DE19940102A1 - Stossfänger mit Auspufföffnung für Automobile - Google Patents

Stossfänger mit Auspufföffnung für Automobile

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Abstract

Bei einem Stoßfänger (1) soll der Spalt (8) zwischen einer Auspufföffnung (3) und einer Auspuffblende möglichst schmal sein, ohne daß es zum Anschlagen kommt. Dazu ist in die Auspufföffnung (3) des Stoßfängers (1) eine Endrohrblende (6) eingesetzt, die aus einem Sichtteil (10) und einem vom Stoßfänger (1) nach innen ragenden erweiterten Stutzen (11) besteht, in welchem Stutzen ein Auspuffrohr (4) endet, wobei zwischen Auspuffrohr (4) und Stutzen (11) ein erheblicher Spalt (8). Zwischen der Auspufföffnung (3) und der Endrohrblende (6) ist ein Distanzring (7) vorgesehen, der die Endrohrblende umgibt und in einem die Auspufföffnung (3) bildenden, einwärts gerichteten Kragen (2) des Stoßfängers (1) befestigt ist.

Description

Die Erfindung betrifft einen Stoßfänger für Automobile mit einer Auspuff­ öffnung. Üblicherweise endet der Auspuff mit einem Endrohr unter dem hinteren Stoßfänger. Bei teuren Automobilen, die hohen ästhetischen An­ sprüchen zu genügen haben, ist das Endrohr durch eine Öffnung des Stoß­ fängers hindurchgeführt.
Derartige Stoßfänger sind aus der Praxis bekannt, beispielsweise vom Ma­ serati 3200 GT, siehe Abbildung in der Zeitschrift "Auto Motor und Sport", Heft 11 vom 19-05-1999. Dabei muß die Auspufföffnung im Stoßfänger sehr viel größer als das Endrohr sein, damit es bei Bewegung oder Setzung der elastisch aufgehängten Auspuffanlage zu keinem Anschlagen des End­ rohres kommt. Dadurch entsteht ein sehr breiter unschöner Spalt. Trotzdem kann es beim Starten des Motors zu so starken Erschütterungen kommen, daß das Endrohr am Stoßfänger anschlagt und sich die Auspuffanlage nach einiger Zeit in ihrer elastischen Aufhängung setzen kann. Dadurch kann das Endrohr dem Stoßfänger so nahe kommen, daß unzulässige Erwärmung auftritt.
Durch Wärmedehnung kann es auch zu Längenänderungen kommen, die dazu führen, daß das Endrohr weiter aus dem Stoßfänger herausragt. Bei allem müssen auch technische Regelwerke (z. B. die ECE-R 42) beachtet werden, die das Verformungsverhalten im Kollisionsfall und die Aufhei­ zung benachbarter Teile durch die Auspuffwärme betreffen.
Es ist daher Ziel der Erfindung, die angesprochenen Schwierigkeiten zu vermeiden und eine auch ästhetisch vollendete Lösung zu ermöglichen. Der Spalt soll möglichst klein sein, ohne daß es zum Anschlagen kommt und das Endrohr soll möglichst bündig mit der Kontur des Stoßfängers und un­ abhängig von Längsdehnungen enden. Außerdem sollte eine größere Ge­ staltungsfreiheit bestehen.
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß in die Auspufföffnung des Stoßfängers eine Endrohrblende eingesetzt ist, die aus einem Sichtteil und einem vom Stoßfänger nach innen ragenden erweiterten Stutzen besteht, in welchem Stutzen ein Auspuffrohr endet, wobei zwischen Auspuffrohr und Stutzen ein erheblicher Abstand bleibt.
Die Endrohrblende ist somit nicht am Endrohr der Auspuffanlage, sondern am Stoßfänger befestigt. Sie erleidet keine Erschütterungen und der Spalt zwischen ihr und dem Stoßfänger kann daher sehr klein sein. Dabei beste­ hen keine thermischen Zwänge, weil die Endrohrblende das Endrohr ja gar nicht berührt. Weil die Endrohrblende ein vom Endrohr unabhängiges Teil ist, besteht auch bei deren Formgebung volle Gestaltungsfreiheit, insbeson­ dere braucht sein Querschnitt nicht kreisförmig zu sein und kann ihr hinte­ rer Rand exakt in der Kontur des Stoßfängers liegen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist zwischen der Auspufföffnung des Stoßfängers und der Endrohrblende ein Distanzring vorgesehen, der die Endrohrblende umgibt und in einem die Auspufföffnung bildenden, ein­ wärts gerichteten Kragen des Stoßfängeres befestigt ist (Anspruch 2). Der Distanzring hält die Endrohrblende im Kragen des Stoßfängers. Der Kragen verstärkt den Stoßfänger und erlaubt es, den Distanzring weiter innen un­ sichtbar anzuordnen.
Vorzugsweise ist der Distanzring so ausgeführt, daß er nur mit Umfangstei­ len abwechselnd den Stoßfänger und die Endrohrblende berührt (Anspruch 3). Dadurch wird zwischen Endrohrblende und Stoßfänger ein luftdurch­ strömter und daher kühlender Spalt geschaffen. Außerdem ist die Endrohr­ blende so leicht ausbaubar.
Schließlich liegt es noch im Rahmen der Erfindung, zwischen dem Sichtteil und dem Stutzen einen konischen Übergang vorzusehen und das Auspuff­ rohr im Bereich des Überganges enden zu lassen (Anspruch 4). Damit ent­ steht eine Ejektorwirkung, durch die sich in der Endrohrblende ein den Ab­ gasstrom umgebender kühler Mantelstrom ausbildet und sichergestellt ist, daß alle aus dem Endrohr austretenden Auspuffgase auch wirklich in den Stutzen gelangen. Die Endrohrblende bleibt kühl, was bei einem Stoßfänger aus Kunststoff von Vorteil ist.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Abbildungen beschrieben und erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 Eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Stoßfängers von hinten,
Fig. 2 einen Längsschnitt nach II-II in Fig. 1, vergrößert,
Fig. 3 einen Querschnitt nach III-III in Fig. 2, vergrößert.
Fig. 1 zeigt die teilweise Hinteransicht eines Automobils. Mit 1 ist der Stoß­ fänger bezeichnet, der gewöhnlich ein ausbaubarer Teil aus Metall oder Kunststoff ist, aber auch Teil einer ganzen Heckpartie eines Automobils sein kann. Der Stoßfänger 1 besitzt in der abgebildeten Ausführung zwei Auspufföffnungen 3 von besonders gestalteter Form.
Fig. 2 zeigt, wie der Stoßfänger 1 an der Stelle der Auspufföffnung 3 einen einwärts ragenden Kragen 2 bildet. Das aus einem Auspufftopf 5 herausfüh­ rende Auspuffrohr 4 endet noch bevor es den Kragen 2 erreicht. Zwischen dem Auspuffrohr 4 und dem Stoßfänger 1 ist eine Endrohrblende 6 vorge­ sehen, die mittels eines Distanzringes 7 fest mit dem Kragen 2 des Stoßfän­ gers 1 verbunden ist. Zwischen der Endrohrblende 6 und der Auspufföff­ nung 3 ist ein relativ schmaler Spalt 8 zu erkennen. Mit 9 ist die Gesamt­ kontur des Stoßfängers 1 über die Endrohrblende 6 hinweg angedeutet.
Die Endrohrblende 6 besteht aus einem Sichtteil 10, der einen mit der Ge­ samtkontur 9 fluchtenden Rand 9' besitzt. Dieser weist eine Bördelung 13 auf. Der Rand 9' und die Bördelung 13 ergeben mit dem beliebig wählbaren Querschnitt des Sichtteiles den angestrebten ästhetischen Effekt (siehe Fig. 1). An den Sichtteil 10 schließt nach innen ein Stutzen 11 an, der we­ sentlich weiter als der Sichtteil 10 ist. Der Übergang vom Sichtteil 10 zum Stutzen 11 wird von einer gerundet in die zylindrischen Teile übergehenden ungefähr konischen bzw torsischen Fläche 12 gebildet. Diese kann auch so ausgelegt sein, daß eine Ejektorwirkung entsteht.
Die Querschnitte des Sichtteiles 10 und des Stutzens 11 sind nicht nur in der Querschnittsfläche verschieden, auch die Form ihres Querschnittes kann verschieden sein. Wesentlich ist, daß zwischen dem Auspuffendrohr 4 und dem Stutzen 11 ein erheblicher Abstand 14 besteht, der Schwingungsaus­ schläge und Setzungen aufnimmt, ohne daß es zu einer Berührung kommt.
Die Endrohrblende 6 kann in verschiedener Weise mit dem Stoßfänger 1 verbunden sein, beispielsweise, mittels eines Distanzringes 7 der federnd eine feste Verbindung herstellt. Dazu besitzt er Umfangsteile 18, die an der Endrohrblende 6 anliegen und abwechselnd mit diesen Umfangsteilen 20, die an Stoßfänger 1 beziehungsweise innen an dessen Kragen 2 anliegen, mit dazwischen radialen Übergangsteilen 19. So besteht der Distanzring 7 hier aus einem gebogenen Blechstreifen konstanter Dicke, der zu einen ge­ schlossenen Ring verschweißt sein kann. Der Distanzring 7 muss nicht un­ bedingt in einer vertikalen Ebene angeordnet sein; er kann auch so geformt sein, daß er der Kontur 9' folgt.

Claims (4)

1. Stoßfänger mit einer Auspufföffnung, dadurch gekennzeichnet, daß in die Auspufföffnung (3) des Stoßfängers (1) eine Endrohrblende (6) einge­ setzt ist, die aus einem Sichtteil (10) und einem vom Stoßfänger (1) nach innen ragenden erweiterten Stutzen (11) besteht, in welchem Stutzen ein Auspuffrohr (4) endet, wobei zwischen Auspuffrohr (4) und Stutzen (11) ein erheblicher Spalt (8) bleibt.
2. Stoßfänger für Automobile nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß zwischen der Auspufföffnung (3) des Stoßfängers (1) und der End­ rohrblende (6) ein Distanzring (7) vorgesehen ist, der die Endrohrblende umgibt und in einem die Auspufföffnung (3) bildenden, einwärts gerichte­ ten Kragen (2) des Stoßfängeres (I) befestigt ist.
3. Stoßfänger für Automobile nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich­ net, daß der Distanzring (7) nur mit Umfangsteilen (18, 20) abwechselnd den Stoßfänger (1) und die Endrohrblende (6) berührt.
4. Stoßfänger für Automobile nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß zwischen dem Sichtteil (10) und dem Stutzen (11) ein konischer Übergang (12) vorgesehen ist und das Auspuffrohr (4) im Bereich des Überganges (12) endet.
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