DE19935770A1 - Rückgekoppelte Zustandskaskade - Google Patents
Rückgekoppelte ZustandskaskadeInfo
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Abstract
Eine qualitiativ hochwertige Erzeugung von Verkehrsinformationen aus zeitlich und/oder örtlich lückenhaft vorliegenden Meßdaten wird ermöglicht durch eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Vervollständigung und/oder Verifizierung von den Zustand eines Verkehrsnetzes betreffenden Daten in einer Verkehrszentrale, DOLLAR A wobei zu mehreren Meßorten im Verkehrsnetz mehrere Zeitpunkte innerhalb eines sich ab dem jetzigen Zeitpunkt zeitlich rückwärts erstreckenden Zeitraumes betreffende Meßdaten zum Zustand des Verkehrsnetzes an den Meßorten vorliegen, DOLLAR A wobei aus dem zeitlichen Werte-Verfahren mehrerer zu vergangenen Zeitpunkten erfaßter Meßdaten zu einem Meßort auf den aktuellen Zustand des Verkehrsnetzes repräsentierende Ortszustandsdaten zumindest an Orten geschlossen wird, für welche Orte keine Meßdaten vorliegen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vervollständigung und/oder Verifizierung von
den Zustand eines Verkehrsnetzes betreffenden Daten in einer Verkehrszentrale.
Verkehrsinformationssysteme erzeugen aktuelle Verkehrsinformationen, wie
Verkehrsmeldungen oder Reisezeitschätzungen und Navigationsinformationen,
basierend auf zeitlich und/oder räumlich hinsichtlich des Verkehrsnetzes
unvollständigen (also lückenhaften) Meßdaten aus stationär entlang Straßen des
Verkehrsnetzes angeordneten stationären Sensoren und/oder in im Verkehrsnetz
beweglichen Fahrzeugen angeordneten Sensoren (FCD) und/oder anderen
Meßdatenquellen.
Räumliche Lücken in den Meßdaten sind dadurch bedingt, daß stationäre Sensoren
und/oder in im Verkehrsnetz beweglichen Fahrzeugen angeordnete Sensoren stets
räumlich beabstandet sind, so daß zwischen ihnen Meßdaten-Lücken auftreten.
Überdies enthalten die Meßdaten auch zeitliche Lücken, da Sensoren in der Regel nur
in bestimmten Zeitinvervallen senden, zwischen welchen keine aktuellen Meßdaten
vorliegen. Allerdings werden in in Zeitintervallen etc. übermittelten Datenpaketen in der
Regel Meßwerte übermittelt, welche neben dem nahezu aktuellen Zeitpunkt auch
mehrere vergangene Zeitpunkte und/oder (bei in Fahrzeugen angeordneten Sensoren)
verschiedene Orte betreffen.
Aus der WO 98/27525 ist ein Verfahren zur Vervollständigung von räumlichen Lücken
in den Meßdaten durch mehrfache Rückkopplung von zu vergangenen Zeitpunkten
erstellten Prognosen und anderen Daten bekannt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens bzw. einer
Vorrichtung zur Vervollständigung und/oder Verifizierung von zeitlich und räumlich
lückenhaften, sich auf mehrere Orte und mehrere Zeitpunkte beziehenden, den
Zustand eines Verkehrsnetzes betreffenden Meßdaten. Die Aufgabe wird jeweils durch
die unabhängigen Ansprüche gelöst.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine räumliche und zeitliche Vervollständigung
von den Zustand eines Verkehrsnetzes betreffenden Daten in einer Verkehrszentrale.
Dabei können Meßdaten verwendet werden, die zeitlich asynchron erfaßt werden. Es
können zeitlich und räumlich im Rahmen der erforderlichen Genauigkeit lückenlose
vervollständigte Meßdaten ( = Ortszustandsdaten) generiert werden, wobei dies so
erfolgen kann, daß sie in gleichen zeitlichen Intervallen ( = synchron) vorliegen.
Erfindungsgemäß kann eine intelligente Vorverarbeitung vor der Erstellung von
Verkehrsprognosen, Verkehrsinformationen, Navigationsinformationen etc. erfolgen,
welche im Prinzip aus räumlich und/oder zeitlich lückenhaften Meßdaten eine räumlich
und zeitlich lückenlose Verkehrsdaten-Quelle simuliert (also virtuell erzeugt). Das
Ergebnis dieser Vorverarbeitung sind auf Straßenabschnitte (auch als
Richtungsmeßquerschnitte RMQ bezeichnet) bezogene zeitlich künstlich
synchronisierte Verkehrsdaten. Diese weisen zweckmäßig ein einheitliches Format
dergestalt auf, daß sie in gleichen zyklischen Intervallen und/oder gleichen Einheiten
vorliegen; die Intervalle können beispielsweise eine Minute betragen. Bei der
Erstellung der räumlich/zeitlich lückenlosen Verkehrsdatenbasis können durch
Fehlerschätzung bei der Berechnung für die einzelnen Werte Qualitätsangaben
mitgeneriert werden.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles. Dabei zeigt:
Fig. 1 als Blockschaltbild Komponenten einer Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 im Verlaufe der Zeit von einem Sensor gemessene Meßdaten, aus einer
historischen Datenbank entnommene Meßdaten und eine
Fehlerabschätzung,
Fig. 3 als Tabelle grundsätzlich zur Vervollständigung von bestimmten
Meßdatenlücken etc. geeignete Ersatzdatenquellen.
Fig. 1 verdeutlicht den Datenfluß anhand eines Blockschaltbildes einer Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die verwendeten Meßdaten umfassen von in im Verkehrsnetz beweglichen
Fahrzeugen angeordneten Sensoren erfaßte Daten 1 (FCD), von stationären
Sensoren im Straßenverkehrsnetz erfaßte Daten 2 (SES) sowie von einer anderen
Verkehrsinformationszentrale 3 (VIZ) kommende Daten (beispielsweise basierend auf
Landesmeldestellen-Meldungen, Polizeifunk etc.).
Die am Ende ausgegebenen Daten 4 repräsentieren räumlich und zeitlich mit zur
Weiterverarbeitung ausreichender Genauigkeit lückenlos (aus den Daten 1 bis 3)
vervollständigte Ortszustandsdaten 4. Die Ortszustandsdaten 4 (Geschwindigkeiten,
Verkehrsdichte, Staus etc.) sind räumlich dergestalt lückenlos, daß beispielsweise für
eine digitale Karte des Straßenverkehrsnetzes mit räumlichen Unterabschnitten für
jeden räumlichen Unterabschnitt ein Meßdatum für einen relevanten Zeitpunkt vorliegt,
was eine einfachere und bessere Weiterverarbeitung ermöglicht. Zeitlich lückenlos
können sie beispielsweise insofern sein, daß für eine ausreichende Zahl von vor dem
aktuellen Zeitpunkt liegenden, kurz zurückliegenden Zeitpunkten vervollständigte
Meßdaten (Ortszustandsdaten) vorliegen.
Die Vervollständigung erfolgt im wesentlichen in einer Multidatenlogik MDL 5, in
welcher im wesentlichen das erfindungsgemäße Verfahren abläuft. In den Teilmodulen
M1 bis M3 6 bis 8 laufen verkehrstechnische Analyseverfahren ab, in welchen
unterschiedliche Verkehrsflußmodelle basierend auf den in der MDL 5
vervollständigten Ortszustandsdaten verwendet und optimiert weden. Die Multimodell-
Logik MML 9 verknüpft die Ergebnisse der auf unterschiedlichen Analyseverfahren
beruhenden Module M1 bis M3, insbesondere in Form einer Zuverlässigkeits-
/Glaubwürdigkeits-Analyse und -Auswahl.
Die Simulationskomponente SIM 10 berechnet aufgrund der von der Multimodell-Logik
9 erzeugten Daten eine Prognose für die Zukunft, wobei diese Zukunft eine auf die
Daten bezogene Zukunft sein kann; für zu einem vergangenen Zeitpunkt erfaßte (und
in MDL vervollständigte) Meßdaten ist die Zukunft gegenüber deren
Erfassungszeitpunkt zu sehen, kann also auch die jetzige Gegenwart oder einen
zwischen der Erfassung und der jetzigen Gegenwart liegenden Zeitpunkt betreffen (sie
kann jedoch auch einen gegenüber der jetzigen Gegenwart künftigen Zeitpunkt
betreffen). Bei einer Zukunftsprognose, ausgehend von zu einem vergangenen
Zeitpunkt erfaßten Maßdaten für eine gegenüber deren Erfassungszeitpunkt liegende
Zukunft, welche vor der aktuellen Gegenwart liegt, ist eine optimierte Ausnutzung
gemessener Meßdaten durch eine genauere Ablaufanalyse von Vorgängen
(Staubildung etc.) im Straßenverkehrsnetz möglich. Die Komponente HPR 11 generiert
aus den von der MML 9 erzeugten aktuellen Daten Ganglinien (also zeitliche Verläufe
der Meßdaten) und versucht, den Zusammenhang zwischen Verkehrszuständen und
bestimmten Selektionsmerkmalen zu lernen. Die Ergebnisse der
Simulationskomponente 10 werden über eine Rückkopplungseinheit RER in die
Multidatenlogik rückgekoppelt zur Optimierung der (neben 1 bis 3) in die MDL
einfließenden Meßdaten-Basis.
Die von der Komponente HPR generierten Ganglinien und Zusammenhänge zwischen
Verkehrszuständen und Selektionsmerkmalen werden (über ein hier nicht dargestelltes
Modul ZYR) ebenfalls als Eingang in die Multidatenlogik 5 eingekoppelt.
Basierend auf den Augsangsdaten der SIM 10, der MML 9 und der HPR 11 werden in
einer Datenfusionseinheit 14 Daten erstellt, welche aktuelle und/oder prognostizierte
Verkehrszustände von Abschnitten des Straßenverkehrsnetzes repräsentieren.
Eine Grundidee der MDL 5 besteht darin, aus räumlich und/oder zeitlich unvollständig
eingehenden Meßdaten 1 bis 3 (von Sensoren etc.) durch Vervollständigung eine
räumlich und zeitlich lückenlose und zeitlich synchrone Meßdatenquelle zu simulieren,
um eine einfache hochwertige Weiterverarbeitung (für Verkehrsmeldungen,
Prognosen, Navigationshinweise etc.) zu ermöglichen.
Fig. 2 verdeutlicht die Problematik bei eingehenden Meßdaten aufgrund einer
Meßdatenhistorie. In Fig. 2 zeigt die nach rechts weisende Achse die Zeit und die
nach oben weisende Achse die Geschwindigkeit. Die durchgezogene Linienfolge zeigt
zu verschiedenen Zeitpunkten mit einem stationären Sensor (SES) an einer Position
im Straßenverkehrsnetz erfaßte Fahrzeugdurchschnittsgeschwindigkeiten
(beispielsweise alle Fahrzeuge in einer Minute). Die vom Sensor erfaßten Meßdaten
betreffen mehrere bezüglich des jetzigen Zeitpunktes vergangene,
hintereinanderliegende und kurz zurückliegende Zeitpunkte; diese Meßdaten werden
derart eingebunden, daß ihr zeitlicher Verlauf einer Analyse unterworfen wird und zur
Vervollständigung anderer Meßdaten verwendet wird.
Anschaulich erklärt sich dies beispielsweise anhand eines Fahrzeuges, welches zu
einem Zeitpunkt einen Sensor an einem Ort passiert und nach einer gewissen Zeit an
einem anderen Ort hinter dem Sensor eine bestimmte (gleiche oder bei Staus etc.
andere bestimmbare) Geschwindigkeit hat. Aus verschiedenen Geschwindigkeiten von
Fahrzeugen zu mehreren Zeitpunkten am Ort des Sensors kann somit auf vermutete
(als Meßwert nicht vorliegende) Geschwindigkeiten der Fahrzeuge an Orten hinter
dem Sensor wie auch (bei sich ausbreitenden Staus vor dem Sensor) geschlossen
werden.
Neben Daten von stationären Sensoren kann dies auch mit von im Verkehr
mitschwimmenden Fahrzeugen implementierten Meßsensoren generierten Meßdaten
erfolgen; diese Meßdaten sind ebenfalls unvollständig, da sie nur unter bestimmten
Bedingungen und/oder in bestimmten Zeitintervallen übermittelt werden; auch diese
Meßdaten aus Fahrzeugen werden in der Regel als Paket übermittelt, wobei in einem
Paket mehrere Durchschnittsgeschwindigkeiten (des Fahrzeuges) an verschiedenen
Orten (entlang einer vom Fahrzeug befahrenen Straße) zu verschiedenen Zeitpunkten
(den Meßzeitpunkten) auf dem Weg entlang der Straße enthalten sind.
Fig. 3 verdeutlicht beispielhaft als Tabelle, daß unterschiedlich bedingte Lücken in
eingehenden unterschiedlichen generierten Meßdaten mit unterschiedlichen
Ersatzdatenquellen vervollständigt werden können. Meßdatenlücken in von stationären
Detektoren im Verkehrsnetz erzeugten Meßdaten (SES) können mit
Ersatzdatenquellen aus historischen Datenbanken (HPR in Fig. 1) und
Verkehrsanalysesystem (VAS in Fig. 1) vervollständigt werden, wobei auch die
Meßdatenqualität durch eine Fehlerschätzung (LOS-Schätzung) möglich ist.
Datenausfälle in von einer anderen Verkehrsinformationszentrale (welche auf
Landesmeldestellen, Polizeimeldungen etc. Zugriff hat) kommenden Daten und Daten
von einem Sensorerfassungssystem können beispielsweise auch aus einer
historischen Datenbank HPR vervollständigt werden.
Wenn bei einem Sensor Erfassungssysteme nur bestimmte Spuren ( = Fahrbahnen) zu
einer Straße überwacht werden, können nicht überwachte Spuren durch einen
Spurschätzer, welcher aufgrund von Erfahrungswerten aus überwachten Spuren auf
nicht überwachte Spuren schließen kann, vervollständigt werden.
Nicht überwachte Knoten eines Verkehrsnetzes, wie Ein- und Ausfahrten können
zwischen verschiedenen Meßstellen eines Sensorerfassungssystems unbekannte
Werte für Durchschnittsgeschwindigkeiten und/oder Fahrzeugzahlen bedingen, wobei
diese unbekannten Faktoren - soweit verfügbar -ebenfalls durch historische
Datenbanken relativ genau vervollständigbar sind.
Ein LOS-Schätzer (beispielsweise gemäß Fig. 3), ist als Ersatzdatenquelle
verwendbar. Wenn das Meldeverhalten von stationären Detektoren (SES) im
Straßenverkehrsnetz vorsieht, daß sich ein Detektor stets dann meldet, wenn ein
Wechsel zwischen definierten Geschwindigkeitsbereichen in den von ihm gemessenen
Meßdaten sicher stattgefunden hat (lokales Übertragungskriterium) und dies dem
LOS-Schätzverfahren bekannt ist, kann bei jeder Übermittlung eines Datentelegramms
(Prognose-Zeitpunkt) von einem Detektor anhand des übermittelten LOS betreffend
die Straße eine Prognose für die mittlere Geschwindigkeit getroffen werden. Die
Prognosegüte ist durch die halbe Breite des LOS garantiert, wenn der Prognosewert
mit dem Mittelwert des LOS gleichgesetzt wird. Als LOS (Level of Service) wird dabei
die Qualität einer Straße in Form der auf ihr fahrbaren Geschwindigkeit bezeichnet.
Eine mögliche Einteilung ist von LOS 1 (schlecht, 0 bis 30 km/h), LOS 2 (mittel, 30 bis
60 km/h), LOS 3 (gut, 60 bis 90 km/h), LOS 4 (sehr gut, < 90 km/h).
Die Prognosegüte einer Prognose ist durch die halbe Breite des Geschwindigkeits
bereichs eines LOS garantiert (beispielsweise 0 bis 30 km/h); wenn der Prognosewert
mit dem Mittelwert (in dem Falle beispielsweise 15 km/h) des LOS gleichgesetzt wird,
da bei stärkeren Abweichungen ein erneutes Datentelegramm des Detektors
übersandt würde.
Das LOS-Schätzverfahren kann auch dazu benutzt werden, eine aktuell im System für
einen Richtungsmeßquerschnitt (bei stationären Detektoren beispielsweise ein Meßort
in Form einer Brücke) vorliegende (den Zeitverlauf repräsentierende) Ganglinie in den
aktuellen LOS-Berech zu verschieben, falls eine Abweichung des letzten aktuellen
Meßwertes von einer für den Meßquerschnitt aktuell gültigen Ganglinie existiert. Zum
Unterschied des letzten aktuellen Meßwertes der Geschwindigkeit der SES-Daten
kann die Differenz zu dem Ganglinienwert des entsprechenden Intervalls gebildet
werden und der Ganglinienwert für die Geschwindigkeit um diese Differenz
verschoben werden.
Falls sich die Geschwindigkeitsganglinie eines Straßenverkehrsabschnittes über der
oberen Grenze eines LOS-Bereichs befindet, müssen die Geschwindigkeiten der
Ganglinie abgesenkt werden, wenn sich die Geschwindigkeitsganglinie unter der
unteren Grenze des LOS-Bereichs befindet, müssen sie angehoben werden.
Die zeitliche Abfolge, in der die Meß- und Ersatzdaten bereitgestellt werden,
verdeutlicht sich anhand Fig. 2.
Zum Zeitpunkt t1 (bei Tagesbeginn) wird von dem Ganglinien-Managementsystem
HPR die erste Ganglinie für den Detektor (von welchem das dargestellte SES-
Diagramm kommt) übermittelt. Wenn dies nicht der Fall ist, kann zur
Datenvervollständigung die Ganglinie des Vortages verwendet werden, falls sie
persistent im HPR gespeichert ist.
Zum Zeitpunkt t2 übermittelt dieser Detektor mehrere vergangene Zeitpunkte
betreffende Meßdaten (also eine Meßdatenhistorie) aufgrund eines LOS-Wechsels
(Durchschnittsgeschwindigkeitsänderung auf einem Straßenabschnitt wie oben
angegeben), und der LOS-Schätzer übermittelt auf der Basis dieser Daten eine
Prognose für künftige Zeitpunkte.
Zum Zeitpunkt t3 übermittelt der Detektor aufgrund eines erneuten LOS-Wechsels des
von ihm beobachteten Straßenabschnittes einen weiteren Satz Meßdaten (weitere
Meßdatenhistorie), und der LOS-Schätzer erstellt hierauf basierend eine neue
Prognose.
Zum Zeitpunkt t4 aktualisiert das Ganglinien-Managementsystem HPR die zu
Tagesbeginn (t1) gelieferte Ganglinie. Die neue Ganglinie beschreibt das
Verkehrsgeschehen wirklich besser als die alte Ganglinie, da dem Teilsystem HPR zur
Selektion der Ganglinie mehr Informationen vorliegen.
So können Lücken in den Meßdaten durch einen Rückgriff aus Ersatzdaten aus der
historischen Datenquelle HPR beseitigt werden.
Bei sich widersprechenden Daten aus unterschiedlichen Quellen (beispielsweise
aktualisierten Ganglinien/alten Ganglinien, LOS-Schätzungenlaktuellen Ganglinien,
Meßdatenhistorien/aktuellen Sensormeßdaten) ist ein Auswahlprozeß aufgrund der
Meßdatenqualität ausführbar. Dabei kann die Datenquelle ausgewählt werden, für
welche die meisten Meßdaten vorliegen, bzw. bei Fehlen von Meßdaten die
Ersatzdaten mit der geringsten berechneten Fehlerwahrscheinlichkeit.
Die vervollständigten Daten können beispielsweise auf Zeitintervalle der Länge 1 min.
transformiert werden.
Claims (11)
1. Verfahren zur Vervollständigung und/oder Verifizierung von den Zustand eines
Verkehrsnetzes betreffenden Daten in einer Verkehrszentrale,
wobei zu mehreren Meßorten im Verkehrsnetz mehrere Zeitpunkte innerhalb eines sich ab dem jetzigen Zeitpunkt zeitlich rückwärts erstreckenden Zeitraumes betreffende Meßdaten zum Zustand des Verkehrsnetzes an den Meßorten vorliegen,
wobei aus dem zeitlichen Werte-Verlauf mehrerer zu vergangenen Zeitpunkten erfaßter Meßdaten zu einem Meßort auf den aktuellen Zustand des Verkehrsnetzes repräsentierende Ortszustandsdaten zumindest an Orten geschlossen wird, für welche Orte keine Meßdaten vorliegen.
wobei zu mehreren Meßorten im Verkehrsnetz mehrere Zeitpunkte innerhalb eines sich ab dem jetzigen Zeitpunkt zeitlich rückwärts erstreckenden Zeitraumes betreffende Meßdaten zum Zustand des Verkehrsnetzes an den Meßorten vorliegen,
wobei aus dem zeitlichen Werte-Verlauf mehrerer zu vergangenen Zeitpunkten erfaßter Meßdaten zu einem Meßort auf den aktuellen Zustand des Verkehrsnetzes repräsentierende Ortszustandsdaten zumindest an Orten geschlossen wird, für welche Orte keine Meßdaten vorliegen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zustand mehrerer Straßenabschnitte bestimmt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Meßdaten von an Straßen des Verkehrsnetzes stationär angeordneten
Sensoren erfaßt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßdaten Durchschnittsgeschwindigkeiten mehrerer Fahrzeuge an einer
Stelle und/oder die Anzahl von die Stelle passierenden Fahrzeugen pro
Zeiteinheit umfassen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Meßdaten von in in Verkehrsnetzen beweglichen Fahrzeugen angeordneten
Sensoren (FCD) erfaßte werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßdaten Geschwindigkeiten jeweils eines Fahrzeuges umfassen.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Zustand des Verkehrsnetzes an Orten ohne Meßdaten
repräsentierenden Ortszustandsdaten so generiert werden, daß sie für jeden Ort
und für gleiche Zeitintervalle, insbesondere für gleiche Zeitintervalle, wie die
Erfassungsintervalle von Sensoren, vorliegen.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Zustand des Verkehrsnetzes an Orten ohne Meßdaten
repräsentierenden Ortszustandsdaten mittlere Fahrzeuggeschwindigkeiten
und/oder Reisezeiten in jeweils einem Straßenabschnitt des Verkehrsnetzes
repräsentieren.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Zustand des Verkehrsnetzes an Orten ohne Meßdaten
repräsentierenden Ortszustandsdaten die Zahl der Fahrzeuge in jeweils einem
Straßenabschnitt des Verkehrsnetzes repräsentieren.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
11. Vorrichtung, insbesondere nach Anspruch 10, zur Vervollständigung oder
Verifizierung von den Zustand eines Verkehrsnetzes betreffenden Meßdaten in
einer Verkehrszentrale,
wobei zu mehreren Meßorten im Verkehrsnetz mehrere Zeitpunkte innerhalb eines sich ab dem jetzigen Zeitpunkt zeitlich rückwärts erstreckenden Zeitraumes betreffende Meßdaten betreffend den Zustand des Verkehrsnetzes an den Meßorten vorliegen,
wobei die Vorrichtung eine Meßdaten-Vervollständigungseinrichtung aufweist, die so ausgebildet ist, daß aus dem zeitlichen Werte-Verlauf zu mehreren vergangenen Zeitpunkten erfaßter Meßdaten zu einem Meßort auf den aktuellen Zustand des Verkehrsnetzes an Orten geschlossen wird, für welche Orte keine Meßdaten vorliegen.
wobei zu mehreren Meßorten im Verkehrsnetz mehrere Zeitpunkte innerhalb eines sich ab dem jetzigen Zeitpunkt zeitlich rückwärts erstreckenden Zeitraumes betreffende Meßdaten betreffend den Zustand des Verkehrsnetzes an den Meßorten vorliegen,
wobei die Vorrichtung eine Meßdaten-Vervollständigungseinrichtung aufweist, die so ausgebildet ist, daß aus dem zeitlichen Werte-Verlauf zu mehreren vergangenen Zeitpunkten erfaßter Meßdaten zu einem Meßort auf den aktuellen Zustand des Verkehrsnetzes an Orten geschlossen wird, für welche Orte keine Meßdaten vorliegen.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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Owner name: DDG GESELLSCHAFT FUER VERKEHRSDATEN MBH, 53121, DE |
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