DE199561C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
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- C01B21/36—Nitrogen dioxide (NO2, N2O4)
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Gas Separation By Absorption (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVU 99561 KLASSE 121. GRUPPE
in BITTERFELD.
mit geringem Stickoxydgehalt.
Es ist bekannt, daß man durch Behandlung der Luft mit elektrischen Flammenbögen von
hoher Spannung erhebliche Mengen von Stickstoff zu Stickoxyd (NO) verbrennen kann.
Diesbezügliche Untersuchungen haben ergeben, daß der Stickstoff bei diesem Vorgang indessen
nur bis zu wenigen Prozenten verbrannt werden kann, so daß die die Flamme verlassende Luft höchstens etwa 4 bis 8 Prozent
Stickoxyd enthält. Im praktischen Betriebe erzielt man jedoch meist nur einen Gehalt
von etwa 2 Prozent Stickoxyd. Dieses erste Produkt der Verbrennung oxydiert sich
nach der Abkühlung freiwillig durch den überschüssigen Sauerstoff der Luft zu Stickstoffdioxyd
(NO2), das durch Behandlung mit Wasser in Salpetersäure übergeführt werden
kann. Letzterer Prozeß erfordert jedoch sehr große Absorptionsanlagen und liefert nur
wenig handelsfähige Säure; die Hauptmenge wird als sehr verdünnte Säure gewonnen.
Das vorliegende Verfahren bezweckt nun, die gesamten Stickoxyde in einfacherer Weise in
handelsfähige Salpetersäure überzuführen.
Es ergibt sich aus den bekannten Eigenschaften des Stickstoffdioxyds ^O5J, daß
man es aus dem Gemisch mit Luft durch starke Abkühlung gewinnen können muß.
Das auf elektrischem Wege gewonnene Gemisch aus Stickoxyd und Luft zeigt jedoch beim Durchleiten durch ein auf —300 abgekühltes
Rohr ein besonderes Verhalten. Nur ein sehr geringer Bruchteil des sich dabei
bildenden Stickstoffdioxyds setzt sich an den Rohrwandungen ab, die Hauptmenge verläßt
das Rohr als feiner Nebel, der sich nur durch sehr umfangreiche Kühlanlagen gewinnen
läßt, und auch dann nicht vollständig. Diese Erscheinung der Nebelbildung, die auch
bei der bisher üblichen technischen Gewinnung der Salpetersäure aus Schwefelsäure und Salpeter
einen Verlust bedingt, fällt bei der auf elektrischem Wege herzustellenden Salpetersäure
deshalb erheblich ins Gewicht, da der prozentuale Gehalt der mit dem elektrischen
Flammenbogen behandelten Luft an Stickoxyd so gering ist.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird nun in sehr einfacher Weise sämtliches kondensiertes
Stickstoffdioxyd dadurch gewonnen, daß das Gemisch von Luft und Stickstoffdioxyd
durch eine sehr schnell rotierende Trommel geschickt wird, wobei entweder das Gemisch vorher oder die Trommel selbst
durch geeignete Vorkehrungen gekühlt wird. Man muß dafür sorgen, daß sämtliches Gas
an der Wandung der Trommel vorbeistreichen muß, um die schnellste Rotation zu erfahren.
Die Fliehkraft schleudert dann das zu Nebel kondensierte Stickstoffdioxyd zugleich
mit dem in der Luft enthaltenen kondensierten Wasserdampf an die Wandung, die mit einer geeigneten Vorkehrung zu
versehen ist, so daß man die entstandene Flüssigkeit während des Betriebes heraussaugen
kann.
Die weitere Verarbeitung des auf diesem Wege dem Gasgemisch entzogenen Stickstoffdioxyds
zu Salpetersäure bietet nun nur noch geringe Schwierigkeiten. Sie kann nach den
üblichen Methoden der Regeneration von Stickoxyden zu 40-grädiger Säure erfolgen.
Es ist ferner möglich^ durch elektrolytisch erzeugten Sauerstoff in der Kälte eine Oxydation
zu rauchender und konzentrierter SaI-, petersäure herbeizuführen. Eventuell kann
auch die erhaltene Flüssigkeit als solche zu geeigneten Zwecken Verwendung finden.
Eine Abänderung des beschriebenen Verfahrens ist in der Weise möglich, daß man
das Luftgemisch vor der Hindurchführung durch die Zentrifugaltrommel einer Behandlung
mit geringen Mengen Wasserdampf unterwirft. Man erreicht dadurch, daß ein Teil des Stickstoffdioxyds gleich in Salpetersäure
übergeführt wird. Die Wasserdampfmengen müssen so abgemessen sein, daß eine Verdünnung der Salpetersäure nicht eintritt.
Dieses ist möglich, da die Feuchtigkeit der Luft bei weitem nicht so groß ist, daß das
daraus kondensierte Wasser zur Umwandlung des Stickstoffdioxyds in Salpetersäure
genügt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Gewinnung von Stickstoffdioxyd aus Stickoxydluftgemischen
mit geringem Stickoxydgehalt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasgemisch bei
tiefen Temperaturen einer starken Zentrifugierung unterworfen wird, zum
Zwecke, den durch die Abkühlung entstandenen Nebel von Stickstoffdioxyd dem
Gasgemisch zu entziehen.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zentrifugierung eine Behandlung des Gasgemisches mit geringen Mengen Wasserdampf vorhergeht, zum Zwecke,
einen Teil des Stickstoffdioxyds in SaI-petersäure überzuführen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT37276D AT37276B (de) | 1907-05-13 | 1908-06-25 | Verfahren zur Gewinnung von Stickstoffdioxyd aus Stickoxydluftgemischen mit geringem Stickoxydgehalt. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE199561T | 1907-05-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE199561C true DE199561C (de) |
Family
ID=5757867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907199561D Expired - Lifetime DE199561C (de) | 1907-05-13 | 1907-05-13 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE199561C (de) |
| FR (1) | FR388281A (de) |
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1907
- 1907-05-13 DE DE1907199561D patent/DE199561C/de not_active Expired - Lifetime
-
1908
- 1908-03-18 FR FR388281D patent/FR388281A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR388281A (fr) | 1908-08-07 |
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