DE19957737A1 - Verpackte Wasch- und Reinigungsmittel-Portion - Google Patents

Verpackte Wasch- und Reinigungsmittel-Portion

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DE19957737A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen mit mindestens einer waschaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebenden Umfassung(en) aus mindestens einem wasserlöslichen Polymer-Material, das mit einer oder mehreren Komponente(n) der waschaktiven Zubereitung(en) in Wechselwirkung treten kann, worin die Komponente(n) von einem diese vollständig einschließenden Hüllmaterial umgeben ist/sind, das sowohl mit der/den Komponente(n) als auch mit dem Polymer-Material der Umfassung kompatibel ist. Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Hersellung einer derartigen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion sowie ein Waschverfahren und ein Reinigungsverfahren unter deren Verwendung.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft verpackte Wasch- und Reinigungsmittel- Portionen. Insbesondere betrifft die Erfindung Wasch- und Reinigungsmittel- Zubereitungen, die in Form gebrauchsfertiger Portionen für einen Wasch- und/oder Reinigungsgang verpackt sind, ohne daß nachteilige Wechselwirkun­ gen zwischen dem Material der Umfassung der Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion und einem oder mehreren von deren Inhaltsstoffen zu erwarten sind.
Der Stand der Technik kennt eine Vielzahl von Wasch- oder Reinigungsmittel­ formulierungen, die dem Verbraucher in Form sprühgetrockneter oder granu­ lierter Pulverprodukte oder alternativ als flüssige Produkte zur Verfügung ge­ stellt werden. Diese werden vom Verbraucher mittels mitgelieferter Normgefäße in die entsprechenden Einfüllbehälter von Wasch- oder Spülmaschinen oder - insbesondere beim Waschen von Wäsche - in mitgelieferte wasserdurchlässige und damit vom Wasser durchspülbare Gefäße, die der Wäsche beigegeben werden, dosiert. Der Dosiervorgang wird mitunter als lästig empfunden.
Um das Dosieren von Wasch- oder Reinigungsmittel-Formulierungen zu er­ leichtern, wurden Formulierungen entwickelt, die in Form gebrauchsfertiger Portionen eines Wasch- oder Reinigungsmittels verpackt sind, die exakt für ei­ nen Wasch- oder Reinigungsgang reichen. Derartige Portionen können sowohl feste als auch flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel-Formulierungen sein. Derartige feste Wasch- oder Reinigungsmittel-Formulierungen können in Form von Pulvern oder von (beispielsweise durch Verpressen erhaltenen) Formkör­ pern wie Tabletten, Blöcken, Briketts oder Ringen o. ä. vorliegen.
Zum Schutz der in den Formulierungen enthaltenen Inhaltsstoffe der Wasch- oder Reinigungsmittel-Formulierungen vor Feuchtigkeit in üblicherweise natur­ gemäß nicht trocken gehaltener Umgebung, aber auch zum Schutz des Ver­ brauchers vor den Inhaltsstoffen der Formulierung, insbesondere zum Schutz von im Gebrauch mit derartigen Formulierungen ungeübten Verbrauchern, wur­ den Einzeldosis-Mengen von Wasch- oder Reinigungsmittel-Formulierungen mit einer Verpackung oder Umhüllung versehen. Diese konnte nach dem Stand der Technik aus Kunststoff-Folien bestehen, deren Eigenschaften gemäß den Er­ fordernissen steuerbar waren.
Fortschrittliche Verpackungen und Umhüllungen, insbesondere Kunststoff- Folien, die die obigen Zwecke erfüllten, waren bereits im Stand der Technik wasserlöslich. Der Verbraucher konnte damit die Portionspackung sofort in den Wasch- oder Reinigungsgang geben oder in einen Eimer oder in ein Wasch- oder Spülbecken werfen, ohne die Verpackung aufreißen und deren Inhalt an geeigneter Stelle hinterlegen oder hinschütten zu müssen. Die Verpackung oder Umhüllung löste sich dann im Verlauf des Wasch- oder Reinigungsgangs oder während des Handwasch-, Putz- oder Spülvorgangs auf und brachte da­ durch den Inhalt mit dem wäßrigen Medium, also der Flotte, in Kontakt.
So offenbart die DE-AS 11 30 547 (Procter & Gamble) Verpackungen aus was­ serlöslichen Folien aus Polyvinylalkohol, die mit nicht-flüssigen, synthetischen Waschmitteln gefüllt sind.
Eine Einzeldosis eines Wasch- oder Bleichmittels in einem Beutel, der eine Naht oder mehrere Nähte aus wasserempfindlichem Material aufweist, wird in der Druckschrift EP-A 0 143 476 (Akzo N. V.) beschrieben. Als wasserempfindli­ ches Nahtmaterial dient eine Mischung aus einem anionischen und/oder nicht­ ionischen wasserbindenden Polymer und einem kationischen Klebermaterial.
Die Druckschrift EP-A 0 158 464 (Clorox) beschreibt Niedrigtemperatur- Waschmittel, die in einem Beutel aus wasserlöslicher Folie verpackt sein kön­ nen.
Weiter offenbart die ältere Patentanmeldung DE 198 31 703 eine portionierte Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitung in einem Beutel aus wasserlöslicher Folie, insbesondere einem Beutel aus (gegebenenfalls acetalisiertem) Po­ lyvinylalkohol (PVAL), worin mindestens 70 Gew.-% der Teilchen der Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitung Teilchengrößen < 800 µm aufweisen.
Bestimmte Komponenten waschaktiver Zubereitungen in Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portionen zeigen jedoch eine Inkompatibilität mit den bevorzugter­ weise eingesetzten wasserlöslichen Polymer-Materialien der Umfassung der Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen. Derartige Komponenten enthalten funktionelle Gruppen, die mit den funktionellen Gruppen der wasserlöslichen Umfassungs-Polymere reagieren. So reagieren Borate, halogenierte Verbin­ dungen, Aldehyd- oder Keto-Gruppen aufweisende Verbindungen (wie bei­ spielsweise Parfümöle), starke Alkalien oder Säuren mit den OH-Gruppen und teilweise auch mit den Acetat-Gruppen von Polyvinylalkohol (PVAL), der bevor­ zugt als Polymermaterial der Umfassungen verwendet wird. Die Folge ist, daß das Polymer-Material der Umfassung bereits nach kurzer Zeit seine Eigen­ schaften in unannehmbarer Weise ändert, beispielsweise trüb und/oder gar spröde wird und damit die ihm zugedachte Funktion nicht mehr erfüllt.
Die vorliegende Erfindung hatte die Aufgabe, die sich aus derartigen Inkompati­ bilitäten ergebenden Nachteile zu beseitigen und eine Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portion bereitzustellen, deren Umfassung nicht in nachteiliger Wei­ se mit Komponenten der von der Umfassung umgebenen waschaktiven Zube­ reitung(en) wechselwirkt. Insbesondere sollten Wasch- oder Reinigungsmittel- Portionen bereitgestellt werden, deren Umfassung(en) dadurch nicht mit kriti­ schen Komponenten der waschaktiven Zubereitung(en) reagieren, daß letztere mit einer Verkapselung umgeben oder mit einem Coating versehen werden, die/das eine Wechselwirkung zwischen reaktiven Gruppen der jeweiligen Kom­ ponente(n) und den reaktiven Gruppen der Umfassung(en) für eine Zeit zwi­ schen Herstellung bzw. Abfüllung und Gebrauch verhindert.
Sperrschichten um Teilchen der stark alkalischen Komponente eines Deter­ gens-Systems, die mit wasserlöslichen Polymerfilmen der Verpackung mögli­ cherweise in Wechselwirkung treten können, sind in der Druckschrift EP-B 0 537 256 (Ecolab, Inc.) offenbart. Gemäß der Lehre dieser Druckschrift werden beispielsweise Alkalimetallhydroxide oder Alkalimetall-Silicate mit einer was­ serlöslichen Sperrschicht aus einem mikropartikulären, bevorzugt aus einem anorganischen Pulver umgeben. Beispiele für das anorganische Pulvermaterial sind Tricalciumphosphat, Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat-Hydroxid, tri­ basisches Magnesiumphosphat und Magnesiumpyrophosphat. Die Pulver- Sperrschicht kann dabei auf der Oberfläche aller Teilchen des Detergens- Systems aufgebracht sein oder nur auf der Oberfläche der Teilchen, deren Kontakt mit dem Polymerfilm der Verpackung zu einer unerwünschten Wech­ selwirkung führt.
Demgegenüber betrifft die vorliegende Erfindung eine Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portion mit mindestens einer waschaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebenden Umfassung(en) aus mindestens einem wasserlösli­ chen Polymer-Material, das mit einer oder mehreren Komponente(n) der waschaktiven Zubereitung(en) in Wechselwirkung treten kann, worin die Kom­ ponente(n) von einem diese vollständig einschließenden Hüllmaterial umgeben ist/sind, das sowohl mit der/den Komponente(n) als auch mit dem Polymer-Material der Umfassung kompatibel ist.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion mit mindestens einer waschaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebenden Umfassung(en) aus mindestens einem wasser­ löslichen Polymer-Material, worin man wenigstens eine oder mehrere Kompo­ nenten der waschaktiven Zubereitung(en), mit denen das wasserlösliche Poly­ mer-Material der Umfassung(en) in Wechselwirkung treten kann, mit einem we­ nigstens die Komponente(n) vollständig umgebenden Hüllmaterial umgibt, ge­ gebenenfalls die mit dem Hüllmaterial umgebene(n) Komponente(n) in die min­ destens eine waschaktive Zubereitung einarbeitet und die wenigstens eine waschaktive Zubereitung mit einer oder mehreren Umfassung(en) teilweise oder vollständig umgibt.
Die Erfindung betrifft weiter ein Waschverfahren, insbesondere ein Waschver­ fahren in einer Waschmaschine, in dem man eine Waschmittel-Portion mit min­ destens einer waschaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die minde­ stens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebenden Umfassung(en) aus mindestens einem wasserlöslichen Polymer-Material ge­ mäß der nachfolgenden detaillierten Beschreibung in einer für einen Waschvor­ gang geeigneten Vorrichtung, insbesondere in einer Waschmaschine, plaziert, ein wäßriges Medium einer für den Waschvorgang geeigneten Temperatur in Kontakt mit der Waschmittel-Portion bringt, wodurch das wasserlösliche Poly­ mer-Material der Umfassung(en) gelöst und die mindestens eine waschaktive Zubereitung in dem wäßrigen Medium für den Waschvorgang gelöst oder sus­ pendiert wird.
Die Erfindung betrifft auch ein Reinigungsverfahren, insbesondere ein Reini­ gungsverfahren in einer Geschirrspülmaschine, in dem man eine Reinigungs­ mittel-Portion mit mindestens einer spülaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine spülaktive Zubereitung teilweise oder vollstän­ dig umgebenden Umfassung(en) aus mindestens einem wasserlöslichen Poly­ mer-Material gemäß der nachfolgenden detaillierten Beschreibung in einer für einen Reinigungsvorgang geeigneten Vorrichtung, insbesondere in einer Ge­ schirrspülmaschine, plaziert, ein wäßriges Medium einer für den Reinigungs­ vorgang geeigneten Temperatur in Kontakt mit der Reinigungsmittel-Portion bringt, wodurch das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung(en) gelöst und die mindestens eine spülaktive Zubereitung in dem wäßrigen Medium für den Reinigungsvorgang gelöst oder suspendiert wird.
Unter dem Begriff "Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine für einen in einer wäßrigen Phase stattfindenden Wasch- oder Reinigungsvorgang ausreichende Menge eines Waschmittels oder Reinigungsmittels verstanden. Dies kann beispielsweise ein maschineller Wasch- oder Reinigungsvorgang sein, wie er mit handelsüblichen Waschma­ schinen oder Geschirrspülmaschinen durchgeführt wird. Erfindungsgemäß wird unter diesem Begriff jedoch auch ein (beispielsweise im Handwaschbecken oder in einer Schüssel durchgeführter) Handwasch-Gang oder von Hand durchgeführter Geschirrspülgang oder ein sonstiger Vorgang des Waschens oder Reinigens verstanden. Erfindungsgemäß bevorzugt werden die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen bei maschinellen Wasch- oder Reinigungsvor­ gängen eingesetzt.
Unter dem Begriff "Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportion" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Teilmenge einer Wasch- oder Reinigungsmit­ tel-Portion verstanden, die in einer von anderen Wasch- oder Reinigungsmittel- Teilportionen getrennten Phase in räumlicher Verbindung mit anderen Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportionen derselben Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion vorliegt und durch geeignete Maßnahmen so zubereitet ist, daß sie ge­ trennt von anderen Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportionen derselben Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion in die Flotte gegeben und gegebenen­ falls in ihr gelöst bzw. suspendiert werden kann. Dabei kann eine Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportion die gleichen Inhaltsstoffe wie eine andere Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportion derselben Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion enthalten; bevorzugt enthalten jedoch zwei Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Teilportionen derselben Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion unter­ schiedliche Inhaltsstoffe, insbesondere unterschiedliche waschaktive Zuberei­ tungen.
Erfindungsgemäß enthalten die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen ab­ gemessene Mengen wenigstens einer waschaktiven Zubereitung, üblicherweise abgemessene Mengen mehrerer waschaktiver Zubereitungen. Dabei ist es möglich, daß die Portionen nur waschaktive Zubereitungen einer bestimmten Zusammensetzung enthalten. Gemäß der Erfindung bevorzugt ist es jedoch, daß mehrere, üblicherweise mindestens zwei, waschaktive Zubereitungen un­ terschiedlicher Zusammensetzung in den Wasch- oder Reinigungsmittel- Portionen enthalten sind. Die Zusammensetzung kann dabei hinsichtlich der Konzentration der einzelnen Komponenten der waschaktiven Zubereitung (quantitativ) und/oder hinsichtlich der Art der einzelnen Komponenten der waschaktiven Zubereitung (qualitativ) unterschiedlich sein. Besonders bevor­ zugt ist, daß die Komponenten hinsichtlich Art und Konzentration an die Aufga­ ben angepaßt sind, die die Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportionen im Wasch- oder Reinigungsvorgang zu erfüllen haben. Die Teilportionen sind im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bevorzugt die von gleichen oder verschiedenen wasserlöslichen Materialien umfaßten ersten, zweiten und gegebenenfalls dritten oder sogar höheren (vierten, fünften usw.) abgemesse­ nen Mengen einer oder mehrerer waschaktiver Zubereitung(en), die zu einer Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion gemäß der Erfindung kombiniert sind.
Unter dem Begriff "waschaktive Zubereitung" bzw. "reinigungsaktive Zuberei­ tung" oder "spülaktive Zubereitung" werden im Rahmen der vorliegenden Erfin­ dung Zubereitungen aller denkbaren, im Zusammenhang mit einem Wasch- bzw. Reinigungs- oder Spülvorgang relevanten Substanzen verstanden. Dies sind in erster Linie die eigentlichen Waschmittel bzw. Reinigungsmittel oder Spülmittel mit ihren im weiteren Verlauf der Beschreibung näher erläuterten Einzelkomponenten. Darunter fallen Aktivstoffe wie Tenside (anionische, nicht­ ionische, kationische und amphotere Tenside), Buildersubstanzen (anorgani­ sche und organische Buildersubstanzen), Bleichmittel (wie beispielsweise Per­ oxo-Bleichmittel und Chlor-Bleichmittel), Bleichaktivatoren, Bleichstabilisatoren, Bleichkatalysatoren, Enzyme, spezielle Polymere (beispielsweise solche mit Cobuilder-Eigenschaften), Vergrauungsinhibitoren, Farbstoffe und Duftstoffe (Parfums), ohne daß der Begriff auf diese Substanzgruppen beschränkt ist.
Es werden unter dem Begriff "waschaktive Zubereitungen" bzw. "reinigungsakti­ ve Zubereitung" oder "spülaktive Zubereitung" jedoch auch Waschhilfsmittel und Reinigungshilfsmittel verstanden. Beispiele für diese sind optische Aufheller, UV-Schutzsubstanzen, sog. Soil Repellents, also Polymere, die einer Wieder­ anschmutzung von Fasern oder harten Oberflächen entgegenwirken, sowie Sil­ berschutzmittel. Auch Wäsche-Behandlungsmittel wie Weichspüler bzw. Ge­ schirrspülmittel-Zusätze wie Klarspüler werden erfindungsgemäß als waschak­ tive bzw. reinigungsaktive oder spülaktive Zubereitungen betrachtet.
Gemäß der Erfindung umfaßt die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion minde­ stens eine wasch- bzw. reinigungs- oder spülaktive Zubereitung; bevorzugt sind aber mehrere wasch- bzw. reinigungs- oder spülaktive Zubereitungen enthalten.
Die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen enthalten ei­ nen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Tenside, Tensidcompounds, Ge­ rüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Schauminhibitoren, Farb- und Duftstoffe sowie - in dem Fall, daß die Wasch- oder Reinigungsmittel- Portionen zumindest zum Teil als Formkörper vorliegen - Binde- und Desinte­ grationshilfsmittel. Diese Stoffklassen werden nachstehend beschrieben.
Zur Entfaltung der Waschleistung können die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen grenzflächenaktive Substanzen aus der Gruppe der anionischen, nichtionischen, zwitterionischen oder kationischen Tenside ent­ halten, wobei anionische Tenside aus ökonomischen Gründen und aufgrund ihres Leistungsspektrums deutlich bevorzugt sind.
Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugs­ weise C9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d. h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie Disulfonaten, in Betracht, wie man sie bei­ spielsweise aus C12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppel­ bindung durch sulfonieren mit gasförmigem Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte erhält. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfo­ chlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von 2-Sulfofettsäuren (Ester­ sulfonate), z. B. die 2-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren geeignet.
Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der Herstellung durch Veresterung von einem Mono­ glycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte sulfierte Fettsäureglyce­ rinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C12-C18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokos­ fettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C10-C20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt. Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genann­ ten Kettenlänge, welche einen synthetischen, auf petrochemischer Basis her­ gestellten geradkettigen Alkylrest enthalten, die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C12-C16-Alkylsulfate und C12-C15-Alkylsulfate sowie C14-C15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise gemäß den US-Patentschriften 3,234,258 oder 5,075,041 hergestellt werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen DAN® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen oder verzweigten C7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C9-11- Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Reinigungsmitteln aufgrund ihres hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobern­ steinsäure, die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester be­ zeichnet werden, und die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fett­ alkoholen darstellen. Bevorzugte Sulfosuccinate enthalten C8-18- Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sul­ fosuccinate enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fett­ alkoholen ableitet, die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Be­ schreibung siehe unten). Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettal­ kohol-Reste sich von ethoxylierten Fettalkoholen mit eingeengter Homolo­ genverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Ge­ eignet sind gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristin­ säure, Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure so­ wie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, z. B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natri­ um-, Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anioni­ schen Tenside in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden Tenside in Form ihrer Magnesiumsalze eingesetzt.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Wasch- und Reinigungsmittel- Portionen bevorzugt, die 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 7,5 bis 40 Gew.-% und insbesondere 15 bis 25 Gew.-% eines oder mehrerer anionischer Ten­ sid(e), enthalten, jeweils bezogen auf die Wasch- und Reinigungsmittel-Portion.
Bei der Auswahl der anionischen Tenside, die in den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen zum Einsatz kommen, stehen der For­ mulierungsfreiheit keine einzuhaltenden Beschränkungen im Weg. Bevorzugte Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung weisen jedoch einen Gehalt an Seife auf, der 0,2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Wasch- und Reinigungsmittel-Portion, übersteigt. Bevorzugt einzusetzende anionische Tenside sind dabei die Alkylbenzolsulfonate und Fettalkoholsulfate, wobei bevorzugte Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 2,5 bis 15 Gew.-% und insbesondere 5 bis 10 Gew.-% Fettalko­ holsulfat(e), jeweils bezogen auf das Gewicht der Wasch- und Reinigungsmittel- Portion, enthalten.
Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol ein­ gesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylver­ zweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthal­ ten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ur­ sprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z. B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleyl­ alkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den be­ vorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C9-11-Alkohol mit 7 EO, C13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus die­ sen, sowie Mischungen aus C12-14-Alkohol mit 3 EO und C12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein kön­ nen. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenvertei­ lung auf (narrow range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Bei­ spiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entwe­ der als alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nicht­ ionischen Tensiden eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxy­ lierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 be­ schrieben sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Pa­ tentanmeldung WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
Eine weitere Klasse von nichtionischen Tensiden, die vorteilhaft eingesetzt werden kann, sind die Alkylpolyglycoside (APG). Einsetzbare Alkypolyglycoside genügen der allgemeinen Formel RO(G)z, in der R für einen linearen oder ver­ zweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten, gesättigten oder un­ gesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen steht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungsgrad z liegt dabei zwi­ schen 1,0 und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbesondere zwi­ schen 1,1 und 1,4.
Bevorzugt eingesetzt werden lineare Alkylpolyglucoside, also Alkylpolyglycosi­ de, in denen der Polyglycosylrest ein Glucoserest und der Alkylrest ein n- Alkylrest ist.
Die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen können bevor­ zugt Alkylpolyglycoside enthalten, wobei Gehalte der Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen an APG über 0,2 Gew.-%, bezogen auf den gesamten Formkörper, bevorzugt sind. Besonders bevorzugte Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen enthalten APG in Mengen von 0,2 bis 10 Gew.-%, vor­ zugsweise in Mengen von 0,2 bis 5 Gew.-% und insbesondere in Mengen von 0,5 bis 3 Gew.-%.
Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokos­ alkyl-N,N-dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet sein. Die Menge dieser nicht­ ionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (I),
in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlen­ stoffatomen und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es sich um bekannte Stoffe, die üblicher­ weise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung mit ei­ ner Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten werden können.
Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (II),
in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen, R1 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R2 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder einen Oxy- Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder alkoxy­ lierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes.
[Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten, beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Man­ nose oder Xylose. Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielsweise nach der Lehre der internationalen Anmeldung WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
Weiterhin kann es bevorzugt sein, neben anionischen und nichtionischen Ten­ siden auch kationische Tenside einzusetzen. Ihr Einsatz erfolgt dabei bevorzugt als Waschleistungsbooster, wobei nur kleine Mengen an kationischen Tensiden erforderlich sind. Werden kationische Tenside eingesetzt, so sind sie in den Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere von 0,1 bis 3,0 Gew.-% enthalten.
In den Fällen, in denen es sich bei den erfindungsgemäßen Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen um Waschmittel handelt, enthalten diese üblicherweise ein oder mehrere Tensid(e) in Gesamtmengen von 5 bis 50 Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 10 bis 35 Gew.-%, wobei in Teilportionen der erfindungsgemä­ ßen Waschmittel-Portionen Tenside in größerer oder kleinerer Menge enthalten sein können. Mit anderen Worten: Die Tensidmenge ist nicht in allen Teilportio­ nen gleich; vielmehr können Teilportionen mit relativ größerem und Teilportio­ nen mit relativ kleinerem Tensidgehalt vorgesehen werden.
In den Fällen, in denen es sich bei den erfindungsgemäßen Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen um Reinigungsmittel handelt, insbesondere um Geschirr­ spülmittel, enthalten diese üblicherweise ein oder mehrere Tensid(e) in Ge­ samtmengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.-%, wobei in Teilportionen der erfindungsgemäßen Reinigungsmittel-Portionen Tenside in größerer oder kleinerer Menge enthalten sein können. Mit anderen Worten: Die Tensidmenge ist auch bei Reinigungs- bzw. Geschirrspülmitteln nicht in allen Teilportionen gleich; vielmehr können Teilportionen mit relativ grö­ ßerem und Teilportionen mit relativ kleinerem Tensidgehalt vorgesehen werden.
Neben den waschaktiven Substanzen sind Gerüststoffe die wichtigsten Inhalts­ stoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln. In den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen können üblicherweise in Wasch- und Reini­ gungsmitteln eingesetzte Gerüststoffe enthalten sein, insbesondere also Zeo­ lithe, Silicate, Carbonate, organische Cobuilder und - wo keine ökologischen Vorurteile gegen ihren Einsatz bestehen - auch die Phosphate.
Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilicate besitzen die allgemeine Formel NaMSixO2x+i.H2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für × 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline Schichtsilicate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kri­ stalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilicate Na2Si2O5.yH2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilicat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden kann, das in der interna­ tionalen Patentanmeldung WO-A-91/08171 beschrieben ist.
Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilicate mit einem Modul Na2O : SiO2 von 1 : 2 bis 1 : 3,3, vorzugsweise von 1 : 2 bis 1 : 2,8 und insbesondere von 1 : 2 bis 1 : 2,6, welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften auf­ weisen. Die Löseverzögerung gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsi­ licaten kann dabei auf verschiedene Weise, beispielsweise durch Oberflächen­ behandlung, Compoundierung" Kompaktierung/Verdichtung oder durch Über­ trocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silicate bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe lie­ fern, wie sie für kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehre­ ren Gradeinheiten des Beugungswinkels aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften führen, wenn die Silicatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder sogar scharfe Beu­ gungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte mi­ krokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derar­ tige sogenannte röntgenamorphe Silicate, welche ebenfalls eine Löseverzöge­ rung gegenüber den herkömmlichen Wassergläsern aufweisen, werden bei­ spielsweise in der deutschen Patentanmeldung DE-A- 44 00 024 beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silicate, com­ poundierte amorphe Silicate und übertrocknete röntgenamorphe Silicate.
Ein gegebenenfalls eingesetzter feinkristalliner, synthetischer und gebundenes Wasser enthaltender Zeolith ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith des P-Typs wird Zeolith MAP (z. B. Handelsprodukt: Doucil A24 der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie Mi­ schungen aus A, X und/oder P. Kommerziell erhältlich und im Rahmen der vor­ liegenden Erfindung bevorzugt einsetzbar ist beispielsweise auch ein Co- Kristallisat aus Zeolith X und Zeolith A (ca. 80 Gew.-% Zeolith X), das von der Firma CONDEA Augusta S.p.A. unter dem Markennamen VEGOBOND AX® vertrieben wird und durch die Formel
nNa2O.(1-n)K2O.Al2O3.(2-2,5)SiO2.(3,5-5,5)H2O
beschrieben werden kann. Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchen­ größe von weniger als 10 µm (Volumenverteilung; Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere 20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
Selbstverständlich ist in Waschmitteln auch ein Einsatz der allgemein bekann­ ten Phosphate als Buildersubstanzen möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden sollte. Geeignet sind ins­ besondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate und ins­ besondere der Tripolyphosphate.
Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tra­ gen. Beispielsweise sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern deren Einsatz aus öko­ logischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adi­ pinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischun­ gen aus diesen. Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säu­ ren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines nied­ rigeren und milderen pH-Wertes von Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang Citronen­ säure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen von diesen zu nennen.
Als Builder sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet. Dies sind beispiels­ weise die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70.000 g/mol.
Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung um gewichtsmittlere Molmassen Mw der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Mes­ sung erfolgte dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der auf­ grund seiner strukturellen Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren rea­ listische Molgewichtswerte liefert. Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren als Standard einge­ setzt werden. Die gegen Polystyrolsäuren gemessenen Molmassen sind in der Regel deutlich höher als die im Rahmen der vorliegenden Erfindung angegebe­ nen Molmassen.
Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Mol­ masse von 2.000 bis 20.000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Lös­ lichkeit können aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate be­ vorzugt sein, die Molmassen von 2.000 bis 10.000 g/mol, besonders bevorzugt von 3.000 bis 5.000 g/mol, aufweisen.
Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure oder der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molmasse, bezogen auf freie Säu­ ren, beträgt im allgemeinen 2.000 bis 70.000 g/mol, vorzugsweise 20.000 bis 50.000 g/mol und insbesondere 30.000 bis 40.000 g/mol.
Die (co-)polymeren Polycarboxylate können entweder als Pulver oder als wäß­ rige Lösung eingesetzt werden. Der Gehalt der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen an (co-)polymeren Polycarboxylaten beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 3 bis 10 Gew.-%.
Zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfon­ säuren, wie beispielsweise in der EP-B 0 727 448, Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure als Monomer enthalten.
Insbesondere bevorzugt sich auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die gemäß der DE-A 43 00 772 als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylatkohol-Derivate oder gemäß der DE-C 42 21 381 als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zucker-Derivate enthalten.
Weiter bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmel­ dungen DE-A 43 03 320 und DE-A 44 17 734 beschrieben werden und als Mo­ nomere vorzugsweise Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze bzw. Acrolein und Vinylacetat enthalten.
Als weitere bevorzugte Buildersubstanzen sind polymere Aminodicarbonsäuren, deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren bzw. deren Salze und Derivate, von denen in der deutschen Patentanmeldung DE-A 195 40 086 offenbart wird, daß sie neben Co-Builder-Eigenschaften auch eine bleichstabilisierende Wirkung aufweisen.
Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, die durch Umsetzung von Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren erhalten werden können, die 5 bis 7 Kohlenstoffatome und mindestens 3 Hydroxygruppen aufweisen, beispielsweise wie beschrieben in der europäischen Patentanmeldung EP-A 0 280 223. Bevor­ zugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, bei­ spielsweise säure- oder enzymkatalysierten Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500.000 g/mol. Dabei ist ein Polysaccharid mit einem Dexirose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis 30, bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung ei­ nes Polysaccharids im Vergleich zu Dextrose ist, welche ein DE von 100 be­ sitzt. Brauchbar sind sowohl Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE zwischen 20 und 37 als auch soge­ nannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen im Bereich von 2.000 bis 30.000 g/mol. Ein bevorzugtes Dextrin ist in der britischen Patentan­ meldung 94 19 091 beschrieben.
Bei den oxidierten Derivaten derartiger Dextrine handelt es sich um deren Um­ setzungsprodukte mit Oxidationsmitteln, die in der Lage sind, mindestens eine Alkoholfunktion des Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion zu oxidieren. Der­ artige oxidierte Dextrine und Verfahren zu ihrer Herstellung sind insbesondere aus den europäischen Patentanmeldungen EP-A 0 232 202, EP-A 0 427 349, EP-A 0 472 042 und EP-A 0 542 496 sowie aus den internationalen Patentan­ meldungen WO 92/18542, WO 93/08251, WO 93/16110, WO 94/28030, WO 95/07303, WO 95/12619 und WO 95/20608 bekannt. Ebenfalls geeignet ist ein oxidiertes Oligosaccharid gemäß der deutschen Patentanmeldung DE-A 196 00 018. Ein an C6 des Saccharidrings oxidiertes Produkt kann besonders vorteilhaft sein.
Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat sind weitere geeignete Co-Builder. Dabei wird Ethy­ lendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS), dessen Synthese beispielsweise in der Druckschrift US-A 3,158,615 beschrieben wird, bevorzugt in Form seiner Natri­ um- oder Magnesiumsalze verwendet. Weiterhin bevorzugt sind in diesem Zu­ sammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate, wie sie bei­ spielsweise in den US-Patentschriften US-A 4,524,009 und US-A 4,639,325, in der europäischen Patentanmeldung EP-A 0 150 930 und in der japanischen Patentanmeldung JP-A 93/339,896 beschrieben werden. Geeignete Einsatz­ mengen liegen in zeolithhaltigen und/oder silicathaltigen Formulierungen bei 3 bis 15 Gew.-%.
Weitere brauchbare organische Co-Builder sind beispielsweise acetylierte Hy­ droxycarbonsäuren bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lacton­ form vorliegen können und welche mindestens 4 Kohlenstoffatome und wenig­ stens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei Säuregruppen enthalten. Derar­ tige Co-Builder werden beispielsweise in der internationalen Patentanmeldung WO 95/20029 beschrieben.
Eine weitere Substanzklasse mit Co-Builder-Eigenschaften stellen die Phos­ phonate dar. Dabei handelt es sich insbesondere um Hydroxyalkan- bzw. Ami­ noalkanphosphonate. Unter den Hydroalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP) von besonderer Bedeutung als Co- Builder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt, wobei das Dinatrium­ salz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH = 9) reagiert. Als Aminoal­ kanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphospho­ nat (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie de­ ren höhere Homologe in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der neutral­ reagierenden Natriumsalze, z. B. als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta- und Octanatriumsalz der DTPMP, eingesetzt. Als Builder wird dabei aus der Klasse der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die Aminoalkan­ phosphonate besitzen zudem ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend kann es, insbesondere wenn die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate, insbesondere DTPMP, einzusetzen oder Mi­ schungen aus den genannten Phosphonaten zu verwenden.
Darüber hinaus können alle Verbindungen, die in der Lage sind, Komplexe mit Erdalkalimetallionen zu bilden, als Co-Builder eingesetzt werden.
Neben den genannten Bestandteilen Tensid und Builder können die erfin­ dungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel weitere in Wasch- oder Reini­ gungsmitteln übliche Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Bleichmittel, Bleichakti­ vatoren, Enzyme, Duftstoffe, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Siliconöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren enthalten.
Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H2O2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborat-tetrahydrat und das Natriumperborat-monohydrat besondere Bedeutung. Ein weiteres häufig verwendetes Bleichmittel ist Natri­ umpercarbonat.
Natriumpercarbonat kann nach bekannten Verfahren hergestellt und gewünsch­ tenfalls in granularer Form konfektioniert beziehungsweise stabilisiert werden, wie es zum Beispiel aus den internationalen Patentanmeldungen WO 91/15423, WO 92/17400, WO 92/17404, WO 93/04159, WO 93/04982, WO 93/20007, WO 94/03553, WO 94/05594, WO 94/14701, WO 94/14702, WO 94/24044, WO 95/02555, WO 95/02672, WO 95/06615, WO 95/15291 oder WO 95/15292 bekannt ist. Bevorzugt setzt man ein mit speziellen Boraten stabilisierend um­ hülltes Alkalipercarbonat ein, wie es aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 459 625 oder EP 0 487 256 bekannt ist, oder ein mit einer Kombination von Alkalisalzen umhülltes Alkalipercarbonat, wie es aus den europäischen Patentanmeldungen EP 0 623 553 oder EP 0 592 969 bekannt ist. Auch das aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 567 140 bekannte Material kann zum Einsatz kommen; die letztgenannte Druckschrift betrifft teilchenförmiges Natriumpercarbonat, das mit mindestens zwei Substanzen (Borsäure, Borat und/oder Silicat sowie Carbonat, Hydrogencarbonat und/oder Sulfat) umhüllt ist, wobei mindestens eines der Beschichtungsagenzien als wäßrige Aufschläm­ mung auf das Percarbonat aufgebracht worden sein muß. Das auf diese Weise mit einem Hüllmaterial umgebene Percarbonat-Bleichmittel kann eine mit einem Hüllmaterial umgebene wasch- oder reinigungsaktive Zubereitung sein, die er­ findungsgemäß in den Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen enthalten ist und sowohl mit den anderen Komponenten der Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion als auch mit dem/den Material(ien) der Umfassung(en) kompatibel ist.
Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H2O2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Per­ benzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure, Phthaloiminopersäure oder Di­ perdodecandisäure. Werden Reinigungs- oder Bleichmittel-Zubereitungen für das maschinelle Geschirrspülen hergestellt, so können auch Bleichmittel aus der Gruppe der organischen Bleichmittel eingesetzt werden. Typische organi­ sche Bleichmittel sind die Diacylperoxide, wie z. B. Dibenzoylperoxid. Weitere typische organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele besonders die Alkylperoxysäuren und die Arylperoxysäuren genannt werden. Bevorzugte Vertreter sind (a) die Peroxybenzoesäure und ihre ringsubstituierten Derivate, wie Alkylperoxybenzoesäuren, aber auch Peroxy-α-Naphtoesäure und Magnesiummonoperphthalat; (b) die aliphatischen oder substituiert aliphati­ schen Peroxysäuren, wie Peroxylaurinsäure, Peroxystearinsäure, ε-Phthalimidoperoxy-capronsäure [Phthaloiminoperoxyhexansäure (PAP)], o-Carboxybenzamido-peroxycapronsäure, N-Nonenylamidoperadipinsäure und N-Nonenylamidoper-succinate; und (c) aliphatische und araliphatische Peroxy­ dicarbonsäuren, wie 1,12-Diperoxycarbonsäure, 1,9-Diperoxyazelainsäure, Di­ perocysebacinsäure, Diperoxybrassylsäure, die Diperoxyphthalsäuren, 2- Decyldiperoxybutan-1,4-disäure, N,N-Terephthaloyl-di(6-aminopercapronsäue) können eingesetzt werden.
Als Bleichmittel in Zusammensetzungen für das maschinelle Geschirrspülen können auch Chlor oder Brom freisetzende Substanzen eingesetzt werden. Unter den geeigneten Chlor oder Brom freisetzenden Materialien kommen beispielsweise heterocyclische N-Brom- und N-Chloramide, beispielsweise Trichlorisocyanursäure, Tribromisocyanursäure, Dibromisocyanursäure und/oder Dichlorisocyanursäure (DICA) und/oder deren Salze mit Kationen wie Kalium und Natrium in Betracht. Hydantoinverbindungen, wie 1,3-Dichlor-5,5-dimethylhy­ dantoin sind ebenfalls geeignet.
Um beim Waschen oder Reinigen bei Temperaturen von 60°C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen eingearbeitet werden. Als Bleichakti­ vatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgrup­ pen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT), acylierte Glykolurile, insbe­ sondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoyl­ succinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, ins­ besondere Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran.
Zusätzlich zu den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle kön­ nen auch sogenannte Bleichkatalysatoren in die Wasch- und Reinigungsmittel- Portionen eingearbeitet werden. Bei diesen Stoffen handelt es sich um bleich­ verstärkende Übergangsmetallsalze bzw. Übergangsmetallkomplexe wie bei­ spielsweise Mn-, Fe-, Co-, Ru- oder Mo-Salenkomplexe oder -carbonylkomple­ xe. Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-, V- und Cu-Komplexe mit N-haltigen Tri­ pod-Liganden sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Amminkomplexe sind als Bleichka­ talysatoren verwendbar.
Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise wer­ den Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen, die aus Bacil­ lus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, bei­ spielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder Pro­ tease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Lipase oder Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellu­ lase-haltige Mischungen von besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen als geeignet erwiesen. Die Enzyme kön­ nen an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme, En­ zymmischungen oder Enzymgranulate in den erfindungsgemäßen Zusammen­ setzungen kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
Enzyme werden nach dem Stand der Technik in erster Linie einer Reinigungs­ mittel-Zubereitung zugesetzt, insbesondere einem Geschirrspülmittel zugesetzt, das für den Hauptspülgang bestimmt ist. Nachteil war dabei, daß das Wir­ kungsoptimum verwendeter Enzyme die Temperaturwahl beschränkte und auch Probleme bei der Stabilität der Enzyme im stark alkalischen Milieu auftraten. Mit den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen ist es mög­ lich, Enzyme auch im Vorspülgang zu verwenden und damit den Vorspülgang zusätzlich zum Hauptspülgang für eine Enzymeinwirkung auf Verschmutzungen des Spülguts zu nutzen.
Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist also, der für den Vorspülgang vor­ gesehenen waschaktiven Zubereitung oder Teilportion einer Reinigungsmittel- Portion Enzyme zuzusetzen und eine derartige Zubereitung dann - weiter be­ vorzugt - mit einem bereits bei niedriger Temperatur wasserlöslichen Material zu umfassen, um beispielsweise die enzymhaltige Zubereitung vor einem Wir­ kungsverlust durch Umgebungsbedingungen zu schützen. Die Enzyme sind weiter bevorzugt für den Einsatz unter den Bedingungen des Vorspülgangs, also beispielsweise in kaltem Wasser, optimiert.
Vorteilhaft können die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel-Portionen dann sein, wenn die Enzymzubereitungen flüssig vorliegen, wie sie teilweise im Han­ del angeboten werden, weil darin eine schnelle Wirkung erwartet werden kann, die bereits im (relativ kurzen und in kaltem Wasser durchgeführten) Vorspül­ gang eintritt. Auch wenn - wie üblich - die Enzyme in fester Form eingesetzt werden und diese mit einer Umfassung aus einem wasserlöslichen Material versehen sind, das bereits in kaltem Wasser löslich ist, können die Enzyme be­ reits vor dem Hauptwaschgang bzw. Hauptreinigungsgang ihre Wirkung entfal­ ten. Vorteil der Verwendung einer Umfassung aus wasserlöslichem Material, insbesondere aus kaltwasserlöslichem Material ist, daß das Enzym/die Enzyme in kaltem Wasser nach Auflösen der Umfassung schnell zur Wirkung kommt/kommen. Damit kann deren Wirkungszeit ausgedehnt werden, was dem Wasch- bzw. Spülergebnis zugute kommt.
Die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung enthalten gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform noch weitere Additive, wie sie aus dem Stand der Technik als Additive für Wasch- bzw. Reinigungs­ mittel-Zubereitungen bekannt sind. Diese können entweder einer oder mehre­ ren, im Bedarfsfall auch allen Teil-Portionen (waschaktiven Zubereitungen) der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen zugesetzt werden oder - wie in der parallel anhängigen Patentanmeldung Nr. 199 29 098.9 mit dem Titel "Wirkstoff-Portionspackung" beschrieben - in die wasserlöslichen, die waschaktiven Zubereitungen umfassenden Materialien, also beispielsweise in die wasserlöslichen Folien, aber auch in die erfindungsgemäßen Kapseln oder Coatings eingearbeitet werden.
Eine bevorzugte Gruppe erfindungsgemäß verwendeter Additive sind optische Aufheller. Verwendet werden können hier die in Waschmitteln üblichen opti­ schen Aufheller. Diese werden als wäßrige Lösung oder als Lösung in einem organischen Lösungsmittel der Polymerlösung beigegeben, die in die Folie um­ gewandelt wird, oder werden einer Teil-Portion (waschaktiven Zubereitung) ei­ nes Wasch- oder Reinigungsmittels in fester oder flüssiger Form zugesetzt. Beispiele für optische Aufheller sind Derivate von Diaminostilbendisulfonsäure bzw. deren Alkalimetallsalze. Geeignet sind z. B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpho­ lino-1,3,5-triazinyl-6-amino-)stilben-2,2'-disulfonsäure oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine Diethanol­ amino-Gruppe, eine Methylamino-Gruppe, eine Anilino-Gruppe oder eine 2- Methoxyethylamino-Gruppe tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle in den Teil-Portionen (waschaktiven Zubereitun­ gen) der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen enthal­ ten sein, z. B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl-)diphenyls, 4,4'-Bis(4- chlor-3-sulfostyryl-)diphenyls oder 4-(4-Chlorstyryl-)4'-(2-sulfostyryl-)diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten Aufheller können verwendet werden.
Eine weitere erfindungsgemäß bevorzugte Gruppe von Additiven sind UV- Schutz-Substanzen. Dabei handelt es sich um Stoffe, die beim Waschprozeß oder bei dem nachfolgenden Weichspülprozeß in der Waschflotte freigesetzt werden und die sich auf der Faser akkumulativ anhäufen, um dann einen UV- Schutz-Effekt zu erzielen. Geeignet sind die unter der Bezeichnung Tinosorb im Handel befindlichen Produkte der Firma Ciba Speciality Chemicals.
Weitere denkbare und in speziellen Ausführungsformen bevorzugte Additive sind Tenside, die insbesondere die Löslichkeit der wasserlöslichen Folie beein­ flussen können, aber auch deren Benetzbarkeit und die Schaumbildung beim Auflösen steuern können, sowie Schauminhibitoren, aber auch Bitterstoffe, die ein versehentliches Verschlucken solcher Verpackungen oder Teile solcher Verpackungen von Kindern verhindern können.
Eine weitere erfindungsgemäß bevorzugte Gruppe von Additiven sind Farb­ stoffe, insbesondere wasserlösliche oder wasserdispergierbare Farbstoffe. Be­ vorzugt sind hier Farbstoffe, wie sie zur Verbesserung der optischen Produkt­ anmutung in Wasch- und Reinigungsmitteln üblicherweise eingesetzt werden. Die Auswahl derartiger Farbstoffe bereitet dem Fachmann keine Schwierigkei­ ten, insbesondere da derartige übliche Farbstoffe eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der waschaktiven Zu­ bereitungen und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern haben, um diese nicht anzufärben. Die Farbstoffe sind erfindungs­ gemäß in den Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen in Mengen von unter 0,01 Gew.-% zugegen.
Eine weitere Klasse von Additiven, die erfindungsgemäß den Wasch- oder Rei­ nigungsmittel-Portionen zugesetzt werden kann, sind Polymere. Unter diesen Polymeren kommen zum einen Polymere in Frage, die beim Waschen oder Reinigen bzw. Spülen Cobuilder-Eigenschaften zeigen, also zum Beispiel Po­ lyacrylsäuren, auch modifizierte Polyacrylsäuren oder entsprechende Copoly­ mere. Eine weitere Gruppe von Polymeren sind Polyvinylpyrrolidon und andere Vergrauungsinhibitoren, wie Copolymere von Polyvinylpyrrolidon, Cellulose-Ether und dergleichen. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kommen als Polymere auch sogenannte Soil Repellents in Frage, wie sie dem Wasch- und Reinigungsmittel-Fachmann bekannt sind und nachfolgend im ein­ zelnen beschrieben werden.
Eine weitere Gruppe von Additiven sind Bleichkatalysatoren, insbesondere Bleichkatalysatoren für maschinelle Geschirrspülmittel oder Waschmittel. Ver­ wendet werden hier Komplexe des Mangans und des Cobalts, insbesondere mit stickstoffhaltigen Liganden.
Eine weitere im Sinne der Erfindung bevorzugte Gruppe von Additiven sind Sil­ berschutzmittel. Es handelt sich hier um eine Vielzahl von meist cyclischen or­ ganischen Verbindungen, die ebenfalls dem hier angesprochen Fachmann ge­ läufig sind und dazu beitragen, das Anlaufen von Silber enthaltenden Gegen­ ständen beim Reinigungsprozeß zu verhindern. Spezielle Beispiele können Triazole, Benzotriazole und deren Komplexe mit Metallen wie beispielsweise Mn, Co, Zn, Fe, Mo, W oder Cu sein.
Als weitere erfindungsgemäße Zusätze können die Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Portionen auch sog. Soil Repellents enthalten, also Polymere, die auf Fasern oder harte Flächen (beispielsweise auf Porzellan und Glas) aufziehen, die Öl- und Fett-Auswaschbarkeit aus Textilien bzw. -Abwaschbarkeit von har­ ten Gegenständen positiv beeinflussen und damit einer Wiederanschmutzung gezielt entgegenwirken. Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein Textil oder ein harter Gegenstand (Porzellan, Glas) verschmutzt wird, das/der bereits vorher mehrfach mit einem erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel, das diese öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen wurde. Zu den bevorzugten öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nichtio­ nische Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil an Methoxy-Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypro­ poxy-Gruppen von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure bzw. von deren Derivaten, insbe­ sondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglykol­ terephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Besonders bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und der Terephthalsäure-Polymere.
Alle diese Additive werden den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Portionen in Mengen bis höchstens 30 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 20 Gew.-%, zugesetzt. Wie bereits gesagt, kann der Zusatz auch zu einem Materi­ al einer wasserlöslichen Umfassung erfolgen, das die oder eine der waschakti­ ve(n) Zubereitung(en) umfaßt. Um die Ausgewogenheit der Rezeptur zu erhal­ ten, ist es dem Fachmann daher möglich, das Kunststoffmaterial für die Umfas­ sung entweder in seinem Gewicht zu steigern, um so den Depot-Effekt der ge­ mäß Erfindung erzielt wird, auszunutzen oder aber die genannten Additive zu­ sätzlich zumindest anteilsweise in der restlichen waschaktiven Zubereitung zu halten. Dies ist jedoch weniger bevorzugt.
Duftstoffe werden den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel- Portionen zugesetzt, um den ästhetischen Gesamteindruck der Produkte zu verbessern und dem Verbraucher neben der technischen Leistung (Weichspü­ lergebnis) ein sensorisch typisches und unverwechselbares Produkt zur Verfü­ gung zu stellen. Als Parfümöle oder Duftstoffe können einzelne Riechstoff- Verbindungen verwendet werden, beispielsweise die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe. Riechstoff-Verbindungen vom Typ der Ester sind beispielsweise Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-t-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenz­ yl-carbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylme­ thylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsa­ licylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether. Zu den Aldehy­ den zählen z. B. lineare Alkanale mit 8 bis 18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lileal und Bourgeonal.
Zu den Ketonen zählen die Ionone, α-Isomethylionon, und Methylcedrylketon. Zu den Alkoholen zählen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phe­ nylethylalkohol und Terpineol. Zu den Kohlenwasserstoffen zählen hauptsäch­ lich Terpene wie Limonen und Pinen. Bevorzugt werden Mischungen verschie­ dener Riechstoffe verwendet, die so aufeinander abgestimmt sind, daß sie ge­ meinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoff-Gemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quel­ len zugänglich sind. Beispiele sind Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouli-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskatöl, Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
Üblicherweise liegt der Gehalt an Duftstoffen im Bereich bis zu 2 Gew.-% der gesamten Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion.
Die Duftstoffe können direkt in die waschaktiven Zubereitungen eingearbeitet werden; es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger aufzubrin­ gen, die die Haftung des Parfüms auf der Wäsche verstärken und durch eine langsamere Duftfreisetzung für langanhaltenden Duft der Textilien sorgen. Als solche Trägermaterialien haben sich beispielsweise Cyclodextrine bewährt. Da­ bei können die Gyclodextrin-Parfüm-Komplexe zusätzlich noch mit weiteren Hilfsstoffen beschichtet werden.
Die Parfüm- und Duftstoffe können grundsätzlich in jeder der Teil-Portionen (waschaktive Zubereitungen) der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portionen enthalten sein. Besonders bevorzugt ist es jedoch, daß sie in einem Waschmittel in einer für den Nachwaschgang oder Weichspülgang vorgesehenen Teil-Waschmittel-Portion bzw. in einem Reinigungsmittel, beson­ ders in einem Geschirrspülmittel, in einer für den Nachspülgang bzw. Klarspül­ gang vorgesehenen Teil-Reinigungsmittel-Portion, speziell Teil-Spülmittel- Portion, enthalten sind. Sie missen daher erfindungsgemäß von einem nur bei den Bedingungen (insbesondere bei der Temperatur) des Nachwaschgangs bzw. Nachspülgangs wasserlöslichen, bei den Bedingungen (insbesondere bei der Temperatur) der vorangehenden Waschgänge bzw. Spülgänge wasserun­ löslichen Material, insbesondere von einer entsprechenden Folie oder Kapsel umfaßt sein. Erfindungsgemäß ist dies beispielsweise mit einem aus mehreren Kammern bestehenden Beutel aus Folien unterschiedlicher Wasserlöslichkeit machbar.
Um den Zerfall hochverdichteter Formkörper zu erleichtern, ist es möglich, Desintegrationshilfsmittel in diese einzuarbeiten. Die Zerfallszeiten von Form­ körpern werden infolge der Wechselwirkung der Desintegrationshilfsmittel mit Wasser verkürzt. Im pharmazeutischen Bereich sind Desintegrationshilfsmittel als Tablettensprengmittel bekannt. Unter "Tablettensprengmitteln" bzw. "Zer­ fallsbeschleunigern" werden gemäß Römpp Chemielexikon (9. Auflage, Band 6, Seite 4440) und Voigt "Lehrbuch der pharmazeutischen Technologie" (6. Aufla­ ge, 1987, Seiten 182 bis 184) Hilfsstoffe verstanden, die für den raschen Zerfall von Tabletten in Wasser oder wäßrigen Flüssigkeiten wie Magensaft und für die Freisetzung von Pharmaka in resorbierbarer Form sorgen.
Desintegrationshilfsmittel, die aufgrund ihrer Wirkung auch als "Sprengmittel" bezeichnet werden, vergrößern bei Wasserzutritt ihr Volumen. Dabei kann ei­ nerseits das Eigenvolumen vergrößert werden (Quellung); andererseits kann auch über die Freisetzung von Gasen ein Druck erzeugt werden, der die Ta­ blette in kleinere Partikel zerfallen läßt. Altbekannte Desintegrationshilfsmittel, deren Wirkung in der Freisetzung von Gas (hier: CO2) besteht, sind beispiels­ weise Carbonat/Citronensäure-Systeme, wobei auch andere organische Säuren eingesetzt werden können.
Quellende Desintegrationshilfsmittel sind beispielsweise synthetische Polymere wie Polyvinylpyrrolidon (PVP) oder natürliche Polymere bzw. modifizierte Natur­ stoffe wie Cellulose und Stärke und ihre Derivate, Alginate oder Casein-Derivate.
Bevorzugte Wasch- und Reinigungsmittel-Formkörper enthalten 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 7 Gew.-% und insbesondere 4 bis 6 Gew.-% eines oder mehrerer Desintegrationshilfsmittel, jeweils bezogen auf das Formkörper­ gewicht.
Als bevorzugte Desintegrationshilfsmittel werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung Desintegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis eingesetzt, so daß be­ vorzugte Wasch- und Reinigungsmittel-Formkörper ein solches Desintegrati­ onshilfsmittel auf Cellulosebasis in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugs­ weise 3 bis 7 Gew.-% und insbesondere 4 bis 6 Gew.-% enthalten. Reine Cel­ lulose weist die formale Bruttozusammensetzung (C6H10O5)n auf und stellt for­ mal betrachtet ein β-1,4-Polyacetal von Cellobiose dar, die ihrerseits aus zwei Molekülen Glucose aufgebaut ist. Geeignete Cellulosen bestehen dabei aus ca. 500 bis 5.000 Glucose-Einheiten und haben demzufolge durchschnittliche Mol­ massen von 50.000 bis 500.000. Als Desintegrationshilfsmittel auf Celluloseba­ sis verwendbar sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Cellulose-Derivate, die durch polymeranaloge Reaktionen aus Cellulose erhältlich sind. Solche chemisch modifizierten Cellulosen umfassen dabei beispielsweise Pro­ dukte aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen Hydroxy- Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch Cellulosen, in denen die Hy­ droxy-Gruppen gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt werden, lassen sich als Cellulose-Derivate einsetzen. In die Gruppe der Cellulose-Derivate fallen beispielsweise Alkalicellulosen, Car­ boxymethylcellulose (CMC), Celluloseester und -ether sowie Aminocellulosen. Die genannten Cellulose-Derivate werden vorzugsweise nicht allein als Desin­ tegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis eingesetzt, sondern in Mischung mit Cellulose verwendet. Der Gehalt dieser Mischungen an Cellulose-Derivaten beträgt vorzugsweise unterhalb 50 Gew.-%, besonders bevorzugt unterhalb 20 Gew.-%, bezogen auf das Desintegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis. Beson­ ders bevorzugt wird als Desintegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis reine Cel­ lulose eingesetzt, die frei von Cellulose-Derivaten ist.
Die als Desintegrationshilfsmittel eingesetzte Cellulose wird vorzugsweise nicht in feinteiliger Form eingesetzt, sondern vor dem Zumischen zu den zu verpres­ senden Vorgemischen in eine gröbere Form überführt, beispielsweise granuliert oder kompaktiert. Wasch- und Reinigungsmittelformkörper, die Sprengmittel in granularer oder gegebenenfalls cogranulierter Form enthalten, werden in den deutschen Patentanmeldungen DE 197 09 991 (Stefan Herzog) und DE 197 10 254 (Henkel) sowie in der internationalen Patentanmeldung WO 98/40463 (Henkel) beschrieben. Diesen Schriften sind auch nähere Angaben zur Her­ stellung granulierter, kompaktierter oder cogranulierter Cellulosesprengmittel zu entnehmen. Die Teilchengrößen solcher Desintegrationshilfsmittel liegen zu­ meist oberhalb 200 µm, vorzugsweise zu mindestens 90 Gew.-% zwischen 300 und 1.600 µm und insbesondere zu mindestens 90 Gew.-% zwischen 400 und 1.200 µm. Die vorstehend genannten und in den zitierten Schriften näher be­ schriebenen gröberen Desintegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt als Desintegrationshilfsmittel einzusetzen und im Handel beispielsweise unter der Bezeichnung Arbocel® TF-30-HG von der Firma Rettenmaier erhältlich.
Als weiteres Desintegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis oder als Bestandteil dieser Komponente kann mikrokristalline Cellulose verwendet werden. Diese mikrokristalline Cellulose wird durch partielle Hydrolyse von Cellulosen unter solchen Bedingungen erhalten, die nur die amorphen Bereiche (ca. 30% der Gesamt-Cellulosemasse) der Cellulosen angreifen und vollständig auflösen, die kristallinen Bereiche (ca. 70%) aber unbeschadet lassen. Eine nachfolgende Desaggregation der durch die Hydrolyse entstehenden mikrofeinen Cellulosen liefert die mikrokristallinen Cellulosen, die Primärteilchengrößen von ca. 5 µm aufweisen und beispielsweise zu Granulaten mit einer mittleren Teilchengröße von 200 µm kompaktierbar sind.
Gemäß der Erfindung enthält die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion eine oder mehrere Umfassung(en) aus einem oder mehreren wasserlöslichen Poly­ mer-Material(ien), die die mindestens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umfaßt. Dabei besteht die Möglichkeit, daß die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion eine Umfassung aus einem oder mehreren wasserlös­ lichen Polymer-Material(ien) enthält oder daß mehrere Umfassungen enthalten sind. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist das Vorhandensein einer Um­ fassung bevorzugt, was Vorteile bei der Materialwahl und auch im Hinblick auf das Erfordernis bringt, daß sich das wasserlösliche Polymermaterial rück­ standsfrei in der Wasch- oder Reinigungsflotte lösen muß. Die Umfassung(en) kann/können aus einem einzigen wasserlöslichen Polymer-Material oder kann/können aus mehreren verschiedenen Polymer-Materialien gebildet sein. Im Hinblick auf die vorliegende Aufgabenstellung kann erfindungsgemäß die Verwendung mehrerer verschiedenen Polymer-Materialien besonders bevor­ zugt sein, worauf nachfolgend besonders eingegangen wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das die mindestens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebende wasserlös­ liche Polymer-Material eine wasserlösliche Verpackung. Darunter wird ein flä­ chig ausgebildetes Teil verstanden, das mindestens eine waschaktive Zuberei­ tung teilweise oder vollständig umgibt. Die exakte Form einer derartigen Ver­ packung ist nicht kritisch und kann den Gebrauchsgegebenheiten weitgehend angepaßt werden. Es kommen beispielsweise zu verschiedenen Formen (wie Schläuchen, Kissen, Zylindern, Flaschen, Scheiben o. ä.) gearbeitete verarbei­ tete Kunststoff-Folien oder -Platten, Kapseln und andere denkbare Formen in Frage. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind Folien, die beispielsweise zu Verpackungen wie Schläuchen, Kissen o. ä. verklebt und/oder versiegelt werden können, nachdem sie mit Teilportionen der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen oder mit den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen selbst befüllt wurden.
Weiter bevorzugt sind erfindungsgemäß aufgrund der ausgezeichnet den ge­ wünschten physikalischen Bedingungen anpaßbaren Eigenschaften Kunststoff- Folienverpackungen aus wasserlöslichen Polymer-Materialien. Derartige Folien sind grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt.
Als wasserlösliche Polymer-Materialien kommen grundsätzlich alle Polymer- Materialien infrage, die sich unter den gegebenen Bedingungen (Temperatur, pH-Wert, Konzentration an waschaktiven Komponenten) in wäßriger Phase vollständig lösen können. Die Polymer-Materialien können besonders bevorzugt den Gruppen (acetalisierter) Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyethylen­ oxid, Gelatine, Cellulose und deren Derivate und Mischungen der genannten Materialien zugehören.
Polyvinylalkohole (abgekürzt PVAL) sind Polymere der allgemeinen Struktur
[-CH2-CH(OH)-]n
die in geringen Mengen auch Struktureinheiten des Typs
[-CH2-CH(OH)-CH(OH)-CH2-]
enthalten. Da das entsprechend Monomer (Vinylalkohol) in freier Form nicht beständig ist, werden Polyvinylalkohole über polymeranaloge Reaktionen durch Hydrolyse, technisch insbesondere durch alkalisch katalysierte Umesterung von Polyvinylacetaten mit Alkoholen, vorzugsweise mit Methanol, erhalten. Durch diese technischen Verfahren sind auch PVAL zugänglich, die einen vorbe­ stimmten Restanteil an Acetat-Gruppen enthalten.
Handelsübliche PVAL (z. B. Mowiol®-Typen der Firma Hoechst) kommen als weiß-gelbliche Pulver oder Granulate mit Polymerisationsgraden im Bereich von ca. 500 bis 2500 (entsprechend Molmassen von ca. 20.000 bis 100.000 g/mol) in den Handel und haben unterschiedliche Hydrolysegrade von 98 bis 99 bzw. 87 bis 89 Mol-%. Sie sind also teilverseifte Polyvinylacetate mit einem Restge­ halt an Acetyl-Gruppen von ca. 1 bis 2 bzw. 11 bis 13 Mol-%.
Die Wasserlöslichkeit von PVAL kann man durch Nachbehandlung mit Aldehy­ den (Acetalisierung), durch Komplexierung mit Ni- oder Cu-Salzen oder durch Behandlung mit Dichromaten, Borsäure, Borax verringern und so gezielt auf gewünschte Werte einstellen. Folien aus PVAL sind weitgehend undurchdring­ lich für Gase wie Sauerstoff, Stickstoff, Helium, Wasserstoff, Kohlendioxid, las­ sen jedoch Wasserdampf hindurchtreten.
Beispiele geeigneter wasserlöslicher PVAL-Folien sind die unter Bezeichnung "SOLUBLON®" von der Firma Syntana Handelsgesellschaft E. Harke GmbH & Co. erhältlichen PVAL-Folien. Deren Löslichkeit in Wasser läßt sich Grad-genau einstellen, und es sind Folien dieser Produktreihe erhältlich, die in allen für die Anwendung relevanten Temperaturbereichen in wäßriger Phase löslich sind.
Polyvinylpyrrolidone, kurz als PVP bezeichnet, lassen sich durch die folgende allgemeine Formel beschreiben:
PVP werden durch radikalische Polymerisation von 1-Vinylpyrrolidon herge­ stellt. Handelsübliche PVP haben Molmassen im Bereich von ca. 2500 bis 750.000 g/mol und werden als weiße, hygroskopische Pulver oder als wäßrige Lösungen angeboten.
Polyethylenoxide, kurz PEOX, sind Polyalkylenglykole der allgemeinen Formel
H-[O-CH2-CH2]n-OH
die technisch durch basisch katalysierte Polyaddition von Ethylenoxid (Oxiran) in meist geringe Mengen Wasser enthaltenden Systemen mit Ethylenglykol als Startmolekül hergestellt werden. Sie haben Molmassen im Bereich von ca. 200 bis 5.000.000 g/mol, entsprechend Polymerisationsgraden n von ca. 5 bis <100.000. Polyethylenoxide besitzen eine äußerst niedrige Konzentration an reaktiven Hydroxy-Endgruppen und zeigen nur noch schwache Glykol-Eigenschaften.
Gelatine ist ein Polypeptid (Molmasse: ca. 15.000 bis <250.000 g/mol), das vor­ nehmlich durch Hydrolyse des in Haut und Knochen von Tieren enthaltenen Kollagens unter sauren oder alkalischen Bedingungen gewonnen wird. Die Aminosäuren-Zusammensetzung der Gelatine entspricht weitgehend der des Kollagens, aus dem sie gewonnen wurde, und variiert in Abhängigkeit von des­ sen Provenienz. Die Verwendung von Gelatine als wasserlösliches Hüllmaterial ist insbesondere in der Pharmazie in Form von Hart- oder Weichgelatinekap­ seln äußerst weit verbreitet. In Form von Folien findet Gelatine wegen ihres im Vergleich zu den vorstehend genannten Polymeren hohen Preises nur geringe Verwendung.
Bevorzugt sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Wasch- und Rei­ nigungsmittel-Portionen, deren Verpackung aus wasserlöslicher Folie aus min­ destens einem Polymer aus der Gruppe Stärke und Stärkederivate, Cellulose und Cellulosederivate, insbesondere Methylcellulose und Mischungen hieraus besteht.
Stärke ist ein Homoglykan, wobei die Glucose-Einheiten α-glykosidisch ver­ knüpft sind. Stärke ist aus zwei Komponenten unterschiedlichen Molekularge­ wichts aufgebaut: aus ca. 20 bis 30% geradkettiger Amylose (MG. ca. 50.000 bis 150.000) und 70 bis 80% verzweigtkettigem Amylopektin (MG. ca. 300.004 bis 2.000.000). Daneben sind noch geringe Mengen Lipide, Phosphorsäure und Kationen enthalten. Während die Amylose infolge der Bindung in 1,4-Stellung lange, schraubenförmige, verschlungene Ketten mit etwa 300 bis 1200 Gluco­ se-Molekülen bildet, verzweigt sich die Kette beim Amylopektin nach durch­ schnittlich 25 Glucose-Bausteinen durch 1,6-Bindung zu einem astähnlichen Gebilde mit etwa 1.500 bis 12.000 Molekülen Glucose. Neben reiner Stärke sind zur Herstellung wasserlöslicher Umfassungen der Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Stärke- Derivate, die durch polymeranaloge Reaktionen aus Stärke erhältlich sind. Sol­ che chemisch modifizierten Stärken umfassen dabei beispielsweise Produkte aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen Hydroxy-Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch Stärken, in denen die Hydroxy-Gruppen gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt wurden, lassen sich als Stärke-Derivate einsetzen. In die Gruppe der Stärke- Derivate fallen beispielsweise Alkalistärken, Carboxymethylstärke (CMS), Stär­ keester und -ether sowie Aminostärken.
Reine Cellulose weist die formale Bruttozusammensetzung (C6H10O5)n auf und stellt formal betrachtet ein β-1,4-Polyacetal von Cellobiose dar, die ihrerseits aus zwei Molekülen Glucose aufgebaut ist. Geeignete Cellulosen bestehen da­ bei aus ca. 500 bis 5000 Glucose-Einheiten und haben demzufolge durch­ schnittliche Molmassen von 50.000 bis 500.000. Als Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis verwendbar sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Cellulose-Derivate, die durch polymeranaloge Reaktionen aus Cellulose erhält­ lich sind. Solche chemisch modifizierten Cellulosen umfassen dabei beispiels­ weise Produkte aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen Hydroxy- Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch Cellulosen, in denen die Hy­ droxy-Gruppen gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt wurden, lassen sich als Cellulose-Derivate einsetzen. In die Gruppe der Cellulose-Derivate fallen beispielsweise Alkalicellulosen, Car­ boxymethylcellulose (CMC), Celluloseester und -ether sowie Aminocellulosen.
Bevorzugte Umfassungen aus wasserlöslicher Folie bestehen aus einem Poly­ mer mit einer Molmasse zwischen 5000 und 500.000 Dalton, vorzugsweise zwi­ schen 7500 und 250.000 Dalton und insbesondere zwischen 10.000 und 100.000 Dalton. Die wasserlösliche Folie, die die Umfassung bildet, weist vor­ zugsweise eine Dicke von 1 bis 150 µm, vorzugsweise von 2 bis 100 µm, be­ sonders bevorzugt von 5 bis 75 µm und insbesondere von 10 bis 50 µm, auf.
Diese wasserlöslichen Folien können nach verschiedenen Herstellverfahren hergestellt werden. Hier sind prinzipiell Blas-, Kalandrier- und Gießverfahren zu nennen. Bei einem bevorzugten Verfahren werden die Folien dabei ausgehend von einer Schmelze mit Luft über einen Blasdorn zu einem Schlauch geblasen. Bei dem Kalandrierverfahren, das ebenfalls zu den bevorzugt eingesetzten Herstellverfahren gehört, werden die durch geeignete Zusätze plastifizierten Rohstoffe zur Ausformung der Folien verdüst. Hier kann es insbesondere erfor­ derlich sein, an die Verdüsungen eine Trocknung anzuschließen. Bei dem Gießverfahren, das ebenfalls zu den bevorzugten Herstellverfahren gehört, wird eine wäßrige Polymerzubereitung auf eine beheizbare Trockenwalze gegeben, nach dem Verdampfen des Wassers wird optional gekühlt und die Folie als Film abgezogen. Gegebenenfalls wird dieser Film vor oder während des Abziehens zusätzlich abgepudert.
Das wasserlösliche Polymer-Material kann ganz besonders dann, wenn es ein Polyvinylalkohol- (PVAL-) Material gemäß der vorstehend angegebenen Spezi­ fikation ist, mit einer oder mehreren Komponente(n) der mindestens einen waschaktiven oder spülaktiven Zubereitung in Wechselwirkung treten. Häufig sind Wechselwirkungen mit mehreren Komponenten der mindestens einen waschaktiven oder spülaktiven Zubereitung zu erwarten. So sind Wechselwir­ kungen beispielsweise von Boraten einerseits und Parfümölen andererseits, deren Komponenten Aldehyd-Gruppen oder Keto-Gruppen enthalten, zu er­ warten. Weiter sind Wechselwirkungen des Materials der Umfassung mit star­ ken Alkalien oder mit Säuren als Komponenten der waschaktiven oder spülakti­ ven Zubereitungen denkbar. Die Wechselwirkung kann in einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens eine chemische Wechselwirkung sein, wie sie beispielsweise zwischen den OH-Gruppen der PVAL-Moleküle und den Bora­ ten, halogenierten Verbindungen, Verbindungen mit Aldehyd-Gruppen oder Keto-Gruppen, starken Alkalien und Säuren stattfinden kann. Weiter bevorzugt ist es erfindungsgemäß, wenn die Wechselwirkung eine Wechselwirkung derart ist, daß dadurch die Aktivität der Komponente(n) der waschaktiven oder spülak­ tiven Zubereitung(en) beeinträchtigt wird. In einer alternativen, ebenfalls bevor­ zugten Ausführungsform der Erfindung ist die Wechselwirkung derart, daß die Integrität des wasserlöslichen Polymer Materials der Umfassung(en) beeinflußt wird. Es ist auch eine Kombination beider Arten der Beeinflussung möglich.
Es entspricht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, daß in der Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion das Hüllmaterial nur die eine oder meh­ reren Komponente(n) umgibt, mit der/denen das wasserlösliche Polymer- Material in Wechselwirkung treten kann, nicht jedoch (eine) andere Kompo­ nente(n) der waschaktiven Zubereitung(en). Damit wird/werden in vorteilhafter Weise nur die Komponente(n) der waschaktiven Zubereitung(en) vor dem nachteiligen direkten Kontakt mit dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung geschützt, deren Aktivität durch eine beispielsweise chemische Wechselwirkung beeinträchtigt werden könnte oder die die Integrität des was­ serlöslichen Polymer-Materials der Umfassung(en) beispielsweise durch eine chemische Reaktion beeinträchtigen könnten. Aus Sicht der Menge an einzu­ setzendem Material für die Umhüllung ist diese Ausführungsform am vorteil­ haftesten, weil nur die Partikel mit einem Hüllmaterial umgeben werden, deren Kontakt mit dem wasserlöslichen Polymer-Material zu nachteiligen Beeinflus­ sungen führt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform können die Wasch- oder Rei­ nigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung beispielsweise als Bleichmittel ein Alkalimetallpercarbonat wie beispielsweise Natriumpercarbonat umfassen, das mit speziellen Boraten stabilisierend umhüllt ist, und/oder ein mit einer Kombination von Alkalimetallsalzen umhülltes Alkalimetallpercarbonat und/oder ein mit mindestens zwei Substanzen aus der Gruppe Borsäure, Borat und/oder Silicat sowie Carbonat, Hydrogencarbonat und/oder Sulfat umhülltes Natrium­ percarbonat, wobei dieses besonders bevorzugt hergestellt wurde durch Auf­ bringen wenigstens eines der vorgenannten Beschichtungsreagenzien in Form einer wäßrigen Aufschlämmung auf das Percarbonat.
In gleicher Weise kann es jedoch erfindungsgemäß bevorzugt sein, daß das Hüllmaterial zumindest die gesamte(n) waschaktive(n) oder spülaktive(n) Zube­ reitung(en) umgibt, die eine oder mehrere Komponente(n) enthält/enthalten, mit der/denen das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung(en) in Wech­ selwirkung treten kann. Dabei ist es in weiter bevorzugter Weise möglich, daß das Hüllmaterial entweder die einzelnen Partikel der (eine) solche Komponen­ te(n) umfassenden waschaktiven Zubereitung(en) umgibt und damit vor einem direkten Kontakt mit dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung(en) schützt. Ein Beispiel für eine solche Ausführungsform besteht beispielsweise in pulverförmig vorliegenden waschaktiven Zubereitungen, in denen die einzelnen Partikel nicht in fester räumlicher Anordnung zueinander vorliegen und daher die Möglichkeit besteht, daß jedes einzelne Teilchen der waschaktiven Zube­ reitung in Kontakt mit dem Polymer-Material der Umfassung treten kann.
Alternativ dazu kann es ebenfalls einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung entsprechen, daß das Hüllmaterial die waschaktive(n) oder spülaktive(n) Zubereitung(en), die eine oder mehrere Komponente(n) enthalten, mit der/denen das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung in Wech­ selwirkung treten kann, insgesamt umgibt. Diese Ausführungsform ist insbe­ sondere dann bevorzugt, wenn die Komponente(n) der wasch- oder spülaktiven Zubereitung(en) entweder flüssig vorliegen oder zu Formkörpern wie beispiels­ weise Granulaten, Perlen, Tabletten, Ringen usw. aggregiert und gegebenen­ falls auch verpreßt werden. Derartige Formkörper enthalten dann die mit dem wasserlöslichen Polymer-Material möglicherweise in Wechselwirkung tretenden Komponente(n) nur in einem Teilbereich ihres Gesamtvolumens und benötigen daher eine die Wechselwirkung unterbindende Umhüllung nur auf ihrer Außen­ seite, was ebenfalls zu einer Einsparung an aufgebrachtem Hüllmaterial bei­ trägt.
Es entspricht einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen bereitzustellen, in denen das erfin­ dungsgemäße Hüllmaterial, das die Komponente(n) der wasch- oder reini­ gungsaktiven Zubereitung(en) umgibt, um das Material der Umfassung vor ei­ ner nachteiligen Wechselwirkung mit dieser/diesen zu schützen, eine Kompo­ nente oder mehrere Komponenten der waschaktiven Zubereitung(en) ist/sind. Mit anderen Worten: Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfin­ dung betrifft Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen, die beispielsweise in Form von Formkörpern beliebiger Ausgestaltung vorliegen können, in denen eine oder mehrere Komponente(n), die mit dem wasserlöslichen Polymer- Material in Wechselwirkung treten kann/können, so vorliegt/vorliegen, daß sie in einem Bereich des Formkörpers angeordnet ist/sind, wo sie mit dem wasserlös­ lichen Polymer-Material der Umfassung nicht in Kontakt kommen. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die potentiell eine Wechselwirkung eingehenden Komponenten von einer anderen, mit letzteren verträglichen und mit dem Polymer-Material der Umfassung verträglichen Komponente zu einem mindestens zwei Schichten aufweisenden Formkörper verarbeitet werden, bei­ spielsweise einem "Kern-Schale-Formkörper". Eine alternative Möglichkeit be­ steht darin, in einem Formkörper unterschiedliche Schichten oder Segmente vorzusehen, wobei Schichten oder Segmente, die die kritischen, d. h. mit dem Polymer-Material in Wechselwirkung tretenden Komponenten enthalten, von solchen Schichten oder Segmenten umgeben sind, die keine Wechselwirkung mit dem wasserlöslichen Polymer-Material eingehen und daher die kritischen Komponenten vor einer unerwünschten Wechselwirkung schützen.
Eine im Rahmen der letztgenannten Ausführungsform besonders bevorzugte Variante kann erfindungsgemäß darin bestehen, daß Formkörper, die einzelne Schichten und/oder Segmente aufweisen, die eine oder mehrere Komponen­ te(n) wasch- oder reinigungsaktiver Zubereitungen enthalten, die mit dem was­ serlöslichen Polymer-Material der Umfassung in Wechselwirkung treten kann/­ können, zum Teil mit einem Überzug oder Coating versehen sind, der/das Auf­ treten einer Wechselwirkung verhindern kann oder zumindest dazu beitragen kann. Mit einem derartigen Überzug wird jedenfalls eine Wechselwirkung zu­ verlässig vermieden oder so gemindert, daß sie praktisch nicht in Erscheinung tritt.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist gerichtet auf Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen, in deren wasch- bzw. spülaktiven Zu­ bereitungen die Komponente(n), mit der/denen das wasserlösliche Polymer- Material in Wechselwirkung treten kann, gewählt ist/sind aus einer oder mehre­ ren Komponenten aus der Gruppe Duftstoffe, Bleichmittel, Alkalien und Säuren. Die genannten Substanzen weisen gerade einen solchen chemischen Aufbau auf, daß ihre funktionellen Gruppen mit funktionellen Gruppen des Materials bzw. der Materialien der Umfassung(en), wie beispielsweise mit den OH- Gruppen und gegebenenfalls auch den Acetat-Gruppen der PVAL-Polymere der Umfassungen, reagieren. Als besonders relevant im Hinblick auf die mögli­ che chemische Reaktion mit dem Umfassungs-Material aus beispielsweise PVAL sind Parfümöle, Borate, halogenierte Verbindungen, Aldehyd- und Keto-Gruppen enthaltende Verbindungen, alkalische Verbindungen und Säuren zu nennen, wie sie oben im Zusammenhang mit den in den waschaktiven oder spülaktiven Zubereitungen enthaltenden Komponenten bereits beschrieben wurden.
Erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen enthalten mit Vor­ teil das die Komponente(n) der wenigstens einen waschaktiven Zubereitungen einschließende Hüllmaterial in Form von Coatings, in Form einer Verkapselung oder in Form einer Folienumhüllung, sofern das Hüllmaterial nicht - wie oben dargelegt - eine Komponente einer waschaktiven oder reinigungsaktiven Zube­ reitung ist. Folienumhüllungen bestehen vorzugsweise aus einem Material, das wasserlöslich ist 22476 00070 552 001000280000000200012000285912236500040 0002019957737 00004 22357, jedoch mit den umhüllten Substanzen keine nachteilige Wechselwirkung eingeht. Gleiches betrifft Hüllmaterialien in Form von Kapseln. Letztere bestehen aus einem Material, das mit dem zu umhüllenden Material verträglich ist, sich jedoch in der wäßrigen Phase rückstandsfrei löst und dabei den umhüllten Inhalt in die wäßrige Phase freisetzt. Gelatine kann als bevor­ zugtes Material derartiger Kapseln genannt werden.
Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäß jedoch Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Portionen, in denen die eine oder mehreren Komponente(n) der wenig­ stens einen wasch- oder spülaktiven Zubereitung oder auch die waschaktive Zubereitung selbst, die diese Komponente(n) enthält, mit einem Coating umge­ ben ist. Dies kann - wie gesagt - ein Coating als Sperrschicht um jedes einzel­ ne Teilchen oder ein Coating als Sperrschicht über einer solche Teilchen ent­ haltenden Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportion sein. Derartige Coatings können eine Vielzahl von Substanzen umfassen und eine Reihe von Ausfüh­ rungsformen annehmen, die nachfolgend im einzelnen beschrieben werden. Besonders bevorzugte Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen umfassen als Hüllmaterial ein Material, das gewählt ist aus einem oder mehreren der Materia­ lien PVAL und dessen Mischungen mit Glycerin, Alkylenglykol(en) und deren Polymeren und/oder nicht-ionischen Tensiden, Stärke und deren Derivate (be­ vorzugt Dextrine), Polyalkylenglykole, Mischungen von Polyalkylenglykolen mit Wachsen, (bevorzugt nichtionische) Tenside, Mischungen von (bevorzugt nich­ tionischen) Tensiden und Polyalkylenglykolen, Mischungen von (bevorzugt nichtionischen) Tensiden, Polyalkylenglykolen und weiteren langkettigen Fett­ derivaten (z. B. Fettalkoholen), Polyacrylate und Polyacrylate umfassende Co­ polymere, PVP, Polyvinylacetat, Fettsäuren, Alkohole, Diole, Ester, Ether, Di­ carbonsäuren, Paraffine und Wachse und deren Mischungen.
So kann/können in einer einfachen und daher bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen die Kompo­ nente(n) der waschaktiven Zubereitung(en), mit der/denen das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassungen in Wechselwirkung treten kann, vollständig von einer oder mehreren anderen Komponente(n) der waschaktiven Zuberei­ tung(en) vollständig umgeben bzw. "gecoated" sein. Dies kann beispielsweise in Form von Formkörpern wie Tabletten, Ringen, Briketts usw. vorliegenden Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen der Fall sein. Die nicht mit den was­ serlöslichen Polymer-Umfassungen verträglichen Komponenten der waschakti­ ven Zubereitungen werden so vollständig vor einem Kontakt mit dem Polymer- Material der Umfassung abgeschirmt, und die schädliche Wechselwirkung tritt nicht ein. Beispiele sind Wasch- oder Reinigungsmittel-Tabletten, in denen ein Perborat-Bleichmittel in eine mit Perborat verträgliche Komponente einer waschaktiven Zubereitung eingepreßt ist und so einen Teilbereich bzw. ein Teilvolumen der Tablette bildet, in dem Perborat nicht mit einer Umfassung, beispielsweise einer Umfassung der Tablette aus PVAL, in Kontakt kommt. Ge­ gebenenfalls kann natürlich ein solcher Teilbereich einer Tablette (oder auch die gesamte Tablette) zusätzlich von einem vor Kontakt mit der Umfassung aus PVAL schützenden Coating gemäß der nachfolgenden Beschreibung umgeben sein.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen liegen bestimmte Komponenten der waschaktiven Zubereitungen wie beispielsweise Parfümöle, die regelmäßig Al­ dehyd- oder Keto-Gruppen enthalten, in verkapselter Form vor, in der die Par­ fümöl-Tröpfchen von einer Verkapselung aus Stärkederivaten umhüllt sind. Derartige verkapselte hydrophobe Flüssigkeiten als Komponenten von Wasch- oder Reinigungsmitteln sind in der Druckschrift DE 198 58 807 offenbart. Die Kapsel besteht beispielsweise - ohne daß dies als Beschränkung zu verstehen ist - aus Kohlenhydraten und/oder deren Derivaten und gegebenenfalls anor­ ganischen Salzen. Besonders bevorzugt sind beispielsweise hydrophobierte Oligomere bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärke zugänglich sind, wie sie beispielsweise unter der Bezeichnung "Dextrine" verstanden werden. Bei dem im Zusammenhang mit den Parfümölen und deren Verkapselung für Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen einge­ setzten Dextrin handelt es sich vorzugsweise um ein Dextrin gemäß der obigen Beschreibung von Dextrinen, wie sie auch als organische Co-Builder erfin­ dungsgemäß verwendet werden. Die genannten Dextrine können auch in be­ kannter Weise hydrophobierend modifiziert vorliegen. Anorganische Salze, wie sie gegebenenfalls zusammen mit den Dextrinen für die Verkapselung verwen­ det werden können, können beispielsweise Alkalimetallhalogenide wie bei­ spielsweise Alkalimetallchloride, Alkalimetallcarbonate, Alkalimetallsulfate, Al­ kalimetallsilicate und Kieselsäuren sowie deren Mischungen sein.
Ein derartiges Verkapselungsprodukt wird vorzugsweise durch ein Sprüh­ trocknungsverfahren hergestellt. Dabei geht man so vor, daß man das Dextrin oder die Kombination aus Dextrin und anorganischem Salz in Wasser auf­ schlämmt bzw. dispergiert, anschließend das zu verkapselnde Parfümöl dazu­ gibt und es durch intensives Rühren in sehr feine Tröpfchen dispergiert. Mittlere Tropfengrößen im Bereich von 10 µm sind dabei bevorzugt. Im Anschluß daran wird die so erhaltene flüssige viskose Mischung mit Hilfe einer für diesen Zweck brauchbaren, dem Fachmann bekannten Vorrichtung, beispielsweise mittels eines Sprühturms, sprühgetrocknet. Gewünschtenfalls kann das beim Sprüh­ trocknen erhaltene Produkt anschließend weiter getrocknet werden, beispiels­ weise mittels eines Wirbelschichttrockners. Alternativ ist auch eine Kombination beider Trocknungsverfahren, wie sie unter der Bezeichnung "MSD-Prozeß" be­ kannt geworden ist (R. A. Youngs; "Spray Drying Encapsulation - Today's View", Food, Januar 1986). In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfin­ dung wird das anorganische Salz nicht oder nicht in seiner gesamten Menge über die zu versprühende wäßrige Dispersion in das Verkapselungsprodukt eingearbeitet, sondern durch Abpudern neben der Sprühverkapselung.
Eine weitere Möglichkeit, mit der verhindert werden kann, daß Duftstoffe, wie sie in Parfümölen enthalten sind, in direkten Kontakt mit dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung kommen und durch eine chemische Wech­ selwirkung die Umfassung in nachteiliger Weise verändern, ist die Einarbeitung der Duftstoffe in sog. "Duftperlen", wie sie in der Druckschrift DE 197 46 780 be­ schrieben sind. Parfümöle werden in eine im wesentlichen wasserfreie Vormi­ schung aus Trägerstoff(en) und gegebenenfalls Hilfsstoff(en) eingearbeitet, und die die Parfümöle enthaltende Mischung wird dann granuliert oder preßagglo­ meriert. Diese sog. Matrix-Verkapselung erfolgt bevorzugt mit einer im wesentli­ chen wasserfreien Mischung aus 5 bis 25 Gew.-% eines Parfümöls, 65 bis 95 Gew.-% eines oder mehrerer Trägerstoffe und 0 bis 10 Gew.-% eines oder mehrerer Hilfsstoffe. Die Trägerstoffe haben die Aufgabe, die (zumeist) flüssi­ gen Komponenten des Parfümöls aufzunehmen, ohne daß die entstehenden Teilchen miteinander verkleben. Erst durch die Einwirkung der Mischwerkzeuge bei der Granulation oder sogar höherer Scherkräfte bei der Preßagglomeration wird - gegebenenfalls auch durch den Zusatz des/der Hilfsstoffe(s) - ein homo­ gen plastifiziertes Gemisch erhalten, in dem das Parfümöl fein verteilt in den Träger eingearbeitet ist. Bevorzugte Trägerstoffe sind ausgewählt aus der Gruppe Tenside, Tensidcompounds, Disaccharide, Polysaccharide, Silicate, Zeolithe, Carbonate, Sulfate und Citrate. Ein oder mehrere Trägerstoffe werden in Mengen von 65 bis 95 Gew.-% eingesetzt, vorzugsweise in Mengen von 70 bis 90 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht der entstehenden Formkörper.
Als tensidische Träger können sämtliche bei Temperaturen bis zu 40°C festen Tenside bzw. Tensidcompounds eingesetzt werden. Unter dem Begriff "Ten­ sidcompounds" wird dabei eine tensidhaltige Zubereitung verstanden, die ne­ ben üblichen Trägermaterialien und Hilfsstoffen mindestens 20 Gew.-% eines anionischen, nichtionischen oder kationischen Tensids enthält, bezogen auf das Tensidcompound. Die in Tensidcompounds üblichen Trägerstoffe können dabei vorzugsweise identisch mit den vorgenannten Trägerstoffen sein, die erfin­ dungsgemäß verwendet werden. Darüber hinaus können jedoch auch andere Trägerstoffe in den Tensidcompounds enthalten sein.
Die Trägerstoffe für die sog. Matrixverkapselung von Parfümölen sind neben den Tensiden, wie sie oben als Komponenten der Wasch- oder Reinigungsmit­ tel-Portionen genannt wurden und auch die Funktion des Trägers übernehmen, auch Di- und Polysaccharide geeignet. Es können als solche von Saccharose und Maltose über Oligosaccharide bis hin zu den "klassischen" Polysacchariden wie Cellulose und Stärke sowie deren Derivaten eine breite Palette an Stoffen eingesetzt werden. Besonders bevorzugt in dieser Gruppe von Verbindungen sind die Stärken und deren Derivate. Auch die üblicherweise in Wasch- oder Reinigungsmitteln eingesetzten Trägerstoffe wie Silicate und Zeolithe sind im Rahmen dieser Ausführungsform der Erfindung als Träger geeignet. Für Details der Verbindungen aus diesen Stoffklassen kann auf die obigen Ausführungen zu Silicaten und Zeolithen als Buildern in Wasch- oder Reinigungsmitteln ver­ wiesen werden.
Gegebenenfalls kann das Vorgemisch Hilfsstoffe enthalten, die den Zusam­ menhalt der Trägerteilchen, die mit dem Parfüm vermischt wurden, verbessern, die Plastifizierung des Vorgemischs unter den Verfahrensbedingungen der Granulation oder Preßagglomeration erleichtern und bei der Auflösung der Duftstoff Formkörper desintegrationsfördernde Eigenschaften entfalten. Geeig­ nete Hilfsstoffe sind beispielsweise erfindungsgemäß solche aus der Gruppe der Polyethylenglykole, der Fettalkoholalkoxylate und der Fettsäurealkoxylate. Besonders bevorzugte Vertreter von Verbindungen der genannten Stoffgruppen können die Verbindungen sein, die oben im Zusammenhang mit weiteren Kom­ ponenten der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen ge­ nannt wurden. Gleiches trifft zu für die Duftstoffe, die einer Matrixverkapselung unterworfen und so vor einem die Umfassung schädigenden Kontakt mit dem wasserlöslichen Polymer-Material geschützt werden.
In einer weiteren vorteilhaften und damit bevorzugten Ausführungsform der er­ findungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen werden eine oder mehrere mit den wasserlöslichen Polymer-Materialien der Umfassungen poten­ tiell in Wechselwirkung tretende Komponente(n) der wasch- oder spülaktiven Zubereitungen mit einem Coating versehen, das eine Sperrschicht zwischen der/den Komponente(n) und dem Material der Umfassung bildet. Derartige Komponenten, die ein Coating als Sperrschicht zwischen der Aktivsubstanz und dem Polymer-Material der Umfassung tragen, können auch die durch Matrix- Verkapselung gewonnenen sogenannten "Duftperlen" gemäß der Druckschrift DE 197 46 780 oder die durch Sprühverkapselung hergestellten Parfümöle der Druckschrift DE 198 58 807 sein.
Eine Vielzahl von Materialien ist für solche Coatings geeignet, solange sie aus (bevorzugt wäßrigen) Lösungen oder aus der Schmelze applizierbar sind. Im Fall der Applikation aus einer Lösung erfolgt ein Auftrag der Coating-Lösung durch Eintauchen, Bestreichen oder Besprühen und anschließendes Verdamp­ fen des/der Lösungsmittel(s). Im Fall der Applikation aus der Schmelze wird das Coating-Material, das bevorzugterweise eine Schmelzpunkt im Bereich von 30 bis 200°C hat, weiter bevorzugt von 35 bis 150°C, am meisten bevorzugt von 40 bis 100°C, oberhalb seines Schmelzpunktes mit der zu umhüllenden Kom­ ponente in Kontakt gebracht und anschließend durch Senken der Temperatur auf einen Wert unterhalb des Schmelzpunkts verfestigt. Unter dem Schmelz­ punkt wird erfindungsgemäß die Temperatur verstanden, bei der bei Erwärmen 100% des Stoffes in flüssiger Form vorliegen. Bevorzugt sind die Materialien der Coatings wasserlöslich. Weiter bevorzugt sind die Coating-Materialien ge­ wählt aus alkoxylierten Alkoholen, alkoxylierten Fettsäuren, alkoxylierten Fett­ säureestern, alkoxylierten Fettsäureamiden und/oder alkoxylierten Hydroxyfett­ säureestern.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen waschaktive Komponenten, die mit einem Coating aus Polyalkylenglykolen vor einem direkten Kontakt der Kompo­ nente(n) mit dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung geschützt werden. Für Coatings geeignet Polyalkylenglykole, die Additionsprodukte von einem oder mehreren Alkylenoxid(en), vorzugsweise von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, an vornehmlich aliphatische Alkohole (Fettalkohole) mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen sind, weiter bevorzugt an Fettalkohole - gegebenenfalls in Mischung - aus nativen Quellen, die 8 bis 20 Kohlenstoffatome in der Alkylkette aufweisen, enthalten etwa 1 bis 100 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder Propylen­ oxid (PO) pro Mol Fettalkohol, weiter bevorzugt 3 bis 25 Mol EO und/oder PO pro Mol Fettalkohol, noch mehr bevorzugt 5 bis 10 Mol EO und/oder PO pro Mol Fettalkohol. Zu den genannten Alkoholen zählen insbesondere Stearylalkohol, Arachidylalkohol, Behenylalkohol sowie ein- bis dreifach ungesättigte Alkohole vergleichbarer Kettenlänge. Es kommen weiter bevorzugt auch mit C1- bis C8- Alkylgruppen oder mit C8- bis C18-Alkyl-ethergruppen endgruppenverschlossene Polyalkylenglykole als Coating-Material in frage.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitungen waschaktive Komponenten, die mit einem Coating aus einem alkoxylierten Fettsäurederivat umhüllt sind. Bevorzugt sind auch hier Alkoxylate von Fettsäuren aus nativen Quellen und von deren Deri­ vaten, gegebenenfalls in Mischungen, die 8 bis 20 Kohlenstoffatome in der Al­ kylkette aufweisen und mit etwa 1 bis 100 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder Pro­ pylenoxid (PO) pro Mol Fettsäure bzw. deren Derivat, weiter bevorzugt 3 bis 25 Mol EO und/oder PO pro Mol Fettsäure bzw. deren Derivat, noch mehr bevor­ zugt 5 bis 10 Mol EO und/oder PO pro Mol Fettsäure bzw. deren Derivat, al­ koxyliert sind. Besonders bevorzugt sind Ethoxylate der genannten Fettsäu­ re(derivate), insbesondere solche Ethoxylate, die eine enge Homologenvertei­ lung aufweisen (NRE = narrow range ethoxylates), wie sie gemäß dem Verfah­ ren der Druckschrift EP-A 0 339 426 oder gemäß der Druckschrift WO 90/13533 erhalten werden. Die Fettsäure-Derivate können beispielsweise Fett­ säureester, Fettsäureamide und Hydroxyfettsäuren sein.
Weitere Komponenten, die in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portionen für ein Coating der waschaktiven Komponente(n) geeig­ net sind, die mit dem wasserlöslichen Polymer-Material in Wechselwirkung tre­ ten können sind weitere wasserlösliche Polymere wie Polyvinylacetat, Po­ lyvinylpyrrolidon, Polyacrylate/Polymethacrylate bzw. Polyacryla­ te/Polymethacrylate umfassende copolymere, mehr oder weniger in Wasser lösliche organische Verbindungen wie ein- oder mehrwertige Alkohole, Ether, Fettsäuren, Dicarbonsäuren, Fettsäureester, Paraffine, Wachse sowie Mi­ schungen der genannten Substanzen.
Weiter bevorzugt sind erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel- Portionen, in denen wenigstens eine Komponente, mit der das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung in Wechselwirkung treten kann, in Mischung mit anderen Komponenten einer waschaktiven Zubereitung vorliegt und die Mi­ schung von dem Hüllmaterial vollständig umgeben ist. Der Vorteil dieser Aus­ führungsform besteht darin, daß derartige Mischungen einfach aus den sie bil­ denden Komponenten hergestellt und entweder vor der Herstellung der Mi­ schung oder danach im Rahmen herkömmlicher, technisch ausgereifter Verfah­ ren mit einer Umhüllung versehen werden können. Besonders bevorzugt kön­ nen solche Mischungen der wenigstens einen, mit dem wasserlöslichen Poly­ mer-Material der Umfassung nicht kompatiblen Komponente mit einer oder mehreren anderen waschaktiven oder spülaktiven Zubereitung(en) vorliegen in Form eines von dem Hüllmaterial umgebenen Granulats, eines von dem Hüllmaterial zusammengehaltenen und umgebenen Formkörpers oder eines von dem Hüllmaterial umgebenen Preßkörpers. Noch weiter bevorzugt können die Formkörper oder Preßkörper von dem Hüllmaterial umgebene Tabletten sein, die die Komponenten der waschaktiven Zubereitung(en) umfassen.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion mit mindestens einer waschaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebenden Umfassung(en) aus mindestens einem wasser­ löslichen Polymer-Material, worin man wenigstens eine oder mehrere Kompo­ nenten der waschaktiven Zubereitung(en), mit denen das wasserlösliche Poly­ mer-Material der Umfassung(en) in Wechselwirkung treten kann, mit einem we­ nigstens die Komponente(n) vollständig umgebenden Hüllmaterial umgibt, ge­ gebenenfalls die mit dem Hüllmaterial umgebene(n) Komponente(n) in die min­ destens eine waschaktive Zubereitung einarbeitet und die wenigstens eine waschaktive Zubereitung mit einer oder mehreren Umfassung(en) teilweise oder vollständig umgibt.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren kann eine oder können mehrere Kompo­ nenten(n) der mindestens einen waschaktiven Zubereitung, von solcher Art sein, daß sie mit dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung in Wechselwirkung treten können. Die relevante(n) Komponente(n) oder wasch­ aktive Zubereitungen, die solche relevanten Komponenten enthalten, werden einzeln oder gemeinsam mit einem Umhüllungsmaterial umgeben. Gemäß ei­ ner Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden pulverförmi­ ge Komponenten einer oder mehrerer waschaktiver Zubereitungen, wie sie bei­ spielsweise bei Sprühtrocknungsverfahren, Extrusionsverfahren, Granulations­ verfahren, Kompaktierungsverfahren, insbesondere Walzenkompaktierungs­ verfahren, oder Mahlverfahren erhalten werden, während der Schritte der Formgebung oder danach mit der Umhüllung versehen. Der Schritt der Aufbrin­ gung des Umhüllungsmaterials kann auf jedem an sich bekannten Weg erfol­ gen. Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß Form­ körper durch bekannte Formgebungsverfahren hergestellt werden und die ent­ standenen Produkte, beispielsweise Tabletten in besonders bevorzugten Aus­ führungsformen, ganz oder teilweise mit einer Umhüllung eines eine Sperr­ schicht bildenden Materials umhüllt werden. Wenn in Fällen von Formkörpern wie Tabletten nur einzelne Teilbereiche bzw. Teilportionen des Formkörpers bzw. der Tablette mindestens eine Komponente enthalten, die in Wechselwir­ kung mit dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung treten könnte, wird nur in diesen Teilbereichen bzw. für diese Teilportionen eine Umhüllung, insbesondere ein Coating, benötigt. Dies führt dazu, daß nur dieser Teilbereich bzw. diese Teilportion eine Umhüllung benötigt und der Rest des Formkörpers ohne Umhüllung bleiben könnte (jedoch nicht bleiben muß).
Der Schritt der Applikation des Materials der Umhüllung kann auf an sich be­ kannte Weise erfolgen. Besonders bevorzugte Verfahrensweisen sind das Auf­ sprühen oder das Gießen einer vorzugsweise wäßrigen Lösung oder einer Schmelze des bzw. der Umhüllungsmaterials/-materialien auf die Partikel oder Formkörper und das Eintauchen der Partikel bzw. Formkörper in eine vorzugs­ weise wäßrige Lösung oder in eine Schmelze des bzw. der Umhüllungsmateri­ als/-materialien. Je nach zu umhüllender Komponente, Material der Umhüllung und Technik der Aufbringung der Umhüllung bildet sich ein die zu umhüllende Komponente vollständig umgehendes Coating durch Verdampfen des/der Lö­ sungsmittel(s), Aufnahme des/der Lösungsmittel(s) durch die zu umhüllende Komponente, Kristallisation aus der Lösung oder Schmelze, Polymerisation und Ausfallen aus der Lösung, Verfestigung durch Abkühlen unter den Schmelz­ punkt usw.
Die Erfindung betrifft auch ein Waschverfahren, insbesondere Waschverfahren in einer Waschmaschine, in dem man eine Waschmittel-Portion mit mindestens einer waschaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebenden Umfas­ sung(en) aus mindestens einem wasserlöslichen Polymer-Material gemäß der obigen detaillierten Beschreibung in einer für einen Waschvorgang geeigneten Vorrichtung, insbesondere in einer Waschmaschine, plaziert, ein wäßriges Me­ dium einer für den Waschvorgang geeigneten Temperatur in Kontakt mit der Waschmittel-Portion bringt, wodurch das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung(en) gelöst und die mindestens eine waschaktive Zubereitung in dem wäßrigen Medium für den Waschvorgang gelöst oder suspendiert wird.
Die Erfindung betrifft auch ein Reinigungsverfahren, insbesondere Reinigungs­ verfahren in einer Geschirrspülmaschine, in dem man eine Reinigungsmittel- Portion mit mindestens einer spülaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine spülaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umge­ benden Umfassung(en) aus mindestens einem wasserlöslichen Polymer- Material gemäß der vorstehenden detaillierten Beschreibung in einer für einen Reinigungsvorgang geeigneten Vorrichtung, insbesondere in einer Geschirr­ spülmaschine, plaziert, ein wäßriges Medium einer für den Reinigungsvorgang geeigneten Temperatur in Kontakt mit der Reinigungsmittel-Portion bringt, wo­ durch das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung(en) gelöst und die mindestens eine spülaktive Zubereitung in dem wäßrigen Medium für den Rei­ nigungsvorgang gelöst oder suspendiert wird.

Claims (18)

1. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion mit mindestens einer waschaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine waschaktive Zu­ bereitung teilweise oder vollständig umgebenden. Umfassung(en) aus min­ destens einem wasserlöslichen Polymer-Material, das mit einer oder mehre­ ren Komponente(n) der waschaktiven Zubereitung(en) in Wechselwirkung treten kann, worin die Komponente(n) von einem diese vollständig ein­ schließenden Hüllmaterial umgeben ist/sind, das sowohl mit der/den Kom­ ponente(n) als auch mit dem Polymer Material der Umfassung kompatibel ist.
2. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 1, worin das Hüllma­ terial nur die eine oder mehreren Komponente(n) der waschaktiven Zube­ reitung umgibt, mit der/denen das wasserlösliche Polymer-Material in Wech­ selwirkung treten kann, nicht jedoch (eine) andere Komponente(n) der waschaktiven Zubereitung(en).
3. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, umfassend als Bleichmittel ein Alkalimetallpercarbonat, bevorzugt Natrium­ percarbonat, das mit speziellen Boraten stabilisierend umhüllt ist, und/oder ein mit einer Kombination von Alkalimetallsalzen umhülltes Alkalimetallper­ carbonat und/oder ein mit mindestens zwei Substanzen aus der Gruppe Borsäure, Borat und/oder Silicat sowie Carbonat, Hydrogencarbonat und/oder Sulfat umhülltes Natriumpercarbonat, wobei dieses besonders be­ vorzugt hergestellt wurde durch Aufbringen wenigstens eines der vorge­ nannten Beschichtungsreagenzien in Form einer wäßrigen Aufschlämmung auf das Percarbonat.
4. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 1, worin das Hüllma­ terial zumindest die gesamte(n) waschaktive(n) Zubereitung(en) umgibt, die eine oder mehrere Komponente(n) enthält/enthalten, mit der/denen das wasserlösliche Polymer-Material in Wechselwirkung treten kann.
5. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 1 oder Anspruch 4, worin das Hüllmaterial, das die Komponente(n) der wasch- oder reinigungs­ aktiven Zubereitung(en) umgibt, um das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung vor einer nachteiligen Wechselwirkung mit dieser/diesen zu schützen, eine Komponente oder mehrere Komponenten der waschaktiven Zubereitung(en) ist/sind.
6. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 5, worin die Wechselwirkung zwischen dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung(en) und der einen/den mehreren Komponenten eine chemi­ sche Wechselwirkung ist, bevorzugt eine die Aktivität der Komponente(n) und/oder die Integrität des wasserlöslichen Polymer-Materials der Umfas­ sung(en) beeinflussende Wechselwirkung.
7. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, worin die Komponente(n), mit denen das wasserlösliche Polymer-Material in Wechselwirkung treten kann, gewählt ist/sind aus einer oder mehreren Komponente(n) aus der Gruppe Duftstoffe, Bleichmittel, Alkalien und Säu­ ren, bevorzugt aus der Gruppe Parfümöle, Borate, halogenierte Verbindun­ gen, Aldehyd-Gruppen oder Keto-Gruppen enthaltende Verbindungen, alka­ lische Verbindungen und Säuren.
8. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 7, worin das die Komponente(n) einschließende Hüllmaterial gewählt ist aus der Gruppe Coating, Verkapselung und Folienumhüllung, bevorzugt Coa­ ting.
9. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 7, worin das Hüllma­ terial gewählt ist aus einem oder mehreren der Materialien PVAL und des­ sen Mischungen mit Glycerin, Alkylenglykol(en) und deren Polymeren und/oder nicht-ionischen Tensiden, Stärke und deren Derivate (bevorzugt Dextrine), Polyalkylenglykole, Mischungen von Polyalkylenglykolen mit Wachsen, (bevorzugt nichtionische) Tenside, Mischungen von (bevorzugt nichtionischen) Tensiden und Polyalkylenglykolen, Mischungen von (bevor­ zugt nichtionischen) Tensiden, Polyalkylenglykolen und weiteren langketti­ gen Fettderivaten (z. B. Fettalkoholen), Polyacrylate und Polyacrylate um­ fassende Copolymere, PVP, Polyvinylacetat, Fettsäuren, Alkohole, Diole, Ester, Ether, Dicarbonsäuren, Paraffine und Wachse und deren Mischun­ gen.
10. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 9, enthaltend vorzugsweise flüssige Parfümöle in mit gegebenenfalls hydro­ phobierten Dextrinen verkapselter Form.
11. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 9, enthaltend vorzugsweise flüssige Parfümöle in mit einem oder mehreren Trägerstoff(en) aus der Gruppe Tenside, Tensidcompounds, Disaccharide, Polysaccharide, Silicate, Zeolithe, Carbonate, Sulfate und Citrate und gege­ benenfalls mit einem oder mehreren Hilfsstoff(en) aus der Gruppe Polye­ thylenglykole, Fettalkoholalkoxylate und Fettsäurealkoxylate matrixverkap­ selter Form.
12. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 10 oder 11, worin die sprühverkapselten oder matrixverkapselten Parfümöle ein zu­ sätzliches wasserlösliches Coating aufweisen.
13. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 12, worin wenigstens eine Komponente, mit der das wasserlösliche Polymer­ material in Wechselwirkung treten kann, in Mischung mit anderen Bestand­ teilen einer waschaktiven Zubereitung in Mischung vorliegt und die Mi­ schung von dem Hüllmaterial teilweise oder vollständig umgeben ist.
14. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 13, worin die Mi­ schung der wenigstens einen Komponente mit einem oder mehreren ande­ ren waschaktiven Zubereitungen in Form eines von dem Hüllmaterial umge­ benen Granulats, eines von dem Hüllmaterial umgebenen Preßkörpers, be­ vorzugt einer von dem Hüllmaterial umgebenen Tablette, oder eines von dem Hüllmaterial zusammengehaltenen und umgebenen Formkörpers vor­ liegt.
15. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 14, worin die Umfassung aus einem wasserlöslichen Polymermaterial gewählt ist aus der Gruppe Folien, Kapseln und Coatings.
16. Verfahren zur Herstellung einer Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion mit mindestens einer waschaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine waschaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umge­ benden Umfassung(en) aus mindestens einem wasserlöslichen Polymer- Material, worin man wenigstens eine oder mehrere Komponenten der waschaktiven Zubereitung(en), mit denen das wasserlösliche Polymer- Material der Umfassung(en) in Wechselwirkung treten kann, mit einem we­ nigstens die Komponente(n) vollständig umgebenden Hüllmaterial umgibt, gegebenenfalls die mit dem Hüllmaterial umgebene(n) Komponente(n) in die mindestens eine waschaktive Zubereitung einarbeitet und die wenigstens eine waschaktive Zubereitung mit einer oder mehreren Umfassung(en) teil­ weise oder vollständig umgibt.
17. Waschverfahren, insbesondere Waschverfahren in einer Waschmaschine, in dem man eine Waschmittel-Portion mit mindestens einer waschaktiven Zu­ bereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine waschaktive Zube­ reitung teilweise oder vollständig umgebenden Umfassung(en) aus minde­ stens einem wasserlöslichen Polymer-Material gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15 in einer für einen Waschvorgang geeigneten Vor­ richtung, insbesondere in einer Waschmaschine, plaziert, ein wäßriges Me­ dium einer für den Waschvorgang geeigneten Temperatur in Kontakt mit der Waschmittel-Portion bringt, wodurch das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung(en) gelöst und die mindestens eine waschaktive Zuberei­ tung in dem wäßrigen Medium für den Waschvorgang gelöst oder suspen­ diert wird.
18. Reinigungsverfahren, insbesondere Reinigungsverfahren in einer Geschirr­ spülmaschine, in dem man eine Reinigungsmittel-Portion mit mindestens ei­ ner spülaktiven Zubereitung und einer oder mehreren, die mindestens eine spülaktive Zubereitung teilweise oder vollständig umgebenden Umfas­ sung(en) aus mindestens einem wasserlöslichen Polymer-Material gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15 in einer für einen Reinigungs­ vorgang geeigneten Vorrichtung, insbesondere in einer Geschirrspülma­ schine, plaziert, ein wäßriges Medium einer für den Reinigungsvorgang ge­ eigneten Temperatur in Kontakt mit der Reinigungsmittel-Portion bringt, wo­ durch das wasserlösliche Polymer-Material der Umfassung(en) gelöst und die mindestens eine spülaktive Zubereitung in dem wäßrigen Medium für den Reinigungsvorgang gelöst oder suspendiert wird.
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