DE19961255A1 - Sanitärgegenstand - Google Patents
SanitärgegenstandInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Sanitärgegenstand, bestehend aus einer Wanne (1) und einem einstückig mit der Wanne (1) verbundenen Wannenträger (2) aus Polyurethanschaum. Erfindungsgemäß besteht die Wanne (1) aus einem metallischen Werkstoff und weist einen im Querschnitt U-förmig geformten Wannenrand (3) auf, der von dem Polyurethanschaum des Wannenträgers (2) ausgeschäumt ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Sanitärgegenstand bestehend
aus einer Wanne und einem einstückig mit der Wanne verbun
denen Wannenträger aus Polyurethanschaum.
Bei einem aus DE-U 93 02 723 bekannten Sanitärgegenstand,
von dem die Erfindung ausgeht, besteht die Wanne aus Acryl
oder einem ABS-Kunststoff mit Acrylbeschichtung. Der aus
Polyurethanschaum bestehende Wannenträger ist in vollflä
chiger Anlage an der Unterseite der Kunststoffwanne haftend
angeformt. Die Seitenflächen des Wannenträgers springen
unterhalb des Wannenrandes zurück und sind mit Wandfliesen
beklebbar.
Aus DE-A 198 47 910 ist eine Acrylwanne mit einem untersei
tig angeschäumten Wannenträgeranschlußteil bekannt. Das
Wannenträgeranschlußteil besteht aus einem Partikelschaum
stoff, vorzugsweise aus EPP oder EPS. Der Wannenrand der
Acrylwanne ist als ebener Rand ausgebildet und liegt an der
Oberseite des Wannenträgers auf (vgl. z. B. Fig. 37). Die
Acrylwanne und der aus einem geschäumten Kunststoff beste
hende Wannenträger sind adhäsiv miteinander verbunden.
Die bei der Benutzung des Sanitärgegenstandes auftretenden
Wärmedehnungen einer Acrylwanne sind verhältnismäßig klein
und werden von dem Materialverbund, der beim Anschäumen
eines Wannenträgers an einer Acrylwanne entsteht, aufge
nommen. Bei Verwendung einer aus Stahlblech bestehenden
Wanne treten hingegen ungleich höhere Wärmedehnungen auf,
wenn die Wanne mit heißem Dusch- oder Badewasser beauf
schlagt wird. Hier besteht die Gefahr, daß sich der Verbund
zwischen Wanne und einem unterseitig angeschäumten Wannen
träger löst. Insbesondere an emaillierten Stahlwannen ist
die Haftung von Kunststoffen, z. B. Polyurethan, gering und
reicht nicht aus, um die im Betrieb der Wanne auftretende
Wärmedehnung aufzunehmen. Wannenträger für Stahl-Emaille-
Wannen sind daher nach dem Stand der Technik als gesonderte
Bauteile ausgebildet und bestehen zumeist aus Styropor. Die
Wanne wird in den Wannenträger eingesetzt und durch
geeignete, elastische Klebstoffe verbunden. Die Lager
haltung der Stahl-Emaille-Wannen und der ihnen zuge
ordneten, gesonderten Wannenträger ist aufwendig und wird
im Handel häufig als störend empfunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sanitärge
genstand anzugeben, der aus einer Stahlwanne und einem ein
stückig angeformten Wannenträger besteht und ohne Gefahr
einer Beeinträchtigung des Materialverbundes Temperatur
wechselbeanspruchungen ausgesetzt werden kann.
Ausgehend von einem Sanitärgegenstand des eingangs be
schriebenen Aufbaus wird die Aufgabe erfindungsgemäß da
durch gelöst, daß die Wanne aus einem metallischen
Werkstoff, vorzugsweise einem beschichteten Stahlblech,
besteht und einen im Querschnitt U-förmig geformten Wannen
rand aufweist, der von dem Polyurethanschaum des Wannen
trägers ausgeschäumt ist. Die Wanne kann sowohl an ihrer
sichtbaren Fläche als auch an ihrer Unterseite mit einer
Emaillierung versehen sein. Im Rahmen der Erfindung besteht
auch die Möglichkeit, daß die Wanne als Verbundwanne
ausgebildet ist und aus einem Stahlrohling sowie einer mit
dem Stahlrohling verbundenen Innenschale aus Kunststoff
besteht.
Erfindungsgemäß ist eine Formschlußverbindung zwischen dem
Wannenrand der metallischen Wanne und dem aus einem Poly
urethanschaum bestehenden Wannenträger eingerichtet, die
zerstörungsfrei nicht mehr gelöst werden kann. Im Rahmen
der erfindungsgemäßen Lehre wird die hohe Formstabilität
eines U-förmigen Stahlblechprofils ausgenutzt. Der U-
förmige Wannenrand bildet einen formstabilen Kragen, der
bei der Herstellung des Wannenträgers in einer Form mit
Polyurethan, also dem den Wannenträger bildenden Material,
ausgeschäumt wird. Es resultiert ein inniger Formschluß.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist das
Ende des U-förmig geformten Wannenrandes von dem Material
des Wannenträgers umschäumt, so daß die Abschlußkante des
Schenkels im Material des Wannenträgers eingebettet ist.
Der Wannenträger weist vorzugsweise eine gegenüber dem Um
fang der Wanne zurückspringende Außenfläche auf, wobei der
Rücksprung etwa der Stärke von Wandfliesen entspricht.
Die erfindungsgemäße Lehre ist insbesondere für Sanitärge
genstände vorteilhaft, deren Wanne sehr flach ausgebildet
ist. Je nach dem, ob für den üblicherweise an die Ablauf
öffnung der Wanne angeschlossenen Siphon eine Bodenöffnung
in der Aufstellfläche vorgesehen ist oder der Siphon inner
halb des von dem Wannenträger umschlossenen Raumes oberhalb
des Bodens angeordnet werden muß, ist der Wannenträger mit
unterschiedlicher Höhe auszubilden. Der Wannenträger sollte
vollflächig an der Unterseite der Wanne anliegen. Wird eine
sehr kleine Aufbauhöhe des Wannenträgers gewünscht, so ist
der Wannenträger zweckmäßig als Platte ausgebildet, deren
bodenseitige, ebene Auflagefläche unterhalb des Wannen
randes nur wenig vorsteht. Ist eine größere Aufbauhöhe des
Wannenträgers erforderlich, so besitzt der Wannenträger
zweckmäßig einen umlaufenden Kragen und Verstärkungsrippen,
die den mittleren Wannenbereich stützen. Es bleibt ein
Freiraum, um Ablaufleitungen und einen Ablaufsiphon unter
zubringen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es
zeigen schematisch
Fig. 1 einen Sanitärgegenstand in der Draufsicht,
Fig. 2 den Schnitt I-I aus Fig. 1,
Fig. 3 einen Ausschnitt aus Fig. 2 in einer gegenüber Fig.
2 stark vergrößerten Darstellung,
Fig. 4 eine weitere Ausführung des erfindungsgemäßen Sani
tärgegenstandes im Schnitt.
Der in den Figuren dargestellte Sanitärgegenstand bildet
eine Duschtasse mit einer sehr flachen muldenförmigen Ver
tiefung. Er besteht aus einer Wanne 1 aus emailliertem
Stahlblech und einem einstückig mit der Wanne 1 verbundenen
Wannenträger 2 aus Polyurethanschaum. Einer vergleichenden
Betrachtung der Fig. 2 und 3 entnimmt man, daß die Wanne 1
einen im Querschnitt U-förmig geformten Wannenrand 3 auf
weist, der von dem Polyurethanschaum des Wannenträgers 2
ausgeschäumt ist. Das Ende des U-förmig geformten Wannen
randes 3 ist von dem Material des Wannenträgers 2 um
schäumt, so daß die rückwärtige Kante des Wannenrandes im
Material des Wannenträgers 2 eingebettet ist.
Der Wannenträger 2 weist eine gegenüber dem Umfang der
Wanne zurückspringende Außenfläche auf. Der Rücksprung a
entspricht etwa der Stärke von Wandfliesen bzw. anderer ge
eigneter Verkleidungselemente.
Der Wannenträger 2 liegt vollflächig an der Unterseite der
Wanne 1 an. Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Aus
führung weist der Wannenträger 2 einen umlaufenden Kragen 4
sowie den mittleren Wannenbereich stützende Verstärkungs
rippen 5 auf. Der umlaufende Kragen 4 sowie die Verstär
kungsrippen 5 begrenzen einen Einbauraum für eine Abfluß
leitung 6 und einen an den Wannenauslaß angeschlossenen
Siphon 7. Die Verstärkungsrippen 5 sind in Form eines
Kreuzes angeordnet. Ihr Verlauf ist durch gestrichelte
Linien in Fig. 1 angedeutet.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführung besitzt der Wan
nenträger 2 eine geringere Aufbauhöhe. Der Wannenträger 2
ist hier als dünne Platte ausgebildet, deren ebene, boden
seitige Auflagefläche 8 unterhalb des Wannenrandes 3 ge
ringfügig vorsteht.
Claims (9)
1. Sanitärgegenstand bestehend aus
einer Wanne (1) und
einem einstückig mit der Wanne (1) verbundenen Wannenträger (2) aus Polyurethanschaum,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wanne (1) aus einem metallischen Werkstoff besteht und einen im Querschnitt U-förmig geformten Wannenrand (3) aufweist, der von dem Polyurethanschaum des Wannenträgers (2) ausge schäumt ist.
einer Wanne (1) und
einem einstückig mit der Wanne (1) verbundenen Wannenträger (2) aus Polyurethanschaum,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wanne (1) aus einem metallischen Werkstoff besteht und einen im Querschnitt U-förmig geformten Wannenrand (3) aufweist, der von dem Polyurethanschaum des Wannenträgers (2) ausge schäumt ist.
2. Sanitärgegenstand nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wanne (1) aus einem beschichteten
Stahlblech besteht.
3. Sanitärgegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Wanne (1) sowohl an ihrer sichtbaren Fläche
als auch an ihrer Unterseite mit einer Emaillierung ver
sehen ist.
4. Sanitärgegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Wanne (1) als Verbundwanne ausgebildet ist und
aus einem Stahlrohling sowie einer mit dem Stahlrohling
verbundenen Innenschale aus Kunststoff besteht.
5. Sanitärgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Ende des U-förmig geformten
Wannenrandes (3) von dem Material des Wannenträgers (2) um
schäumt ist.
6. Sanitärgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß der Wannenträger (2) eine gegen
über dem Umfang der Wanne (1) zurückspringende Außenfläche
aufweist.
7. Sanitärgegenstand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß der Rücksprung (a) etwa der Stärke von Wandfliesen
entspricht.
8. Sanitärgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Wannenträger (2) vollflächig
an der Unterseite der Wanne (1) anliegt und eine ebene
bodenseitige Auflagefläche (8) aufweist, die unterhalb des
Wannenrandes (3) vorsteht.
9. Sanitärgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Wannenträger (2) vollflächig
an der Unterseite der Wanne (1) anliegt und einen umlaufen
den Kragen (4) sowie den mittleren Wannenbereich stützende
Verstärkungsrippen (5) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999161255 DE19961255C2 (de) | 1999-12-18 | 1999-12-18 | Sanitärgegenstand |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999161255 DE19961255C2 (de) | 1999-12-18 | 1999-12-18 | Sanitärgegenstand |
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|---|---|
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Family
ID=7933279
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999161255 Expired - Fee Related DE19961255C2 (de) | 1999-12-18 | 1999-12-18 | Sanitärgegenstand |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19961255C2 (de) |
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Legal Events
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