DE19945611A1 - Proximaler Humerusnagel - Google Patents
Proximaler HumerusnagelInfo
- Publication number
- DE19945611A1 DE19945611A1 DE1999145611 DE19945611A DE19945611A1 DE 19945611 A1 DE19945611 A1 DE 19945611A1 DE 1999145611 DE1999145611 DE 1999145611 DE 19945611 A DE19945611 A DE 19945611A DE 19945611 A1 DE19945611 A1 DE 19945611A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- shaft
- bores
- nail according
- main plane
- proximal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 210000002758 humerus Anatomy 0.000 title claims description 16
- 210000000988 bone and bone Anatomy 0.000 claims description 23
- 230000000295 complement effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 claims description 2
- 239000012634 fragment Substances 0.000 description 9
- 210000004095 humeral head Anatomy 0.000 description 4
- 206010017076 Fracture Diseases 0.000 description 3
- 238000010079 rubber tapping Methods 0.000 description 3
- 208000007981 Humeral Fractures Diseases 0.000 description 2
- 206010020462 Humerus fracture Diseases 0.000 description 2
- 241001436793 Meru Species 0.000 description 2
- 210000004204 blood vessel Anatomy 0.000 description 2
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 2
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 210000001519 tissue Anatomy 0.000 description 2
- 208000010392 Bone Fractures Diseases 0.000 description 1
- 208000028389 Nerve injury Diseases 0.000 description 1
- UZHDGDDPOPDJGM-UHFFFAOYSA-N Stigmatellin A Natural products COC1=CC(OC)=C2C(=O)C(C)=C(CCC(C)C(OC)C(C)C(C=CC=CC(C)=CC)OC)OC2=C1O UZHDGDDPOPDJGM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 208000027418 Wounds and injury Diseases 0.000 description 1
- 210000003484 anatomy Anatomy 0.000 description 1
- 239000003864 humus Substances 0.000 description 1
- 208000014674 injury Diseases 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 210000005036 nerve Anatomy 0.000 description 1
- 230000008764 nerve damage Effects 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
- 210000002435 tendon Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B17/00—Surgical instruments, devices or methods
- A61B17/56—Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor
- A61B17/58—Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor for osteosynthesis, e.g. bone plates, screws or setting implements
- A61B17/68—Internal fixation devices, including fasteners and spinal fixators, even if a part thereof projects from the skin
- A61B17/72—Intramedullary devices, e.g. pins or nails
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B17/00—Surgical instruments, devices or methods
- A61B17/56—Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor
- A61B17/58—Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor for osteosynthesis, e.g. bone plates, screws or setting implements
- A61B17/68—Internal fixation devices, including fasteners and spinal fixators, even if a part thereof projects from the skin
- A61B17/72—Intramedullary devices, e.g. pins or nails
- A61B17/7233—Intramedullary devices, e.g. pins or nails with special means of locking the nail to the bone
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
- Surgery (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Heart & Thoracic Surgery (AREA)
- Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Neurology (AREA)
- Medical Informatics (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Surgical Instruments (AREA)
Abstract
Um bei einem proximalen Humerusnagel mit einem Schaft und mit quer zur Schaftlängsachse diesen durchsetzenden Bohrungen zur Aufnahme von stiftförmigen Fixierelementen, wobei im proximalen Abschnitt des Schaftes mehrere Bohrungen in ihrer Höhe und in ihrer Winkellage gegeneinander versetzt und wobei weiter distal zusätzliche Bohrungen angeordnet sind, eine anatomisch optimale Festlegung von Knochenfragmenten zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, daß im proximalen Abschnitt zwei in einer Hauptebene liegende Bohrungen angeordnet sind, die zwischen sich mindestens eine weitere Bohrung einschließen, die gegenüber der Hauptebene winkelmäßig versetzt ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen proximalen Humerusnagel
mit einem Schaft und mit quer zur Schaftlängsachse die
sen durchsetzenden Bohrungen zur Aufnahme von stiftför
migen Fixierelementen, wobei im proximalen Abschnitt
des Schafts mehrere Bohrungen in ihrer Höhe und in ih
rer Winkellage gegeneinander versetzt und wobei distal
zusätzliche Bohrungen angeordnet sind.
Derartige Humeruskopfnägel werden eingesetzt für das
anatomische Schienen und Fixieren von Frakturen des Hu
meruskopfes und/oder des proximalen Humerus. Dabei müs
sen diesen Humeruskopfnägel gegen Rotieren und Ver
schiebung im Humerus gesichert werden, an diesen Hume
rusnägeln werden dann die Bruchfragmente für den Hei
lungsvorgang fixiert. Mehrere Verschraubungs- oder Fi
xierungsmöglichkeiten im Humeruskopfbereich können da
bei die Versorgung auch komplexer Drei- und Vier-
Fragment-Kopffrakturen ermöglichen.
Bei der operativen Versorgung von Humerusfrakturen be
steht eine relativ große Gefahr einer Nervschädigung,
der Verletzung von Sehnen und Blutgefäßen, diese Gefahr
ist bei der Versorgung von Humerusfrakturen größer als
bei der Versorgung von Frakturen in den unteren Extre
mitäten.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine anatomisch optimale
Formgebung eines Humerusnagels vorzuschlagen, so daß
mit ihm unter Vermeidung der genannten Gefahren eine
Versorgung der Knochenfrakturen im Humerus-Kopfbereich
möglich ist.
Diese Aufgabe wird bei einem proximalen Humerusnagel
der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß im proximalen Abschnitt zwei in einer
Hauptebene liegende Bohrungen angeordnet sind, die zwi
schen sich mindestens eine weitere Bohrung einschlies
sen, die gegenüber der Hauptebene winkelmäßig versetzt
ist.
Diese Bohrungen im proximalen Abschnitt nehmen Knochen
schrauben auf, die dann in Knochenfragmente einge
schraubt werden und diese am Humerusnagel fixieren. Mit
der genannten Anordnung ist es möglich, diese Fixierung
von Knochenfragmenten vorzunehmen, ohne dabei umgebende
Gewebeteile zu schädigen. Insbesondere wird der Hume
rusnagel dabei in der Weise eingesetzt, daß die durch
die beiden äußeren Bohrungen festgelegte Hauptebene ei
nen Winkel von etwa 30° gegenüber der sogenannten A/P-
Ebene einschließt, also der Ebene, die durch das Ellen
bogengelenk definiert wird. Diese um etwa 30° gegenüber
der A/P-Ebene verdrehte Ebene wird auch als "True A/P-
Ebene" bezeichnet, also als echte, wahre Anterior-
Posterior-Ebene für den Humerus. Diese "True A/P-Ebene"
wird gebildet vom Schnitt durch das Tuberculum Maius
und das Collum Chirurgicum und den Mittelpunkt des Hu
meruskopfes.
Insbesondere kann vorgesehen sein, daß zwei Bohrungen
zwischen den in der Hauptebene liegenden Bohrungen an
geordnet sind, die um gleiche Winkel nach gegenüberlie
genden Seiten relativ zu der Hauptebene verdreht sind.
Der Betrag des Winkels zwischen der Hauptebene und dem
zwischen den beiden in der Hauptebene verlaufenden Boh
rungen liegt zwischen 60° und 75°, insbesondere bei
70°.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist
vorgesehen, daß die Bohrungen im proximalen Abschnitt
ein Innengewinde tragen.
Dadurch wird es einerseits möglich, in diese Bohrungen
stiftförmige Fixierelemente einzuschrauben, an denen
ein Zielgerät relativ vom Schaft festgelegt werden
kann, zum anderen können diese Innengewinde dem Außen
gewinde entsprechen, das die Knochenschrauben aufwei
sen, insbesondere selbstschneidende Knochenschrauben,
die dadurch in den Bohrungen auch axial festgelegt wer
den. Wenn derartige Knochenschrauben dann in die Kno
chenfragmente eingeschraubt sind, ergibt sich eine
axiale Fixierung der Knochenfragmente gegenüber dem
Schaft, auch wenn die Knochenfragmente nicht dicht am
Schaft anliegen.
Günstig ist es, wenn das Innengewinde komplementär zum
Außengewinde von Knochenschrauben ist, insbesondere von
selbstschneidenden Knochenschrauben.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist
vorgesehen, daß das Innengewinde der Bohrungen und das
in diese eingeschraubte Außengewinde von Knochenschrau
ben und/oder Fixierelementen als Doppelgewinde mit zwei
parallelen, winkelmäßig gegeneinander versetzten
Schraubgängen ausgebildet ist. Dadurch ist es möglich,
einerseits relativ steile Gewinde auszubilden und somit
das Einschrauben zu beschleunigen und andererseits
durch die Verdopplung der Zahl von Schraubgängen eine
sichere Verbindung im Gewindebereich herzustellen.
Weiterhin kann vorgesehen sein, daß im Mittelteil min
destens eine weitere in der Hauptebene liegende Bohrung
angeordnet ist, vorzugsweise befinden sich im Mittel
teil zwei übereinander angeordnete und parallel zuein
ander verlaufende Bohrungen dieser Art. Sie dienen der
Aufnahme von Verriegelungsstiften, die den Schaft mit
den umgebenden Rohrschaft des Humerusknochens verbin
den.
Auch am distalen Ende des Schaftes kann mindestens eine
weitere Bohrung angeordnet sein, die in einer Ebene
liegt, die gegenüber der Hauptebene um die Schaftlängs
achse gedreht ist. Auch hier werden vorzugsweise zwei
derartige, parallel zueinander verlaufende und in un
terschiedlicher Höhe angeordnete Bohrungen vorgesehen.
Dabei ist es günstig, wenn die gedrehte Ebene mit der
Hauptebene einen Winkel zwischen 55° und 65° ein
schließt und in ventraler Richtung gedreht ist, insbe
sondere um einen Winkel von 60°. Es hat sich herausge
stellt, daß diese Anordnung besonders günstig ist, um
den Schaft mit dem umgebenden Röhrenknochen durch Ver
riegelungsstifte zu verbinden, ohne umgebendes Gewebe,
umgebende Blutgefäße oder Nerven zu beeinträchtigen.
Während die Bohrungen im proximalen Abschnitt vorzugs
weise ein Innengewinde tragen, ist bei den weiteren
Bohrungen im Mittelteil und gegebenenfalls im distalen
Endbereich kein solches Innengewinde vorgesehen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind im oberen
Rand des Schaftes Markierungen zur definierten Positio
nierung eines Zielgerätes angeordnet, welches in der
Verlängerung des Schaftes an dessen Oberseite an
schließbar ist. Diese Markierungen können Vorsprünge
oder Vertiefungen sein, die mit Vertiefungen bzw. Vor
sprüngen des Zielgerätes zusammenwirken.
Dabei ist es günstig, wenn die Markierungen in der
Hauptebene liegen.
Weiterhin kann der Schaft an seinem proximalen Ende ei
ne achsparalle Innengewindebohrung aufweisen, in die
Verbindungsmittel für ein solches Zielgerät einschraub
bar sind.
Vorzugsweise ist der Schaft geradlinig ausgebildet.
Es ist günstig, wenn der Schaft im Querschnitt kreis
förmig ausgebildet ist.
Der Schaft kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
einen proximalen Teil mit einem größeren und einen di
stalen Teil mit einem kleineren Außendurchmesser auf
weisen.
Alle Bohrungen liegen vorzugsweise in Ebenen, die senk
recht zur Längsachse des Schaftes stehen, es ist jedoch
grundsätzlich auch möglich, daß bei anderen Ausfüh
rungsformen diese Ebenen zur Längsachse des Schaftes
geneigt sind.
Es ist günstig, wenn zwei Sätze von Schäften vorgesehen
sind, die durch eine Spiegelung an der Hauptebene in
einander übergehen. Dadurch entstehen Humerusnägel für
die linke und für die rechte Seite, die optimal an die
jeweilige Anatomie angepaßt sind.
Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausfüh
rungsform der Erfindung dient im Zusammenhang mit der
Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Humerus
nagels;
Fig. 2 eine Schnittansicht längs Linie 2-2 in Fig.
1;
Fig. 3 eine Schnittansicht längs Linie 3-3 in Fig.
1;
Fig. 4 eine Schnittansicht längs Linie 4-4 in Fig.
1;
Fig. 5 eine Schnittansicht längs Linie 5-5 in Fig.
1 und
Fig. 6 eine Schnittansicht längs Linie 6-6 in Fig.
1.
Der in der Zeichnung dargestellte Humerusnagel 1 umfaßt
einen geradlinigen Schaft 2 mit einem im Querschnitt
kreisförmigen oberen, proximalen Teil 3 und einem daran
anschließenden, unteren, distalen, ebenfalls im Quer
schnitt kreisförmigen Teil 4. Der Außendurchmesser des
oberen Teils ist größer als der des unteren Teils, bei
spielsweise beträgt der Außendurchmesser des oberen
Teils 10 mm, der des unteren Teils 7 mm oder 8 mm.
An seinem proximalen Ende ist in den Schaft 2 eine par
allel zu seiner Längsachse verlaufende Innengewindeboh
rung 5 eingearbeitet, der sie umgebende Rand 6 trägt
auf einander gegenüberliegenden Seiten zwei kerbenför
mige Einschnitte 7, die in einer Ebene liegen, die
durch diese beiden Einschnitte 7 und die Längsachse des
Humerusnagels 1 definiert wird und die nachstehend als
Hauptebene bezeichnet wird.
In die Innengewindebohrung kann in aus der Zeichnung
nicht ersichtlicher Weise ein Gewindestift einge
schraubt werden, der den Humerusnagel 1 mit einem Ziel
gerät verbindet, dieses Zielgerät greift mit geeigneten
Vorsprüngen in die Einschnitte 7 ein und fixiert da
durch das Zielgerät in genau definierter Lage relativ
zum Humerusnagel 1.
In dem sich an das proximale Ende des Humerusnagels 1
anschließenden proximalen Abschnitt des proximalen
Teils 3 sind mehrere den Schaft 2 diametral durchset
zende und in senkrecht auf der Längsachse stehenden
Ebenen liegende Bohrungen 8, 9, 10, 11 in unterschied
lichen Höhen angeordnet, nämlich eine oberste Bohrung 8
und eine unterste Bohrung 9, die beide in der Hauptebe
ne verlaufen, und zwischen diesen Bohrungen 8 und 9 an
geordnete Bohrungen 10, 11, deren Längsrichtung gegen
über der Hauptebene nach gegenüberliegenden Seiten je
weils um den gleichen Winkelbetrag verdreht ist, dieser
Winkelbetrag liegt bei dem dargestellten Ausführungs
beispiel bei 70°.
Alle Bohrungen 8, 9, 10, 11 sind mit einem Innengewinde
12 versehen, welches so ausgebildet ist, daß es eine
Knochenschraube aufnehmen kann, beispielsweise eine
selbstschneidende Knochenschraube. Außerdem ist es gün
stig, wenn dieses Gewinde als Doppelgewinde ausgebildet
ist, also zwei ineinander verlaufende Schraubengänge
aufweist, die winkelmäßig gegeneinander versetzt sind.
In diese Bohrung kann eine Knochenschraube oder ein Fi
xierelement eingeschraubt werden, das ebenfalls ein
Doppelgewinde aufweist. Diese Verdoppelung der Zahl der
Schraubgänge führt dazu, daß auch bea einem relativ
steilen Gewinde, welches ein rasches Einschrauben er
möglicht, trotzdem auf eine bestimmte Eingriffslänge
eine große Zahl von Schraubgängen vorhanden ist, so daß
eine sichere Festlegung der Knochenschraube und/oder
des Befestigungsstiftes in der Gewindebohrung erreicht
werden kann.
In Längsrichtung des Schaftes ist der Abstand zwischen
den Bohrungen 8, 9, 10, 11 etwa gleich groß, die ober
ste Bohrung 8 ist vom oberen Rand 6 etwa um einen
Durchmesser des Schaftes 1 entfernt, die untere Bohrung
9 etwa um 3 Durchmesser des Schaftes 2, wobei diese Di
mensionierungen entsprechend den Anforderungen variie
ren können.
Im Mittelteil des Schaftes 2 im distalen Abschnitt des
proximalen Teiles 3 befinden sich zwei weitere Bohrun
gen 13, 14, die beide in der Hauptebene verlaufen und
die kein Innengewinde tragen.
Am distalen Endbereich des distalen Teils 4 sind zwei
weitere Bohrungen 15, 16 vorgesehen, die übereinander
parallel zueinander verlaufen und die in einer Ebene
liegen, die gegenüber der Hauptebene in ventraler Rich
tung verdreht ist, und zwar um einen Winkel von etwa
60°. Auch diese Bohrungen 15 und 16 tragen kein Innen
gewinde.
Während die Bohrungen 8, 9, 10, 11 im proximalen Endbe
reich des Schaftes 2 dazu dienen, stiftförmige, ein Ge
winde tragende Verbindungselemente aufzunehmen, durch
die ein Zielgerät am Schaft 2 festlegbar ist, oder eine
Knochenschraube, mit der ein Knochenfragment am Schaft
2 fixiert wird, dienen die Bohrungen 13, 14, 15, 16 zur
Aufnahme von Verriegelungsstiften, die durch den umge
benden Röhrenknochen durch sie hindurchgeschoben werden
und die in axialer Richtung in den Bohrungen 13, 14,
15, 16 nicht festgelegt werden. Es kann sich dabei auch
um Knochenschrauben handeln, die in dem umgebenden Kno
chen festgelegt sind, diese Verriegelungsstifte dienen
dazu, den Schaft 2 im Röhrenbereich des Humerusknochens
zu fixieren.
Claims (19)
1. Proximaler Humerusnagel mit einem Schaft und mit
quer zur Schaftlängsachse diesen durchsetzenden
Bohrungen zur Aufnahme von stiftförmigen Fixier
elementen, wobei im proximalen Abschnitt des
Schaftes mehrere Bohrungen in ihrer Höhe und in
ihrer Winkellage gegeneinander versetzt und wobei
weiter distal zusätzliche Bohrungen angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß im proximalen
Abschnitt zwei in einer Hauptebene liegende Boh
rungen (8, 9) angeordnet sind, die zwischen sich
mindestens eine weitere Bohrung (10, 11) ein
schließen, die gegenüber der Hauptebene winkelmäs
sig versetzt ist.
2. Humerusnagel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß zwei Bohrungen (10, 11) zwischen den in
der Hauptebene liegenden Bohrungen (8, 9) angeord
net sind, die um gleiche Winkel nach gegenüberlie
genden Seiten relativ zu der Hauptebene verdreht
sind.
3. Humerusnagel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Betrag des Winkels zwischen
der Hauptebene und den zwischen den beiden in der
Hauptebene verlaufenden Bohrungen (8, 9) angeord
neten Bohrungen (10, 11) zwischen 60° und 75°
liegt.
4. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (8,
9, 10, 11) im proximalen Abschnitt ein Innengewin
de (12) tragen.
5. Humerusnagel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß das Innengewinde (12) komplementär zum
Außengewinde von Knochenschrauben ist.
6. Humerusnagel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Innengewinde (12) der Boh
rungen (8, 9, 10, 11) und gegebenenfalls das
Außengewinde von Knochenschrauben und/oder Befe
stigungselementen als Doppelgewinde mit zwei pa
rallelen, winkelmäßig gegeneinander versetzten
Schraubgängen ausgebildet ist.
7. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
chen, dadurch gekennzeichnet, daß im Mittelteil
mindestens eine weitere in der Hauptebene liegende
Bohrung (13, 14) angeordnet ist.
8. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß am distalen Ende
des Schaftes (2) mindestens eine weitere Bohrung
(15, 16) angeordnet ist, die in einer Ebene liegt,
die gegenüber der Hauptebene um die Schaftlängs
achse gedreht ist.
9. Humerusnagel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die gedrehte Ebene mit der Hauptebene ei
nen Winkel zwischen 55° und 65° einschließt und in
ventraler Richtung gedreht ist.
10. Humerusnagel nach einem der Ansprüche 7, 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Bohrungen
(13, 14, 15, 16) kein Innengewande tragen.
11. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Rand
(6) des Schaftes Markierungen (7) zur definierten
Positionierung eines Zielgerätes angeordnet sind.
12. Humerusnagel nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Markierungen (7) Vorsprünge oder
Vertiefungen sind, die mit Vertiefungen bzw. Vor
sprüngen am Zielgerät zusammenwirken.
13. Humerusnagel nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Markierungen (7) in der
Hauptebene liegen.
14. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (2) an
seinem proximalen Ende eine achsparallele Innenge
windebohrung (5) aufweist.
15. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (2)
geradlinig ausgebildet ist.
16. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (2) im
Querschnitt kreisförmig ausgebildet ist.
17. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (2)
einen proximalen Teil (3) mit einem größeren und
einen distalen Teil (4) mit einem kleineren Außen
durchmesser aufweist.
18. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß alle Bohrungen
(8, 9, 10, 11; 13, 14, 15, 16) in Ebenen liegen,
die senkrecht auf der Längsachse des Schaftes (2)
stehen.
19. Humerusnagel nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Sätze von
Schäften (2) vorgesehen sind, die durch eine Spie
gelung an der Hauptebene ineinander übergehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999145611 DE19945611B4 (de) | 1999-09-23 | 1999-09-23 | Proximaler Humerusnagel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999145611 DE19945611B4 (de) | 1999-09-23 | 1999-09-23 | Proximaler Humerusnagel |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19945611A1 true DE19945611A1 (de) | 2001-09-13 |
| DE19945611B4 DE19945611B4 (de) | 2005-11-24 |
Family
ID=7923041
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999145611 Expired - Lifetime DE19945611B4 (de) | 1999-09-23 | 1999-09-23 | Proximaler Humerusnagel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19945611B4 (de) |
Cited By (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1398001A1 (de) * | 2002-09-03 | 2004-03-17 | Dietmar Prof. Dr. Pennig | System zur Fixierung von Knochenfrakturen |
| WO2004082494A1 (de) * | 2003-03-21 | 2004-09-30 | Synthes Ag Chur | Intramedullärer marknagel |
| EP1402831A3 (de) * | 2002-08-28 | 2006-02-08 | Stryker Trauma GmbH | Humerusnagel |
| US7892234B2 (en) | 2004-06-22 | 2011-02-22 | Synthes Usa, Llc | Intramedullary nail |
| US8066706B2 (en) | 2004-06-30 | 2011-11-29 | Synthes Usa, Llc | Surgical nail |
| US8221419B2 (en) | 2003-08-29 | 2012-07-17 | Synthes Usa, Llc | Intramedullary nail |
| US8465489B2 (en) | 2003-06-12 | 2013-06-18 | Synthes Usa, Llc | Surgical nail |
| US8888779B2 (en) | 2003-03-07 | 2014-11-18 | DePuy Synthes Products, LLC | Locking screw for an intramedullary nail |
| US9237909B2 (en) | 2003-07-30 | 2016-01-19 | DePuy Synthes Products, Inc. | Surgical nail |
| US9737347B2 (en) | 2003-06-12 | 2017-08-22 | DePuy Synthes Products, Inc. | Surgical nail |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2379877T3 (es) | 2003-12-01 | 2012-05-04 | Smith & Nephew, Inc. | Clavo humeral con un inserto para fijar un tornillo |
| US7410488B2 (en) | 2005-02-18 | 2008-08-12 | Smith & Nephew, Inc. | Hindfoot nail |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0496954A1 (de) * | 1991-01-30 | 1992-08-05 | Howmedica GmbH | Knochennagel zur Versorgung von Oberarmfrakturen |
| US5472444A (en) * | 1994-05-13 | 1995-12-05 | Acumed, Inc. | Humeral nail for fixation of proximal humeral fractures |
| AT2708U1 (de) * | 1998-01-19 | 1999-03-25 | Habernek Hans Dr | Universalimplantatsystem bestehend aus einem universell anwendbaren marknagel mit zugehörigem zielgerät |
-
1999
- 1999-09-23 DE DE1999145611 patent/DE19945611B4/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0496954A1 (de) * | 1991-01-30 | 1992-08-05 | Howmedica GmbH | Knochennagel zur Versorgung von Oberarmfrakturen |
| US5472444A (en) * | 1994-05-13 | 1995-12-05 | Acumed, Inc. | Humeral nail for fixation of proximal humeral fractures |
| AT2708U1 (de) * | 1998-01-19 | 1999-03-25 | Habernek Hans Dr | Universalimplantatsystem bestehend aus einem universell anwendbaren marknagel mit zugehörigem zielgerät |
Cited By (14)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8057476B2 (en) | 2002-08-28 | 2011-11-15 | Stryker Trauma Gmbh | Humeral nail |
| EP1402831A3 (de) * | 2002-08-28 | 2006-02-08 | Stryker Trauma GmbH | Humerusnagel |
| WO2004021903A1 (en) * | 2002-09-03 | 2004-03-18 | Dietmar Pennig | System for fixation of bone fractures |
| EP1398001A1 (de) * | 2002-09-03 | 2004-03-17 | Dietmar Prof. Dr. Pennig | System zur Fixierung von Knochenfrakturen |
| US8888779B2 (en) | 2003-03-07 | 2014-11-18 | DePuy Synthes Products, LLC | Locking screw for an intramedullary nail |
| CN100341466C (zh) * | 2003-03-21 | 2007-10-10 | 斯恩蒂斯有限公司 | 髓内钉 |
| WO2004082494A1 (de) * | 2003-03-21 | 2004-09-30 | Synthes Ag Chur | Intramedullärer marknagel |
| US9737347B2 (en) | 2003-06-12 | 2017-08-22 | DePuy Synthes Products, Inc. | Surgical nail |
| US8465489B2 (en) | 2003-06-12 | 2013-06-18 | Synthes Usa, Llc | Surgical nail |
| US9237909B2 (en) | 2003-07-30 | 2016-01-19 | DePuy Synthes Products, Inc. | Surgical nail |
| US8221419B2 (en) | 2003-08-29 | 2012-07-17 | Synthes Usa, Llc | Intramedullary nail |
| US9814500B2 (en) | 2003-08-29 | 2017-11-14 | DePuy Synthes Products, Inc. | Intramedullary nail |
| US7892234B2 (en) | 2004-06-22 | 2011-02-22 | Synthes Usa, Llc | Intramedullary nail |
| US8066706B2 (en) | 2004-06-30 | 2011-11-29 | Synthes Usa, Llc | Surgical nail |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19945611B4 (de) | 2005-11-24 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1677693B1 (de) | Knochenplatte | |
| EP1402831B1 (de) | Humerusnagel | |
| DE3541597C2 (de) | ||
| DE4318150C2 (de) | Osteosynthese-Hilfsmittel zur Versorgung subtrochanterer und pertrochanterer Frakturen sowie von Schenkelhalsfrakturen | |
| DE3752049T2 (de) | Modulsystem zum Fixieren des Femur | |
| EP0565216B1 (de) | Marknagel | |
| EP1430846B1 (de) | Knochenschraube für die Wirbelsäulen- oder Knochenchirurgie | |
| DE69512497T2 (de) | Sphärische Oberarmprothese | |
| DE69525124T2 (de) | Befestigungsplatte und Knochenschraube | |
| EP0491138B1 (de) | Vorrichtung zur Fixation von Knochenbrüchen | |
| DE69627026T2 (de) | Osteosynthesevorrichtung | |
| DE60107882T2 (de) | Schulterendoprothese für Brüche des oberen Endes des Oberarmknochens | |
| DE60024871T2 (de) | Pedikelschrauben mit schrägen ausnehmungen für stützstäbe | |
| EP1339335A1 (de) | Vorrichtung zur fixation von knochen, insbesondere von wirbelkörpern relativ zueinander | |
| DE69218389T2 (de) | Verriegelungsnagel für die Versorgung von Frakturen des proximalen Femurs | |
| DE19945611A1 (de) | Proximaler Humerusnagel | |
| DE10201743C2 (de) | Intramedulläres Osteosyntheseimplantat | |
| EP1455662B1 (de) | Zielgerät für einen frakturnagel | |
| DE102005043285B3 (de) | Knochenplatte zur Versorgung von proximalen Humerusfrakturen | |
| DE60305524T2 (de) | Mini-invasive osteosynthesevorrichtung,insbesondere für metaphysenfrakturen | |
| WO1993022975A1 (de) | Zielgerät für das setzen von pedikelschrauben in einem wirbelkörper | |
| DE19703987C1 (de) | Zielgerät für ein Implantat zur Versorgung trochanterer und subtrochanterer Frakturen | |
| DE29811670U1 (de) | Vorrichtung zur Versorgung von Knochenbrüchen | |
| DE19945612C1 (de) | Repositionsinstrumentarium | |
| EP1648318A1 (de) | Vorrichtung zur fixierung eines längsträgers mit einem knochenfixationselement |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: AESCULAP AG, 78532 TUTTLINGEN, DE |
|
| R082 | Change of representative |
Representative=s name: HOEGER, STELLRECHT & PARTNER PATENTANWAELTE MB, DE |
|
| R082 | Change of representative |
Representative=s name: HOEGER, STELLRECHT & PARTNER PATENTANWAELTE MB, DE |
|
| R071 | Expiry of right |