DE19937733C2 - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Übergabe von Schüttgütern aus einem Primärgaskreislauf in einen Sekundärkreislauf - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Übergabe von Schüttgütern aus einem Primärgaskreislauf in einen SekundärkreislaufInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Übergabe von Schüttgütern von einem Primärgaskreislauf in einen Sekundärgaskreislauf, insbesondere von Granulaten aus Hochpolymeren aus einem hochreinen Stickstoffkreislauf in einen Luftstrom. Mit dem Verfahren und der Vorrichtung im Stickstoffgasstrom bzw. in einem Schutzgasstrom kann gekühltes Granulat aus Hochpolymeren aus diesem Gasstrom ausgeschleust werden, ohne diesen Schutzgas- bzw. Stickstoffgasstrom durch den nachgeschalteten Luftstrom mit Sauerstoff anzureichern. Erfindungsgemäß wird das Granulat aus Hochpolymeren kaskadenartig, kontinuierlich durch eine geeignete Kombination von 2 gasdichten Zellenradschleusen und einen zwischengeschalteten Spülbehälter aus dem Primärgasstrom ausgeschleust und in den Sekundärgasstrom eingeschleust, wobei die Schöpfgasbestandteile des Sekundärgaskreislaufes durch Primärgas ausgespült werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Ausschleusung von Schüttgütern aus einem Primärgaskreislauf
und die Einschleusung in einen Sekundärgaskreislauf, insbe
sondere zur Ausschleusung von sauerstoffempfindlichen hochpo
lymeren Granulaten aus Stickstoffkreisläufen in die freie
Atmosphäre bzw. in Luftkreisläufe. In industriellen Anlagen
zur Herstellung von hochpolymeren Granulaten kann dieses
Granulat Temperaturen von bis zu ca. 200°C ausgesetzt sein.
In Temperaturbereichen von 200°C bis 60°C ist Granulat aus
Hochpolymeren besonders sauerstoffempfindlich, und es muss
deshalb bei solchen Guttemperaturen in einer Reinstickstoff
atmosphäre gehandhabt werden.
Nach der Abkühlung des Granulates auf ca. +20°C bis +60°C
muss das Granulat aus dieser Reinstickstoffatmosphäre so
ausgeschleust werden, dass der Sauerstoff der
umgebenden Luft bzw. eines nachgeschalteten Prozessstromes
nicht in den Primärgaskreislauf eindringen kann.
Bekannt ist, Schüttgüter mittels Zellenradschleusen aus
Gasströmen auszuschleusen bzw. zu dosieren. So ist in
EP 899 223 A1 eine solche Zellenradschleuse beschrieben.
Selbst bei der Verwendung einer im Durchgang gasdichten
Zellenradschleuse gelangt aber über die Leerzellen des Zel
lenrades Schöpfgas aus dem Sekundärgasbereich entgegen der
Förderrichtung des Schüttgutes in den Eingangsbereich der
Zellenradschleuse und somit in den Primärgasbereich. Das
Schöpfgas beeinträchtigt die Qualität des Produktes. Aus EP 396 013
ist eine Vorrichtung zum Verhindern des Eindringens
von Fremdgasen durch die Beschickungsöffnung eines inerti
sierten Reaktionsbehälters bekannt. Hierbei handelt es sich
jedoch um keine Ausschleusung, wie sie im Falle eines konti
nuierlichen Betriebes erforderlich ist. Auch die in EP 586 728 B1
beschriebene Zellenradschleuse ist ungeeignet, da bei
bestimmten Stellungen des Rotors ein Durchgang von oben nach
unten und somit keine ausreichende Sicherheit vor dem Ein
dringen von oxidativen Gasen gegeben ist. Es ist auch aus
DE 35 44 915 und DE 25 07 550 bekannt, zur Ausschleusung von
Schüttgütern aus Gasströmen mittels Zellenradschleusen den
Primärgasstrom im Überdruckbereich zu betreiben, um so das
Eindringen von Sekundärgas in den Primärgasstrom zu verhin
dern. Durch die Überdruckfahrweise des Primärgasstromes wird
jedoch nur erreicht, dass Undichtigkeiten der verwendeten
Zellenradschleuse nicht zum Überströmen von Sekundärgas in
den Primärgasstrom führen. Die Schöpfgasanteile können jedoch
damit nicht vermieden werden.
Bei der Verwendung von Behälter- bzw. Kammerschleusen ist es
möglich, durch den Parallelbetrieb von zwei Kammern bzw. zwei
Behältern eine quasikontinuierliche Ausschleusung von Schütt
gütern aus Gasströmen zu erreichen und dabei die jeweilige
Leerkammer intensiv mit Primärgas so zu bespülen, so dass das
beim Entleerungsvorgang des geleerten Behälters eingeschlepp
te Sekundärgas ausgespült werden kann. Diese Methode des
Ausschleusens von Schüttgütern aus Gasströmen ist apparativ
und steuerungstechnisch sehr aufwendig und erfordert deshalb
nicht nur hohe Anschaffungskosten, sondern auch einen relativ
hohen Platzbedarf und ist mit einem sehr hohen Anteil an
Primärgasverbrauch als Spülgas verbunden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung für die kontinuierliche Übergabe von
Schüttgütern aus einem Primärgaskreislauf in einen Sekundär
kreislauf zu schaffen, ohne das dabei das Schüttgut in einem
inerten Medium oxidative Schädigungen nehmen kann. Die Aus
führungsweise soll in einfacher und vorteilhaft konstruktiver
Weise die Ausschleusung von Schüttgütern aus einem Primärgasstrom
bei gleichzeitiger Einschleusung dieses Schüttgutes in
einen Sekundärgasstrom ermöglichen, ohne dass der Primärgas
strom durch den Sekundärgasstrom beeinflusst wird.
Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1 und 10
angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte verfahrenstechni
sche Lösungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
genannt.
Erfindungsgemäß wird das Schüttgut über eine Schleusenkaskade
(Fig. 1), kombiniert mit einem Schöpfgasspülsystem (Fig. 1),
welches im Bypass zur Schleusenkaskade angeordnet ist, aus
dem Primärgasnetz in einen Sekundärgasstrom gebracht, nachdem
das temperierte, warme Schüttgut in Kühlern bekannter Bauart
im Kaltgas- bzw. Primärgasstrom soweit abgekühlt wurde, dass
dieses Schüttgut unempfindlich gegenüber einem nachgeschalte
ten Sekundärgasstrom geworden ist. Beispielsweise können
Polyamide aus Hochpolymeren nach Kondensationsprozessen
Temperaturen bis zu +200°C aufweisen und werden in diesem
Zustand z. B. durch den Sauerstoff der Luft sehr stark oxida
tiv geschädigt. Deshalb darf in solche Kaltgas- bzw.
Primärgasströme kein Sauerstoff z. B. durch Ausschleusungs
vorgänge des abgekühlten Granulates auch nur in Spuren einge
schleppt werden. Um dies zu verhindern, wird das
Granulat erfindungsgemäß zunächst einer gasdichten Primär-
Zellenradschleuse (4) zugeführt, die als erste Stufe einer
Schleusenkaskade das Schüttgut an einen Zwischenbehälter (11)
abgibt. Von diesem Zwischenbehälter wird das Schüttgut direkt
weitergeleitet an eine nachgeschaltete, gasdichte Sekundär
zellenradschleuse (12), die das Schüttgut in den Sekundärgas
strom (13) einschleust. Dadurch bedingt, dass die Drehzahl
der Sekundärzellenradschleuse (12) geringfügig höher ist als
die der Primärzellenradschleuse (4), kommt es zu keiner
Verweilzeit des Schüttgutes im Zwischenbehälter (11), der in
erster Linie dazu dient, dass durch ein Bypass-
Schöpfgasspülsystem der Zwischenraum zwischen den Primär- und
den Sekundärzellenradschleusen intensiv mit Primärgas gespült
werden kann, ohne dass dieses Spülgas entgegen der Bewegungs
richtung des Schüttgutes in den Primärkreislauf gelangen
kann. Mit dem im Bypass zur Schleusenkaskade angeordneten
Schöpfgasspülsystem werden zunächst die Leerkammern (15) der
Primärzellenradschleuse direkt mit Primärgas gespült. Da es
sich bei diesem Spülvorgang innerhalb der Gesamtkaskade
bereits um den dritten Spülvorgang mit relativ großen Gasmen
gen in den verhältnismäßig kleinen Spülräumen der Kammern der
Primärzellenradschleuse handelt, werden letzte Restschöpfgas
mengen durch diese intensive Bespülung aus den Kammern der
Primärzellenradschleuse herausgespült. Das mit den Rest
schöpfgasmengen angereicherte Primärgas wird mit einer Spül
gaspumpe (9) dem eigentlichen Spül- bzw. Zwischenbehälter
(11) von unten zugeführt. Eine nachgeschaltete zweite Spül
gaspumpe (9), die das Spülgas über den oberen Bereich des
Spülbehälters absaugt, sorgt dafür, dass gegen die Fallrich
tung des Schüttgutes der Zwischenbehälter mit dem Spülgas
intensiv durchspült wird, so dass Schöpfgasmengen, die über
die Leerkammern (15) der Sekundärzellenradschleuse (12) in
den Spül- bzw. Zwischenbehälter (11) eingetragen wurden,
maximal herausgespült werden. Mit dem abgesaugten Spülgas
erfolgt eine Spülung der Leerkammern (15) der Sekundärzellen
radschleuse, bevor das Spülgas als Abgas (14) das Spülsystem
verlässt und gegebenenfalls einer zentralen Aspirarationsan
lage zugeführt wird.
Im Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Vor
richtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens die
Ausschleusung von Schüttgütern aus einem Primärgaskreislauf
in einen Sekundärgaskreislauf nachfolgend näher erläutert.
Die Zeichnung Fig. 1 zeigt die Ausführungsform einer Anlage
zur Durchführung des Verfahrens.
In der Zeichnung Fig. 2 ist als Schnittdarstellung die
erfindungsgemäße Kammerbespülung der Zellenradschleusen
dargestellt.
Das abgekühlte Schüttgut (hier Polyamid 6- Granulat) wird
zunächst über ein Fallrohr (3) einer gasdichten Primärzellen
radschleuse (4) zugeführt. Die Leerzellen dieser Primärzel
lenradschleuse (4) werden über eine Primärgasleitung (5), die
an das Primärgasnetz (1) angeschlossen ist, und einen Primär
gasstutzen (6) intensiv mit Primärgas gespült, so dass die
letzten Schöpfgasanteile der Leerzellen aus der Primärzellen
radschleuse herausgespült werden. Dabei wird das Primärgas
durch eine Spülgaspumpe (9) über die Spülgasleitung (8)
direkt aus dem Primärgasnetz (1) entnommen, so dass in der zu
spülenden Leerzelle der Primärgasschleuse (4) ein geringer
Unterdruck entsteht, der verhindert, dass Primärspülgas mit
eventuellen Schöpfgasresten in das Fallrohr (3) und von da in
den Primärgasstrom (2) gelangen können. Das Schüttgut gelangt
von der Primärzellenradschleuse (4) in den Zwischenbehälter
(11), während das Primärspülgas, angereichert mit den letzten
Schöpfgasresten, über den Schüttgutabscheider (7), die Spül
gasleitung (8) und die Spülgaspumpe (9) von unten in den
Zwischenbehälter (11) gepumpt wird.
Zum Schutz der Spülgaspumpe (9) ist am Eintritt in den Zwi
schenbehälter (11) ein Schüttgutsieb (10) angebracht. Im
Zwischenbehälter (11), der gegen Über- und Unterdruck gesi
chert ist, wird das Schüttgut ein zweites Mal mit dem Spülgas
im Gegenstrom durchspült, so dass Schöpfgasreste, die aus der
Sekundärzellenradschleuse (12) kommen, aus dem Schüttgut
weitestgehend ausgespült werden.
Das Spülgas verlässt den Zwischenbehälter (11) über ein
Schutzsieb (10) bzw. wird von einer zweiten Spülgaspumpe (9)
aus dem Zwischenbehälter (11) abgesaugt und direkt über einen
Spülgasstutzen (6) der Sekundärzellenradschleuse (12) zuge
führt. Die Spülung der Leerzellen der Sekundärzellenradschleuse
(12) erfolgt in gleicher Weise wie die Spülung der
Leerzellen der Primärschleuse (4). Das Schüttgut wird aus dem
Zwischenbehälter (11) mittels der gasdichten Sekundärzellen
radschleuse (12) ausgeschleust und in den Sekundärgasstrom
(13) eingeschleust.
Das dreifach verwendete Spülgas verlässt den Spülgasstutzen
(6) der Sekundärzellenradschleuse (12) und wird über die
Abgasleitung (14) einem zentralen Aspirationssystem zugeführt
Das Schöpfgasspülsystem arbeitet dabei innerhalb der Kaska
denschleuse mit gegenläufigem Gaskonzentrationsgefälle. In
der dritten Verdünnungsstufe des Schöpfgases wird in der
Primärschleuse (14) als Spülgas Primärgas in reinster Kon
zentration verwendet.
In der zweiten Spülstufe wird das Spülgas im Zwischenbehälter
(11) weiter mit Schöpfgas aufkonzentriert und wird mit dieser
Konzentration als Spülgas zur Spülung der Leerzellen der
Sekundärschleuse (12) verwendet.
Durch diese Mehrfachnutzung des Spülgases gegen das Konzent
rationsgefälle des Schöpfgases ist es möglich, mit minimalen
Spülgasmengen von kleiner 20 Nm3 bezogen auf 1000 kg Schütt
gut pro Stunde einen maximalen Spüleffekt zu erreichen. Diese
Tatsache wird dadurch noch verstärkt, dass die Zellenspülung
sowohl der Primärzellenradschleuse (4) als auch der Sekundär
zellenradschleuse (12) gemäß Fig. 2 erfindungsgemäß wie
folgt durchgeführt wird:
Das Schüttgut gelangt durch freies Gefälle in die Zellen der Schleuse und von da über die gefüllten Zellen in den Schütt gutabgabestutzen (17). Die geleerten Zellen nehmen aufgrund des Verdrängungsprinzips Teile des Sekundärgasstromes auf und transportieren diese als sogenanntes Schöpfgas in den Schleu seneingangsbereich, von wo aus es, ebenfalls durch Volumen verdrängung, in den Bereich der Schüttgutzuführung gelangen würde. Um dies zu verhindern, wird erfindungsgemäß das Schöpfgas unmittelbar vor dem Austritt in den Schüttgutzuführungsbereich durch Spülgas aus der letzten Leerzelle verdrängt, und zwar dergestalt, dass über die Spülgaspumpe (9), ein Schüttgutabscheider (7) und die Spülgasleitung (8) das Schöpfgas aus der letzten Leerkammer(15) abgesaugt bzw. durch das nachströmende Spülgas (5) verdrängt wird. Dabei muss der Primär- bzw. Spülgasstutzen (6) so nah wie möglich an die Leerkammer (15) herangeführt werden, damit eine Kurz schlussströmung vom Spülgasstutzen (6) zur Spülgasleitung (7) vermieden wird.
Das Schüttgut gelangt durch freies Gefälle in die Zellen der Schleuse und von da über die gefüllten Zellen in den Schütt gutabgabestutzen (17). Die geleerten Zellen nehmen aufgrund des Verdrängungsprinzips Teile des Sekundärgasstromes auf und transportieren diese als sogenanntes Schöpfgas in den Schleu seneingangsbereich, von wo aus es, ebenfalls durch Volumen verdrängung, in den Bereich der Schüttgutzuführung gelangen würde. Um dies zu verhindern, wird erfindungsgemäß das Schöpfgas unmittelbar vor dem Austritt in den Schüttgutzuführungsbereich durch Spülgas aus der letzten Leerzelle verdrängt, und zwar dergestalt, dass über die Spülgaspumpe (9), ein Schüttgutabscheider (7) und die Spülgasleitung (8) das Schöpfgas aus der letzten Leerkammer(15) abgesaugt bzw. durch das nachströmende Spülgas (5) verdrängt wird. Dabei muss der Primär- bzw. Spülgasstutzen (6) so nah wie möglich an die Leerkammer (15) herangeführt werden, damit eine Kurz schlussströmung vom Spülgasstutzen (6) zur Spülgasleitung (7) vermieden wird.
Legende zu
Fig.
1
und
Fig.
2
Fig.
1
Schleusenkaskade mit Schöpfgasspülsystem
Fig.
2
Schnitt Kammerspülung Primärgazellenradschleuse
1
Primärgasnetz
2
Primärgasstrom
3
Fallrohr
4
Primärzellenradschleuse
5
Primärgasleitung
6
Primärgasstutzen/Spülgasstutzen
7
Schüttgutabscheider
8
Spülgasleitung
9
Spülgaspumpe
10
Schüttgutsieb
11
Zwischenbehälter
12
Sekundärzellenradschleuse
13
Sekundärgasstrom
14
Abgasleitung zur Zentralaspirationsanlage
15
Leerkammer Primär- und Sekundärzellenradschleuse
16
Schüttgutzugabestutzen Primärzellenradschleuse
17
Schüttgutabgabestutzen Primärzellenradschleuse
18
Schüttgutzugabestutzen Sekundärzellenradschleuse
19
Schüttgutabgabestutzen Sekundärzellenradschleuse
Claims (12)
1. Verfahren zum Ausschleusen von Schüttgütern aus Gasströ
men, insbesondere aus Primär- und/oder Schutzgasströmen,
insbesondere bei der Polymergranulatherstellung und/oder
Polymergranulatnachbehandlung, dadurch gekennzeichnet, dass
das Schüttgut, in eine Schleusenkaskade, kombiniert mit
einem Schöpfgasspülsystem, eingeleitet wird, wobei das
Schüttgut zunächst durch eine gasdichte Primärzellenrad
schleuse (4) vom Primär- und/oder Schutzgasstrom getrennt, einem
Zwischen- und/oder Spülbehälter (11) zugeführt wird, von dort in
eine weitere gasdichte Sekundärzellenradschleuse (12) gelei
tet wird, die das Schüttgut an einen nachgeschalteten Sekun
därgasstrom (13) abgibt, wobei entgegen der Bewegungsrichtung
des Schüttgutes das Schöpfgas der Zellenradschleusen (4, 12)
durch Primärgas mehrfach ausgespült wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Schüttgut einen Zwischen- und/oder Spülbehälter (11)
durchläuft und in diesem Zwischen- und/oder Spülbehälter (11)
das Schüttgut intensiv im Gegenstrom mit Spülgas umspült wird
und Schöpfgasanteile der Sekundärzellenradschleuse (12)
ausgespült werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Spül- und/oder Zwischenbehälter (11) zwischen zwei
gasdichten Zellenradschleusen (4, 12) angeordnet ist, und der
Spülgasstrom im Spül- und/oder Zwischenbehälter (11) im
Gegenstrom zum fallenden Schüttgut geführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Spülgasstrom durch Spülgaspumpen (9) erzeugt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Spülabschnitt eine
Spülgaspumpe (9) vorgesehen ist und jeder Spülabschnitt in
gleicher Weise und mit gleicher Intensität gespült wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass parallel zur Bespülung des Spül- und/oder Zwischenbehäl
ters (11) die Leerkammern (15) der Primär- und der
Sekundärzellenradschleuse (4, 12) gespült werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet,
dass als Spülgas Primärgas, bestehend aus inerten Schutzgas,
verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet,
dass das Primärgas mehrfach als Spülgas benutzt wird, und
zwar zunächst zur Leerkammerspülung der Primärzellenrad
schleuse (4), danach zur Zwischenbehälterspülung (11) und in
einer dritten Spülphase zur Leerkammerspülung der Sekundär
zellenradschleuse (12).
9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Primärzellenradschleuse (4) mit einer höheren Dreh
zahl betrieben wird als die Sekundärzellenradschleuse (12).
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schleusenkaskade, kombi
niert mit einem Schöpfgassystem, bestehend aus einer gasdich
ten Primärzellenradschleuse (4), deren Leerkammern (15) an
ein Primärgasspülsystem angeschlossen sind, einem Zwischenbe
hälter (11), der im unteren Bereich einen Anschluss für die
Ableitung des Spülgases besitzt und einer nachgeordneten,
gasdichten Sekundärzellenradschleuse (12), deren Leerkammern
(15) ebenfalls an das Spülgassystem angeschlossen sind,
angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10
dadurch gekennzeichnet, dass die Primärzellenradschleuse (4)
und die Sekundärzellenradschleuse (12) baugleich sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10
dadurch gekennzeichnet, dass die Spülgasleitung (6) in der
Art ausgeführt ist, dass die Leerkammerspülung der Zellenrad
schleusen (4, 12) bis unmittelbar an den Kammerbereich der
Zellenräder herangeführt wird.
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| DE19937733A1 (de) | 2001-02-22 |
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