DE19921702A1 - Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung sowie Tampondruckvorrichtung - Google Patents

Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung sowie Tampondruckvorrichtung

Info

Publication number
DE19921702A1
DE19921702A1 DE1999121702 DE19921702A DE19921702A1 DE 19921702 A1 DE19921702 A1 DE 19921702A1 DE 1999121702 DE1999121702 DE 1999121702 DE 19921702 A DE19921702 A DE 19921702A DE 19921702 A1 DE19921702 A1 DE 19921702A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cleaning
cleaning tool
cliché
printing device
pad printing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE1999121702
Other languages
English (en)
Inventor
Christian Stief
Martin Muend
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Braun GmbH
Original Assignee
Braun GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Braun GmbH filed Critical Braun GmbH
Priority to DE1999121702 priority Critical patent/DE19921702A1/de
Publication of DE19921702A1 publication Critical patent/DE19921702A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F35/00Cleaning arrangements or devices
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F17/00Printing apparatus or machines of special types or for particular purposes, not otherwise provided for
    • B41F17/001Pad printing apparatus or machines
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41PINDEXING SCHEME RELATING TO PRINTING, LINING MACHINES, TYPEWRITERS, AND TO STAMPS
    • B41P2235/00Cleaning
    • B41P2235/10Cleaning characterised by the methods or devices
    • B41P2235/20Wiping devices
    • B41P2235/24Wiping devices using rolls of cleaning cloth

Landscapes

  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Abstract

Es wird ein Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung beschrieben, die zur Aufnahme eines flüssigen Druckmediums einen Druckmedienbehälter aufweist, der auf seiner einem Klischee zugewandten Seite eine Abgabeöffnung hat, die von einer Rakelkante umgeben ist, die weitgehend flüssigkeitsdicht auf eine Oberfläche des Klischees aufpreßbar ist, wobei zur Anbringung von Druckmedium auf der Oberfläche der Druckmedienbehälter und das Klischee relativ zueinander bewegbar sind. Das Verfahren ist gekennzeichnet durch eine automatische, vorzugsweise in regelmäßigen Abständen erfolgende Reinigung zumindest eines Umfangsabschnitts der Außenseite der Rakelkante bei auf dem Klischee aufgesetztem Druckmedienbehälter. Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Reinigungseinrichtung, die an konventionelle Tampondruckverbindungen anbaubar ist, wird ebenfalls beschrieben. Die Erfindung ermöglicht eine erhebliche Produktivitätssteigerung beim Tampondruck.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie eine Tampondruckvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 15.
Durch seine Eignung zum Druck auf dreidimensional geformte Objekte (Körperdruck) hat der Tampondruck weite Einsatzgebiete und eine große Bedeutung erreicht. Ein wesentliches Anwendungsgebiet des Tampondrucks ist das Erzeugen von Graphiken wie Firmenlogos, Produktbezeichnungen, Funktionsbezeichnungen oder Verzierungen auf Produkten aller Art. Daneben gibt es auch Anwendungen, bei denen Funktionselemente hergestellt werden, wie beispielsweise beim Drucken von Dichtungen, Klebstoff, Schmiermitteln oder ähnlichem. Als flüssige Druckmedien werden vor allem Druckfarben verwendet, es können aber auch Wär­ meleitpasten o. dgl. gedruckt werden.
Man unterscheidet allgemein zwischen Tampondruckmaschinen mit offenem und halboffe­ nem Druckmedienbereitstellungssystem einerseits und solchen mit geschlossenem Druck­ medienbereitstellungssystem andererseits. Eine Tampondruckvorrichtung mit geschlosse­ nem Druckmedienbereitstellungssystem bzw. Farbsystem oder Druckmediensystem ist z. B. in der europäischen Patentanmeldung EP 0 712 724 beschrieben. Derartige Maschinen ar­ beiten normalerweise nach folgendem Prinzip. In eine ebene, glatte Oberfläche einer im fol­ genden als Klischee bezeichneten Stahl- oder Kunststoffplatte ist das zu erzeugende Druck­ bild in Reliefform beispielsweise durch Ätzen eingebracht. Auf dieser im Druckbildbereich reliefartig strukturierten Oberfläche des Klischees befindet sich ein im allgemeinen zylin­ drisch geformter, üblicherweise als Farbtopf bezeichneter Druckmedienbehälter, der das flüssige Druckmedium enthält. Der Druckmedienbehälter hat auf seiner dem Klischee zuge­ wandten Seite eine Abgabeöffnung, die von einem allgemein als Rakelkante bezeichneten Rand umgeben ist, der weitgehend flüssigkeitsdicht auf die Reliefoberfläche des Klischees aufpreßbar ist. Durch das Aufpressen der ringförmigen, sehr schmalen Kante entsteht eine dichte Verbindung zwischen Druckmedienbehälter und Klischee, so daß der Druckmedien­ vorrat gegenüber der Umgebung abgeschlossen ist.
In seiner Ausgangsposition befindet sich der Druckmedienbehälter über dem als Relief vor­ liegenden Druckbild und dieses ist mit Druckmedium gefüllt. Zum Drucken werden der Druckmedienbehälter und das Klischee relativ zueinander bewegt, bis die zuvor vom Druckmedienbehälter verdeckte Klischeeoberfläche frei wird. Dabei wird überschüssiges Druckmedium mit der scharfen Rakelkante von der Klischeeoberfläche abgezogen bzw. ab­ gerakelt, so daß nur im eingelassenen Druckbild Druckmedium zurückbleibt.
Ein speziell geformter, als Tampon bezeichneter Stempel, der in der Regel aus Silicongum­ mi besteht, wird auf das mediengefüllte Druckbild aufgedrückt und nimmt die Farbe vom Klischee ab. Der Tampon wird auf das zu bedruckende Werkstück aufgedrückt und die Far­ be im Idealfall vollständig auf das Werkstück abgegeben. Nach dem Drucken werden der Druckmittelbehälter und das Klischee in die Ausgangsstellung zurückbewegt, so daß der Topf wieder über das Relief gelangt, das sich neu mit Druckmedium füllt.
Ein Phänomen, das die Druckqualität negativ beeinflussen kann, ist die Verschmutzung der Rakelkante des Druckmedienbehälters. Diese wird vor allem durch Druckmedium verur­ sacht, das aus dem Druckmedienbehälter austritt und auf das Außenseite der Rakelkante antrocknet. Beim Abrakeln überfährt die Rakelkante das Druckbildklischee und es kann Druckmedium aus der Vertiefung an der verschmutzten Rakelkante haften bleiben und aus der Ätzung herausgezogen werden. Dadurch können sich Verschmierungen im Druckbild ergeben. Ein Grund für den Austritt von Druckmedium kann in Toleranzen in der Ebenheit und in der Oberflächenrauhigkeit von Klischee und Rakelkante liegen. Der Medienaustritt kann auch durch Bildung von Überdruck im Druckmedienbehälter durch eine Erwärmung des Druckmediums verstärkt werden. Oft wird als Reaktion auf den Medienaustritt in der Produktion der Anpreßdruck des Druckmedienbehälters vergrößert. Dies kann zwar den Flüssigkeitsaustritt verringern, führt aber zu erhöhtem Verschleiß von Rakelkante und Kli­ schee. Außerdem kann reibungsbedingt eine Erwärmung auftreten, die wiederum zur Stei­ gerung des Innendrucks im Druckmedienbehälter und zu verstärktem Farbaustritt führt.
Oft wird die Verschmutzung der Rakelkante erst bemerkt, nachdem schon eine Zeit lang Ausschußteile mit verschmiertem Druckbild produziert wurden. Dies kann durch eine ständi­ ge Druckbildkontrolle verhindert werden, die jedoch personalintensiv ist. Meist wird bei Auf­ treten von Problemen eine manuelle Reinigung von Klischee und Druckmedienbehälter vor­ genommen. Hierzu muß die Druckmaschine angehalten werden, der Druckmedienbehälter und das Klischee müssen ausgebaut, gereinigt und wieder eingesetzt werden. Die hierdurch verursachten Maschinenstillstandszeiten sowie der Personalbedarf setzen die Produktivität des Tampondrucks herab.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen vorzuschlagen, durch die die Pro­ duktivität des Tampondrucks bei Tampondruckmaschinen mit geschlossenem Druckme­ dienbereitstellungssystem gesteigert werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Verfahren mit den Merkmalen von An­ spruch 1 sowie eine Tampondruckvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 15 vor. Be­ vorzugte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
In verfahrensmäßiger Hinsicht sieht die erfindungsgemäße Lösung vor, daß bei einem gat­ tungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung mit geschlossenem Druckmedienbereitstellungssystem eine automatische Reinigung zumindest eines Umfangs­ abschnittes der Außenseite der Rakelkante durchgeführt wird, während der Druckmedienbe­ hälter auf dem Klischee aufgesetzt bleibt. Eine derartige automatische Reinigung, die insbe­ sondere den klischeenahen Bereich der Rakelkante erfaßt, kann vorteilhaft während des Druckbetriebes durchgeführt werden, ohne daß der Druckmedienbehälter vom Klischee ge­ trennt und damit der Dichteingriff zwischen diesen Komponenten aufgehoben werden müß­ te. Der Personal- und Zeitaufwand für die hierfür nötigen Arbeiten kann also gespart und der Anfall von Ausschußteilen kann kostengünstig vermieden oder zumindest verringert werden. Die Reinigung kann ohne nennenswerte Zeitverluste häufig durchgeführt werden, so daß als sekundäre Folge ggf. der Anpreßdruck des Druckmedienbehälters vermindert werden kann, da sin geringfügiger Austritt von Druckmedium durch das Ausschwemmen des Behälterts relativ unkritisch wäre. Damit können die Lebensdauer von Klischee und Druckmittelbehälter verlängert werden.
Die Reinigung kann abhängig von auftretenden Verschmutzungen, die ggf. durch geson­ derte Mittel detektierbar sein können, bedarfsabhängig durchgeführt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Reinigung in vorgebbaren, insbesondere regelmäßigen Zeitab­ ständen durchgeführt wird, deren Länge abhängig von Klischee und Druckmedium und dgl. für jedes System unterschiedlich sein kann. Dadurch kann das Auftreten kritischer Verunrei­ nigung prophylaktisch verhindert werden, ohne daß für eine Kontrolle Personal oder sonstige Einrichtungen erforderlich sind. Auch hierdurch läßt sich die Produktivität steigern.
Die Reinigung kann also beispielsweise jeweils nach einer einstellbaren Anzahl von Druck­ zyklenregelmäßig durchgeführt werden. Bevorzugt wird sie durchgeführt, während sich der Druckmedienbehälter in einer Grundposition befindet, in der er die mit Druckmedium zu fül­ lende Oberflächenstruktur des Klischees abdeckt. Dann ist eine Haltezeit von einigen Se­ kunden zum Ablauf der Reinigung unproblematisch und der Ablauf der Druckfunktionen wird durch die Reinigung praktisch nicht beeinflußt. Insbesondere wird ein Verwischen von Druckmedium im kritischen, oberflächenstrukturierten Bereich zuverlässig vermieden.
Die Reinigung kann berührungslos beispielsweise mittels Ultraschall, Gebläse o. dgl. erfol­ gen. Besonders schonend und wirksam ist eine Reinigung, bei der mindestens ein Reini­ gungswerkzeug im Bereich des zu reinigenden Umfangsabschnittes angelegt und/oder auf­ gedrückt wird und der Umfangsabschnitt und das Reinigungswerkzeug relativ zueinander bewegt werden. Hierdurch kann eine Wischbewegung realisiert werden. Vorzugsweise steht dabei der Umfangsabschnitt bzw. der Druckmedienbehälter still und es wird nur das Reini­ gungswerkzeug bewegt. Es ist jedoch auch möglich, den Druckmedienbehälter z. B. während einer Unterbrechung der translatorischen Relativbewegung zum Klischee zur Unterstützung der Reinigung zu drehen, wobei dann das Reinigungswerkzeug feststehen oder ebenfalls bewegt werden kann.
Als besonders wirksam hat sich eine vorzugsweise in Umfangsrichtung der Rakelkante ver­ laufende, oszillierende Relativbewegung von Umfangsabschnitt und Reinigungswerkzeug erwiesen, die vorzugsweise mehrfach hintereinander durchführbar sein kann. Hub und/oder Frequenz der Oszillationsbewegung können einstellbar sein. Ein Reinigungszyklus kann sehr kurz sein und beispielsweise zwischen einer und weniger als zehn Sekunden dauern, insbe­ sondere ca. zwei bis drei Sekunden.
Aus einer Vielzahl möglicher Reinigungswerkzeuge, die beispielsweise auch Spatel, Spach­ tel, schwammartiges bzw. offen- oder geschlossenporiges Material umfassen kann, haben sich solche Reinigungswerkzeuge als besonders zweckmäßig erwiesen, die zumindest in ihrem Arbeitsbereich, mit dem sie mit der Rakelkante in Berührung kommen, ein textiles oder textilähnliches Material mit einer weichen und anschmiegsamen, jedoch für einen Mate­ rialabtrag oder eine Materialförderung ausreichend rauhen Oberfläche haben. Besonders vorteilhaft ist auch eine gewisse Saugfähigkeit d. h. eine Aufnahmekapazität für die Reini­ gung unterstützende Flüssigkeiten. Geeignete textile Materialien können eine z. B. filz- oder vliesartige Faserstruktur oder eine mehr oder weniger regelmäßige Maschenstruktur haben, wie sie durch Wirken, Stricken o. dgl. herstellbar ist. Auch bürstenartige Faserstrukturen sind möglich.
Zweckmäßig ist das Material des Reinigungswerkzeuges lösungsmittelbeständig, damit es sich bei Verwendung von Lösungsmitteln nicht auflöst, farbecht, damit eine Abgabe von Farbpigmenten an die Druckfarbe und eine davon hervorgerufene Verfärbung ausgeschlos­ sen ist und/oder fusselfrei, damit keine zusätzlichen Verunreinigungen der Rakelkante vom Reinigungswerkzeug ausgehen können.
Besonders bevorzugt ist es, wenn zur Reinigung ein langgestrecktes, insbesondere flexibles, bandförmiges Reinigungswerkzeug verwendet wird, das vorzugsweise derart von der Sei­ te, also z. B. im wesentlichen in radialer Richtung, an die Außenseite der Rakelkante heran­ gebracht und angedrückt wird, daß es über einen Umfangswinkel, der vorzugsweise mehr als 5° beträgt und insbesondere zwischen 10° und 50° liegt, am Rand anliegt.
Ein bandförmiges Reinigungswerkzeug hat unter anderem den Vorteil, in sehr großer Länge auf einer Vorratsspule o. dgl. vorgehalten werden zu können, von der es dem Arbeitsbereich zugeführt werden kann. Ein mit bandförmigem Reinigungswerkzeug ausgerüstete Einrich­ tung kann daher lange im Einsatz sein, ohne daß ein Nachfüllen von Reinigungswerkzeug erforderlich ist. Weiterhin ist das Zu- und Abführen des Bandes sowie die Einleitung einer Wischbewegung mit außerhalb der Druckmaschine angeordneten Antriebselementen be­ sonders einfach und kostengünstig möglich. Zudem können mit langgestrecktem, schmalen, insbesondere bandförmigen Reinigungsmaterial auf einfache Weise auch relativ schlecht zugängliche Rakelkanten gereinigt werden. So ist bei vielen weit verbreiteten und zuverläs­ sig arbeitenden Tampondruckvorrichtungen kurz oberhalb der Rakelkante ein nach außen radial überstehender Rand, auf den beispielsweise ein Andruckring aufgesetzt werden kann, an den z. B. eine maschinenseitige Behälteraufhängung angreifen kann. Zwischen dem überstehenden Rand und der Klischeeoberfläche befindet sich dann in der Regel ein nur wenige Millimeter, beispielsweise zwei bis drei Millimeter breiter Spalt, durch den hindurch die Rakelkante mit dem Reinigungswerkzeug erreicht werden muß. Durch bandförmiges Reinigungsmaterial, das beispielsweise eine maximale Breite von ca. zwei Millimeter haben kann, ist dies ohne weiteres möglich. Besonders gute Reinigungsergebnisse sind mit einem Flockgarn erzielbar, das einen dünnen Trägerfaden aufweisen kann der beispielsweise in einem Hochspannungsfeld mit radial orientierten Fasern, beispielsweise aus Polyamid, be­ stückt wird, um eine pfeifenputzerähnliche Struktur des bandförmigen Reinigungswerkzeu­ ges zu erzeugen. Auch geflochtene Baumwollschnur mit geeignetem Durchmesser oder flauschige Zahnseide, die aus mehreren Kunstfasern bestehen kann, die durch eine wellige Struktur eine voluminöses Band ergeben, sind möglich.
Alternativ oder zusätzlich zu bandförmigen Reinigungswerkzeugen kann auch ein Reini­ gungswerkzeug in Form einer entsprechend flachen Scheibe aus geeignetem Material, wie z. B. aus Filz, eingesetzt werden, die mit ihrer Seitenkante unter den vorstehenden Rand geschoben werden kann und beispielsweise durch eine rotierende Bewegung um eine senk­ recht zum Klischee ausgerichtete Achse die Rakelkante abwischen kann.
Zur vorzugsweise vorgesehenen Regelung des jeweils geeigneten Anpreßdruckes kann bei bandförmigem Reinigungswerkzeug eine Einrichtung zur Bandzug- bzw. Bandspannungsre­ gelung vorgesehen sein, um zu ermöglichen, daß das Reinigungsband unter möglichst gleichmäßiger Spannung am zu reinigendem Umfangsabschnitt entlanggeführt werden kann.
Um auch angetrocknete Reste von Druckmedium von der Rakelkante ablösen zu können, kann es vorteilhaft sein, wenn der zu reinigende Umfangsabschnitt und/oder das Reini­ gungswerkzeug vor und/oder während des Arbeitseingriffs zwischen Reinigungswerkzeug und Umfangsabschnitt mit einem das Druckmedium lösenden, flüssigen Lösungsmittel be­ handelt werden. Beispielsweise kann während einer Wischbewegung eine geringe Menge Lösungsmittel zugeführt werden, mit der das Reinigungsband getränkt wird. Besonders zweckmäßig wird hierzu das Lösungsmittel auf den Umfangsabschnitt und/oder auf das Rei­ nigungsmedium im Bereich des Arbeitseingriffes aufgesprüht. Hierdurch kann mit kleinst­ möglichen Mengen von Lösungsmitteln gearbeitet werden, was eine Beeinträchtigung der Umgebung durch Lösungsmitteldämpfe minimiert und aufgrund geringen Lösungsmittelver­ brauches besonders umweltverträglich ist.
Nach Ablauf eines Reinigungszyklus ist es zweckmäßig, den verschmutzten bzw. den die gelösten Verschmutzungen tragenden Abschnitt des Reinigungswerkzeuges, insbesondere des Reinigungsbandes, abzutransportieren, was bei bandförmigem Reinigungswerkzeug durch vorzugsweise schrittweises ggf. aber auch kontinuierliches Bewegen des Bandes in Bandrichtung bzw. durch Abspulen erfolgen kann. Der Abtransport von verschmutztem Rei­ nigungsmaterial sowie die gleichzeitige Zufuhr von sauberem Bandmaterial kann durch eine Bandspuleinrichtung übernommen werden. Das bandförmige Reinigungswerkzeug ermög­ licht eine vorteilhafte Anordnung der Bandspuleinrichtung getrennt bzw. mit Abstand von der eigentlichen Reinigungseinheit, was bei dem normalerweise zur Verfügung stehenden, ge­ ringen Bauraum im Bereich des Druckmedienbehälters besonders vorteilhaft ist.
Da der für Verschmutzungserscheinungen besonders kritische Teil des Rakelkantenumfangs auf der dem Druckbild bzw. dem Tampon zugewandten Seite liegt, muß auch dieser Bereich der Rakelkante gereinigt werden. Dies kann durch eine auf der tamponzugewandten Seite des Druckmedienbehälters fest angeordnete Reinigungseinheit in der Regel nur mit hohem konstruktiven Aufwand erreicht werden, da Raum versperrt würde, den der Tampon zur Druckmedienaufnahme vom Klischee benötigt. Außerdem besteht die Gefahr, daß ein in diesem Bereich angeordnetes Reinigungswerkzeug beim Abrakeln über das Druckbild gezo­ gen wird und das Druckmedium verschmiert. Zur Vermeidung dieser Probleme kann vorge­ sehen sein, eine beispielsweise durch Schwenken bedarfsgerecht zum Druckmedienbhälter bewegbare Reinigungseinheit zu schaffen, die während des Druckbetriebes in einer Ruhe­ stellung entfernt vom Druckmedienbehälter bewegt wird.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, eine Reinigungseinheit an der tam­ ponabgewandten Seite des Druckmedienbehälters anzuordnen und vor der Reinigung den zu reinigenden Umfangsabschnitt durch Drehung der Rakelkante oder des Druckmedienbe­ hälters um eine zur Klischeeoberfläche senkrechte Achse in den Bereich der Reinigungsein­ richtung zu bringen. Diese Drehung erfolgt vorteilhaft während einer Ruhestellung der Tam­ pondruckvorrichtung, in der keine translatorische Relativbewegung von Druckmedienbehäl­ ter und Klischee stattfindet. Die Drehung kann mit Vorteil schrittweise so erfolgen, daß bei jedem Ablauf eines Reinigungszyklus die Verschmutzungen von einem neuen, in den Be­ reich des Reinigungseingriffs gedrehten Teil der Rakelkante entfernt werden, wobei zwi­ schen den Reinigungszyklen Druckzyklen liegen können. Es hat sich gezeigt, daß hierdurch eine ausreichende Sauberhaltung der gesamten Rakelkante auf Dauer möglich ist.
Sowohl eine am Maschinengestell o. dgl. fixierte, wie auch eine beispielsweise schwenkbare Reinigungseinrichtung haben den Nachteil, daß das Reinigungswerkzeug bei jedem Rakel­ hub bzw. vor Durchführung der Reinigung durch den engen Spalt zwischen dem überste­ henden Rand des Druckmedienbehälters und dem Klischee an die schwer zugängliche Ra­ kelkante herangeführt werden muß. Hierbei kann das Reinigungswerkzeug an den genann­ ten Bauteilen hängenbleiben und so die Funktion der Einrichtung stören. Daher ist es vor­ teilhaft, wenn das Reinigungswerkzeug während des Druckbetriebes ständig in einem dem Tampon abgewandten Bereich des Druckmedienbehälters an der Außenseite der Rak­ telkante anliegt. Durch die beschriebene Drehung des Druckmedienbehälters bzw. der Ra­ kelkante kann dann der zu reinigende Abschnitt in den Kontaktbereich zwischen Reinigungs­ werkzeug und Rakelkante gebracht werden.
Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Reinigungsvorrichtung wird anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben. Sie kann vorteilhaft aus mehreren, insbesondere drei gesonderten Funktionsbaugruppen bzw. Modulen aufgebaut sein, die zweckmäßig zusammenwirken. Eine erste, als Reini­ gungseinheit bezeichnete Baugruppe kann die eigentliche Reinigungsfunktion übernehmen. Bei Verwendung eines bandförmigen Reinigungswerkzeuges kann sie das Band so span­ nen, daß es an der Rakelkante entlang einem Umfangsabschnitt anliegt. Erforderlichenfalls kann dosiert Lösungsmittel in den Arbeitsbereich gefördert werden. Die Reinigungseinheit kann die oszillierende Wischbewegung durchführen und das Reinigungsband nach der Rei­ nigung weiterspulen.
Eine zweite, als Dreheinheit bezeichnete Baugruppe hat die Aufgabe, den Druckmittelbe­ hälter zu drehen, um den zu reinigenden Abschnitt in den Bereich der Reinigungseinheit zu bringen. Um eine lückenlose Reinigung der Rakelkante zu gewährleisten, erfolgt die Dre­ hung vorzugsweise schrittweise um einen Winkel, der vorzugsweise kleiner ist als der pro Reinigungszyklus gereinigte Umfangswinkel. Die Drehung wird vorteilhaft während einer Un­ terbrechung der translatorischen Relativbewegung zwischen Druckmittelbehälter und Kli­ schee durchgeführt.
Eine als Fördereinheit bezeichnete dritte Baugruppe dient dazu, der Reinigung einen saube­ ren Abschnitt des Reinigungswerkzeuges, insbesondere des Reinigungsbandes zuzuführen und verbrauchte Abschnitte abzutransportieren, wobei bandförmiges Reinigungswerkzeug auf einer Abfallspule o. dgl. aufwickelbar ist. Diese Einrichtung, die der Reinigungseinheit zugeordnet ist und mit dieser zusammenwirkt, kann mit Abstand getrennt von dieser ange­ ordnet sein, was bei begrenztem Bauraum in unmittelbarer Nähe des Druckmittelbehälters vorteilhaft sein kann.
Alle drei Module bzw. Baugruppen können mit dem Rakelschlitten zusammen bewegt oder fest an ein Maschinengestell der Tampondruckvorrichtung angebaut werden. Es ist auch eine bewegliche, insbesondere schwenkbare Ausführung denkbar, die nur zur Durchführung der Reinigung in ihre Position gebracht und bei Ablauf der Druckzyklen außerhalb des Ar­ beitsbereiches "geparkt" wird.
Bevorzugte Ausführungsformen erfindungsgemäßer Reinigungsvorrichtungen sind an exi­ stierende Tampondruckvorrichtungen leicht zu montieren, ohne daß an diesen wesentlichen bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen und ohne daß deren sonstigen Funktionen beeinträchtigt werden. Dadurch ist die Schaffung einer erfindungsgemäßen Tampondruckvorrichtung mit wenig Aufwand durch Aufrüstung mit einer entsprechenden, geeignet angepaßten Reinigungsvorrichtung möglich.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte Ausführungen darstellen können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im fol­ genden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 vertikalen Schnitt durch einen auf ein Klischee aufgepreßten Druckmedienbehälter, bei dem ein bandförmiges Reinigungswerkzeug an die tamponabgewandte Außen­ seite der Rakelkante angelegt ist;
Fig. 2 einen horizontalen Schnitt durch den Bereich der Rakelkante in Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Bereich eines Druckmedienbehälters mit einer Dreheinheit und einer Reinigungseinheit einer bevorzugten Ausführungsform einer Reinigungs­ vorrichtung und
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Vorratsspule für ein Reinigungsband, das der Reinigungs­ einheit in Fig. 3 zuführbar ist.
Zunächst wird das Prinzip eines bevorzugten Reinigungsverfahrens erläutert. Die Seitenan­ sicht in Fig. 1 zeigt einen Teil einer Tampondruckmaschine mit geschlossenem Farbbereit­ stellungssystem. Auf einem plattenförmigen Klischee 1 steht ein im wesentlichen zylindri­ scher, auch als Farbtopf bezeichneter Druckmedienbehälter 2. Der Topf ist an seiner Unter­ seite offen und hat an der Unterseite einen durch ein gesondertes Bauteil gebildeten, ent­ lang einer flüssigkeitsdichten Verbindungszone mit einem Behälteroberteil z. B. durch Schwei­ ßen verbundenen Ring 3, der im Querschnitt im wesentlichen dreiecksförmig mit einer nach unten gerichteten, schmalen Spitze ist und beispielsweise aus gehärtetem Stahl oder Hart­ metall bestehen kann. Dieser Ring wird allgemein und in dieser Anmeldung auch als Ra­ kelkante bezeichnet. Die im Kontakt mit der an die Klischeeoberfläche 4 stehende, schmale Unterkante des Ringes ist geläppt, wodurch der Behälter im wesentlichen flüssigkeitsdicht auf die Klischeeoberfläche anpreßbar ist. Dadurch ist das Innenvolumen des Farbtopfes gegenüber der Außenluft hermetisch bzw. flüssigkeitsdicht abgeschlossen. In dem Topf be­ findet sich ein Vorrat eines flüssigen Druckmediums 5, hier Druckfarbe, wobei das Druckme­ dium im von der Rakelkante 3 umschlossenen Bereich in Kontakt mit der Klischeeoberfläche steht.
Zum Einfärben eines auf der Klischeeoberfläche durch Ätzen oder anderer Weise Material­ abtrag eingebrachten, tiefreliefartigen Druckbildes werden der Farbtopf und das Klischee mit einer translatorischen Relativbewegung in Richtung 6 parallel zur Klischeeoberfläche relativ zueinander so verschoben, daß der Rakeltopf 2 über das Druckbild gelangt. Dabei bleibt die Andruckkraft zwischen Topf und Klischee erhalten. Beim Abrakeln wird der Topf in entge­ gengesetzter Richtung von der Ätzung zurückbewegt. Ein nicht gezeigter, im Beispielsfall links neben dem Farbtopf angeordneter Tampon nimmt die Farbe vom Klischee ab und be­ druckt ein Werkstück.
Auf der dem Tampon abgewandten Rückseite des Druckmedienbehälters ist eine später erläuterte Reinigungseinrichtung angebracht. Diese drückt ein bandförmiges Reinigungs­ werkzeug 10, das in einer Ebene kurz oberhalb der Klischeeoberfläche parallel zu dieser verläuft, nahe der Klischeeoberfläche an die radiale Außenseite der Rakelkante 3. Das in Bahnrichtung gespannte Reinigungswerkzeug, bei dem es sich bevorzugt um ein Flockgarn handeln kann, wird beim Andrücken derart ausgelenkt, daß es über einen Umfangsabschnitt 11 von beispielsweise 30° an der Rakelkantenaußenseite anliegt und außerhalb dieses Ar­ beitsbereiches tangential zum Rakelkantenumfang verläuft. Durch eine im Umschlingungs­ bereich in Umfangsrichtung der Rakelkante verlaufende Oszillationsbewegung (Pfeil 12) des Reinigungsbandes werden an der Außenseite haftende Verschmutzungen 13 im Arbeitsbe­ reich 11 abgewischt. Das verschmutzte Reinigungswerkzeug oder ein verschmutzter Ab­ schnitt des Werkzeuges können abtransportiert und ein sauberes Werkzeug oder ein saube­ rer Abschnitt des Werkzeuges kann der Reinigungszone zugeführt werden.
Der Druckmedienbehälter kann schrittweise oder kontinuierlich um seine senkrechte Achse 14 gedreht werden, so daß im Verlauf des Druckbetriebes der gesamte Topfumfang der im Berührungsbereich zwischen Reinigungsband und Rakelkante liegenden Reinigungszone zugeführt werden kann. Zur Verbesserung der Reinigungswirkung kann das Reinigungs­ werkzeug mit Lösungsmittel getränkt werden, wozu beispielsweise eine an eine geeignete Fördereinrichtung und einen Lösungsmittelvorrat angeschlossene Sprühdüse 15 vorgesehen sein kann, die in radialer Richtung im spitzen Winkel zur Klischeeoberfläche oder parallel zu dieser auf die Reinigungszone gerichtet sein kann.
Die Reinigung kann während der translatorischen Rakelbewegung zwischen Druckmedien­ behälter und Klischee oder bei stillstehendem Farbtopf erfolgen. Die Reinigung ist demnach während des Druckbetriebes bei laufender Maschine oder im Stillstand bei kurzzeitig ange­ haltener Maschine möglich.
Eine bevorzugte Ausführungsform einer automatisch arbeitenden Reinigungsvorrichtung wird nun anhand von Fig. 3 und 4 näher erläutert.
Fig. 3 zeigt in Draufsicht parallel zur senkrechten Farbtopfachse 14 zwei als gesonderte Baugruppen ausgebildete Einheiten der Reinigungsvorrichtung. Eine Reinigungseinheit 20 übernimmt die eigentlichen Reinigungsaufgaben der Vorrichtung. Sie umfaßt eine mehrere Antriebs- bzw. Führungsrollen sowie elektromotorische Antriebseinrichtungen umfassende Fördereinrichtung zur Förderung des Reinigungsbandes sowie Mittel zur Erzeugung und Überwachung der Bandzugkraft des Reinigungswerkzeuges 10 und Einrichtungen zur Er­ zeugung der oszillatorischen Wischbewegung.
Die Bandförderung sowie die Spannungserzeugung und -überwachung im Reinigungsband wird wie folgt realisiert. Das Reinigungsband 10 wird in der Reinigungseinheit 20 zwischen einer an der Oberseite einer horizontalen Grundplatte 21 angeordneten, gestrichelt ange­ deuteten Transportrolle 22 und einer ebenfalls an der Plattenunterseite angeordnete Brems­ rolle 23 gespannt, wobei sich die Bremsrolle in Bandzugrichtung 24 vor dem Reinigungsbe­ reich 11 und die Transportrolle dahinter befindet. Neben jeder der Rollen ist jeweils ein fe­ derbelasteter Hebel 25 bzw. 26 mit einer Andruckrolle 27, 28 aus Hartgummi angeordnet, durch die das Band an die gerändelte Außenfläche der Transport- bzw. der Bremsrolle an­ gepreßt wird.
Die Bremsrolle ist über eine durch die Grundplatte 21 führende Welle mit einer nicht ge­ zeigten Rutschkupplung verbunden, mit der ein Reibungsmoment für die Drehung der Transportrolle erzeugbar ist. Über die Vorspannung einer Druckfeder in der Rutschkupplung ist die Kraft einstellbar, mit der das Band zwischen Transport- und Andruckrolle vorbeigezo­ gen werden kann.
Die Transportrolle 22 ist auf die Abtriebswelle eines dem Bandtransport dienenden Getrie­ bemotors 29 aufgesetzt, der auf der Oberseite der Platte 21 befestigt ist. Der über eine Steuereinrichtung programmgesteuerte Getriebemotor und die Übersetzungsverhältnisse können so ausgelegt sein, daß in einer Spulzeit von ca. 1 Sekunde das Reinigungsband um ein Mehrfaches der Umfangslänge, mit dem es am Rakelkantenumfang anliegt, weiter be­ fördert werden kann, um verschmutzte Bandabschnitte weg und unverbrauchte Bandab­ schnitte zur Reinigungszone zu fördern.
Zwischen der Reinigungszone 11 und dem Antriebsmotor bzw. der Transportrolle 22 ist an der Plattenunterseite ein gestrichelt angedeuteter Spannhebel 30 mit einer Führungsrolle 31 angelenkt, der durch eine Zugfeder 32 die Spannung im Reinigungsband zwischen den bei­ den Rollen 22, 23 ständig aufrecht erhält. Der Hebel ist drehfest auf einer die Platte 21 drehbeweglich durchdringenden Welle befestigt, an deren oberen Ende sich ein Schaltnoc­ ken befindet. Mit diesem kann bei einem bestimmten Auslenkwinkel des Hebels bei nachlas­ sender Bandspannung ein Schalter geschlossen werden, der ein Signal an die Steuerung abgibt, das den Transportmotor 29 auch außerhalb eines Reinigungszyklus kurzzeitig ein­ schalten kann, so daß das Band weitertransportiert und nachgespannt werden kann. Wird innerhalb einer vorgebbaren Zeit von beispielsweise drei Sekunden der Schalter wieder ge­ öffnet, dann stoppt der Transportmotor 29. Sollte das Ende des Bandes auf der später er­ läuterten Vorratsspule erreicht sein oder das Reinigungsband reißen, dann kann keine Zug­ kraft im Band aufgebaut werden und der Spannhebel wird innerhalb der vorgebbaren zuläs­ sigen Transportzeit nicht aus dem Schaltbereich bewegt. In diesem Fall kann die Steuerung den Motor 29 anhalten und es kann gleichzeitig ein Alarmsignal ausgegeben werden. Ein evtl. gerade ablaufender Reinigungszyklus wird beendet und ein erneutes Starten des Reini­ gungsbetriebes unterbunden. Erst nachdem ein neues Reinigungsband in die Vorrichtung eingespannt und der Alarm zurückgesetzt wurde, kann die Reinigung wieder starten. Hier­ durch wird eine erhöhte Betriebssicherheit der Reinigungsvorrichtung erzielt. Es ist eine funktionssichere Sicherungseinrichtung zum Anhalten oder Abschalten der Reinigung bei Bandspannungsproblemen oder Bandriß geschaffen.
Die zur Verstärkung der Reinigungswirkung günstige Wischbewegung des Reinigungsban­ des 10 wird mit Hilfe eines an der Oberseite der Grundplatte 21 angeordneten, linear gleit­ beweglich geführten Reinigungsschlitten 35 erzeugt, der an beiden in Bewegungsrichtung liegenden Enden Ausleger 36 trägt, an deren Enden jeweils Umlenkrollen 37 drehbar gela­ gert sind. Die außerhalb des Topfumfanges angeordneten, auf Höhe des unteren Endes der Rakelkante angeordneten Führungsrollen 37 leiten das Reinigungsband unter den radial vorspringenden Rand des Farbtopfes so in den nur wenige Millimeter hohen Zwischenraum zwischen Klischeeoberfläche und Randunterseite, daß das Reinigungsband am Außenum­ fang der Rakelkante auf einem Winkel von beispielsweise 35° bis 40° anliegt. Diese Rollen und weitere gestellfeste Führungsrollen spannen das Band in eine trapezähnliche Form.
Die lineare Oszillationsbewegung des Reinigungsschlittens 35 in Richtung 38 wird durch einen an einem Exzenter befestigten Stift auf der Abtriebswelle eines auf der Plattenober­ seite befestigten Getriebemotors 39 erzeugt. Dessen Drehzahl und das Übersetzungsver­ hältnis des Getriebes sowie die Exzentrizität des Exzenters bestimmen Frequenz und Hub der oszillierenden Wischbewegung. Bei der gezeigten Ausführungsform werden ca. zehn Reinigungshübe pro Sekunde erzeugt, so daß bei einer Gesamtlaufzeit von ca. zwei Sekun­ den pro Reinigungszyklus zwanzig Reinigungsbewegungen durchführbar sind.
Das Reinigungsband ist zwischen Transportrolle und Bremsrolle eingespannt und wird vom Spannhebel unter Zug gehalten. Daher muß das Band der Hin- und Herbewegung des Rei­ nigungsschlittens im Bereich zwischen den Umlenkrollen folgen. Da das Reinigungsband hier an der Topfkante anliegt, wird es an dieser mit Hilfe der Schlittenbewegung tangential hin- und herbewegt. Durch die Bewegung des Reinigungsschlittens verändert sich in gerin­ gem Maße die Gesamtlänge des Bandes zwischen Bremsrolle und gestellfester Führungs­ rolle. Diese Längenänderung wird durch eine Auslenkung des Spannhebels 30 ausgegli­ chen.
Die vorzugsweise vorgesehene Zuführung von Lösungsmittel zum Reinigungsband erfolgt durch eine außerhalb der Druckmaschine angeordnete Schlauchpumpe, die Flüssigkeit aus einer Vorratsflasche ansaugt und das Lösungsmittel zur Sprühdüse 15 fördert, die an der Grundplatte 21 der Reinigungseinheit befestigt ist und unter dem Andruckring und dem Rand des Farbtopfes bis an das Reinigungsband heranreicht. Zweckmäßige Fördermengen pro Reinigungszyklus können in der Größenordnung von einem oder wenigen 1/10 ml liegen, die in weniger als einer Sekunde, z. B. in ca. einer halben Senkunde gefördert und aufgesprüht werden können.
Die Bandzuführung zur Reinigungseinheit 20 und der Abtransport des verbrauchten Reini­ gungsbandes erfolgt bei der gezeigten Ausführungsform durch eine in Fig. 4 gezeigte sepa­ rate Spuleinrichtung 40, die außerhalb der Maschine anordenbar ist, um in dem Bereich der Reinigungseinheit 20 Platz zu sparen. Die Spuleinheit 40 arbeitet vorteilhaft selbsttätig und wird nicht von der Programmsteuerung der Reinigungseinrichtung gesteuert. Insbesondere braucht sie keine Überwachungsfunktion, wie z. B. für das Erreichen des Bandendes oder für einen Bandriß, bereitzustellen, da diese Sicherungsfunktion, wie beschrieben, durch Teile der Reinigungseinheit übernommen wird.
Eine antriebslose Vorratsspule 41 sorgt für eine Bandstraffung auf der Zuführseite, wobei aber durch leichten Zug vom Transportantrieb der Reinigungseinrichtung Band von der Vor­ ratsspule nachgezogen werden kann. Die Vorratsspule 41 ist hierzu auf einer Nabe 42 befe­ stigt, die eine zylindrische Außenfläche hat. Die Nabe sitzt drehfest auf einer frei drehbaren Welle, die in einem Gestell 43 der Einrichtung gelagert ist. An die Außenfläche der Nabe wird ein Bremshebel 44 angedrückt. Der Andruck erfolgt über eine Druckfeder 45 durch ein Verbindungsgestänge 46, das in einen Spannhebel 47 eingehängt ist. Am oberen Ende des Spannhebels ist eine Umlenkrolle 48 drehbar gelagert, über die das Band von der Spule zur Reinigungseinheit geleitet wird.
Im Ruhezustand, d. h. ohne Zugkraft auf das Band, wird der Spannhebel von der Zugfeder 49 in eine Lage gebracht, in der sich die Kräfte von Druck- und Zugfeder gerade ausglei­ chen, so daß ein Momentengleichgewicht bzgl. des gestellfesten Drehpunktes des Spann­ hebels herrscht. Wird vom Transportantrieb eine Zugkraft auf das Band 10 ausgeübt, dreht sich der Spannhebel gegen die Kraft der Zugfeder 49 nach links. Dabei wird die Druckfeder am Bremshebel entlastet. Gleichzeitig wird vom Reinigungsband eine Tangentialkraft auf die Spule ausgeübt, wodurch ein Drehmoment entsteht, das durch die Reibungskraft zu dem Reibbelag auf dem Bremshebel und der Spulennabe ausgeglichen werden muß. Im Rutschpunkt ist die Druckfeder 45 so weit entlastet, daß die Reibungskraft nicht mehr aus­ reicht, um das Bremsmoment zum Festhalten der Spule zu erzeugen. Diese dreht sich und das Band wird abgewickelt, bis die Zugkraft nachläßt. Mit einer Einstellmutter 51 können die Federn im Hebelsystem vorgespannt werden. Damit kann die Freigabekraft für das Band begrenzt eingestellt werden. Im Zusammenwirken mit der Transporteinrichtung der Reini­ gungseinheit 20 sorgt die Bandspuleinheit 40 für einen störungsfreien Bandtransport.
Die in Fig. 3 gut erkennbare Dreheinheit 60 für den Druckmedienbehälter dient dazu, den Behälter jeweils vor dem Ablauf eines Reinigungszyklus so weit zu drehen, daß ein ver­ schmutzter Abschnitt der Rakelkante in den Arbeitsbereich des Reinigungsbandes gelangt, wobei die Drehung immer in der gleichen Drehrichtung erfolgt. Die Steuerung ist dabei so ausgelegt, daß die Drehung während des Stillstandes der Druckmaschine erfolgt, indem die translatorische Relativbewegung zwischen Klischee und Druckmedienbehälter unterbrochen ist. Bei der Ausführungsform ist die Dreheinheit fest am Rakelschlitten der Einrichtung mon­ tiert und bewegt sich beim Rakeln mit dem Schlitten hin und her. Die Drehkraft der Drehein­ heit wird von einem linearen Pneumatikzylinder 61 erzeugt. Dieser treibt über einen Schwenkhebel 62, in dem ein Freilauf 63 eingesetzt ist, die koaxial zur Achse 14 ausge­ richtete Drehachse 64 des Druckmittelbehälters einsinnig in Drehrichtung 66 an. Die Dreh­ achse 64 und der Antriebszylinder 61 sind an einem Grundgestell 65 gelagert, das über seit­ liche Träger gelenkig an den Anpreßhebeln befestigt ist, die den Druckmedienbehälter 2 auf das Klischee 1 pressen. Die Dreheinheit ist konstruktiv so ausgelegt, daß durch den Anbau der Dreheinheit die Entnahme von Farbtopf und Klischee zum Auswechseln von Druckfarbe und Druckbild nicht wesentlich verkompliziert wird. Vorzugsweise wird auch auf feste An­ bauteile zur Einleitung der Drehkraft in den Druckmedienbehälter verzichtet, so daß dieser ohne Mühe austauschbar ist.
Das automatische Reinigungsverfahren kann mittels der beschriebenen Vorrichtung pro­ grammgesteuert beispielsweise wie folgt ablaufen. Ein Reinigungszyklus startet zweckmäßig automatisch jeweils nach einer programmierbaren Anzahl von Druckzyklen, also unabhängig von der tatsächlich vorliegenden Verschmutzung in regelmäßigen Abständen. Zweckmäßig wird dazu die Druckmaschine während des Ablaufens der Reinigung durch die Steuerung in ihrer Grundstellung angehalten, in der sich der Druckmedienbehälter über dem Druckbild des Klischees befindet. Dann wird zunächst der Topf um einen Schritt weitergedreht, wozu der Pneumatikzylinder ausfährt. Die Schrittweite ist vorzugsweise so bemessen, daß der Winkel einer einzigen Drehbewegung kleiner ist, als der Winkel des vom Reinigungsband erfaßten Umfangsabschnitts, so daß zwischen gereinigten Abschnitten keine verschmutzten Abschnitte verbleiben. Nach dem Wiedereinfahren des Zylinders, bei dem durch die Rat­ schenannordnung 63 keine Topfdrehung bewirkt wird, werden gleichzeitig die Lösungsmit­ telpumpe und der Reinigungsschlitten gestartet. Diese beiden Funktionen können zeitge­ steuert ablaufen. Typische Reinigungszeiten pro Umfangsabschnitt können im Bereich von ein bis zwei Sekunden liegen. Nach Ablauf der programmierten Wischzeit wird das Reini­ gungsband vom Transportmotor ebenfalls zeitgesteuert weiterbefördert. Nach dem Ende eines Reinigungszyklus kann der Druckbetrieb automatisch wieder gestartet werden.
Die Bewegung des Topfdrehzylinders 61 kann zur Erhöhung der Betriebssicherheit über­ wacht werden, wozu beispielsweise am Zylinder in beiden Endstellungen induktive Signal­ geber angebracht sein können, über die die Vollständigkeit des Kolbenhubes kontrolliert wird. Wenn beispielsweise der Rakeltopf oder der Freilauf klemmen und der Zylinder seine Endstellung nicht erreicht, kann der Reinigungsablauf gestoppt und ein optisches und/oder akustisches Alarmsignal abgegeben werden.

Claims (30)

1. Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung, die zur Aufnahme eines flüs­ sigen Druckmediums einen Druckmedienbehälter aufweist, der auf seiner einem Kli­ schee zugewandten Seite eine Abgabeöffnung hat, die von einer Rakelkante umgeben ist, die weitgehend flüssigkeitsdicht auf eine Oberfläche des Klischees aufpreßbar ist, wobei zur Anbringung von Druckmedium auf der Oberfläche der Druckmedienbehälter und das Klischee relativ zueinander bewegbar sind, gekennzeichnet durch eine au­ tomatische Reinigung zumindest eines Umfangsabschnittes der Außenseite der Ra­ kelkante bei auf dem Klischee aufgesetztem Druckmedienbehälter.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigung in Reini­ gungszyklen mit vorgebbaren, insbesondere regelmäßigen Zeitabständen, vorzugs­ weise programmgesteuert, durchgeführt wird, wobei ein Reinigungszyklus vorzugswei­ se weniger als 10 Sekunden, insbesondere zwischen einer und fünf Sekunden, insbe­ sondere ca. zwei bis drei Sekunden dauert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigung durchgeführt wird, während sich der Druckmedienbehälter in einer Grundposition be­ findet, in der er eine mit Druckmedium zu füllende Oberflächenstruktur des Klischees abdeckt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Reinigung ein Reinigungswerkzeug an den zu reinigenden Umfangsabschnitt angelegt und/oder angedrückt wird und der Umfangsabschnitt und das Reinigungs­ werkzeug relativ zueinander bewegt werden, vorzugsweise in Umfangsrichtung des Umfangsabschnittes.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß während der Reinigung der Umfangsabschnitt unbewegt ist und das Reinigungswerkzeug bewegt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsabschnitt und das Reinigungswerkzeug oszillierend relativ zueinander bewegt werden, vorzugsweise mehrfach hintereinander.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungswerkzeug zumindest in einem Arbeitsbereich ein textiles oder textilähnli­ ches Material mit einer weichen, rauhen Oberfläche aufweist, wobei das Material vor­ zugsweise saugfähig ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Rei­ nigung ein langgestrecktes, insbesondere flexibel bandförmiges Reinigungswerkzeug, insbesondere ein Flockgarn, verwendet wird, wobei das Reinigungswerkzeug vor­ zugsweise derart von der Seite an die Rakelkante angedrückt wird, daß es über einen Winkelbereich von mehr als 5°, insbesondere zwischen 10° und 50°, an der Außen­ seite anliegt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines geeigneten, vorzugsweise im wesentlichen gleichmäßigen Anpreßdrucks des Reinigungswerkzeuges an die Außenseite der Anpreßdruck geregelt wird, insbesondere durch Regelung der Bandspannung eines bandförmigen Reini­ gungswerkzeuges.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Reinigung der Umfangsabschnitt und/oder das Reinigungswerkzeug vor und/oder während des Arbeitseingriffs mit einem das Druckmedium lösenden flüssigen Lösungsmittel behandelt werden, wobei vorzugsweise das Lösungsmittel auf den Um­ fangsabschnitt und/oder auf das Reinigungswerkzeug im Arbeitsbereich aufgesprüht wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abtransport von beseitigten Verunreinigungen ein verbrauchter Abschnitt des Reinigungswerkzeuges wegtransportiert und gleichzeitig ein unverbrauchter Abschnitt in Arbeitseingriff gebracht wird, wobei vorzugsweise ein bandförmiges Reinigungs­ werkzeug intermittierend in Bandrichtung transportiert wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Reinigung ein zu reinigender Umfangsabschnitt durch Drehung der Ra­ kelkante, insbesondere des Druckmedienbehälters, um eine senkrecht zur Klischee­ oberfläche ausgerichtete Achse in den Bereich einer Reinigungseinrichtung gebracht wird, wobei die Drehung vorzugsweise während einer Ruhestellung der Tampon­ druckvorrichtung durchgeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung schrittweise erfolgt, vorzugsweise um einen Winkel, der kleiner ist als ein pro Reinigungszyklus ge­ reinigter Winkel des Umfangsabschnitts.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungswerkzeug während des Druckbetriebes ständig in eine einem tamponabge­ wandten Bereich des Druckmedienbehälters an der Außenseite der Rakelkante an­ liegt.
15. Tampondruckvorrichtung, die zur Aufnahme eines flüssigen Druckmediums einen Druckmedienbehälter (2) aufweist, der auf seiner einem Klischee (1) zugewandten Seite eine Abgabeöffnung hat, die von einer Rakelkante (3) umgeben ist, die weitge­ hend flüssigkeitsdicht auf eine Oberfläche (4) des Klischees aufpreßbar ist, wobei zur Anbringung von Druckmedium auf der Oberfläche der Druckmedienbehälter und das Klischee relativ zueinander bewegbar sind, gekennzeichnet durch eine Reinigungsvor­ richtung (20, 40, 60) zur automatischen Reinigung zumindest eines Umfangsabschnit­ tes (11) der Außenseite der Rakelkante bei auf dem Klischee aufgesetztem Druckme­ dienbehälter.
16. Tampondruckvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Um­ fangsabschnitt mehr als 5° beträgt, wobei er vorzugsweise zwischen 10° und 50°, insbesondere zwischen ca. 30° und ca. 40° liegt.
17. Tampondruckvorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise programmgesteuerte Reinigungsvorrichtung eine Reinigungseinheit (20) zum seitlichen Andrücken mindestens eines Reinigungswerkzeuges an die Au­ ßenseite der Rakelkante (3) aufweist, wobei das Reinigungswerkzeug vorzugsweise über einen Umfangsabschnitt (11) andrückbar ist.
18. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung Mittel zum Spannen eines bandförmigen Reinigungswerkzeuges aufweist, wobei ein freitragender Abschnitt des Reinigungs­ werkzeuges (10) derart seitlich an die Rakelkante (3) andrückbar ist, daß er über ei­ nen Umfangsabschnitt (11) an der Außenseite der Rakelkante anliegt und außerhalb des Umfangsabschnitts tangential zur Rakelkante verläuft.
19. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung eine Sicherungseinrichtung zum Anhalten oder Abschalten der Reinigungsvorrichtung bei Bandspannungsproblemen aufweist.
20. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung als Wischvorrichtung ausgebildet ist.
21. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung eine Bewegungseinrichtung zur Erzeugung einer vorzugsweise oszillierenden, insbesondere in Umfangsrichtung der Rakelkante verlaufenden Relativbewegung zwischen der Rakelkante und einem angedrückten Reinigungswerkzeug aufweist, wobei die Bewegungseinrichtung vorzugsweise einen relativ zu einem Grundelement (21) der Reinigungseinheit linear beweglich geführten Schlitten (35) mit Mitteln (36, 37) zur Führung des Reinigungswerkzeuges (10) auf­ weist.
22. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung eine an der Reinigungseinheit (20) vorgese­ hene Fördereinrichtung (22, 23, 25 bis 31) zur vorzugsweise schrittweisen Förderung von verbrauchten Reinigungswerkzeugabschnitten vom und zur vorzugsweise gleich­ zeitigen Zufuhr von unverbrauchtem Reinigungswerkzeug zum Arbeitsbereich aufweist.
23. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung eine der Reinigungseinheit (20) zugeordnete Bandspuleinheit (40) mit einer Vorratsspule (41) für bandförmiges Reinigungswerk­ zeug aufweist, wobei die Vorratsspule vorzugsweise antriebslos und/oder zur Auf­ rechterhaltung einer Bandspannung gebremst ist und/oder wobei die Bandspuleinheit (40) räumlich getrennt von der Reinigungseinheit (20) angeordnet oder anordenbar ist.
24. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 23, dadurch gekenn­ zeichnet, daß eine Zufuhreinrichtung zur Zufuhr von Reinigungshilfsmittel, insbeson­ dere flüssigem Lösungsmittel, zum Reinigungswerkzeug (10) und/oder zum zu reini­ genden Abschnitt der Rakelkante vorgesehen ist, wobei die Zufuhreinrichtung vor­ zugsweise mindestens eine an eine Fördereinrichtung und einen Lösungsmittelvorrat angeschlossene Sprühdüse (15) aufweist, die insbesondere in radialer Richtung im spitzen Winkel zur Klischeeoberfläche oder parallel zu dieser auf die Reinigungszone (11) gerichtet ist.
25. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 24, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reinigungseinrichtung an einer tamponabgewandten Seite des Druckmedienbehälters (2) angeordnet ist, insbesondere diametral gegenüber dem Tampon.
26. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 25, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung eine Dreheinheit (60) zur vorzugsweise schrittweisen Drehung der Rakelkante, insbesondere des Druckmedienbehälters (2), um eine senkrecht zur Klischeeoberfläche (4) ausgerichtete Drehachse (14) aufweist, wobei die Dreheinheit vorzugsweise derart gesteuert ist, daß die Drehung während ei­ ner Unterbrechung der translatorischen Relativbewegung zwischen Klischee (1) und Druckmedienbehälter (2) durchgeführt wird.
27. Tampondruckvorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Dre­ heinheit (60) einen vorzugsweise pneumatisch angetriebenen, linearen Stellantrieb (61) aufweist, der über eine vorzugsweise einen Hebel (62) aufweisende Kraftüberset­ zung (62), in der ein Freilauf (63) vorgesehen ist, mit einer Drehachse (64) des Druckmedienbehälters (2) gekoppelt ist.
28. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 27, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Reinigungswerkzeug (10) zumindest in einem zum Kontakt mit der Rakelkante vorgesehenen Arbeitsbereich ein textiles oder textilähnliches Material mit einer weichen, rauhen Oberfläche aufweist, wobei das Material vorzugsweise saugfä­ hig ist.
29. Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 18, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Reinigungswerkzeug (10) langgestreckt ist, wobei es sich vorzugs­ weise um ein flexibel bandförmiges Reinigungswerkzeug handelt, insbesondere um ein pfeifenputzerartiges Flockgarn.
30. Reinigungsvorrichtung, insbesondere zur Durchführung der Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14 oder zum Aufbau einer Tampondruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 29, gekennzeichnet durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von mindestens einem der Ansprüche 15 bis 27.
DE1999121702 1999-05-12 1999-05-12 Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung sowie Tampondruckvorrichtung Ceased DE19921702A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999121702 DE19921702A1 (de) 1999-05-12 1999-05-12 Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung sowie Tampondruckvorrichtung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999121702 DE19921702A1 (de) 1999-05-12 1999-05-12 Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung sowie Tampondruckvorrichtung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19921702A1 true DE19921702A1 (de) 2000-11-23

Family

ID=7907715

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1999121702 Ceased DE19921702A1 (de) 1999-05-12 1999-05-12 Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung sowie Tampondruckvorrichtung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19921702A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2008006757A3 (en) * 2006-07-11 2008-04-17 Finelettra Internat S A Device for cleaning the idler rolls of paper webs in rotary printing presses

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH679846A5 (de) * 1989-10-24 1992-04-30 Madag Maschinen Apparatebau
EP0712724A1 (de) * 1994-11-18 1996-05-22 Teca-Print AG Verfahren und Vorrichtung für den Tampondruck
EP0826496A2 (de) * 1996-08-30 1998-03-04 Tampoprint GmbH Reinigungseinrichtung in einer Tampondruckmaschine

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH679846A5 (de) * 1989-10-24 1992-04-30 Madag Maschinen Apparatebau
EP0712724A1 (de) * 1994-11-18 1996-05-22 Teca-Print AG Verfahren und Vorrichtung für den Tampondruck
EP0826496A2 (de) * 1996-08-30 1998-03-04 Tampoprint GmbH Reinigungseinrichtung in einer Tampondruckmaschine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2008006757A3 (en) * 2006-07-11 2008-04-17 Finelettra Internat S A Device for cleaning the idler rolls of paper webs in rotary printing presses

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3884134T2 (de) Vorrichtung für das Reinigen eines Zylinders.
DE3789975T2 (de) Reinigungssystem für eine Druckmaschine.
DE3714143C2 (de)
DE68914934T2 (de) Reinigungssystem für Bogenoffsetdruckmaschinen.
US4555989A (en) Apparatus for washing a rubber blanket cylinder of a printing machine
DE4001224A1 (de) Vorrichtung zum reinigen der oberflaeche einer materialbahn
DE10008214A1 (de) Lösch- und Reinigungsvorrichtung für Zylinder, insbesondere Druckform- und Gummituchzylinder einer Druckmaschine
DE3841260A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur reinigung einer druckerpressendecke
DE10000903A1 (de) Verfahren zum Betrieb einer Druckmaschine und Druckmaschine zur Durchführung des Verfahrens
DE69505288T2 (de) Papieroberflächenreiningungsanlage
DE19515721A1 (de) Vorrichtung zur Reinigung von Zylinderoberflächen in Rotationsdruckmaschinen
DE69902743T2 (de) Vorrichtung zum Reinigen der Oberfläche von Druckzylindern
EP0424716B1 (de) Tampondruckmaschine mit Tamponreinigungsvorrichtung und Verfahren zu dessen Betrieb
DE4424590C2 (de) Einrichtung zur Reinigung eines Farbwerkes einer Offsetdruckmaschine
DE69813918T2 (de) Verfahren zum Reinigen der Oberfläche eines Zylinders
DE3119109C2 (de) Vorrichtung zum Wechseln von Vorratsrollen in einer Etikettiermaschine
DE19921702A1 (de) Verfahren zum Betreiben einer Tampondruckvorrichtung sowie Tampondruckvorrichtung
DE3903599A1 (de) Maschine zum anbringen eines klebmittels auf langgestrecktem bahnmaterial
DE3530352C2 (de)
EP1140506B1 (de) Vorrichtung zum reinigen einer walze
DE69802609T2 (de) Reinigungsvorrichtung für eine Rollendruckmaschine
EP0210133B1 (de) Vorrichtung zum Feindosieren eines Flüssigkeitsfilms auf einer rotierenden Walze einer Druckmaschine
DE1610938B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum mehrfarbigen einfaerben von laufendem strangfoermigem textilgut
DE3838721C2 (de) Vorrichtung zum Aufbringen eines Leimstreifens
DE4203914A1 (de) Vorrichtung zum reinigen eines druckzylinders in einer druckmaschine

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection