DE19937236C2 - Energieführungskette - Google Patents

Energieführungskette

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Energieführungskette aus beweglich verbundenen Kettengliedern zur Aufnahme von Leitungen, wobei zumindest einige Kettenglieder einen Einsatz zur Leitungsführung enthalten. Der Einsatz weist erfindungsgemäß einen an das Kettenglied anschließbaren Schaft und an dem Schaft fest angeordnete oder lösbar angeschlossene Führungselemente auf. Übereinander am Schaft angeordnete Führungselemente bilden dabei Führungen, die die Leitungen einzeln umgreifen.

Description

Die Erfindung betrifft eine Energieführungskette aus beweg­ lich verbundenen Kettengliedern zur Aufnahme von Leitungen, wobei zumindest einige Kettenglieder einen Einsatz zur Lei­ tungsführung enthalten.
Energieführungsketten verbinden einen festen Anschluss mit einem beweglichen Anschluss an einer Maschine oder derglei­ chen. Sie enthalten oft ein Bündel aus mehreren Leitungen, die in der Energieführungskette in einer parallelen Anord­ nung so geführt werden sollen, dass jederzeit ein Zugriff auf eine bestimmte Leitung möglich ist.
Es ist bekannt, den Kanalquerschnitt breiter Energiefüh­ rungsketten durch einen Einsatz zu kammern, der einen an einem Quersteg des Kettengliedes anschließbaren Stab und an dem Stab fest angeordnete oder lösbar angeschlossene Füh­ rungselemente aufweist (DE 196 48 967 A1, DE 91 09 241 U1). Im Rahmen der bekannten Maßnahmen besteht der Einsatz aus Lagenstegen, die in die Kettenglieder eingebaut werden. Die Lagenstege sind an Trennstegen gehalten, die an einem auch als Quertraverse bezeichneten Quersteg der Kettenglieder befestigbar sind. Mit der bekannten Ausführung ist eine Grobunterteilung des Kanalquerschnitts der Energieführungs­ kette möglich. Ferner sind in DE 43 07 081 A1 Führungsein­ sätze für eine Energieführungskette beschrieben, in denen die Leitungen einzeln geführt sind. Die bekannten Untertei­ lungen von Energieführungsketten sind ausreichend, wenn eine nicht zu große Zahl von Leitungen mit verhältnismäßig großem Querschnitt eingelegt wird. Enthält das Leitungsbündel Leitungen mit kleinem Leitungsquerschnitt, so ist eine ordnungsgemäße Verlegung dieser Leitungen, die stets einen Zugriff auf einzelne Leitungen ermöglicht, nicht immer gewährleistet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Ener­ gieführungskette, die zur Aufnahme mehrerer Leitungen bestimmt ist, die Führung der Leitungen so zu verbessern, dass eine parallele Ausrichtung der Leitungen gewährleistet ist und stets ein gezielter Zugriff auf jede einzelne Lei­ tung möglich ist. Insbesondere soll eine ordnungsgemäße Führung von Leitungen gewährleistet sein, die einen ver­ hältnismäßig kleinen Leitungsquerschnitt aufweisen.
Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist eine Energieführungskette aus beweglich verbundenen Kettenglie­ dern zur Aufnahme von Leitungen, wobei zumindest einige Kettenglieder mindestens einen Einsatz zur Leitungsführung enthalten, der einen an einem Quersteg des Kettengliedes anschließbaren Stab und an dem Stab fest angeordnete oder lösbar angeschlossene Führungselemente aufweist, und wobei die Führungselemente nur an dem Stab dieses Einsatzes ange­ ordnet sind und sich paarweise übereinander zu Führungen ergänzen, welche die Leitungen einzeln umgreifen und axiale Bewegungen der Leitungen zulassen.
Der Stab ist mit einer geeigneten Fußausbildung versehen und an einem Quersteg der Kettenglieder befestigbar. Die Führungselemente können einstückig an dem Stab angeformt und zum Einlegen der Leitungen deformierbar ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die Führungselemente jedoch lösbar an den Stab angeschlossen. Der Stab und die Führungsele­ mente bilden in diesem letzteren Fall Standardbauteile, aus denen an den Anwendungsfall angepasste Anordnungen zusam­ mengestellt werden können. Die Anzahl der Führungselemente sowie ihre Position entlang des Stabes können dabei von dem Anwender von Fall zu Fall festgelegt werden. Die Ausbildung zeichnet sich daher durch eine besonders große Flexibilität aus. Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lehre liegt es auch, eine Anzahl von Leitungen im Bündel in die Energieführungs­ kette einzulegen und nur eine oder wenige ausgewählte Lei­ tungen an einem erfindungsgemäß ausgebildeten Einsatz ein­ zeln zu führen. Die erfindungsgemäße Lehre hat den weiteren Vorteil, dass die erfindungsgemäßen Einsätze außerhalb der Energieführungskette mit den Leitungen bestückt und die komplett bestückten Einsätze dann in die Energieführungs­ kette eingebaut werden können. Entsprechendes gilt für den Ausbau der Einsätze. Daraus resultieren montagetechnische Vorteile.
Die Führungselemente können eine auf den Stab aufschiebbare oder seitlich aufclipsbare Anschlussausbildung und einen oder zwei an die Anschlussausbildung angeformten Arm bzw. Arme mit einer kanalförmigen Vertiefung aufweisen, wobei die Vertiefungen von übereinander angeordneten Führungsele­ menten sich zu einer leitungsumgreifenden Führung ergänzen. Vorzugsweise weisen die Führungselemente beidseits an die Anschlussausbildung angeformte Arme auf, die flügelförmig abstehen und kanalförmige Vertiefungen aufweisen. Die Ver­ tiefungen von übereinander angordneten Führungselementen ergänzen sich zu leitungsumgreifenden Führungen beidseits des Stabes. Die symmetrische Anordnung beidseits des Stabes zeichnet sich durch eine besonders gute Formstabilität aus. Die Arme der Führungselemente weisen zweckmäßig ein im Wesentlichen halbzylindrisches Profil auf.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung berühren sich die Arme der leitungsführend übereinander am Stab angeordneten Führungselemente an ihrem äußeren Ende und weisen die am Stab gehaltenen Anschlussausbildungen Form­ schlusselemente auf, die eine die Führung öffnende Bewegung der Führungselemente sperren. Die Verriegelung der Anschlussausbildungen am Stab sowie die Abstützung der Arme an ihrem außenseitigen Ende stellt sicher, dass die Führun­ gen sich auch bei starken Beanspruchungen durch die sich bewegenden Leitungen nicht öffnen und eine betriebssichere Führung der Leitungen in der Energieführungskette gewähr­ leistet ist.
Die Anschlussausbildung der Führungselemente besteht vor­ zugsweise aus einem auf seinem Umfang geschlitzten, an den Querschnitt des Stabes angepassten Ring, dessen Ringin­ nenfläche Vorsprünge oder Vertiefungen aufweist, die in Vertiefungen bzw. Vorsprünge des Stabes eingreifen und eine Bewegung des Führungselementes in beiden Stablängsrichtun­ gen sperren. Der Stab ist zweckmäßig als Flachstab ausge­ bildet, der beidseits in regelmäßigen Abständen angeordnete Vertiefungen aufweist. Die ringförmige Anschlussausbildung der Führungselemente ist an einer Schmalseite geschlitzt und weist an der Ringinnenfläche vorzugsweise keilförmige Vorsprünge auf, die an beiden Seiten in die Vertiefungen des Flachstabes eingreifen. Die Breite der Vorsprünge nimmt zu der den Schlitz enthaltenen Schmalseite zu.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlich erläutert. Es zeigen schematisch:
Fig. 1 ausschnittsweise eine Energieführungskette aus beweglich verbundenen Kettengliedern,
Fig. 2 in einer gegenüber Fig. 1 vergrößerten Darstellung eine stirnseitige Ansicht eines der Kettenglieder und
Fig. 3 und 4 in stark vergrößerter Darstellung eine Drauf­ sicht und eine Seitenansicht eines der in Fig. 2 dargestellten Führungselemente.
Die in Fig. 1 dargestellte Energieführungskette 1 besteht aus beweglich verbundenen Kettengliedern 2 und verbindet einen festen Anschluss mit einem nicht dargestellten beweg­ lichen Anschluss an einer Maschine oder dergleichen. Die Energieführungskette 1 enthält eine Mehrzahl von Leitungen 3, von denen zumindest einige an Einsätzen 4 geführt sind, die im Folgenden anhand der Fig. 2 bis 4 näher beschrieben werden.
Der Fig. 2 entnimmt man, dass die Kettenglieder 2 Einsätze 4 zur Leitungsführung enthalten, die einen an einem Quer­ steg des Kettengliedes 2 anschließbaren Stab 5 und an dem Stab lösbar angeschlossene Führungselemente 6 aufweisen. Paarweise übereinander am Stab 5 angeordnete Führungsele­ mente 6 bilden Führungen 7, die die Leitungen 3 jeweils einzeln umgreifen.
Die Führungselemente 6 weisen eine auf den Stab 5 auf­ schiebbare oder aufclipsbare Anschlussausbildung 8 und min­ destens einen an die Anschlussausbildung angeformten Arm 9 mit einer kanalförmigen, im Ausführungsbeispiel hylbzylin­ drisch ausgebildeten Vertiefung 10 auf. Die Vertiefung 10 von übereinander angeordneten Führungselementen 6 ergänzen sich zu einem leitungsumgreifenden, hier annähernd ringför­ mig geschlossenen Führung 7. Insbesondere enthält das Ket­ tenglied 2 Einsätze 4, deren Führungselemente 6 beidseits an die Anschlussausbildung 8 angeformte Arme 9 aufweisen, die flügelförmig abstehen.
Im Ausführungsbeispiel berühren sich die Arme 9 der lei­ tungsführend übereinander am Stab 5 angeordneten Führungs­ elemente 6 an ihrem äußeren Ende 11, so dass die von zwei Führungselementen gebildete Führung 7 umfangsseitig geschlossen ist. Die am Stab gehaltenen Anschlussausbildun­ gen 8 weisen Formschlusselemente 12 auf, die eine die Füh­ rung öffnende Bewegung der Führungselemente 6 sperren. Nach oben und unten gerichtete Kräfte auf die Arme 9 können die Führung 7 folglich nicht öffnen.
Einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 3 und 4 entnimmt man, dass die Anschlussausbildung 8 der Führungselemente 6 aus einem geschlitzten Ring besteht, dessen Form an den als Flachstab ausgebildeten Stab 5 angepasst ist. An der Ring­ innenfläche sind als Formschlusselemente 12 keilförmige Vorsprünge angeformt, die an beiden Seiten in zugeordnete Vertiefungen 13 des Stabes 5 eingreifen und eine Bewegung des Führungselementes 6 in beiden Stablängsrichtungen sper­ ren. Die Breite der Vorsprünge 12 nimmt zu der den Schlitz 14 enthaltenen Ringseite zu. Durch Verformung der Ringhälf­ ten ist die Anschlussausbildung 8 auf den Stab 5 aufschieb- oder aufclipsbar.

Claims (7)

1. Energieführungskette (1) aus beweglich verbundenen Ket­ tengliedern (2) zur Aufnahme von Leitungen (3), wobei zu­ mindest einige Kettenglieder (2) mindestens einen Einsatz zur Leitungsführung enthalten, der einen an einem Quersteg des Kettengliedes (2) anschließbaren Stab (5) und an dem Stab (5) fest angeordnete oder lösbar angeschlossene Füh­ rungselemente (6) aufweist, dadurch ge­ kennzeichnet, dass die Führungsele­ mente (6) nur an dem Stab (5) dieses Einsatzes angeordnet sind und sich paarweise übereinander zu Führungen (7) er­ gänzen, welche die Leitungen (3) einzeln umgreifen und axi­ ale Bewegungen der Leitungen (3) zulassen.
2. Energieführungskette nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Führungselemente (6) einstückig an den Stab (5) angeformt und deformierbar ausgebildet sind.
3. Energieführungskette nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Führungselemente (6) eine auf den Stab (5) aufschiebbare oder seitlich aufclipsbare Anschlussaus­ bildung (8) und einen oder zwei an die Anschlussausbildung (8) angeformten Arm (9) bzw. Arme (9) mit einer kanalförmi­ gen Vertiefung (10) aufweisen, wobei die Vertiefungen (10) von übereinander angeordneten Führungselementen (6) sich zu einer leitungsumgreifenden Führung (7) ergänzen.
4. Energieführungskette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (9) der Führungselemente (6) ein im Wesentlichen halbzylindrisches Profil auf­ weisen.
5. Energieführungskette nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge­ kennzeichnet, dass die Arme (9) der leitungsführend über­ einander am Stab (5) angeordneten Führungselemente (6) sich an ihrem äußeren Ende (11) berühren und dass die am Stab (5) gehaltenen Anschlussausbildungen (8) Formschlussele­ mente (12) aufweisen, die eine die Führung öffnende Bewe­ gung der Führungselemente (6) sperren.
6. Energieführungskette nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussausbildung (8) der Führungselemente (6) aus einem auf seinem Umfang ge­ schlitzten, an den Querschnitt des Stabes (5) angepassten Ring besteht, an dessen Ringinnenfläche als Formschlussele­ mente (12) Vorsprünge oder Vertiefungen aufweist, die in komplementäre Vertiefungen (13) bzw. Vorsprünge des Stabes (5) eingreifen und eine Bewegung des Führungselementes (6) in beiden Stablängsrichtungen sperren.
7. Energieführungskette nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab (5) als Flachstab ausgebildet ist, der beidseits in regelmäßigen Abständen angeordnete Vertiefungen (13) aufweist, und dass die ring­ förmige Anschlussausbildung (8) der Führungselemente (6) an einer Schmalseite geschlitzt ist sowie an der Ringinnenflä­ che keilförmige Vorsprünge (12) aufweist, die an beiden Seiten in die Vertiefungen (13) des Stabes (5) eingreifen, wobei die Breite der Vorsprünge (12) zu der den Schlitz (14) enthaltenden Schmalseite zunimmt.
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