DE19958932C2 - Verbrennungsmotor-Regelsystem - Google Patents
Verbrennungsmotor-RegelsystemInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Regelsystem für einen
Verbrennungsmotor enthaltend eine Ansaugdruck-
Detektionsvorrichtung (5) zum Detektieren eines Ansaugdrucks
des Verbrennungsmotors, eine Betriebszustand-
Detektionsvorrichtung (4, 12) zum Detektieren eines
Betriebszustands des Verbrennungsmotors und eine
Steuervorrichtung (19) zum Steuern des Betriebs des
Verbrennungsmotors gemäß dem Betriebszustand des
Verbrennungsmotors.
Ein derartiges Regelsystem ist beispielsweise in DE 36 28 527 C2
beschrieben. Insbesondere ist hier eine
Brennstoffeinspritz-Steuereinrichtung für eine
Brennkraftmaschine beschrieben, bei der ein Betriebsübergang
bei einem Beschleunigungs- oder Verlangsamungsvorgang einer
Brennkraftmaschine bestimmt wird. Zudem erfolgt die Erfassung
der Zeit seit dem Anfangszeitpunkt der Beschleunigung bzw.
der Verlangsamung eines Drosselklappenwinkels. Die
Brennstoffeinspritz-Steuereinrichtung enthält eine
Einstelleinrichtung, die bis zum Erreichen einer
vorbestimmten Anzahl von seit dem Anfangszeitpunkt
ausgeführten Umdrehungen der Brennkraftmaschine für einen aus
dem Ansaugluftmengensignal und dem Maschinendrehzahlsignal
berechneten Wert zumindest einen von einem oberen und unteren
Grenzwert einstellt, wenn die Drosselklappenwinkel-
Detektoreinrichtung erfasst, dass der Drosselklappenwinkel
außerhalb eines vorbestimmten Bereichs liegt.
In JP-0-3003910-A wird zudem vorgeschlagen, die
Kraftstoffeinspritzmenge in Ansprechen auf die
Umdrehungsgeschwindigkeit und Last eines Motors durch
Auslesen aus einer Kraftstoffeinspritzkennlinie und in
Abhängigkeit von den Ventilbetriebsbedingungen in einer
elektronischen Steuerschaltung festzulegen. Insbesondere wird
ein Korrekturumfang der Kraftstoffeinspritzmenge zum Erhalten
eines voreingestellten Luft-/Kraftstoff-Verhältnisses durch
Vergleich mit dem tatsächlichen Luft-/Kraftstoff-Verhältnis
berechnet, und die gesamte Kraftstoffeinspritzkennlinie wird
auf der Grundlage hiervon korrigiert.
Ein typisches, übliches Verbrennungsmotor-Regelsystem (im
folgenden als Motorregelsystem oder ECU-Einheit bezeichnet)
bestimmt die Menge des eingespritzten Kraftstoffs gemäß der
Motorgeschwindigkeit des Verbrennungsmotors und dem
Ansaugdruck. Die ECU-Einheit bestimmt allgemein die
Kraftstoffeinspritzmenge unter Bezug auf eine
zweidimensionale Abbildung bzw. ein zweidimensionales
Kennfeld, das in einem internen Nur-Lese-Speicher (ROM)
gespeichert und gehalten wird. Das zweidimensionale Kennfeld
ermöglicht die Korrekturkoeffizienten für die
Kraftstoffeinspritzgrößen, die auf der Grundlage der
Motorgeschwindigkeit und einer Druckdifferenz bestimmt sind.
Die Fig. 10 zeigt schematisch die Konfiguration eines
üblichen Verbrennungsmotor-Regelsystems, das in JP-9-287496-A
beschrieben ist.
Wie in Fig. 10 gezeigt, ist der Motor mit einem Luftfilter 1
versehen, einem Einlaßkrümmer 2, einer Drosselklappe 3, einem
Drosselklappen-Öffnungssensor 4, einem Einlaßdrucksensor 5,
einem Einspritzer 6, einer Zündkerze 7, einem Auslaßkrümmer
8, einem Katalysator 9, einem O2-Sensor 10, einer Kurbelwelle
11, einem Kurbelwinkelsensor 12, einem Nockenwinkelsensor 14,
einer Auslaßnockenriemenscheibe 15, einer ECU-Einheit 16, und
einem Einrichtungsstellglied für eine variable
Ventileinstellung 17.
Bei dem in Fig. 10 gezeigten Verbrennungsmotor bestimmt die
ECU-Einheit 16 die Kraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage
der Motorgeschwindigkeit, des Ansaugdrucks und der
Steuergröße der variablen Ventileinstelleinrichtung.
Spezifischer bestimmt die ECU-Einheit 16 die über den
Einspritzer 6 einzuspritzende Kraftstoffmenge gemäß dem
Ansaugdruck, der durch den Ansaugdrucksensor 5 detektiert
wird, der Motorgeschwindigkeit, die durch die
Kurbelwinkelsensor 12 detektiert wird, einem Zielwert für den
Ventileinstellungsvorlauf (im folgenden als "Zielvorlauf"
bezeichnet), der anhand der Phasendifferenz zwischen dem
Ausgangssignalen des Kurbelwinkelsensors 12 und des
Nockenwinkelsensors 14 detektiert wird, und der Steuergröße
der variablen Ventileinstelleinrichtung 17.
Während eines Ansaughubs des Verbrennungsmotors zündet ein
durch die Zündkerze generierter Funken die
Kraftstoff/Luftmischung, die in den Zylinder aufgenommen ist.
Die Explosionskraft schiebt einen Kolben 21 nach unten, und
das Drehmoment der Kurbelwelle 11 wird aus dem
Verbrennungsmotor herausgeführt.
In diesem Zeitpunkt führt die ECU-Einheit 16 eine Regelung in
Übereinstimmung mit der Menge des verbleibenden Sauerstoffs
in dem Abgas durch, das durch den O2-Sensor 10 detektiert
wird, damit ein stöchiometrisches Verhältnis gebildet wird,
das den höchsten Wirkungsgrad der Abgasreinigung im
Katalysator 9 zuläßt.
Weiterhin steuert die ECU-Einheit 16 auch die Steuergröße der
variablen Ventileinstelleinrichtung 17 derart, daß der in dem
ROM-Speicher gespeicherte Zielvorlauf mit dem tatsächlichen
Vorlauf der Ventileinstellung (im folgenden als
"tatsächlicher Vorlauf" bezeichnet) übereinstimmt, der durch
den Kurbelwinkelsensor 12 und den Nockenwinkelsensor 14
detektiert wird.
Allgemein liegen in einem Verbrennungsmotor unter einer
Bedingung, bei Durchführen einer Beschleunigung oder
Verzögerung bei einer vorgegebenen Öffnung einer
Drosselklappe (im folgenden als "Übergangsbetriebsmodus"
bezeichnet) Fälle vor, bei denen die Wirkung einer
Trägheitsbelastung auffallender ist als bei einem
gleichmäßigen stabilen Betriebsmodus. Diese
Trägheitsbelastung betrifft einen Zustand, bei dem die
Trägheit der Strömung einer Ansaugluft, die in einem Motor
eingeführt wird, dazu führt, daß mehr Ansaugluft in den Motor
als während dem gleichmäßigen Betriebsmodus zugeführt wird,
selbst wenn die Öffnung der Drosselklappe konstant bleibt.
Insbesondere wird, selbst wenn die Öffnung der Drosselklappe
3 konstant bleibt, mehr Ansaugluft in den Motor in dem
Trägheitsbelastungsmodus als während des gleichmäßigen
Betriebsmodus geschoben. Aus diesem Grund ist der Ansaugdruck
in dem Trägheitsbelastungsmodus niedriger.
Demnach ist der Ansaugdruck in dem Übergangsbetriebsmodus
niedriger als derjenige während dem gleichmäßigen
Betriebsmodus.
Die übliche Verbrennungsmotor ECU-Einheit bestimmt die
Basiskraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage eines
tatsächlich durch einen Ansaugdrucksensor 5 detektierten
Ansaugdrucks. Demnach bestimmt die ECU-Einheit, daß die Menge
der Ansaugluft verringert ist, da der detektierte Ansaugdruck
während des Übergangsbetriebsmodus durch die der Wirkung der
Trägheitsbelastung abgesenkt ist, und die
Kraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage des detektierten
Ansaugdrucks ist verringert, obgleich die tatsächliche Menge
der Ansaugluft im Vergleich zu dem gleichmäßigen Zustand
erhöht ist. Im Ergebnis erfolgt keine ausreichende Zuführung
der Kraftstoffeinspritzung, und dies führte zu Problemen wie
Luft/Kraftstoff-Mischungs-(A/F-Verhältnis)-Schwankungen oder
einer Regelungskorrektur in dem Regelsystem unter Einsatz des
O2-Sensors 10 mit signifikanten Änderungen.
Demnach besteht ein technisches Problem der vorliegenden
Erfindung in der Schaffung eines Verbrennungsmotor-
Regelsystems mit der Fähigkeit zur Korrektur der
Kraftstoffeinspritzung in einem Übergangsbetriebsmodus mit
Lastwechsel unter Berücksichtigung der Wirkung einer
Trägheitsbeaufschlagung.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird dieses technische
Problem bei einem Regelsystem der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, dass die Steuervorrichtung (19) während eines
Lastwechsels eine Kraftstoffeinspritzmenge steuert, und zwar
gemäß einer Druckdifferenz zwischen einem Ansaugdruck (Pbm)
während eines gleichmäßigen Betriebsmodus des
Verbrennungsmotors ohne Lastwechsel, wie er vorab gespeichert
ist, und einem Ansaugdruck während eines Lastwechsels, wenn
der Ansaugdruck bei konstanter Drosselklappenöffnung aufgrund
der Trägheit der Strömung der Ansaugluft niedriger als der
Ansaugdruck in dem gleichmäßigen Betriebsmodus ist.
Demnach ist es gemäß der vorliegenden Erfindung möglich,
trotz Wirkung der Trägheitsbeaufschlagung eine Regelung so zu
erzielen, dass eine Änderung eines Luft/Kraftstoff-
Verhältnisses oder eine Änderung einer Regelungskorrektur bei
der Regelung unter Einsatz eines O2-Sensors vermieden ist. Es
ist zudem möglich, das Auftreten eines Fehlers im Rahmen
einer Regelung hand zu haben, beispielsweise einer Änderung
eines Ansaugdrucks zuzuordnenden Beschleunigungsfehlers.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Steuervorrichtung eine Korrektur der
Kraftstoffeinspritzmenge sperrt, die auf der Druckdifferenz
basiert, wenn die Druckdifferenz innerhalb eines vorgegebenen
Bereichs verbleibt.
Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform lässt sich eine
Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses mit höherer
Genauigkeit unterdrücken, und ebenso eine Änderung der Größe
der Gegenkopplungskorrektur, die bei der Regelung unter
Verwendung des O2-Sensors durchgeführt wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist
vorgesehen, dass eine Beschleunigungs- und Verzögerungs-
Korrekturvorrichtung eine Korrektur der
Kraftstoffeinspritzmenge während eines Lastwechsels des
Verbrennungsmotors so durchführt, dass die Korrektur der
Kraftstoffeinspritzmenge während dem Lastwechsel gesperrt ist
oder während einer vorgegebenen Zeitperiode nach dem Start
des Lastwechsels, oder während dem Durchführen einer
Beschleunigung- oder Verzögerungskorrektur.
Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, die
Korrektur für die Änderung des Ansaugdrucks aufgrund des
Posierens der Ansaugluft zu eliminieren und demnach eine
Änderung eines Luft/Kraftstoffverhältnisses mit hoher
Genauigkeit zu unterbinden. Zudem ist es möglich, eine
Änderung der Gegenkopplungskorrektur zu unterdrücken, die bei
der Regelung unter Verwendung des O2-Sensors durchgeführt
wird, wodurch das Auftreten eines Fehlers beispielsweise bei
einer Beschleunigung unterdrückt wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die
Steuervorrichtung ein allmähliches Konvergieren einer
Korrekturgröße gerechnet auf der Grundlage der
Druckdifferenz, zu einem Normalwert dann bewirkt, wenn sie
das Sperren des Durchführens einer Korrektur der
Kraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage der Druckdifferenz
durchsetzt.
Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform lässt sich eine gute
Betriebsbedingung auch dann beibehalten, wenn das Sperren zum
Durchführen einer Korrektur der Kraftstoffeinspritzmenge auf
der Grundlage der Druckdifferenz aufgehoben wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung enthält das Regelsystem ferner eine
variable Ventileinstellrichtung zum Änderung einer
Ventileinstellung bei einer Einlassseite oder Auslassseite
des Verbrennungsmotors. Die Steuervorrichtung korrigiert die
Kraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage der
Ventileinstellung und der Druckdifferenz.
Diese bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ermöglicht das Zurückhalten bzw. Einschränken von Änderungen
in dem Luft/Kraftstoff-Verhältnis aufgrund der Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung oder aufgrund einer Änderung bei der
Gegenkopplungsgröße, die im Rahmen der Regelung unter
Verwendung des O2-Sensors vorgegeben ist. Zudem wird das
Minimieren der Auftrittswahrscheinlichkeit von Fehlern
ermöglicht, beispielsweise von Beschleunigungsfehlern bedingt
durch Änderungen des Ansaugdrucks in einem Verbrennungsmotor,
der mit einer variablen Ventileinstelleinrichtung ausgerüstet
ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die
Steuervorrichtung eine Steuergröße der variablen
Ventileinstelleinrichtung verwendet, und zwar als
Ventileinstellung, die zum Korrigieren der
Kraftstoffeinspritzgröße verwendbar ist. Diese bevorzugte
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ermöglicht das
Einschränken von Änderungen des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses
aufgrund der Wirkung der Trägheitsbeaufschlagung oder von
Änderungen der Gegenkopplungs-Korrekturgröße, die durch die
Verwendung des O2 Sensors bedingt ist. Zudem ist das
Minimieren von Auftrittswahrscheinlichkeiten für Fehler
möglich, beispielsweise von Beschleunigungsfehlern, die
aufgrund von Änderungen des Ansaugdrucks in einem Motor
bedingt sind, der mit einer variablen
Ventileinstelleinrichtung ausgerüstet ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung enthält das Regelsystem eine
Ventileinstell-Detektionsvorrichtung zum Detektieren der
Ventileinstellung so, dass eine Ausgangsgröße der Ventil-
Detektionsvorrichtung als Ventileinstellung verwendet ist,
die zum Korrigieren der Kraftstoffeinspritzventile verwendbar
ist.
Diese bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ermöglicht das Einschränken von Änderungen des
Luft/Kraftstoff-Verhältnis aufgrund der Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung der von Änderungen der
Gegenkopplungskorrekturgröße, die durch die Gegenkopplung
unter Verwendung des O2-Sensors vorgegeben ist. Weiterhin ist
das Auftreten von Fehlern bedingt durch Änderungen des
Ansaugdrucks in einem Verbrennungsmotor, der mit einer
variablen Ventileinstellung ausgerüstet ist, möglich.
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
unter Bezug auf die Zeichnung erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine Konfiguration eines Verbrennungsmotor-
Regelsystems in Übereinstimmung mit einer ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details der
Verarbeitung in dem Verbrennungsmotor-Regelsystem
in Übereinstimmung mit der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 ein Flußdiagramm zum Darstellen eines Beispiels
einer Modifikation des Verbrennungsmotor-
Regelsystems in Übereinstimmung mit der ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details des
Verbrennungsmotor-Regelsystems in Übereinstimmung
mit einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 5 ein Flußdiagramm zum Darstellen der Details einer
Verarbeitung in einem Verbrennungsmotor-Regelsystem
in Übereinstimmung mit der dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 6 ein Diagramm zum Darstellen der Eigenschaften eines
Betriebszustands des Verbrennungsmotors während
einer Beschleunigung;
Fig. 7 ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details eines
Verbrennungsmotor-Regelsystems in Übereinstimmung
mit einer vierten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 8 ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details eines
Verbrennungsmotor-Regelsystems in Übereinstimmung
mit einer fünften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 9 ein Diagramm zum Darstellen von Eigenschaften, wie
sie in einem Verbrennungsmotor-Regelsystem in
Übereinstimmung mit einer sechsten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beobachtet werden; und
Fig. 10 ein schematisches Diagramm zum Darstellen der
Konfiguration eines üblichen Verbrennungsmotor-
Regelsystems, wie es in der JP-9-287496-A
beschrieben ist.
Eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
für einen Fall beschrieben, bei dem die vorliegende Erfindung
auf einen Verbrennungsmotor angewandt wird, der nicht mit
einer variablen Ventileinstelleinrichtung versehen ist,
obgleich die vorliegende Erfindung auch bei variabler
Ventileinstellung anwendbar ist.
Die Fig. 1 zeigt den Aufbau eines Verbrennungsmotor-
Regelsystems gemäß der ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
Der in Fig. 1 gezeigte Verbrennungsmotor ist nicht mit einer
variablen Ventileinstelleinrichtung versehen, und eine
Nockenriemenscheibe 13 ist an einer Nockenwelle 18 fixiert.
Teile, die ähnlich zu denjenigen des üblichen
Verbrennungsmotor-Regelsystems sind, sind anhand derselben
Bezugszeichen bezeichnet, und ihre Beschreibung wird nicht
wiederholt.
Zusätzlich zu einer zweidimensionalen Kennlinie im Hinblick
auf die Kraftstoffeinspritzgrößen wie bei einer üblichen ECU-
Einheit, enthält ein ROM-Speicher in einer als
Steuervorrichtung dienenden ECU-Einheit 19 eine
zweidimensionale Abbildung bzw. Kennlinie, in der
Ansaugdrücke unter einem gleichmäßigen Betriebsmodus
gespeichert sind, die anhand der Motorgeschwindigkeit und der
Drosselklappenöffnung bestimmt sind.
Die Fig. 2 zeigt ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details
der Signalverarbeitung, die durch das Verbrennungsmotor-
Regelsystem in Übereinstimmung mit der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung implementiert ist.
Wie in Fig. 2 gezeigt, wird im Schritt 201 ein Ansaugdruck Pb
durch einen Ansaugdrucksensor 5 detektiert, der als
Ansaugdruck-Detektionsvorrichtung dient. Im Schritt 202 wird
ein gleichmäßiger Ansaugdruck Pbm in dem gleichmäßigen
Betriebsmodus, der in der zweidimensionalen Kennlinie in dem
ROM gespeichert ist, gemäß der Motorgeschwindigkeit und einer
Drosselklappenöffnung in dem Zeitpunkt ausgelesen, in dem der
Ansaugdruck durch den Ansaugdrucksensor 5 detektiert wird.
Der Drosselklappenöffnungsumfang und die Motorgeschwindigkeit
zum Anzeigen eines Betriebsmodus des Verbrennungsmotors
werden durch einen Drosselklappen-Öffnungssensor 4 und einen
Kurbelwinkelsensor 12 detektiert, die als Betriebsmodus-
Detektionsvorrichtung dienen.
Im Schritt 203 wird eine Druckdifferenz P bestimmt, und zwar
auf der Grundlage des gleichmäßigen Ansaugdrucks Pbm in dem
gleichmäßigen Betriebsmodus und dem durch den
Ansaugdrucksensor 5 detektierten Ansaugdruck Pb, und zwar wie
folgt:
P = Pbm - Pb (1)
In dem Schritt 204 wird eine Einspritzertreiberpulsbreite Ti
gemäß der Menge der Kraftstoffeinspritzung gemäß der Formel
(2) bestimmt:
Ti = {Qpls × (Pb + P) × K} × Kinj + Tv (2)
Es gilt:
Ti: Einspritzertreiberpulsbreite (msek)
Qpls: Koeffizient zum Umsetzen des Ansaugdrucks in eine Kraftstoffeinspritzmenge (mcc/mmHg)
Pb: Detektierter Ansaugdruck (mmHg)
K: Zahlreiche Korrekturkoeffizienten
Kinj: Koeffizient zum Umsetzen der Abführmenge in eine Pulsbreite (msek/mcc)
Tv: Ungültige Einspritzpulsbreite (msek)
Ti: Einspritzertreiberpulsbreite (msek)
Qpls: Koeffizient zum Umsetzen des Ansaugdrucks in eine Kraftstoffeinspritzmenge (mcc/mmHg)
Pb: Detektierter Ansaugdruck (mmHg)
K: Zahlreiche Korrekturkoeffizienten
Kinj: Koeffizient zum Umsetzen der Abführmenge in eine Pulsbreite (msek/mcc)
Tv: Ungültige Einspritzpulsbreite (msek)
In den vorangehend genannten zahlreichen
Korrekturkoeffizienten K ist ein Korrekturkoeffizient für
eine Kraftstoffeinspritzmenge enthalten, der in der
zweidimensionalen Kennlinie enthalten ist, die die
Motorgeschwindigkeit und den Ansaugdruck als Parameter nützt.
Eine derartige Korrektur erfolgt durch die ECU-Einheit 19.
Eine Basiskraftstoffeinspritzmenge wird gemäß Qpls × Pb
bestimmt.
Insbesondere wird gemäß der Formel (2) die
Basiskraftstoffeinspritzmenge durch die Druckdifferenz P
korrigiert.
Demnach lässt sich die Einspritzertreiberpulsbreite Ti durch
Korrektur des Ansaugdrucks durch Addieren der Druckdifferenz
P erhalten, der die Differenz zwischen dem gleichmäßigen
Ansaugdruck Pbm während dem gleichmäßigen Betriebsmodus und
dem detektierten Ansaugdruck Pb zu dem Ansaugdruck Pb in dem
Übergangsbetriebsmodus darstellt. Demnach wird beispielsweise
dann, wenn der detektierte Ansaugdruck Pb niedriger als der
gleichmäßige Ansaugdruck Pbm während dem gleichmäßigen
Betriebsmodus ist, anschließend die Einspritzerpulsbreite Ti
erhöht. Hierdurch ist es möglich, eine optimale
Kraftstoffeinspritzmenge zu gewährleisten, auf der Grundlage
der Erhöhung der Ansaugluftmenge, bedingt durch die Wirkung
der Trägheitsbeaufschlagung.
Im Ergebnis lässt sich selbst bei Vorliegen der oben erwähn
ten Druckdifferenz P eine Änderung des Luft-/Kraftstoff-
Verhältnisses A/F unterdrücken, und eine Änderung der Größe
der Regelungskorrektur aufgrund der Regelung unter Verwendung
eines O2-Sensors 10 läßt sich ebenso unterdrücken, wodurch
ein Steuern bei Auftreten eines Beschleunigungsfehlers und
dergleichen ermöglicht wird.
Beispielsweise zeigt die Fig. 6 ein Kenndiagramm zum
Darstellen eines Betriebszustands des Verbrennungsmotors im
Beschleunigungmodus. Wie in Fig. 6 gezeigt, liegt nach dem
Öffnen der Drosselklappe eine geringfügige Verzögerung der
Änderung des tatsächlichen Ansaugdrucks Pb - wie anhand der
durchgezogenen Linie gezeigt - vor, bevor sie schließlich mit
dem gleichmäßigen Ansaugdruck Pbm in dem gleichmäßigen
Betriebsmodus übereinstimmt. Danach wird der Ansaugdruck Pb
niedriger als der gleichmäßige Ansaugdruck Pbm. Dies zeigt
an, daß der Ansaugdruck aufgrund der Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung verringert ist. In diesem Zustand ist
dies nur anscheinend aufgrund der Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung so, obgleich der Ansaugdruck Pb - wie
zuvor erwähnt - verringert ist; tatsächlich wird eine große
Menge der Ansaugluft in den Verbrennungsmotor geschoben.
Bei einer üblichen D-Jetronic-Regelung bestimmt die ECU-
Einheit eine Basiskraftstoffeinspritzmenge lediglich auf der
Grundlage des tatsächlichen Ansaugdrucks Pb. Demnach wird
trotz der Tatsache, daß eine große Menge von Ansaugluft
tatsächlich in den Verbrennungsmotor geschoben wird, die
Basiskraftstoffeinspritzmenge gemäß einer Menge verringert
die äquivalent zu der Verringerung des Ansaugdrucks Pb ist,
wie dargestellt, was im Ergebnis zu einem unzureichenden
Kraftstoff führt.
Gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
erfolgt jedoch das Hinzufügen einer Größe gemäß der
Verringerung aufgrund der Wirkung der Trägheitsbeaufschlagung
zu dem tatsächlichen Ansaugdruck Pb zum Bestimmen der
Kraftstoffeinspritzmenge. Demnach wird in der D-Jetronic ECU-
Einheit selbst bei einer Verringerung des Ansaugdrucks Pb
aufgrund der Wirkung der Trägheitsbeaufschlagung die
Kraftstoffeinspritzmenge nicht in zugeordneter Weise
verringert, so daß eine ausreichende Menge von Kraftstoff dem
Verbrennungsmotor zugeführt werden kann.
Demnach wird gemäß der ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung dann, wenn eine Druckdifferenz P
vorliegt, anschließend die Kraftstoffeinspritzmenge gemäß
(Pb + P) bestimmt, d. h. gemäß (Pb + P) = (Pb + Pbm - Pb) = Pbm.
In anderen Worten ausgedrückt, ist die erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung so ausgebildet, daß sie die
Basiskraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage des
gleichmäßigen Ansaugdrucks Pbm bestimmt, der auf der
Grundlage der Motordrehzahl und der Drosselklappenöffnung
unter der Trägheitsbeaufschlagungsbedingung in dem D-
Jetronic-System, das die Basiskraftstoffeinspritzmenge auf
der Grundlage des detektierten Ansaugdrucks Pb festlegt.
Gemäß dem in Fig. 2 gezeigten Flussdiagramm erfolgt eine
Korrektur immer dann, wenn die Druckdifferenz P erzeugt wird.
Dennoch kann eine Entscheidung dahingehend, ob die Korrektur
durchgeführt werden sollte oder nicht, beispielsweise anhand
der Tatsache durchgeführt werden, ob die Druckdifferenz P
positiv oder negativ ist. In der Fig. 3 sind die Inhalte der
Schritte 201 bis 204 identisch zu den anhand derselben
Bezugszeichen bezeichneten Schritten, und die wiederholte
Beschreibung hiervon wird weggelassen.
Die Fig. 3 zeigt ein Flußdiagramm zum Darstellen eines
Beispiels einer Modifikation der durch das Verbrennungsmotor-
Regelsystem implementierten Regelung in Übereinstimmung mit
der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
In dem in Fig. 3 gezeigten Schritt 300 nach dem Schritt 203
bestimmt die ECU-Einheit, ob die Druckdifferenz P positiv
oder negativ ist. Bestimmt die ECU-Einheit, dass die
Druckdifferenz P negativ ist, so geht die ECU-Einheit zum dem
Schritt 301 über, um die Druckdifferenz P zu dem Wert 0 zu
setzen, und sie schreitet anschließend zu dem Schritt 204
fort.
Im Ergebnis erfolgt dann, wenn die Druckdifferenz P negativ
ist, d. h. wenn der durch den Ansaugdrucksensor detektierte
Ansaugdruck Pb höher als der gleichmäßige Ansaugdruck Pbm
während dem gleichmäßigen Betriebsmodus ist, kein Hinzufügen
einer Korrektur auf der Grundlage der Druckdifferenz P zu der
Kraftstoffeinspritzmenge.
Bestimmt andererseits die ECU-Einheit im Schritt 300, dass
die Druckdifferenz P positiv ist, so geht sie direkt zu dem
Schritt 204 über. Im Ergebnis wird der Ansaugdruck lediglich
dann korrigiert, wenn die Druckdifferenz P positiv ist, d. h.
lediglich dann, wenn der durch den Ansaugdrucksensor
detektierte Ansaugdruck Pb niedriger als der gleichmäßige
Ansaugdruck Pbm während dem gleichmäßigen Betriebsmodus ist.
Allgemein ausgedrückt, entspricht ein Fall, bei dem die
Druckdifferenz P positiv ist, d. h. der durch den
Ansaugdrucksensor detektierte Ansaugdruck Pb niedriger als
der gleichmäßige Ansaugdruck Pbm während dem gleichmäßigen
Betriebsmodus ist, dem Fall, bei dem ein Fahrzeug
beschleunigt und eine deutliche Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung beobachtet wird.
Demnach lässt sich eine detailliertere Betriebsregelung bzw.
Steuerung des Verbrennungsmotors durch Korrektur des
Ansaugdrucks auf der Grundlage der Tatsache erzielen, ob die
Druckdifferenz P positiv oder negativ ist, wie oben
diskutiert.
Bei der ersten Ausführungsform erfolgt das Speichern der
Ansaugdrücke Pbm während des gleichmäßigen Betriebsmodus, die
vorab experimentell bestimmt sind, in dem ROM-Speicher der
ECU-Einheit 19 in der Form einer zweidimensionalen Kennlinie,
und die Daten der Kennlinie werden, wie erforderlich,
ausgelesen. Derselbe Vorteil, wie oben diskutiert ist, läßt
sich durch Bestimmen der Kraftstoffeinspritzmenge durch
Verwendung des gleichmäßigen Ansaugdrucks Pbm während des
gleichmäßigen Betriebsmodus dann erzielen, wenn sich das
Fahrzeug tatsächlich fortbewegt, ohne Vorbereiten der oben
beschriebenen zweidimensionalen Kennlinie.
Die vorliegende Erfindung läßt sich in derselben Weise ebenso
durch ein Verfahren implementieren, bei dem der gleichmäßige
Ansaugdruck Pbm während des gleichmäßigen Betriebsmodus, der
experimentell vorab vorbereitet ist, in der Form einer
zweidimensionalen Kennlinie in einem ROM der ECU-Einheit 19
gespeichert ist, und der gleichmäßige Ansaugdruck Pbm, der
bei Fortbewegung des Fahrzeug in dem gleichmäßigen
Betriebsmodus erhalten wird, im Rahmen eines Lernprosesses
erhalten wird, und ein Korrekturwert zum Korrigieren der
zweidimensionalen Kennlinie vorab vorbereitet und in einem
RAM-Speicher der ECU-Einheit gespeichert wird, und auf der
Grundlage hiervon eine Einspritzerpulsbreite Ti berechnet
wird. In diesem Fall läßt sich eine genauere Regelung
erzielen.
Für die erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
erfolgte eine Beschreibung der Regelung eines
Verbrennungsmotors, der nicht mit einer variablen
Ventileinstelleinrichtung versehen ist. Jedoch läßt sich ein
deutlicher wahrnehmbarer Vorteil durch Anwendung der
vorliegenden Erfindung auf einen mit einer variablen
Ventileinstelleinrichtung versehenen Verbrennungsmotor
erzielen.
Bei der ersten Ausführungsform wird der Ansaugdruck immer
dann korrigiert, wenn eine Differenz zwischen dem
gleichmäßigen Ansaugdruck Pbm während dem gleichmäßigen
Betriebsmodus und dem durch den Ansaugdrucksensor
detektierten Ansaugdruck Pb festgestellt wird.
Da Verbrennungsmotoren absatzweise Ansaughübe aufweisen,
liegen dennoch Zeiten vor, zu denen der Ansaugdruck pulsiert.
Demnach besteht dann, wenn der Ansaugdruck immer dann
korrigiert wird, wenn der Ansaugdruck pulsiert, eine Gefahr
dahingehend, daß das Luft/Kraftstoff-Verhältnis A/F schwankt.
Demnach erfolgt für eine zweite Ausführungsform eine
Beschreibung der Steuerverarbeitung, mit dem sich der Einfluß
des Ansaugdruckpulsierens eliminieren läßt.
Die Fig. 4 zeigt ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details
der durch ein Verbrennungsmotor-Regelsystem gemäß der zweiten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung implementierten
Regelung. In der Fig. 3 sind die Inhalte der Schritte 201 bis
203 identisch zu den Schritten, die mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet sind, und deren wiederholte
Beschreibung wird weggelassen.
Im Schritt 404 bestimmt nach dem Schritt 203 die ECU-Einheit,
ob die Druckdifferenz P als Differenz zwischen dem
gleichmäßigen Ansaugdruck Pbm während dem gleichmäßigen
Betriebsmodus und dem durch den Ansaugdrucksensor 5
detektierten Ansaugdruck Pb innerhalb eines vorgegebenen
Bereichs liegt, d. h. in dem Bereich der neutralen Zone. Der
Bereich der neutralen Zone ist ein Bereich, in dem sich ein
Ansaugdruck aufgrund des Ansaugpulsierens ändert.
Bestimmt die ECU-Einheit, dass die Druckdifferenz P in dem
Bereich der neutralen Zone liegt, so geht die ECU-Einheit zu
dem Schritt 405 über, indem sie die Druckdifferenz P zu Null
setzt. In dem vorliegenden Schritt 406 korrigiert die ECU-
Einheit nicht den Ansaugdruck; anstelle hiervon berechnet sie
die Einspritzerpulsbreite Ti gemäß der obigen Formel (2).
Bestimmt andererseits im Schritt 404 die ECU-Einheit, dass
die Druckdifferenz P nicht in dem Bereich der neutralen Zone
liegt, so bestimmt sie, daß die eingeführte Luftmenge
aufgrund der Wirkung der Trägheitsbeaufschlagung im Zeitpunkt
des Beschleunigens erhöht ist, und sie korrigiert den
Ansaugdruck gemäß der vorangehenden Formel (2), sie berechnet
die Einspritzerpulsbreite Ti in dem folgenden Schritt 406. In
diesem Fall ist der detektierte Ansaugdruck Pb niedriger als
der gleichmäßige Ansaugdruck Pbm während dem gleichmäßigen
Betriebsmodus, so daß sich die Einspritzerpulsbreite Ti
erhöhen läßt.
Demnach ist das Verbrennungsmotor-Regelsystem gemäß der
zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in der
Lage, die meisten Änderungen bei dem Ansaugdruck aufgrund des
Ansaugpulsierens zu eliminieren. Demnach läßt sich eine
Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnis A/F mit größerer
Genauigkeit unterdrücken, und eine Änderung der Größe der
Rückkopplungskorrektur bei der Regelung unter Verwendung des
O2-Sensors 10 läßt sich unterdrücken, und zwar zum Sperren
des Auftretens eines Beschleunigungsfehlers und dergleichen.
Bei der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
erfolgte die Beschreibung der Regelung eines
Verbrennungsmotors, der nicht mit einer variablen
Ventileinstelleinrichtung ausgerüstet ist. Jedoch läßt sich
ein deutlicherer Vorteil durch Anwenden der vorliegenden
Erfindung auf einen mit einer variablen
Ventileinstelleinrichtung ausgerüsteten Verbrennungsmotor
erzielen.
Ein Verbrennungsmotor gemäß einer dritten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist mit einer variablen
Ventileinstelleinrichtung ausgerüstet, wie der in Fig. 10
gezeigte übliche Verbrennungsmotor.
Der in Fig. 10 gezeigte Verbrennungsmotor ist mit einer
variablen Ventileinstelleinrichtung lediglich bei der
Ansaugventilseite versehen. Die vorliegende Erfindung läßt
sich jedoch in derselben Weise auf einen Verbrennungsmotor
anwenden, der auch mit der variablen
Ventileinstelleinrichtung an der Auslaßventilseite versehen
ist.
Die vorliegende Erfindung läßt sich unabhängig von der
mechanischen Konfigurierung der variablen
Ventileinstelleinrichtung anwenden.
Allgemein muß bei Verbrennungsmotoren, die nicht mit einer
variablen Ventileinstelleinrichtung ausgerüstet sind, die
Ventileinstellung zu einem Wert eingestellt sein, der den
höchstmöglichen Betriebswirkungsgrad unter begrenzten
Betriebszuständen ermöglicht. Andererseits weist ein
Verbrennungsmotor, der mit einer variablen
Ventileinstelleinrichtung ausgerüstet ist, einen größeren
Bereich für Bedingungen auf, unter denen er sich mit hohem
Betriebswirkungsgrad betreiben läßt, und demnach einen
größeren Bereich von Bedingungen, unter denen die Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung erhalten werden kann. Demnach erzielt
der Verbrennungsmotor mit der variablen
Ventileinstelleinrichtung größere Wirkungen anhand der
Korrektur der Ansaugdrucks beim Berechnen der
Kraftstoffeinspritzmenge als es mit dem Verbrennungsmotor
ohne variable Ventileinstelleinrichtung erreichbar ist.
Die Fig. 5 zeigt ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details
der Signalverarbeitung, die durch ein Verbrennungsmotor-
Regelsystem in Übereinstimmung mit einer dritten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung implementiert ist.
In Fig. 5 sind die Inhalte der Schritte 201 bis 203 identisch
zu denjenigen Schritten, die mit denselben Bezugszeichen
bezeichnet sind, und die wiederholte Beschreibung hiervon
wird weggelassen.
Wie in Fig. 5 gezeigt, berechnet die ECU-Einheit dann, wenn
sie bestimmt, dass die Druckdifferenz P außerhalb des
Bereichs der neutralen Zone liegt, anschließend einen
Korrekturkoeffizienten K2, der durch die nachfolgende
gezeigte Formel (3) ausgedrückt ist, und zwar in dem Schritt
506.
K2 = f(VT, P) (3)
In den Fällen, in denen VT eine Ventileinstellung (degCA) der
variablen Ventileinstelleinrichtung bezeichnet, zeigt sie
einen Vorlauf an, der eine Referenz bildet, die dann erhalten
wird, wenn ein Ventilüberlappen zwischen einem Einlaßventil
und einem Auslaßventil minimal ist.
Wie durch die Formel (3) bezeichnet, wird der
Korrekturkoeffizienten K2 gemäß der Ventileinstellung VT der
variablen Ventileinstelleinrichtung berechnet, sowie gemäß
der Druckdifferenz P unter Bezugnahme auf die Daten, die in
dem ROM-Speicher der zuvor erwähnten ECU-Einheit 19
festgelegt sind.
Der Korrekturkoeffizient K2 ist so festgelegt, dass er sich
erhöht, wenn die Ventileinstellung VT bei sich erhöhender
Druckdifferenz P voreilt bzw. vorläuft.
Bei der obigen Beschreibung wird die tatsächliche
Ventileinstellung als Ventileinstellung VT verwendet. Die
tatsächliche Ventileinstellung wird durch die ECU-Einheit 19
auf der Grundlage der Ausgangsgrößen des Kurbelwinkelsensors
12 und des Nockenwinkelsensors 14 in Funktion als
Ventileinstell-Detektionsvorrichtung berechnet.
Als Wert für die Ventileinstellung VT im Rahmen der oben
beschriebenen Regelverarbeitung kann eine Steuergröße (eine
Zielvorlaufgröße) der variablen Ventileinstelleinrichtung
alternativ zum Implementieren der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, in derselben Weise wie bei einem Fall, in
dem die tatsächliche Ventileinstellung verwendet wird.
In dem Schritt 507 wird eine Einspritzertreiberpulsbreite Ti
unter Verwendung des Korrekturkoeffizienten K2 bestimmt.
Ti = (Qpls × Pb × K × K2) × Kinj + Tv (4)
Wie anhand der Formel (3) und der Formel (4) zu erkennen,
erfolgt gemäß der dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung nicht nur eine Korrektur des Ansaugdrucks gemäß der
Druckdifferenz P, sondern die Korrektur des
Korrekturkoeffizienten K2 gemäß der Druckdifferenz P und der
Ventileinstellung VT, und es erfolgt das Heranziehen des
korrigierten Korrekturkoeffizienten K2 zum Berechnen der
Einspritzertreiberpulsbreite Ti.
Diese Korrektur ermöglicht das Erhöhen der
Einspritzerpulsbreite Ti dann, wenn beispielsweise ein
detektierter Ansaugdruck Pb unter dem gleichmäßigen
Ansaugdruck Pbm in dem gleichmäßigen Betriebsmodus abfällt.
Demnach ist es gemäß der dritten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung möglich, eine Änderung des
Luft/Kraftstoff-Verhältnis A/F aufgrund einer Erhöhung der
Luftansaugmenge, bedingt durch die Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung zu unterdrücken, oder eine Änderung
der Größe der bei der Regelung unter Verwendung des O2-
Sensors 10 durchgeführten Rückkopplungskorrektur, durch
Berechnen der Einspritzertreiberpulsbreite Ti unter
Verwendung des Korrekturkoeffizienten K2, der auf der
Grundlage der Druckdifferenz P und der Ventileinstellung VT
berechnet wird.
Derselbe Vorteil, der bei der dritten Ausführungsform durch
Bestimmen des Korrekturkoeffizienten K2 gemäß der
Ventileinstellung VT und der Druckdifferenz P erhalten wird,
lässt sich auch bei der ersten und zweiten Ausführungsform
erzielen, und zwar durch Berechnen des Korrekturkoeffizienten
K2 gemäß der Druckdifferenz und der Fixierung der
Ventileinstellung VT und durch Berechnen der
Einspritzertreiberpulsbreite Ti unter Verwendung des
berechneten Korrekturkoeffizienten K2.
Es ist selbstverständlich, daß sich ein durch einen
Ansaugdrucksensor 5 detektierter Ansaugdruck Pb dann ändert,
wenn sich die Drosselklappenöffnung während einem
Beschleunigen oder Verzögern ändert, was zu einer Änderung
des Luft/Kraftstoff-Verhältnis A/F führt. Zum Unterdrücken
einer Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnis A/F während
einem Beschleunigen oder Verzögern wird das Luft/Kraftstoff-
Verhältnis A/F üblicherweise während dem Beschleunigen oder
Verzögern korrigiert. Dies ist als Beschleunigungs- oder
Verzögerungskorrektur bekannt.
Demnach kann das oben diskutierte Korrigieren des
Ansaugdrucks während der Durchführung einer Beschleunigungs-
oder Verzögerungskorrektur eine signifikante Änderung bei dem
Luft/Kraftstoff-Verhältnis A/F bewirken.
Eine vierte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
betrifft eine Steuerverarbeitung, die so entworfen ist, dass
eine Korrektur auf der Grundlage einer Druckdifferenz P
während einer Beschleunigungs- oder Verzögerungskorrektur
nicht durchgeführt wird.
Die Fig. 6 zeigt Kennlinienkurven zum Anzeigen der
Betriebszustände eines Verbrennungsmotors im Zeitpunkt einer
Beschleunigung.
Wie in Fig. 6 gezeigt, entwickelt ein Ansaugdruck Pb
(bezeichnet durch eine durchgezogene Linie) eine Verzögerung
bei der Änderung des tatsächlichen Ansaugdrucks im Hinblick
auf einen Ansaugdruck Pbm, bezeichnet durch eine punktierte
Linie, während dem gleichmäßigen Betriebsmodus, der der
tatsächlichen Motorgeschwindigkeit und Drosselklappenöffnung
entspricht, unmittelbar nach dem Start der Beschleunigung.
Die Verzögerung der Druckänderung führt zu einem
Differenzdruck P1 zwischen dem gleichmäßigen Ansaugdruck Pbm
bei dem gleichmäßigen Betriebsmodus und dem tatsächlichen
Ansaugdruck Pb, der durch den Ansaugdrucksensor 5 detektiert
wird. Die Druckdifferenz P1 wird durch die Verzögerung des
Ansaugens, bezogen auf den Öffnungsbetrieb der Drosselklappe,
erzeugt, so dass sich die Druckdifferenz P1 von der
Druckdifferenz P unterscheidet, der durch die Einwirkung der
Trägheitsbeaufschlagung erzeugt wird.
Demnach sollte unter einer solchen Bedingung eine Regelung
mit einer Zielsetzung zum Korrigieren eines der Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung zuordnenbaren Fehlers nicht
durchgeführt werden. Erfolgt beispielsweise eine Korrektur
für die zuvor genannte Ausführungsform unter der Bedingung,
so wird eine große Korrekturgröße unmittelbar nach der
Beschleunigung vorgegeben, wie in Fig. 6 gezeigt. Da jedoch
der Differenzdruck P1 nicht der Wirkung der
Trägheitsbeaufschlagung zuzuordnen ist, verkehrt sich die
gesamte Korrekturgröße in einen Fehler.
Aus diesem Grund ist die vierte Ausführungsform so
ausgebildet, dass keine Korrektur der Druckdifferenz P1
hinzugefügt wird.
Die Fig. 7 zeigt ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details
der durch ein Verbrennungsmotor-Regelsystem in
Übereinstimmung mit der vierten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung durchgeführten Regelung.
Die Schritte 201 bis 203 und der Schritt 404 und der Schritt
405 sind die gleichen, wie die in Fig. 4 gezeigten
zugeordneten Schritte. Demnach wird hier die Diskussion
dieser Schritte nicht wiederholt.
Bestimmt im Schritt 404 die ECU-Einheit, daß der
Differenzdruck P außerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegt,
so geht sie zu dem Schritt 706 über.
Im Schritt 706 bestimmt die ECU-Einheit, ob ein Fahrzeug eine
Beschleunigung oder Verzögerung durchgeführt hat,
beispielsweise gemäß einem Detektionssignal von einem
Drosselklappen-Öffnungssensor 4.
Bestimmt die ECU-Einheit in dem Schritt 706, dass das Fahrzeug
eine Beschleunigung oder eine Verzögerung durchführt, oder
bestimmt sie, daß eine vorgegebene Zeit nach dem Durchführen
des Beschleunigens oder Verzögerns noch nicht verstrichen
ist, so geht sie zu dem Schritt 405 über, indem sie die
Druckdifferenz P zu dem Wert Null setzt, um eine Korrektur
des Ansaugdrucks gemäß der Druckdifferenz P zu vermeiden.
Nach dem Vermeiden der Korrektur geht die ECU-Einheit zu dem
Schritt 707 über, indem sie eine Beschleunigungs- oder
Verzögerungskorrektur einschließlich dem Term K der Formel
(2) durchführt. Demnach läßt sich die Änderung aufgrund der
Beschleunigung oder Verzögerung so korrigieren, daß ein
Unterdrücken einer Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnis
A/F ermöglicht wird.
Bestimmt andererseits in dem Schritt 706 die ECU-Einheit, daß
keine Beschleunigung oder Verzögerung durchgeführt wird, oder
bestimmt sie, daß die vorgegebene Zeit seit dem Durchführen
der Beschleunigung oder Verzögerung verstrichen ist, so
bestimmt sie, dass die Druckdifferenz P aufgrund der Wirkung
der Trägheitsbeaufschlagung erzeugt wird, und sie geht zu dem
Schritt 707 über. In dem Schritt 707 berechnet die ECU-
Einheit die Einspritzertreiberpulsbreite Ti unter Verwendung
des Ansaugdrucks, der durch die Druckdifferenz P gemäß der
obigen Formel (2) korrigiert ist. Beispielsweise läßt sich
dann, wenn der detektierte Ansaugdruck Pb unter denjenigen
des gleichmäßigen Ansaugdrucks Pbm bei dem gleichmäßigen
Betriebsmodus absinkt, die Einspritzerpulsbreite Ti erhöhen.
Demnach erfolgt die Korrektur des Ansaugdrucks auf der
Grundlage der Druckdifferenz P nicht während das Fahrzeug
beschleunigt oder verzögert oder bis zu einer vorgegebenen
Zeit nach dem Durchführen des Beschleunigens oder Verzögerns
verstrichen ist. Hierdurch ist es möglich, ein Ändern des
Luft/Kraftstoff-Verhältnis A/F zu unterdrücken, oder eine
Änderung des Umfangs der Rückkopplungskorrektur, die im
Rahmen der Rückkopplungsregelung unter Verwendung eines O2-
Sensors 10 durchgeführt wird.
Bei der obigen Ausführungsform erfolgt keine Korrektur des
Ansaugdrucks auf der Grundlage der zuvor erwähnten
Druckdifferenz P während dem Beschleunigungs- oder
Verzögerungsmodus oder bis eine vorgegebene Zeit vor dem
Abschluß des Beschleunigungs- oder Verzögerungsbetriebs
verstrichen ist. Alternativ wird jedoch die vorangehende
Korrektur des Ansaugdrucks auf der Grundlage der zuvor
erwähnten Druckdifferenz P nicht durchgeführt, und zwar
während dem Beschleunigungs- oder Verzögerungsmodus oder bis
eine vorgegebene Periode verstreicht (oder eine Zeit, Zahl
von Zündvorgängen, der Integrierwert der Zahl der
Umdrehungen, usw. erreicht ist), und zwar nach dem Abschluß
des Beschleunigungs- oder Verzögerungsbetriebs, oder bis eine
vorgegebene Zeit nach dem Beginn des Beschleunigungs- oder
Verzögerungsbetriebs verstrichen ist.
Durch Anwenden des Regelprozesses in Übereinstimmung mit der
vierten Ausführungsform auf einen mit der variablen
Ventileinstelleinrichtung ausgerüsteten Verbrennungsmotor
läßt sich ein deutlicherer Vorteil erzielen.
Die Fig. 8 zeigt ein Flußdiagramm zum Darstellen von Details
einer Regelung, die durch ein Verbrennungsmotor-Regelsystem
in Übereinstimmung mit einer fünften Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung durchgeführt wird. Die in Fig. 8
gezeigten Schritte sind identisch zu den zugeordneten
Schritten der vierten Ausführungsform, mit der Ausnahme, daß
der Schritt 706 nach Fig. 7 durch den Schritt 806 ersetzt
ist. Der in Fig. 8 gezeigte Schritt 806 ist ein Schritt, bei
dem die ECU-Einheit die Druckdifferenz P zu dem Wert Null
setzt, damit eine Korrektur während einem Beschleunigen oder
Verzögern vermieden wird, oder während dem Durchführen einer
Beschleunigungs- oder Verzögerungskorrektur.
Insbesondere dann, wenn die ECU-Einheit im Schritt 806
bestimmt, daß ein Fahrzeug beschleunigt oder verzögert oder
eine Beschleunigungs- oder Verzögerungskorrektur durchführt,
geht sie zu dem Schritt 805 über, indem sie die
Druckdifferenz P zu dem Wert Null setzt.
Bestimmt andererseits die ECU-Einheit im Schritt 806, daß das
Fahrzeug nicht beschleunigt oder verzögert oder keine
Beschleunigungs- oder Verzögerungskorrektur durchführt, so
geht sie zu dem Schritt 707 über, indem sie die Größe der
Kraftstoffeinspritzung unter Verwendung einer Korrektur auf
der Grundlage einer Druckdifferenz P berechnet.
Beispielsweise dann, wenn ein detektierter Ansaugdruck Pb
unterhalb eines Ansaugdrucks Pbm während einem gleichmäßigen
Betriebsmodus abfällt, läßt sich anschließend eine
Einspritzerpulsbreite Ti erhöhen.
Demnach gewährleistet die fünfte Ausführungsform in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung denselben
Vorteil, wie er durch die vierte Ausführungsform ermöglicht
wird, da sie die Druckdifferenz P zu dem Wert Null setzt,
damit eine Korrektur während einem Beschleunigen oder einem
Verzögern gesperrt wird oder während dem Durchführen einer
Beschleunigungs- oder Verzögerungskorrektur.
Durch Anwenden der Regelung in Übereinstimmung mit der
fünften Ausführungsform bei einem mit einer variablen
Ventileinstelleinrichtung ausgerüsteten Verbrennungsmotor
läßt sich ein deutlicherer Vorteil erzielen.
Die Fig. 9 zeigt ein Diagramm zum Darstellen der
Eigenschaften, die dann beobachtet werden, wenn die Regelung
durch ein Verbrennungsmotor-Regelsystem in Übereinstimmung
mit einer sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
durchgeführt wird.
Die sechste Ausführungsform betrifft eine Regelverarbeitung
zum erneuten Starten der Korrektur der Größe der
Kraftstoffeinspritzung, die gemäß der vierten uni fünften
Ausführungsform gesperrt ist.
Spezifischer wird - wie anhand der in Fig. 9 durch
durchgezogene Linien bezeichneten Kernlinien offen gezeigt -
dann, wenn das vorangehend erwähnte Sperren gegenüber dem
Durchführen einer Korrektur aufgehoben wird, eine
Einspritzertreiberpulsbreite Ti berechnet, während allmählich
der Wert einer Druckdifferenz P, die zu den Werten gesetzt
wurde, zu einem Wert erhöht wird, bei dem eine Korrektur
nicht gesperrt ist.
Das Durchführen einer derartigen Signalverarbeitung ermöglicht
das allmähliche, fortlaufende oder stufenweise Konvergieren
einer Korrekturgröße der Kraftstoffeinspritzmenge auf der
Grundlage der Druckdifferenz, die zu Null durch das Sperren
des Ausführens einer Korrektur gesetzt wurde, zu einer
Korrekturgröße (hier folgend als "Normalwert" bezeichnet) in
einem Fall frei von dem Sperren des Durchführens der
Korrektur.
Ein in Fig. 9 gezeigtes Beispiel illustriert einen Fall, bei
dem eine Korrekturgröße zu einem Normalwert erhöht wird, wie
im Fall zum Konvergieren der Korrekturgröße zu dem
Normalwert. Ist der vorliegenden Ansaugdruck höher als der
gleichmäßige Ansaugdruck Pbm, so wird die Korrekturgröße ein
negativer Wert; demnach wird die Korrekturgröße zu dem
Normalwert in diesem Fall verringert.
Demnach wird gemäß der sechsten Ausführungsform die zu dem
Wert Null gesetzte Druckdifferenz P allmählich zu seinem
ursprünglichen Wert erhöht, d. h. dem Wert, bei dem eine
Korrektur nicht gesperrt wird, und zwar unmittelbar nachdem
die oben erwähnte Korrektursperrung aufgehoben ist. Demnach
läßt sich aufgrund der Tatsache, daß die Korrektur der
Kraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage des
Differenzdrucks P nicht abrupt durchgeführt wird, eine
plötzliche Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnis A/F
unterdrücken, sowie eine plötzliche Änderung der Größe der
Rückkopplungskorrektur, die bei dem Rückkopplungssteuern
unter Verwendung eines O2-Sensors 10 durchgeführt wird.
Claims (9)
1. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor, enthaltend:
eine Ansaugdruck-Detektionsvorrichtung (5) zum Detektieren eines Ansaugdrucks des Verbrennungsmotors;
eine Betriebszustand-Detektionsvorrichtung (4, 12) zum Detektieren eines Betriebszustands des Verbrennungsmotors; und
eine Steuervorrichtung (19) zum Steuern des Betriebs des Verbrennungsmotors gemäß dem Betriebszustand des Verbrennungsmotors;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuervorrichtung (19) während eines Lastwechsels eine Kraftstoffeinspritzmenge steuert, und zwar gemäß einer Druckdifferenz zwischen einem Ansaugdruck (Pbm) während eines gleichmäßigen Betriebsmodus des Verbrennungsmotors ohne Lastwechsel, wie er vorab gespeichert ist, und einem Ansaugdruck während eines Lastwechsels, bei dem der Ansaugdruck bei konstanter Drosselklappenöffnung aufgrund der Trägheit der Strömung der Ansaugluft niedriger als der Ansaugdruck in dem gleichmäßigen Betriebsmodus ist.
eine Ansaugdruck-Detektionsvorrichtung (5) zum Detektieren eines Ansaugdrucks des Verbrennungsmotors;
eine Betriebszustand-Detektionsvorrichtung (4, 12) zum Detektieren eines Betriebszustands des Verbrennungsmotors; und
eine Steuervorrichtung (19) zum Steuern des Betriebs des Verbrennungsmotors gemäß dem Betriebszustand des Verbrennungsmotors;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuervorrichtung (19) während eines Lastwechsels eine Kraftstoffeinspritzmenge steuert, und zwar gemäß einer Druckdifferenz zwischen einem Ansaugdruck (Pbm) während eines gleichmäßigen Betriebsmodus des Verbrennungsmotors ohne Lastwechsel, wie er vorab gespeichert ist, und einem Ansaugdruck während eines Lastwechsels, bei dem der Ansaugdruck bei konstanter Drosselklappenöffnung aufgrund der Trägheit der Strömung der Ansaugluft niedriger als der Ansaugdruck in dem gleichmäßigen Betriebsmodus ist.
2. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (19)
eine Korrektur der Kraftstoffeinspritzmenge sperrt, die
auf der Druckdifferenz basiert, wenn die Druckdifferenz
innerhalb eines vorgegebenen Bereichs bleibt.
3. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass es ferner eine
Beschleunigungs- und Verzögerungs-Korrekturvorrichtung
(19) enthält, zum Korrigieren der
Kraftstoffeinspritzmenge während eines Lastwechsels des
Verbrennungsmotors, derart, dass das Durchführen einer
Korrektur der Kraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage
der Druckdifferenz während des Lastwechsels des
Verbrennungsmotors gesperrt ist, oder während einer
vorgegebenen Zeitperiode nach dem Start des
Lastwechsels, oder während des Durchführens einer
Beschleunigungs- oder Verzögerungskorrektur durch die
Beschleunigungs- und Verzögerungs-Korrekturvorrichtung
(19).
4. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (19)
ein allmähliches Konvergieren einer Korrekturgröße,
berechnet auf der Grundlage des Differenzdrucks, zu
einem Normalwert dann bewirkt, wenn sie das Sperren des
Durchführens einer Korrektur der
Kraftstoffeinspritzmenge auf der Grundlage der
Druckdifferenz rücksetzt.
5. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass es ferner eine variable
Ventileinstelleinrichtung enthält, zum Ändern einer
Ventileinstellung bei einer Einlassseite oder einer
Auslassseite des Verbrennungsmotors, derart, dass die
Steuervorrichtung (19) die Kraftstoffeinspritzmenge auf
der Grundlage der Ventileinstellung und der
Druckdifferenz korrigiert.
6. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (19)
eine Steuergröße der variablen Ventileinstelleinrichtung
verwendet, und zwar als Ventileinstellung, die zum
Korrigieren der Kraftstoffeinspritzgröße verwendbar ist.
7. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass es ferner eine
Ventileinstell-Detektionsvorrichtung (12, 14) zum
Detektieren der Ventileinstellung enthält, derart, dass
eine Ausgangsgröße der Ventileinstell-
Detektionsvorrichtung (12, 14) als Ventileinstellung
verwendet wird, die zum Korrigieren der
Kraftstoffeinspritzmenge verwendbar ist.
8. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturgröße auf
einen größeren Wert bei Vorlauf der Ventileinstellung
festgelegt ist.
9. Regelsystem für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturgröße auf
einen größeren Wert bei sich erhöhender Druckdifferenz
festgelegt ist.
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