DE19937206C2 - Positionsbestimmungseinrichtung sowie Verwendung einer Positionsbestimmungseinrichtung und Verfahren zum Herstellen eines Maßstabes für eine solche Einrichtung - Google Patents

Positionsbestimmungseinrichtung sowie Verwendung einer Positionsbestimmungseinrichtung und Verfahren zum Herstellen eines Maßstabes für eine solche Einrichtung

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Description

Die Erfindung betrifft eine Positionsbestimmungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung bezieht sich weiter auf eine Verwendung einer Positionsbestimmungs­ einrichtung. Zusätzlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines Maßstabes für solche Einrichtungen.
Die Bestimmung der Position eines Fahrzeugsitzes in einem Kraftfahrzeug ist beispielsweise erforderlich, wenn das Fahr­ zeug mit einer sogenannten Memoryfunktion ausgestattet ist. Bei dieser Komfortfunktion kann der Fahrzeugsitz, insbesonde­ re Fahrersitz, entsprechend auf einem Datenträger gespeicher­ ten Daten selbsttätig in vorbestimmte Positionen bewegt wer­ den. Diese vorbestimmten Positionen können von Fahrzeugbenut­ zern eingestellt werden und werden in der eingestellten Stel­ lung auf den Datenträger eingelesen. Die dabei üblicherweise verwendeten Sensoren sind Potentiometer oder digitale Hall­ sonden, die mit entsprechenden Stellmotoren zur Sitzverstel­ lung verbunden sind. In jüngerer Zeit werden Sicherheitssys­ teme, insbesondere Airbagsysteme eingesetzt, die ihren Be­ trieb selbsttätig an unterschiedliche Bedingungen anpassen. Dabei spielt für die Auslösung und/oder das Aufblasen eines Airbags die Position des Fahrzeuginsassen relativ zum Airbag eine Rolle. Eine Größe, die diese Position maßgeblich beeinflußt, ist die Position des Fahrzeugsitzes. Es besteht daher ein zunehmender Bedarf an Positionsbestimmungssensoren, die den hohen Anforderungen genügen, die an die Sicherheits­ elektronik eines Kraftfahrzeugs gestellt werden.
Aus der Druckschrift "Magnetic Sensors; Giant Magnetic Regi­ sters", Application Notes 10.98 der Siemens AG, ist ein Ma­ gnetsensor bekannt, dessen elektrischer Widerstand von der Richtung eines ihn durchsetzenden Magnetfeldes abhängt. Der Aufbau eines solchen auch als "Giant Magneto Resistor" (GMR) bezeichneten Magnetsensors ist in Fig. 9 dargestellt. Zwi­ schen zwei aus Eisen oder anderem weichmagnetischem Material bestehenden, verhältnismäßig dicken Schichten 4 befindet sich ein Stapel 6 von Schichten, die abwechselnd aus hartmagneti­ schem Material, wie Kobalt, und nichtmagnetischem Material, wie Kupfer, bestehen. Die nichtmagnetischen Schichten trennen die weichmagnetischen Schichten von den hartmagnetischen Schichten und die hartmagnetischen Schichten untereinander. Die Kupferschichten sind so dünn, daß eine Spin-Kopplung zwi­ schen den hartmagnetischen Schichten besteht, so daß diese einen künstlichen Antiferromagneten bilden.
Wenn ein entsprechend Fig. 9 aufgebauter Magnetsensor 10 ge­ mäß Fig. 10 in das Magnetfeld beispielsweise eines zweipoli­ gen Stabmagneten 12 gebracht wird, werden die weichmagneti­ schen Schichten 4 an dessen Ober- und Unterseite von dem Ma­ gnetfeld des Stabmagneten 12 magnetisiert, wobei die Magnet­ feldlinien ihre Richtung entsprechend einer Drehung des Stab­ magneten 12 ändern. Die hartmagnetischen, beispielsweise aus Kobalt bestehenden Schichten des Stabes 6 dagegen behalten ihre Magnetisierungsrichtung bei. Insgesamt führt dies dazu, daß der elektrische Widerstand des Magnetsensors 10 bei Be­ aufschlagung mit einem Strom I entsprechend Fig. 10 von der Richtung der Magnetisierung der weichmagnetischen Schichten 4 und damit der Richtung der auf dem Magnetsensor 10 einwirken­ den Magnetfeldlinien abhängt.
Solche sogenannte GMR-Magnetsensoren werden beispielsweise in Drehwinkelgebern verwendet, in denen eine Auflösung von weni­ gen Hundertstel Grad erreicht werden kann. Auch lineare Weg­ sensoren werden unter Verwendung von GMR-Magnetsensoren ge­ baut. Ein Lautstärkeregler oder Fader mit einem solchen Weg­ sensor ist in der DE 196 12 422 beschrieben. Er enthält einen dem Dipolmagneten 12 der Fig. 10 ähnlichen Dipolmagneten, der mit einem Schieber verbunden ist und senkrecht zur Verschie­ berichtung magnetisiert ist. Dieser Dipolmagnet wird an einem GMR-Magnetsensor vorbeibewegt. Der gekrümmte Verlauf des mag­ netischen Dipolfeldes sorgt dabei für eine sich ändernde Richtung der den Magnetsensor durchdringenden Feldlinien. Diese Art von Wegsensoren sind für kurze Wege geeignet. Für größere Wegstrecken, beispielsweise mehrere Dezimeter, sind sie weniger geeignet. Unabhängig davon, ob der Dipolmagnet senkrecht oder parallel zu seiner Bewegungsrichtung magneti­ siert ist, ergeben sich zumindest in Teilbereichen der Wegstrecke sehr kleine Änderungen des Winkels zwischen dem Magnetfeld und dem Sensor oder die Feldstärke nimmt stark ab, so daß die erzielte Genauigkeit unbefriedigend ist.
Aus der DE 196 19 806 A1 ist eine Sensoreinrichtung mit we­ nigstens drei GMR-Sensorelementen bekannt, wobei ein Paar der Sensorelemente antiparallel zueinander magnetisiert ist und eine Bezugslinie festlegt und ein weiteres Sensorelement eine Magnetisierung aufweist, die mit dem Bezugslinie einen vorbe­ stimmten Winkel bildet. Mit einer solchen Sensoreinrichtung können Aussagen bezüglich der Richtung und/oder der Stärke eines äußeren Magnetfeldes gewonnen werden.
Die DE 197 49 855 A1 beschreibt ein Verfahren zum Bestimmen des Abstandes zwischen einer angegurteten Person und einer Airbag-Einheit, bei dem die Länge gemessen wird, um die der die Schulter der Person übergreifende Sicherheitsgurt gegen­ über einer Bezugslage abgewickelt wird. Zur Messung dieser Länge werden unterschiedlichste Einrichtungen verwendet.
Die EP 0 452 580 A1 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines Magneten, bei dem Einstand aus Konstanz und darin ent­ haltenen Magnetpulver extrudiert wird und der extrudierte Strang zwischen den Polflächen eines Magneten hindurch bewegt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Positionsbe­ stimmungseinrichtung zu schaffen, die bei einfachem Aufbau, hoher Funktionssicherheit und guter Empfindlichkeit zur Posi­ tionsbestimmung von über größere Strecken, beispielsweise über mehrere Dezimeter, beweglichen Bauteilen, geeignet ist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Hauptanspruchs ge­ löst.
Dadurch, daß der Magnetstab längs seiner Länge derart magne­ tisiert ist, daß die Feldlinien des von ihm ausgehenden Mag­ netfelds längs seiner Länge unterschiedliche Winkel mit sei­ ner Längsrichtung bilden, läßt sich die Feldrichtung relativ zu der Magnetsensorbaugruppe bei einer Bewegung des Magnet­ stabes gezielt ändern, so daß auch größere Bewegungen sicher erfaßt werden können. Der auf die Richtung der Feldlinien an­ sprechende Magnetsensor kann unterschiedlichster Bauart sein, beispielsweise seine Induktivität, Kapazität oder eine sons­ tige meßbare Eigenschaft ändern.
Vorteilhafterweise ist gemäß dem Anspruch 2 der Magnetsensor wie anhand Fig. 9 und 10 beschrieben aufgebaut und ändert seinen elektrischen Widerstand.
Die Unteransprüche 3 bis 5 sind auf vorteilhafte Merkmale und Weiterbildungen der Positionsbestimmungseinrichtung gerich­ tet.
Die Positionsbestimmungseinrichtung eignet sich für vielerlei Einsatzzwecke, bei denen die Position eines beweglichen Bau­ teils mit verhältnismäßig großer Bewegungsamplitude bestimmt werden soll. Dabei kann das bewegliche Bauteil in zweckent­ sprechender Weise mit dem erfindungsgemäß magnetisierten Mag­ netstab gekoppelt sein, so daß der Magnetstab vorteilhafter­ weise eine Längsbewegung längs des Magnetsensors ausführt, auch wenn das bewegliche Bauteil verdreht, verkippt oder sonstwie bewegt wird.
Die Positionsbestimmungseinrichtung kann, da der Magnetstab dem Magnetsensor unmittelbar benachbart sein kann, kompakt und platzsparend ausgeführt sein.
Besonders vorteilhaft ist gemäß dem Anspruch 6 die Verwendung der erfindungsgemäßen Positionsbestimmungseinrichtung in der Airbag-Einrichtung eines Kraftfahrzeugs, bei der die Position eines Fahrzeugsitzes, an dem der Magnetstab angebracht ist, außerordentlich zuverlässig bestimmt werden kann.
Mit den Merkmalen des Anspruchs 7 wird ein einfacher, kompak­ ter Aufbau erzielt.
Der Anspruch 8 kennzeichnet ein vorteilhaftes Herstellungs­ verfahren für einen Magnetstab, wie er in den vorgenannten Einrichtungen verwendet wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeich­ nungen beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläu­ tert.
Es stellen dar:
Fig. 1 eine schematische Aufsicht auf einen Fahrzeugsitz mit Positionsbestimmungseinrichtung,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 1 zur Erläute­ rung der Magnetisierung des Magnetstabes,
Fig. 3 eine Aufsicht auf einen Magnetstab mit schematisch dargestellten Magneten,
Fig. 4 eine Vorrichtung zur Herstellung eines Magnetstabes,
Fig. 5 und 6 Blockschaltbilder von Magnetsensorbaugruppen,
Fig. 7 eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht einer Ausführungsform der Positionsbestimmungseinrichtung mit zwei in gegenseitigem Abstand angebrachten Magnetsensoren,
Fig. 8 Kurven zu Erläuterung der Funktion der Anordnung gem. Fig. 7 und
Fig. 9 und 10 zwei schematische Ansichten eines Magnetfeld­ sensors gemäß dem Stand der Technik.
In Fig. 1 ist gestrichelt angedeutet ein Fahrersitz 16 eines Kraftfahrzeuges, an dem ein Magnetstab 20 befestigt ist, der bei einer Längsverschiebung des Fahrersitzes 16 sich längs eines Magnetsensors 10 bewegt, der gem. Fig. 9 aufgebaut und fahrzeugfest angebracht ist.
Der Magnetsensor 10 ist mit einem Steuergerät 24 verbunden, das den Betrieb einer im Lenkrad vor dem Fahrersitz unterge­ brachten Airbagbaugruppe 26 steuert.
Der Aufbau und die Funktionsweise solcher Airbageinrichtungen sind an sich bekannt und werden daher nicht erläutert.
In einem Speicher des Steuergerätes 24 sind Positionen des Fahrersitzes zusammen mit jeweiligen Ausgangssignalen des Ma­ gnetsensors 10 abgelegt, so daß entsprechend dem jeweiligen Ausgangssignal die Position des Fahrersitzes erkannt wird und der Betrieb der Airbagbaugruppe 26 daran angepaßt werden kann.
Es versteht sich, daß die Anordnung nicht nur für den Fahrer­ sitz, sondern auch für den Beifahrersitz oder weitere ver­ schiebbare Sitze, die mit Airbageinrichtungen oder sonstigen passiven Sicherheitseinrichtungen, beispielsweise Gurtstram­ men, ausgerüstet sind, eingesetzt werden kann.
Fig. 2 zeigt den Magnetstab 20 und den Magnetsensor 10 in vergrößertem Maßstab. Weiter sind in Fig. 2 gestrichelt die magnetischen Feldlinien dargestellt, die entsprechend der Ma­ gnetisierung der einzelnen Bereiche des Magnetstabes 20 von ihm ausgehen bzw. in ihn hineingehen. Wie ersichtlich, ist der Magnetstab 20 derart magnetisiert, daß die Änderung des Winkels α zwischen den magnetischen Feldlinien und der Längs­ achse des Magnetstabs 20 je Längeneinheit des Magnetstabs längs dessen Länge unterschiedlich ist und zwar im gemäß Fig. 2 rechten Bereich größer als im linken Bereich. Damit wird beispielsweise erreicht, daß in der Lenkrad-nahen Position des Fahrersitzes eine höhere Empfindlichkeit erzielt wird als in der Lenkrad-fernen Position.
Fig. 3 zeigt eine schematische Ansicht des Magnetstabs 20 in vergrößertem Maßstab, wobei mit N und S die Pole der einzel­ nen Magnete angedeutet sind, die längs der Länge des Ma­ gnetstabs unterschiedlich ausgerichtet sind.
Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung zum Herstellen eines Magnetsta­ bes. Aus einer Extrusionsöffnung 28 einer Extrudiervorrich­ tung 30 wird ein Strang 32 mit hartmagnetischem Material, beispielsweise ein Strang aus thermoplastischem Kunststoff, in den Ferritmaterial eingelagert ist, in Richtung des einge­ zeichneten Pfeils extrudiert. Der Querschnitt des Strangs 32 entspricht dem des herzustellenden Magnetstabes. Der Strang 32 wird an einem Magneten 34 entlangbewegt, dessen Polflächen 36 zu beiden Seiten des Strangs 32 unmittelbar über diesem angeordnet sind. Der Magnet, der ein Permanentmagnet oder Elektromagnet sein kann, ist mittels eines nicht dargestell­ ten Antriebs um eine etwa senkrecht zur Vorschubrichtung des Strangs 32 verlaufende Achse A drehbar, sodaß sich der Winkel zwischen den durch den Strang 32 hindurchtretenden Feldlinien und der Längsachse des Strangs ändert. Je nach Vorschubge­ schwindigkeit des Strangs, Drehrichtung und Drehgeschwindig­ keit des Magneten 34 sowie ggfs. der Stärke des Magnetfeldes läßt sich der Strang 32 in vorbestimmter Weise magnetisieren, sodaß nach Durchtrennung des Strangs in einzelne Magnetstäbe 20 (Fig. 3) an den jeweiligen Anwendungszweck angepaßte Ma­ gnetisierungen erzielbar sind.
Zur Auswertung der Signale der Magnetsensoren 10 sind unter­ schiedlichste Schaltungen denkbar. Vorteilhaft sind Brücken­ schaltungen 22, wie sie beispielsweise in Fig. 5 und 6 darge­ stellt sind und die mehrere Magnetsensoren zu einer Magnet­ sensorbaugruppe zusammenfassen. Die Brückenschaltung gem. Fig. 5 enthält vier Magnetsensoren 10, von denen je zwei ge­ gensinnig magnetisiert sind. Fig. 6 zeigt eine Brückenschal­ tung mit vier Magnetsensoren 10, die senkrecht zueinander und jeweils paarweise gegensinnig magnetisiert sind. In einer ab­ geänderten Ausführungsform könnte je einer der in Reihe ge­ schalteten Magnetsensoren durch einen Ohm'schen Widerstand ersetzt sein.
Insgesamt läßt sich, wenn der in vorbestimmter Weise magneti­ sierte Magnetstab 20 längs eines Magnetsensors 10 in der An­ ordnung der Fig. 1 vorbeibewegt wird, über die gesamte Bewe­ gungsamplitude des Magnetstabes 20, der sich über die gesamte Verstellbarkeit des Sitzes erstrecken kann, eine deutliche Abhängigkeit der Spannung U von dem Winkel β und damit von der Position des Magnetstabs 20 bzw. des Sitzes erzielen, aufgrund derer im Steuergerät 24 die genaue Position des Sit­ zes ermittelt werden kann. Es versteht sich, daß, wenn der Magnetstab nahe an dem Magnetsensor vorbeigeführt wird und seine Pole zu dem Magnetsensor hin oder von ihm weg zeigen, die Winkel α und β gleich sein können.
Fig. 7 zeigt eine Anordnung, bei der zwei Magnetsensoren 10a und 10b neben dem in Richtung des Doppelpfeils zusammen mit dem Sitz 16 verschiebbaren Magnetstab 20 angeordnet sind. Der Abstand zwischen den Magnetsensoren 10a und 10b ist mit d, die Verschiebung des Magnetstabes 22 bzw. des Fahrzeugsitzes ist mit x bezeichnet.
Für den Magnetsensor 10a gilt dann bei linearer Abhängigkeit seines Ausgangssignals von der Verschiebungsrichtung x die Beziehung:
Rx = Ro(1 + ax) (1)
wobei Ro den Widerstand des Magnetsensors 10a bedeutet, wenn sich der Magnetstab 20 mit seinem Anfang neben ihm befindet, a die Änderung des Widerstandes mit der Verschiebung ist, x die Verschiebung bedeutet und Rx der Widerstand nach einer Verschiebung des Magnetstabes 20 um die Strecke x ist.
Für den Magnetsensor 10b, der dem Sensor 10a gleicht, gilt die Formel (2)
Rx+d = Ro(1 + a(x + d)) (2)
Die Werte Rx und Rx+d werden jeweils gemessen. Wenn ihr Ver­ hältnis mit Ax bezeichnet wird, gilt, wenn der Ausdruck (1) durch den Ausdruck (2) dividiert wird:
Somit kann das jeweilige x, d. h. die Position des Magnetstabs 20, aus der Formel (3) errechnet werden, ohne daß eine Abso­ lutmessung des Widerstandes erforderlich ist. Auf diese Weise ist es möglich, eine Temperaturabhängigkeit der Magnetsenso­ ren weitgehend zu kompensieren, d. h. unabhängig von der Tem­ peratur eine genaue Positionsbestimmung vorzunehmen.
Die Verwendung zweier Magnetsensoren 10 hat den weiteren Vor­ teil, daß bei einer großen Abweichung zwischen ihren Aus­ gangssignalen ein Fehler in der Meßanordnung erkannt wird. Mittels einer einfachen Schwellwertschaltung kann somit ein Fehler detektiert werden. Durch Plausibilitätsprüfung der Si­ gnale der einzelnen Magnetsensoren kann die intakte Baugruppe identifiziert werden und deren Ausgangssignal als noch aus­ reichend genaues Meßsignal verwendet werden.
Im Folgenden werden weitere Beispiele von Meßanordnungen und -ergebnissen angegeben:
In Fig. 8 sind für eine Anordnung gem. Fig. 7 auf der Senk­ rechten der Winkel β (Fig. 10) angegeben und auf der Waagrechten die Verschiebung bzw. Position des Magnetstabbs bzw. des Sit­ zes. In der Nullposition sei der linke Magnetsensor 10a einem Magnetfeld ausgesetzt, das einen Winkel von -90° mit seinem eigenen Feld bildet. Der Magnetstab 22 sei derart magnetisi­ errt, daß der Winkel zwischen seinem Magnetfeld und dem des Magnetsensors 10b linear mit der Sitzposition zunimmt und am Ende der Verschiebbarkeit von 250 mm 54° erreicht. Der Magnet­ sensor 10b sei 50 mm vom Magnetsensor 10a entfernt auf einer Leiterplatte montiert und in seinem Feld um 180° verdreht oder werde bei einer Vollbrücke mit ungekehrter Polarität ausge­ wertet. Zwischen den Signalen der beiden Magnetsensoren er­ gibt sich dann eine Phasenverschiebung von
Δϕ = 180° + 180° × 50 mm/250 mm = 216°.
Diese Phasenverschiebung bleibt während der gesamten Sitzver­ schiebung konstant. Die Beziehung zwischen dem Ausgangssignal eines Magnetsensors bzw. der zugehörigen Brückenschaltung und dem Winkel β ist im allgemeinen nicht linear. Sie kann jedoch in an sich bekannter Weise durch entsprechende Korrekturta­ bellen linearisiert werden, sodaß der Wert des Winkels β der Fig. 8 als Meßwert genommen werden kann. Die Gerade I zeigt dann das Meßsignal des Magnetsensors 10a für unterschiedliche Sitzpositionen, die Kurve II das Meßsignal des Sensors 10b, die Kurve III das Summensignal und die Kurve IV das Diffe­ renzsignal. Die Sitzposition kann somit aus jeder der Kurven I, II oder III bestimmt werden. Ergeben sich keine überein­ stimmenden Sitzpositionen, so deutet dies auf eine Fehlfunk­ tion eines Magnetsensors, einer Brückenschaltung oder eine Abweichung des Magnetfeldgradienten hin, wie sie beispiels­ weise durch eine äußere Feldbeeinflussung gegeben sein kann. Dadurch, daß die Nullgänge der beiden Meßsignale im störungs­ freien Betrieb um 36° phasenverschoben sind, können auch Feh­ ler, die beide Magnetsensoren gleichzeitig betreffen, bei­ spielsweise eine fehlende Versorgungsspannung, erkannt wer­ den. Anstelle einer numerischen Korrektur der Kennlinien ist es auch möglich, den Magnetstab derart zu magnetisieren, daß der Zusammenhang zwischen der Sitzposition und dem zugehöri­ gen Ausgangssignal der Sensorauswerteschaltung ohne Umrech­ nung linear ist. Dies vereinfacht die Auswertung, erfordert jedoch bei der Magnetisierung erhöhten Aufwand.
Bei der Montage der Meßanordnung ist darauf zu achten, daß der Magnetstab nicht mit ferromagnetischen Werkstoffen in Wechselwirkung kommt. Da der Magnetstab ferromagnetische Werkstoffe seiner Umgebung magnetisiert, kann es dadurch zu Veränderungen der Feldgeometrie kommen. Bei Sitzen aus Stahl­ blech sollte eine Halterung aus Kunststoff oder Aluminium ei­ nen Abstand zwischen Magnet und Blech garantieren, der minde­ stens einer Querschnittsabmessung des Magnetstabs entspricht.

Claims (8)

1. Positionsbestimmungseinrichtung, enthaltend wenigstens einen Magnetsensor (10), dessen Ausgangsgröße von der Richtung eines auf ihn einwirkenden Magnetfeldes abhängt, und einen mit einem beweglichen Bauteil (16), dessen Position zu bestimmen ist, gekoppelten Maßstab (20), der relativ zu dem Magnetsensor beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Maßstab (20) einzelne Magnete ent­ hält, deren Nord- und Südpole längs des Maßstabes unter­ schiedlich ausgerichtet sind.
2. Positionsbestimmungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetsensor (10) einen von der Richtung des auf ihn einwirkenden Magnetfeldes abhän­ gigen elektrischen Widerstand aufweist.
3. Positionsbestimmungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Maßstab (20) in seiner Längsrichtung längs des Magnetsensors (10) beweglich ist.
4. Positionsbestimmungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Magnetsensoren (10) mit unterschiedlich ausgerichteten Magnetisierungen in einer Brückenschaltung zu einer Magnetsensorbaugruppe (22) zusam­ mengeschaltet sind.
5. Positionsbestimmungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß längs des Maßstabes (20) in im Vergleich zur Länge des Maßstabes kurzem Abstand zwei Mag­ netsensoren (10) angeordnet sind.
6. Verwendung der Positionsbestimmungseinrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5 in einem Kraftfahrzeug mit einem Airbag, der in Abhängigkeit von der Position eines Fahrzeug­ sitzes (16) aufgeblasen wird, zur Bestimmung der Position des Fahrzeugsitzes, wobei der Fahrzeugsitz das bewegliche Bauteil der Positionsbestimmungseinrichtung ist.
7. Verwendung der Positionsbestimmungseinrichtung nach An­ spruch 6, wobei der Maßstab (20) am Fahrzeugsitz (16) befestigt ist.
8. Verfahren zum Herstellen eines längs seiner Länge unter­ schiedlich magnetisierten Maßstabs zur Positionsbestimmung, enthaltend folgende Arbeitsschritte:
  • - Extrudieren eines Strangs (32) aus magnetisch hartem Material,
  • - Vorbeibewegen des extrudierten Strangs an einem Be­ reich zwischen Polflächen (36) eines Magneten (34),
  • - Drehen des Magneten derart, daß sich der Winkel zwi­ schen den den Strang durchschneidenden Feldlinien und dessen Längsachse ändert, und
  • - Abtrennen des Magnetstabs von dem magnetisierten Strang.
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