DE19954202C1 - Kassette für eine Filterdecke - Google Patents

Kassette für eine Filterdecke

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Abstract

Eine Kassette für die Filterdecke eines Reinraumes umfaßt einen rechteckigen Rahmen (2), dessen untere Öffnung (3) von einem Gitter (4) überspannt wird. Über dem Gitter (4) liegt eine Filtermatte (5), die mit Hilfe von Klemmleisten (6a) gestrafft und gegen einen Bereich des Rahmens (2) gedrückt wird. Um die Klemmleisten (6a) entlang der vollständigen Längen der Seiten des Rahmens (2) führen zu können, sind die Scharniere (9), mit denen zumindest zwei gegenüberliegende Klemmleisten (6a) am Rahmen (2) befestigt sind, als Feststellscharniere ausgebildet, die sich in einer Position feststellen lassen, die unter dem bloßen Einfluß der Schwerkraft nicht stabil wäre.

Description

Die Erfindung betrifft eine Kassette für eine Filterdecke mit
  • a) einem rechteckigen Rahmen;
  • b) einem die untere Öffnung des Rahmens überspannenden Gitter;
  • c) einer über dem Gitter liegenden Filtermatte;
  • d) Klemmleisten, die sich entlang der vier Rahmenseiten erstrecken, mit Scharnieren an dem Rahmen befestigt sind und zwischen zwei Positionen verschwenkbar sind, nämlich
    • a) einer Klemmposition, in welcher sie die Ränder der Filtermatte gegen einen Bereich des Rahmens andrüc­ ken,
    und
    • a) einer Freigabeposition, in der sie von der Filter­ matte entfernt sind, so daß diese entnommen oder eingelegt werden kann.
Räume, deren Luft nur eine geringe Staub- oder sonstige Partikelmenge enthalten darf, werden häufig über eine Filterdecke mit Frischluft versorgt, die aus praktischen Gründen in einzelne Kassetten unterteilt ist. Jede dieser Kassetten hat den eingangs geschilderten Aufbau. Muß in einer der Kassetten die Filtermatte erneuert werden, wer­ den die Klemmleisten in die Freigabeposition verschwenkt. Die Filtermatte wird entnommen, durch eine neue ersetzt und durch Zurückführen der Klemmleisten in die Klemmposi­ tion gestrafft und festgelegt.
Bei den bekannten Kassetten der eingangs genannten Art werden alle vier sich entlang der vier Rahmenseiten er­ streckende Klemmleisten zwischen der Klemmposition und der Freigabeposition über einen Winkel von mehr als 180° verschwenkt. Auf diese Weise erreicht der Schwerpunkt der Klemmleisten in der Freigabeposition eine Stellung, die zwischen der Achse des Scharnierzapfens und dem Rah­ men liegt, so daß die Klemmleiste unter dem Einfluß der Schwerkraft stabil in dieser Freigabeposition bleibt. Bei dieser Konstruktion können sich die Klemmleisten nicht vollständig in die Ecken des Rahmens hinein erstrecken, da dann die Klemmleisten, die in der einen Richtung ver­ laufen, geometrisch im Schwenkweg der hierzu senkrecht verlaufenden Klemmleisten liegen würden. Aus diesem Grunde werden bei bekannten Kassetten die Klemmleisten nicht vollständig in die Ecken des Rahmens hineingeführt. In diesen Eckbereichen bleibt die Filtermatte unverklemmt, was zur Folge hat, daß hier Falschluft mit Fremdpartikeln eindringen kann. Zwar können diese Eckbereiche der Filter­ matte durch zusätzliche Stempel angedrückt werden, so daß das Eindringen von Falschluft verhindert wird; dies ist jedoch sehr aufwendig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kassette der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die Filter­ matte auf einfache Weise in ihrem gesamten Randbereich, einschließlich der Eckbereiche, positiv verklemmt werden kann und auf diese Weise ein Eindringen von Falschluft verhindert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
  • a) zwei parallel zueinander verlaufende Klemmleisten sich über im wesentlichen die gesamte Länge der entsprechen­ den Seiten des Rahmens erstrecken;
  • b) die zwei hierzu senkrecht verlaufenden Klemmleisten sich nur so weit über die Länge der entsprechenden Seiten des Rahmens erstrecken, daß Platz für die beiden erstgenannten Klemmleisten bleibt;
  • c) zumindet die beiden erstgenannten Klemmleisten über Feststellscharniere mit dem Rahmen verbunden sind, die sich in einer Stellung fixieren lassen, die unter dem bloßen Einfluß der Schwerkraft instabil wäre.
Erfindungsgemäß wird also genau das gemacht, was bei den bekannten Kassetten wegen der geometrischen Schwierig­ keiten mit der Schwenkbewegung der Klemmleisten unter­ blieben ist: Entlang zweier paralleler Rahmenseiten werden die Klemmleisten vollständig in die Ecken hineingeführt; die hierzu senkrechten Klemmleisten verlaufen bis nahe an die beiden erstgenannten Klemmleisten heran, so daß tatsächlich die Filtermatte in ihren Randbereichen ringsum überall festgelegt werden kann. Die selbstverständlich in diesem Falle dann wieder auftretenden Schwierigkeiten mit den Schwenkbewegungen der Klemmleisten werden erfin­ dungsgemäß dadurch gelöst, daß nur die beiden, sich nicht vollständig in die Ecken hinein erstreckenden Klemmleisten mit konventionellen, in der Freigabeposition unter dem Einfluß der Schwerkraft stabilen Schanieren befestigt sind. Die hierzu senkrecht verlaufenden, sich bis in die Ecken des Rahmens erstreckenden Klemmleisten dagegen sind mit Hilfe von Feststellscharnieren befestigt. Diese zeichnen sich dadurch aus, daß sie in einer Freigabeposi­ tion fixierbar sind, die unter dem Einfluß der Schwerkraft nicht stabil wäre.
Bei einer erfindungsgemäßen Kassette geschieht das Aus­ wechseln einer Filtermatte wie folgt:
Zunächst werden die mit normalen Scharnieren befestigten Klemmleisten in die Freigabeposition gebracht, wo sie aufgrund ihrer Schwerpunktslage unter dem Einfluß der Schwerkraft stabil verbleiben. Sodann werden die beiden hierzu senkrecht verlaufenden, mit Feststellscharnieren befestigten Klemmleisten nach oben verschwenkt. Ein gewisser Schwenkweg ist hier möglich, ohne daß es zu geometrischen Problemen mit den nunmehr in der Freigabe­ position befindlichen ersten beiden Klemmleisten käme. Noch bevor im weiteren Verlauf dieser Schwenkbewegung es zu Behinderungen kommt, werden die beiden zuletzt ver­ schwenkten Klemmleisten mit Hilfe der Feststellscharniere in einer Freigabeposition festgelegt, die bei Verwendung normaler Scharniere nicht stabil wäre. Die Filtermatte kann nun in normaler Weise entnommen und ersetzt werden. Das Festlegen der neuen Filtermatte geschieht dann in umgekehrter Reihenfolge: Zunächst werden die beiden Feststellscharniere aufweisenden Klemmleisten durch Entriegeln der Feststellscharniere wieder in die Klemmpo­ sition zurückgebracht; sodann werden die beiden mit Hilfe von "normalen" Scharnieren angebrachten Klemmleisten ebenfalls wieder in die Klemmposition verschwenkt. Die Filtermatte ist nun wieder richtig gespannt und angedrückt. Diese Arbeiten können von einer einzigen Person ausgeführt werden.
In den meisten Fällen hat der Rahmen derartiger Kassetten die Form eines Rechteckes mit ungleich langen Seiten.
In diesem Falle ist es vorteilhaft, wenn die mit Hilfe von Feststellscharnieren befestigten Klemmleisten entlang der kürzeren Seiten des Rahmens verlaufen. Dies hat den Vorteil, daß die Zahl der etwas aufwendigeren Feststell­ scharniere kleiner ist als im umgekehrten Falle.
Besonders vorteilhaft sind Feststellscharniere, die durch eine Bewegung der beweglichen Scharnierteile in Richtung der Achse der Scharnierzapfen fixierbar sind. Das Öffnen der diese Feststellscharniere tragenden Klemmleisten ge­ schieht dann so, daß die Klemmleiste mitsamt den beweg­ lichen Scharnierteilen zunächst in diejenige Winkellage gebracht wird, in der die Verriegelung erfolgen soll, und daß sodann die Einheit, die aus der Klemmleiste und den beweglichen Scharnierteilen besteht, in Richtung der Achse der Scharnierzapfen verschoben wird. Danach kann die Klemmleiste losgelassen werden, ohne daß sie wieder nach unten fällt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1: einen schematischen horizontalen Schnitt durch die Kassette einer Filterdecke gemäß Linie I-I von Fig. 3;
Fig. 2: die Ansicht eines Feststellscharnieres, wie es in der Kassette von Fig. 1 Verwendung findet, gesehen in horizontaler Richtung;
Fig. 3: einen Schnitt durch die Kassette von Fig. 1 gemäß der dortigen Linie III-III;
Fig. 4: einen Schnitt durch die Kassette von Fig. 1 gemäß der dortigen Linie IV-IV;
Fig. 5: eine Ausschnittvergrößerung des in Fig. 4 ein­ gekreisten Bereiches;
Fig. 6: eine Ausschnittvergrößerung des in Fig. 6 ein­ gekreisten Bereiches;
Fig. 7: einen vertikalen Mittelschnitt durch das statio­ näre Scharnierteil des in Fig. 2 gezeigten Feststellscharnieres;
Fig. 8: eine Seitenansicht des beweglichen Scharniertei­ les des in Fig. 2 gezeigten Feststellscharnieres;
Fig. 9: schematisch einen Schnitt gemäß Linie B-B durch das in Fig. 2 gezeigte Feststellscharnier, jedoch in dessen Verriegelungsstellung;
Fig. 10: schematisch einen Schnitt gemäß Linie B-B des in Fig. 2 gezeigten Feststellscharnieres.
In Fig. 1 ist eine Kassette einer Filterdecke insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnet und schematisch in horizontalem Schnitt gemäß der Linie I-I von Fig. 3 dargestellt. Sie umfaßt einen rechteckigen Rahmen 2 aus einem C-förmig gebogenen Blechprofil (vergl. Fig. 5 und 6). Im allgemeinen sind die Rahmen 2 verhältnis­ mäßig schmal in dem Sinne, daß ihre Längs- und Querab­ messung sehr unterschiedlich ist. Die von den unteren Schenkeln 2a des Rahmens 2 begrenzte untere, rechteckige Öffnung 3 des Rahmens 2 ist durch ein Gitter 4 aus Stäben abgedeckt. Dieses Gitter 4 ist in Fig. 1 nur teilweise angedeutet; in den Fig. 5 und 6 ist jeweils ein Stab dieses Gitters 4 erkennbar.
Das Gitter 4 wird von einer rechteckigen Filtermatte 5 (vgl. Fig. 5 und 6) überdeckt, deren Randbereiche auf den unteren Schenkeln 2a des Rahmens 2 aufliegen. Diese Randbereiche der Filtermatte 5 werden mit Hilfe von vier Klemmleisten 6a, 6b, 7a, 7b gespannt und gegen die unteren Schenkel 2a des Rahmens 2 geklemmt. Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, erstrecken sich die parallel zu den kürzeren Seiten des rechteckigen Rahmens 2 verlaufenden Klemmleisten 6a, 6b über im wesentlichen die gesamte Länge der entspre­ chenden Rechteckseiten, während die parallel zu den längeren Seiten des Rahmens 2 verlaufenden Klemmleisten 7a, 7b in einer Entfernung von den Rahmenecken enden, die etwa der Breite der Klemmleisten 6a, 6b entspricht, so daß sich die Klemmleisten 6a, 6b zwischen den schmalen Seiten des Rahmens 2 und den Klemmleisten 7a, 7b bis nahe an die längeren Seiten des Rahmens 2 erstrecken können.
Wie insbesondere die Fig. 1 deutlich macht, ist es auf diese Weise möglich, die Randbereiche der Filtermatte 5 praktisch durchgehend bis in die Eckbereiche hinein positiv festzuklemmen, so daß in diesen Eckbereichen keine Lecks entstehen können, durch welche ungefilterte Falsch­ luft zur unteren Öffnung 3 des Rahmens 2 gelangen könnte.
Wie den Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist, handelt es sich bei den Klemmleisten 6a, 6b, 7a, 7b um Blechprofile, die dreifach abgewinkelt sind. Dies wird anhand der Fig. 5 für die Klemmleiste 7b kurz erläutert:
An einen dem Rahmen 2 zugewandten schmalen ersten Verstei­ fungsschenkel 7ba schließt sich über einen Winkel von etwa 90° ein erster Hauptschenkel 7bb an, der in der in Fig. 5 gezeigten Klemmstellung der Klemmleiste 7b in einer Rich­ tung nach unten verläuft, die etwas von der Vertikalen nach außen abweicht. Die Klemmleiste 7b geht dann mit einem stumpfen Winkel in einen zweiten Hauptschenkel 7bc über, der gegenüber der Horizontalen geringfügig ansteigt. Der zum Rahmeninnere weisende Rand der Klemmleiste 7b wird schließlich durch einen zweiten, etwa unter einem rechten Winkel abgebogenen Versteifungsschenkel 7bd ge­ bildet.
Wie Fig. 3 zeigt, sind die parallel zu den längeren Sei­ ten des Rahmens 2 verlaufenden Klemmleisten 7a, 7b durch eine Mehrzahl von Scharnieren 8 mit dem Rahmen 2 verbun­ den. Diese Scharniere 8 können eine herkömmliche Bauweise besitzen. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, die Klemmleisten 7a, 7b zwischen einer ersten Stellung, die in Fig. 5 mit durchgezogenen Linien dargestellt ist und in der die Klemm­ leisten 7a, 7b die Filtermatte 5 festklemmen, und einer zweiten Stellung zu verschwenken, die in Fig. 5 strich­ punktiert eingezeichnet ist und in welcher die Filtermatte 5 freigegeben ist. Der Schwenkweg zwischen der ersten und der zweiten Stellung, der in Fig. 5 durch einen strichpunk­ tierten Kreisbogen angedeutet ist, ist etwas größer als 180°. In der zweiten Position, der Freigabeposition, stehen die Klemmleisten 7a, 7b stabil nach oben, da ihr Schwerpunkt bezogen auf die Rahmenmitte außerhalb der Scharnierachsen liegt.
Die parallel zu den Schmalseiten des rechteckigen Rahmens 2 verlaufenden Klemmleisten 6a, 6b sind ebenfalls über Scharniere mit dem Rahmen 2 verbunden. Diese Scharniere sind als sogenannte Feststellscharniere 9 ausgebildet. Auch sie sind in der Lage, die an ihnen befestigten Klemm­ leisten 6a, 6b einerseits in eine Klemmposition zu führen, die in Fig. 6 mit durchgezogenen Linien dargestellt ist, und andererseits in eine Freigabeposition, die in Fig. 6 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist. Der Schwenk­ weg zwischen diesen beiden Positionen der Klemmleisten 6a, 6b, der in Fig. 6 durch einen strichpunktierten Kreis­ bogen veranschaulicht ist, ist jedoch erheblich kleiner als 180°. In der Freigabeposition erstrecken sich die ersten Hauptschenkel Gab der Klemmleiste 6a, 6b annähernd horizontal (vgl. Fig. 6). Bei konventioneller Bauweise des Scharnieres 9 würden daher die Klemmleisten 6a, 6b unter dem Einfluß der Schwerkraft wieder nach unten fallen.
Um dies zu verhindern, sind die Scharniere in besonderer Weise als Feststellscharniere 9 ausgebildet, so daß die Klemmleisten 6a, 6b in der in Fig. 6 strichpunktiert gezeigten Freigabeposition festgehalten werden können.
Die besondere Bauweise der Fetstellscharniere 9 wird nunmehr anhand der Fig. 2 und 7 bis 10 näher erläutert.
Das Feststellscharnier 9 umfaßt ein feststehendes Schar­ nierteil 10 und ein bewegliches Scharnierteil 11, die über einen Scharnierzapfen 20 miteinander verbunden sind. Wie insbesondere Fig. 7 zeigt, besteht das feststehende Scharnierteil 10 aus einem im wesentlichen vertikal verlaufenden Schenkel 10a und einem horizontal verlaufenden Befestigungsschenkel 10b, in dem sich Durchgangsöffnungen zur Verschraubung mit dem oberen Schenkel 2b des Rahmens 2 befinden (vergl. hierzu auch Fig. 5). An den unteren Rand des vertikal verlaufenden Schenkels 10a sind seit­ lich zwei hülsenförmige Angelbereiche 12, 13 angeformt, zwischen denen ein Freiraum 14 verbleibt. Dieser Freiraum 14 ist zu einer Seite hin, in Fig. 2 nach rechts, über eine gewisse Strecke hinaus so verlängert, daß von dem entsprechenden Angelbereich 13 die obere Hälfte über eine bestimmte axiale Erstreckung hinweg abgeschnitten ist und hier nur ein Vorsprung 15 dieses Angelbereiches 13 ver­ bleibt, der die Form eines halben, nach oben geöffneten Hohlzylinders aufweist.
Bei dem beweglichen Scharnierteil 11 handelt es sich um einen in einem stumpfen Winkel geknickten Blechstreifen, an dessen oberen Rand ein hülsenförmiger Scharnierbereich 16 angeformt ist. Dieser Scharnierbereich 16 ist an einer Seite, in Fig. 2 nach rechts, durch einen Vorsprung 17 verlängert, der Teil der Mantelfläche eines Hohlzylinders ist. Die Bogenlänge, über welche sich diese Mantelfläche erstreckt, ist etwas kleiner als 180°, wie insbesondere der Fig. 8 zu entnehmen ist. Das bewegliche Scharnier­ teil 11 weist eine Befestigungsbohrung 30 (vgl. Fig. 2) zur Verschraubung mit der entsprechenden Klemmleiste 6a, 6b auf (vgl. Fig. 6).
Der Abstand zwischen den beiden Angelbereichen 12 und 13 des feststehenden Scharnierteiles 10 entspricht der Summe der axialen Längen des Scharnierbereiches 16 und des hieran angeformten Vorsprunges 17 des beweglichen Scharnierteiles 11. Auf diese Weise läßt sich das beweg­ liche Scharnierteil 11, wie in Fig. 2 dargestellt, zwischen die Angelbereiche 12 und 13 des feststehenden Scharnierteiles 10 einsetzen. In dieser Position läßt sich das bewegliche Scharnierteil 11 zwischen den beiden Endpositionen verschwenken, die in Fig. 10 strichpunktiert dargestellt sind. Insoweit erfüllt also auch das Feststell­ scharnier 9 alle Funktionen, die oben für die "normalen" Scharniere 8 beschrieben wurden, mit deren Hilfe die Klemmleisten 7a, 7b verschwenkt werden können. Grundsätz­ lich ist es daher auch möglich, statt konventioneller Scharniere 8 zur Befestigung der Klemmleisten 7a, 7b Feststellscharniere 9 einzusetzen, wenn der Kostenvorteil der einfacheren Scharniere 8 nicht die Einsparungen überwiegt, die mit der Verwendung nur einer einzigen Scharnierart verbunden sind.
Das bewegliche Scharnierteil 11 des Scharnieres 9 läßt sich in einer Position fixieren, in welcher der Haupt­ schenkel des beweglichen Scharnierteiles 11 etwa horizon­ tal verläuft, wie dies in Fig. 9 oder - strichpunktiert - in Fig. 6 gezeigt ist. Hierzu wird das bewegliche Schar­ nierteil 11 zunächst in die entsprechende Lage verschwenkt und sodann in axialer Richtung auf dem Bolzen verschoben, so daß der Vorsprung 17 am Angelbereich 16 des beweglichen Scharnierteiles 11 in die Verlängerung der Ausnehmung 14 des feststehenden Scharnierteiles 10 einrückt und oberhalb des Vorsprunges 15 des Angelbereiches 13 des feststehenden Scharnierteiles 10 zu liegen kommt. Dies ist die in Fig. 9 dargestellte Situation. Ersichtlich kann nunmehr das bewegliche Scharnierteil 11 nicht mehr nach unten schwenken, da dies durch die Anlage einer Stirnfläche des Vorsprunges 17 des beweglichen Scharnier­ teiles 11 an dem Vorsprung 15 des feststeenden Scharnier­ teiles 10 verhindert wird. Erst nach einer entsprechenden Axialbewegung in umgekehrter Richtung, mit welcher der Vorsprung 17 des beweglichen Scharnierteiles 11 wieder von dem Vorsprung 15 des feststehenden Scharnierteiles 10 entfernt wird, läßt sich das bewegliche Scharnierteil 11 wieder frei verschwenken.
Der Austausch einer Filtermatte 5 erfolgt bei der geschil­ derten Kassette 1 wie folgt:
Zunächst werden die entlang der längeren Seiten des Rahmens 2 verlaufenden Klemmleisten 7a, 7b mit Hilfe der Scharniere 8 aus der Klemmposition (durchgezogene Linien in Fig. 5) in die Freigabeposition (strichpunktierte Linien in Fig. 5) verschwenkt und verbleiben in dieser Position aufgrund der geschilderten Schwerpunktslage stabil. Sodann werden die parallel zu den kürzeren Seiten des Rahmens 2 verlaufenden Klemmleisten 6a, 6b aus der in Fig. 6 mit durchgezogenen Linien dargestellten Schwenkposition in die in dieser Figur mit strichpunktierten Linien dar­ gestellte Freigabeposition verschwenkt, die so zunächst noch nicht stabil wäre. Durch ein Verschieben der Einheit, die aus der Klemmleiste 6a, 6b und den beweglichen Schar­ nierteilen 11 der verschiedenen Scharniere 9 gebil­ det wird, in Richtung der Achse der Scharnierbolzen 20, geraten jedoch die Feststellscharniere 9 in die oben erläuterte Fixierposition. Nunmehr kann die Klemmleiste 6a bzw. 6b nicht mehr herunterfallen. Das Entnehmen der Filtermatte 5 ist jetzt problemlos möglich, was von einer einzigen Person durchgeführt werden kann. Die neue Filter­ matte 5 wird eingelegt. Sodann werden die Klemmleisten 6a, 6b durch eine entsprechende Axialbewegung (bezogen auf die Scharnierzapfen 20) in umgekehrter Richtung wieder entriegelt und nach unten über einen Totpunkt hinweg in die Klemmposition gebracht. Die entsprechenden Randbereiche der Filtermatte 5 werden dabei über die gesamte Erstreckung der schmäleren Seiten des Rahmens 2 festgelegt und die Filtermatte 5 in hierzu senkrechter Richtung gespannt. Ab­ schließend werden nunmehr auch die beiden entlang der längeren Seiten des Rahmens 2 verlaufenden Klemmleisten 7a, 7b nach unten geklappt und in entsprechender Weise über einen Totpunkt in die Klemmstellung gebracht, wobei nunmehr die bisher noch freien Ränder der Filtermatte 5 fixiert und die Filtermatte 5 in der Richtung der Schmal­ seite des Rahmens 2 gespannt wird. Die Filtermatte 5 ist nunmehr in einer Weise befestigt, daß auch in den Eckbe­ reichen keine Falschluft mehr passieren kann.

Claims (3)

1. Kassette für eine Filterdecke mit
  • a) einem rechteckigen Rahmen;
  • b) einem die untere Öffnung des Rahmens überspannenden Gitter;
  • c) einer über dem Gitter liegenden Filtermatte;
  • d) Klemmleisten, die sich entlang der vier Rahmenseiten erstrecken, mit Scharnieren an dem Rahmen befestigt sind und zwischen zwei Positionen verschwenkbar sind, nämlich
    • a) einer Klemmposition, in welcher sie die Ränder der Filtermatte gegen einen Bereich des Rahmens andrüc­ ken,
    und
    • a) einer Freigabeposition, in der sie von der Filter­ matte entfernt sind, so daß diese entnommen oder eingelegt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) zwei parallel zueinander verlaufende Klemmleisten (6a, 6b) sich über im wesentlichen die gesamte Länge der entsprechenden Seiten des Rahmens (2) erstrecken;
  • b) die zwei hierzu senkrecht verlaufenden Klemmleisten (7a, 7b) sich nur so weit über die Länge der entspre­ chenden Seiten des Rahmens (2) erstrecken, daß Platz für die beiden erstgenannten Klemmleisten (6a, 6b) bleibt;
  • c) zumindest die beiden erstgenannten Klemmleisten (6a, 6b) über Feststellscharniere (9) mit dem Rahmen (2) ver­ bunden sind, die sich in einer Stellung fixieren lassen, die unter dem bloßen Einfluß der Schwerkraft instabil wäre.
2. Kassette nach Anspruch 1, bei welcher der Rahmen (2) ein Rechteck mit ungleich langen Seiten ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Hilfe von Feststellschar­ nieren (9) befestigten Klemmleisten (6a, 6b) entlang der kürzeren Seiten des Rahmens (2) verlaufen.
3. Kassette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß die Feststellscharniere (9) durch eine Bewegung des beweglichen Scharnierteiles (11) in Richtung der Achse des Scharnierzapfens (20) fixierbar sind.
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