DE19937840A1 - Pferdedecke für heiße Umgebung - Google Patents

Pferdedecke für heiße Umgebung

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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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    • A01K13/00Devices for grooming or caring of animals, e.g. curry-combs; Fetlock rings; Tail-holders; Devices for preventing crib-biting; Washing devices; Protection against weather conditions or insects
    • A01K13/006Protective coverings
    • A01K13/008Horse blankets

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Abstract

Technische Aufgabe und Zielsetzung DOLLAR A Durch die neuartige Pferdedecke soll das Wohlbefinden und das Leistungsvermögen des Pferdes in einer heißen Umgebung gesteigert werden. DOLLAR A Die neue Pferdedecke soll für das Pferd ein sehr angenehmes Klima schaffen, vor allem, wenn es sich in einer heißen Umgebung bewegt. DOLLAR A Lösung der technischen Aufgabe DOLLAR A Die neue Pferdedecke bleibt während des Reitens am Pferd. DOLLAR A Die Pferdedecke umhüllt große Teile der Oberfläche des Tieres. DOLLAR A Sie hat Öffnungen, durch welche die Luft an das Fell herantreten kann. DOLLAR A Die Pferdedecke hat Absorberflächen, welche die Sonnenstrahlen körperfern absorbieren und die Energie an die Umgebung abgeben. DOLLAR A Die Pferdedecke erzeugt einen Luftstrom, der ständig Frischluft an das Fell heranführt und dort verwirbelt. Insbesondere wird dadurch die Fell-Luft-Grenzschicht ständig durchschlagen und verwirbelt und damit wird die Schweißverdunstung sehr begünstigt und damit auch die Körperkühlung des Pferdes. DOLLAR A Anwendungsgebiet DOLLAR A Ein Anwendungsgebiet für die neuartige "Pferdedecke für heiße Umgebung" ist die Anwendung als Pferdedecke bei einem Ausdauer-Reitwettbewerb in heißer Umgebung.

Description

Gattung
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Pferdedecken.
Angaben zur Gattung
Mit Hilfe der "Pferdedecke für heiße Umgebung" soll bewirkt werden, daß der Schweiß des Pferdes bestmöglich verdunsten kann und von außen kommende Energiemengen sollen vom Pferd ferngehalten werden.
Stand der Technik
Eine Pferdedecke dient dazu, das Pferd (vor allem den Rumpf des Tieres) einzuhüllen und das Kleinklima (= Klima unmittelbar an der Haut/dem Fell des Pferdes) günstig zu gestalten. Üblicherweise wird eine herkömmliche Pferdedecke vor und nach dem Reiten dem Pferd aufgelegt, um es vor Kälte und Zugluft zu schützen. Nach einem anstrengenden Ritt in heißer Umgebung ist das Pferd üblicherweise naßgeschwitzt und es muß trockengerieben werden, damit es sich nicht erkältet. Auch eine Pferdedecke kann übergelegt werden.
Kritik des Standes der Technik
Die herkömmlichen Pferdedecken schützen das Pferd vor Zugluft und Kälte, aber sie können nicht vor Hitze schützen. Insbesondere in heißer Umgebung werden die herkömmlichen Pferdedecken während des Reitens weggelassen, da sie die Hitzebelastung des Pferdes nur noch weiter erhöhen würden. Auch das Weglassen der Pferdedecke beim Reiten bietet keinen guten Schutz, denn die Sonnenstrahlen treffen unmittelbar auf das Pferd auf und auch die Schweißverdunstung ist nicht optimal.
Warum: es steht zwar unbegrenzt viel Frischluft zur Verfügung, welche den Wasserdampf aus der Schweißverdunstung aufnehmen kann, aber diese Frischluft kommt nicht nahe genug an das Fell heran.
Unmittelbar am Fell befindet sich eine wenige Millimeter starke Fell-Umgebungsluft- Grenzschicht, welche durch Oberflächenkräfte in ihrer Lage festgehalten wird. Diese wenige Millimeter starke Luftschicht haftet fest am Pferd an und bewegt sich sogar beim Galoppieren mit diesem mit. "Die Grenzschicht reitet mit und kann vom Pferd nicht abgeschüttelt werden".
Aufgrund der Schweißverdunstung ist diese Grenzschicht schnell mit Wasserdampf angereichert und behindert dadurch die weitere Schweißverdunstung.
Erst wenn diese Grenzschicht durch aktive Maßnahmen zerschlagen und verwirbelt wird, dann kann die Schweißerzeugung und Schweißverdunstung optimal zur Körperkühlung beitragen.
Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Pferdedecke zu schaffen, die während des Reitens am Pferd verbleibt und das Pferd vor Hitze von außen (insbesondere vor den Sonnenstrahlen) schützt und zugleich die Abfuhr der Körperwärme begünstigt, indem die Schweißverdunstung durch ständige Bereitstellung von Frischluft unmittelbar an der Felloberfläche gefördert wird, wobei insbesondere die Grenzschicht Fell/Umgebungsluft ständig verwirbelt werden soll.
Lösung
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorbemerkung zur Beschreibung
Wenn das Pferd galoppiert, dann wird im Körper des Pferdes viel Wärmeenergie erzeugt. Diese muß an die Umgebung abgeführt werden, und dies geschieht durch die Schweißverdunstung an der Felloberfläche. Nachdem das Pferd geritten wurde, ist es in der Regel naßgeschwitzt und muß trockengerieben werden, damit es sich nicht erkältet.
Die Beobachtung, daß das Pferd naßgeschwitzt ist, führt zu folgenden Schlüssen:
  • 1. Das Pferd ist in der Lage, viel Schweiß abzusondern, zum Zweck der Körperkühlung.
  • 2. Bei vollständiger Wasserverdunstung wäre das Pferd nicht klatschnaß, sondern weitgehend trocken.
  • 3. Unvollständige Wasserverdunstung bedeutet nicht ausreichende Kühlungswirkung.
  • 4. Das Pferd ist während des Rittes durch viele tausend Kubikmeter Luft hindurchgelaufen. Diese sehr große Luftmenge würde ausreichen, um ein Vielfaches der Schweißmenge in Gestalt von Wasserdampf aufzunehmen.
  • 5. Demnach ist weder die Schweißabsonderung seitens des Pferdes, noch die Wasserdampfaufnahmefähigkeit des Luftraums ursächlich für die nicht ausreichende Kühlungswirkung, sondern die Ursache ist woanders zu finden.
Möglicherweise liegt die Ursache für die nicht ausreichende Wasserverdunstung in der unmittelbar an der Felloberfläche anliegenden Luftschicht von einigen Millimetern Dicke. Diese Grenzschicht haftet mit Oberflächenkräften recht zäh am Fell an und bewegt sich während des Rittes zusammen mit dem Pferd durch den Luftraum hindurch.
Die Grenzschicht von wenigen Millimetern Dicke reichert sich innerhalb kurzer Zeit mit Wasserdampf an und ist danach kaum noch wasserdampfaufnahmefähig, sodaß die weitere Schweißverdunstung sehr stark vermindert wird und das Pferd klatschnaß wird.
Diese Grenzschicht wird während des Rittes nicht abgestreift, weil sie einerseits recht fest anhaftet und andererseits die vorbeiströmende Umgebungsluft, anstatt sich mit der Grenzschicht zu verwirbeln, viel leichter nach außen in die Umgebung ausweichen kann. Und die Luft nimmt in der Regel den Weg des geringsten Widerstands, sie weicht aus, wenn dies ohne Schwierigkeiten geht.
Die Erfindung zeigt einen Weg, um die Umgebungsluft zu zwingen, sich mit der Grenzschicht zu vermischen, um dadurch ständig wasserdampfaufnahmefähige Frischluft unmittelbar an die Felloberfläche heranzuführen.
Während die Luft üblicherweise in die Umgebung ausweicht (dies ist üblicherweise der Weg des geringeren Widerstandes) anstatt sich mit der Grenzschicht zu verwirbeln, wird die Luft bei der Erfindung mit beweglichen Stoffstücken an das Fell herangefächelt, die Luft weicht also dem Stoffstück aus (weil sie das muß) und verwirbelt dadurch zwangsläufig mit der Grenzschicht (diese Wirkung ist für die Kühlung sehr erwünscht). In diesem Fall ist die Verwirbelung mit der Grenzschicht der Weg des geringeren Widerstandes.
Außerdem ist zu beachten:
Der Rumpf des Pferdes enthält den größten Flächenanteil der Körperoberfläche und erhält üblicherweise sehr viel Wärmeenergie von der Sonne zugestrahlt. Die neue Pferdedecke hält auch diese Energiemenge vom Körper fern und gibt sie auf niedrigem Temperaturniveau an die Umgebung ab. Die neue Pferdedecke erhitzt sich dabei nur wenig, denn sie kühlt sich durch den von ihr selbst erzeugten Luftstrom.
Aufbau und Wirkungsweise
Ein Netz, insbesondere ein solches aus Stoffstreifen mit etwa 2 cm Streifenbreite, die mit einigen Zentimetern Abstand kreuzweise miteinander vernäht sind, sodaß ein Netz mit quadratischen Maschen entsteht, wird über den Rumpf des Pferdes gelegt und dort befestigt. Es kann auch den Bauch umfassen.
Die Befestigung kann mit Klettbändern geschehen.
An diesem Netz sind Stoffstücke befestigt. Diese Stoffstücke werden nachfolgend auch als "Wirkflächen" bezeichnet.
Die beweglichen Wirkflächen können so ausgebildet sein, daß sie mit einer Kante mit dem Netz verbunden sind und mit ihrer übrigen Fläche vom Netz nach außen abstehen und räumlich gesehen zunächst nach oben sich erstrecken, und dann weiter nach außen hin aufgrund der Schwerkraft mehr und mehr nach unten umgebogen sind (im Aussehen vergleichbar mit den Zweigen eines Weidenbaumes, nur nicht so lang herabhängend). Ein solches Bild wird erreicht, indem man das Stoffstück auf das flachgelegte Netz auflegt, und diejenige Kante des Stoffstücks an der Außenseite des Netzes festnäht, welche der Unterkante des Netzes am nächsten ist. Dabei ist mit Unterkante des Netzes die Unterkante in Gebrauchsstellung gemeint.
Wenn man das während des Nähens flachgelegte Netz in Gebrauchsstellung bringt ( = dem Pferd auflegt), dann fallen die Stoffstücke in gebogener Form nach außen.
Die Schwerkraft versucht die Stoffstücke nach unten zu ziehen. Dadurch wird das Stoffstück verbogen und es entsteht eine Rückstellkraft in entgegengesetzte Richtung. Schwerkraft und Rückstellkraft stehen in einem unruhigen Gleichgewicht.
Bei der geringsten Bewegung des Pferdes geraten die Stoffstücke (Wirkflächen) in Bewegung. Aufgrund der Bewegung wird die Luft durcheinandergewirbelt und es gelangt reichlich Frischluft sowohl an die Wirkfläche selbst als an die Felloberfläche.
Die Stoffstücke sind so angeordnet, daß genügend Raum für den Luftdurchtritt vorhanden ist.
Im Fall von beweglichen Stoffstücken kann es sein, daß zu manchen Zeitpunkten wenig Raum für den Luftdurchtritt vorhanden ist und einen Augenblick später viel Raum für den Luftdurchtritt vorhanden ist.
Stärke der Wirkflächenbewegung (Geschwindigkeit und Auslenkung)
Wenn die Wirkfläche (siehe Abschnitt "Ursache der Wirkflächen-Bewegung") nur an einer Kante befestigt ist, ansonsten freischwebend, dann ist die Außenkante der Wirkfläche weit weg von der Befestigungskante. Eine kleine Bewegung des Pferdes führt dazu, daß sich die Wirkfläche vor allem nahe der Befestigungskante umbiegt, denn dort ist aufgrund von Schwerkraft und Hebelwirkung (der gesamten Wirkfläche) die einwirkende Kraft am größten. Eine kleine Ortsveränderung in diesem Bereich führt aufgrund des längeren Wegs zu einer großen Ortsveränderung an der Außenkante der Wirkfläche. Es findet eine Bewegungs-Verstärkung statt: kleine Bewegungen des Pferdes werden umgesetzt in große Bewegungen der Wirkfläche (Vergleichsbeispiel: Peitsche- ein leichtes Handschnicken genügt, und die Peitschenschnur bewegt sich meterweit).
Allerdings führen auch sehr große Bewegungen des Pferdes nur zu einem begrenzten Ausschlag der Wirkfläche (das Höchstmaß des Ausschlags ist durch die Abmessungen der Wirkfläche begrenzt). In diesem Fall findet beim Übertragen von der Bewegung des Pferdes auf die Wirkflächenbewegung eine Bewegungs-Verkleinerung statt.
Die Wirkflächenbewegung ist also immer im günstigen mittleren Bereich, gleichgültig ob die Bewegung des Pferdes sehr klein oder sehr groß ist, schnell oder langsam.
Energieaufwand zur Wirkflächenbewegung
Die Wirkfläche wiegt nur wenige Gramm, deshalb ist der Energieaufwand zu ihrer Bewegung nur sehr gering.
Selbstbeschattung
Große Teile der Wirkflächen-Oberfläche werden von den Sonnenstrahlen überhaupt nicht erreicht, sie liegen im Schatten, den die äußeren-oberen Bereiche der Wirkflächen erzeugen. Das verbessert die Kühlungswirkung der neuen Pferdedecke.
Rückseitennutzung
Die Rückseite der Wirkfläche ist in gleichem Maße wie die Vorderseite vom Luftstrom umströmt. Das fördert den Wärmeübergang von den Wirkflächen an die Luft und damit die Kühlungswirkung der neuen Pferdedecke.
Energieabfuhr
Aufgrund der Wirkflächenbewegung wird die Geschwindigkeit der Luft und ihre Richtung verändert. Die Luft wird durcheinandergewirbelt und es gelangt reichlich Frischluft sowohl an die Wirkflächen als auch zur Felloberfläche. Die Frischluft kühlt die Wirkflächen durch "trockenen" Wärmeübergang. Das heißt, die Wirkflächen können sich nicht stark erhitzen, da ihre Wärmeenergie an die vorbeiströmende Frischluft abgegeben wird und mit dem Luftstrom weggeführt wird.
Am Fell des Pferdes wirkt die Frischluft ebenfalls sehr stark kühlend, hier aber vor allem dadurch, daß die Schweißverdunstung optimal abläuft, wenn aufgrund von Luftverwirbelungen immer genügend wasserdampfaufnahmefähige Frischluft unmittelbar an der Felloberfläche vorhanden ist.
Werkstoff für die Wirkflächen
Es kann nicht jeder beliebige Werkstoff für die Wirkflächen verwendet werden. Gewisse Mindestanforderungen an die Biegekraft müssen erfüllt sein. Auch die Dauerfestigkeit muß gegeben sein.
Die Wirkflächen können in Großserie genau für diesen Verwendungszweck hergestellt werden.
Dabei kann man im Bereich in der Nähe der Befestigungsnaht die Wirkfläche etwas kräftiger ausführen, da hier die einwirkenden Kräfte am höchsten sind.
Schwingungsresonanz
Bei gleichmäßigen Körperbewegungen, z. B. Traben des Pferdes, kommen die Wirkflächen sehr schnell in Schwingungsresonanz. Das heißt, es wird bei geringem Energieeinsatz eine sehr große Bewegung erzielt. Störend ist diese Resonanz für den Körper in der Regel nicht, da die Masse der Wirkflächen sehr gering ist.
Mehrzahl von Wirkflächen
Es können mehrere bis viele gleichartige oder unterschiedliche Wirkflächen an einer Pferdedecke verwendet werden. Dabei können zwei Wirkflächen übereinander angeordnet sein, mit einem Abstand dazwischen.
Sie können unterschiedlich ausgeführt sein. Unterschiede können sein Länge, Breite, Dicke, Werkstoff, Lochung, Biegungskraft und anderes mehr. Dies bewirkt, daß das Schwingungsverhalten der Nachbarwirkflächen unterschiedlich ist, somit sich der Wirkflächenabstand untereinander ständig ändert und somit die Luft, ähnlich wie bei einer Luftpumpe, sehr wirksam weggedrückt wird.
Auch kann insbesondere die obere Wirkfläche gelocht sein oder aus mehreren Einzelstreifen bestehen, um die Luftdurchlässigkeit günstig zu gestalten.
Oberflächengröße der Wirkflächen
Die Gesamtoberfläche, Vorderseite- und Rückseite zusammengerechnet, und die Anzahl der Wirkflächen berücksichtigt, ist sehr groß und deshalb steht eine sehr große Fläche für den Wärmeübergang von den Wirkflächen an die Umgebungsluft zur Verfügung.
Dies verbessert den Wärmeübergang und die Selbstbeschattung und beides ist für die Kühlungswirkung der Pferdedecke vorteilhaft.
Nutzen der Luftverwirbelung
Üblicherweise liegt unmittelbar an der Hautoberfläche eine recht festhaftende Luft- Grenzschicht an. Diese wird durch die Schweißverdunstung sehr schnell mit Wasserdampf gesättigt und behindert danach die weitere Schweißverdunstung sehr stark, und damit auch die Körperkühlung. Sogar bei der Bewegung des Körpers bleibt diese Luftschicht erhalten, sie bleibt einfach am Körper "kleben" und wird vom Körper mitgenommen. Durch die intensive Verwirbelung der Luft unmittelbar an der Hautoberfläche, hervorgerufen durch die Ausgestaltung und die Arbeit der Wirkflächen, wird diese Grenzschicht ständig aufgewirbelt und mit Frischluft vermischt.
Wenn die zugeführte Luft eine große Geschwindigkeit aufweist, dann ist die Verwirbelung sehr stark.
Mehrfachnutzen der Wirkflächen
  • - Die Sonnenstrahlen werden fern von der Körperoberfläche absorbiert, die Wirkflächen sind derart angeordnet, daß keine oder nur ganz wenige Sonnenstrahlen den Rumpf des Pferdes erreichen.
  • - Die Oberfläche der Wirkflächen ist groß, damit der Wärmeübergang von den Wirkflächen an die Umgebungsluft sehr gut.
  • - Einige innere Teile der Wirkflächen liegen im Schatten, der von anderen Teilen der Wirkflächen erzeugt wird. Das verbessert die Kühlungswirkung.
  • - Viele große Luftdurchlässe sind innerhalb der Wirkflächen, bzw. zwischen Teilen der Wirkflächen bzw. zwischen Wirkflächen und dem Pferd, vorhanden, die Luft kann überall auf kurzem Wege das Fell des Pferdes erreichen (= das ist die passive Seite).
  • - Der Luftstrom wird erzeugt bzw. beschleunigt und in Richtung auf die Hautoberfläche umgelenkt durch das Zusammenspiel von Ausformung der Wirkflächen, Bewegung der Wirkflächen und Bewegung des Pferdes (= das ist die aktive Seite).
  • - Der Luftstrom kühlt die Pferdedecke und das Pferd selbst
  • - Alle genannten Teilwirkungen arbeiten zusammen und ergeben die sehr günstige Gesamtwirkung.
Nähere Erläuterung der Lösung, weitere Ausgestaltung der Erfindung
Die äußeren sonnenbestrahlten Bereiche der Wirkflächen können strahlenwiderspiegelnd ausgebildet sein. Damit verringert sich die Hitzelast erheblich. Üblicherweise wird durch eine Verspiegelung der Oberfläche zugleich auch die Energieabgabe der Oberfläche an die Umgebung stark vermindert, indem die Wärmeabstrahlung der Oberfläche weitgehend unterbunden wird.
Bei der neuen Hitzeschutz-Pferdedecke tragen aufgrund der Oberflächenvergrößerung, der Rückseitennutzung und der ständigen Frischluftdurchspülung der Decke andere Vorgänge zu einer sehr wirksamen Kühlung bei, sodaß die fehlende Möglichkeit zur Wärmeabstrahlung nur wenig ins Gewicht fällt. Die verminderte Wärmebelastung aufgrund der weggespiegelten Sonnenstrahlen ist jedoch merkbar.
Erreichte Vorteile
Die mit der Erfindung erreichten Vorteile insgesamt bestehen vor allem darin, daß durch das Zusammenwirken von
Wirkflächen,
labilem Gleichgewicht zwischen Schwerkraft und Biegerückstellkraft,
von Oberflächenvergrößerung,
Selbstbeschattung,
vielen Luftdurchlässen mit kurzen Wegen,
Luftstromerzeugung durch Fächerwirkung der Wirkflächen für sich selbst,
Luftstromerzeugung durch Fächerwirkung der Wirkflächen für die Hautoberfläche,
Nutzung auch der Wirkflächenrückseite für die Wärmeabgabe an die Umgebungsluft,
Luftverwirbelung an der Felloberfläche,
und alles jeweils in ausgeprägter, wirksamer Form,
eine Pferde-Hitzeschutzdecke entsteht, die für das Pferd vor allem in einer heißen Umgebung ein sehr angenehmes Klima schafft.
Das Fell des Pferdes wird durch Frischluftbefächelung gekühlt, die am Fell anhaftende Luftgrenzschicht wird durchschlagen und verwirbelt und durch Frischluft ersetzt und die Sonnenstrahlen werden in einiger Entfernung vom Pferd absorbiert und ihre Energie wird mit dem Luftstrom auf niedrigem Temperaturniveau abgeführt.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird in den Fig. 1 bis 6 dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Das Ausführungsbeispiel kann als Pferde-Hitzeschutzdecke in heißer Umgebung getragen werden.
Ein Netz (14) bestehend aus senkrechten Stoffstreifen (2) und waagrechten Stoffstreifen (3), die mittels Nähten (4) verbunden sind, wird dem Pferd (1) aufgelegt.
Auf das Netz (14) sind Wirkflächen (5) mit Nähten (4) aufgenäht.
Die Wirkflächen (5) können hin- und herschwingen (12).
Die Wirkflächen haben einen netzparallen Teil (6), einen nach außen-oben ansteigenden Teil (7), einen oberen, flach verlaufenden Teil (8) und einen nach außen-unten absteigenden Teil (9).
Die Sonnenstrahlen (10) werden in einigen Zentimetern Abstand zum Fell von den äußeren Bereichen der Wirkflächen (5) absorbiert und auf niedrigem Temperaturniveau an die Umgebung abgegeben. Durch die Schwingungsbewegung (12) der Wirkflächen wird ein Luftstrom (11) erzeugt und damit wird dem Pferd ständig Frischluft zugefächelt, welche das Pferd kühlt und auch die Pferde-Hitzeschutzdecke kühlt.
Wenn man die Pferdedecke umdreht, sodaß die Unterkante nach oben kommt, dann fallen die Wirkflächen flach nach unten und die Pferdedecke nimmt nur wenig Raum ein (Fig. 6.).
Ein weiteres Beispeil zeigt Fig. 7.
In Fig. 7a werden starre Wirkflächen 15 mit Hilfe von Gelenken 16 an den Netzstreifen 2 befestigt und mittels Gummizug in Schwingungen versetzt.
In Fig. 7b verrichtet eine Druckfeder diese Arbeit.
Außer diesem beschriebenen Beispiel sind viele andere Ausführungen der neuen "Pferdedecke für Umgebung" ebenfalls möglich.
Zeichnungen (Figuren)
Fig. 1 Pferd mit übergelegtem Netz
Fig. 2 Teilansicht des Netzes, hergestellt aus Stoffstreifen
Fig. 3 Teilansicht des Netzes, mit aufgenähten Wirkflächen (in dieser Ansicht liegen die Wirkflächen flach nach oben)
Fig. 4a Rumpf des Pferdes mit Netz und Wirkflächen im Querschnitt, Wirkflächen befinden sich in unterer Schwingstellung
Fig. 4b Rumpf des Pferdes mit Netz und Wirkflächen im Querschnitt, Wirkflächen befinden sich in oberer Schwingstellung
Fig. 5a Teilansicht von Netz und Wirkflächen, Wirkflächen befinden sich in unterer Schwingstellung
Fig. 5b Teilansicht von Netz und Wirkflächen, Wirkflächen befinden sich in oberer Schwingstellung
Fig. 6 Teilansicht von Netz und Wirkflächen, Oben und unten ist vertauscht, die Wirkflächen liegen eng an, dies ist die Transport- und Aufbewahrungsstellung
Fig. 7a Teilansicht Netz mit starren Wirkflächen, Schwingungserzeugung durch Gummizug.
Fig. 7b Teilansicht Netz mit starren Wirkflächen, Schwingungserzeugung durch Federn.
Zeichenerklärung
1
Pferd
2
ungefähr senkrechter Netzstreifen
3
ungefähr waagrechter Netzstreifen
4
Nahtstelle
5
Wirkfläche (= bewegliches Stoffstück)
6
netzparalleler Teil der Wirkfläche
7
nach außen-oben ansteigender Teil der Wirkfläche
8
oberer teil der Wirkfläche
9
nach außen-unten absteigender Teil der Wirkfläche
10
Sonnenstrahlen
11
Luftstrom
12
Schwingbewegung der Wirkflächen
13
Rumpf des Pferdes im Querschnitt
14
Netz, bestehend aus senkrechten und waagrechten Streifen
15
Starre Wirkfläche
16
Stoffstück als Gelenk
17
Gummizug
18
Feder

Claims (11)

1. Pferdedecke für heiße Umgebung, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Haltevorrichtung, insbesondere ein Netz, über den Rumpf des Pferdes gelegt ist (sodaß insbesondere der Rücken und die Seiten des Pferdes bedeckt sind) und dort befestigt ist, insbesondere mit Klettbändern,
wobei an dieser Halteeinrichtung bewegliche, flächenhafte, nicht sonnenstrahlungsdurchlässige Werkstoffstücke befestigt sind, welche hin- und herschwingen, wenn sich das Pferd bewegt,
und wobei reichlich größere Luftdurchlässe zwischen der Umgebung, den beweglichen Werkstoffstücken untereinander, dem Netz und dem Fell des Pferdes vorhanden sind,
und wobei die beweglichen Stoffstücke vorzugsweise einen großen Anteil der Fläche einnehmen und so angeordnet sind, daß die Sonnenstrahlen nur zu einem sehr geringen Teil den Rumpf des Pferdes erreichen können.
2. Pferdedecke für heiße Umgebung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Netz aus Stoffstreifen mit vorzugsweise etwa 2 cm Streifenbreite, die mit einigen Zentimetern Abstand kreuzweise miteinander vernäht sind, besteht, sodaß ein Netz mit quadratischen Maschen entsteht, wobei die Maschenweite vorzugsweise mehrere Zentimeter beträgt.
3. Pferdedecke litt heiße Umgebung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die beweglichen Werkstoffstücke (nachfolgend als Wirkflächen bezeichnet) mit einer schmalen Teilfläche mit dem Netz vernäht sind und mit dem Rest ihrer Fläche nach außen in gebogener Form abstehen,
wobei im Querschnitt (des Rumpfes mit aufgelegter Pferdedecke) gesehen die Wirkfläche im Bereich der Naht parallel zum Netz sich befindet, dann nach außen-oben ansteigt, dann der Höchstpunkt erreicht ist, dann die Wirkfläche nach außen-unten herabfällt
(im Aussehen im Querschnitt vergleichbar mit den Zweigen eines Weidenbaumes, nur nicht so lang herabhängend).
4. Pferdedecke für heiße Umgebung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkflächen, wenn man die Pferdedecke mit der Unterkante nach oben trägt, sich flach ans Netz anlegen und somit wenig Aufbewahrungsraum benötigen und sich beim Transport nicht verbiegen oder verdrücken.
5. Pferdedecke für heiße Umgebung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Stoffstücke einander überlappen, jedoch zumindest im hochgeschwungenen Zusatnd noch reichlich Luftdurchlässe aufweisen.
6. Pferdedecke für heiße Umgebung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingenden Stoffstücke einen Luftstrom erzeugen, welcher sie selbst und auch das Pferd ständig mit großen Mengen an kühlender Frischluft versorgt.
7. Pferdedecke heiße Umgebung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der beweglichen Stoffstücke mehrfach größer ist als die Oberfläche des Rumpfes des Pferdes.
8. Pferdedecke für heiße Umgebung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Oberseite als auch die Unterseite der Wirkfläche mit der Umgebungsluft in Berührung stehen.
9. Pferdedecke für heiße Umgebung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die der Sonne zugewandten Bereiche der Wirkfläche strahlungswiderspiegelnd ausgebildet sind.
10. Pferdedecke für heiße Umgebung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingung der Wirkflächen nicht durch eigene Schwingfähigkeit erfolgt, sondern daß starre, aber mittels Gelenken beweglich angebrachte Wirkflächen mittels Federn oder Gummizügen in Schwingbewegung versetzt werden.
11. Pferdedecke für heiße Umgebung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfindung nicht nur für Pferde, sondern auch für andere Anwendungsbereiche verwendet wird, insbesondere für Zugochsen.
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