DE19960963C2 - Rohrförmige Welle zur Übertragung eines Drehmoments - Google Patents
Rohrförmige Welle zur Übertragung eines DrehmomentsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine rohrförmige Welle zur Übertragung
eines Drehmoments, insbesondere im Antriebsstrang eines Kraft
fahrzeugs. Eine derartige Welle ist beispielsweise aus der DE 197 26 293 A1
bekannt.
Die DE 40 07 284 A1 zeigt eine Antriebswelle für ein Kraftfahr
zeug, die axial- und rotationssymmetrisch aufgebaut ist und bei
einer gleichbleibenden oder variablen Wandstärke und einem sich
ändernden Innen- oder Außendurchmesser eine Querschnittsflä
chenverteilung aufweist, die funktionsoptimiert ist und die Fe
stigkeitsanforderungen erfüllt, wobei die erforderliche Ver
drehsteifigkeit einstellbar und die Eigenresonanzfrequenz vari
ierbar ist. Durch diese Bauweise wird eine Verlagerung der Ei
genresonanzfrequenz der Antriebswelle in einen Bereich minima
ler externer Anregung erreicht. Diese Antriebswelle besitzt ei
nen stufenförmigen Querschnittsverlauf, wobei die Wände im Be
reich der Querschnittsstufen konisch mit einer Neigung von etwa
45° gegenüber einer radialen Richtung verlaufen. Die Wände ver
laufen somit im Bereich der Querschnittsstufen zumindest genau
so in axialer Richtung wie in radialer Richtung.
Aus der JP 60-168913 A ist eine Hohlwelle bekannt, die in einem
mittleren Abschnitt mehrere, aufeinander folgende, sich in Um
fangsrichtung erstreckende abwechselnd konvexe und konkave Li
nien aufweist. Im Bereich dieser Linien besitzt die Erstrec
kungsrichtung der Wand neben einer axialen Komponente auch eine
radiale Komponente, jedoch verläuft die Wand im Bereich dieser
Linien jeweils mit einer Neigung von etwa 45° gegenüber einer
radialen Richtung, so daß sich die Wand der Welle im mittleren
Abschnitt zumindest in der gleichen Weise in axialer Richtung
wie in radialer Richtung erstreckt.
Insbesondere bei einer als Kardanwelle ausgebildeten Welle, die
bei einem Fahrzeug mit Frontmotor und Heckantrieb die Antriebs
kräfte vom Motor bzw. Getriebe zum Differential der Antrieb
sachse überträgt, kann es aufgrund der Kraft- bzw. Momentein
leitung in diese Welle zur Ausbildung von Biegeschwingungen und
Beulschwingungen in der Welle kommen. Dies wird unter anderem
darauf zurückgeführt, daß die Momenteinleitung regelmäßig über
eine Verzahnung erfolgt, die keine kontinuierliche Momentein
leitung, sondern eine impulsartige Momenteinleitung zur Folge
hat, deren Impulsfrequenz von der Wellendrehzahl abhängt. Da
außerdem eine derartige Welle einen schwingungsfähigen Körper
bildet, der mindestens eine Biegeresonanzfrequenz und minde
stens eine Beulresonanzfrequenz aufweist, kommt es bei bestimm
ten Drehzahlen oder Drehzahlbereichen in der Welle zu Resonanz
schwingungen. Die Auswirkungen dieser Resonanzschwingungen wer
den vom Fahrzeugführer als sogenanntes "Heulen" akustisch wahr
genommen.
Aus der vorgenannten DE 197 26 293 A1 ist es bekannt, im Inne
ren der hohl ausgebildeten Welle an denjenigen Stellen einen
Schwingungstilger anzuordnen, an denen ein Schwingungsmaximum,
das heißt ein Schwingungsbauch erwartet wird. Diese Maßnahme
hat zur Folge, daß ein Teil der
Schwingungsenergie durch den Tilger gedämpft wird, so daß sich
die Resonanzschwingungen nicht voll ausbilden können. Das
Heulen der Welle wird dadurch reduziert.
Aus der DE 38 07 184 A1 ist eine Antriebswelle bekannt, die in
ihren Endabschnitten massiv und in einem Mittelabschnitt hohl
ausgebildet ist. In diesen hohlen Mittelabschnitt ist ein
elastisches Material unter Druck eingesetzt, wodurch
Vibrationen in der Welle unterdrückt werden sollen. Auch bei
dieser bekannten Welle werden die Resonanzschwingungen
gedämpft, so daß eine Reduktion des Heulens erzielt werden
kann.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem,
bei einer Welle der eingangs genannten Art mit einfachen
Maßnahmen die Neigung zum Heulen zu reduzieren.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch eine Welle mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, in
denjenigen Wellenabschnitten, in denen im Resonanzfall ein
Schwingungsbauch erwartet wird, die Welle lokal biegeweicher
und/oder beulsteifer als im benachbarten Wellenabschnitt
auszubilden. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß das
problematische Heulen der Welle vor allem dann auftritt, wenn
eine der Biegeresonanzfrequenzen etwa in den Frequenzbereich
einer der Beulresonanzfrequenzen fällt. Die erfindungsgemäß
vorgeschlagene Lösung bewirkt eine Entzerrung dieser beiden
Resonanzfrequenzen, wodurch eine nachteilige gegenseitige
Verstärkung der Biegeresonanzschwingungen und der
Beulresonanzschwingungen reduziert werden kann.
Die Vergrößerung der lokalen Biegeneigung in bestimmten
Schwingungsbäuchen hat zur Folge, daß sich die Welle dort
leichter durchbiegen kann. Mit anderen Worten, die darauf
abgestimmte Biegeresonanzschwingung tritt bereits bei
niedrigeren Frequenzen bzw. Drehzahlen auf, das heißt diese
Biegeresonanzfrequenz wird in Richtung kleinerer Frequenzen
verschoben. Dies hat zur Folge, daß diese
Biegeresonanzfrequenz nicht mehr im gleichen Maße mit der
Beulresonanzfrequenz zusammenfällt, wie dies bei einer
unveränderten Welle der Fall ist. Dementsprechend können sich
die Biegeresonanzschwingungen und die Beulresonanzschwingungen
nicht mehr gegenseitig unterstützen, mit der Folge, daß die
nachteiligen Resonanzerscheinungen, nämlich das Heulen,
insgesamt reduziert werden.
Alternativ oder zusätzlich kann der für die Ausbildung von
Schwingungsbäuchen bevorzugte Axialabschnitt der Welle so
ausgebildet werden, daß er eine im Vergleich zu einem
benachbarten Wellenabschnitt reduzierte Beulneigung aufweist,
das heißt in diesem Axialabschnitt weist die Welle eine
vergrößerte Beulstabilität auf. Dementsprechend steigt die
Schwingungsfrequenz, bei der das Beulen auftritt, an, das
heißt, die Beulresonanzen werden in Richtung höherer
Frequenzen verschoben. Auch durch diese Maßnahme kann demnach
ein Abstand zwischen der Biegeresonanzfrequenz und der
Beulresonanzfrequenz eingestellt werden, derart, daß eine
gegenseitige Unterstützung der Biegeresonanzschwingungen und
der Beulresonanzschwingungen reduziert wird.
Von besonderer Effektivität ist es, wenn der zur Ausbildung
eines Schwingungsbauchs neigende Axialabschnitt der Welle so
geformt, bzw. so ausgebildet ist, daß er sowohl eine
vergrößerte Biegeneigung als auch eine reduzierte Beulneigung
aufweist, wodurch eine besonders starke Entzerrung der
Biegeresonanzfrequenz und der Beulresonanzfrequenz erreicht
wird und nachteilige Wechselwirkungen der
Biegeresonanzschwingung und der Beulresonanzschwingungen
reduziert werden können.
Ein biegeweicher Axialabschnitt, der außerdem eine reduzierte
Beulneigung aufweist, kann besonders einfach durch eine
Reduzierung des Wellenquerschnitts hergestellt werden. Dabei
können relativ kleine Übergangsradien sowie in axialer 1
Richtung möglichst kleine Übergangsabschnitte von Vorteil
sein.
Als besonders vorteilhaft hat sich gezeigt, wenn die
reduzierten Wellenquerschnitte des biegeweichen
Axialabschnittes jeweils durch eine umlaufende Ringnut bzw.
eine umlaufende Ringkerbe gebildet sind, wobei auch hier
kleine Übergangsradien bevorzugt werden. Derartige Ringnuten
oder Ringkerben können relativ einfach hergestellt werden und
bewirken einerseits eine Schwächung der Biegestabilität bei
gleichzeitiger Verstärkung der Beulstabilität.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den
Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand
der Zeichnungen.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die
nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der
jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den
Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines Antriebsstrangs eines
Kraftfahrzeugs, der eine Welle nach der Erfindung
enthält,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Welle
entsprechend einer ersten Ausführungsform,
Fig. 3 eine Ansicht wie in Fig. 2, jedoch einer zweiten
Ausführungsform,
Fig. 4 eine Ansicht wie in Fig. 2, jedoch einer dritten
Ausführungsform,
Fig. 5 eine Ansicht wie in Fig. 2, jedoch einer vierten
Ausführungsform,
Fig. 6 eine Ansicht wie in Fig. 2, jedoch einer fünften
Ausführungsform,
Fig. 7 eine Ansicht wie in Fig. 2, jedoch einer sechsten
Ausführungsform,
Fig. 8 eine Ansicht wie in Fig. 2, jedoch einer siebten
Ausführungsform, und
Fig. 9 eine Ansicht wie in Fig. 2, jedoch einer achten
Ausführungsform.
Entsprechend Fig. 1 weist eine Brennkraftmaschine 1
ausgangsseitig ein Getriebe 2 auf, das die Antriebsleistung
der Brennkraftmaschine 1 mit Hilfe einer rohrförmigen Welle 3,
die auch als "Kardanwelle" bezeichnet werden kann, an ein
Differential 4 einer angetriebenen Achse 5, z. B.
Hinterradachse, überträgt. Durch die Art der Kraft- bzw.
Momenteinleitung in die Welle 3, die regelmäßig mittels einer
Verzahnung erfolgt, können in der Welle 3 Schwingungen erzeugt
werden. Dabei wird zwischen Torsionsschwingungen,
Biegeschwingungen und Beulschwingungen unterschieden. Bei
modernen Personenkraftwägen mit relativ dicken Antriebswellen
3, die zur Übertragung großer Antriebsmomente geeignet sind,
fallen z. B. eine Biegeresonanzfrequenz und eine
Beulresonanzfrequenz der Welle 3 zusammen oder liegen relativ
nahe beieinander. Die im Resonanzbereich entstehenden
Resonanzschwingungen besitzen eine nachteilige Wechselwirkung
und können im Bereich der Resonanzfrequenz zum "Heulen" der
Welle 3 bzw. des Antriebsstrangs führen.
Im Unterschied zum Heulen der Welle 3, das sich aufgrund der
Momenteinleitung in die Welle 3 ausbildet, kann die Welle 3
auch zum sogenannten "Brummen" angeregt werden, das durch
Vibrationen des Motors 1 verursacht wird. Während das Brummen
vorzugsweise auf Biegeschwingungen der ersten Ordnung, das
heißt die Wellenlänge der Biegeschwingungen entspricht der
doppelten Länge der Welle 3, zurückzuführen ist, hat das
Heulen seine Ursache im wesentlichen in Biegeschwingungen der
zweiten Ordnung, das heißt die Wellenlänge der
Biegeschwingungen entspricht der Länge der Welle 3, die mit
Beulschwingungen der ersten oder zweiten Ordnung
zusammentreffen können.
Es ist klar, daß sich die Erfindung nicht auf eine das
Getriebe 2 mit dem Differential 4 in einem Stück durchgehend
verbindende Antriebswelle 3 beschränkt ist, vielmehr läßt sich
die erfindungsgemäße Lehre auf jede selbsttätig zu
Schwingungen anregbare Welle anwenden.
Entsprechend Fig. 1 weisen die sich in der Welle 3
ausbildenden Schwingungen in den Endabschnitten der Welle 3
jeweils einen Schwingungsknoten 6 bzw. 7 auf, was durch die
Fixierung der Welle 3 am Getriebe 2 bzw. am Differential 4
vorgegeben ist. Beider in Fig. 1 wiedergegebenen,
üblicherweise auftretenden Schwingungsform entspricht die
axiale Länge der Welle 3 einer Wellenlänge der sich
aufbauenden Schwingungen, so daß in der Mitte der Welle 3 ein
weiterer Schwingungsknoten 8 entsteht. Zwischen den
Schwingungsknoten 6 und 8 bzw. 7 und 8 bildet sich ein
Schwingungsmaximum, ein sogenannter Schwingungsbauch aus,
wobei in Fig. 1 der jeweils zugehörige Axialabschnitt der
Welle 3 mit 9 bzw. 10 gekennzeichnet ist.
Entsprechend den Fig. 2, 3 und 4 weist die Welle 3 zwischen
den zur Ausbildung der Schwingungsbäuche bevorzugten
Axialstellen 9 und 10 jeweils einen Wellenabschnitt 11 auf,
der einen Innendurchmesser DII aufweist, der größer ist als der
Innendurchmesser DI der axial an den Wellenabschnitt 11
angrenzenden Wellenabschnitte 12 und 13. Dementsprechend
bildet sich in den Axialabschnitten 9 und 10 ein
Durchmessersprung aus.
Ein derartiger Durchmessersprung ist bei den Axialabschnitten
9 und 10 bei allen Varianten der Fig. 2 bis 9 ausgebildet.
Hierbei bleibt vorzugsweise eine Wandstärke d entlang der
Welle 3 im wesentlichen konstant. Aus den Fig. 2 bis 9 geht
außerdem hervor, daß es sich bei der Welle 3 um eine relativ
dünnwandige Welle handelt, bei der der Wellendurchmesser
mindestens zehnmal, vorzugsweise zwanzigmal größer ist als die
Wandstärke d.
Durch die Querschnittssprünge im Bereich der Axialabschnitte 9
und 10 weist die Welle in diesen Axialabschnitten 9 und 10
jeweils eine kleinere lokale Biegesteifigkeit auf als in dem
mittleren Wellenabschnitt 11. Durch die radiale Orientierung
der Wandung in den Axialabschnitten 9 und 10 ergibt sich dort
gleichzeitig eine Vergrößerung der Beulstabilität.
Insbesondere ergibt sich somit die erwünschte Entzerrung der
Beulresonanzfrequenz, die sich zu höheren Frequenzen
verschiebt, und der Biegeresonanzfrequenz, die sich zu
niedrigeren Frequenzen verschiebt.
Die Ausführungsformen der Fig. 2, 3 und 4 werden bevorzugt, da
die Vergrößerung des Durchmessers im mittleren Wellenabschnitt
11 gleichzeitig eine Erhöhung der Biegesteifigkeit zwischen
den Axialabschnitten 9 und 10 zur Folge hat. Dies ist im
Hinblick auf die Anregung der Biegeschwingungen erster Ordnung
von besonderer Bedeutung, da diese zwischen den beiden
Axialabschnitten 9 und 10 ihren Schwingungsbauch aufweisen.
Durch die Erhöhung der Biegesteifigkeit im Schwingungsbauch
der Biegeschwingungen erster Ordnung wird neben der Heul-
Neigung gleichzeitig die Brumm-Neigung der Welle 3 reduziert.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 sind an den
Übergangsabschnitten zwischen den Wellenabschnitten 12 bzw. 13
mit dem kleineren Durchmesser DI und dem mittleren
Wellenabschnitt 11 mit dem relativ großen Durchmesser DII
vergleichsweise kleine Übergangsradien r vorgesehen.
In Fig. 3 ist eine besondere Ausführungsform dargestellt, da
dort die Querschnittssprünge mittels einer Kreisscheibe 14
realisiert werden, die eine zentrische Kreisöffnung 15
enthält. Im Randbereich der Kreisöffnung 15 ist an eine axiale
Seite der Kreisscheibe 14 jeweils der Wellenabschnitt 12 bzw.
13 mit dem kleineren Durchmesser angeschlossen, wobei der
Innendurchmesser DI des Wellenabschnitts 12 bzw. 13
vorzugsweise dem Innendurchmesser der Kreisöffnung 15
entspricht. Auf der anderen axialen Seite der Kreisscheibe 14
ist jeweils der mittlere Wellenabschnitt 11 mit dem größeren
Innendurchmesser DII angebracht, wobei der Außendurchmesser der
Kreisscheibe 14 vorzugsweise dem Außendurchmesser des
mittleren Wellenabschnitts 11 entspricht. Die Wellenabschnitte
11, 12, 13 sind beispielsweise durch Schweißnähte mit den
Kreisscheiben 14 verbunden. Bei dieser Ausführungsform gemäß
Fig. 3 wird besonders deutlich, wie die Beulstabilität im
Bereich der Axialabschnitte 9 und 10 durch die Kreisscheiben
14 deutlich erhöht werden kann, während sich gleichzeitig die
Biegestabilität im Bereich dieser Axialabschnitte 9 und 10
reduziert.
Bei der Variante gemäß Fig. 4 weisen die Übergangszonen
jeweils eine abgeschrägte Flanke auf, die mit einem Winkel α
gegenüber einer Ebene geneigt ist, die senkrecht zu einer
Längsachse 16 der Welle 3 verläuft. Auch hier ist dieser
Winkel α möglichst klein; die Variante gemäß Fig. 3 bildet
hierbei den Extremfall mit α = 0°.
Im Unterschied zu den Varianten der Fig. 2, 3 und 4 sind in
den Varianten der Fig. 5, 6 und 7 die Querschnittssprünge in
den Axialabschnitten 9 und 10 so ausgebildet, daß der
Wellendurchmesser DII im mittleren Abschnitt 11' kleiner
ausfällt als in den axial daran angrenzenden Wellenabschnitten
12' und 13'. Auch diese Ausführungsformen haben im Bereich der
Axialabschnitte 9 und 10 eine reduzierte lokale
Biegesteifigkeit bei gleichzeitig stark erhöhter
Beulsteifigkeit. Bei diesen Ausführungsformen ist jedoch von
relativem Nachteil, daß sich im mittleren Wellenbereich 11'
zwischen den Axialabschnitten 9 und 10 die Biegesteifigkeit
ebenfalls reduziert, wodurch die Biegeschwingungen erster
Ordnung zu niedrigeren Frequenzen verschoben werden und
größere, störende Amplituden erreichen können.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8 ist in den
Axialabschnitten 9 und 10 eine Durchmesserreduzierung in Form
einer umlaufenden Ringnut oder Ringkerbe 17 ausgebildet. Auch
hier bleibt die Wandstärke d entlang der Welle 3 im
wesentlichen unverändert. Dementsprechend können die Ringnuten
oder Ringkerben 17 der Variante gemäß Fig. 8 beispielsweise
durch Umformung ausgebildet werden. Die Ringkerben 17 sind
ebenfalls mit relativ kleinen Radien r ausgebildet.
Durch die Ringnuten 17 ergibt sich aufgrund des doppelten
Durchmessersprungs eine Reduktion der Biegesteifigkeit im
Bereich der Ringnuten 18, wodurch Biegeverformungen der Welle
3 vereinfacht werden. Da sich die Ringnuten 17 an den zur
Ausbildung der Schwingungsbäuche bevorzugten Axialabschnitten
9 und 10 befinden, wird die Biegeresonanzfrequenz der Welle 3
zu kleineren Frequenzen hin verschoben. Gleichzeitig bewirken
derartige Ringnuten 17 eine Reduktion der Beulneigung in den
Axialabschnitten 9 und 10, so daß sich die
Beulresonanzfrequenz zu größeren Frequenzen hin verschiebt.
Auch hierdurch ergibt sich eine Entzerrung der
Biegeresonanzfrequenz von der Beulresonanzfrequenz, mit der
Folge, daß eine gegenseitige Unterstützung der
Biegeresonanzschwingungen und der Beulresonanzschwingungen
reduziert werden kann.
Entsprechendes gilt für die Variante gemäß Fig. 9, die an den
Axialstellen 9 und 10 radial nach außen vorstehende Ringwülste
18 aufweist. Auch diese Ringwülste 18 bewirken in den
Axialabschnitten 9 und 10 Durchmessersprünge die jeweils mit
einer Erhöhung der Beulsteifigkeit bei gleichzeitig
reduzierter Biegesteifigkeit einhergehen.
Die Erhöhung der Biegeneigung in den bevorzugten
Axialabschnitten 9 und 10 aufgrund der dort ausgebildeten
Durchmessersprünge beruht nicht ausschließlich auf der
Tatsache das eine Welle mit geringerem Durchmesser eine
kleinere Biegesteifigkeit aufweist als eine Welle mit größerem
Durchmesser. Im Bereich der Durchmessersprünge verläuft die
Wand der rohrförmigen Welle im wesentlichen in radialer
Richtung, so daß Biegebewegungen der Welle 3 in diesen
Axialabschnitten 9 und 10 mit großen Hebelkräften auf diesen
Wandabschnitt einwirken und dementsprechend große
Biegeverformungen im Bereich dieses Durchmessersprunges
bewirken können. Im Unterschied dazu wirken die im
wesentlichen radial verlaufenden Wandabschnitte im Bereich der
Durchmessersprünge in diesen Axialabschnitten 9 und 10 wie
eine starre Wand und ergeben damit eine erhebliche Versteifung
bezüglich des Beulverhaltens der Welle 3. Besonders deutlich
wird dies an den Ausführungsformen der Fig. 3 und 6.
Claims (8)
1. Rohrförmige Welle zur Übertragung eines Drehmoments, insbe
sondere im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges, die bei der
Drehmomentübertragung zur Durchführung von Biegeschwingungen
und Beulschwingungen angeregt wird, wobei die Schwingungen an
den axialen Endbereichen der Welle (3) jeweils einen Schwin
gungsknoten und zwischen den Enden mindestens einen Schwin
gungsbauch aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (3) in mindestens einem Axialabschnitt (9, 10),
in dem sich ein Schwingungsbauch ausbildet, einen Durchmesser
sprung aufweist, derart, daß die Wand der Welle (3) im Bereich
dieses Durchmessersprungs im wesentlichen in radialer Richtung
verläuft, so daß der Axialabschnitt (9, 10) im Vergleich zu ei
nem benachbarten Wellenabschnitt eine vergrößerte Biegeneigung
und eine reduzierte Beulneigung aufweist.
2. Welle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (3) im Axialabschnitt (9, 10) zur Vergrößerung
der Biegeneigung einen im Vergleich mit dem benachbarten biege
steiferen Wellenabschnitt (11; 12, 13) reduzierten Querschnitt
aufweist.
3. Welle nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der reduzierte Wellenquerschnitt des biegeweichen Axialab
schnittes (9, 10) durch eine umlaufende Ringnut oder Ringkerbe
(18) gebildet ist.
4. Welle nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (3) relativ dünnwandig ausgebildet ist und ein
Verhältnis von Wandstärke (d) zu Rohrdurchmesser von mindestens
1 : 10, insbesondere von mindestens 1 : 20, aufweist.
5. Welle nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wellendurchmesser zwischen zwei benachbarten Axialab
schnitten (9, 10) größer ist als in den axial daran angrenzen
den Wellenabschnitten.
6. Welle nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wellendurchmesser zwischen zwei benachbarten Axialab
schnitten (9, 10) kleiner ist als in den axial daran angrenzen
den Wellenabschnitten.
7. Welle nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (3) zur Ausbildung eines Durchmessersprungs eine
Kreisscheibe (14) mit einer zentrischen Kreisöffnung (15) auf
weist, die an ihrer einen Axialseite mit einem ersten Wellenab
schnitt (12, 13; 11) verbunden ist, dessen Innendurchmesser et
wa dem Innendurchmesser der Kreisöffnung (15) entspricht, und
die an ihrer anderen Axialseite mit einem zweiten Wellenab
schnitt (11; 12, 13) verbunden ist, dessen Außendurchmesser et
wa dem Außendurchmesser der Kreisscheibe (14) entspricht.
8. Welle nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der Kreisscheibe etwa der Wandstärke (d) des er
sten und/oder zweiten Wellenabschnitts (11, 12, 13) entspricht.
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