DE19962110C2 - Inhalationsvernebler mit einstückigem Ventilelement - Google Patents

Inhalationsvernebler mit einstückigem Ventilelement

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Description

Die Erfindung betrifft Inhalationsvernebler zum Vernebeln flüssiger und/oder fester Stoffe.
Inhalationsvernebler dieser Art besitzen ein Einlassventil, über das beim Einatmungsvorgang Umgebungsluft in den Inhalationsvernebler hineinströmt, und ein Auslassventil, aus dem die vom Patienten in den Inhalationsvernebler hinein ausgeatmete Luft herausströmt. Dabei ist zu beachten, dass die in den Inhalationsvernebler hinein geatmete Luft kein Aerosol nach außen fördert, da sonst die gewünschte Dosisgenauigkeit nicht erreicht wird. Ein Inhalationsvernebler dieser Art ist bekannt, beispielsweise aus EP 0 626 180 A1.
Aus DE 198 01 545 C2 ist ein Mundstück für Inhalationstherapiegeräte mit einem Ausatemventil bekannt. Dieses Mundstück wird regelmäßig an einem Inhalationstherapiegerät verwendet, das über ein Einatemventil verfügt. Ein derartiges Einatemventil ist beispielsweise aus DE 197 34 022 bekannt, bei dem zusätzlich zur Grundfunktion des Einatemventils eine Begrenzung des Inspirationsflusses erzielt wird. Ein weiterer Vernebler mit einem Einatem- und einem Ausatemventil ist aus DE 197 00 106 A1 bekannt. Ferner ist aus der nachveröffentlichten DE 199 02 847 C1 ein Medikamentenvernebler bekannt, bei dem ein kombiniertes Ein-/Ausatmungsventil mit nur einer einzigen Ventilmembran vorgesehen ist, um Umgebungsluft in den Medikamentenvernebler einzulassen und um von dem Patienten ausgeatmete Luft aus dem Medikamentenvernebler auszulassen. Jedoch besitzt dieser Vernebler nur eine zur Umgebung hin geöffnete Ventilkammer, so dass keine Trennung zwischen dem Einatmungsteil und dem Ausatmungsteil des Ventils vorgesehen ist.
Während die grundsätzliche Funktion des Einlass- und des Auslassventils gewünscht sind, bereiten die Einzelteile, die für den Aufbau und die Funktion der Ventile erforderlich sind, oftmals Schwierigkeiten bei der Handhabung durch den Patienten. Die Ventilelemente des Einlass- und des Auslassventils können verloren gehen oder vertauscht werden, so dass die Gefahr besteht, dass der Inhalationsvernebler nicht mehr verwendet werden kann oder nicht ordnungsgemäß betrieben wird. Auch bei der Montage des Inhalationsverneblers ist eine möglichst geringe Anzahl von Teilen, die ferner einfach zu handhaben sind, wünschenswert.
Vor diesem Hintergrund besteht das der Erfindung zugrunde liegende technische Problem darin, einen Inhalationsvernebler mit Einlass- und Auslassventil so auszugestalten, dass eine einfachere und sichere Handhabung durch den Patienten sowie eine einfachere und kostengünstigere Montage bei der Herstellung erzielt wird, ohne dass die Funktionen des Einlass- und Auslassventils beeinträchtigt sind.
Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Inhalationsvernebler mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Durch das einstückige Ventilelement wird sichergestellt, dass der Patient nur ein einziges Ventilelement einzusetzen braucht, was nicht nur zu einer Vereinfachung der Handhabung durch den Patienten, sondern auch zu einer Vereinfachung der Montage bei der Herstellung führt. Die einstückige Gestaltung des Ventilelements bedingt eine zweiteilige Ventilkammer. Dazu wird die Ventilkammer durch eine Trennwand in zwei Unterkammern aufgeteilt, in die jeweils ein Abschnitt des einstückigen Ventilelements hineinragt. Einerseits sorgt das Ventilelement in der einen Unterkammer dafür, dass das Einatmen nur auf dem dafür vorgesehenen Strömungsweg, nämlich durch das Inhalationsverneblergehäuse hindurch erfolgt. Dadurch wird das im Inhalationsvernebler erzeugte Aerosol von dem Patienten eingeatmet. Andererseits bewirkt das Ventilelement in der anderen Unterkammer, dass beim Ausatmen in den Vernebler hinein keine Luft durch den Inhalationsvernebler hindurchströmt und dabei Aerosol nach außen transportiert.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figuren genauer beschrieben. In den Figuren zeigt:
Fig. 1 eine erste Ansicht des erfindungsgemäßen Inhalationsverneblers mit verschlossener Ventilkammer;
Fig. 2 eine zweite Ansicht des erfindungsgemäßen Inhalationsverneblers mit entferntem Ventilkammerdeckel, aber mit eingesetztem Ventilelement;
Fig. 3 eine dritte Ansicht des erfindungsgemäßen Inhalationsverneblers ohne Ventilkammerdeckel und ohne Ventilelement;
Fig. 4 eine Ansicht des Ventilkammerdeckels von der der Ventilkammer zugewandten Seite; und
Fig. 5 eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Inhalationsverneblers.
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Inhalationsvernebler, dessen Gehäuse 1 aus einem Verneblergehäuseunterteil 2 und einem Verneblergehäuseoberteil 3 besteht. An dem Verneblergehäuseoberteil 3 ist ein Mundstück 4 angeordnet, durch das der Patient das in dem Inhalationsvernebler erzeugte Aerosol einatmet und in das hinein der Patient auch ausatmet. Denn regelmäßig wird bei einer Inhalationstherapie der Patient aufgefordert, nach dem Einatmen den Vernebler nicht abzusetzen, d. h. das Mundstück im Mund zu behalten und in den Inhalationsvernebler auszuatmen.
In Fig. 1 ist ferner der Ventilkammerdeckel 5 des erfindungsgemäßen Inhalationsverneblers dargestellt. Der Ventilkammerdeckel 5 verschließt die in Fig. 1 nicht unmittelbar erkennbare Ventilkammer und besitzt eine erste Deckelöffnung 51 und eine zweite Deckelöffnung 52, die die Ventilkammer zur Umgebung hin öffnen. Aus der ersten Deckelöffnung 51 strömt die Luft, die der Patient während des Ausatmungsvorgangs in das Mundstück 4 hinein ausatmet, aus dem Inhalationsverneblergehäuse heraus. In die zweite Deckelöffnung 52 strömt Umgebungsluft während des Einatmungsvorgangs, bei dem der Patient aus dem Mundstück 4 heraus das in dem Inhalationsvernebler erzeugte Aerosol einatmet, in das Inhalationsverneblergehäuse hinein.
In Fig. 2 ist der erfindungsgemäße Inhalationsvernebler ohne Ventilkammerdeckel 5 dargestellt. Man erkennt die Ventilkammer 6 und ein einstückiges Ventilelement 7. In Fig. 3 ist der erfindungsgemäße Inhalationsvernebler ohne Ventilkammerdeckel 5 und ohne Ventilelement 7 dargestellt. Man erkennt eine Trennwand 61, die die Ventilkammer 6 in zwei Unterkammern 62 und 63 teilt.
Die erste Unterkammer 62 besitzt eine erste Ventilkammeröffnung 621, die die Ventilkammer 6 zum Innenraum des Inhalationsverneblergehäuses öffnet. Durch diese Öffnung strömt während des Ausatmungsvorgangs die Atemluft des Patienten, der in das Mundstück 4 hinein ausatmet. Aus diesem Grund ist die erste Ventilkammeröffnung 621 nahe zum Mundstück 4 des Inhalationsverneblers angeordnet. Auf der der Ventilkammer 6 zugewandten Seite ist die erste Ventilkammeröffnung 621 als Ventilsitz ausgestaltet, damit das Ventilelement 7 (vgl. Fig. 2) während des Einatmungsvorgangs die erste Ventilkammeröffnung 621 verschließen kann. Dazu besitzt die erste Ventilkammeröffnung 621 beispielsweise die in Fig. 3 gezeigte umlaufende Kante 622, die als Dichtlippe wirkt. Das Ventilelement 7 liegt auf der Trennwand 61 auf, so dass zusammen mit der Kante 622 ein Ventilsitz realisiert ist. Alternativ kann, wenn beispielsweise die erste Ventilkammeröffnung 621 kreisrund ausgestaltet ist, eine vollständig umlaufende Kante 622 vorgesehen sein, so dass ein Zusammenwirken mit der Trennwand 61 nicht erforderlich ist, um die gewünschte Abdichtung der ersten Ventilkammeröffnung 622 während des Einatmungsvorgangs zu erzielen.
Die zweite Unterkammer 63 besitzt eine zweite Ventilkammeröffnung 631, die die Ventilkammer 6 zum Innenraum des Inhalationsverneblergehäuses 1 öffnet, so dass beim Einatmungsvorgang Umgebungsluft in das Gehäuse 1 des Inhalationsverneblers strömen kann.
In Fig. 4 ist der Ventilkammerdeckel 5 in einer Ansicht dargestellt, in der die der Ventilkammer 6 zugewandte Seite dargestellt ist. Man erkennt, dass die der Ventilkammer 6 zugewandte Seite der zweiten Deckelöffnung 52 als Ventilsitz ausgestaltet ist. Dies wird beispielsweise erreicht durch eine Kante 521, die als Dichtlippe wirkt, wenn das Ventilelement 7 beim Ausatmungsvorgang an der Kante 521 anliegt.
Wie in Fig. 2 erkennbar, umfasst der erfindungsgemäße Inhalationsvernebler ein Ventilelement 7, das einstückig ausgebildet ist. Das Ventilelement 7 liegt auf der Trennwand 61 der Ventilkammer 6 auf. Ein Rastvorsprung 611 der Trennwand 61 ragt in eine in dem Ventilelement 7 vorgesehene Öffnung hinein, wodurch das Ventilelement auch ohne den Ventilkammerdeckel 5 sicher fixiert wird. Auf diese Weise wird der Zusammenbau des Inhalationsverneblers nach einer Reinigung durch den Patienten und auch während der Montage erleichtert.
Das Ventilelement 7 ist, wie in Fig. 2 dargestellt ist, symmetrisch aufgebaut. Dadurch wird eine weitere Vereinfachung der Handhabung erreicht, da der Patient beim Einlegen des Ventilelements 7 nicht auf dessen Orientierung zu achten braucht. Wie aus Fig. 3 und 4 in Verbindung mit Fig. 2 hervorgeht, spiegelt sich die symmetrische Gestaltung des Ventilelements 7 in der symmetrischen Gestaltung der ersten Ventilkammeröffnung 621 und der zweiten Deckelöffnung 52 wieder.
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, liegt ein erster Abschnitt 71 des Ventilelements 7 in der ersten Unterkammer 62 der Ventilkammer 6. Dabei ist der erste Abschnitt 71 derart angeordnet, dass der erste Abschnitt 71 des Ventilelements 7 beim Einatmungsvorgang in dem Ventilsitz 622 der ersten Ventilkammeröffnung 621 anliegt und diese verschließt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Patient während des Einatmungsvorgangs das Aerosol einatmet, das in dem erfindungsgemäßen Inhalationsvernebler erzeugt wird. Während des Ausatmungsvorgangs hebt sich der erste Abschnitt 71 des Ventilelements 7 vom Ventilsitz 622 ab und gibt die erste Ventilkammeröffnung 621 frei, ohne die erste Deckelöffnung 51 zu verschließen. Die vom Patienten ausgeatmete Luft kann deshalb durch das Mundstück 4, die erste Ventilkammeröffnung 621, die erste Unterkammer 62 und die erste Deckelöffnung 51 strömen.
Ein zweiter Abschnitt 72 des Ventilelements 7 liegt in der zweiten Unterkammer 63 der Ventilkammer 6. Der zweite Abschnitt 72 des Ventilelements 7 ist derart angeordnet, dass der zweite Abschnitt 72 beim Ausatmungsvorgang an dem Ventilsitz der zweiten Deckelöffnung 52 des Ventilkammerdeckels 5 anliegt. Dadurch verschließt beim Ausatmungsvorgang der zweite Abschnitt 72 des Ventilelements 7 die zweite Deckelöffnung 52, so dass die vom Patienten in das Mundstück hinein ausgeatmete Luft nicht dazu führt, dass das in dem Inhalationsverneblergehäuse 1 erzeugte Aerosol durch die zweite Ventilkammeröffnung 631, die zweite Unterkammer 63 und die zweite Deckelöffnung 52 mit der ausgeatmeten Luft nach außen gelangt. Beim Einatmungsvorgang gibt der zweite Abschnitt 72 des Ventilelements 7 die zweite Deckelöffnung 52 frei, ohne die zweite Ventilkammeröffnung 631 zu verschließen. Der Patient kann somit beim Einatmen durch das Mundstück 4 Umgebungsluft durch die zweite Deckelöffnung 52, die zweite Unterkammer 63 und die zweite Ventilkammeröffnung 631 einatmen. Die so eingeatmete Luft nimmt dabei das in dem Inhalationsverneblergehäuse 1 erzeugte Aerosol mit und führt es über das Mundstück 4 dem Patienten zu.
In Fig. 5 ist der erfindungsgemäße Inhalationsvernebler in einer geschnittenen Gesamtansicht dargestellt, die im folgenden zur weiteren Verdeutlichung des Aufbaus eines Verneblers gemäß der Erfindung beschrieben wird.
Auch in Fig. 5 ist erkennbar, dass das Gehäuse 1 des Inhalationsverneblers ein Gehäuseunterteil 2 und ein Gehäuseoberteil 3 umfasst. An dem Gehäuseoberteil ist das Mundstück 4 angeordnet. Ferner erkennt man in der Darstellung der Fig. 5 die Ventilkammer 6, die durch den Ventilkammerdeckel 5 nach außen verschlossen ist. Die Ventilkammer 6 umfasst die erste Unterkammer 62 und die zweite Unterkammer 63, die durch eine Wand 64 vom Gehäuseinnenraum abgetrennt sind. Die Ventilkammer 6 ist zum Gehäuseinnenraum geöffnet über die Ventilkammöffnungen 621 und 631 und zur Umgebung hin über die Öffnungen 51 und 52 des Ventilkammerdeckels 5. Die Öffnungen werden verschlossen durch das flexible Ventilelement 7, das auf der Trennwand 61 aufliegt und über einen Rastvorsprung 611 sowie über die Klemmwirkung, die der Ventilkammerdeckel 51 ausübt, gehaltert wird. Schließlich ist in Fig. 5 die Gestaltung der Ventilsitze 622 und 521 zu erkennen.

Claims (7)

1. Inhalationsvernebler mit
  • a) einer Ventilkammer (6), die durch eine Trennwand (61) in zwei Unterkammern (62, 63) geteilt ist,
    • 1. von denen eine erste Unterkammer (62) eine erste Ventilkammeröffnung (621) aufweist, die die Ventilkammer (6) zum Innenraum des Inhalationsverneblergehäuses (1) öffnet und die auf der der Ventilkammer (6) zugewandten Seite als Ventilsitz (622) ausgestaltet ist,
    • 2. von denen eine zweite Unterkammer (63) eine zweite Ventilkammeröffnung (631) aufweist, die die Ventilkammer (6) zum Innenraum des Inhalationsverneblergehäuses (1) öffnet,
  • b) einem Ventilkammerdeckel (5),
    • 1. der die Ventilkammer (6) verschließt,
    • 2. der eine erste Deckelöffnung (51) aufweist, die die erste Unterkammer (62) nach außen öffnet,
    • 3. der eine zweite Deckelöffnung (52) aufweist, die die zweite Unterkammer (63) nach außen öffnet und die auf der der Ventilkammer (6) zugewandten Seite als Ventilsitz (521) ausgestaltet ist, und
  • c) einem einstückigen Ventilelement (7) mit
    • 1. einem ersten Abschnitt (71), der in der ersten Unterkammer (62) derart angeordnet ist, dass der erste Abschnitt (71) beim Einatmungsvorgang an dem Ventilsitz (622) der ersten Ventilkammeröffnung (621) anliegt und beim Ausatmungsvorgang sowohl die erste Ventilkammeröffnung (621) als auch die erste Deckelöffnung (51) freigibt und
    • 2. einem zweiten Abschnitt (72), der in der zweiten Unterkammer (63) angeordnet derart ist, dass der zweite Abschnitt (72) beim Ausatmungsvorgang an dem Ventilsitz (521) der zweiten Deckelöffnung (52) anliegt und beim Einatmungsvorgang sowohl die zweite Deckelöffnung (52) als auch die zweite Ventilkammeröffnung (631) freigibt.
2. Inhalationsvernebler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitz der ersten Ventilkammeröffnung (621) als eine am Rand der Öffnung verlaufende Kante (622) ausgebildet ist.
3. Inhalationsvernebler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitz der ersten Decköffnung (52) als eine am Rand der Öffnung verlaufende Kante (521) ausgebildet ist.
4. Inhalationsvernebler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (7) symmetrisch geformt ist.
5. Inhalationsvernebler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das symmetrisch geformte Ventilelement (7) mit gleich großen Abschnitten (71, 71) in die beiden Unterkammern (62, 63) ragt.
6. Inhalationsvernebler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (7) eine Rastöffnung aufweist, in die ein Rastvorsprung (611) einrastbar ist.
7. Inhalationsvernebler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (7) zwischen der Trennwand (61) der Ventilkammer (6) und dem Ventilkammerdeckel (5) gehaltert ist.
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