DE19960138A1 - Mechanischer Filter für sedimentbelastete Fließmittel - Google Patents

Mechanischer Filter für sedimentbelastete Fließmittel

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Abstract

Beschrieben wird ein mechanischer Filter zum Entfernen kleiner Partikel aus dem Bereich von 0,5 mum bis 100 mum aus einem sedimentbelasteten Fließmittel, wie einem Gas oder einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, wobei auf der Zuströmseite eines Hauptfilters (1) ein reinigbarer Vorfilter (2) angeordnet ist. DOLLAR A Damit der Vorfilter (2) einfacher gereinigt werden kann, ohne einen übermäßig großen Bauraum für den Vorfilter zu benötigen, wobei eine Anzeige für den Funktionszustand des Vorfilters (2) ermöglicht wird, besteht erfindungsgemäß der Vorfilter (2) aus aufeinander gelegten Lagen (3) aus filterfähigem, porösem Material mit ausgesuchter Porengröße. Dabei können bevorzugt die Lagen des Vorfilters (2) aus gewebten oder nicht gewebten Fasern und/oder Fäden aus Vlies, Papier oder Glasfasern bestehen.

Description

Die Erfindung betrifft einen mechanischen Filter zum Entfernen kleiner Partikel aus dem Bereich von 0,5 µm bis 100 µm, vorzugsweise 1 µm bis 10 µm, aus einem sedimentbelasteten Fließmit­ tel, wie einem Gas oder einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, wobei auf der Zuströmseite eines Hauptfilters ein reinigbarer Vorfilter angeordnet ist.
Ist das zu filternde Fließmittel sedimentbelastet, zum Beispiel Wasser, ein technisches Gas, wie es zum Beispiel durch Klimaanlagen gefördert wird, und befindet sich in diesem Fließmittel ein hoher Gehalt an Stoffen mit einer Partikelgröße, die deutlich über der Auslegungsgröße des Hauptfilters liegen, dann arbeitet ein solcher mechanischer Filter bislang mangelhaft deshalb, weil sich der Filter verhältnismäßig schnell zusetzt und die Durchflußraten reduziert werden. Bekannt sind Filtersysteme mit einer hohen mechanischen Filterleistung zum Entfernen von Par­ tikeln einer Größe von weniger als 10 µm aus Fließmitteln.
Solchen Filtern werden beim Stand der Technik Vorfilter vorgeschaltet, welche die Partikel her­ ausfiltern, die deutlich größer sind als die Partikel, auf welche der Hauptfilter ausgelegt ist. Um eine ausreichende Kapazität der bekannten Vorfilter zu gewährleisten, benötigen sie ein großes Bauvolumen und müssen gereinigt werden können sowie rückspülbar sein.
Im bekannten Fall hat man einen hülsenförmig um eine Kernbohrung herum angeordneten Hauptfilter aus Keramik vorgesehen, an dessen zylindermantelförmigen Außenflächen ein ebenfalls aus Keramik bestehender Vorfilter angebracht ist. Mit diesem Vorfilter soll diejenige Sedimentbelastung aus dem auf den Hauptfilter strömenden Fließmittel herausgefiltert werden, welche zwar nicht in dem gesuchten schmalen Spektrum kleiner Partikel liegt, die herausgefiltert werden sollen, die aber insofern stören, als sie den gesamten Hauptfilter ohne Vorfilter blockie­ ren würden. Die Porengröße des Vorfilters aus Keramik kann gleich oder größer sein als die des inneren Kernes, d. h. des Hauptfilters. Ein Großteil der den Filter zusetzenden Partikel wird in erwünschter Weise von dem Keramikvorfilter aufgenommen. Wenn sich dann die Oberfläche des Vorfilters zugesetzt hat, muß eine Reinigung erfolgen.
Bei den bekannten Filtern wird der Keramikvorfilter mit Hilfe eines Schwammes oder einer Bür­ ste mechanisch gereinigt. Danach ist er wieder einsatzfähig, wodurch Kosten gespart werden können.
Mit Nachteil muß der Vorfilter relativ dick sein, um eine gute Funktion zu haben. Außerdem muß ein ausgesuchtes Material gewählt werden, wie zum Beispiel Keramik, um dem Filter eine be­ stimmte Grundfestigkeit zu geben. Insbesondere der Vorfilter muß einem mehrmaligen mechani­ schen Reinigen standhalten. Es kann dann passieren, daß die Keramik nach dem Reinigen auf derart dünne Maße heruntergeschliffen ist, daß sie keine Filterfunktion mehr hat. Bei jedem me­ chanischen Reinigen gibt es einen solchen Verschleiß, der nicht vermeidbar ist. Der Benutzer weiß außerdem nach einiger Zeit nicht, ob ein mit einem solchen Vorfilter versehener Hauptfilter die gewünschte Funktion noch hat. Der Benutzer hat bei der mechanischen Reinigung keine Kontrolle über den Filterzustand.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen mechanischen Filter der eingangs ge­ nannten Art so zu verbessern, daß der Vorfilter einfacher gereinigt werden kann, ohne einen übermäßig großen Bauraum für den Vorfilter zu benötigen, wobei eine Anzeige für den Funkti­ onszustand des Vorfilters ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Vorfilter aus aufeinanderge­ legten Lagen aus filterfähigem, porösem Material mit ausgesuchter Porengröße besteht. Ein solcher Vorfilter paßt sich dem für die Feinfiltration vorgesehenen Hauptfilter geometrisch be­ stens an und weist selbst nur eine unwesentlich größere Oberfläche auf. Wenn sich nach einer gewissen Betriebszeit die äußere Lage des Vorfilters zusetzt und der Volumenstrom durch den Filter abfällt, sieht der Benutzer sogleich auch an der Farbe oder den auf der äußersten Lage aufgefangenen Partikel, daß der Vorfilter zugesetzt ist. Der Benutzer nimmt dann die äußere Schicht des Vorfilters ab, und dadurch ist sogleich der Volumenstrom wieder erhöht, ohne daß die Feinfilterwirkung beeinflußt wird. Mit Vorteil läßt sich auf diese Weise ein wirksamer Vorfilter auf kleinem Bauraum für hohe Volumenströme und hohe Volumenmengen realisieren.
Günstig ist es dabei, wenn erfindungsgemäß zwischen dem Ende der einen Lage und dem An­ fang der nächsten Lage eine Trennhilfe vorgesehen ist. Eine solche Trennhilfe kann in Form einer Perforationslinie, einer Schwächungs-, Faltlinie oder auch aus einer Linie von Kerben be­ stehen. Während die Lagen separat oder auch zusammenhängend auf der Oberfläche des Hauptfilters liegen können, ist die Handhabung eines längeren Streifens mit solchen Lagen ein­ facher, wenn zwischen jeder Lage die genannte Trennhilfe vorgesehen ist. Der Vorfilter ist durch das Abnehmen (bei separaten), durch das Abschneiden (bei zusammenhängenden Lagen) und durch das Abreißen entlang einer Perforations- oder Schwächungslinie (im Falle der Trennhilfe) leicht erneuerbar, ohne daß aufwendige Montagen und größere Kosten notwendig wären. Durch die Trennhilfe ist ein gezieltes Abreißen möglich. Der Benutzer braucht ohne besondere Acht­ samkeit nur die jeweils beschmutzte oder vollgesetzte äußere Lage zu ergreifen und abzureißen.
Bevorzugt ist es, die Lagen des Vorfilters so auf die äußere Oberfläche des Hauptfilters zu le­ gen, daß die Strömungsrichtung des Fließmittels mehr oder weniger quer durch die Lagen hin­ durch durch den Vorfilter und dann durch die Oberfläche des Hauptfilters verläuft. Bei einer ebe­ nen Oberfläche des Hauptfilters drückt dann das strömende Fließmittel die Lagen auf den Hauptfilter. Bei einem zylinderförmigen Hauptfilter ist die Strömungsrichtung des Fließmittels radial durch die Lagen des Vorfilters und dann durch den Hauptfilter gerichtet. In beiden Fällen drückt das Fließmittel die Lagen des Vorfilters aufeinander und auf den Hauptfilter. Es wird eine sehr hohe Druckstabilität erreicht. Diese kann man mit Vorteil zur Stabilisierung des Filters be­ nutzen. Der Filter gemäß der Erfindung erhält dadurch ohne besondere zusätzliche Maßnahmen eine sehr hohe mechanische Festigkeit.
Im Betrieb ist die jeweils obere Lage voll in Funktion. Die Partikelbelastung der jeweils äußersten Lagen ist dann groß im Vergleich zu der der nächst inneren Lage. Letztere ist zwar nicht ganz funktionslos, sie befindet sich aber im wesentlichen unter geringer Funktion und stört selbstver­ ständlich den Gesamtbetrieb nicht. Unter besonderen Umständen kann dafür gesorgt werden, daß eine Trennhilfe nur nach jeder zweiten Lage vorhanden ist, so daß der Benutzer nach dem Zusetzen der äußersten Lage des Vorfilters automatisch die beiden obersten Lagen beim Er­ neuern abreißt und entfernt. Die Trennhilfe wird dann nach jeder zweiten Lage vorgesehen sein, und es ist auch möglich, eine solche Trennhilfe erst nach jeder dritten, vierten oder weiteren Lage vorzusehen.
Ferner ist es gemäß der Erfindung zweckmäßig, wenn die Lage des Vorfilters aus gewebten oder nicht gewebten Fasen und/oder Fäden, aus Vlies, Papier oder Glasfasern besteht. Weben kann man zwar Kunststoffasern, und diesem Verfahren wird in der Technik wohl der Vorzug ge­ geben; denkbar sind aber auch gewebte Lagen aus Naturfasern, wie zum Beispiel Leinen, Wolle. Vorfilterlagen können aber auch nicht gewebt sein. Unter Vlies wird ein nicht strukturiertes Mate­ rial verstanden. Günstig ist es bei einer solchen Auswahl der Herstellung, daß die jeweilige Lage des Vorfilters dadurch flexibel und biegbar ist. Man kann sie in jede geometrische Form bringen und kann auch einen Stapel von Lagen einer äußeren Fläche des Hauptfilters mit komplizierter Form gut anpassen.
Bei weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Lagen des Vorfilters an dem Ge­ häuserand des Filters und/oder an dem Hauptfilter befestigt. Außer der oben erwähnten Ausfüh­ rungsform, bei welcher die einzelnen Lagen, die in Gruppen zusammengefaßten Lagen oder das gesamte Band von Lagen mit den dazwischen angeordneten Trennhilfen mehr oder weniger lose auf dem Hauptfilter aufgelegt sind und durch die Druckstabilität festgehalten werden, kann man entsprechend dem zuletzt vorgesehenen Vorschlag die Lagen am Rand des Filters in irgendei­ ner Weise mechanisch fixieren, zum Beispiel durch Kleben, Klemmen, oder durch Aufdrücken mit Hilfe von Federn.
Ferner ist der mechanische Filter gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptfilter eben ist und die Lagen des Vorfilters im wesentlichen eben sind. In diesem Falle kann man die Lagen des Vorfilters als einzelne Bögen oder Blätter auf die ebene Oberfläche des Hauptfilters auflegen oder an dieser befestigen. Man kann aber auch mehrere Lagen zu einer Gruppe zusammenfassen und eine solche Gruppe über der anderen auf der Oberfläche des Hauptfilters anordnen.
Vorteilhaft ist es dabei, wenn erfindungsgemäß die Lagen des Vorfilters jeweils in sich zickzack­ förmig gefaltet sind. Auf eine ebene Oberfläche eines Hauptfilters kann man dann ein im Ab­ stand Trennhilfen aufweisendes längeres Band von Lagen zick-zack-förmig gefaltet auflegen, wobei das Fließmittel senkrecht durch die jeweilige Lage bis herunter zu der Oberfläche des Hauptfilters strömt. Nach dem Zusetzen der äußersten Lage wird diese entlang der ersten Falte abgerissen. Damit dieses leichter erfolgt, kann in der Falte eine Trennhilfe vorgesehen sein.
Wünscht man das Abreißen der beiden obersten Lagen auf einmal, dann wird die Trennhilfe erst nach zwei Falten angeordnet sein. Im Querschnitt hat die Anordnung der Lagen des Vorfilters die Form eines Balges einer Ziehharmonika. Erfindungsgemäß kann man den Hauptfilter statt mit einer ebenen äußeren Oberfläche auch mit einer im Querschnitt zick-zack-förmigen Oberflä­ che versehen. Auf einer solchen Oberfläche mit "spitzen" Wellen (Spitzen an den Wellentälern und Spitzen an den Wellenbergen) können die einzelnen Lagen der Vorfilter entsprechend wel­ lenförmig gefaltet aufgelegt werden. Es können wieder einzelne Lagen oder mehrere Gruppen von aneinanderhängenden Lagen oder auch ein ganzes Band von Lagen in dieser Wellenform aufgelegt werden. Die Lagen des Vorfilters gemäß der Erfindung passen sich jeder Ausfüh­ rungsform von Hauptfilter und seiner Gestaltung an. Günstig ist ein solcher Aufbau bei großen Kassettenfiltern.
Wenn der mechanische Filter gemäß der Erfindung zweckmäßigerweise weiter dadurch ausge­ staltet ist, daß der Hauptfilter eine im Querschnitt runde Oberfläche aufweist und die Lagen des Vorfilters hülsenförmig aufgewickelt sind, kann man auf engem Bauraum einen optimal arbeiten­ den Filter schaffen. Der Hauptfilter kann zum Beispiel die Gestalt eines Hohlzylinders mit zwei ebenen Stirnflächen haben, die mit fließmittelundurchlässigen Scheiben verschlossen sind. Im Zentrum kann der Hauptfilter eine Kernbohrung haben, welche mit dem Auslaß verbunden ist. Auf der äußeren Oberfläche eines solchen Hauptfilters können dann die Lagen des Vorfilters in der beschriebenen Weise hülsenförmig aufgewickelt sein. Axial anströmendes Fließmittel wird dann radial so umgelenkt, daß es jeweils radial von der äußersten Lage des Vorfllters nach in­ nen, dann radial durch den Hauptfilter bis in die Kernbohrung strömt, wo es dem Auslaß zuge­ leitet wird. Man erkennt wieder den Stabilisierungseffekt durch die Strömung des Fließmittels radial von außen nach innen. Der Hauptfilter muß aber nicht nur die Gestalt eines Hohlzylinders haben. Seine äußere Oberfläche kann auch kegelstumpfförmig oder wie ein Konus ausgestaltet sein, wie man die besten Strömungsverhältnisse für das Fließmittel erhält.
Durch den neuen Filter werden sedimentbelastete Fließmittel auf mechanische Weise mit einfa­ chen Mitteln gereinigt. Durch die anpassungsfähigen Lagen des Vorfilters, die eine über der an­ deren angeordnet und eine nach der anderen durchströmt werden, benötigt der gesamte Vorfilter auch im neuen Zustand nur wenig Bauraum. Die jeweilige Lage des Vorfilters kann beispielswei­ se eine helle Farbe haben, während die mit den sich absetzenden Partikeln belegte Lage dunkel ist. Der Benutzer erkennt dann an der dunklen Farbe, daß und wann die jeweils äußerste Lage des Vorfilters zugesetzt ist und entfernt werden muß. Das Entfernen ist nicht mehr durch um­ ständliches Abbürsten oder Rückspülen vorzunehmen, sondern man braucht lediglich die eine oder die erste Anzahl der Lagen zu entfernen, wie es der Funktion des Filters am besten ent­ spricht. Durch die erwähnten Materialien der Lagen für den Vorfilter sind diese sehr preiswert herstellbar. Wenn die letzte Lage direkt über der Oberfläche des Hauptfilters belegt ist und abge­ rissen wird, erkennt der Benutzer die Oberfläche des Hauptfilters und deren dunkle Farbe, so daß dadurch eine sichtbare Anzeige dafür gegeben ist, daß der Vorfilter nicht mehr erneuerbar ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einiger Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen. Bei diesen zeigen:
Fig. 1 in axialem Querschnitt einen Hauptfilter in Form eines Hohlzylinders mit hülsenför­ mig aufgewickelten Lagen für den Vorfilter,
Fig. 1a die Draufsicht auf den Filter der Fig. 1,
Fig. 2 das Strömungsbild des Fließmittels im Betrieb des mechanischen Filters gemäß der Erfindung,
Fig. 3 eine andere Ausführungsform des Filters, bei welchem die Oberfläche des Hauptfil­ ters eben ist und die einzelnen ebenen Lagen des Vorfilters zick-zack-förmig über­ einandergefaltet sind, und
Fig. 4 einen Hauptfilter in Zickzack-Wellenform mit aufgelegten Lagen als Vorfilter, dieser Zickzack-Wellenform angepaßt.
Der in den Figuren mit 1 bezeichnete Hauptfilter hat bei den Ausführungsformen der Fig. 1, 1a und 2 die Form eines Hohlzylinders und besteht aus einem Kohleblock. Es handelt sich hier um einen Hauptfilter für die feinen Partikel, beispielsweise in der Größenordnung von 3 bis 4 µm. Mit solchen Kohleblöcken kann man aus Fließmitteln Sporen kleinster Lebewesen herausfiltern. Diese feinen Poren verstopfen schnell im Falle eines sedimentbelasteten Fließmittels. Das Se­ diment saN sich außen auf dem Vorfilter absetzen, der bei allen Ausführungsformen mit 2 be­ zeichnet ist. Im Falle der Fig. 1, 1a und 2 besteht der Vorfilter 2 aus übereinandergewickel­ ten, hülsenförmig gelegten Lagen 3 aus gewebten Kunststoffäden. Aus Fig. 1a erkennt man, daß jede Lage über einen Winkel von 540° um die Oberfläche 4 des Hauptfilters 1 herumgeführt ist. Zum Beispiel beginnt gemäß Fig. 1a die äußerste Lage 3 an ihrem Anfang 5 und endet nach Durchlaufen von 540° auf der gegenüberliegenden Seite mit ihrem Ende 6. Man verfolgt die die äußerste Lage 3 darstellende Kreislinie im Gegenuhrzeigersinn. Überlappend und daher etwas zurückgeführt beginnt der Anfang 7 der nächst inneren Lage 3 des Vorfilters 2 und endet seiner­ seits am Ende 8 dieser zweiten Lage. Bei den hier gezeigten Ausführungsformen der Fig. 1, 1a, 2 und 4 sind jeweils einzelne Lagen 3 aufeinandergelegt. Sie sind durch nicht dargestellte mechanische Klammern an dem Hauptfilter 1 befestigbar. Man kann sich aber auch schalbar aufgeklebt denken.
Der Aufbau des mechanischen Filters nach den Fig. 1, 1a und 2 sieht im Zentrum des Hauptfilters 1 eine koaxial zu der Längsachse 9 vorgesehene Kernbohrung 10 vor, die oben und unten an den ebenen Stirnflächen 11 und 12 offen ist. Die Breite der einzelnen Lagen 3 ent­ spricht der Länge des Hauptfilters 1.
In Fig. 2 ist der Filter 1-4 gemäß der Erfindung in einem Gehäuse 13 mit Zulauf 14 und Ablauf 15 gezeigt. Im axialen (Längsachse 9) Abstand vom Zulauf für das Fließmittel von dem schei­ benförmigen Boden des Gehäuses 13 ist die untere Endkappe 16 des Hauptfilters 1 angeordnet, die fließmittelundurchlässig ist und den Hauptfilter 1 haltert und dessen Kernbohrung 10 nach unten hin verschließt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine obere Endkappe 17 in gleicher Weise auf der Stirnfläche 12 des Hauptfilters 1 befestigt. Diese obere Endkappe 17 ist in ihrer Mitte aber mit einem Loch 18 versehen, an welchem der Ablauf 15 für das Fließmittel befestigt ist, welcher das gefilterte Fließmittel in Richtung der beiden Pfeile 19 nach oben dem Auslaß zuführt.
Die Lagen 3 des Vorfllters 2 sind ähnlich wie bei dem Beispiel der Fig. 1a aufgelegt. Durch den Aufbau der Fig. 2 mit der runden Oberfläche 4 des Hauptfilters 1 ist eine radiale Strömung des Fließmittels von außen nach innen erzwungen. Das Fließmittel verläßt den Zulauf 14 im unteren Bereich des Gehäuses 13 und wird entsprechend den Pfeilen 20 zunächst radial nach außen umgelenkt, um dann entsprechend den gebogenen Pfeilen 21 von rechts und links außen zuerst durch den Vorfilter 2 und dann weiter radial durch den Hauptfilter 1 bis zu dessen Kernbohrung 10 hindurchzutreten. Dort verläßt das Fließmittel den Filterbereich entsprechend den sechs gebogenen mittleren Pfeilen nach oben durch die Kernbohrung 10 und wird in Rich­ tung der Pfeile 19 dem Auslaß zugeführt.
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform des mechanischen Filters, bei welchem die Oberflä­ che 4 des Hauptfilters 1 eben ist. Auf dieser sind die Lagen 3 des Vorfllters 2 zick-zack-förmig gefaltet aufgelegt. Es handelt sich hier um ein langes Band von mehreren Lagen, welche durch Faltlinien, in denen auch eine Trennhilfe 22 vorgesehen ist, miteinander verbunden sind. Längs der jeweiligen Faltlinie verläuft also die Trennhilfe 22, zum Beispiel eine Perforations- oder Schwächungslinie. Die einzelnen Lagen 3 sind durch Klebung am Rand so aufeinander und auf der Oberfläche 4 des Hauptfilters 1 befestigt, daß beim Ergreifen der zum Beispiel zugesetzten äußersten Lage 3 diese gut abgeschält werden kann und sich an der ersten (in Fig. 3 rechts oben) Perforationslinie abtrennt. Nach Entfernen dieser zugesetzten und verbrauchten äußer­ sten ersten Lage 3 des Vorfilters 2 liegt dem Betrachter jetzt die zweite und unverbrauchte Lage 3 vor. Der Verbraucher erkennt, daß der Filter jetzt wieder einsetzbar ist.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4 ist der Hauptfilter funktionsbedingt in Form einer spitzen Welle gestaltet, so daß auch die Oberfläche 4 des Hauptfilters 1 im Querschnitt die Form einer spitzen Welle hat. Dieser Form angepaßt ist die jeweils darüberliegende Lage 3 des Vorfilters 2. Es handelt sich hier um Einzellagen, die nicht miteinander durch Faltlinien, Trennlinien miteinan­ der verbunden wären.
Bezugszeichenliste
1
Hauptfilter
2
Vorfilter
3
Lagen des Vorfilters
4
Oberfläche des Hauptfilters
5
Anfang der äußersten Lage
3
6
Ende der äußersten Lage
3
7
Anfang der nächst inneren Lage
3
8
Ende der nächst inneren Lage
3
9
Längsachse des Hauptfilters
10
Kernbohrung
11
,
12
Stirnflächen des Hauptfilters
13
Gehäuse
14
Zulauf
15
Ablauf
16
untere Endkappe
17
obere Endkappe
18
Loch
19
Fließrichtung nach oben
20
Fließrichtung radial nach außen
21
Fließrichtung
22
Trennhilfe

Claims (7)

1. Mechanischer Filter zum Entfernen kleiner Partikel aus dem Bereich von 0,5 µm bis 100 µm, vorzugsweise 1 µm bis 10 µm, aus einem sedimentbelasteten Fließmittel, wie einem Gas oder einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, wobei auf der Zuströmseite eines Hauptfilters (1) ein reinigbarer Vorfilter (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorfilter (2) aus aufeinandergelegten Lagen (3) aus filterfähigem, porösem Mate­ rial mit ausgesuchter Porengröße besteht.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ende (6) der einen Lage (3) und dem Anfang (7) der nächsten Lage (3) eine Trennhilfe (22) vorgesehen ist.
3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage (3) des Vorfilters (2) aus gewebten oder nicht gewebten Fasern und/oder Fäden, aus Vlies, Papier oder Glasfasern besteht.
4. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen (3) des Vorfilters (2) an dem Gehäuserand des Filters und/oder an dem Hauptfilter (1) befestigt sind.
5. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptfilter (1) eben ist und die Lagen (3) des Vorfilters (2) im wesentlichen eben sind.
6. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen (3) des Vorfilters (2) jeweils in sich zick-zack-förmig gefaltet sind (Fig. 4).
7. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptfilter (1) eine im Querschnitt runde Oberfläche aufweist und die Lagen (3) des Vorfilters (2) hül­ senförmig aufgewickelt sind (Fig. 1, 1a, 2).
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