pressenanordnung mit zwei unten liegenden Schuhpreßeinheiten 66 bzw. 68 wird somit die Materialbahn 14 zusam­ men mit dem durch die beiden Schuhpressen geführten Unterfilz 16 über die Transfersaugwalze 10 und den Bahnhaltekasten 12 geführt.
Es sind beispielsweise jedoch auch solche Pressenanordnungen denkbar, die sich dadurch ergeben, daß die zuvor beschriebene Pressenanordnung um die vertikale und/oder die horizontale Achse gespiegelt wird. Bei der horizontal gespiegelten Variante würde dann ein Oberfilz (Pick-up-Filz) als Tandemfilz durch beide Preßspalte geführt werden.
Bezugszeichenliste
10
Transfersaugwalze
12
Bahnhaltekasten
14
Materialbahn
16
poröses Stützband, Filz
18
gelochter Walzenmantel
20
Saugkasten
22
Vakuumquelle, Gebläse
24
Saugzone im Auflaufbereich
26
Saugzone im Ablaufbereich
28
Zwischensaugzone
30
Walzenachse
32
Dichtleiste
34
Dichtleiste
36
Dichtleiste
38
Dichtleiste
40
Mantellöcher
42
Drosselstelle
44
Filz
46
Walze
48
Innenraum
50
Dichtung
52
Dichtung
54
Schmutzwasserablauf
56
Walze
58
Saugwalze
60
Oberfilz
62
Siebband
64
Oberfilz
66
Schuhpreßeinheit
68
Schuhpreßeinheit
70
Umlenkwalze
72
Umlenkwalze
74
Trockensieb
76
Trockenzylinder
A Auflaufbereich
B Ablaufbereich
L Bahnlaufrichtung
S1 verlängerter Preßspalt
S2 verlängerter Preßspalt

Claims (16)

1. Vorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn (14) wie insbeson­ dere einer Papier- oder Kartonbahn, in der die Materialbahn (14) zu­ sammen mit einem porösen Stützband (16) über eine insbesondere als Pick-up- und/oder Transferwalze dienende, einen gelochten Mantel (18) aufweisende Saugwalze (10) geführt ist, wobei das porö­ se Stützband (16) im Bereich der Saugwalze (10) zwischen dieser und der Materialbahn (14) liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugwalze (10) sowohl im Auflaufbereich (A) als auch im Ablaufbereich (B) der Materialbahn (14) jeweils eine an die Innen­ seite des gelochten Walzenmantels (18) angrenzende Saugzone (24 bzw. 26) aufweist, daß die im Auflaufbereich (A) vorgesehene Saug­ zone (24) mit einer Vakuumquelle (22) verbunden ist, daß ein im Anschluß an den Ablaufbereich (B) angeordneter äußerer Bahnhal­ tekasten (12) oder Rohrsauger über die im Ablaufbereich (B) vorge­ sehene Saugzone (26) besaugt ist und daß diese den Bahnhalteka­ sten (12) bzw. den Rohrsauger beaufschlagende, im Ablaufbereich (B) vorgesehene Saugzone (26) über die im Auflaufbereich (A) vorge­ sehene, mit der Vakuumquelle (22) verbundene Saugzone (24) mit Vakuum beaufschlagt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Bahnlaufrichtung (L) zwischen der im Auflaufbereich (A) und der im Ablaufbereich (B) der Materialbahn-(14) vorgesehenen Saug­ zone (24 bzw. 26) wenigstens eine Zwischensaugzone (28) vorgese­ hen ist und daß sowohl die Zwischensaugzone (28) als auch die im Ablaufbereich (B) vorgesehene Saugzone (26) über die im Auflaufbe­ reich (A) vorgesehene, mit der Vakuumquelle (22) verbundene Saug­ zone (24) mit Vakuum beaufschlagt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischensaugzone (28) und/oder die im Ablaufbereich (B) vorgesehene Saugzone (26) zumindest teilweise durch das insbeson­ dere über die evakuierten Mantellöcher (40) mitgeschleppte Vakuum der Saugwalze (10) mit Vakuum beaufschlagt sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die im Auflaufbereich (A) vorgesehene Saugzone (24) und die in Bahnlaufrichtung (L) darauffolgende Saugzone (28) über wenigstens eine vorzugsweise variable Drosselstelle (42) miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwischen der im Ablaufbereich (B) vorgesehenen Saugzone (26) und der dieser vorangehenden Saugzone (28) wenig­ stens eine vorzugsweise variable gedrosselte Verbindung vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugzonen (24, 26, 28) jeweils als zur Innenseite des ge­ lochten Walzenmantels (18) hin offene Saugkammern ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugzonen (24, 26, 28) in Innenumfangsrichtung der Saug­ walze (10) jeweils durch sich parallel zur Walzenachse (30) erstrec­ kende, zwischen einem stationären Saugkasten (20) und der Innen­ seite des Walzenmantels (18) angeordnete Dichtleisten (32, 34, 36, 38) begrenzt sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung einer die im Auflaufbereich (A) vorgesehene Saug­ zone (24) mit der in Bahnlaufrichtung (L) darauffolgenden Saugzone (28) verbindenden Drosselstelle (42) zwischen der betreffenden axialen Dichtleiste (34) und dem Walzenmantel (18) ein Spalt belas­ sen ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bahnhaltekasten (12) wannenartig ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bahnhaltekasten (12) zur Saugwalze (10) hin offen und der betreffende Öffnungsbereich durch eine entsprechende Dichtung (50) zumindest im wesentlichen auf den Bereich der betreffenden Saugzone (26) der Saugwalze (10) begrenzt ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich zwischen dem Bahnhaltekasten (12) und dem die Materialbahn (14) tragenden porösen Stützband (16) an dem in Bahnlaufrichtung (L) hinteren Ende des Bahnhaltekasten (12) vor­ zugsweise durch eine berührungslos wirkende Dichtung (52) oder eine Lippendichtung abgedichtet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der sich in dem Bahnhaltekasten (12) einstellende Unterdruck vorzugsweise über einen Vakuumbrecher wie insbesondere eine Va­ kuumdrosselklappe oder dergleichen einstellbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bahnhaltekasten (12) in seinem unteren Bereich mit einem Schmutzwasserablauf (54) versehen ist, dem vorzugsweise eine Ab­ laufleitung zugeordnet ist, die an einer tiefer gelegenen Stelle in ein Wasserschloß mündet.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das poröse Stützband durch einen Filz (16) gebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn (14) durch die im Auflaufbereich (A) vorgese­ hene Saugzone der Saugwalze (10) von einem Filz (44) abgenommen wird.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugwalze (10) zwischen zwei Pressen (46, 66; 56, 68) vor­ gesehen ist.
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