DE19942016A1 - Verfahren zur Herstellung einer Bodensäule aus tragfähigem körnigen Füllmaterial - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Bodensäule aus tragfähigem körnigen Füllmaterial

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Bodensäule aus tragfähigem körnigen Füllmaterial zur Abtragung von Lasten, bei dem ein Verdrängerrohr in das Erdreich eingetrieben, mit Füllmaterial befüllt und anschließend durch Ziehen des Verdrängerrohres das Füllmaterial durch die Rohröffnung gegen die Wandung der im Erdreich gebildeten Ausnehmung gerichtet entleert wird.

Description

Zur Stabilisierung des Bodenuntergrundes und zur Abtragung von Bauwerks- und Verkehrlasten ist es bekannt, in einem vor­ gegebenen Bereich an mehreren Stellen im Erdreich eine bohr­ lochartige Ausnehmung mit Hilfe eines Verdrängerrohres zu schaffen, das so weit in das Erdreich eingetrieben wird, bis eine tragfähige Bodenschicht erreicht ist. In das Verdränger­ rohr wird dann ein tragfähiges, kornabgestuftes Füllmaterial, wie Kies, Sand, Gestein, Brechkorn oder dergl. mit oder ohne Bindemittel eingeführt. Anschließend wird das Verdrängerrohr schrittweise gezogen, so daß das Füllmaterial aus dem Ver­ drängerrohr in die Ausnehmung übertreten kann. Durch wieder­ holtes Absenken des Verdrängerrohres unter Krafteinwirkung kann das in die Ausnehmung übergetretene Füllmaterial ver­ dichtet werden.
Ein Problem bei dieser Verfahrensweise ent­ steht dadurch, daß das Füllmaterial beim Ziehen aus dem Ver­ drängerrohr unter Bildung eines Schüttkegels in die Ausneh­ mung übertritt, so daß insbesondere bei fließfähigen Boden­ schichten das umliegende Erdreich in den bestehenden, wenn auch geringen Freiraum eintritt und so die Packungsdichte der Bodensäule in diesem Bereich mindert.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wird gemäß der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Bodensäule aus tragfähigem körnigem Füllmaterial zur Abtragung von Lasten vorgeschlagen, bei dem ein Verdrängerrohr in das Erdreich eingetrieben, mit Füllmaterial gefüllt und anschließend durch Ziehen des Ver­ drängerrohres das Füllmaterial durch die Rohröffnung gegen die Wandung der im Erdreich gebildeten Ausnehmung gerichtet entleert wird. Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, daß durch eine gezielte Führung des aus der Rohröffnung austre­ tenden Füllmaterials gegen die Wandung der Ausnehmung im Erd­ reich das umliegende Erdreich daran gehindert wird, das Füllmaterial zu durchsetzen. Hierbei ist insbesondere vor­ teilhaft, daß das mit Füllmaterial gefüllte Verdrängerrohr durch Rütteln oder Vibrieren gezogen wird, so daß das im Ver­ drängerrohr enthaltene Füllmaterial bis zu einem gewissen Grade vorverdichtet wird und somit als kompakter Füllmateri­ alstrom die Rohröffnung verläßt und sich hierbei unmittelbar an die Wandung der Ausnehmung anlegt. In besonders zweckmäßi­ ger Ausgestaltung der Erfindung ist hierbei vorgesehen, daß während der Verdichtung des Füllmaterials in der Ausnehmung die Rohröffnung zumindest teilweise verschlossen wird. Damit wirkt das auf dem in die Ausnehmung übergetretenen Füllmate­ rial aufsitzende Rohrende des Verdrängerrohres zugleich als Verdichtungsstempel.
Gemäß der Erfindung ist zur Durchführung des Verfahrens zur Herstellung einer Bodensäule aus tragfähigem körnigem Füllma­ terial zur Abtragung von Lasten vorgesehen eine Vorrichtung mit einem in das Erdreich eintreibbaren und mit Füllmaterial befüllbaren Verdrängerrohr, das im Bereich seiner Rohröffnung mit einem im Rohrinnern angeordneten Leitmittel versehen ist, durch das das Füllmaterial bei seinem Austritt aus der Rohr­ öffnung gegen die Wandung der Ausnehmung im Erdreich gelenkt wird. Durch eine gezielte Führung des austretenden Füllmate­ rialstromes gegen die Wandung des Erdreichs wird diese unmit­ telbar abgestützt und ein eindringen von Erdreich in das Füllmaterial praktisch vermieden. Durch die Anordnung des Leitmittels im Rohrinnern weist das Verdrängerrohr eine glat­ te Außenfläche auf, so daß sowohl beim Eintreiben, als auch beim Ziehen und beim verdichtenden Absenker der Reibwider­ stand gering gehalten werden kann.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Leitmittel axial mit Abstand am freien Rand der Rohröffnung angeordnet ist. Dies erlaubt einfach aufgebaute Leitmittel, beispielsweise in Form eines zentralen gegen die Durchlauf­ richtung des Füllmaterials konisch zulaufenden Einsatzes, der zum einen beim Ziehen den Übertritt des Füllmaterials in die Ausnehmung unmittelbar im Bereich der Wandung der Ausnehmung bewirkt und der zum anderen beim verdichtenden Absenken des Verdrängerrohrs eine entsprechende Gegendruckfläche bildet, die ein Zurückschieben des Füllmaterials in das Verdränger­ rohr verhindert und eine ausreichende Kraftwirkung auf die in der Ausnehmung befindliche Füllmaterialmenge erlaubt.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß das Leitmittel durch einen im Bereich der Rohröffnung ange­ ordneten Quersteg gebildet wird. Die Anordnung eines derarti­ gen Quersteges erlaubt eine sehr stabile Verbindung zwischen Verdrängerrohr und Leitmittel, das auch die Übertragung gro­ ßer Verdichtungskräfte erlaubt. Zum anderen wird durch den Quersteg ein freier "Abfluß" des im Verdrängerrohr vorhande­ nen Füllmaterials beim Ziehen nicht behindert.
Aus DE-U-296 11 427 ist ein rohrförmiger Verdrängerkörper zum Einbringen von Füllmaterial in das Erdreich bekannt, dessen Ende zweiseitig schräg und damit schneidenförmig zulaufend angeschnitten und mit zwei an der Außenwandung angelenkten, zur Rohrachse hin in Schließstellung gegeneinander schwenkba­ ren Klappen versehen ist. Bei geschlossenen Klappen bilden diese eine Schneide. Beim Ziehen des Verdrängerrohres sollen die Klappen nach außen schwenken, so daß das Füllmaterial aus dem Verdrängerrohr in die im Erdreich erzeugte Ausnehmung übertreten kann. Da die Klappen sich schon nach einer gerin­ gen Schwenkbewegung an der Wandung der Ausnehmung anlegen und somit nicht der volle Rohrquerschnitt freigegeben wird, tritt das Füllmaterial auch nur im Bereich der Rohrachse aus und bildet einen Schnittsattel. Hinter den Klappen bleibt ein Freiraum, in den das umgebende Erdreich eindringen kann.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgese­ hen, daß das im Rohrinnern angeordnete Leitmittel eine Klap­ penanordnung aufweist, die beim Ziehen des Verdrängerrohres zur Rohrachse öffnend abschwenkbar ausgebildet ist. Auch bei einem derart ausgebildeten Leitmittel ist gewährleistet, daß beim Ziehen das Füllmaterial aus der Rohröffnung gegen die Wandung der Ausnehmung im Erdreich gerichtet, ohne Bildung eines Freiraums austritt und diese unmittelbar am Rohrende abstützt. Zweckmäßig ist es hierbei, wenn die Klappenanord­ nung mit Anschlagelementen zur Begrenzung der Öffnungsbewe­ gung versehen ist.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß als Quersteg eine mit der Wandung des Ver­ drängerrohrs verbundene Tragachse vorgesehen ist, an der zwei gegenläufig zur Rohrachse abschwenkbare Klappen angeordnet sind. Vorteilhaft ist hierbei ferner, wenn zur Abstützung oberhalb der Tragachse ein fest mit dem Verdrängerrohr ver­ bundener Stützsteg angeordnet ist. Durch diesen Stützsteg kann die mechanische Belastung der Tragachse beim verdichten­ den Absenken aufgenommen werden, was darüber hinaus die Mög­ lichkeit bietet, den Stützsteg fest mit der Rohrwandung zu verbinden, während die Tragachse und die damit verbundenen Klappen vom Verdrängerrohr zu Reparaturzwecken gelöst werden können.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß für das Eintreiben des Verdrängerrohres die Rohröffnung mit einer lösbaren Fußplatte verbunden ist. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß beim Eintreiben des Verdrängerrohres durch die Fußplatte das Leitmittel, insbesondere ein als Klappenanordnung ausgebildetes Leitmittel gegen Beschädigun­ gen geschützt ist. Die Fußplatte ist als verlorene Fußplatte ausgebildet und verbleibt beim Ziehen des Verdrängerrohres im Erdreich.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Leitmittel durch einen in Richtung der Rohröffnung konisch zulaufenden Kragen gebildet wird, der eine Austritts­ öffnung für das Füllmaterial begrenzt, wobei die Ebene der Austrittsöffnung gegenüber der Ebene der Rohröffnung zurück­ versetzt angeordnet ist. Durch ein derart ausgebildetes Leit­ mittel ist sichergestellt, daß sich das aus der vom Kragen begrenzten Austrittsöffnung austretende Füllmaterial sich in seinem natürlichen Schüttkegel gegen die Wandung des Ver­ drängerrohres ausbreitet, so daß sich noch innerhalb des Ver­ drängerrohres bereits eine "Füllmaterialscheibe" ausgebildet hat, die den gesamten Querschnitt der Ausnehmung aufweist und damit beim Ziehen des Verdrängerrohres das seitliche Nach­ drücken des umgebenden Erdreichs unterbunden wird. Durch die Anordnung des konischen Kragens ist auch hier wiederum im Endbereich des Verdrängerrohres eine ausreichende Reaktions­ fläche vorhanden, die beim Absenken des Verdrängerrohres die notwendige Krafteinleitung auf das Füllmaterial erlaubt und zum anderen ein Zurückdrücken von Füllmaterial in das Ver­ drängerrohr praktisch unterbindet.
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Aus­ führungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtanordnung zur Erstellen einer Boden­ säule aus tragfähigem körnigem Füllmaterial,
Fig. 2 die Anordnung gem. Fig. 1 mit fertiggestellter Bodensäule,
Fig. 3 den Einfüll- und Verdichtungsvorgang nach dem Stande der Technik,
Fig. 4 eine erste Ausführungsform der Erfindung mit einem konischen Kragen als Leitmittel,
Fig. 5 eine Ausführungsform mit einem als Quersteg ausge­ bildeten Leitmittel,
Fig. 6 eine Ausführungsform mit einem Leitmittel in Form einer Klappenanordnung,
Fig. 7 einen Schnitt gem. der Linie VII-VII in Fig. 6.
In Fig. 1 ist in einem Vertikalschnitt der Bodenbereich für ein Bauvorhaben dargestellt, der einen mehrschichtigen Aufbau aufweist. Die obere, beispielsweise durch eine Auffüllung ge­ bildete Bodenschicht 1 und die darunterliegende, beispiels­ weise durch Schluff gebildete Weichschicht 2, weisen für das geplante Bauvorhaben nicht die notwendige Tragfähigkeit auf, die erst durch die Bodenschicht 3 gewährleistet ist.
Um bei einer derartigen Bodenschichtung die Tragfähigkeit zu bewirken, werden nun in dem vorgesehenen Bereich mit Abstand zueinander in einem vorgegebenen Raster sogenannte Bodensäu­ len erstellt.
Zur Erstellung der Bodensäulen wird ein an einem Fahrwerk 4 mit Mäkler 5 geführtes Verdrängerrohr 6 in das Erdreich ein­ getrieben. Zum Eintreiben ist das obere Ende des Verdränger­ rohres 6 mit einer entsprechenden Eintreibvorrichtung 7, bei­ spielsweise in Form einer Ramme oder, wie hier dargestellt, in Form einer Rüttel- oder Vibrationseinrichtung fest verbun­ den. Über einen entsprechenden Seilzug 8 kann beim Eintreiben das Verdrängerrohr abgesenkt und zum Ziehen entsprechend wie­ der angehoben werden. Am oberen Ende ist das Verdrängerrohr 6 ferner mit einem Einfülltrichter 9 für ein tragfähiges körni­ ges Füllmaterial, beispielsweise Kiessand mit vorgegebener Kornverteilung angeordnet, das auch mit Bindemittel versetzt sein kann. Der Einfülltrichter 9 kann mit dem Verdrängerrohr 6 verbunden sein oder verfahrbar am Mäkler 5 angeordnet sein.
Das Erstellen einer sogenannten Bodensäule erfolgt in der Weise, daß zunächst mit Hilfe der Eintreibvorrichtung 7 das Verdrängerrohr 6 durch die nicht tragfähigen Bodenschichten 1 und 2 hindurchgetrieben wird und in die tragfähige Boden­ schicht 3 so weit eingetrieben wird, daß die geforderte Trag­ fähigkeit der einzubringenden Bodensäule gewährleistet ist. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Rohr­ öffnung 10 des in das Erdreich eindringenden Endes des Ver­ drängerrohres 6 mit einer sogenannten Fußplatte 11 abge­ schlossen, die jedoch auf die Rohröffnung 10 nur aufgesetzt ist und beim Ziehen des Verdrängerrohres 6 im Erdreich ver­ bleibt. Das Eintreiben des Verdrängerrohres 6 kann auch ohne Fußplatte 11 erfolgen.
Über den Einfülltrichter 9 wird das Verdrängerrohr 6, wie vorstehend bereits erwähnt, mit einem tragfähigen körnigen Füllmaterial, beispielsweise Kiessand, gefüllt. Die Befüllung kann vor, während oder insbesondere gegen Ende des Eintrei­ bens oder nach dem Eintreiben des Verdrängerrohres erfolgen.
Nach Erreichen der vorgesehenen Tiefe wird mit dem Seilzug 8 bei eingeschalteter Vibrationseinrichtung 7 das Verdränger­ rohr 6 nun schrittweise angehoben, so daß aus der Rohröffnung 10 das im Verdrängerrohr enthaltene Füllmaterial entsprechend in die in das Erdreich eingebrachte Ausnehmung übertreten kann. Zweckmäßigerweise wird nach jedem Ziehschritt das Ver­ drängerrohr 6 je nach der verwendeten Eintreibvorrichtung 7 und Krafteinwirkung, beispielsweise vibrierend, wieder abge­ senkt, so daß die in der Ausnehmung im Erdreich befindliche Füllmasse unter Verdichtung gegen die Wandung der Ausnehmung gepreßt wird und hierbei auch in "Weichstellen" oder "Weich­ zonen" eingepreßt wird. Da die Bodenschichtung durch vorheri­ ge Bodenproben im wesentlichen bekannt ist, kann die jeweili­ ge Länge der Zieh- und Verdichtungsschritte entsprechend be­ messen werden, so daß der vorgegebene Kernquerschnitt der zu erstellenden Bodensäule eine einheitliche hohe Packungsdichte aufweist.
In Fig. 2 ist die Anordnung gem. Fig. 1 mit fertiggestellter Bodensäule 12 dargestellt.
Wird nun, wie schematisch in Fig. 3 wiedergegebenen, in den bisher bekannten Verfahren das freie Ende des Verdrängerroh­ res konisch zulaufend ausgebildet, so daß sich eine Rohröff­ nung 10.1 bildet, die gegenüber dem Durchmesser des Verdrän­ gerrohres 6 einen geringeren Durchmesser aufweist, dann bil­ det sich beim Ziehen des Verdrängerrohres 6 oberhalb des be­ reits befüllten und verdichteten Säulenbereichs 12.1 ein aus Füllmaterial 13 gebildeter Schüttkegel 14 sowie ein ringför­ miger Freiraum 15 aus. Bei wenig standfähigem Erdreich flie­ ßen hier entsprechende Anteile des Erdreichs in Richtung der Pfeile 16 in diesen Freiraum 15 und beim weiteren Ziehen in das noch lose Füllmaterial ein und vermischen sich mit die­ sem, so daß beim anschließenden Verdichten der gewünschte ho­ he Verdichtungsgrad, wie er an sich mit dem gegebenen Füllma­ terial möglich wäre, nicht erreicht wird.
Die mit dem Verfahren gemäß der Erfindung erzielbaren Vortei­ le lassen sich anhand von Fig. 4 im Vergleich zum Stand der Technik gem. Fig. 3 erkennen. Bei dieser Anordnung ist das Verdrängerrohr 6 mit einem Leitmittel 17, hier in Form eines konischen Kragens versehen, der eine Austrittsöffnung 18 be­ grenzt, deren Ebene gegenüber der Ebene der Rohröffnung 10 axial zurückversetzt angeordnet ist.
Das Leitmittel 17 bewirkt nun beim Ziehen des Verdrängerroh­ res 6, daß das Füllmaterial 13 sich noch innerhalb des Be­ reichs zwischen der Austrittsöffnung 18 und der Rohröffnung 10 als Schnittkegel 14 radial nach außen ausbreitet, so daß beim Übertritt die nur vom umliegenden Erdreich begrenzten Ausnehmung unmittelbar in der durch das Erdreich gebildeten Wandungen zur Anlage kommt und damit, anders als bei dem Ver­ fahren gem. Fig. 3, von der Seite her umgebendes Erdreich in die Füllmaterialpackung praktisch nicht eindringen kann. Wird zum Verdichten das Verdrängerrohr 6 abgesenkt, dann wird durch den konisch zulaufenden Kragen 17 unter der Gegenwir­ kung des bereits in der Ausnehmung befindlichen Füllmaterials nicht nur der im Zwischenraum zwischen Austrittsöffnung 18 und Rohröffnung 10 befindliche Schüttkegel 14 an die Rohrin­ nenwandung gedrückt sondern das Füllmaterial insgesamt in axialer Richtung verdichtet, so daß bei entsprechend weichen Zonen des umgebenden Erdreichs der Ausnehmung das Füllmateri­ al auch in radialer Richtung in das umgebende Erdreich einge­ preßt wird. Weder beim Ziehen noch beim nachfolgenden Ver­ dichten kann hierbei praktisch eine Vermischung mit umgeben­ den Erdreich stattfinden.
In Fig. 5 ist eine abgewandelte Ausführungsform dargestellt, bei der das Leitmittel 17 durch eine mit Abstand zur Rohröff­ nung 10 angeordnete Quertraverse gebildet wird. Die Quertra­ verse ist starr mit der Rohrwandung verbunden und nach oben keilförmig zulaufend ausgebildet. Durch diese Quertraverse wird das im Verdrängerrohr 6 befindliche Füllmaterial 13 beim Ziehen des Verdrängerrohres so umgelenkt, daß es sich unmit­ telbar beim Austritt aus der Rohröffnung 10 an die Wandung der Ausnehmung im Erdreich anlegt und das Erdreich abstützt, so daß kein Erdreich in die vom Füllmaterial gebildete Packung eindringen kann. Zum Verdichten kann das Verdrängerrohr 6 wiederum mit Kraftwirkung abgesenkt werden, wobei die Un­ terfläche 17.2 im Zusammenwirken mit der durch die Quertra­ verse 17 begrenzten Austrittsöffnung 17.1, die zur Einleitung der Verdichtungskraft in die Füllmaterialpackung benötigte Krafteinwirkung ermöglicht.
Statt einer Quertraverse ist es aber auch möglich, einen ent­ sprechenden nach oben konisch zulaufenden und über seitliche Arme mit dem Verdrängerrohr verbundenen zentralen Einsatz vorzusehen, der in seiner Wirkung als Leitmittel für das Füllmaterial im wesentlichen der Wirkung einer entsprechen­ den Quertraverse entspricht.
In Fig. 6 und 7 ist in einem weiteren Vertikalschnitt eine besondere Ausführungsform für ein Leitmittel 17 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist das Leitmittel als Klappenan­ ordnung 19 ausgebildet. Die hier dargestellte bevorzugte Aus­ führungsform weist eine als Quertraverse dienende Tragachse 20 auf, an der zwei gegenläufig nach unten abschwenkbare Klappen 19.1 und 19.2 angelenkt sind. Der Öffnungsweg der hier in ihrer Schließstellung dargestellten Klappenanordnung 19 wird durch wenigstens ein mit der Rohrwandung fest verbun­ denes Anschlagelement 21 begrenzt, so daß in der Öffnungs­ stellung die Klappenanordnung 19 die gestrichelte Position einnimmt und das austretende Füllmaterial gegen die Wandung der Ausnehmung lenken.
Da auch bei dieser Ausführungsform zumindest beim Verdichten des in die Ausnehmung im Erdreich eingefüllten Füllmaterials der Verdichtungsdruck aufgenommen werden muß, ist, wie aus Fig. 7 ebenfalls zu ersehen, der Tragachse 20 oberhalb ein Stützsteg 22 zugeordnet, der fest mit dem Verdrängerrohr 6 verschweißt ist. Der Stützsteg 22 weist jeweils zwischen den Scharnierteilen 23 der Klappen 19.1 und 19.2 liegende Ansätze 24 auf, die mit der Tragachse 20 berührend in Verbindung ste­ hen, so daß bei einer Krafteinwirkung während des Verdich­ tungsvorganges die Tragachse 20 im Bereich der stärksten Krafteinwirkung schräg am Stützsteg 22 abgestützt ist.

Claims (14)

1. Verfahren zur Herstellung einer Bodensäule aus tragfähigem körnigem Füllmaterial zur Abtragung von Lasten, bei dem ein Verdrängerrohr in das Erdreich eingetrieben, mit Füllmaterial befüllt und anschließend durch Ziehen des Verdrängerrohres das Füllmaterial durch die Rohröffnung gegen die Wandung der im Erdreich gebildeten Ausnehmung gerichtet entleert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Entleeren durch abschnittsweises Ziehen des Verdrängerrohres in aufeinanderfolgenden Ziehschritten erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach jedem Ziehschritt das in die Ausnehmung im Erdreich entleerte Füllmaterial durch erneutes Eintreiben des Verdrän­ gerrohres verdichtet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß während der Verdichtung des Füllmaterials die Rohröffnung zumindest teilweise verschlossen wird.
5. Vorrichtung zur Herstellung einer Bodensäule aus tragfähi­ gem körnigem Füllmaterial für die Abtragung von Lasten, zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, mit einem in das Erdreich eintreibbaren und mit Füllmaterial be­ füllbaren Verdrängerrohr (6), das im Bereich seiner Rohröff­ nung (10) mit einem im Rohrinnenraum angeordneten Leitmittel (17) versehen ist, durch das das Füllmaterial bei seinem Aus­ tritt der Rohröffnung (10) gegen die Wandung der Ausnehmung im Erdreich gelenkt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitmittel (17) axial mit Abstand zum freien Rand der Rohröffnung (10) zurückversetzt angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich­ net, daß das Leitmittel (17) durch einen im Bereich der Rohr­ öffnung (10) angeordneten Quersteg gebildet wird.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Leitmittel (17) eine Klappenanordnung (19) aufweist, die zur Rohrachse abschwenkbar ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Klappenanordnung (19) mit Anschlagele­ menten (22) zur Begrenzung der Öffnungsbewegung versehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß als Quersteg eine mit der Wandung des Ver­ drängerrohres (6) verbundene Tragachse (20) vorgesehen ist, an der zwei gegenläufig schwenkbare Klappen (19.1, 19.2) an­ geordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abstützung oberhalb der Tragachse (20) ein fest mit dem Verdrängerrohr (6) verbundener Stütz­ steg (22) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß für das Eintreiben des Verdrängerrohres (6) die Rohröffnung (10) lösbar mit einer Fußplatte (11) ver­ bunden ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Leitmittel (17) durch ein in Richtung der Rohröffnung (10) konisch zulaufenden Kragen gebildet wird, der eine Austrittsöffnung (18) begrenzt, wobei die Ebe­ ne der Austrittsöffnung (18) gegenüber der Ebene der Rohröff­ nung (10) zurückversetzt angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdrängerrohr (6) an seinem oberen Ende mit einem Befülltrichter (9) in Verbindung steht.
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