DE19948231C2 - Meßeinrichtung zum Nachweis ölartiger Substanzen in Wasser-Öl-Emulsionen des untertägigen Berg- und Tunnelbaus - Google Patents

Meßeinrichtung zum Nachweis ölartiger Substanzen in Wasser-Öl-Emulsionen des untertägigen Berg- und Tunnelbaus

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Description

Die Erfindung betrifft eine Meßeinrichtung gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Im untertägigen Berg- und Tunnelbau werden ständig große Mengen von Wasser-Öl-Emulsionen gewollt oder auch ungewollt erzeugt und vorsätzlich verwendet, und zwar insbesondere in Form der sogenannten Hydraulikflüssigkeit, die zur Beaufschlagung einer Vielzahl hydraulischer Antriebe von bewegbaren Maschinen­ elementen in den dort vorhandenen Arbeits- und Betriebsmitteln und gleichzeitig zu deren Schmierung und Korrosionsschutz dient, beispielsweise für alle einschlägigen Bauelemente der bis zu 100 oder mehr Gestelle eines Schreitausbaus in einem einzigen Förderstreb eines Steinkohlenbergwerks. Dabei wird diese Hydraulikflüssigkeit - wie beispielsweise im Detail in der deutschen Offenlegungsschrift DE 197 25 681 A1 beschrieben - üblicherweise für einen oder mehrere Betriebspunkte eines Steinkohlenbergwerks an einer zentralen Stelle über- oder untertage durch Zusatz von 1-3% mit einem Emulgator bekann­ ter Art versehenem Mineralöl oder synthetischem Öl zu vorhan­ denem Frischwasser in einer Mischstufe erzeugt, in einem Behältersystem vorgehalten und mittels einer Pumpenanordnung über mit mindestens einer Hochdruck-Filtereinrichtung versehene Rohrleitungen von bis zu mehreren km Länge unter einem Druck von bis zu mehreren 100 bar zu den Verbrauchern transportiert, um dann von diesen über weitere Rohrleitungen unter einem maxi­ malen Druck von 20 bar in das Behältersystem zurückgeführt zu werden. Ein entsprechender Kreislauf wird auch im übertägigen, aber unmittelbar zum untertägigen Berg- und Tunnelbau gehören­ den Bereich der Aufbereitung im Falle der Flotation angewendet, sofern bei dieser als Schwimmittel ein Flotationsöl verwendet wird.
Diese Kreisläufe von gewollten Wasser-Öl-Emulsionen sind in der Praxis allerdings nicht wirklich geschlossen, sondern es treten auf den langen Wegen durch Rohrleitungen und Verbraucher stets Verluste auf, die dann unkontrolliert in der Umgebung landen, d. h. im Untertagebau vorzugsweise im Grubenwasser und in Flota­ tionsanlagen vorzugsweise in der internen oder auch öffentli­ chen Kanalisation, wo sie jeweils weitere, jedoch ungewollte Wasser-Öl-Emulsionen bilden. Diese Verluste werden im jeweili­ gen Kreislauf üblicherweise durch Nachliefern frischer Wasser- Öl-Emulsion aus der obengenannten Mischstufe ersetzt, doch findet im allgemeinen sowohl beim Durchgang durch unerwünschte Leckagen als auch beim zweckgerichteten Einsatz der in Rede stehenden Wasser-Öl-Emulsionen in den Verbrauchern eine unter­ schiedliche Rückhaltung der einzelnen Komponenten Wasser und Öl statt, so daß im Dauerbetrieb auch eine Konzentrationsänderung der jeweiligen Emulsion - vorwiegend zu niedrigerem Ölgehalt - resultiert, der durch die Nachlieferung frischer Wasser-Öl- Emulsion allein nicht kompensiert werden kann. Abgesehen davon, daß jedenfalls im Falle der Hydraulikflüssigkeit - wie in der bereits vorerwähnten deutschen Offenlegungsschrift DE 197 25 681 A1 ebenfalls im Detail dargelegt - sowohl bezüglich der darin enthaltenen Mineralöle als auch entsprechender syntheti­ scher Öle mit einer merklichen bakteriellen Zersetzung zu rech­ nen ist, die eine weitere Konzentrationsänderung zu Lasten der Ölanteile hervorruft, die dann ihrerseits eine verminderte Schmierung und einen verringerten Korrosionsschutz der vorge­ nannten hydraulischen Antriebe von Maschinenelementen nach sich zieht.
Bezüglich des vorgenannten Grubenwassers ist darüber hinaus festzustellen, daß dieses normalerweise tagsüber in der Grube selbst gesammelt und nachts in übertägige Grubenwasser-Rückhal­ tebecken gepumpt wird, wobei eine jeweils transportierte Menge von ca. 4000 m3 pro Zeche und Nacht eine durchaus gängige Größenordnung darstellt. Trotz dieser Menge ist dabei jedoch niemals auszuschließen, daß der darin enthaltene Anteil an un­ gewollt emulgierten Ölen aus Leckagen der vorgenannten Rohrlei­ tungen und entsprechenden Einrichtungen, die sich auch nach längerem Aufenthalt - im Gegensatz zu mineralischen und sonsti­ gen Schwebstoffen - im Grubenwasser-Rückhaltebecken nicht ab­ setzen, den für ein Ablassen des gesammelten Grubenwassers in die öffentliche Kanalisation oder in natürliche Gewässer zuläs­ sigen Grenzwert deutlich überschreiten - auch wenn noch kein bereits bei niedrigen Öl-Konzentrationen absichtlich auftreten­ der Farbumschlag feststellbar ist.
Um in allen vorgenannten Fällen an den unterschiedlichsten Or­ ten jeweils feststellen zu können, ob eine Wasser-Öl-Emulsion mit welcher Konzentration vorliegt, muß bisher entweder ein Satz von einer oder mehreren Proben gezogen und labortechnisch analysiert oder eine Leitfähigkeitsmessung in der strömenden oder auch ruhenden Flüssigkeit mittels einer entsprechenden Sonde vorgenommen werden, wobei diese allerdings nur jeweils in bestimmten Empfindlichkeitsbereichen einsetzbar und auch durch andere - beispielsweise mineralische - Verunreinigungen beein­ flußbar ist.
Darüber hinaus ist aus der EP-0 580 787 B1 eine Sonde bekannt, die fest beispielsweise an eine Ölpipeline angeflanscht werden kann und der Anteil einer Flüssigkeit in einer Mischung von mindestens zwei Flüssigkeiten mittels Detektion durch Mikrowellen gemessen werden kann. So wird beispielsweise der Wasseranteil eines Öl-Wassergemisches ermittelt.
Eine derartige Vorrichtung ist jedoch sehr unflexibel zu handhaben, da sie stationär eingesetzt werden muss. Im übrigen ist eine derart komplizierte und anfällige Vorrichtung im rauhen Untertagebetrieb kaum einsetzbar.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Meßeinrichtung zum Nachweis ölartiger Substanzen in Was­ ser-Öl-Emulsionen des untertägigen Berg- und Tunnelbaus zur Verfügung zu stellen, mit der in jedem denkbaren Empfindlich­ keitsbereich an jeder vorstellbaren Meßstelle im untertägigen Berg- und Tunnelbau einschließlich der zugehörigen übertägigen Anlagen eine Schnellanalyse möglicher oder tatsächlicher Was­ ser-Öl-Emulsionen durchführbar ist, deren jeweiliges Ergebnis in einer den rauhen Betriebsbedingungen des untertägigen Berg- und Tunnelbaus angepaßten Art und Weise angezeigt wird.
Die vorgenannte Aufgabe löst die vorliegende Erfindung mittels der Gesamtheit der Merkmale des Patentanspruchs 1.
Dabei erweist es sich als besonders vorteilhaft, daß sie eine in die Wasser-Öl-Emulsionen absenkbare Sonde aufweist, in der in einer flüssigkeitsdichten Kapsel aus zumindest in Teilbe­ reichen elektrisch leitfähigem Material und mit zumindest einem durchsichtigen Fenster hinter letzterem/n eine ausreichend in­ tensive Lichtquelle und ein für deren Strahlung ausreichend empfindlicher Photowiderstand angeordnet sind, wobei zumindest ein Teilbereich aus elektrisch leitfähigem Material sowie Lichtquelle und Photowiderstand über jeweils separate Leitungen in einem hinreichend langen, zugfest und flüssigkeitsdicht mit der Kapsel verbundenen Kabel mit einer elektronischen Ver­ sorgungs- und Auswertungseinheit verbindbar sind, die sowohl in kalibrierbarer Abhängigkeit vom elektrischen Widerstand einer Wasser-Öl-Emulsion, die sich zwischen Sonde und ihrem von vorn­ herein oder willkürlich auf Massepotential liegenden Behältnis befindet, als auch in kalibrierbarer Abhängigkeit von der vom Photowiderstand registrierten reflektierten Strahlung der Lichtquelle spezifische optisch und/oder akustisch wahrnehmbare Signale erzeugt, weil hier zunächst mittels einer Leitfähig­ keitsmessung zwischen der innerhalb der als Wasser-Öl-Emulsion vorliegenden Flüssigkeit schwebend gehaltenen Sonde und dem natürlichen oder künstlichen Behältnis der Wasser-Öl-Emulsion, das von vornherein oder willkürlich - beispielsweise mittels einer dem Fachmann geläufigen speziellen Leitungsverbindung - auf Massepotential liegt, feststellbar ist, ob überhaupt eine Flüssigkeit der in Rede stehenden Art vorhanden sein kann, und dann bei Vorhandensein einer Flüssigkeit der vorgenannten Art mittels einer unabhängigen optischen Reflexionsmessung die Kon­ zentration der ölartigen Substanzen in der Wasser-Öl-Emulsion in einem ausreichend schmalen Genauigkeitsbereich bestimmbar ist. Die Meßergebnisse selbst werden dabei vorteilhafterweise in optischer und/oder akustischer Form derart dargestellt, daß sie auch unter erheblich erschwerten Arbeitsbedingungen eindeu­ tig erkennbar und interpretierbar sind.
Als vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Meßein­ richtung ist auch eine solche anzusehen, bei der die Licht­ quelle eine Leuchtdiode ist, weil eine derartige Lichtquelle einen geringen Platzbedarf sowie eine geringe Wärmeleistung und gleichzeitig eine ausreichende Lichtstärke aufweist, insbeson­ dere dann, wenn die Lichtquelle eine Hochleistungsdiode oder diese sogar eine AlInGaP-Diode ist, deren Lichtstärke trotz geringer Stromaufnahme von I < 50 mA eine ungefähr um den Fak­ tor 103 höhere Lichtstärke als "normale" Leuchtdioden aufweist, nämlich eine solche in Höhe von ca. 9 × 103 mcd im Bereich ei­ ner Wellenlänge von λ = 605 nm, d. h. sie liefert eine extrem intensive Orange-Lichtstrahlung. Dabei kann die Ausbeute der von der jeweiligen Diode ausgesandten Strahlung für die in Rede stehende Reflexionsmessung vorteilhafterweise noch erhöht wer­ den, wenn zwischen Lichtquelle und zugehörigem Fenster eine Fokussieroptik angeordnet wird.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Meßein­ richtung ist auch gegeben, wenn das/die Fenster (ein) flüssig­ keitsdicht auswechselbare(r) Bestandteil(e) der Kapsel ist/sind, weil dies einen besonders einfachen Zugang zu Leucht­ diode und Photowiderstand gestattet, sofern dies aus Wartungs- und/oder Reparaturgründen erforderlich ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform der in Rede stehenden Meß­ einrichtung erweist es sich darüber hinaus als Vorteil, wenn die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit mit einer Niedervolt-Betriebsspannung arbeitet, die von einem an eine vorhandene Wechselspanungsquelle angeschlossenen Netzteil be­ kannter Art als Spannungsquelle zur Verfügung gestellt wird, da damit einerseits die Anforderungen an die im untertägigen Berg- und Tunnelbau erforderliche Eigensicherheit aller elektrich be­ triebenen Geräte und Maschinen erfüllbar und andererseits be­ kannte und bewährte elektronische Bauelemente, beispielsweise in Form marktkonformer Gleichrichter mit nachgeschalteter Glät­ tung, verwendbar sind. Entsprechende Vorteile liegen bei einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung allerdings auch dann vor, wenn die elektronische Versorgungs- und Auswer­ tungseinheit mit einer Niedervolt-Betriebsspannung arbeitet, die von einem Satz aus einer oder mehreren Batterien als Span­ nungsquelle zur Verfügung gestellt wird. Bei beiden vorgenann­ ten Ausführungsformen ist es darüber hinaus als besonders vor­ teilhaft anzusehen, wenn die Betriebsspannung mittels eines der jeweils zugehörigen Spannungsquelle nachgeschalteten Festspan­ nungsreglers, beispielsweise vom Typ LM 7812, stabilisiert wird, da dies sowohl die Vorgabe aller erforderlichen Schwel­ lenwerte präzisiert und damit die Meßgenauigkeit der vorliegen­ den Meßeinrichtung erhöht als auch die Möglichkeit eröffnet, eine stabilisierte Betriebsspannung zu erzeugen, die oberhalb der nominalen Ausgangsspannung der eigentlichen Spannungsquelle liegt.
Als vorteilhaft ist auch eine Weiterbildung der erfindungsgemä­ ßen Meßeinrichtung anzusehen, bei der die elektronische Versor­ gungs- und Auswertungseinheit ein Signal für das Vorhandensein der Betriebsspannung erzeugt, weil dies auch unter sehr beein­ trächtigten Arbeitsbedingungen eine eindeutige Kontrolle der Einsatzfähigkeit der in Rede stehenden Meßeinrichtung gestat­ tet, insbesondere dann, wenn außerdem das Signal für das Vor­ handensein der Betriebsspannung mittels einer speziellen Leuchtdiode erzeugt wird.
Bei einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Meßeinrich­ tung erweist es sich als sehr vorteilhaft, daß die elektroni­ sche Versorgungs- und Auswertungseinheit die Vorgabe eines zu unterschreitenden Schwellenwertes für den elektrischen Wider­ stand der zwischen Sonde und ihrem Behältnis befindlichen Was­ ser-Öl-Emulsion gestattet, da dann eindeutig feststellbar ist, ob tatsächlich eine Wasser-Öl-Emulsion mit einer vorgegebenen Öl-Konzentration in dem zu überprüfenden Behältnis vorhanden ist, sobald in ebenfalls vorteilhafter - da einfacher - Weise die Anzeige einer ausreichenden Verringerung des elektrischen Widerstandes zwischen Sonde und Behältnis der Wasser-Öl-Emul­ sion mittels einer speziellen Leuchtdiode und/oder eines aku­ stisch und/oder optisch aus größerer Entfernung wahrnehmbaren Signals erfolgt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der in Rede stehenden Meßein­ richtung liegt auch dann vor, wenn die elektronische Versor­ gungs- und Auswertungseinheit die Vorgabe von unterschiedlichen Schwellenwerten für mindestens drei parallel geschaltete Schaltkreise zur Erzeugung von Signalen für die vom Photowider­ stand registrierte reflektierte Strahlung der Lichtquelle ge­ stattet, weil dies ermöglicht, eine eindeutig abgestufte Aus­ sage über die tatsächlich vorhandene Öl-Konzentration in der untersuchten Wasser-Öl-Emulsion zu erhalten, beispielsweise in der Reihenfolge: "Nachweisgrenze überschritten", "Konzentration vertretbar", "zulässige Konzentration überschritten", auch wenn die Anzeige der geforderten Einfachheit halber in weiterer vor­ teilhafter Ausgestaltung der vorliegenden Meßeinrichtung nur dadurch erfolgt, daß jeder der parallel geschalteten Schalt­ kreise bei Überschreiten des für ihn vorgegebenen Schwellenwer­ tes für die vom Photowiderstand registrierte reflektierte Strahlung der Lichtquelle eine spezifische Leuchtdiode in Betrieb setzt. Zur weiteren Verbesserung und Verdeutlichung dieser Anzeige kann darüber hinaus in vorteilhafter Weise vor­ gesehen werden, daß die elektronische Versorgungs- und Auswer­ tungseinheit einen manuell zu betätigenden Schalter aufweist, mit dem vorgebbar ist, daß bei Inbetriebsetzung einer oder meh­ rerer vorgegebenen(r) Leuchtdiode(n) durch den/die zugehörigen Schaltkreis(e) gleichzeitig ein akustisch und/oder optisch aus größerer Entfernung wahrnehmbares Signal erzeugt wird, was bei­ spielsweise mittels eines Mehrfach-Wahlschalters nach Art des bekannten "Mäuseklaviers" oder mittels eines ein- oder mehrzün­ gigen Drehschalters erreichbar ist, dessen Betätigung dann auch weiter entfernte Interessenten des Meßergebnisses über dieses informiert. Dies betrifft z. B. die Aufsichtsperson(en) für das - vorwiegend nächtliche - Abpumpen des Grubenwassers in das/die übertägige(n) Grubenwasser-Rückhaltebecken, von der/denen die Grubenwasserströme aus verschiedenen untertägigen Revieren so geführt werden müssen, daß die zulässige Konzentration an ölar­ tigen Substanzen in dem/den Grubenwasser-Rückhaltebecken den zulässigen Grenzwert für die Weitergabe des darin enthaltenen Grubenwassers in die öffentliche Kanalisation oder in natürli­ che Gewässer nicht übersteigt, oder auch die Aufsichtsper­ son(en) an einer Mischstufe für Wasser-Öl-Emulsion, von der/denen die vorgesehene Konzentration der ölartigen Substan­ zen in der Emulsion aufgrund von Messungen an weit entfernten Verbrauchern im untertägigen Grubengebäude einzustellen ist.
Als vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Meßein­ richtung ist auch eine Ausführungsform anzusehen, bei der die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit in einem schließbaren Gehäuse angeordnet ist, in dem alle zur Erzeugung spezifischer optisch und/oder akustisch wahrnehmbarer Signale erforderlichen Bedienungs-, Schalt- und Anzeigeelemente in zu­ gänglicher Weise enthalten sind, da dies sowohl die Instal­ lation und/oder den Transport als auch die Wartung und Repara­ tur der gesamten Versorgungs- und Auswertungseinheit wesentlich erleichtert, was in ebenfalls vorteilhafter Weise noch weiter unterstützt wird, wenn das Gehäuse der elektronischen Versor­ gungs- und Auswertungseinheit auch die jeweilige Span­ nungsquelle der Niedervolt-Betriebsspannung einschließt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden Meßeinrichtung liegt auch dann vor, wenn jedes von der elektronischen Versor­ gungs- und Auswertungseinheit erzeugte Signal primär durch eine an der Oberfläche ihres Gehäuses angeordnete Leuchtdiode ver­ wirklicht wird und zusätzliche akustische und/oder optische Si­ gnale über parallel zur jeweiligen Leuchtdiode angeordnete Re­ lais ausgelöst werden, weil damit eine leistungsmäßige Entkopp­ lung zwischen primären und eventuellen sekundären Anzeigen der Meßergebnisse und damit die Unabhängigkeit letzterer von der Zu- und Abschaltung sekundärer Anzeigeelemente erreicht wird, insbesondere dann, wenn in vorteilhafter Weise jedes Relais mit einer parallel geschalteten Löschdiode versehen ist, womit das Auftreten erheblicher Spannungsspitzen - insbesondere beim Aus­ schalten eines Relais - sicher verhindert wird, was vor allem im Hinblick auf die geforderte Eigensicherheit der in Rede ste­ henden Meßeinrichtung von Bedeutung ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Meß­ einrichtung erweist es sich darüber hinaus als sehr vorteil­ haft, wenn die von den Relais betätigten akustischen und/oder weiteren optischen Signalgeber außerhalb des Gehäuses der elek­ tronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit angeordnet sind, weil dann auch Signalgeber mit höherer Leistungsaufnahme ver­ wendet werden können, ohne daß die eigentliche Meßeinrichtung mit erhöhter Betriebsspannung und speziellen Maßnahmen zur Si­ cherstellung der Eigensicherheit betrieben werden muß, und es vorteilhafterweise genügt, innerhalb der Versorgungs- und Aus­ wertungseinheit zunächst nur die erforderlichen Schaltsignale zu erzeugen, mit denen dann die akustischen und/oder weiteren optischen Signalgeber außerhalb des Gehäuses der elektronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit entweder über spezielle Leitungen oder über Funk angesteuert werden.
Eine besonders vorteilhafte Ausführugsform der vorliegenden Meßeinrichtung liegt auch dann vor, wenn das Gehäuse der elek­ tronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit tragbar ausge­ bildet ist, da die Meßeinrichtung dann als Ganzes leicht trans­ portabel ist und ohne Schwierigkeiten an jeden Meßplatz ver­ bracht werden kann, beispielsweise an spezielle Meßstutzen an den Rohrleitungen von einer Mischstufe zu den Verbrauchern im untertägigen Grubengebäude oder unmittelbar vor oder hinter diesen Verbrauchern selbst, beispielsweise vorgegebenen Gestel­ len des Schreitausbaus in einem Förderstreb, oder auch zu ab­ liegenden Grubenwasser-Rückhaltebecken.
Bei einer anderen Weiterbildung der in Rede stehenden Meßein­ richtung ist es dagegen als vorteilhaft anzusehen, daß das Ge­ häuse der elektronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit ortsfest in einem Schaltschrank oder an einer Wand anbringbar ist, weil dies in vorgegebenen Fällen eine ständige oder sehr häufig wiederholbare Kontrolle einer Wasser-Öl-Emulsion zuläßt, beispielsweise in dem einer Mischstufe unmittelbar nachfolgen­ den Behältersystem einer zentralen Pumpenstation für eine Was­ ser-Öl-Emulsion.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Meßeinrichtung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 Perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Meß­ einrichtung in schematischer Darstellung.
Fig. 2 Längsschnitt durch eine Sonde gemäß Fig. 1 in schema­ tischer Darstellung und vergrößertem Maßstab.
Fig. 3 Beispielhafter Schaltplan der Versorgungs- und Aus­ wertungseinheit gemäß Fig. 1 ohne Spannungsquelle be­ kannter Art.
Die Fig. 1 zeigt die perspektivische Ansicht einer erfindungs­ gemäßen Meßeinrichtung 1 in schematischer Darstellung, wobei zu erkennen ist, daß die gesamte Meßeinrichtung 1 aus einer Sonde 2, einem ausreichend langen, zugfest und flüssigkeitsdicht mit der Sonde 2 verbundenen Kabel 3 und einer wiederum mit diesem verbundenen Versorgungs- und Auswertungseinheit 4 aufgebaut ist.
Die Sonde 2 besteht aus einer flüssigkeitsdichten Kapsel 5, die in Teilbereichen 6 aus elektrisch leitfähigem Material, bei­ spielsweise einem Metall oder einer Metallegierung, aufgebaut ist und mindestens ein durchsichtiges Fenster 7, beispielsweise aus ausreichend dickem Glas, aufweist, hinter dem im Inneren der Kapsel 5 sowohl eine ausreichend intensive Lichtquelle 8, beispielsweise eine bei einer Wellenlänge λ = 605 nm mit einer Lichtstärke von ca. 9 × 103 mcd strahlende AlInGaP-Hochlei­ stungsdiode, als auch ein für die von dieser Lichtquelle 8 ab­ gegebene Strahlung ausreichend empfindlicher Photowiderstand 9 relativ zur Kapsel 5 ortsfest angeordnet ist. Die dargestellte äußere Form der Sonde 2 ist selbstverständlich nicht zwangsläu­ fig und kann vom einschlägigen Fachmann auch durch jede andere geeignete Form ersetzt werden. Dasselbe gilt für die Zahl und Anordnung von Fenstern 7, solange diese die vorgesehene opti­ sche Reflexionsmessung zulassen und fördern, und für die Anord­ nung von Lichtquelle 8 und Photowiderstand 9 im Inneren der Kapsel 5, die hier nur deshalb eine gegen die Längsachse der Kapsel 5 abgewinkelte und auf einen gemeinsamen Blickpunkt wei­ sende Ausrichtung der vorgenannten optoelektronischen Bauteile darstellt, um die vorgesehene optische Reflexionsmessung anschaulich zu verdeutlichen.
Die Kapsel 5 der Sonde 2 ist zugfest und flüssigkeitsdicht mit einem Ende des hinreichend langen Kabels 3 verbunden, das mit seinem anderen Ende in die elektronische Versorgungs- und Aus­ wertungseinheit 4 mündet und in seinem Inneren alle im Detail in der Fig. 2 ersichtlichen separaten elektrischen Leitungen 10 bis 14 zur Verbindung mindestens eines Teilbereichs 6 aus elek­ trisch leitfähigem Material sowie der Lichtquelle 8 und des Photowiderstandes 9 mit den jeweils zugehörigen Anschlußpunkten in der elektronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit 4 hält und führt. Für dieses Kabel 3 wird üblicherweise vorausge­ setzt, daß es hinreichend stabil ausgeführt ist, um allein als Halterung und Handhabungsmittel für die Sonde 2 beim Durchfüh­ ren von Messungen dienen zu können. Seine jeweilige Befestigung an den Eingängen in die Sonde 2 bzw. die Versorgungs- und Aus­ wertungseinheit 4 erfolgt in einer dem Belieben des Fachmanns freigestellten Weise bekannter Art.
Die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit 4 ist in der dargestellten - aber nicht zwangsläufigen - Form in einem stabilen, schließbaren Gehäuse 15 untergebracht, von dem hier - allerdings ohne Beschränkung der Allgemeinheit - angenommen ist, daß es einerseits tragbar und andererseits in seinem In­ nenraum mit einem Satz von einer oder mehreren Batterien als Spannungsquelle versehen ist. Die Möglichkeit des Öffnens und Schließens wird hier allein durch den umlaufenden Trennschlitz 16 verdeutlicht. Der tatsächliche Verschluß kann mit jeder dem Fachmann bekannten Maßnahme ereicht werden, beispielsweise mit­ tels mehrerer Deckel- und Bodenteil verbindender Schrauben oder auch mittels Scharnieren einerseits und Verriegelungen anderer­ seits. Zum Tragen können hier nicht explizit dargestellte - da bekannte - Handgriffe nach Art von Taschen- oder Koffergriffen oder Schulterriemen am Gehäuse 15 angeschlagen werden. Sofern das Gehäuse 15 entgegengesetzt zur vorstehenden Voraussetzung jedoch an einer Wand oder in einem Schaltschrank angeordnet werden soll, kann es selbstverständlich auch mit geeigneten durchbohrten oder geschlitzten Laschen versehen werden. Ebenso kann statt des vorstehend vorausgesetzten Satzes von einer oder mehreren Batterien als Spannungsquelle ein marktkonformes Netzteil zur Anwendung kommen, wobei dieses innerhalb oder außerhalb des Gehäuses 15 angeordnet sein kann und dann in jedem Fall ein weiteres Kabel an das Gehäuse 15 anzuschließen ist, das entweder das interne Netzteil mit einer vorhandenen Wechselstromquelle oder aber das externe, mit einer Wechselstromquelle verbundene Netzteil mit der elektronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit 4 im Gehäuse 15 verbindet.
Das Gehäuse 15 weist an seiner Oberfläche 17 zunächst einen Netzschalter 18 auf, mittels dessen die jeweilige Spannungs­ quelle mit der elektronischen Schaltungsanordnung 19 der Ver­ sorgungs- und Auswertungseinheit 4 verbindbar ist und dessen Betätigung in die verbindende Stellung "Ein" in jedem Falle - unabhängig davon, ob der Netzschalter 18 tatsächlich am Gehäuse 15 oder aber bei einer extern vom Gehäuse 15 angeordneten Span­ nungsquelle auch außerhalb dieses Gehäuses 15 montiert ist - gleichzeitig eine Leuchtdiode 20 in Betrieb setzt, die - unab­ hängig von der Position des Netzschalters 18 - stets in unver­ kennbarer Anordnung an der Oberfläche 17 angeordnet ist und ge­ gebenenfalls außerdem eine spezielle Farbgebung aufweist. Der Netzschalter 18 ist hier als Druckschalter dargestellt, kann aber selbstverständlich auch durch jeden anderen geeigneten elektrischen Schalter mit eindeutiger "Ein/Aus-Charakteristik" verwirklicht werden.
Als weitere Elemente weist die Oberfläche 17 des Gehäuses 15 ein hier - aber nicht zwangsläufig - als Drehpotentiometer dar­ gestelltes Potentiometer 21, das mittels Schraubenzieher zu betätigen ist, und eine weitere, eindeutig durch die Anordnung auf der Oberfläche 17 und/oder ihre Farbgebung identifizierbare Leuchtdiode 22 auf. Das Potentiometer 21 dient der Vorgabe eines zu unterschreitenden Schwellenwertes des Widerstandes einer Wasser-Öl-Emulsion zwischen Sonde 2 bzw. eines Teil­ bereichs 6 ihrer Kapsel 5 aus elektrisch leitfähigem Material und ihrem von vornherein oder willkürlich auf Massepotential liegenden Behältnis. Es kann statt durch ein Drehpotentiometer der vorgenannten Art selbstverständlich auch durch jeden ande­ ren geeigneten Typ eines Potentiometers verwirklicht werden, insbesondere dann, wenn es nicht - wie hier nur der Anschau­ lichkeit halber dargestellt - an der Oberfläche 17, sondern im Innenraum des Gehäuses 15 angeordnet wird und nur gelegentlich bei geöffnetem Gehäuse 15 einjustiert werden muß. Die Leucht­ diode 22 zeigt bei Unterschreitung des vorgenannten Schwellen­ wertes das grundsätzliche Vorhandensein einer Wasser-Öl-Emul­ sion an der Meßstelle an.
Weiterhin ist die Oberfläche 17 mit mindestens drei - im darge­ stellten Fall acht - weiteren Leuchtdioden 23 bis 30, die in einer fortlaufenden Reihe angeordnet sind und in dieser Reihen­ folge - üblicherweise, aber nicht zwangsläufig von links nach rechts - mit abnehmender Empfindlichkeit auf den bei der Refle­ xionsmessung mit der Sonde 2 im Photowiderstand 9 erzeugten Photostrom ansprechen, und zu jeder der vorgenannten Leuchtdi­ oden 23 bis 30 mit je einem hier - aber nicht zwangsläufig - als Schiebepotentiometer dargestellten Potentiometer 31 bis 38 zur Einstellung des jeweiligen Schwellenwertes für die An­ sprechwahrscheinlichkeit jeder Leuchtdiode 23 bis 30 auf den Photostrom versehen. Dabei gilt für diese Potentiometer 31 bis 38 das bereits oben zum Potentiometer 21 Gesagte entsprechend. Die Reihe der Leuchtdioden 23 bis 30 gibt mit der jeweils - von links nach rechts - tatsächlich in Betrieb gesetzten Zahl ihrer einzelnen Elemente ein quantitatives Maß für das Vorhandensein einer Wasser-Öl-Emulsion im Bereich von "Nachweisgrenze über­ schritten" bis "zulässige Konzentration überschritten" an.
Auf der Oberfläche 17 ist außerdem noch ein hier - aber nicht zwangsläufig - als Drehschalter dargestellter Wahlschalter 39 angeordnet, von dem hier vorausgesetzt ist, daß er einzüngig ausgebildet ist und mittels acht möglicher Raststellungen je­ weils nur zu einer vorgegebenen der Leuchtdioden 23 bis 30 ein in der Fig. 3 dargestelltes Relais 40 parallel schaltet, mit­ tels dessen dann ein zusätzlicher akustischer und/oder weiterer optischer Signalgeber innerhalb, an der Oberfläche 17 oder außerhalb des Gehäuses 15 betätigt wird, sobald die entspre­ chende Leuchtdiode 23 bis 30 in Betrieb gesetzt wird. Dieser Wahlschalter 39 kann selbstverständlich ebenfalls alleine innerhalb des Gehäuses 15 angeordnet und dort nur gelegentlich bei geöffnetem Gehäuse 15 betätigt werden. Darüber hinaus kann er auch so ausgebildet sein, daß er nur bei einer bestimmten Kombination mehrerer Leuchtdioden 23 bis 30 ein zusätzliches akustisches und/oder weiteres optisches Signal verursacht, bei­ spielsweise in Form eines mehrzüngigen Drehschalters oder eines "Mäuseklaviers".
Die Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch ein Sonde 2 gemäß Fig. 1 in schematischer Darstellung und vergrößertem Maßstab, der insbesondere die elektrischen Anschlüsse eines Teilbereichs 6 der Kapsel 5 aus elektrisch leitfähigem Material sowie der Lichtquelle 8 und des Photowiderstands 9 mittels der im Kabel 3 verlaufenden elektrischen Leitungen 10 bis 14 und eine mögliche Konstruktion des Fensters 7 verdeutlicht. Dabei entsprechen alle mit denselben Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehenen Be­ standteile der Darstellung den entsprechenden Bestandteilen der Fig. 1, die bereits innerhalb von deren Beschreibung im Detail erläutert wurden.
Der Teilbereich 6 aus elektrisch leitfähigem Material wird über die Leitung 10 mit dem in Fig. 3 dargestellten einen Ende einer Widerstandskette verbunden, die mit ihrem anderen Ende an die Oberspannung der Spannungsquelle der Versorgungs- und Auswer­ tungseinheit 4 angeschlossen ist und das Potentiometer 21 ent­ hält, mit dem der Schwellenwert für die Nachweisempfindlichkeit bezüglich des Widerstandswertes einer Wasser-Öl-Emulsion kali­ briert wird, die sich zwischen Sonde 2 und ihrem auf Massepo­ tential liegenden Behältnis befindet. Die Leitungen 11 und 12 verbinden die Lichtquelle 8 gemäß Fig. 3 einerseits mit der Oberspannung der Spannungsquelle und andererseits über einen unmittelbar innerhalb der Kapsel 5 angeordneten Vorwiderstand 41 mit der üblicherweise auf Massepotential liegenden Basis der Spannungsquelle. Entsprechend verbinden die Leitungen 13 und 14 den Photowiderstand 9 einerseits mit der Oberspannung der Span­ nungsquelle und andererseits über einen ebenfalls unmittelbar innerhalb der Kapsel 5 angeordneten Vorwiderstand 42 mit dem einen Ende einer Widerstandskette, deren anderes Ende an die Basis der Spannungsquelle angeschlossen ist. Innerhalb der letztgenannten Widerstandskette wird dann an einem vorgegebenen Punkt das erforderldiche Meßsignal in Form einer Spannungsände­ rung gegenüber einem unendlichen Widerstand zwischen einem Teilbereich 6 und Massepotential abgenommen.
Die relativ zur Kapsel 5 erforderliche ortsfeste Halterung von Lichtquelle 8 und Photowiderstand 9 in dieser kann auf jede dem Fachmann geläufige Art erfolgen, bei ausreichender Stabilität der Leitungen 11 bis 14 beispielsweise durch diese selbst, wobei der obere Teil der schon aus Handhabungsgründen relativ groß zu wählenden Kapsel 5 zur weiteren Stabilisierung der Lei­ tungen 11 bis 14 unter Umständen mit einem Kunstharz oder einem ähnlichen Material ausgegossen werden kann.
Das Fenster 7 wird im dargestellten - aber nicht zwangsläufigen - Fall als ebene Glasplatte mit kreisförmigem Umfang vorausge­ setzt und von einem entsprechenden Überwurfring 43 gehalten, der mittels eines Gewindes 44, vorzugsweise eines Feingewindes, flüssigkeitsdicht mit dem unteren Rand der hier - aber nicht zwangsläufig - als glockenförmig gestalteten Kapsel 5 verbunden ist. Dabei kann das Gewinde 44 noch mit einem Dichtmittel bekannter Art, beispielsweise Hanf, aufgefüllt sein. Auf wei­ tere Möglichkeiten zur Gestaltung des Fensters 7 und der Kapsel 5 wurde bereits weiter oben hingewiesen. Die zugfeste und flüssigkeitsdichte Verbindung des Kabels 3 mit der Kapsel 5 ist hier - da dem Fachmann bekannt - nur schematisch durch eine von innen in die Kapsel 5 einzuschraubende Klemmhülse 45 verwirklicht, was selbstverständlich auch mittels jeder anderen gleichwirkenden Maßnahme bekannter Art erreichbar ist.
Die Fig. 3 zeigt einen beispielhaften Schaltplan der Versor­ gungs- und Auswertungseinheit 4 gemäß Fig. 1 ohne Spannungs­ quelle bekannter Art, wobei bereits in den Fig. 1 und 2 verwen­ dete Bezugszeichen auch hier die bereits dort im Detail be­ schriebenen Bauteile und Elemente kennzeichnen. Im linken Be­ reich der Fig. 3 ist einerseits die strichliniert dargestellte Sonde 2 gemäß Fig. 2 zu erkennen, deren mindestens einer Teil­ bereich 6 aus elektrisch leitendem Material der Kapsel 5 einer­ seits über die im Kabel 3 verlaufende Leitung 10 mit der be­ reits oben angegebenen Widerstandskette und andererseits über den hier ebenfalls nur strichliniert dargestellten variablen Widerstand 46 einer zwischen Sonde 2 und ihrem von vornherein oder willkürlich - beispielsweise mittels einer speziellen elektrischen Leitung - auf Massepotential liegenden Behältnis verbunden ist. Die Verbindung der Lichtquelle 8 und des Photo­ widerstands 9 mit den zugehörigen Anschlußpunkten in der elek­ tronischen Schaltungsanordnung 19 der Versorgungs- und Auswer­ tungseinheit 4 wurde bereits oben im einzelnen angegeben. Im Unterschied zu der dortigen Beschreibung ist hier in der Wider­ standskette zwischen Photowiderstand 9 und Basis der Span­ nungsquelle allerdings ein weiteres Potentiometer 47 angeord­ net, mit dem für alle Leuchtdioden 23 bis 30 zur Anzeige der Konzentration von ölartigen Substanzen in einer Wasser-Öl-Emul­ sion zunächst ein gemeinsamer Schwellenwert festlegbar ist. Dieses Potentiometer 47 wurde in der bisherigen Beschreibung nicht berücksichtigt, da es von vornherein als innerhalb des Gehäuses 15 befindlich und nur gelegentlich bei geöffnetem Gehäuse 15 kalibrierbar vorausgesetzt wurde.
Der für den Widerstand der Wasser-Öl-Emulsion charakteristische Meßwert wird am Potentiometer 21 abgenommen, von dort einem Operationsverstärker zugeführt und anschließend über eine wei­ tere Widerstandsbrücke an ein - hier, aber nicht zwangsläufig als pnp-Transistor dargestelltes - Schaltelement weitergegeben, das bei ausreichender Signalhöhe die Leuchtdiode 22 und gleich­ zeitig ein mit einer Löschdiode 48 versehenes Relais 49 in Betrieb setzt, das seinerseits einen zusätzlichen akustischen und/oder weiteren optischen Signalgeber ansteuern kann.
Eine der vorgenannten Signalverarbeitung entsprechende Arbeits­ weise gilt für die Auswertung des vom Photowiderstand 9 auf­ grund der durchgeführten Reflexionsmessung gelieferten Signals in Form eines Photostroms, das am Potentiometer 47 abgenommen und von dort auf mindestens drei - im vorliegenden Fall bisher vorausgesetzte acht - parallele gleichartige Schaltkreise aus Operationsverstärker, pnp-Transistor und einer der Leuchtdioden 23 bis 30 geführt wird, wobei jede der Leuchtdioden 23 bis 30 wahlweise mittels eines Wahlschalters 39 jeweils einzeln mit einem parallel geschalteten Relais 40 verbindbar ist, das seinerseits ebenfalls eine parallel geschaltete Löschdiode 50 aufweist und zur Ansteuerung eines zusätzlichen akustischen und/ oder weiteren optischen Signalgebers dienen kann. Insbesondere kann mittels des Drehschalters 39 bei der Inbetriebsetzung der für die Anzeige der Information "zulässige Konzentration überschritten" vorgesehenen Leuchtdiode - im vorliegenden Fall der Leuchtdiode 30 - ein akustisches Warnsignal erzeugt werden. Andere Möglichkeiten der Auswahl eines geeigneten Wahlschalters 39 wurden bereits weiter oben im Detail angegeben.
Anzumerken ist hier noch, daß die in Fig. 1 gezeigten Potentio­ meter 31 bis 38 hier jeweils in ein Potentiometer zur Grobein­ stellung und einen mit diesem in Reihe geschalteten Trimmer zur Feineinstellung aufgetrennt sind, um auf diese Art und Weise auch bei hochohmiger Ausgestaltung der Arbeitspunkteinstellung des jeweiligen Differenzverstärkers eine hinreichend genaue Vorgabe dieses Arbeitspunktes erreichen zu können.
Die Betätigung der Leuchtdiode 20 zur Anzeige des Vor­ handenseins der Betriebsspannung versteht sich für den Fachmann aus dem vorliegenden Schaltplan von selbst.
Das Schutzbegehren für die vorliegende Erfindung betrifft selbstverständlich nicht nur das vorstehend im Detail offen­ barte Ausführungsbeispiel, sondern auch alle Abwandlungen die­ ses Gegenstandes sowohl hinsichtlich der Gestaltung von Sonde und Versorgungs- und Auswertungseinheit als auch hinsichtlich der elektrischen Schaltungsanordnung, beispielsweise durch Verwendung von npn-Transistoren oder einer negativen Betriebs­ spannung gegenüber der Basis der Spannungsquelle, die von dem Schutzumfang des nachfolgenden Patentanspruchs 1 erfaßt werden.
Bezugszeichenliste
1
Meßeinrichtung
2
Sonde
3
Kabel
4
Versorgungs- und Auswertungseinheit
5
Kapsel
6
Teilbereiche der Kapsel aus leitfähigem Material
7
durchsichtiges Fenster
8
Lichtquelle
9
Photowiderstand
10-14
elektrische Leitungen
15
Gehäuse der Versorgungs- und Auswertungseinheit
16
Trennschlitz
17
Oberfläche des Gehäuses
18
Netzschalter
19
elektronische Schaltungsanordnung
20
Leuchtdiode zur Anzeige der Betriebsspannung
21
,
31-38
,
47
Potentiometer
22
Leuchtdiode zur Anzeige des Vorhandenseins einer Wasser-Öl-Emulsion
23-30
Leuchtdioden
39
Wahlschalter
40
,
49
Relais
41
,
42
Vorwiderstände
43
Überwurfring
44
Gewinde
45
Klemmhülse
46
variabler Widerstand einer Wasser-Öl-Emulsion
48
,
50
Löschdioden

Claims (25)

1. Meßeinrichtung zum Nachweis ölartiger Substanzen in Was­ ser-Öl-Emulsionen des untertägigen Berg- und Tunnelbaus, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine in die Wasser-Öl-Emulsionen absenkbare Sonde (2) aufweist, in der in einer flüssigkeitsdichten Kapsel (5) aus zumindest in Teilbereichen (6) elektrisch leitfä­ higem Material und mit zumindest einem durchsichtigen Fen­ ster (7) hinter letzterem/n eine ausreichend intensive Lichtquelle (8) und ein für deren Strahlung ausreichend empfindlicher Photowiderstand (9) angeordnet sind, wobei zumindest ein Teilbereich (6) aus elektrisch leitfähigem Material sowie Lichtquelle (8) und Photowiderstand (9) über jeweils separate Leitungen (10, . . ., 14) in einem zugfest und flüssigkeitsdicht mit der Kapsel (5) verbundenen Kabel (3) mit einer elektronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) verbindbar sind, die sowohl in kalibrierbarer Abhängigkeit vom elektrischen Widerstand einer Wasser-Öl-Emulsion, die sich zwischen Sonde (2) und ihrem von vornherein oder willkürlich auf Massepotential liegenden Behältnis befindet, als auch in kalibrierbarer Abhängigkeit von der vom Photowiderstand (9) registrierten reflektierten Strahlung der Lichtquelle (8) spezifische optisch und/oder akustisch wahrnehmbare Signale erzeugt.
2. Meßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (8) eine Leuchtdiode ist.
3. Meßeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (8) eine Hochleistungsdiode ist.
4. Meßeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochleistungsdiode eine AlInGaP-Diode ist.
5. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Lichtquelle (8) und zugehörigem Fenster (7) eine Fokussieroptik angeordnet ist.
6. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das/die Fenster (7) (ein) flüssigkeitsdicht auswech­ selbare(r) Bestandteil(e) der Kapsel (5) ist/sind.
7. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) mit einer Niedervolt-Betriebsspannung arbeitet, die von einem an eine vorhandene Wechselspanungsquelle ange­ schlossenen Netzteil bekannter Art als Spannungsquelle zur Verfügung gestellt wird.
8. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) mit einer Niedervolt-Betriebsspannung arbeitet, die von einem Satz aus einer oder mehreren Batterien als Span­ nungsquelle zur Verfügung gestellt wird.
9. Meßeinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsspannung mittels eines der Spannungsquelle nachgeschalteten Festspannungsreglers stabilisiert wird.
10. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) ein Signal für das Vorhandensein der Betriebsspannung erzeugt.
11. Meßeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal für das Vorhandensein der Betriebsspannung mittels einer speziellen Leuchtdiode (20) erzeugt wird.
12. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) die Vorgabe eines zu unterschreitenden Schwellenwertes für den elektrischen Widerstand der zwischen Sonde (2) und ihrem Behältnis befindlichen Wasser-Öl-Emulsion gestattet.
13. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige einer ausreichenden Verringerung des elek­ trischen Widerstandes zwischen Sonde (2) und Behältnis der Wasser-Öl-Emulsion mittels einer speziellen Leuchtdiode (22) und/oder eines akustisch und/oder optisch aus größe­ rer Entfernung wahrnehmbaren Signals erfolgt.
14. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) die Vorgabe von unterschiedlichen Schwellenwerten für mindestens drei parallel geschaltete Schaltkreise zur Er­ zeugung von Signalen für die vom Photowiderstand (9) regi­ strierte reflektierte Strahlung der Lichtquelle (8) gestattet.
15. Meßeinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der parallel geschalteten Schaltkreise bei Über­ schreiten des für ihn vorgegebenen Schwellenwertes für die vom Photowiderstand (9) registrierte reflektierte Strah­ lung der Lichtquelle (8) eine spezifische Leuchtdiode (23, . . ., 30) in Betrieb setzt.
16. Meßeinrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) einen manuell zu betätigenden Schalter (39) aufweist, mit dem vorgebbar ist, daß bei Inbetriebsetzung einer oder mehrerer vorgegebenen(r) Leuchtdiode(n) (23, . . ., 30) durch den/die zugehörigen Schaltkreis(e) gleichzeitig ein aku­ stisch und/oder optisch aus größerer Entfernung wahr­ nehmbares Signal erzeugt wird.
17. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) in einem schließbaren Gehäuse (15) angeordnet ist, in dem alle zur Erzeugung spezifischer optisch und/oder aku­ stisch wahrnehmbarer Signale erforderlichen Bedienungs-, Schalt- und Anzeigeelemente in zugänglicher Weise enthal­ ten sind.
18. Meßeinrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (15) der elektronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) die jeweilige Spannungsquelle der Niedervolt-Betriebsspannung einschließt.
19. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß jedes von der elektronischen Versorgungs- und Auswer­ tungseinheit (4) erzeugte Signal primär durch eine an der Oberfläche (17) ihres Gehäuses (15) angeordnete Leucht­ diode (23, . . ., 30) verwirklicht wird und zusätzliche akusti­ sche und/oder optische Signale über parallel zur je­ weiligen Leuchtdiode (23, . . ., 30) angeordnete Relais (40, 49) ausgelöst werden.
20. Meßeinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Relais (40, 49) mit einer parallel geschalteten Löschdiode (48, 50) versehen ist.
21. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Relais (40, 49) betätigten akustischen und/oder weiteren optischen Signalgeber außerhalb des Ge­ häuses (15) der elektronischen Versorgungs- und Auswer­ tungseinheit (4) angeordnet sind.
22 Meßeinrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die akustischen und/oder weiteren optischen Signalge­ ber außerhalb des Gehäuses (15) der elektronischen Versor­ gungs- und Auswertungseinheit (4) über spezielle Leitungen angesteuert werden.
23. Meßeinrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die akustischen und/oder weiteren optischen Signalge­ ber außerhalb des Gehäuses (15) der elektronischen Versor­ gungs- und Auswertungseinheit (4) über Funk angesteuert werden.
24. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (15) der elektronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) tragbar ausgebildet ist.
25. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (15) der elektronischen Versorgungs- und Auswertungseinheit (4) ortsfest in einem Schaltschrank oder an einer Wand anbringbar ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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