DE199561C - - Google Patents

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DE199561C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/36Nitrogen dioxide (NO2, N2O4)

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVU 99561 KLASSE 121. GRUPPE
in BITTERFELD.
mit geringem Stickoxydgehalt.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1907 ab.
Es ist bekannt, daß man durch Behandlung der Luft mit elektrischen Flammenbögen von hoher Spannung erhebliche Mengen von Stickstoff zu Stickoxyd (NO) verbrennen kann. Diesbezügliche Untersuchungen haben ergeben, daß der Stickstoff bei diesem Vorgang indessen nur bis zu wenigen Prozenten verbrannt werden kann, so daß die die Flamme verlassende Luft höchstens etwa 4 bis 8 Prozent Stickoxyd enthält. Im praktischen Betriebe erzielt man jedoch meist nur einen Gehalt von etwa 2 Prozent Stickoxyd. Dieses erste Produkt der Verbrennung oxydiert sich nach der Abkühlung freiwillig durch den überschüssigen Sauerstoff der Luft zu Stickstoffdioxyd (NO2), das durch Behandlung mit Wasser in Salpetersäure übergeführt werden kann. Letzterer Prozeß erfordert jedoch sehr große Absorptionsanlagen und liefert nur wenig handelsfähige Säure; die Hauptmenge wird als sehr verdünnte Säure gewonnen. Das vorliegende Verfahren bezweckt nun, die gesamten Stickoxyde in einfacherer Weise in handelsfähige Salpetersäure überzuführen.
Es ergibt sich aus den bekannten Eigenschaften des Stickstoffdioxyds ^O5J, daß man es aus dem Gemisch mit Luft durch starke Abkühlung gewinnen können muß. Das auf elektrischem Wege gewonnene Gemisch aus Stickoxyd und Luft zeigt jedoch beim Durchleiten durch ein auf —300 abgekühltes Rohr ein besonderes Verhalten. Nur ein sehr geringer Bruchteil des sich dabei
bildenden Stickstoffdioxyds setzt sich an den Rohrwandungen ab, die Hauptmenge verläßt das Rohr als feiner Nebel, der sich nur durch sehr umfangreiche Kühlanlagen gewinnen läßt, und auch dann nicht vollständig. Diese Erscheinung der Nebelbildung, die auch bei der bisher üblichen technischen Gewinnung der Salpetersäure aus Schwefelsäure und Salpeter einen Verlust bedingt, fällt bei der auf elektrischem Wege herzustellenden Salpetersäure deshalb erheblich ins Gewicht, da der prozentuale Gehalt der mit dem elektrischen Flammenbogen behandelten Luft an Stickoxyd so gering ist.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird nun in sehr einfacher Weise sämtliches kondensiertes Stickstoffdioxyd dadurch gewonnen, daß das Gemisch von Luft und Stickstoffdioxyd durch eine sehr schnell rotierende Trommel geschickt wird, wobei entweder das Gemisch vorher oder die Trommel selbst durch geeignete Vorkehrungen gekühlt wird. Man muß dafür sorgen, daß sämtliches Gas an der Wandung der Trommel vorbeistreichen muß, um die schnellste Rotation zu erfahren. Die Fliehkraft schleudert dann das zu Nebel kondensierte Stickstoffdioxyd zugleich mit dem in der Luft enthaltenen kondensierten Wasserdampf an die Wandung, die mit einer geeigneten Vorkehrung zu versehen ist, so daß man die entstandene Flüssigkeit während des Betriebes heraussaugen kann.
Die weitere Verarbeitung des auf diesem Wege dem Gasgemisch entzogenen Stickstoffdioxyds zu Salpetersäure bietet nun nur noch geringe Schwierigkeiten. Sie kann nach den üblichen Methoden der Regeneration von Stickoxyden zu 40-grädiger Säure erfolgen. Es ist ferner möglich^ durch elektrolytisch erzeugten Sauerstoff in der Kälte eine Oxydation zu rauchender und konzentrierter SaI-, petersäure herbeizuführen. Eventuell kann auch die erhaltene Flüssigkeit als solche zu geeigneten Zwecken Verwendung finden.
Eine Abänderung des beschriebenen Verfahrens ist in der Weise möglich, daß man das Luftgemisch vor der Hindurchführung durch die Zentrifugaltrommel einer Behandlung mit geringen Mengen Wasserdampf unterwirft. Man erreicht dadurch, daß ein Teil des Stickstoffdioxyds gleich in Salpetersäure übergeführt wird. Die Wasserdampfmengen müssen so abgemessen sein, daß eine Verdünnung der Salpetersäure nicht eintritt. Dieses ist möglich, da die Feuchtigkeit der Luft bei weitem nicht so groß ist, daß das daraus kondensierte Wasser zur Umwandlung des Stickstoffdioxyds in Salpetersäure genügt.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Stickstoffdioxyd aus Stickoxydluftgemischen mit geringem Stickoxydgehalt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasgemisch bei tiefen Temperaturen einer starken Zentrifugierung unterworfen wird, zum Zwecke, den durch die Abkühlung entstandenen Nebel von Stickstoffdioxyd dem Gasgemisch zu entziehen.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentrifugierung eine Behandlung des Gasgemisches mit geringen Mengen Wasserdampf vorhergeht, zum Zwecke, einen Teil des Stickstoffdioxyds in SaI-petersäure überzuführen.
DE1907199561D 1907-05-13 1907-05-13 Expired - Lifetime DE199561C (de)

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