DE19963060A1 - Telekommunikationssystem zum Bereitstellen vertonter Artikel in einem Datennetz - Google Patents
Telekommunikationssystem zum Bereitstellen vertonter Artikel in einem DatennetzInfo
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Abstract
Es wird ein Telekommunikationssystem zum Bereitstellen vertonter Artikel in einem Datennetz vorgestellt. Bei diesem werden ausgewählte Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften vertont und ein Programm, welches mindestens einen der vertonten Artikel umfaßt, in ein elektronisches Datennetz eingespeist. Über dieses kann das eingespeiste Programm abgerufen werden. DOLLAR A Weiterhin wird ein System zum Betreiben des Telekommunikationssystems, eine Vorrichtung zur Nutzung desselben und ein Datenträger zur Verwendung mit der Vorrichtung beschrieben.
Description
Die Erfindung betrifft ein Telekommunikationssystem zur Bereitstellung vertonter
Zeitschriftenartikel, ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Telekommunikationssystems,
eine Vorrichtung zur Nutzung desselben und einen Datenträger zur Verwendung mit dem
erfindungsgemäßen Telekommunikationssystem.
Die heutige Medienlandschaft bietet dem Nutzer nahezu uneingeschränkte
Informationsmöglichkeiten. Tageszeitungen informieren über aktuelle Ereignisse; unzählige
Fachzeitschriften geben dem Leser die Gelegenheit, sich gezielt zu einem Fachgebiet
Informationen und Meinungen einzuholen. Durch die Wahl beim Kauf der Zeitung bzw.
Zeitschrift und anschließend durch Auswahl der einzelnen Artikel kann der Nutzer von sich
aus, das heißt aktiv, bestimmen, zu welchem Thema er Informationen erhalten möchte.
Beim Kauf einer Zeitung bzw. einer Zeitschrift kann der Nutzer es allerdings nicht vermeiden,
daß das erworbene Medium auch eine Reihe von Artikeln enthält, die ihn nicht interessieren.
Ein großer Nachteil bei der Nutzung gedruckter Medien ist außerdem, daß das Lesen der
Artikel die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lesers verlangt. So kann beispielsweise der
Fahrer eines Kraftfahrzeuges während der Fahrt keine Artikel lesen. Fahrtzeiten, die einen
beträchtlichen Teil des Tages ausmachen können, stellen somit "tote Zeiten" dar.
Rundfunkempfänger in Kraftfahrzeugen sind kein befriedigender Ersatz. Zwar kann man
während der Fahrt Nachrichtensendungen oder Musik hören, doch hat der Hörer nicht die
Option, das Programm aktiv zu gestalten. Der passive Konsum eines Programmes jedoch ist
unbefriedigend und führt unter Umständen dazu, daß der Fahrer ständig den Sender
wechselt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein System zu schaffen, welches einem
Nutzer, dessen Beschäftigung bzw. Tätigkeit ein gezieltes Lesen nicht zuläßt, ermöglicht, sich
gezielt, seinen Wünschen entsprechend zu informieren.
Diese Aufgabe wird durch ein Telekommunikationssystem mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
Ein Verfahren zum Betreiben des erfindungsgemäßen Telekommunikationssystems ist durch
die Merkmale des Anspruchs 7 gegeben.
Eine Vorrichtung zur Nutzung des erfindungsgemäßen Telekommunikationssystems ergibt
sich aus einer Vorrichtung gemäß Anspruch 15.
Ein Datenträger zur Verwendung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist durch einen
Datenträger mit den Merkmalen des Anspruchs 27 gegeben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der Betreiber des Telekommunikationssystems wählt bestimmte Nachrichtenartikel aus
aktuellen Zeitungen und Zeitschriften aus, vertont diese und stellt sie in einem Datennetz
bereit. Der Kunde des Systems bzw. Dienstes kann über das Netz ein Programm, welches
mindestens einen vertonten Artikel umfaßt und vom Betreiber ins Datennetz eingespeist
wurde, über dieses abrufen. Er kann gezielt die Artikel wählen, die ihn interessieren und
auch während einer Tätigkeit, die das Lesen nicht zuläßt, diese sich anhören. Auf diese
Weise kann der Nutzer bisher "tote Zeiten" - beispielsweise beim Autofahren - sinnvoll
nutzen. Nur Artikel, die ihn wirklich interessieren, werden von ihm über das Datennetz
abgerufen.
Das Programm kann auch Musiktitel und Werbung umfassen, wobei der Kunde auch die für
ihn interessanten Kategorien an Werbung einstellen kann, so daß er sich individuell sein
Informations- und Unterhaltungsprogramm zusammenstellen kann. Der Kunde hört auf diese
Weise nur Musik, die ihm gefällt und Werbung, die für ihn von Interesse ist und wird diese
deshalb auch eher akzeptieren.
Bevorzugt wird das Programm nach Vorgaben des Nutzers zusammengestellt. Dies hat für
ihn den Vorteil, daß er sich nicht immer darüber informieren muß, welche Artikel und
Musiktitel ihm momentan zur Verfügung stehen. Das Programm wird dem Kunden nach
dessen Wünschen und Interessen zusammengestellt.
Der Kunde kann sich das aufgerufene Programm sofort anhören oder auf einem Datenträger
speichern, um es sich beliebig oft unabhängig von einem Zugang zum Datennetz anzuhören.
Als Datennetz dient bevorzugt ein elektronisches Kommunikationsnetz, insbesondere das
Internet. Der Umgang mit diesem Datennetz ist vielen Personen bereits vertraut. Diese
Personen verfügen auch schon über einen Internetzugang. Für sie ist es leicht möglich, den
angebotenen Dienst in Anspruch zu nehmen.
Das erfindungsgemäße System dient zur Umsetzung der Erfindung. Das System weist eine
Datenbank, welche ausgewählte vertonte Artikel enthält, und eine Verbindungsschnittstelle
zwischen der Datenbank und dem Datennetz auf. Über die Verbindungsschnittstelle kann ein
Programm, welches mindestens einen der vertonten Artikel aus der Datenbank enthält, mit
einem geeigneten Mittel in das Datennetz eingespeist werden.
Bevorzugt ist die Datenbank auf einem Datenträger gespeichert, der mit einer elektronischen
Rechenanlage verbunden ist. Das Mittel zum Einspeisen des Programmes ist dann ein auf
der Rechenanlage installiertes Computerprogramm.
Das Programm kann auch Musiktitel und Werbung umfassen.
Bevorzugt ist das in das Datennetz eingespeiste Programm nach Vorgaben des Nutzers,
nämlich des Empfängers des eingespeisten Programmes, zusammengestellt.
Von besonderem Vorteil ist, wenn das System eine graphische Benutzeroberfläche aufweist.
Diese ist bevorzugt ebenfalls auf der elektronischen Rechenanlage installiert, und ermöglicht
es dem Nutzer, sich anhand einer Übersicht das gewünschte Programm
zusammenzustellen. Mit Hilfe der graphischen Benutzeroberfläche kann ein zukünftiger
Kunde sich bei dem erfindungsgemäßen Dienst registrieren lassen und die Vorgaben, mit
Hilfe derer seine Programme zusammengestellt werden, dem Betreiber des Dienstes
übermitteln.
Von Vorteil ist, wenn als Datennetz das Internet dient. Die graphische Benutzeroberfläche
befindet sich dann auf der Homepage des Anbieters.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht als Verbindungsschnittstelle ein
direkter Zugang zum Internet. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die gewünschten Daten
schnell übermittelt werden können.
Bevor der Kunde den Dienst nutzt, muß er sich registrieren lassen. Dies ist sowohl aus
juristischen Gründen als auch aus Gründen der Abrechnung notwendig. Das Registrieren
kann in folgenden Schritten ablaufen:
- - Der Kunde wählt die entsprechende Seite der Homepage des Anbieters.
- - Der Kunde macht Angaben zu dem von ihm gewünschten Abrechnungsmodalitäten und zu seiner Bankverbindung.
- - Der Kunde akzeptiert die juristisch relevanten Belange.
- - Der Kunde wählt die für ihn interessante Kombination an Werbe- und Querschnitts- Themen (dieses Profil ist für den Kunden jederzeit änderbar).
- - Der Kunde bestimmt sein Musikprofil (auch dieses ist jederzeit änderbar).
- - Der Kunde ist berechtigt den Dienst jederzeit abzurufen.
- - Die Registrierung ist widerrufbar und das Teilnehmerverhältnis endet mit Ende des nächsten Abrechnungszeitraumes.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Nutzung des Telekommunikationsdienstes weist eine
Verbindungsschnittstelle zu einem Datennetz, ein Mittel zum Abrufen eines in das Datennetz
eingespeisten Programmes, das zumindest einen vertonten Artikel umfaßt, und ein Mittel zur
akustischen Wiedergabe des abgerufenen Programmes auf.
Bevorzugt umfaßt die Vorrichtung weiterhin ein Datensichtgerät und Dateneingabemittel,
welche eine Kommunikation zwischen Nutzer und Anbieter des Telekommunikationsdienstes
erleichtern.
Als Datensichtgerät und Dateneingabemittel dienen ein Monitor und eine Tastatur einer
elektronischen Rechenanlage. Auf der Rechenanlage ist das Mittel zum Abrufen des
eingespeisten Programmes in Form eines Computerprogrammes installiert.
Das abgerufene Programm kann zumindest einen Musiktitel und Werbung umfassen.
Von Vorteil ist es, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Datenträger aufweist. Auf
diesem kann das abgerufene Programm gespeichert werden. Als Datenträger kann zum
Beispiel die Festplatte der elektronischen Rechenanlage dienen.
Ist der Datenträger eine CD-ROM, ein MP3-Player oder vergleichbares Gerät, kann das
abgerufene Programm von einem beliebigen CD-ROM-Laufwerk abgespielt und akustisch
wiedergegeben werden.
Das abgerufene Programm ist vorzugsweise nach Vorgaben des Nutzers zusammengestellt.
Ein ISDN-Modem erlaubt aufgrund der hohen Datenübertragungsrate eine schnelle
Übertragung der in das Datennetz eingespeisten Daten.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Verbindungsschnittstelle ein
Mobilfunknetzmodem, beispielsweise ein GSM-Modem. Der Zugang zum Datennetz erfolgt
dann über das Modem und eine Schnittstelle zwischen Mobilfunknetz und Datennetz. Auf
diese Weise kann der Nutzer an beliebigen Orten das gewünschte Programm abrufen. Für
den Zugang zum Mobilfunknetz kann er beispielsweise ein Mobilfunktelefon verwenden. Die
empfangenen Daten werden auf einem Datenträger gespeichert oder direkt akustisch
wiedergegeben. Diese besondere Ausgestaltung eignet sich vor allem für den Einsatz in
einem Kraftfahrzeug. In diesem kann die vorhandene Antenne als Verbindungsschnittstelle
zum Mobilfunknetz und die mit einem Rundfunkempfänger verbundenen Lautsprecher als
Mittel zur akustischen Wiedergabe des abgerufenen Programmes dienen.
Als Datennetz dient bevorzugt das Internet.
Zum Abrufen des Dienstes gibt es mehrere Möglichkeiten. Der Dienst kann beispielsweise
über einen PC genutzt werden. Der Abruf des Dienstes ist somit mit gegebener Technologie
möglich. Der Kunde nutzt seinen PC um den Dienst in Anspruch zu nehmen. Das individuell
ausgewählte und zusammengestellte Programm wird via "Download" auf den PC geladen
und kann dann vom Kunden entweder direkt mit den Multi-Media-Einrichtungen des PCs
gehört werden oder auf CD (oder vergleichbarem Medium) gebracht und so einer mobilen
Nutzung zugeführt werden.
Der Kunde kann aber auch spezielle Internet-Geräte einsetzen. Diese Geräte haben direkten
Zugang zu Internet-Diensten und verfügen über einen Speicher, auf den das Programm via
"Download" geladen wird. Bei den Geräten handelt es sich um solche, die in Aufbau und
Funktionsweise einem Walkman oder Diskman ähneln, oder eine entsprechende
Funktionalität befindet sich direkt im Autoradio.
In jedem Fall ist die mobile Nutzung für den Kunden gegeben.
Der Abruf kann mit einem Abonnement erfolgen. Die Idee hierbei ist, Großkunden die
Möglichkeit zum Abonnement zu geben und sie damit in die Lage zu versetzen, ihren
Kunden gegenüber die Service-Palette weiter zu steigern. Potentielle Großkunden sind u. a.:
- - Telefongesellschaften
- - Fluggesellschaften und die Bahn
- - Kaufhäuser
- - Bars.
Diese Zielgruppen unterscheiden sich in der Art ihres Service-Angebotes.
Eine Abrechnung der erbrachten Dienstleistungen erfolgt zwischen drei Partnern:
- - Kunde (Großkunde, Einzelkunde)
- - Verlag (bzw. GEMA)
- - Werbeindustrie.
Die Abrechnungsformen betreffend muß grundsätzlich zwischen einer dynamischen und
statischen Form unterschieden werden. Bei der dynamischen Form orientiert sich der
Rechnungsbetrag direkt an der Zahl der abgerufenen Artikel und der eingespielten Werbung.
Die statische Form sieht vor, daß ein monatlicher oder artikelbezogener Fixbetrag erhoben
wird.
Auf dem Datenträger zur Verwendung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in
voneinander abgetrennten Bereichen Informationsdaten, Musikdaten und Werbedaten
gespeichert. Die Bereiche können sequentiell abrufbar sein. Eine besondere Ausgestaltung
des Datenträgers sieht vor, daß ein beliebiger Zugriff auf die Bereiche möglich ist.
Ein möglicher Ablauf des Dienstes ist nachfolgend aufgeführt:
- - Ausgewählte Artikel von Magazinen werden, zeitnah zu ihrem Erscheinen in der Presse, vertont und im Internet bereitgestellt.
- - Musik wird explizit und/oder nach Genre zur Auswahl bereitgestellt.
- - Unterhaltungsbeiträge und Berichte von Radiostationen und Nachrichtensendern werden bereitgestellt.
- - Kunden lassen sich kostenlos für den Abruf des Angebotes registrieren.
- - Kunden rufen vertonte Artikel, Musik, Berichte und Unterhaltungsbeiträge via Internet ab und nehmen somit den Dienst in Anspruch, wofür sie eine geringe Gebühr entrichten.
- - Die Lieferung an den Kunden wird individuell zusammengestellt, um Werbung ergänzt und Übergänge zwischen Artikeln, Beiträgen und Musik werden "instant" moderiert.
- - Eine Abrechnung mit den Kunden erfolgt monatlich oder nach gesonderter Vereinbarung.
Die Erfindung wird anhand der beigefügte Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes System zum Betreiben eines
Telekommunikationsdienstes;
Fig. 2 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Nutzung des
Telekommunikationsdienstes;
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Das in Fig. 1 dargestellte System umfaßt eine elektronische Rechenanlage 1. Eine
Datenbank, welche ausgewählte vertonte Artikel enthält, ist auf einer Festplatte 2 der
elektronischen Rechenanlage 1 abgelegt. Die in der Datenbank gespeicherten Daten
werden im Internet 3 bereitgestellt. Als Verbindungsschnittstelle 4 zwischen Datenbank und
dem Internet besteht ein direkter Zugang zum Internet 3. Als Mittel zum Einspeisen eines
Programmes dient ein auf der Festplatte 2 installiertes Computerprogramm.
In Fig. 2 ist eine Vorrichtung zur Nutzung des Telekommunikationsdienstes dargestellt.
Diese umfaßt eine elektronische Rechenanlage mit einen Monitor 5 als Datensichtgerät, eine
Tastatur 6 als Dateneingabemittel und einem Lautsprecher 7 zur akustischen Wiedergabe
des abgerufenen Programmes. Als Verbindungsschnittstelle zum Internet 3 dient ein Modem
8 (aus Gründen der Übertragungsgeschwindigkeit vorzugsweise ein ISDN-Modem), welches
eine hohe Datenübertragungsrate gewährleistet. Als Mittel zum Abrufen des ins Internet 3
eingespeisten Programmes dient ein Computerprogramm. Die elektronische Rechenanlage
ermöglicht dem Nutzer, mit dem Anbieter des Dienstes zu kommunizieren. Er kann sich zum
Beispiel registrieren lassen, ein neues Profil übermitteln oder auch gezielt bestimmte Artikel
abrufen. Hierbei hilft ihm die graphische Benutzeroberfläche des Anbieters.
Eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung ist in Fig. 3 dargestellt. Bei dieser erfolgt der
Zugang zum Internet 3 über ein Mobilfunknetzmodem 9 und einer Schnittstelle 10 zwischen
dem GSM-Netz 11 und dem Internet 3. Der Zugang zum GSM-Netz 11 geschieht mit einem
Mobilfunktelefon 12. Ein Lautsprecher 13 des Mobilfunktelefons 12 dient zu akustischen
Wiedergabe des abgerufenen Programmes. Das Programm kann auch auf mittels eines mit
dem Mobilfunktelefon 12 verbundenen CD-Laufwerkes auf eine CD-ROM 14 übertragen
werden. Mit der beschriebenen Vorrichtung kann an beliebigen Orten das individuell
zusammengestellte Programm abgerufen werden.
Der beschriebene Telekommunikationsdienst stellt einen innovativen Internetdienst dar, bei
dem sich jeder Kunde individuell sein Informations- und Unterhaltungsprogramm
zusammenstellen kann. Der Informationsteil ist die konsequente Umsetzung eines Audio-
Zeitschriftenladens im Internet. Ausgewählte Artikel aus tages-, wochen- oder
monatsaktuellen Magazinen werden vertont im Internet angeboten. Der Unterhaltungsteil
wird je nach Vorlieben des Kunden gemischt. Das gesamte Programm kann durch eine
professionelle "instant" gesprochene, also vorvertonte, Moderation ergänzt werden.
Mit diesem Telekommunikationsdienst wird sowohl den aktuellen Kundenbedürfnissen, als
auch den zukünftigen Entwicklungen am Hardwaremarkt Rechnung getragen. Der Dienst
hilft, bisher "tote Zeiten" individuell zu nutzen. Der Kunde kann das Internet entkoppelt vom
PC nutzen und ganz gezielt die Vorzüge dieses Netzes einsetzen. Weiterhin hat der Kunde
die Möglichkeit, Informationen auf Artikel-Ebene und nicht auf Magazin-Ebene zu kaufen. Er
ist in der Lage, seine Auswahl aus einem breiten Angebot zu ziehen und muß dafür nur eine
Rechnung begleichen. Insbesondere für blinde oder schwer sehbehinderte Menschen
ergeben sich durch diesen Telekommunikationsdienst völlig neue Perspektiven.
Der beschriebene Telekommunikationsdienst berücksichtigt neue Entwicklungen im Bereich
des Internet. Noch heute ist der PC das Vehikel für den Weg ins Internet. Der Kunde geht ins
Internet, welches vergleichbar einem gigantischen Kaufhaus mit Irrgarten-Ambiente ist.
Zukünftige Entwicklungen, wie der erfindungsgemäße Telekommunikationsdienst, schaffen
neue Voraussetzungen für den Umgang und damit die Nutzung des Internet:
- - Der Kunde nutzt das Internet, d. h. nicht die Neugierde, sondern der Service ist das Ziel.
- - Der Kunde will die für ihn interessanten Aspekte des Internet nutzen, er wird gezielt auf Dienste im Internet zugreifen wollen.
- - Der Kunde wird das Internet überall nutzen wollen: im Auto, beim Joggen und im Cafe unabhängig vom PC.
- - Der Kundenbedarf an Spezial-Geräten für das Internet wird drastisch steigen.
Aber nicht nur für die Kunden ergeben sich erhebliche Vorteile. Für Verlage, welche die
vertonten Artikel zur Verfügung stellen, wird eine völlig neue Zweitvermarktungschance
bereitgestellt. Der Verlag kann sich dadurch sowohl innovative Vermarktungschancen öffnen,
ohne eigene größere Investitionen, als auch neue Kundengruppen gewinnen. Ohne daß eine
neue Form der Debitorenbuchhaltung aufgebaut werden müßte, kann der zusätzliche
Umsatz erzielt werden.
Radiostationen erhalten für ihre Spots, Jokes, Nachrichten und Berichte eine
Zweitvermarktungschance. Wird der Sender genannt, steigt dadurch auch seine Popularität.
Die werbetreibende Industrie erschließt sich mit Hilfe des Telekommunikationsdienstes ein
neues großes Kundenpotential, ohne selbst investieren zu müssen. Das finanzielle Risiko ist
gering; die Zielgruppengenauigkeit ist sehr hoch. Durch die genaue Kenntnis der Zielgruppe
sind auch völlig neue Werbekonzepte denkbar.
Die Werbung wird in Bereiche bzw. Themen klassifiziert. Diese sind beispielsweise:
- - Mode
- - Reise
- - Auto
- - Essen
- - Gesundheits- und Schönheitspflege
- - Haushalt/Heimwerker
- - EDV
- - Geld.
Der Kunde kann sein Werbeprofil selbst definieren. So kommt dem Kunden nur Werbung zu,
welche seinen Interessen entspricht. Mittels der Werbung kann der Dienst kostengünstig
oder sogar kostenlos für den Kunden angeboten werden, was Attraktivität und Vielfalt des
Angebots weiter wachsen läßt.
Die Musikbranche profitiert ebenfalls, da über einen neuen Weg im Internet Musik verkauft
werden kann und dabei liefer-genau abgerechnet wird.
Ein Gesamtablauf wird nachfolgend beschrieben:
- - Die Verlage vertonen Artikel und liefern sie als Datei an den Anbieter des Telekommunikationsdienstes, oder der Anbieter vertont selbst. Musik Label liefern Musik. Der Anbieter stellt diese Dateien über das Internet zur Verfügung.
- - Die Werbeindustrie liefert dem Anbieter Audio-Werbespots als Datei. Der Anbieter klassifiziert die Werbung und speichert sie entsprechend ab.
- - Der Einzelkunde registriert sich beim Anbieter unter Angabe seiner Interessenschwerpunkte, des von ihm gewünschten Werbeprofils sowie seiner Musikvorlieben und seiner Bankverbindung.
- - Mit Großkunden werden entsprechende Rahmenverträge geschlossen.
- - Der Kunde ruft via Internet Artikel oder andere Audio-Informationsangebote und Musik ab.
- - Gemäß dem Profil des Kunden wird das Programm zusammengestellt.
- - Das Programm ist bereit zum Abrufen und wird geliefert. Der Rechnungsstellung erfolgt gemäß den mit den Kunden getroffenen Vereinbarungen.
Der Kunde kann die Höhe des Rechnungsbetrages beeinflussen, indem er das Verhältnis
zwischen Unterhaltung, Information und Werbung vorgibt. Je höher der Anteil der Werbung
ist, umso geringer ist der von ihm zu entrichtende Betrag. So ist es auch möglich, den Dienst
kostenlos für den Kunden anzubieten.
Claims (29)
1. Telekommunikationssystem, aufweisend
- - eine Datenbank, welche ausgewählte vertonte Nachrichtenartikel enthält;
- - eine Verbindungsschnittstelle (4) zwischen der Datenbank und einem Datennetz, und
- - ein Mittel, welches ein Programm, das mindestens einen der vertonten Titel umfaßt, in das Datennetz einspeist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenbank auf einem mit
einer elektronischen Rechenanlage (1) verbundenen Datenträger gespeichert und das Mittel
zum Einspeisen des Programms ein auf der Rechenanlage (1) installiertes
Computerprogramm ist.
3. System nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
eingespeiste Programm mindestens einen Musiktitel umfaßt.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
eingespeiste Programm Werbung umfaßt.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das in das
Datennetz eingespeiste Programm nach Vorgaben eines Nutzers zusammengestellt ist.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine graphische
Benutzeroberfläche.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Datennetz
das Internet (3) dient.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungsschnittstelle (4)
ein direkter Zugang zum Internet (3) vorgesehen ist.
9. Verfahren zum Betrieb eines Telekommunikationssystem nach Anspruch 1, zum
Bereitstellen vertonter Artikel in einem Datennetz, bei dem ausgewählte Nachrichten-Artikel
vertont werden und ein Programm, welches mindestens einen der vertonten Artikel umfaßt,
in ein elektronisches Datennetz eingespeist wird, so daß das Programm über das Datennetz
abgerufen werden kann.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das eingespeiste Programm
mindestens einen Musiktitel umfaßt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das eingespeiste Programm
Werbung umfaßt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
eingespeiste Programm nach Vorgaben eines Nutzers zusammengestellt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das
abgerufene Programm auf einem Datenträger gespeichert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß als
Datennetz das Internet (3) dient.
15. Vorrichtung zur Nutzung eines Telekommunikationssystems gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 8, mit
- - einer Verbindungsschnittstelle zu einem Datennetz,
- - einem Mittel zum Abrufen eines in das Datennetz eingespeisten Programmes, das zumindest einen vertonten Artikel umfaßt, und
- - einem Mittel zur akustischen Wiedergabe des abgerufenen Programmes.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch ein Datensichtgerät und
Dateneingabemittel.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß als Datensichtgerät und
Dateneingabemittel ein Monitor (5) und eine Tastatur (6) einer elektronischen Rechenanlage
dienen, auf welcher das Mittel zum Abrufen des eingespeisten Programmes in Form eines
Computerprogrammes installiert ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das
abgerufene Programm mindestens einen Musiktitel umfaßt.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das
abgerufene Programm Werbung umfaßt.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, gekennzeichnet durch einen
Datenträger.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenträger eine CD-
ROM (14) ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das
abgerufene Programm nach Vorgaben eines Nutzers zusammengestellt ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß als
Verbindungsschnittstelle ein ISDN-Modem (8) dient.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsschnittstelle ein Mobilfunknetzmodem (9) ist und der Zugang zum Datennetz
über das Mobilfunknetzmodem (9) und eine Schnittstelle (10) zwischen Mobilfunknetz und
Datennetz erfolgt.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß eine in einem
Kraftfahrzeug zum Empfang von Radiowellen vorgesehene Antenne als
Verbindungsschnittstelle zum Mobilfunknetz und die mit einem Rundfunkempfänger
verbundenen Lautsprecher als Mittel zur akustischen Wiedergabe des abgerufenen
Programmes dienen.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß als
Datennetz das Internet (3) dient.
27. Datenträger zur Verwendung mit einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüchen 15 bis
26, auf welchem in voneinander abgetrennten Bereichen Informationsdaten, Musikdaten und
Werbedaten gespeichert sind.
28. Datenträger nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bereiche auf dem Datenträger sequentiell abrufbar sind.
29. Datenträger nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß ein beliebiger Zugriff auf
die Bereiche möglich ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19963060A DE19963060A1 (de) | 1999-12-24 | 1999-12-24 | Telekommunikationssystem zum Bereitstellen vertonter Artikel in einem Datennetz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19963060A DE19963060A1 (de) | 1999-12-24 | 1999-12-24 | Telekommunikationssystem zum Bereitstellen vertonter Artikel in einem Datennetz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19963060A1 true DE19963060A1 (de) | 2001-07-05 |
Family
ID=7934536
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19963060A Withdrawn DE19963060A1 (de) | 1999-12-24 | 1999-12-24 | Telekommunikationssystem zum Bereitstellen vertonter Artikel in einem Datennetz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19963060A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004029673B4 (de) * | 2004-06-11 | 2007-10-18 | Deutsche Telekom Ag | Verfahren und Anordnung zum Hören von ausgewählten Inhalten einer elektronischen Tageszeitung mit sprachgesteuerter Bedienerführung |
| WO2008006352A1 (de) * | 2006-07-12 | 2008-01-17 | Christiana Spingler | Verfahren und einrichtung zum bereitstellen und verbreiten von informationen |
-
1999
- 1999-12-24 DE DE19963060A patent/DE19963060A1/de not_active Withdrawn
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