DE19955120A1 - Verfahren zur produktbegleitenden Dokumentation und/oder Kennzeichnung sowie zur späteren Identifikation von transportablen Gegenständen oder Sachen - Google Patents
Verfahren zur produktbegleitenden Dokumentation und/oder Kennzeichnung sowie zur späteren Identifikation von transportablen Gegenständen oder SachenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur produktbegleitenden Dokumentation und/oder Kennzeichnung sowie zur späteren Identifikation von transportablen Gegenständen oder Sachen unter Verwendung eines kontaktlos beschreib- und lesbaren Datenträgers, wie z. B. einer Chipkarte oder einem Smart-Label, welcher mit dem Gegenstand oder der Sache verbunden, an dieser angebracht oder mit einer einen solchen Datenträger aufweisenden Umhüllung oder Verpackung versehen ist. Erfindungsgemäß wird neben einer produktkennzeichnenden Ablage von Daten im Speicher des Datenträgers dieser mit einer Sensorik verbunden, welche in programmierbarer Weise nach Verlassen einer bestimmten Produktions- oder Fertigungsstufe und/oder mit Erreichen des finalen Fertigungsschritts Umgebungsbedingungen über eine vorbestimmte Zeit manipulationssicher bereitstellt, wobei die von der Sensorik erfassten Werte beim Über- und/oder Unterschreiten von Grenzwerten im Speicher des Datenträgers abgelegt werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur produktbegleitenden
Dokumentation und/oder Kennzeichnung sowie zur späteren Iden
tifikation von transportablen Gegenständen oder Sachen unter
Verwendung eines kontaktlos beschreib- und/oder lesbaren
Datenträgers, wie z. B. einer Chipkarte oder einem Smart-Label,
welcher mit dem Gegenstand oder der Sache verbunden, an dieser
angebracht oder mit einer einen solchen Datenträger aufwei
senden Umhüllung oder Verpackung versehen ist, gemäß Oberbe
griff des Patentanspruchs 1.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 297 01 976 U1 ist ein
Identifikationssystem für Schlachtvieh bekannt, welches in
manipulationssicherer Weise eine Bestimmung der Herkunft des
Schlachtviehs zum Schlachtzeitpunkt, aber auch beispielsweise
im Zeitpunkt eines Weiterverkaufs feststellbar machen soll.
Gemäß dortiger Lösung ist vorgesehen, dass das Identifika
tionssystem wenigstens einen elektrischen Codeleser sowie einen
elektronischen Codeträger umfasst, wobei der Codeträger als
eine in den Tierkörper implantierbare Einheit ausgebildet ist
und wobei der Codeleser zur Erkennung des im Codeträger abge
legten Codes extern den Codeträger mit elektrischer Energie
versorgt derart, dass dieser nach entsprechender Aufforderung
über eine drahtlose Übertragungsstrecke den abgelegten Code zur
weiteren Auswertung und Anzeige an den Codeleser übergibt.
Hierfür wird auf an sich bekannte Transpondersysteme zurückge
griffen, wie sie beispielsweise mit dem System MOBY der Siemens
Aktengesellschaft am Markt erhältlich sind. Die Manipulations
sicherheit bei dem implantierten Codeträger soll dadurch
gewährleistet sein, dass dieser zumindest teilweise mit einer
hinterschnitte und/oder offene Maschen ausbildenden Schicht
bedeckt ist, wobei bei einer mehrschichtigen Ausführungsform
die Maschenweite mit zunehmender räumlicher Tiefe abnimmt.
Aus der DE 43 35 316 A1 ist ein Verfahren und eine Anordnung
zur Kennzeichnung, Identifikation und Verifikation von Fahr
zeugen bekannt, wobei dort unter Verwendung bekannter Bordcom
puter, Identifikationsdatenträger und Anzeigeelementen eine
mißbräuchliche Benutzung eines Fahrzeugs erschwert werden soll.
Hierfür ist wenigstens ein mit Anzeigeelementen vorgebbar ver
änderbaren Inhalts versehenes elektronisches Kennzeichen vor
gesehen, das selbst ein elektronisches Speicherelement mit
mehreren fahrzeugspezifischen Identifikationsdaten beinhaltet.
Dieses wird mit dem Bordcomputer in Verbindung gebracht, indem
ein Identitätsvergleich dieser Daten mit in ihm gespeicherten
Identifikationsdaten und mit den Identifikationsdaten eines
separaten Datenträgers, die über die Dateneingabevorrichtung
eingebbar sind, erfolgt. Das innerhalb des elektronischen
Kennzeichens angeordnete elektronische Speicherelement ist als
Transponder nach Art eines ID-TAG ausgeführt.
Bei dem Kontrollsystem und dem Verfahren zur Kontrolle von
Objekten nach DE 43 41 880 A1 sind Datenträger vorgesehen, in
denen Daten als Identifikationscode gespeichert sind, wobei mit
externen Geräten diese Daten erfasst und einer rechnerge
stützten Datenverarbeitung zugeführt werden können.
Das dort vorgestellte System dient dem Entgegenwirken unbe
rechtigter Nachahmung von Markenartikeln, wobei jeder Marken
artikel über einen fälschungssicheren Identifikationscode eines
Datenträgers von einem Plagiat unterschieden werden kann. Das
dortige Kontrollsystem sieht die Anordnung von Datenträgern mit
wenigstens herstellerspezifischen Daten als Identifikationscode
an jedem Artikel vor, welche jederzeit und beliebig oft, ins
besondere von Kunden und Abnehmern mit Geräten zur Datener
fassung und rechnergestützten Datenverarbeitung überprüfbar und
gegebenenfalls kontrolliert veränderbar sind. Als Datenträger
können HF-Transpondermodule, aber auch Magnetstreifen, -karten
oder Chipkarten eingesetzt werden.
In einer Ausgestaltung der Lehre nach DE 43 41 880 A2 besteht
eine Möglichkeit der Auswertung von Verkaufshandlungen oder
sonstiger Übergabe der Markenartikel darin, dass die Daten des
Identifikationscodes mit Datenerfassungsgeräten ausgelesen und
in einem Zentralrechner als Kontrollcode abgespeichert werden.
Bei einem Verkauf oder bei einem Übergang des Artikels wird die
Identität geprüft, indem der Identifikationscode des Daten
trägers mit einem externen Datenerfassungsgerät, welches ins
besondere berührungslos arbeitet, ausgelesen und mit dem im
Zentralrechner gespeicherten Kontrollcode verglichen wird. Die
herstellerspezifischen Daten können durch Daten beim Versand,
der Auslieferung, der Rechnungslegung und des Verkaufs
erweitert werden derart, dass ein Barcode oder ein OCR-Code
eines üblichen Aufklebers oder Anhängers mit dem Identifi
kationscode des elektronischen Datenträgers durch ein kombi
niertes Lesegerät gleichzeitig und nahezu parallel auslesbar
sind. Weiterhin ist ein Schreibschutz für den gesamten
Speicherbereich oder einen definierten Bereich des Speichers
des elektronischen Datenträgers aktivierbar, um unerwünschte
Manipulationen zu verhindern.
Aus der DE 30 24 068 A1 ist eine Vorrichtung zur Speicherung
und Weitergabe von Informationen bekannt, welche aus einem
Codierer, einem tragbaren Speicher und wenigstens einem Deco
dierer besteht. Mit dieser Vorrichtung sollen Informationen
speicher- und weiterleitbar sein, durch welche sichergestellt
oder bestätigt wird, dass bestimmte Tätigkeiten oder Maßnahmen
durchgeführt wurden. Hierfür ist beispielsweise in einer
Fertigungseinrichtung vorgesehen, mehrere Codierer an wichtigen
Punkten längs des Weges von Wachpersonal zu installieren, wobei
jeder Codierer eine spezielle Einteilung vorhandener Dauer
magnete enthält, die seine bestimmte Lage identifizieren. Das
Wachpersonal benutzt ein Speichermodul und bringt das Gehäuse
des Speichermoduls beim Kontrollgang nacheinander mit den
jeweiligen vor Ort installierten Codierern in Kontakt. Über
spezielle Reed-Schalter erfolgt dann ein Auslesen der im
Codierer durch Anordnung der Magnete vorhandenen Informationen.
Diese Informationen werden dann im Speichermodul mittels eines
elektronischen Speicherbausteins abgelegt. Durch Auslesen der
Daten im elektronischen Speicher kann dann der Weg des Wach
personals nachträglich verfolgt oder überprüft werden.
Ein elektronischer ID-TAG ist beispielsweise aus der US
5,469,363 vorbekannt, wobei die Datenübertragung zwischen einem
Programmier-Lesegerät und einem entsprechenden Speicherbaustein
induktiv, d. h. kontaktlos erfolgt.
Alle vorgenannten Einrichtungen und Verfahren ermöglichen zwar
das ein- oder mehrmalige Einspeichern bestimmter, z. B.
produktspezifischer Daten, wobei diese zu Kontrollzwecken in
geeigneter Weise auslesbar sind, jedoch kann nicht überprüft
werden, ob derart gekennzeichnete Produkte, Sachen und/oder
Gegenstände entsprechend den Herstellerangaben oder vorgege
bener Weiterverarbeitungshinweise behandelt oder transportiert
wurden, was z. B. bei Lebensmitteln, die über eine geschlossene
Kühlkette zu transportieren sind, zu schwerwiegenden Problemen
für den Endverbraucher führen kann.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein weiterentwickeltes
Verfahren zur produktbegleitenden Dokumentation und/oder Kenn
zeichnung sowie zur späteren Identifikation von transportablen
Gegenständen oder Sachen unter Verwendung eines kontaktlos
beschreib- und lesbaren Datenträgers anzugeben, wobei die
Möglichkeit bestehen soll, nachträglich oder von Transportstufe
zu Transportstufe zu überprüfen, ob vom Zulieferer oder Final
produzenten vorgegebene Bedingungen, wie z. B. Temperatur oder
Druckbelastungen, eingehalten wurden, so dass beispielsweise
für Versicherungen Schadensverursacher ermittelt werden können
und letztendlich der Verbraucher geschützt ist.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Ver
fahren gemäß Definition nach Patentanspruch 1, wobei die
Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und
Weiterbildungen umfassen.
Erfindungsgemäß wird eine Chipkarte, ein Smart-Label oder ein
dergleichen kontaktlos beschreibbarer Datenträger und der dort
vorgesehenen Speicher nicht nur zur Ablage produktkennzeich
nender Daten benutzt, sondern der Speicher bzw. der Datenträger
steht mit einer Sensorik in Verbindung, welche in programmier
barer Weise nach Verlassen einer bestimmten Produktions- oder
Fertigungsstufe und/oder mit Erreichen eines finalen Ferti
gungsschritts Daten über Umgebungsbedingungen über eine vorbe
stimmte Zeit manipulationssicher bereitstellt, wobei die von
der Sensorik erfassten Werte beim Über- und/oder Unterschreiten
von ebenfalls vorgebbaren Grenzwerten im Speicher des Daten
trägers geschützt abgelegt werden. Die erfaßten Umgebungsbe
dingungen können sowohl auf das Umfeld einer z. B. implantierten
Sensorik, aber auch die weitere natürliche oder künstliche
Umwelt abgestellt sein.
Der kontaktlos beschreib- und lesbare Datenträger, z. B. ein
Transponder, welcher einen elektronischen Speicherbaustein
enthält, wird am Gegenstand oder Halbfertigprodukt angebracht,
wobei der Transponder eine elektronisch auslesbare, indivi
duelle Kennzeichnung aufweist. Fertigungs- und/oder typrele
vante Identifikationsdaten, aber auch die Daten der Sensorik
werden dann im Speicher des Transponders abgelegt. Mit
Erreichen eines nächsten Fertigungsschritts, aber auch mit
Beginn einer nächsten Transportstufe innerhalb einer Ferti
gungskette oder von Spedition zu Spedition kann ein elektro
nisches Identifizieren des Gegenstands oder Halbfertigprodukts
vorgenommen werden, wobei überprüfbar ist, ob bei der zeitlich
vorhergehenden Behandlung oder dem zeitlich vorhergehenden
Transportschritt vorgegebene Umgebungs- bzw. Umweltbedingungen
bezüglich des Produkts eingehalten wurden.
Erfindungsgemäß erfolgt das Abspeichern der von der Sensorik
erfassten Werte in einem Datensatz gemeinsam mit dem jeweiligen
Zeitpunkt und/oder dem Ort, an dem die Grenzwertüberschreitung
vorlag. Zur Erfassung des Ortes besteht die Möglichkeit, dass
der Transponder mit einem satellitengestützten Positionser
fassungssystem (GPS) zusammenwirkt respektive von diesem mit
Daten bedienbar ist.
Bei einer Transportkette wird von Transportstufe zu Transport
stufe insbesondere bei wechselnder Speditionsverantwortung das
Einhalten vorgegebener Umgebungsbedingungen durch Auslesen des
Speichers des Datenträgers überprüft, um erst danach eine neue
Transportstufe einzuleiten oder die betreffende Sache bzw. den
Gegenstand oder das Produkt einem weiteren Transport zu ent
ziehen, wobei hierdurch unter versicherungsrechtlichem Aspekt
Schadensverursacher erkannt werden können. Die jeweils von
Spedition zu Spedition ausgelesenen und kontrollierten Daten
können über das Internet oder ein spezielles Intranet bereit
gestellt und abgerufen werden.
Wie bereits erwähnt, besteht die Möglichkeit des Einprogram
mierens von Schwellwerten, die von der in den Datenträger
integrierbaren Sensorik überwacht werden.
Zusätzlich kann ein Speditionscode im Speicher abgelegt sein,
wobei der Speditionscode einen definierten Speicherbereich frei
schaltet, welcher der Ablage von Sensorikdaten im Verantwor
tungsbereich der entsprechenden Spedition dient. Terminals zum
Programmieren, z. B. Schreiben neuer Schwellwerte, aber auch zum
Auslesen der Historie können durch modifizierte Software an den
Anwendungsfall und vorgesehene Zugriffsrechte angepaßt sein,
wodurch die Manipulationssicherheit erhöht wird. In ähnlicher
Weise kann den Nutzern eine unterschiedliche Zugriffsberech
tigung zugewiesen werden. Bei festgestellter Schwellwertüber
schreitung besteht die Möglichkeit eines internen Sperrens des
Datenträgers, wobei dieser nebst zugehörigem Produkt einer
weiteren Verarbeitung oder z. B. der Auslieferung an den Kunden
entzogen ist. Erst eine individuelle Feststellung gegebener
Mindestqualitäten durch autorisierte Stellen ermöglicht eine
nachträgliche Freigabe. Obige Verfahrensweise kann beispiels
weise bei der Qualitätssicherung der Herstellung von Luft
fahrzeugen Anwendung finden, bei denen eine Vielzahl von
Zulieferern existiert. Weiteres Einsatzgebiet der vorgestellten
Lehre ist der gesicherte Organtransport, auch mit dem Ziel,
einem illegalen Handel von Organen vorzubeugen. Die Sensorik
kann in diesem Falle auch medizinisch relevante Daten oder
Information erfassen und Schwellwertüberschreitungen regi
strieren.
Die Sensorik dient insbesondere der Erfassung um Umweltdaten,
wie Umgebungsfeuchte, Umgebungstemperatur, gasförmige Zusam
mensetzung der umgebenden Atmosphäre, Luftdruck, und/oder der
Überwachung von Beschleunigungswerten. Zusätzlich können Sen
soren vorgesehen sein, die eine Überwachung des elektrischen
und/oder magnetischen Umgebungsfelds ermöglichen oder auch für
Strahlung im sichtbaren, ultravioletten und/oder infraroten
Bereich selektiv sind.
Der Datenträger nach Art eines Smart-Labels respektive Trans
ponders ist nur zerstörend vom Gegenstand oder der Sache
entfernbar mit dieser verbunden, so dass ein Austausch des
Datenträgers mit einem fremdmanipulierten Datenträger nicht
oder nur in auffälliger Weise möglich ist. Nach einer
Initialprogrammierung sind wesentliche, z. B. produktrelevante
Inhalte, nämlich Schwellwerte, Orts- und Zeitinformationen oder
dergleichen, geschützt und unverändert abgelegt bzw. aktiviert.
Bei einer Übernahme von Fertigungs- oder Transportstufe zur
nächsten ist das Vorhandensein einer Initialprogrammierung oder
einer Mindestkennzeichnung Voraussetzung für die Annahme des
Zwischenprodukts oder der Ware.
Ausgestaltend wird mit Erreichen eines Zieltransportorts oder
des finalen Fertigungsschritts ein Auslesen der gespeicherten
Daten vorgenommen und der Transportverlauf einschließlich
einzuhaltender Umgebungsbedingungen für Versicherungs- oder
Kontrollzwecke rekonstruiert und in entsprechender Weise
protokolliert.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbei
spiels näher erläutert werden.
Ein Smart-Label-Transponder enthält einen Halbleiterchip mit
einer Antennenspule, wobei zusätzliche Sensoren, z. B. ein
Beschleunigungsmesser sowie ein Temperatursensor im Halb
leiterchip integriert sind.
Das Smart-Label umfasst eine dünne Kunststoff-Trägerfolie mit
aufgedampfter Antennenspülenstruktur und dort befestigtem,
abgedünnten Halbleiterchip, der sich auf einem Trägerkontakt
streifen befindet und mit den Antennenspulenenden kontaktiert
ist. Das Label kann nun in eine Verpackung für Tiefkühlprodukte
integriert oder mit dieser Verpackung durch einen schwer
lösbaren Kleber verbunden sein, wobei mit dem Schockgefrieren
des Produkts der Überwachungsprozeß hinsichtlich einzuhaltender
Umgebungstemperaturbedingungen einsetzt. Im Datenspeicher auf
dem Halbleiterchip sind produktspezifische Identifikationsdaten
abgelegt, wobei eine Programmierung der Temperatursensorik
derart erfolgt, dass diese ein Überschreiten der Kühlketten
temperatur erfasst und dieses Überschreiten gemeinsam mit dem
Zeitpunkt des Überschreitens abspeichert.
Die Energieversorgung der Sensorik bzw. des Halbleiterchips
kann entweder durch Miniaturprimär- oder -sekundärzellen, z. B.
Dünnfilm-Batterien, und/oder durch Gleichrichten von umgebender
Hochfrequenz-Energie unter Nutzung der Antennenspulenstruktur,
aber auch durch induktive Kopplung im NF-Bereich oder kapazi
tive Kopplung erfolgen.
Mit Auslieferung der Tiefkühlkost einschließlich Verpackung und
dort angebrachtem Smart-Label kann nun von Transportstufe zu
Transportstufe überprüft werden, ob im jeweils vorhergehenden
Transportschritt die gewünschte Tiefkühlkette nicht unter
brochen wurde, wobei hierfür in automatisierbarer Weise die
betreffenden Waren an einer drahtlos arbeitenden Empfangs- und
Auswertestation vorbeigeführt werden. Wird ein signifikantes
Überschreiten einer einprogrammierten maximalen Umgebungstem
peratur über einen vorgegebenen Zeitraum ermittelt, wird die
betreffende Ware selektiert, gekennzeichnet und aus dem Verkehr
gezogen.
Bei Produkten, die hinsichtlich mechanischer Einflüsse hoch
empfindlich sind, kann der Halbleiterchip des Smart-Labels
einen mikromechanischen Beschleunigungssensor aufweisen. In
diesem Fall wird das Überschreiten bestimmter negativer oder
positiver Beschleunigungswerte einschließlich des Zeitpunkts
der Schwellwertüberschreitung erfasst und abgelegt, was für
ansonsten schwer zu erfassende Transportschäden und dessen
Verursacher hilfreich ist. Zusätzlich können die Transponder
mit extern gewonnenen Positionsdaten eines GPS-Systems versorgt
werden, so dass zumindest punktuell im Speicher der zu einem
bestimmten Zeitpunkt vorliegende Aufenthaltsort des Produkts
abgelegt werden kann, so dass eine spätere Rekonstruktion des
Verlaufs eines Transportvorgangs vereinfacht wird.
Claims (11)
1. Verfahren zur produktbegleitenden Dokumentation und/oder
Kennzeichnung sowie zur späteren Identifikation von transpor
tablen Gegenständen oder Sachen unter Verwendung eines kon
taktlos beschreib- und lesbaren Datenträgers, wie z. B. einer
Chipkarte oder einem Smart-Label, welcher mit dem Gegenstand
oder der Sache verbunden, an dieser angebracht oder mit einer
einen solchen Datenträger aufweisenden Umhüllung oder Ver
packung versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
neben einer produktkennzeichnenden Ablage von Daten im Speicher
des Datenträgers dieser mit einer Sensorik in Verbindung steht,
welche in programmierbarer Weise nach Verlassen einer bestimm
ten Produktions- oder Fertigungsstufe und/oder mit Erreichen
des finalen Fertigungsschritts Daten über Umgebungsbedingungen
über eine vorbestimmte Zeit manipulationssicher bereitstellt,
wobei die von der Sensorik erfassten Werte beim Über- und/oder
Unterschreiten von Grenzwerten im Speicher des Datenträgers
abgelegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Abspeichern der erfassten Werte in einem Datensatz gemein
sam mit dem jeweiligen Zeitpunkt und/oder dem Ort, an dem die
Grenzwertüberschreitung vorlag, erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei einer Transportkette von Transportstufe zu Transportstufe,
insbesondere bei wechselnder Transport- oder Speditionsverant
wortung, das Einhalten vorgegebener Umgebungsbedingungen durch
Auslesen des Speichers des Datenträgers erfolgt, um eine neue
Transportstufe einzuleiten oder die betreffende Sache bzw. den
betreffenden Gegenstand einem Weitertransport zu entziehen.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
produktspezifische Schwellwerte, die von der Sensorik überwacht
werden, einprogrammiert sind.
5. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
zusätzlich ein Speditionscode im Speicher abgelegt ist, wobei
der Speditionscode einen definierten Speicherbereich frei
schaltet, welcher der Ablage von Sensorikdaten im Verantwor
tungsbereich der entsprechenden Spedition dient.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensorik Umweltdaten, wie Umgebungsfeuchte, Umgebungstem
peratur, gasförmige oder chemische Zusammensetzung der umge
benden Atmosphäre, Druck, Luftdruck und/oder Beschleunigungs
werte erfasst.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens Teile der Sensorik im Datenträger integriert sind.
8. Verfahren nach Anspruch 2 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
Daten eines Global Positioning System oder eines Differential
Global Positioning System (GPS/DGPS) dem Datenträger übergeben
werden.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Datenträger nur zerstörend vom Gegenstand oder der Sache
oder einer entsprechenden Verpackung entfernbar mit dieser
verbunden ist.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mit Erreichen eines Zieltransportorts oder des finalen
Fertigungsschritts die gespeicherten Daten ausgelesen und der
Transportverlauf einschließlich einzuhaltender Umgebungsbe
dingungen für Versicherungs- oder Kontrollzwecke protokolliert
wird.
11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
je nach vorgesehenem Einsatz- und/oder Anwendungsbedingungen
eine Mehrzahl von Sensorikbaugruppen und mindestens eine
modifizierte Einheit zur Stromversorgung konfiguriert werden,
wobei der Datenaustausch der Baugruppen, insbesondere über ein
Bussystem oder kontaktlos erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19955120A DE19955120A1 (de) | 1999-11-16 | 1999-11-16 | Verfahren zur produktbegleitenden Dokumentation und/oder Kennzeichnung sowie zur späteren Identifikation von transportablen Gegenständen oder Sachen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19955120A DE19955120A1 (de) | 1999-11-16 | 1999-11-16 | Verfahren zur produktbegleitenden Dokumentation und/oder Kennzeichnung sowie zur späteren Identifikation von transportablen Gegenständen oder Sachen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19955120A1 true DE19955120A1 (de) | 2001-05-23 |
Family
ID=7929231
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19955120A Ceased DE19955120A1 (de) | 1999-11-16 | 1999-11-16 | Verfahren zur produktbegleitenden Dokumentation und/oder Kennzeichnung sowie zur späteren Identifikation von transportablen Gegenständen oder Sachen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19955120A1 (de) |
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