DE19948043A1 - Roboterschweißzange - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Roboterschweißzange, bestehend aus zwei Zangenarmaturen mit jeweils einer Schweißelektrode, die relativ zueinander im Sinne einer Abstandsveränderung zwischen den Enden der Schweißelektroden in ihrer Lage mittels einer Antriebsvorrichtung (5) veränderlich sind. Die Antriebsvorrichtung besteht aus einer mit einer Schweißelektrodenarmatur (1) drehfest verbundenen Gewindespindel (6), die in einer Spindelmutter (7) geführt ist, die Teil eines Rotors (8) eines Antriebsmotors (9) ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Roboterschweißzan
ge, bestehend aus zwei Zangenarmaturen mit jeweils einer
Schweißelektrode, die relativ zueinander im Sinne einer
Abstandsveränderung zwischen den Enden der Schweißelek
troden in ihrer Lage mittels einer Antriebsvorrichtung
veränderlich sind.
Bei derartigen bekannten Roboterschweißzangen erfolgt die
Umsetzung der Motor-Drehbewegung in eine lineare Hin- und
Herbewegung durch Zwischengetriebe, wodurch sich ein hoher
Gewichtsanteil ergibt. Auch ist es bekannt, derartige
Schweißzangen durch Pneumatik-Zylindereinheiten anzutrei
ben. Derartige Antriebe besitzen hohe Herstellungskosten,
zudem bestehen Probleme in bezug auf Prallschlag und die
Ansprechgeschwindigkeit dieser Antriebseinheiten.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Antriebseinheit für eine Roboterschweißzange zu schaffen,
die reduzierte Herstellungskosten mit einem verbesserten
Handling verbindet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die An
triebsvorrichtung aus einer drehfest mit der Schweißelek
trodenarmatur verbundenen Gewindespindel besteht, die in
einer Spindelmutter geführt ist, die ihrerseits Teil eines
Rotors eines Antriebsmotors ist. Insbesondere ist der
Antriebsmotor als elektrischer Servomotor mit einem Hohl
wellenrotor ausgebildet, in dem die Spindelmutter einge
bracht ist. Die Gewindespindel und die Spindelmutter bilden
vorzugsweises einen Kugelgewindetrieb.
Erfindungsgemäß erfolgt die Umsetzung der Motor-Drehbewe
gung in eine lineare Hin- und Herbewegung ohne Zwischenge
triebe. Denn die Kugelrollspindel wird in die Motorachse
der Kugelrollmutter eingesetzt. Hierbei dreht sich der
Motor äußerlich nicht, sondern er schiebt die Spindel aus
und ein wie bei einem Pneumatikzylinder. Da die Kugelroll
spindel verdrehgesichert mit der Roboterzangenarmatur
verbunden ist, ergibt sich eine lineare Aus- und Einwärts
bewegung der Spindel.
Bei dem erfindungsgemäß verwendeten Servomotor handelt es
sich um einen 3-phasigen, 6-poligen Servomotor. Durch
diesen Servomotorantrieb in Verbindung mit dem erfindungs
gemäßen Spindeltrieb erfolgt eine schnellere und präzisere
Bewegung der Roboterschweißzange. Ein erfindungsgemäßer
Motor ist wartungsarm und hat eine hohe Lebensdauer.
Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Verfahr
weg der Spindel und die Motorkraft unabhängig voneinander
in einer programmierbaren Steuerung gesteuert bzw. geregelt
werden können. Durch einen im inneren der Motorantriebsein
heit vorgesehenen Resolver, d. h. einen induktiven Drehge
ber, können die Öffnungs- und Schließbewegungen der Zangen
armaturen bestimmt und kontrolliert werden, und zwar ent
sprechend den jeweils gewünschten Vorgaben.
Anhand der in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten
Ausführungsform der Erfindung wird diese näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzip-Darstellung einer erfindungsgemäßen
Schweißzange,
Fig. 2 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße An
triebseinheit und
Fig. 3 ein Schaubild eines Funktionszyklus einer erfin
dungsgemäßen Schweißzange.
Eine erfindungsgemäße Roboterschweißzange besteht aus zwei
Zangenarmaturen 1, 2 mit jeweils einer Schweißelektrode 3,
4, die relativ zueinander im Sinne einer Abstandsverände
rung zwischen den Enden der Schweißelektroden 3, 4 in ihrer
Lage mittels einer Antriebsvorrichtung 5 veränderlich sind.
Im vorliegenden Fall sind die Zangenarmaturen 1, 2 derart
ausgebildet, daß sie um eine Schwenkachse X eine Schwenkbe
wegung relativ zueinander durchführen können. Eine erfin
dungsgemäße Antriebsvorrichtung 5 besteht aus einer mit der
Zangenarmatur 1 drehfest verbundenen Gewindespindel 6, die
in einer Spindelmutter 7 geführt ist. Die Spindelmutter 7
ist Teil eines Rotors 8 der Antriebseinheit 5. Der Rotor 8
ist Bestandteil eines Antriebsmotors 9, der als elektri
scher Servomotor ausgebildet ist. Der Stator 8a des Servo
motors 9 ist an der Zangenarmatur 1 befestigt. Der Rotor 8
ist als Hohlwellenrotor ausgebildet, in dem die Spindelmut
ter 7 eingebracht ist. Hierzu besitzt der Hohlwellenrotor
8 einen im Durchmesser erweiterten Zylinderfortsatz 10, in
dem die Spindelmutter 7 kraft- und formschlüssig eingesetzt
ist. An ihrem innerhalb des Hohlwellenrotors 8 liegenden
Ende weist die Gewindespindel 6 einen Zapfen 11 auf, auf
dem eine Gleitlager-Radiallagereinheit 12 befestigt ist.
Diese integrierte Gleit- und Radiallagerkombination 12 nimmt
über das Gleitlager die Axialbewegung der Gewindespindel 6
innerhalb der Rotorhohlwelle 8 auf, und die Radiallager
anordnung nimmt die Drehung des Hohlwellenrotors 8 auf, und
zwar bei voller Belastbarkeit mit den auftretenden Quer
kräften am Spindelende. Der Hohlwellenrotor 8 ist auf der
Zangenseite mit Axial- und Radiallagern 13 versehen, die
getrennt die entsprechenden Kräfte aufnehmen. Auf der
anderen Seite des Motors wird die Lagerung durch ein
schwimmendes Radiallager 14 bewirkt.
Die aus der Gewindespindel 6 und der Spindelmutter 7
gebildete Antriebseinheit ist vorteilhafterweise als
Kugelgewindetrieb ausgebildet. Je nach Drehrichtung des
Rotors 8 wird die Spindel 6 aus dem Rotor 8 heraus oder in
ihn hinein gefahren.
Der erfindungsgemäße Servomotor ist vorteilhafterweise als
3-phasiger, 6-poliger Elektromotor ausgebildet. Im inneren
der Motoreinheit ist an dem Hohlwellenrotor 8 ein vorzugs
weise 2-poliger Resolver, d. h. induktiver Weggeber, an
geordnet. Hiermit kann entsprechend der Drehung des Hohl
wellenrotors 8 eine Steuerung mittels einer programmier
baren Steuereinheit der Motorkraft und der Positionierung
der Schweißzangen erfolgen. Die erfindungsgemäße program
mierbare Steuereinheit erlaubt eine Steuerung des Servomo
tors in Abhängigkeit von der Stromstärke und zudem eine
Positionierungssteuerung für an das jeweilige zu verschwei
ßende Werkstück angepaßte Öffnungs- und Schließwege der
Roboterzangen.
Aus dem beiliegenden Funktionszyklus (Fig. 3) ist der
Kraftverlauf bei der Verwendung eines erfindungsgemäßen
Servoantriebs zu erkennen. Es ist der sehr steile Kraft
anstieg entnehmbar, der beim Aufsetzen der Elektrode auf
dem zu verschweißenden Gegenstand auftritt. Weiterhin ist
erkennbar der zeitmäßig kurze Arbeitshub.
Die vorliegende Erfindung hat insbesondere auch die Vor
teile, daß die Öffnungs- und Schließwege individuell dem
Werkstück angepaßt werden können und die gesamte Einrich
tung an jedem handelsüblichen Roboter angeschlossen und
betrieben werden kann. Auch ist es möglich, die gesamte
Einrichtung gegen pneumatische Antriebseinheiten auszutau
schen.
Die erfindungsgemäße Roboterschweißzange zeichnet sich
durch eine hohe Prozeßsicherheit aus, wodurch ein gestei
gertes Qualitätsniveau erreicht wird. Es ist eine kon
tinuierliche Schweißkraft vorhanden. Zudem können kurze,
dem Werkstück angepaßte Schließ- und Öffnungswege einge
stellt werden, wobei schnellere Öffnungs- und Schließge
schwindigkeiten erreichbar sind. Es wird eine hohe Schweiß
qualität durch einen gleichmäßigen Schweißlinsendurchmesser
erreicht. Da kein Prallschlag auftritt, treten keine
Blechverformungen und geringere Materialbelastungen auf.
Zudem ist die erfindungsgemäße Roboterschweißzange war
tungsarm und energiesparend, da teure Druckluftenergien
nicht eingesetzt werden müssen.
Claims (8)
1. Roboterschweißzange, bestehend aus zwei Zangenarmatu
ren (1, 2) mit jeweils einer Schweißelektrode (3, 4),
die relativ zueinander im Sinne einer Abstandsver
änderung zwischen den Enden der Schweißelektroden (3,
4) in ihrer Lage mittels einer Antriebsvorrichtung (5)
veränderlich sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebsvorrichtung aus einer mit einer Schweißelek
trodenarmatur (1) drehfest verbundenen Gewindespindel
(6) besteht, die in einer Spindelmutter (7) geführt
ist, die Teil eines Rotors (8) eines Antriebsmotors
(9) ist.
2. Roboterschweißzange nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Antriebsmotor (9) aus einem elektrischen Servomotor
besteht und einen Hohlwellenrotor (8) aufweist, in dem
die Spindelmutter (7) eingebracht ist.
3. Roboterschweißzange nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Gewindespindel (6) und die Spindelmutter (7) einen
Kugelgewindetrieb bilden.
4. Roboterschweißzange nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Servomotor als 3-phasiger, 6-poliger Elektromotor
ausgebildet ist.
5. Roboterschweißzange nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Hohlwellenrotor (8) ein 2-poliger Resolver vor
gesehen ist.
6. Roboterschweißzange nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Antriebsmotor (9) in Abhängigkeit von der Stromstärke
regelbar bzw. steuerbar ist und damit unterschiedliche
Kräfte erzeugt werden können.
7. Roboterschweißzange nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebsvorrichtung (5) einen Wechselstrom-Servo-
Regler mit programmierbarer Positionssteuerung auf
weist.
8. Roboterschweißzange nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Elektrodenstellung der Schweißelektroden (3, 4)
zueinander mittels einer Steuereinheit frei program
mierbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999148043 DE19948043A1 (de) | 1999-10-06 | 1999-10-06 | Roboterschweißzange |
| EP00119490A EP1088614A1 (de) | 1999-09-30 | 2000-09-18 | Roboterschweisszange |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999148043 DE19948043A1 (de) | 1999-10-06 | 1999-10-06 | Roboterschweißzange |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19948043A1 true DE19948043A1 (de) | 2001-04-12 |
Family
ID=7924632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999148043 Withdrawn DE19948043A1 (de) | 1999-09-30 | 1999-10-06 | Roboterschweißzange |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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- 1999-10-06 DE DE1999148043 patent/DE19948043A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8130 | Withdrawal |