DE19935902A1 - Werkstück-Niederhaltevorrichtung - Google Patents
Werkstück-NiederhaltevorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Werkstück-Niederhaltevorrichtung für Feinbearbeitungsmaschinen, beispielsweise Honmaschinen mit einer Werkstückaufnahme und einem Maschinengestell sowie einer Haltevorrichtung, die einen über der Werkstückaufnahme mittels einer Führung am Maschinengestell gelagerten Niederhalter aufweist. DOLLAR A Durch einen Ausziehantrieb, beispielsweise einen Linearantrieb, ist die Haltevorrichtung bewegbar. Nach Freigabe durch den Ausziehantrieb und nach Absenkung auf eine Oberfläche des Werkstückes ist der Niederhalter durch eine Klemmvorrichtung festsetzbar. DOLLAR A Die Klemmvorrichtung weist mindestens einen selbstklemmenden Klemmkörper auf, dessen Klemmwirkung durch den Ausziehantrieb lösbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Werkstück-Niederhaltevorrichtung
an Feinbearbeitungsmaschinen, wie Honmaschinen o. dgl., mit
einer Werkstückaufnahme und einem Maschinengestell, sowie
einer Haltevorrichtung, die einen über der Werkzeugaufnahme
mittels einer Führung am Maschinengestell gelagerten Nieder
halter aufweist, der durch einen Ausziehantrieb bewegbar und
nach Freigabe durch diesen absenkbar und nach Absenkung auf
eine Oberfläche eines Werkstücks im Sinne der Verhinderung
einer Abhebbewegung vom Werkstück gegenüber dem Maschinenge
stell durch eine Klemmvorrichtung festsetzbar ist.
Bei einer bekannten Werkstück-Festlegevorrichtung dieser Art
(DE-PS 35 03 948) ist der Niederhalter in seinen beiden
Bewegungsrichtungen frei beweglich absenkbar und wird erst
nach seiner Absenkung auf das Werkstück durch eine Spannvor
richtung gegenüber dem Maschinengestell festgesetzt. Die
Niederhaltevorrichtung ist während der Absenkung des Nieder
halters gelöst und außer Wirkung. Sie wird erst nach dem
Anlegen des Niederhalters gegen das Werkstück und damit nach
Erreichen der Werkstückspannstellung ihrerseits in Spannstel
lung überführt. Dadurch kann das Werkstück während der
Bearbeitung so niedergehalten werden, daß auf das Werkstück
keinerlei verformende Spannkraft ausgeübt wird. Die Spannvor
richtung besteht aus einem Arbeitszylinder mit einer Kolben
stange und einem Spannkeil mit einer Keilfläche. Der Arbeits
zylinder bewegt über die Kolbenstange den Spannkeil in und
aus seiner Spannstellung. Dabei wirkt die Keilfläche des
Spannkeils mit einer abgeflachten Seite einer Gleitstange,
die am Niederhalter befestigt ist, zusammen und spannt die
Gleitstange fest.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Werkstück-Nie
derhaltevorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die einfacher handhabbar ist, deren Platzbedarf an der
Honmaschine optimiert ist und die eine wirkungsvollere
Festklemmung des Niederhalters als bisher bekannte Vorrich
tungen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer Werkstück-Niederhaltevorrichtung
der eingangs beschriebenen Art gemäß den Merkmalen des
Anspruches 1 dadurch gelöst, daß die Klemmvorrichtung, die
platzsparend innerhalb der Haltevorrichtung angeordnet sein
kann, mindestens einen selbstklemmenden Klemmkörper aufweist.
Vor dem Honen wird das Werkstück auf die Werkstückaufnahme,
beispielsweise einen Werkstückaufnahmetisch, der Honmaschine
gebracht. Der Niederhalter wird durch die Klemmkörper festge
legt, ohne zu spannen. Es kann beispielsweise auch ein
Werkstück, dessen Werkstückoberfläche, z. B. infolge Uneben
heiten auf der Oberfläche der Werkstückaufnahme, nicht
parallel zum Niederhalter ausgerichtet ist, spannungsfrei
festgehalten werden. Das Werkstück wird bei der erfindungs
gemäßen Werkstück-Niederhaltevorrichtung keinen verformenden
Spannkräften ausgesetzt, die beispielsweise beim Gleithonen
von Zylinderlaufflächen ein Einhalten der erforderlichen
Rauhigkeitswerte sehr schwierig, wenn nicht unmöglich machen
würden. Beim Anfahren des Honvorgangs, beispielsweise beim
Einführen des Honwerkzeuges in die Werkstückbohrung, z. B.
einem Zylinder eines Motorblocks, kann das Werkstück infolge
der drehenden und axialen Bewegungen des Honwerkzeuges
sogenannte Einschwimmbewegungen durchführen. Treten Kräfte
entgegen der Absenkrichtung der Haltevorrichtung auf, ver
stemmen sich die Klemmkörper und der Niederhalter bleibt an
der Werkstückoberfläche festgelegt. Treten jedoch Kräfte in
Absenkrichtung der Haltevorrichtung auf, können die Klemmkör
per nachrutschen und der Niederhalter bleibt ebenfalls an der
Werkstückoberfläche festgelegt. Nach dem Honbearbeitungsvor
gang wird in einem Arbeitsschritt durch den Ausziehantrieb
zunächst der Klemmkörper aus seiner Klemmstellung und dann
der Niederhalter von der Werkstückoberfläche gelöst. Ein
Abheben des Niederhalters von der Werkstückoberfläche,
beispielsweise infolge der Einschwimmbewegungen, wird durch
die Selbstklemmung der Klemmkörper verhindert.
Besonders vorteilhaft weist die Haltevorrichtung zwei Ab
schnitte auf. Ein Abschnitt der Haltevorrichtung kann bei
spielsweise eine Platte sein, die mit einer Anlagefläche,
insbesondere einem bügelartig ausgebildeten Ausziehhaken,
verbunden sein kann. Die Anlagefläche kann an dem Ausziehan
trieb angreifen. Ein anderer Abschnitt der Haltevorrichtung,
der ebenfalls als Platte ausgebildet sein kann, steht vor
zugsweise mit dem Niederhalter, insbesondere mit einem
Spannstempel des Niederhalters in Verbindung. Die beiden
Abschnitte können auch untereinander verbunden und relativ
zueinander bewegt werden, insbesondere schaffen sie einen
Totgang. Der Totgang kann die Lösung der Klemmkörper bewir
ken. Die Klemmkörper sind bevorzugt über Betätigungsteile,
beispielsweise Laschen, mit dem Abschnitt verbunden, an dem
der Ausziehantrieb angreift. Wird die Haltevorrichtung durch
den Ausziehantrieb angehoben, kann sich zunächst dieser
Abschnitt bewegen und die Klemmkörper aus ihrer Klemmstellung
ziehen. Der an dem Spannstempel des Niederhalters angreifende
Abschnitt bewegt sich dabei nicht, bis der Totgang zwischen
den beiden Abschnitten überbrückt ist. Die beiden Abschnitte
geraten miteinander in Eingriff und der Niederhalter kann von
der Werkstückoberfläche gelöst werden. Der gegenseitige
Eingriff kann z. B. durch Verhakung der beiden Abschnitte
gebildet werden. Die Enden der beiden Abschnitte können dafür
hakenartig ausgebildet sein.
Der Klemmkörper der Haltevorrichtung kann durch Reibschluß an
einer Klemmschiene des Maschinengestells festgelegt sein.
Als Klemmschienen können Schienen vorgesehen sein, die mit
dem Maschinengestell verbunden sind und deren Länge größer
als der maximale Hubweg der Klemmvorrichtung ist. Durch
Härten der Klemmschienen kann der Abrieb zwischen dem Klemm
körper und den Klemmschienen minimiert werden. Der Klemm
körper kann entlang der Reibfläche der Klemmschiene in seine
Klemmstellung rutschen und sich dabei selbst verklemmen.
Insbesondere kann der Klemmkörper zusätzlich durch die
Schwerkraft der über ihm angeordneten Haltevorrichtung in
seine Klemmstellung gedrückt werden. Mit der erfindungs
gemäßen Vorrichtung läßt sich ein elastisches Klemmen des
Werkstückes realisieren. Beim elastischen Klemmen ist die
Klemmkraft während der ganzen Klemmdauer wirksam. Das Werk
stück wird während des ganzen Bearbeitungsvorganges ohne
Spannkraft, aber axial unbeweglich festgehalten, auch dann,
wenn während der Bearbeitung seine Lage geändert wird oder
seine Oberfläche nachgibt. Die Klemmkraft bleibt ohne Rück
sicht auf die Größe des Klemmmaßes unverändert.
Die Klemmkörper können bogenartig um eine an der Haltevor
richtung angeordnete Schwenkachse geführt werden. Insbesonde
re können zwei Klemmkörper um eine gemeinsame Schwenkachse
oder zwei Klemmkörper um zwei Schwenkachsen, jeder Klemmkör
per um seine eigene, verschwenkt werden. Die Klemmkörper
können weitere Angriffspunkte, beispielsweise zusätzliche
Schwenkachsen, aufweisen. Die Betätigungsteile der Haltevor
richtung, insbesondere die Zuglaschen können daran beweglich
gelagert sein. Bevorzugt sind die Zuglaschen außerdem drehbar
an dem Abschnitt gelagert, an dem der Ausziehantrieb eingrei
fen kann. Die bewegliche Anordnung der Betätigungsteile, also
der Zuglaschen, sowie die Schwenkbarkeit der Klemmkörper,
bewirkt, daß die Klemmvorrichtung auch bei schräger Auflage
des Niederhalters sich nach der schrägen Lage ausrichten kann
und trotzdem klemmt.
Die Klemmkörper der Klemmvorrichtung haben bevorzugt die Form
von Segmenten oder Flügeln, die beispielsweise kniehebelartig
ausgebildet sein können. Sie können durch Selbsthemmung,
beispielsweise der Reibfläche der Klemmkörper an der Reib
fläche der Klemmschiene, sichern. Die Reibfläche kann wirksam
werden, indem der radiale Abstand zwischen der Schwenkachse
des Klemmkörpers und einem Punkt der Reibfläche dabei mit
zunehmendem Abstand von der Vorderkante der Reibfläche
kleiner wird. Die Reibfläche ist von der Vorderkante in
Klemmrichtung hin gebogen und bildet somit eine Art Keil,
der es dem Klemmkörper erlaubt, selbsttätig nachzuklemmen.
Die Klemmkörper können auch als Klemmrollen ausgebildet
sein. Dabei kann die Klemmrolle besonders vorteilhaft in dem
Betätigungsteil, insbesondere in einer eine Art Rollenkäfig
bildenden Zuggabel, parallel zur Klemmschiene beweglich
geführt werden. Die Klemmschiene und der Stempel des Nieder
halters, insbesondere ein daran ausgebildeter Konus, können
einen keilförmigen Klemmspalt bilden. Der Klemmkörper, insbe
sondere die Klemmrolle, kann nach Freigabe der Haltevorrich
tung durch den Ausziehantrieb, insbesondere unter Schwerkraft
der Haltevorrichtung und der daran befindlichen Zuggabel, in
den Klemmspalt in seine Klemmstellung gedrückt werden. Ein
Vorteil dieser Anordnung ist, daß die Klemmrolle, ein preis
günstiges Bauteil, nach starkem Verschleiß einfach und
schnell ausgewechselt werden kann.
Der Ausziehantrieb kann ein Linearantrieb, beispielsweise ein
elektrisch betriebener Linearmotor sein. Bevorzugt werden
jedoch pneumatische oder hydraulische Antriebe, beispielswei
se einfach oder doppelt wirkende Pneumatikzylinder, verwen
det. Der Ausziehantrieb kann eine Kolbenstange aufweisen, die
eine speziell ausgebildete, an die Haltevorrichtung angrei
fende Auflagefläche besitzt. Als Auflagefläche können bei
spielsweise Hülsen oder Buchsen dienen, die über das Ende der
Kolbenstange gebracht, beispielsweise gepaßt, werden.
Durch die Anordnung beispielsweise von zwei Haltevorrichtun
gen an einem Niederhalter, insbesondere symmetrisch zur
Mittelachse an beiden Enden des Niederhalters, kann ein
gleichmäßig über den Niederhalter verteilter Klemmdruck
erzeugt werden, die den Niederhalter optimal auf die Werk
stückoberfläche aufliegen läßt.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu
mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausfüh
rungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht
sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführun
gen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie
Zwischen-Überschriften beschränkt die unter diesen gemachten
Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnun
gen dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In
den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen teilweise abgebrochenen Längsschnitt
durch die Haltevorrichtung mit Niederhalter,
dem Werkstück und der Werkstückaufnahme,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II in Fig. 1,
Fig. 3 einen teilweise abgebrochenen Längsschnitt
durch die Haltevorrichtung mit Niederhalter
eines zweiten Ausführungsbeispiels,
Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV in Fig. 3,
Fig. 5 einen teilweise abgebrochenen Querschnitt nach
der Linie V in Fig. 3,
Fig. 6 einen teilweise abgebrochenen Längsschnitt
durch die Haltevorrichtung mit Niederhalter
eines dritten Ausführungsbeispiels,
Fig. 7 einen teilweise abgebrochenen Längsschnitt
nach der Linie VII in Fig. 6,
Fig. 8 einen teilweise abgebrochenen Querschnitt nach
der Linie VIII in Fig. 6 und
Fig. 9 einen Querschnitt nach der Linie IX in Fig. 6.
Nachfolgend werden drei bevorzugte Ausführungsformen der
Haltevorrichtung 11 beschrieben.
Wie Fig. 1 zeigt, ist eine erfindungsgemäße Werkstück-Nieder
haltevorrichtung über einem horizontalen Werkstückauflage
tisch 12 angeordnet und mit dem nicht näher dargestellten
Maschinengestell der zugehörigen Werkzeugmaschine integriert.
Der Werkstückauflagetisch 12, der verfahrbar sein kann, ist
im dargestellten Ausführungsbeispiel lagestarr angeordnet
bzw. mit dem Maschinenbett starr verbunden.
Die Haltevorrichtung 11 der Werkstück-Niederhaltevorrichtung
weist einen über dem Werkstückauflagetisch 12 heb- und
senkbar liegenden, plattenförmigen und zum Werkstückauflage
tisch 12 parallelen Niederhalter 13 auf. Im gehobenen Zustand
des Niederhalters 13 kann das Werkstück 15 unter dem Nieder
halter 13 berührungsfrei weitergefahren werden. Das Werkstück
15 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Zylinderblock
mit in Reihe stehenden parallelen Zylinderbohrungen, von
denen eine strichpunktiert dargestellt ist. Sie sind durch
Honen feinzubearbeiten. Werden besondere Anforderungen an
das Oberflächenprofil der Zylinderlaufflächen gestellt,
können diese gleitgehont werden. Dazu wird in einem vier
stufigen Prozeß die Zylinderlauffläche zunächst vorbearbei
tet, dann vorgehont, danach zwischengehont und schließlich
gleitgehont.
Der Niederhalter 13 besitzt Außenkanten, die rechteckig
zueinander liegen. Die Größe des Niederhalters 13 ist etwa
gleich der Größe der Oberseite des Werkstückes 15. Er weist
sowohl eine ebene Unterseite 32, wie auch eine ebene Obersei
te 31 auf. Der Niederhalter 13 besitzt kreisrunde Durchbrüche
30, von denen in Fig. 1 einer dargestellt ist. Über diese
Durchbrüche 30 werden die Honwerkzeuge in die Zylinderbohrun
gen geführt. An der Oberseite 31 des Niederhalters 13 ist
unmittelbar den Durchbruch 30 umschließend ein Bund 33
angeordnet. Der Bund 33 dient als weitere Führung für die
Honwerkzeuge. An der Unterseite 32 des Niederhalters 13 ist
ebenfalls ein, den Durchbruch 30 des Niederhalters 13 um
schließendes Auflager 34, angeordnet. Das Auflager 34 dient
zur direkten Auflage des Niederhalters 13 auf der Werkstück
oberfläche. Dadurch liegt nicht die gesamte Unterseite 32 des
Niederhalters 13 auf der Werkstückoberfläche auf. Der Nieder
halter 13 ist an seiner Oberseite 31 mit einem Spannstempel
24a, beispielsweise durch eine Preßpassung, verbunden. Der
Stempel 24a wird in einer im Maschinengestell angeordneten
Linearführung 21 geführt. Die Linearführung 21 besteht aus
hülsenförmig übereinanderliegenden Lageröffnungen. Oberhalb
des Niederhalters 13 ist parallel dazu ein Querportal 29 des
Maschinengestells angeordnet. Das Querportal 29 weist Bohrun
gen 35, 36 zur Durchführung des Stempels 24a und der Honwerk
zeuge auf. An der Oberseite des Querportals 29 sind Klemm
schienen 19 befestigt. Die Klemmschienen 19 flankieren die
Haltevorrichtung 11 auf nahezu deren gesamter Länge. Die
Innenseite 37 der Klemmschienen 19 kann ausgehärtet sein,
oder durch verschleißfeste Werkstoffe ausgekleidet sein.
Die Haltevorrichtung 11 weist eine Klemmvorrichtung 16,
bestehend aus zwei flügelartig ausgebildeten Klemmkörpern 17,
zwei Zuglaschen und den zwei Klemmschienen 19, auf. Die
Klemmkörper 17 bzw. die Klemmflügel 26a sind schwenkbar an
einer Führungsstange 39 der Haltevorrichtung 11 gelagert.
Jeder Klemmflügel 26a besitzt seine eigene Schwenkachse 24,
die beispielsweise durch Bolzen 24 gebildet werden kann. Die
Klemmflügel 26a besitzen an ihrem Ende, das der Bolzenlage
rung gegenüberliegt bogenförmig ausgebildete Reibflächen 40.
Eine Reibfläche 40 ist dazu derart ausgebildet, daß der
radiale Abstand zwischen der Schwenkachse 24 des Klemmflügels
26a und einem Punkt der Reibfläche 40 mit zunehmendem Abstand
von der Vorderkante der Reibfläche 40 kleiner wird. Die Reib
fläche 40 ist von der Vorderkante in Klemmrichtung geneigt
und bildet somit eine Art Keil, der es dem Klemmflügel 26a
erlaubt, sich selbst nachzuklemmen. Zuglaschen 23 sind
jeweils an einem Klemmflügel 26a, beispielsweise durch einen
Bolzen 42, gelagert.
Die Führungsstange 39 der Haltevorrichtung 11 weist zwei
bolzenförmig ausgebildete Anschlagelemente 43 auf. Die
Anschlagelemente 43 verhindern ein zu weites Ausschwenken der
Klemmflügel 26a. Die Zuglaschen 23 sind an dem Ende, das dem
an dem Klemmflügel 26a gelagerten Ende gegenüberliegt, an
einer Gabel 41 beweglich gelagert. Durch hülsenförmige
Führungen, die teilweise an den Klemmschienen 19 befestigt
sind, werden die Zuglaschen 23 geführt. Die Gabel 41 kann
direkt oder beispielsweise über einen Ausziehhaken 22 an den
Ausziehantrieb 14 angreifen (nicht dargestellt).
Die Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Halte
vorrichtung 11. Sie weist eine Klemmvorrichtung 16, bestehend
aus zwei Klemmkörpern 17 in Form von kniehebelartig ausgebil
deten Klemmsegmenten 26, zwei Zuglaschen 23 und zwei Klemm
schienen 19 auf. Die beiden Klemmsegmente 26 sind im Unter
schied zu dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbei
spiel, an einer gemeinsamen Schwenkachse 24 drehbar gela
gert. Die Schwenkachse 24 wird von einem Schraubenbolzen
gebildet, der an dem Stempel 24a des Niederhalters 13 be
festigt ist (Fig. 5). Die Reibfläche 40 bildet jeweils eine
bogenförmig ausgebildete Kante der kniehebelartigen Klemm
segmente 26. Diese ist derart geformt, daß sie unter Selbst
hemmung an der Klemmschiene 19 festklemmt. An jeweils einem
Klemmsegment 26 ist eine Zuglasche 23 schwenkbar gelagert.
Die Lagerung erfolgt durch Stiftbolzen. An ihrem Ende, das
dem an den Klemmsegmenten 26 gelagerten gegenüberliegt, sind
die Zuglaschen 23 an einer Platte 38 schwenkbar gelagert.
Diese Platte 38 ist wiederum durch einen Schraubenbolzen,
ähnlich wie bei Lagerung der Klemmsegmente 26a durchgeführt,
schwenkbar. Sie ist mit einem Abschnitt verbunden, der an den
Ausziehantrieb 14 angreifen kann. Dieser Abschnitt weist zwei
miteinander verbundene Teile auf. Ein als Verbindungsplatte
22a ausgebildeter Teil wird in einer Lageröffnung der Linear
führung 21 geführt. Der andere Teil bildet einen bügelartig
ausgebildeten Ausziehhaken 22, an den der Ausziehantrieb 14
angreifen kann.
Die Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform zu den in
Fig. 1 bis 5 dargestellten Haltevorrichtungen 11. Sie weist
eine Klemmvorrichtung 14 auf, die aus zwei Klemmkörpern 17 in
Form von Klemmrollen 27, zwei Zuggabeln 28 und einem Konus 25
besteht.
Die Seitenfläche des Konus 25 und die Klemmschienen 19 bilden
zwei keilförmige Klemmspalte 25a. Die Klemmspalte 25a ver
jüngen sich in Absenkrichtung der Haltevorrichtung 11.
Der Konus 25 ragt aus dem Stempel 24a des Niederhalters 13,
ungefähr in dessen Längenmitte, hervor (Fig. 5).
Der Stempel 24a besitzt an seinem dem Niederhalter 13 abge
wandten Ende ein hakenförmiges Eingriffsteil 44.
Die Verbindungsplatte 22a (Fig. 5) weist ebenfalls an ihrem
dem Ausziehhaken 22 abgewandten Ende einen Eingriffshaken 44
auf, der das Gegenstück zum Eingriffshaken 44 des Stempels
bildet.
Ist die Haltevorrichtung 11 durch den Ausziehantrieb 14
freigegeben, bilden die beiden Eingriffshaken 44 einen
Totgang 18.
Die Zuggabeln 28 bilden Rollenkäfige 28a, in den die Klemm
rollen 27 geführt werden (Fig. 7). Dabei füllen die Klemm
rollen 27 das Volumen der Rollenkäfige 28a nicht vollständig
aus, sondern sind sowohl axial als auch radial beweglich.
Das Werkstück 15, beispielsweise ein Vierzylinder-Motorblock,
wird auf dem Werkstückanlagetisch 12 positioniert und durch
ein Fördersystem, beispielsweise einem Förderband, in den
Bearbeitungsbereich der Honmaschine gebracht.
Die Honmaschine weist zwei in Durchlaufrichtung hintereinan
der liegende Bearbeitungsstationen auf. Die Bearbeitungs
stationen bestehen jeweils aus zwei an Honspindeln hängenden
Honwerkzeugen und zwei Werkstück-Niederhaltevorrichtungen.
Dadurch können gleichzeitig jeweils zwei Bohrungen in zwei
Werkstücken 15 feinbearbeitet werden. Die Bohrungen der
Werkstücke 15, beispielsweise die Zylinderbohrungen der
Motorblöcke, werden dabei exakt unterhalb den Durchbrüchen 30
der beiden Niederhalter 13 plaziert.
Die Haltevorrichtung 11 der Werkzeug-Niederhaltevorrichtung
ist zunächst über dem Ausziehhaken 22 in Kontakt mit dem
Ausziehantrieb 14, der als Pneumatikzylinder oder Hydraulik
zylinder ausgebildet ist.
Die Kolbenstange des Zylinders fährt ein und die Haltevor
richtung 11 senkt sich.
Trifft der Niederhalter 13 auf die Werkstückoberfläche, wird
die Haltevorrichtung 11 durch den Zylinder freigegeben, indem
die Kolbenstange des Zylinders noch ein Stück in den Zylinder
einfährt, ohne daß sich die Haltevorrichtung 11 bewegt, da
sie ja durch den am Werkstück 15 aufliegenden Niederhalter 13
in einer weiteren Abwärtsbewegung blockiert wird.
Der an dem Zylinder zuvor angreifende Abschnitt der Haltevor
richtung 11 bewegt sich infolge seiner Schwerkraft nach
unten, da zwischen ihm und dem am Niederhalter befestigter
Abschnitt ein Totgang besteht.
Die an diesem oberen Abschnitt befestigten Zuglaschen 23 oder
Zuggabeln 28 (Fig. 6) drücken die Klemmkörper 17 in Klemm
stellung 20. Dabei werden je nach Ausführungsform entweder
die Klemmflügel 26a (Fig. 1/2) oder die Klemmsegmente 26
ausgeschwenkt, oder die Klemmrollen 27 in den keilförmigen
Klemmspalt 25a gedrückt. Die Klemmsegmente 26 und die Klemm
flügel 26a klemmen durch Selbsthemmung, infolge Reibschluß
zwischen ihren Reibflächen 46 und der Innenseite der Klemm
schienen 19.
Die Klemmrollen 27 verklemmen sich durch Reibschluß in dem
keilförmigen Klemmspalt 25a.
Nach dem Festklemmen des Niederhalters 13 kann der eigent
liche Honvorgang eingeleitet werden. Die an den Honspindeln
hängenden Honwerkzeuge werden in Rotation versetzt und
langsam in Richtung Werkstückoberfläche abgesenkt. Dabei
werden sie durch die Bohrungen 35 der Querportale 29 und die
Durchbrüche 30 des Niederhalters 13 geführt, bis sie in die
Werkstückbohrungen einfahren. Infolge der drehenden und
axialen Bewegungen der Honwerkzeuge können die Werkstücke 15
zu Beginn des Honvorgangs Einschwimmbewegungen ausführen.
Sind die Klemmkörper 17 in Klemmstellung und ist der Zylinder
oder Hydraulikzylinder außer Eingriff, können sich die
Klemmkörper 17 in Anheberichtung der Haltevorrichtung 11
nicht mehr selbsttätig lösen, im Gegenteil, sie verstemmen
sich nur noch mehr mit den Klemmschienen 19.
Ein Abheben des Niederhalters in Anheberichtung der Haltevor
richtung 11 wird blockiert.
In Absenkrichtung der Haltevorrichtung 11 können die Klemm
körper nachrutschen, also sich selbsttätig nachklemmen.
Dadurch wird ein Lösen des Werkstücks 15 in Absenkrichtung
der Haltevorrichtung 11 vom Niederhalter 13 verhindert.
Nach Beendigung des Honvorgangs werden die Honwerkzeuge aus
den Zylinderbohrungen ausgefahren. Zum Lösen der Klemmvor
richtung 16 bzw. zum Abheben des Niederhalters 13 von der
Werkstückoberfläche fährt die Kolbenstange aus dem Zylinder
aus und greift an den Ausziehhaken 22 der Haltevorrichtung 11
an.
Zunächst wird der obere Abschnitt der Haltevorrichtung 11
angehoben bis der Totgang 18 zwischen diesen Abschnitt und
dem am Niederhalter 13 befestigten Abschnitt überbrückt ist.
Es werden also zunächst die Zuglaschen 23 bzw. Zuggabeln 28
gehoben, die die an ihnen befestigte Klemmkörper 17 aus ihrer
Klemmstellung 20 ziehen.
Dabei werden die Klemmsegmente 26 bzw. die Klemmflügel 26a
eingeschwenkt bzw. die Klemmrollen 27 werden durch die
Unterseite des Rollenkäfigs 28a der Zuggabel 28 aus dem
keilförmigen Klemmspalt 25a gedrückt. Ist der Totgang 18
zwischen den beiden Abschnitten der Haltevorrichtung 11
überbrückt, wirkt die Hubkraft des Zylinders unmittelbar auch
auf den Niederhalter 13, der sich von der Werkstückoberfläche
abhebt.
Claims (13)
1. Werkstück-Niederhaltevorrichtung an Feinbearbeitungs
maschinen, wie Honmaschinen o. dgl., mit einer Werk
stückaufnahme (12) und einem Maschinengestell, sowie
einer Haltevorrichtung (11), die einen über der Werk
stückaufnahme (12) mittels einer Führung am Maschinen
gestell gelagerten Niederhalter (13) aufweist, der durch
einen Ausziehantrieb (14) bewegbar und nach Freigabe
durch diesen absenkbar und nach Absenkung auf eine
Oberfläche eines Werkstückes (15) im Sinne der Verhinde
rung einer Abhebbewegung vom Werkstück (15) gegenüber
dem Maschinengestell durch eine Klemmvorrichtung (16)
festsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemm
vorrichtung (16) mindestens einen selbstklemmenden
Klemmkörper (17) aufweist, dessen Klemmwirkung durch den
Ausziehantrieb (14) lösbar ist.
2. Niederhaltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Haltevorrichtung (11) mindestens zwei
Abschnitte aufweist, die relativ zueinander bewegbar
sind, insbesondere daß die beiden Abschnitte einen
Totgang (18) zwischeneinander aufweisen, wobei vorzugs
weise dieser Totgang (18) die Lösung der Klemmkörper
(17) bewirkt.
3. Niederhaltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Klemmkörper (17) der Haltevor
richtung (11) mit einer Klemmschiene (19) durch Reib
schluß zusammenwirkt.
4. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Absenken
der Haltevorrichtung (11) freigegebene Klemmkörper (17)
nach Freigabe der Haltevorrichtung (11) durch den
Ausziehantrieb (14), vorzugsweise durch Aufsetzen des
Niederhalters (13) auf dem Werkstück (15) unter Schwer
kraft, insbesondere unter Schwerkraft der Haltevorrich
tung (11), in eine Klemmstellung (20) bewegbar ist.
5. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in der
Führung, vorzugsweise einer Linearführung (21), des
Maschinengestells geführte Haltevorrichtung (11) eine
Anlagefläche, insbesondere einen bügelartig ausgebilde
ten Ausziehhaken (22) aufweist, an den der Ausziehan
trieb (14), vorzugsweise nur in einer Richtung, an
greift.
6. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung
(11) zumindest ein Betätigungsteil, vorzugsweise eine
Lasche, insbesondere eine an dem, an dem Ausziehantrieb
(14) angreifenden, Abschnitt der Haltevorrichtung (11)
angebrachte Zuglasche (23), aufweist, die an den Klemm
körper (17) angreift und über die der Klemmkörper in
oder aus der Klemmstellung (20) bewegbar ist.
7. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkörper
(17) vorzugsweise um eine an der Haltevorrichtung (11)
angeordnete Schwenkachse (24) schwenkbar gelagert ist,
wobei insbesondere zwei Klemmkörper (17) um eine gemein
same Achse schwenkbar sind.
8. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stempel
(24a), insbesondere ein einen Konus (25) aufweisender
Stempel (24) des Niederhalters (13) mit der Klemmschiene
(19) einen keilförmigen Klemmspalt (25a) bildet, in den
der Klemmkörper (17) klemmend eingreift.
9. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkörper
(17) ein Klemmschenkel (26), insbesondere eine knie
hebelartig ausgebildeter Klemmschenkel (26), ist.
10. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkörper
(17) eine Klemmrolle (27) ist, die in dem Betätigungs
teil, insbesondere in einer eine Art Rollenkäfig bilden
den Zuggabel (28), parallel zur Klemmschiene (19)
beweglich geführt ist.
11. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausziehan
trieb (14) ein Linearantrieb, z. B. ein Pneumatik- oder
Hydraulikantrieb ist.
12. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausziehan
trieb (14) mit dem Maschinengestell verbunden, insbeson
dere starr mit einem Querportal (29) des Maschinenge
stells verbunden ist.
13. Niederhaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
Haltevorrichtung (11) an einem Niederhalter (13),
insbesondere zwei Haltevorrichtungen (11) an einem
Niederhalter (13) angeordnet sind und den Niederhalter
(13) gleichmäßig an der Oberfläche des Werkstückes (15)
festlegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999135902 DE19935902A1 (de) | 1999-07-30 | 1999-07-30 | Werkstück-Niederhaltevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999135902 DE19935902A1 (de) | 1999-07-30 | 1999-07-30 | Werkstück-Niederhaltevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19935902A1 true DE19935902A1 (de) | 2001-02-01 |
Family
ID=7916632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999135902 Withdrawn DE19935902A1 (de) | 1999-07-30 | 1999-07-30 | Werkstück-Niederhaltevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19935902A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE102022103387A1 (de) | 2022-02-14 | 2023-08-17 | Christoph Ziebura | Positioniervorrichtung |
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