DE19941275C2 - Rohr-Lochbrenner für gasbeheizte Grillgeräte - Google Patents

Rohr-Lochbrenner für gasbeheizte Grillgeräte

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Description

Die Erfindung betrifft einen Rohr-Lochbrenner für gasbeheizte Grillgeräte, welcher aus mindestens einem an eine Gaszufuhrdüse angeschlossenen und mit einer Lochreihe versehenen Brennerrohr besteht.
Gasbeheizte Grillgeräte bestehen im Wesentlichen aus einem quaderförmigen Gerätegehäuse, in dessen oberem Bereich unterhalb der Grillfläche in waagrech­ ter Ebene Rohr-Lochbrenner aus im Abstand parallel nebeneinander liegenden Brennerrohren angeordnet sind. Oftmals sind in einem Grillgerät mehrere getrennt zuschaltbare Brennereinheiten vorgesehen, die wahlweise einzeln oder gemeinsam über Gasarmaturen an eine Gasleitung (z. B. einer Gasflasche) angeschlossen werden können. Dabei sind die verschiedensten Ausbildungen der Rohr-Lochbrenner bekannt.
In der DE 42 13 197 C2 sind Rohr-Lochbrenner aus U-förmig gebogenen Brenner­ rohren beschrieben, wobei die beiden Rohrschenkel einer Brennereinheit mit oberen Lochreihen versehen sind. Das Gas wird über von Einschaltknebeln betä­ tigten Gaseintrittshähnen und ein zwischen den beiden gelochten Rohrschenkeln liegendes ungelochtes Gaszuführungsrohr im Bereich des hinteren Krümmungsbo­ gens zugeführt. Das Gaszuführungsrohr ist deshalb ungelocht, weil im Zufüh­ rungbereich des Brenngases die Gefahr besteht, dass die Gasflammen abreißen, sobald die Gasaustrittsgeschwindigkeit aus den Austrittsöffnungen der Loch­ reihe größer ist als die Zündgeschwindigkeit, was unbedingt vermieden werden muss. Hinter der Gasdüse muss deshalb zunächst ein längeres ungelochtes Rohr­ stück vorgesehen werden. Zu jeder Brennereinheit gehört in der Regel eine Bedienungsarmatur, eine Zündvorrichtung und eine Thermosicherung, was aufwen­ dig ist. Deshalb hat man in der DE 42 13 197 C2 eine Überzündvorrichtung von einer Brennereinheit auf die danebenliegende vorgesehen, um mit einer einzigen Zündvorrichtung auszukommen; die Bedienungsarmaturen und Thermo­ sicherungen je Brennereinheit bleiben aber bestehen.
Um eine höhere Heizleistung eines Rohr-Lochbrenners der in der DE 42 13 197 C2 beschriebenen Art mit gleichem materiellen Aufwand zu erreichen kommt es darauf an, das ungelochte Gaszuführungsrohr möglichst weitgehend ebenfalls als gelochtes Brennerrohr verwenden zu können. Dies kann durch eine im Gaszu­ führungsbereich das einströmende Gas bremsende Vorrichtung geschehen. Es sind zwar bei den verschiedenartigsten Gasbrennern unterschiedliche Einbauten im Weg des einströmenden Gases bekannt, diese Einbauten verfolgen aber ganz andere Ziele. Es geht dabei nicht um die Ausnutzung des Gaszuführungsrohres als zusätzliches Brennerrohr bei einem Rohr-Lochbrenner.
Die DE-PS 115 863 beschreibt eine Generatorfeuerung mit einem vorgelagerten Quersteg (a), an welchem sich Gas- und Luftstrom kreuzen sollen, damit durch die feine Zerteilung eine rauchfreie Verbrennung erzielt und das Entstehen einer Stichflamme verhindert wird. Diese Probleme treten bei Rohr-Lochbrennern der beanspruchten Art keine Rolle.
Bei der GB 2 260 806 A soll durch ein im Einströmungsbereich vor die Gasdüse gesetztes Gitter bewirkt werden, dass die austretenden Flammen nicht wie üblich blau brennen, sondern ein wärmer erscheinendes gelbes Flammenbild entsteht. Das Gitter 20 bzw. 110 befindet sich deshalb im oder direkt vor dem Auslass des Gases. Bei Rohr-Lochbrennern der beanspruchten Art sollen aber im Gegenteil hierzu die Gasflammen möglichst blau brennen.
Das Problem einer möglichst gleichmäßigen Flammenausbildung an einem sich um seine Längsachse drehenden Rohrbrenner wird bei der GB 335 256 dadurch gelöst, indem das einströmende Gas/Luft-Gemisch über einen parallelen Kanal 8 inner­ halb des Rohrzylinders bis etwa zur Mitte des Brenners geleitet wird. Von dort strömt ein Teil des Gas/Luft-Gemisches in das hintere Ende des Brenners, und der andere Teil oberhalb der Trennwand 10 zurück in den vorderen Bereich. Wenn es sich nicht um einen Brenner handeln würde, welcher um seine Längsachse rotiert, wäre der ganze Aufwand nicht notwendig; dann könnte man das Brenngas direkt in der Brennermitte zuführen.
Der Gasbrenner gemäß FR 1 410 817 besitzt eine Verteilungskammer 22, in welcher an verschiedenen Stellen Deflektoren 37 bis 41 angebracht sind, um eine möglichst gleichmäßige Gasverteilung in den Brenneröffnungen zu er­ reichen. Mit dem Ziel vorliegender Erfindung hat dies nichts zu tun. Der in der DE-PS 551 363 beschriebene Bratrost kann mit nach unten gerichteten Brenneröffnungen eingesetzt werden. Am Stutzen 3 ist an seiner Außenfläche eine gewellte Profilierung zu erkennen, deren Sinn nicht angegeben ist. Sie könnte zum besseren Halt eines aufgesteckten Schlauches oder aber lediglich zur besseren Handhabung beim Wenden des Rostes dienen. Über die Ausbildung der inneren Oberfläche ist jedenfalls nichts gezeigt oder ausgesagt.
Durch den Krümmer 4 in der CH-PS 469 474 soll keine Bremswirkung des Gas­ stromes erreicht werden, sondern der Krümmer 4 ist so elegant gebogen, damit der Gasstrom möglichst störungsfrei in das darüber liegende Brennerrohr gelangt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, das Gaszuführungsrohr bei einem Rohr-Lochbrenner ebenfalls weitgehend als Brennerrohr nutzen zu können, damit man mit einer Brennereinheit bei vergleichbarem materiellen Aufwand eine höhere Heizleistung erreicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden die im Patentanspruch angegebenen Merkmale vorgeschlagen.
Mit der Erfindung ist es beispielsweise möglich, bei einem Brenneraufbau wie er in der DE 42 13 197 C2 gezeigt ist, auch das mittlere Gaszuführungsrohr als Brennerrohr auszubilden, d. h. mit einer Lochreihe zu versehen. Es leuchtet ein, daß damit die gesamte Leistung einer Brennereinheit wesentlich erhöht wird. Das Prinzip ist aber nicht auf einen Rohr-Lochbrenner gemäß der DE 42 13 197 C2 beschränkt, sondern auch bei Brennern mit einem anderen Aufbau anwendbar, wenn auch die prozentuale Erhöhung der Brennerleistung je nach Brenneraufbau unterschiedlich sein mag.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 Den Aufbau eines Grillgerätes in Perspektive.
Fig. 2 Einen Rohr-Lochbrenner mit einem U-förmig Brennerrohr und einem zwischen den beiden Brennerschenkeln angeordnetem Gaszuführungsrohr, welches ebenfall als Brennerrohr dient.
Fig. 3 Den senkrechten Schnitt durch das Gaszuführungsrohr im Gaszuführungs­ bereich mit einer Rohr-Eindellung.
Fig. 4 Den senkrechten Schnitt durch das Gaszuführungsrohr im Gaszuführungs­ bereich mit einer Gasdüse, welche das einströmende Gas schräg auf die innere Wandung des Gaszuführungsrohres richtet.
Fig. 5 Die Kombination einer Rohr-Eindellung mit einem auf die Rohrein­ dellung gerichteten schrägen Düsenkanal der Gasdüse.
Der Grundaufbau des Grillgerätes 1 besteht nach Fig. 1 aus dem quaderförmigen Gehäuse 2 mit den Standbeinen 3 an den vier Ecken und den im oberen Bereich in waagrechter Ebene nebeneinander liegenden Rohr-Lochbrennern 4.
Die Armaturen, Zündvorrichtungen und Thermosicherungen sind nicht dargestellt. Über die Rohr-Lochbrenner 4 kann ein Grillrost oder eine Bratpfanne in das Gehäuse 2 eingesetzt werden. Die beiden Brennereinheiten werden je nach Bedarf einzeln oder gemeinsam mittels der Bedienungsknebel B in Betrieb gesetzt. Ein Rohr-Lochbrenner 4 ist in Fig. 2 in der Draufsicht dargestellt. Er besteht aus dem mittleren Gaszuführungsrohr 5a und den beiden seitlichen Brennerrohren 5b und 5c, welche über den Krümmungsbogen 6 gasleitend mitein­ ander verbunden sind. Über die nicht dargestellten Armaturen wird das Gas (z. B. aus einer Gasflasche) an der durch den Pfeil P gekennzeichneten Stelle zugeführt. Das Gas gelangt über 5a in den hinteren Krümmungsbogen 6 und ver­ teilt sich von dort in die beiden seitlichen Brennerrohre 5b und 5c. Wenn die Brennereinheit über die Zündvorrichtung Z gezündet wird, springt die Flammenreihe entlang der Lochreihe des Brennerrohres 5b, von dort über die Überzündbrücken 7 auf das ebenfalls mit einer Lochreihe versehene Gaszufüh­ rungsrohr 5a sowie das andere Brennerrohr 5c. In dem Gaszuführungsrohr 5a ist es wegen des hier herrschenden Gasdruckes hinter der Gasdüse normalerweise innerhalb einer längeren Strecke nicht möglich Gasaustrittsöffnungen vorzu­ sehen, weil die sich bildenden Flammen abreißen würden. Mit den in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Maßnahmen ist es aber möglich, das Gaszuführungsrohr 5a ebenfalls weitgehend als Brennerrohr auszubilden.
Fig. 3 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den ungelochten kurzen Anfangs­ abschnitt A des Gaszuführungsrohres 5a in größerem Maßstab. In den Strömungs­ weg des Gases ist eine die Gasströmung bremsende und verwirbelnde Schikane vorgesehen, welche aus einer Rohreindellung (S) besteht. Es sind aber auch andere Gestaltungen denkbar.
Eine vergleichbare Wirkung kann erzielt werden, indem der aus der Gasdüse 9 austretende Gasstrahl nicht wie üblich zentral axial in das Gaszuführungsrohr geleitet wird, sondern über einen schräg auf die Rohrwandung gerichteten Düsenkanal 8, wie in Fig. 4 schematisch angedeutet ist.
Besonders wirksamm ist die Anwendung beider Maßnahmen, indem man den schrägen Gastrahl auf die Schikane (Rohreindellung) richtet. Fig. 5 zeigt die Kombina­ tion beider Maßnahmen, welche aber auch einzeln angewandt werden können. Die Folge ist, dass man die Lochreihe des Gaszuführungsrohres 5a bis sehr nahe an den Einströmungsbereich des Brenners führen kann, d. h. der ungelochte Abschnitt A des Gaszuführungsrohres 5a sehr kurz sein kann, und deshalb prak­ tisch das gesamte Gaszuführungsrohr 5a als Brennerrohr zur Verfügung steht. Das Ausmaß der Verwirbelung der einströmenden Gase ist in den Zeichnungen angedeutet. Aus einer Brennereinheit mit zwei Brennerrohrschenkeln entsteht eine Brennereinheit mit drei Brennerrohren, was eine Steigerung der Heizleis­ tung um ca. ein Drittel bedeutet.
Bei einem Grillgerät, welches seither mit drei herkömmlichen Brennereinheiten ausgestattet werden musste, also insgesamt sechs Brennerrohre aufwies, genügen bei einer Brennereinheit gemäß der Erfindung mit jetzt drei 'Brennerrohren' lediglich zwei Brennereinheiten um auf die Heizleistung von insgesamt sechs Brennerrohren zu kommen. Dies bedeutet eine wesentliche Reduzierung des Auf­ wandes an. Regelarmaturen. Aber auch bei anderem Brenneraufbau kann die Heiz­ leistung einer Brennereinheit erhöht werden, weil der erforderliche unge­ lochte Brennerrohrteil merklich verkürzt werden kann.

Claims (2)

1. Rohr-Lochbrenner für gasbeheizte Grillgeräte, welcher aus mindestens einem an eine Gaszufuhrdüse anschließbaren und mit einer Lochreihe versehenen Brennerrohr besteht, insbesondere Rohr-Lochbrenner mit einem U-förmig ge­ bogenen Brennerrohr, zwischen dessen beiden gelochten Rohrschenkeln ein Gaszuführungsrohr parallel mit Abstand verläuft, welches an das U-förmig gebogene Brennerrohr im Bereich von dessen hinterem Krümmungsbogen gas­ führend angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass im ungelochten Gasanschlussbereich (A) des Gaszuführungsabschnittes des Rohr-Lochbrenners vor der Gaszufuhrdüse (9) eine Rohreindellung (S) als eine das einströmende Gas bremsende Schikane vorgesehen ist.
2. Rohr-Lochbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaszufuhrdüse (9) mit ihrem Gasaustrittskanal (8) schräg auf Rohreindellung (S) gerichtet ist.
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