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Die
Erfindung betrifft ein Bearbeitungswerkzeug, wie eine Kreissäge mit einem
einstellbaren Anschlag zum Positionieren eines zu bearbeitenden Werkstückes entsprechend
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Eine
bekannte Tischsäge
mit einem einstellbaren Anschlag ist in den 8 und 9 ausschnittsweise
dargestellt. Wie in diesen Figuren gezeigt, ist auf der Oberseite
eines Tisches 101 ein Anschlag 122 angeordnet,
der eine flache Platte 123 und eine aufrechte Führungsplatte 126 besitzt,
die eine vertikale Bezugsfläche 125 zum
Positionieren des Werkstückes
definiert. Die flache Platte 123 weist ein Einsetzloch 128 auf,
das in 9 im rechten Seitenabschnitt ausgebildet ist.
In der flachen Platte 123 ist ein Führungsschlitz 130 ausgebildet, der
eine bogenförmige
Gestalt aufweist. Ein erster Bolzen 145 ist in das Einsetzloch 128 eingefügt und steht
mit einem ersten Gewindeloch 147, das im Tisch 101 ausgebildet
ist, im Eingriff, so daß der
Anschlag 122 sich um den ersten Bolzen 145 drehen kann.
Ein zweiter Bolzen 151 ist in den Führungsschlitz 130 eingefügt und steht
mit einem zweiten Gewindeloch 161, das im Tisch 101 ausgebildet
ist, im Eingriff, so daß der
Anschlag durch Anziehen des ersten Bolzens 151 in seiner
Position relativ zum Tisch 101 fixiert bzw. festgelegt
werden kann.
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Um
die Drehposition des Anschlages 122 zu ändern, um einen "Gehrungsschnitt" auszuführen, wird
der zweite Bolzen 151 unter Verwendung eines Werkzeuges
gelöst
und der Anschlag 122 um den ersten Bolzen 145 gedreht.
Der zweite Bolzen 151 führt
den Anschlag 122 bei seiner Positionierung längs des
Führungsschlitzes 130.
Wenn die gewünschte
Drehposition erreicht ist, wird der zweite Bolzen 151 in
der gewünschten
Drehposition angezogen, um den Anschlag 122 zu fixieren.
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Um
die Position des Anschlages der bekannten Tischvorrichtung zu verändern, ist
jedoch ein spezielles Werkzeug, wie ein Steckschlüssel, erforderlich.
Außerdem
muß die
Bedienungsperson das Werkzeug auf den Bolzen aufsetzen und wieder
von diesem entfernen. Deshalb macht die bekannte Tischvorrichtung
einen aufwendigen Arbeitsvorgang zum Ändern bzw. Einstellen der Position
des Anschlages erforderlich.
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Die
DE 42 31 110 A1 offenbart
die Merkmale des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
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Die
DE 195 08 044 C2 offenbart
eine Gärungskappsäge, die
eine Grundplatte, einen Drehtisch und einen Schneidniechanismus
aufweist. Auf dem Drehtisch ist ein Anschlag fest montiert, wobei der
Drehtisch relativ zu der Grundplatte drehbar ist.
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Die
US 3,672,251 offenbart eine Kreissäge, bei der ein fest auf einem
Tisch angebrachter Anschlag relativ zu einer Basisplatte drehbar
ist.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein verbessertes Bearbeitungswerkzeug, wie
eine Tischsäge,
verfügbar
zu machen, bei dem ohne großen
Kraftaufwand ein relativ zu dem Tisch einstellbarer Anschlag mit
relativ geringem Kraftaufwand fixiert und freigegeben werden kann.
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Die
Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen beschrieben.
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Das
Bearbeitungswerkzeug besitzt einen Tisch, einen auf dem Tisch angeordneten
einstellbaren Anschlag, eine Fixier- bzw. Spannvorrichtung zum Festlegen
der Position des einstellbaren Anschlages und einen mit der Fixiervorrichtung
gekoppelten Hebel zum Drehen der Fixiervorrichtung aus einer Spannposition
in eine Freigabeposition.
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Wenn
der Hebel in die Freigabeposition bewegt wird, kann sich der einstellbare
Anschlag frei relativ zum Tisch bewegen, um erneut positioniert
zu werden. Wenn der Hebel in die Spannposition bewegt wird, wird
der einstellbare Anschlag in seiner Position relativ zum Tisch festgelegt.
Bei einer derartigen Ausgestaltung ist kein zusätzliches Werkzeug zum Ändern der
Position des Anschlages relativ zum Tisch erforderlich, so daß der Anschlageinstellvorgang
vereinfacht wird. Der Hebel ist vorzugsweise unterhalb des Tisches
angeordnet, so daß der
Raum unterhalb des Tisches ausgenutzt werden kann.
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Weitere
Einzelheiten der Erfindung sind der nun folgenden Beschreibung in
Verbindung mit den Zeichnungen und den Ansprüchen zu entnehmen.
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Es
zeigen
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1 die
linke Seitenansicht einer Tischsäge
mit einem verbesserten einstellbaren Anschlag;
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2 eine
Draufsicht der Tischsäge;
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3 teilweise
im Schnitt die Bodenansicht der Tischsäge;
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4 die
Schnittansicht längs
der Linie IV-IV von 1;
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5 die
Schnittansicht längs
der Linie V-V von 4;
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6 die
Schnittansicht längs
der Linie VI-VI von 4;
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7 die
Schnittansicht längs
der Linie VII-VII von 4;
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8 die
Draufsicht eines bekannten einstellbaren Anschlages; und
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9 die
Schnittansicht längs
der Linie IX-IX von 8.
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Die
Erfindung betrifft Bearbeitungswerkzeuge mit einstellbaren Anschlägen, bei
denen der Anschlag ohne zusätzliches
Werkzeug relativ zu einem Tisch einstellbar ist. Vorzugsweise werden
einstellbare Anschläge
bei Schneidwerkzeugen, wie einer Tischsäge, verwendet; derartige einstellbare
Anschläge
können
jedoch bei einer Vielzahl von Bearbeitungswerkzeugen eingesetzt
werden. Die hier vorgestellten einstellbaren Anschläge sind
bequemer zu benutzen als die bekannten einstellbaren Anschläge, die
ein Werkzeug zum Lösen
und Festspannen einer Feststellvorrichtung benötigen. Derartige Bearbeitungswerkzeuge
können
einen Tisch enthalten, einen auf dem Tisch angeordneten einstellbaren
Anschlag, eine Spannvorrichtung zum Festlegen des einstellbaren
Anschlages in seiner gewünschten
Position und eine Vorrichtung zum Betätigen der Spannvorrichtung.
Die Vorrichtung zum Betätigen
der Spannvorrichtung ist vorzugsweise ein Hebel, der von Hand betätigbar ist,
obwohl auch andere manuell betätigbare
Spannvorrichtungen einsetzbar sind. Die Spannvorrichtung kann betätigt werden,
um den Anschlag in seiner gewünschten
Position festzulegen, oder eine Bewegung des Anschlages relativ
zum Tisch zu gestatten, durch Betätigen der Vorrichtung zum Betätigen der
Spannvorrichtung.
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Erfindungsgemäß ist die
Vorrichtung zum Betätigen
der Spannvorrichtung unterhalb des Tisches angeordnet, so daß der Raum
unterhalb des Tisches ausgenutzt werden kann.
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Die
Vorrichtung zum Betätigen
der Spannvorrichtung, wie ein Hebel, ist vorzugsweise drehbar zwischen
einer Spannposition zum Festlegen der Position des einstellbaren
Anschlags und einer Freigabeposition zum Ermöglichen einer Bewegung des einstellbaren
Anschlages.
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Bei
einer Ausführungsform
enthält
die Spannvorrichtung ein erstes Gewindeteil und ein zweites Gewindeteil,
das mit dem ersten Gewindeteil im Eingriff steht. Das erste Gewindeteil
kann in einer Position relativ zum Tisch festgelegt sein. Das zweite Gewindeteil
kann mit der Vorrichtung zum Betätigen der
Spannvorrichtung verbunden sein. Vorzugsweise ist das zweite Gewindeteil
mittels der Betätigungsvorrichtung
für die
Spannvorrichtung drehbar zwischen einer Spannposition und einer
Freigabeposition. Zum Beispiel ist in der Spannposition das zweite Gewindeteil
angezogen, um den einstellbaren Anschlag in seiner Position festzulegen.
In der Freigabeposition ist das zweite Gewindeteil gelöst, um eine freie
Bewegung des einstellbaren Anschlages zuzulassen.
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Vorzugsweise
ist das erste Gewindeteil eine Schraube, die sich durch den Anschlag
und den Tisch erstreckt und einen Kopf aufweist, der mit der Oberseite
des Anschlages im Eingriff steht. Das zweite Gewindeteil kann eine
Mutter sein, die mit dem ersten Gewindeteil im Eingriff steht und
unterhalb des Tisches angeordnet ist und die eine obere Stirnfläche aufweist,
die mit der Unterseite des Tisches in Verbindung steht.
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Falls
als Betätigungsvorrichtung
für die Spannvorrichtung
ein Hebel benutzt wird, kann der Hebel auch eine Vorrichtung zum Ändern der
Erstreckungslänge
des Hebels aufweisen. Die Vorrichtung zum Ändern der Erstreckungslänge kann
es dem Hebel ermöglichen,
in seiner Position relativ zur Kante des Tisches so eingestellt
zu werden, daß der
Hebel um die Spannvorrichtung drehbar ist und unter den Tisch geschoben
und hier gelagert werden kann, wenn er nicht benutzt wird. Ein Halter
kann vorgesehen sein, um die Längenänderungsfunktionen
auszuführen
und dieser Halter kann ein Paar im Abstand voneinander gegenüberliegender
Wände aufweisen, von
denen jede ein Befestigungsloch enthält; das gebildet ist zum Stützen des
Hebels und es dem Hebel erlaubt, sich axial gegenüber dem
Halter zu verschieben.
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Vorzugsweise
ist der Hebel unterhalb des Tisches angeordnet und enthält einen
Griff, der an dem dem Halter gegenüberliegenden Ende des Hebels angeordnet
ist. Der Griff kann mit einer Hand erfaßt werden, um die Spannvorrichtung
zu betätigen.
Der Tisch kann außerdem
wenigstens eine Seitenwand aufweisen, in der eine Öffnung ausgebildet
ist. Vorzugsweise erstreckt sich das Ende des Hebels mit dem Griff
durch die Öffnung
von der Wand nach außen.
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Die
Seitenwand kann einen ersten ausgesparten Wandabschnitt enthalten,
der einen ersten äußeren Ausschnitt
mit einem ersten Boden umfaßt. Vorzugsweise
erstreckt sich der Hebel durch den Schlitz und hinter den ersten
ausgesparten Wandabschnitt, wenn sich der Hebel in der Spannposition
befindet, so daß das
Griffende des Hebels derart positioniert ist, daß eine maximale effektive Länge, die
sich aus dem ersten äußeren Ausschnitt
erstreckt, verfügbar
ist. Die Seitenwand kann ferner einen zweiten nach innen ausgesparten Wandabschnitt
umfassen, der kontinuierlich mit dem ersten ausgesparten Wandabschnitt
ausgebildet ist, und einen zweiten äußeren Ausschnitt mit einem zweiten
Boden enthält.
Vorzugsweise erstreckt sich das Griffende durch die Öffnung und
hinter den zweiten nach innen ausgesparten Wandabschnitt, wenn sich
der Hebel in der Freigabeposition befindet. Ist der Hebel in der
Freigabeposition, dann kann er vorzugsweise in Axialrichtung zwischen
einer Lagerposition und einer ausgezogenen Position mittels des Halters
bewegt werden. In der Lagerposition kann das Griffende innerhalb
des zweiten äußeren Ausschnittes
positioniert sein. In der ausgezogenen Positionen kann das Griffende
außerhalb
des zweiten äußeren Ausschnittes
positioniert sein.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
kann zwischen dem Hebel und dem Halter eine Widerstandsvorrichtung
vorgesehen sein, die einen geeigneten Widerstand verursacht, um
eine Axialbewegung des Hebels zu verhindern, wenn sich dieser in der Lagerposition
befindet. Vorzugsweise ist die Widerstandsvorrichtung aus einem
federnden Material hergestellt, wie Gummi, und ist am Halter so
befestigt, daß er
die Seitenfläche
des Hebels berührt.
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Ein
repräsentatives
Bearbeitungswerkzeug 1 ist in den 1–7 dargestellt,
das bei dieser Ausführungsform
eine Tischsäge
ist, mit einem Tisch 10, der in der Draufsicht im wesentlichen
rechteckförmig
ausgebildet ist. Ein Tragarm 2 für die Sägeeinheit ist am hinteren Ende
(linkes Ende von 1) des Tisches 10 befestigt.
Eine Sägeeinheit 5 ist
am oberen Ende des Tragarms 2 so befestigt, daß sie mittels
einer Drehachse 3 senkrecht verschwenkt werden kann. An
der Sägeeinheit 5 ist
ein Motor 6 befestigt, der eine Motorwelle aufweist, auf
welcher ein Kreissägeblatt
(spannabhebendes Schneidwerkzeug) 8 mittels einer Spannvorrichtung
(nicht dargestellt) abnehmbar befestigt ist. Ein Handgriff 13 ist
auf einem Motorgehäuse 11 angebracht,
der einen Schalter 12 zum Ein- und Ausschalten des Motors 6 besitzt.
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Ein
Blattgehäuse 15 ist
am Motorgehäuse 11 angebracht
und dient dazu im wesentlichen die obere Hälfte des Sägeblatts 8 zu bedecken.
Eine im wesentlichen bogenförmig
ausgebildete Sicherheitsabdeckung 16 ist am Blattgehäuse 15 angebracht
und um die gleiche Achse wie die Motorwelle drehbar, um im wesentlichen
die untere Hälfte
des Sägeblatts 8 abzudecken
oder freizugeben. Ein Federtragarm 17 ist am Tisch 10 in
einer Position vor- und benachbart des Tragarms 2 befestigt.
Zwischen dem Federtragarm 17 und einem Federsitz 18 der
an der Sägeeinheit 5 angebracht
ist, ist eine Feder 20 eingesetzt, so daß die Sägeeinheit 5 normalerweise
nach oben vorgespannt ist.
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Um
ein auf den Tisch 10 aufgelegtes Werkstück (nicht dargestellt) zu schneiden,
startet die Bedienungsperson den Motor 6 durch Betätigen des Schalters 12,
um das Sägeblatt 8 zu
drehen und drückt
unter Verwendung des Handgriffes 13 die Sägeeinheit 5 entgegen
der Vorspannkraft der Feder 20 nach unten. Abhängig von
der Abwärtsbewegung
der Sägeeinheit 5 dreht
sich die Sicherheitsabdeckung 16, um das Sägeblatt 8 freizugeben.
Im Ergebnis kann das Sägeblatt 8 das
Werkstück
schneiden.
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Wie
in den 1, 2 und 4 dargestellt
ist, ist auf dem Tisch 10 vor und benachbart zum Federtragarm 17 ein
einstellbarer Anschlag 22 angeordnet. Der Anschlag 22 enthält eine
Befestigungsplatte 23, eine Werkstückanschlagplatte 26 sowie eine
rechte und eine linke Endplatte 27. Die Befestigungsplatte 23 steht
mit der Oberseite des Tisches im Flächenkontakt. Die Anschlagplatte 26 ist
am vorderen Ende der Befestigungsplatte 23 angeordnet und
erstreckt sich von der Befestigungsplatte 23 senkrecht
nach oben, wodurch eine Bezugsfläche 26 zum
Anlegen des Werkstückes
definiert wird. Die rechte und die linke Endplatte 27 sind
am rechten und am linken Ende der Befestigungsplatte angeordnet
und erstrecken sich senkrecht von der Befestigungsplatte 23 nach
oben, so daß jede
der Endplatten 27 die Anschlagplatte 26 rechtwinklig
schneidet.
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Wie
in 4 dargestellt, ist im rechten Endabschnitt der
Befestigungsplatte 23 ein Stifteinsetzloch 28 gebildet.
Ein im wesentlichen bogenförmiger Führungsschlitz 30 ist
oberhalb des Stifteinsetzloches 28 in der Befestigungsplatte 23 ausgebildet. Wie
in 2 dargestellt, erstreckt sich der hintere Teil
(obere Teil von 2) des Führungsschlitzes 30 in
einen hinteren Vorsprung 31 der auf der Rückseite der
Befestigungsplatte 23 ausgebildet ist. Ein Zeiger 32 ist
am linken Basisteil des hinteren Vorsprungs 31 befestigt.
Eine (nicht dargestellte) Skala ist an der Oberfläche des
Tisches 10 markiert, so daß der Zeiger 32 den
Drehwinkel des Anschlages 22 angibt.
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Wie
in den 3 und 4 dargestellt ist, enthält der Tisch 10 eine
horizontale Platte 35, die eine Arbeitsfläche 35 bildet,
und vier Seitenwände 36.
Die horizontale Platte 35 besitzt eine Oberseite, die die
Tischfläche
definiert. Die Seitenwände 36 erstrecken
sich von der vorderen, hinteren, rechten und linken Seitenkante
der horizontalen Platte 35 vertikal nach unten.
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Wie
in 3 dargestellt ist, ist in der horizontalen Platte 35 an
der rechten Seite ein Sägeblatteintauchschlitz 37 ausgebildet,
der sich nach vorne und hinten erstreckt. Ein im wesentlichen zylindrischer Stiftaufnahmeausschnitt 38 ist
in der horizontalen Platte 35 links von und benachbart
zum vorderen Abschnitt des Eintauchschlitzes 37 ausgebildet.
Eine Bolzenaufnahmeaussparung 40 ist links des Stiftaufnahmeausschnittes 38 ausgebildet.
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Wie
in den 1 und 2 dargestellt, enthält die linke
hintere Hälfte
der Seitenwand 36 einen schmalen ausgesparten Wandabschnitt 41 mit
einem Boden und die linke vordere Hälfte der Seitenwand 36 einen
tiefen ausgesparten Wandabschnitt 42 mit einem Boden. Die
ausgesparten Wandabschnitte 41 und 42 sind mit
den nicht ausgesparten Wandabschnitten am vorderen und hinteren
Ende der linken Seitenwand 36 kontinuierlich übergehend ausgebildet.
Ein horizontaler Hebelschlitz bzw. eine Öffnung 43 erstreckt
sich durch und zwischen den ausgesparten Wandabschnitten 41 und 42.
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Wie
in 4 gezeigt ist, ist in den Stiftaufnahmeausschnitt 38 ein
Stift 45 fest eingesetzt, dessen oberes Ende sich aus der
horizontalen Platte 35 bzw. der Tischoberseite nach oben
erstreckt. Das obere Ende des Stiftes 45 ist drehbar in
das Stifteinsetzloch 28 des Anschlages 22 eingesetzt,
so daß sich
der Anschlag 22, wie durch gestrichelte Linien in 2 angedeutet,
um den Stift 45 drehen kann.
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Wie
in den 4 bis 6 dargestellt, ist an der Unterseite
der horizontalen Platte 34 ein sich nach unter erstreckender
Flansch 39 ausgebildet, der einen Bolzeneingriffsausschnitt 40 mit
Boden aufweist. Der Bolzeneingriffsausschnitt 40 ist auf
der Mittellinie des bogenförmigen
Führungsschlitzes 30 positioniert.
Der Bolzeneingriffsausschnitt 40 enthält ein im wesentlichen zylindrisches
Bolzeneingriffsloch 48, das sich durch den Boden des Bolzeneingrifsausschnittes 40 erstreckt.
Ein Paar seitlicher Eingriffsausschnitte 50 sind jeweils
an der rechten und der linken Seite des Eingriffsausschnittes 40 in
Verbindung mit dem Bolzeneingriffsloch 48 gebildet.
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Wie
in 5 dargestellt, ist ein Bolzen 51 in den
Führungsschlitz 30 unter
Zwischenfügen
einer Beilagscheibe 53 zwischen dem Kopf des Bolzens 51 und
der Oberseite des Anschlags 22 eingesetzt. Ein Stifteinsetzloch 55 ist
in Durchmesserrichtung im Schaft des Bolzens 51 so ausgebildet,
daß es
mit den seitlichen Eingriffsausschnitten 50 des Bolzeneingriffausschnittes 40 fluchtet.
Ein Eingriffsstift 56 ist gleitbar oder fest in das Stifteinsetzloch 55 eingesetzt. Beide
Enden des Eingriffsstiftes 56 erstrecken sich vom Bolzen 51 nach
außen
und greifen in die seitlichen Eingriffsausschnitte 50 ein.
Als Folge hiervon wird verhindert, daß sich der Bolzen 51 gegenüber der
horizontalen Platte 35 um seine Achse dreht. Der Schaft
des Bolzens 51 hat einen Außengewindeabschnitt 57 und
bildet beispielsweise eine Schraube 57, die sich unterhalb
der horizontalen Platte 35 des Tisches 10 erstreckt.
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Mit
dem Außengewindeabschnitt 57 steht eine
sechseckige Mutter 60 mit Boden in Eingriff, wobei zwischen
dem unteren Ende des Flansches 39 und dem oberen Ende der Mutter 60 eine
untere Beilagscheibe 58 eingefügt ist. 5 zeigt
die Mutter 60 im angezogenen Zustand. Im Boden der Mutter 60 ist ein
Gewindeloch 61 ausgebildet.
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Wie
in den 5 und 7 dargestellt ist, weist ein
Mutternhalter 71 ein sechseckiges Eingriffsloch 62 für den Eingriff
der Mutter 60 auf. Ein Schraubeneinsetzloch 63 ist
im Boden des Eingriffsloches 62 gebildet und auf der gleichen
Achse wie die Mittelachse des Eingriffsloches 62 positioniert.
Eine Schraube 64 ist in das Einsetzloch 63 eingesetzt
und steht mit- dem Gewindeloch 61 der Mutter 60 in
Verbindung, so daß der
Mutternhalter 71 in seiner Position relativ zur Mutter 60 fixierbar
ist.
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Der
Mutternhalter 71 weist einen nach unten ausgeschnittenen
Hebelbefestigungsabschnitt 65 an einer Seite des Eingriffsloches 62 auf.
Der Hebelbefestigungsabschnitt 65 hat eine im wesentlichen rechteckige
Gestalt und weist ein Paar Hebelstützwände 66 auf, die voneinander
beabstandet sind. Die Stützwände 66 besitzen
Hebeleinsetzlöcher 67,
die den gleichen Durchmesser haben und miteinander fluchten. Wie
in 5 dargestellt ist, ist ein Widerstandselement 70 vorzugsweise
aus Gummi in einen Ausschnitt 68 im Boden des Befestigungsabschnittes 65 so
eingepaßt,
daß sich
der obere Teil des Widerstandselementes 70 aus dem Boden
des Befestigungsabschnittes 65 nach oben erstreckt.
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Der
Hebel 72 hat kreisförmigen
Querschnitt und ist in die Hebeleinsetzlöcher 67 durch den
Schlitz 43 eingefügt,
der in der linken Seitenwand 36 des Tisches 10 (siehe 3 und 4)
ausgebildet ist. Der Hebel 72 besitzt ein distales Ende,
das sich aus der linken Seitenwand 36 heraus erstreckt.
Am distalen Ende des Hebels 72 ist ein Griff 75 befestigt.
Der Hebel 72 hat gegenüber
dem distalen Ende ein proximales Ende. Das proximale Ende erstreckt
sich aus dem Halter 71 und weist einen an ihm befestigten Stopfen 76 auf,
der das Ausziehen des Hebels 72 verhindert.
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Es
wird nun die Arbeitsweise der Bearbeitungswerkzeugvorrichtung 1 beschrieben.
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Wird
der Hebel 72 längs
des Schlitzes 43 nach vorne (bei der Ansicht nach 3 nach
oben) bewegt, um den Hebel 72 um den Bolzen 51 aus
der Freigabeposition in die Feststellposition zu drehen – die Feststellposition
ist in 3 durch ausgezogene Linien dargestellt -, dann
werden der Mutternhalter 71 und die Mutter 60 in
eine solche Richtung gedreht, daß die Mutter 60 gegenüber dem
Bolzen 51 angezogen wird. Als Folge hiervon wird der Anschlag 22 relativ
zur horizontalen Platte 35 des Tisches 10 in seiner
Position festgelegt.
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Wird
andererseits der Hebel 72 nach rückwärts (bei der Darstellung nach 3 nach
unten) aus der Feststellposition in die Freigabeposition bewegt,
dann wird die Mutter 60 gelöst, so daß sich der Anschlag 22 um
den Stift 45 drehen kann. Als Folge hiervon kann die Winkelposition
des Anschlages 22 relativ zur horizontalen Platte 35 bzw.
dem Tisch 10 verändert
werden. Nachdem die gewünschte
Winkelposition des Anschlages 22 eingestellt worden ist, wird
der Hebel 72 nach vorne geschwenkt, so daß der Anschlag 22 in
der gewünschten
Winkelposition gegenüber
dem Tisch 10 festgelegt wird.
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Da
der Hebel 72 in die Hebeleinsetzlöcher 67 der Hebelstützwände 66 des
Halters 71 verschiebbar eingesetzt ist, kann die effektive
Länge des
Hebels 72 bzw. die Länge
zwischen dem Griff 75 und dem Halter 71 verändert werden.
Somit kann der Hebel 72, wenn er sich in der durch das
Bezugszeichen 72b angedeuteten Freigabeposition befindet,
herausgezogen werden, so daß der
Griff 75 außerhalb
des durch den schmalen ausgesparten Wandabschnitt 41 gebildeten
Ausschnittes befindet. Wenn der Hebel 72 voll ausgezogen
ist, kann ihn die Bedienungsperson leicht verschwenken. Befindet
sich andererseits der Hebel 72 in einer Position zwischen
der Feststellposition und der durch das Bezugszeichen 72a angezeigten
Position, welche unmittelbar vor der Beendigung des Festspannens
der Mutter 60 liegt, dann kann der Hebel 72 unter
den Tisch 10 geschoben werden, so daß der Griff 75 innerhalb
des Ausschnittes der durch den tiefen ausgesparten Wandabschnitt 42 gebildet
wird, positioniert ist. Der Reibungswiderstand, der durch das federnd
gegen den Hebel 72 drückende
Widerstandselement 70 verursacht wird, hält die axiale
Position des Hebels 72 aufrecht.
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Wie
in den 1 und 2 dargestellt ist, kann die
Bearbeitungswerkzeugvorrichtung 1 auch eine Schraubstockvorrichtung 77 enthalten,
die am vorderen Ende des Tisches 10 angeordnet ist und
zusammen mit dem Anschlag 22 benutzt werden kann, um das
Werkstück
auf dem Tisch 10 in seiner Position festzuhalten. Die Schraubstockvorrichtung 77 ist als
Schnellschraubstock bekannt. Die Konstruktion der Schraubstockvorrichtung 77 wird
deshalb nur kurz erläutert.
Die Schraubstockvorrichtung 77 enthält eine Schraubstockbacke 80,
eine Schraubstockspindel 82, eine Spindelführung 83 und
eine Schraubstockmutter 84. Die Schraubstockbacke 80 weist
eine Spannoberfläche 78 auf,
die der Bezugsoberfläche 25 des
Anschlags 22 gegenüberliegt.
Die Schraubstockbacke 80 ist mit der Schraubstockspindel 82 mittels
eines Stiftes 81 drehbar verbunden. Die Spindelführung 83 ist
an der Oberseite des Tisches 10 befestigt und lagert die
Spindelschraube 82 drehbar. Die Schraubstockmutter 84 ist
in der Spindelführung 83 gelagert
und kann zwischen einer ersten Position, in der sie mit der Schraubstockspindel 82 in Eingriff
steht und einer zweiten Position, in der sie außerhalb des Eingriffs mit der
Schraubstockspindel 82 liegt, verschoben werden.
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Bei
der Ausführungsform
gemäß den 1 bis 7 kann
die Mutter 60 durch die Bewegung des Hebels 72 angezogen
und gelöst
werden. Deshalb kann der Anschlag 22 in seiner Position
relativ zum Tisch 10 ohne Spezialwerkzeug festgelegt werden.
Demzufolge ist der Einstellvorgang zum Bestimmen der Winkelposition
des Anschlags 22 leicht ausführbar.
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Da
der Hebel 72 unterhalb des Tisches 10 angeordnet
ist, kann der Raum unterhalb des Tisches 10 effektiv ausgenutzt
werden. Somit ist es nicht notwendig, einen Raum vorzusehen, damit
ein Werkzeug Platz hat, mit dem die Mutter gelöst und angezogen werden soll,
wie dies bei bekannten Bearbeitungsmaschinen mit einstellbaren Anschlag
der Fall ist.
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Da
die effektive Länge
bzw. die Länge
zwischen dem Griff 75 und dem Halter 71 variiert
werden kann, hat die Bedienungsperson die Möglichkeit, den Hebel 72 in
jede gewünschte
Position zu bringen. Wenn deshalb die Bedienungsperson den Hebel 72 nicht
benutzt, kann der Griff 75 in der Lagerposition innerhalb
einer der ausgesparten Wandabschnitte 41 und 42 der
Seitenwand 36 des Tisches 10 positioniert sein.
Der Hebel 72 stört
deshalb nicht den Betrieb der Sägeeinheit 5 oder
anderer Vorrichtungen.
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Da
das Widerstandselement 70 einer Axialbewegung des Hebels 72 einen
Reibungswiderstand entgegensetzt, kann der Hebel 72 weder
wackeln noch sich zufällig
in axialer Richtung bewegen.
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Die
beschriebene Ausführungsform
kann auf verschiedene Weise modifiziert werden. So ist es z.B. möglich, einen
Anschlag mit Hilfe eines geeigneten Schiebemechanismus längs eines
linearen Pfades zu bewegen, obwohl bei dem Ausführungsbeispiel der Anschlag 22 um
eine Drehachse drehbar ist. In einem derartigen Fall kann die Position
des Anschlages längs
des linearen Pfades eingestellt werden. Obgleich bei dem Ausführungsbeispiel
der Bolzen 51 in seiner Drehposition relativ zum Tisch 10 fixiert
und die Mutter 60 mit dem Hebel 72 zur Rotation verbunden
ist, können
der Bolzen 51 und die Mutter 60 durch eine Mutter
bzw. einen Bolzen ersetzt werden.
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Ferner
kann der Hebel 72 direkt mit der Mutter 60 verbunden
sein oder mit dieser einstückig
ausgebildet sein. In einem solchen Fall ist der Halter 71 entbehrlich.
Wenn der Bolzen 51 und die Mutter 60 durch eine
Mutter bzw. einen Bolzen ersetzt werden, kann der Hebel 72 mit
dem Kopf des Bolzens verbunden sein. Außerdem kann das Widerstandselement 70 am
Hebel 72 montiert sein, so daß es den Halter 71 mit
Reibung berührt.
Außerdem
kann das Widerstandselement 70 als Spule, Blattfeder, Bürste oder eine
andere geeignete Vorrichtung zum Bereitstellen eines Reibungswiderstandes
ausgebildet sein.