DE19963600A1 - Verfahren zur Herstellung einer Mascarabürste - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Mascarabürste

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Abstract

Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung umfaßt die Verdrehung eines plastisch deformierbaren Drahtes, normalerweise aus Metall, so daß dieser dabei Fasern eingebzieht, wobei die Teile der Fasern, die aus dem Draht herausstehen, Borsten in einer schraubenförmigen Spirale bilden sowie das Abschneiden einiger der Borsten in vordefinierten winkligen Sektoren unter Verwendung des gedrehten Drahtes zur Führung der Arbeitselemente, mit denen eine vollständige oder teilweise Abtragung der Borsten erfolgt.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abtragungsverfah­ ren für Borsten einer Bürste für Wimperntusche (im folgenden Mascarabürste) und einer durch das Verfahren erhaltenen Bür­ ste.
Mascara ist normalerweise in einem schmalen Behälter verpackt, der mit einem Abstreichelement ausgestattet ist. Die Bürste ist normalerweise vollständig mit einer Kapsel verbun­ den, die mit einem Stab ausgestattet ist, der in den Behälter geschraubt wird. Wenn die Bürste aus dem Behälter entnommen wird, richtet sich eine innere radiale Lippe des Abstreich­ elementes gegen die Borsten der Bürste, um überschüssiges Mascara zu entfernen.
Wegen des gleichen inneren Durchmessers ist das Abstreichelement, wenn es gegen die Borsten reibt, in der Lage, mehr überschüssiges Produkt von einer Bürste abzustrei­ chen, die lange Borsten hat als von einer mit kurzen Borsten. Andererseits werden die kurzen Borsten oder die Zwischenräume zwischen den Räumen benötigt, um das auf die Augenwimpern des Benutzers aufzubringende Produkt aufzunehmen. Andererseits werden lange Borsten benötigt, um die Augenwimpern zu kämmen, und voneinander getrennt zu halten.
Es besteht daher die Notwendigkeit für eine Mascarabür­ ste, die den Forderungen des Anwenders entspricht.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft eine Bürste, die in der Lage ist, eine signifikante Menge Mascara mit einer einzigen Anwendung aufzutragen, um den Au­ genwimpern Volumen zu geben.
Eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt eine Bürste, die in der Lage ist, die Augenwimpern zu kämmen und voneinander zu trennen sowie die Augenwimpern umzu­ biegen, und die in der Lage ist, eine gleichmäßige Schicht Mascara aufzutragen, alles bei niedrigen Kosten.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Verfahren, bestehend aus dem Verdrehen eines pla­ stisch deformierbaren Drahtes, normalerweise aus Metall, so daß dieser Fasern dabei festhält, wobei die Teile der Fasern, die von dem Draht abstehen, Borsten in Form einer schrauben­ förmigen Spirale bilden, sowie Abscheren einiger Borsten in vorbestimmten winkligen Sektoren unter Verwendung des verdreh­ ten Drahtes zur Führung der Arbeitselemente, die die vollstän­ dige oder teilweise Abtragung der Borsten hervorrufen.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Werkzeug zum Abtragen der Borsten, das stark genug ist, nicht durch den Draht beschädigt zu werden und das den Draht nicht durch Verlagerung der Borsten zerstört. Die Füh­ rung des Werkzeuges kann direkt mechanisch erfolgen, zum Bei­ spiel durch Verwendung eines Schneidwerkzeuges, wie eines Mes­ sers, eines Fräswerkzeuges oder eines Schleifkörpers an dem Draht. Im Falle der "kontaktfreien" Abtragung durch Laser, Ultraschall oder Wasserstrahl, kann die Führung des Abtragungswerkzeuges beispielsweise durch einen sich an dem Draht orientierenden Meßfühler oder durch eine automatische Steuerungsvorrichtung erfolgen, die einen Mechanismus auf­ weist, wie einen optischen Mechanismus, um die Position des Drahtes zu bestimmen.
Ein Herstellungsverfahren zur Herstellung einer Mascara­ bürste der vorliegenden Erfindung umfaßt: die Positionierung der Borsten parallel zueinander und die Verschiebung der Bor­ sten in Längsrichtung und zwischen zwei Segmenten von wenig­ stens einem plastisch verformbaren Draht, wobei die Borsten annähernd senkrecht zu dem Draht ausgerichtet sind; Verdrehen des plastisch deformierbaren Drahtes in der Weise, daß er mit den Borsten eine schraubenförmige Spirale bildet, dadurch gekennzeichnet, daß es ebenfalls die Durchführung einer teil­ weisen oder vollständigen Abtragung in winkligen Abschnitten der durch die Borsten gebildeten schraubenförmigen Spirale umfaßt, durch horizontale Bewegung von wenigstens einem Schneidelemente, wobei die Scheidkomponente durch den gedreh­ ten Draht geführt wird.
Das Herstellungsverfahren der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß es die gleichzeitige Implementie­ rung von mehreren Schneidelementen umfaßt, um gleichzeitig verschiedenen Sektoren zu bilden, die frei von Borsten sind oder die mit kürzeren Borsten versehen sind. Die mehrfachen Schneidelemente sind in gleichmäßigen Winkeln um die Achse des plastisch deformierbaren, verdrehten Drahtes angeordnet. In einer Ausführungsform ist das Schneidelement ein Messer. Das Messer wird tangential zur Achse des plastisch deformierbaren, verdrehten Drahtes angeordnet. Das Blatt bildet einen spitzen Winkel in Bezug auf die Achse des plastisch deformierbaren Drahtes.
Eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Bürste in eine Bohrung eingeführt wird, die in einem Teil gebildet wird, dessen innerer Durchmesser größer ist als der Durchmesser des plastisch deformierbaren gedrehten Drahtes und kleiner als der äußere Durchmesser der Borsten der Bürste, und die in der Weise eingesetzt wird, daß die Borsten umgebogen werden und die Bürste zentriert wird, wobei in dieser Stufe die umgebogenen Borsten geschnitten werden. Die Messer sind am Ausgang der Bohrung angeordnet.
Für eine Ausführungsform des Verfahrens der vorliegenden Erfindung weist ein Rohr eine Öffnung auf, die die Anwendung eines Schneidwerkzeuges an der Bürste gestattet, deren Borsten zu schneiden sind.
Für eine andere Ausführungsform des Verfahrens der vor­ liegenden Erfindung ist die Öffnung eine enge Längsöffnung, die die Borsten mit einem Winkel β auswählt, entsprechend dem Abschnitt, in dem die Abtragung der Borsten stattfinden soll.
Für einige Ausführungsformen sieht das Verfahren mehrere Längsöffnungen vor, von denen jede mit einem separaten Schneidwerkzeug korrespondiert. Das Verfahren schließt weiter­ hin eine Stufe des Zentrierens der Bürste ein, deren Borsten zwischen mehreren Schneidkomponenten geschnitten werden, wobei die Schneidkomponenten in regelmäßigen Winkeln rund um die Bürste positioniert sind, deren Borsten zu schneiden sind.
Das Verfahren schließt auch die Anwendung eines Rotationswerkzeuges ein, ausgewählt aus der Gruppe, die eine Kreissäge, ein Fräswerkzeug und einen Schleifkörper umfaßt. Das Rotationsschneidwerkzeug reicht in die enge Öffnung hin­ ein. Das Rotationswerkzeug ist scheibenförmig und wird mit dem Rand zu dem plastisch deformierbaren, verdrehten Draht ange­ wandt.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist gleichfalls eine Mascarabürste, die winklige Sektoren einschließt, die mit Borsten mit einer ersten Länge versehen sind und Sektoren, die frei von Borsten sind oder mit Borsten versehen sind, die kürzer sind als die Borsten des Sektors. Für eine Ausführungsform der Mascarabürste sind die Sektoren mit Borsten in regelmäßigen Winkeln um die Achse des plastisch deformierbaren, verdrehten Drahtes verteilt.
Ein weiteres Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung eine enge Längsöffnung ist, die die Borsten mit einem Winkel auswählt, der mit dem Sektor korrespondiert, in dem die Abtragung der Borsten stattfindet. Für eine Ausfüh­ rungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere Längsöffnungen vorsieht, von denen jede mit einem separaten Schneidwerkzeug korrespondiert. Das Verfahren ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß es die Zentrierung der Bürste einschließt, deren Borsten zwischen den mehreren Schneidkomponenten geschnitten werden, die in regelmäßigen Winkeln rund um die Bürste angeordnet sind, deren Borsten zu schneiden sind. Das Verfahren ist weiterhin dadurch gekenn­ zeichnet, daß es eine Stufe der Anwendung eines Rotationswerk­ zeuges einschließt, ausgewählt aus der Gruppe, die eine Kreis­ säge, ein Fräswerkzeug und einen Schleifkörper umfaßt. Das Rotationsschneidwerkzeug reicht in die enge Öffnung hinein.
Das Verfahren ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationswerkzeug scheibenförmig ist und daß es mit dem Rand zu dem plastisch deformierbaren, verdrehten Draht ange­ wandt wird.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ebenfalls eine Mascarabürste, die winklige Sektoren ein­ schließt, die mit Borsten versehen sind, die eine erste Länge haben sowie Sektoren, die frei von Borsten sind oder mit Bor­ sten versehen sind, die kürzer sind als die Borsten des Sek­ tors. Die Mascarabürste ist dadurch gekennzeichnet, daß die Sektoren mit Borsten in regelmäßigen Winkeln um die Achse des plastisch deformierbaren, verdrehten Drahtes verteilt sind.
Das Verständnis der Erfindung wird erleichtert durch die folgende Beschreibung und die dazugehörigen Zeichnungen, die nicht einschränkende Beispiele darstellen sollen.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Bürste, die nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung beschnitten werden kann,
Fig. 2 ist eine Frontansicht einer ersten Ausführungsform der Bürste nach der vorliegenden Erfindung,
Fig. 3 ist eine Frontansicht einer zweiten Ausführungsform der Bürste nach der vorliegenden Erfindung,
Fig. 4 ist eine Frontansicht einer dritten Ausführungsform einer Bürste nach der vorliegenden Erfindung,
Fig. 5 ist eine Seitenansicht, die das Schneiden der Borsten der Bürste von Fig. 1 erläutert,
Fig. 6 ist eine Seitenansicht, die ein zweites Beispiel des Borstenschneidverfahrens nach der vorliegenden Erfindung er­ läutert,
Fig. 7 ist eine Seitenansicht, die ein drittes Beispiel des Borstenschneidverfahrens nach der vorliegenden Erfindung er­ läutert,
Fig. 8 ist eine Seitenansicht, die ein viertes Beispiel des Borstenschneidverfahrens nach der vorliegenden Erfindung er­ läutert,
Fig. 9 ist eine Draufsicht einer ersten Ausführungsform der Schneidvorrichtung von Fig. 8,
Fig. 10 ist eine Draufsicht einer zweiten Ausführungsform der Schneidvorrichtung von Fig. 8,
Fig. 11 ist eine Draufsicht einer dritten Ausführungsform der Schneidvorrichtung von Fig. 8,
Fig. 12 ist eine Frontansicht, die ein fünftes Borstenschneid­ beispiel nach der vorliegenden Erfindung erläutert,
Fig. 13 ist eine Frontansicht einer Bürste, die das Zentrum einer Borstenabtragungsvorrichtung nach der vorliegenden Er­ findung durchläuft.
Es werden gleiche Bezugszeichen verwendet, um die identi­ schen Komponenten in den Fig. 1 bis 13 zu bezeichnen.
Eine Ausführungsform des Verfahrens der vorliegenden Erfindung umfaßt die Verdrehung eines plastisch verformbaren Drahtes, normalerweise aus Metall, so daß dieser dabei Fasern festhält, wobei die Teile der Fasern, die vom Draht wegstehen, Borsten in einer schraubenförmigen Spirale bilden sowie das Abschneiden einiger der Borsten in vorher definierten wink­ ligen Sektoren unter Verwendung des gedrehten Drahtes zur Führung der Komponenten, die die vollständige oder teilweise Abtragung der Borsten hervorrufen.
Ein für das Abtragen der Borsten ausgewähltes Werkzeug ist stark genug, nicht durch den Draht beschädigt zu werden. Andererseits zerstört das Werkzeug nicht den Draht durch Ver­ lagerung der Bürste. Die Führung erfolgt direkt mechanisch beispielsweise unter Verwendung eines Schneidwerkzeuges, wie eines Messers, eines Fräswerkzeuges oder eines Schleifkörpers an dem Draht. Im Falle der "kontaktfreien" Abtragung durch Laserstrahl, Ultraschall oder Wasserstrahl wird die Führung des Abtragungswerkzeuges beispielsweise durch einen Meßfühler vorgesehen, der sich an dem Draht abstützt, oder durch eine automatische Steuerungsvorrichtung, die einen Mechanismus, wie einen optischen Mechanismus umfaßt, um die Position des Drah­ tes zu bestimmen.
Eine Ausführungsform der Mascarabürste der vorliegenden Erfindung, die allgemein in Fig. 1 erläutert wird, zeigt die Mascarabürste 1, bestehend aus einem oder mehreren gedrehten Drähten 3, die die Borsten 5 festhalten und eine schraubenför­ mige Spirale bilden, wobei die Borsten in regelmäßigen Winkeln verteilt sind. Ein Ende des gedrehten Drahtes 3 trägt die Kapsel 7, um den Behälter 8 zu verschließen, der mit einem Abstreichelement 9 ausgestattet ist. Der äußere Umfang der Fasern der Bürste kann in Form eines Zylinders, eines Konus, eines Kegelstumpfes usw. vorliegen.
Wenn die Kapsel in den Behälter eingeschraubt wird, tau­ chen die Borsten 5 in das Mascara ein. Zu diesem Zeitpunkt ist die Bürste 1 mit Mascara überladen. Die Entnahme aus dem Be­ hälter führt dazu, daß die Borsten 5, die zum Mittelpunkt gerichtete kreisförmige Lippe 11 des Abstreichelementes 9 passieren, wo überschüssiges Produkt entfernt wird. Bei dem bekannten Bürstentyp, wo alle Borsten 5 die gleiche Länge haben, besteht allerdings die Gefahr, daß das Abstreichelement 9 zuviel Produkt entfernt. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung gestattet die vollständige oder teilweise Abtragung einiger Borsten 5, die in vorbestimmten winkligen Sektoren angeordnet sind. Als Variante wird die Abtragung in einer schraubenförmigen Spirale durchgeführt. In dem Beispiel, das in Fig. 2 erläutert ist, schließt die erfindungsgemäße Bürste drei Sektoren 13 der Borsten 5++++++++ mit einem Winkel ein, der vorzugsweise regelmäßig um die Achse 14 des Drahtes 3 verteilt ist und durch drei Sektoren 15 mit dem Winkel β ge­ trennt ist, der vorzugsweise regelmäßig um die Achse 14 des Drahtes 3 verteilt ist, der frei von Borsten ist, oder als Variante kürzere Borsten 5 hat.
Das in Fig. 3 erläuterte Beispiel zeigt eine Bürste 1 nach der Erfindung, die vier Sektoren 13 mit Borsten 5 umfaßt mit dem Winkel α, der vorzugsweise in regelmäßigen Winkeln verteilt und getrennt ist durch vier Sektoren 15 mit dem Win­ kel β, vorzugsweise in regelmäßigen Winkeln verteilt und frei von Borsten oder mit kürzeren Borsten 5.
Fig. 4 zeigt die Bürste 1 nach der Erfindung, die sechs Sektoren 13 der Borsten 5 mit einem Winkel α umfaßt, vorzugs­ weise regelmäßig verteilt um die Achse 14 des Drahtes 3 und getrennt durch sechs Sektoren 5 mit dem Winkel β, vorzugsweise regelmäßig verteilt um die Achse 14 des Drahtes 3 und frei von Borsten, oder als Variante, mit kürzeren Borsten 5.
Es sollte klar sein, daß Bürsten 1 mit Sektoren 13 und 15, die nicht in regelmäßigen Winkeln verteilt sind sowie Bürsten, die viele Sektoren 13 mit unterschiedlichen Winkeln α und/oder β umfassen, nicht außerhalb des Schutzumfanges der Erfindung liegen.
Die Bürste 1 nach der Erfindung, wie in Fig. 2 bis 4 erläutert, ist, wenn sie in den Mascarabehälter eingeführt wird, in der Lage, das Mascara in den langen Bürsten 5 der Sektoren 13 sowie in den Sektoren 15, die frei von Borsten sind oder mit kürzeren Borsten 5' ausgestattet sind, zu hal­ ten. Wenn die Bürste aus dem Behälter entfernt wird, umfaßt die Lippe 11 des Abstreichelementes 9 primär die Borsten 5 der Sektoren 13, die sauber abgestrichen werden, während eine si­ gnifikante Menge an Mascara in den Sektoren 15, die keine Borsten 5 haben oder mit kürzeren Borsten 5' versehen sind, zurückgehalten wird sowie in den langen Borsten 5 in den Sek­ toren 13 an den Rändern der Sektoren 15. Die erfindungsgemäße Bürste sichert in idealer Weise das Auftragen von Mascara den Augenwimpern eines Nutzers. Die Bürste wird mit einer großen Menge an vorrätigem Mascara versehen, während gleichzeitig die langen Borsten 5 in der Lage sind, die Augenwimpern des Nut­ zers zu bürsten, voneinander zu trennen und möglicherweise aufzubiegen, und eine gleichmäßig dicke Schicht an Mascara wird aufgetragen, um den Wimpern Volumen zu geben.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anschließend be­ schrieben.
Zuerst werden Fasern, wie solche aus Polyamid, insbeson­ dere Polyamid-6.6 oder andere synthetische oder natürliche Fasern, ob hohl oder voll, zwischen den Segmenten des Drahtes 3 verteilt, der vorteilhaft aus Metall in Form eines U (Haar­ nadeldraht) besteht. Der Draht wird zu einer Helix gedreht, um eine Bürste zu bilden.
Wenn der Draht gedreht ist, wird die Bürste vorteilhaft beschnitten, so daß man den gewünschten äußeren Umfang der Fasern erhält, beispielsweise zylindrisch, wie in Fig. 1 er­ läutert. Anschließend werden die Borsten 5 einer teilweise oder vollständigen Abtragung in den Sektoren 15 unterworfen. Vorzugsweise erfolgt die Abtragung der Borsten 5 in allen Sektoren 15 gleichzeitig unter Verwendung von mehreren Schneidwerkzeugen, insbesondere Messern. In dem in Fig. 5 erläuterten Beispiel sind zwei Messer 17 tangential in Bezug auf den gedrehten Draht 3 angeordnet, an dem sie in diametral entgegengesetzten Flächen aufliegen.
In dem in Fig. 6 erläuterten Beispiel ist das Messer 17 in einem Winkel θ gestellt, der ungleich null ist bezogen auf die Achse des gedrehten Drahtes 3. Der Winkel θ liegt beispielsweise zwischen 0° und 90°, vorzugsweise zwischen 5° und 45°. Durch Verschiebung der Bürste 1 in Bezug auf die Messer 17 in Richtung des Pfeiles 19 werden die Borsten 5 Gegenstand einer Abtragung in den Flächen Z, die als künftige Sektoren 15 bekannt sind. Zusätzlich zu der durch den Pfeil 19 angezeigten Horizontalbewegung kann das Messer 17 in eine Vibrationsbewegung oder in eine geradlinige Oszillationsbewe­ gung versetzt werden. Die beschnittenen Borsten in Fig. 5 sind durch das Bezugszeichen 5" angezeigt. Die horizontale Verschiebung der Messer 17 in Bezug auf die Bürste 1 erfolgt vorzugsweise über die gesamte Länge der die Borsten 5 aufwei­ senden Bürste 1. Die Tatsache, daß die Messer 17 gegen den Draht laufen, ergibt eine genaue Führung und einen schnellen Schnitt. Die Länge des Borstenschnittes hängt auch von der Steifheit der Borsten 5 ab. Die Entfernung zwischen dem Messer oder den Messern 17 und dem gedrehten Draht ist vorzugsweise sehr klein, insbesondere nicht vorhanden.
Eine direkte Führung der Messer 17 wird durch die gedreh­ ten Drähte 3 vorgesehen oder mittels eines Teiles, insbesonde­ re eines zylindrischen Teiles (nicht gezeigt).
Es kann vorteilhaft sein, die Bürste 1 während des Schneidens zu führen. In Fig. 7 ist eine solche Führung durch das Rohr 21 vorgesehen, dessen innerer Durchmesser größer ist als der äußere Durchmesser des gedrehten Drahtes 3, jedoch kleiner als der der Bürste 1 mit den aufgerichteten Borsten 5. Die Messer 17 sind am Ausgang des Rohres 21 angeordnet. Die Borsten 5 sichern, daß die Bürste 1 in dem Rohr 21 zentriert wird.
In einer in Fig. 8 erläuterten Variante hat das Rohr 8 eine oder mehrere Öffnungen 23, von denen jede die Tätigkeit eines Schneidwerkzeuges ermöglicht, insbesondere eines Messers 17 in Richtung auf die zu beschneidenden Borsten.
In dem in Fig. 8 erläuterten Beispiel bildet das Messer 17 einen spitzen Winkel θ mit der Achse des gedrehten Drahtes 3. Daraus ist zu schließen, daß die Verwendung eines Messers tangential zu dem gedrehten Draht 3 oder im Gegensatz senkrecht dazu innerhalb des Schutzumfanges der Erfindung liegt.
In dem erläuterten Beispiel ist die Länge der Öffnung 23 ausreichend, das Aufrichten der Borsten 5 zu ermöglichen, bevor sie beschnitten werden. In einer nicht dargestellten Variante wird das Messer 17 so angeordnet, daß es die durch das Rohr 23 gehaltenen Borsten 5 schneidet.
Fig. 9 bis 11 zeigen unterschiedlich geformte Öffnungen 23 in Kombination mit unterschiedlichen Schneidwerkzeugen. In Fig. 9 ist das Rohr 21 mit einer breiten Öffnung 23 versehen, die zum Beispiel mit der Abtragung eines Sektors des Rohres zwischen 1/4 des Rohres (90°) und 3/4 des Rohres (270°) korre­ spondiert, beispielsweise gleich der Hälfte (180°) entlang des Teiles der Länge des Rohres 21. Die Ränder 24 der Öffnung 23 sind vorteilhaft so geschnitten, daß sie das Schneidwerkzeug, insbesondere das Messer 17, nicht behindern. Die breite Öff­ nung 23 in Fig. 9 wählt nicht die zu schneidenden Borsten 5 aus. Im Gegensatz dazu enthält in Fig. 10 und 11 das Rohr 21 eine enge Öffnung 23, wie einen Schlitz, der die zu schneiden­ den Borsten 5 auswählt. Die Öffnung 23 stellt vorteilhaft eine winklige Erweiterung dar, definiert durch zwei Ebenen, die durch die Achse des Rohres 21 gehen und durch die Ränder der Öffnung 23, entsprechend eines Winkels β des entsprechenden Sektors 15.
Die erfindungsgemäße Abtragungsvorrichtung für die Bor­ sten 5 schließt vorteilhaft eine Vorrichtung ein, wie eine kolbenartige Vorrichtung, um die Bürste in Richtung des Pfei­ les 19 in Bezug auf das Rohr 21 und das Schneidwerkzeug vor­ wärts zu bewegen. Zum Beispiel führt eine automatische Vor­ richtung eine Bürste in das Rohr 21 ein, und der Kolben schiebt diese vorwärts bis sie am Ausgang des Rohres austritt. Der Kolben bewegt sich horizontal rückwärts, um das Einsetzen einer neuen Bürste in das Rohr zu ermöglichen.
Das Messer 17 wird vorteilhaft mit einer Vibrationsbewe­ gung angetrieben oder vorteilhaft in horizontaler Bewegung entsprechend dem Pfeil 26 senkrecht zu dem Pfeil 19.
In der in Fig. 11 erläuterten Variante dringt eine Kreis­ säge, ein scheibenförmiger Schleifkörper oder ein Fräswerkzeug 25 in die Öffnung 23 ein und verursacht eine Abtragung der Borsten 5. In der bevorzugten Ausführungsform in Fig. 11 hat das Rohr 21 zwei diametral gegenüberliegende enge erste Öff­ nungen 23 (Schlitze), von denen jeder die Einführung eines ersten Fräswerkzeuges 25 gestattet, von denen jedes durch einen Motor 29 mit einer Drehung entsprechend dem Pfeil 27 angetrieben ist. Das Rohr 21 hat zwei andere diametral gegen­ überliegende Öffnungen 23 in Flächen, die axial voneinander verschoben sind und ähnlich den ersten Öffnungen 23 sind, die sich auf einer Ebene, senkrecht zu der Ebene mit den ersten zwei Öffnungen 23 befinden. Der Schleifkörper 25 schneidet die Borsten 5 in jeder der Öffnungen 23.
Der Schleifkörper 25 schneidet die Borsten 5 an ihrem Ursprung ab, wo sie aus dem Draht 3 austreten. Zwei Schleif­ körper des Typs, wie sie im Modellbau verwendet werden, können eingesetzt werden, insbesondere zwei Schleifkörper, die Ko­ rund-Komponenten enthalten.
Die Führungskomponente, wie das Rohr 21, kann durch einen Block ersetzt werden, wie einen in Form eines Quaders, der eine Bohrung enthält, die vorzugsweise zylindrisch ist.
In einer in Fig. 12 erläuterten Variante sichern die Borsten 5 der Bürste 1, daß der Draht 3 zwischen den Messern 17 zen­ triert ist, die in regelmäßigen Winkeln verteilt sind. In dem erläuterten Beispiel werden 3 Messer verwendet, die längs entlang der Achse 14 des gedrehten Drahtes 3 verschoben sind, deren Projektion auf einer Ebene ein gleichseitiges Dreieck bildet. Die Flächen entsprechen den Sektoren 5, in denen die Borsten abgetragen werden.
Es ist klar, daß die Erfindung nicht auf die Verwendung der Messer 17 beschränkt ist, die die Borsten 5 abschneiden. In dem in Fig. 13 erläuterten Beispiel werden abtragende Ar­ beitselemente eingesetzt, wie Schleifkörper oder Fräswerkzeuge 25, die durch Motore 29 in der Drehrichtung angetrieben wer­ den, die durch die Pfeile 27 angezeigt ist. Die Achse der Bürste 1 wird gleichzeitig in horizontaler Bewegung angetrie­ ben, senkrecht zur Ebene von Fig. 13. Vorzugsweise werden mehrere Schleifkörper oder Fräswerkzeuge verwendet, um gleich­ zeitig mehrere Sektoren 15 zu bilden. In dem erläuterten Bei­ spiel bilden drei Schleifwerkzeuge 25 drei Sektoren 15. In einer Variante können die Schleifwerkzeuge 25 in der Ausfüh­ rung in Fig. 13 durch die Blätter einer Kreissäge ersetzt werden.
Es sollte festgehalten werden, daß es kein Problem ist, wenn Fräswerkzeuge oder Schleifkörper 25 in den gedrehten Draht einschneiden, vorausgesetzt, daß jegliche Metallteil­ chen, die potentiell gefährlich für den Verwender werden könn­ ten, vollständig entfernt werden. Derartige eventuelle Metall­ teilchen können beispielsweise durch eine Blasvorrichtung und/oder durch ein Magnetfeld (nicht gezeigt) entfernt werden.
In dem erläuterten Beispiel sind die Schleifkörper 25 scheibenförmig und werden über Achsen angetrieben, die auf einer Ebene angeordnet sind, die sich senkrecht zur Achse 14 des gedrehten Drahtes 3 befinden. In einer Variante haben die Schleifkörper oder Fräswerkzeuge 25 eine zylindrische Form, und ihre Länge entspricht vorzugsweise der Länge des Teiles der Bürste 1, die mit den Borsten 5 ausgestattet ist, wobei sich die Achsen der Schleifkörper parallel zur Achse 14 des gedrehten Drahtes 3 befinden.
Die Erfindung ist so zu verstehen, daß sie nicht auf die Verwendung eines gedrehten Drahtes 3 mit einer geraden Achse 14 begrenzt ist.
Die Erfindung ist vor allem in der kosmetischen Industrie anwendbar.

Claims (17)

1. Verfahren zur Herstellung einer Mascarabürste mit den fol­ genden Stufen
  • - Positionierung von Borsten (5) parallel zueinander und längs verschoben zwischen den Längen von wenigstens einem plastisch verformbaren Draht, wobei die Borsten (5) wenigstens annähernd senkrecht zum Draht (3) stehen,
  • - Verdrehung des plastisch verformbaren Drahtes (3), so daß dieser mit den Borsten (5) eine schraubenförmige Spirale bil­ det, dadurch gekennzeichnet, daß es auch eine teilweise oder vollständige Abtragung der Borsten in winkligen Sektoren (15) der durch die Borsten (5) gebildeten schraubenförmigen Spirale einschließt durch horizontale Bewegung von wenigstens einem schneidenden Arbeitselement, wobei das schneidende Arbeits­ element (17) durch den gedrehten Draht (3) geführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es gleichzeitig die Implementierung von mehreren Schneidarbeits­ elementen (17) umfaßt, um gleichzeitig verschiedene Sektoren (15) herzustellen, die frei von Borsten (5) sind oder mit kürzeren Borsten (5") versehen sind.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schneidarbeitselemente (17) in regelmäßigen Winkeln um die Achse (14) des plastisch verformbaren, verdrehten Drahtes (3) verteilt sind.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidarbeitselement ein Messer (17) ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer (17) tangential zur Achse (14) des plastisch deformier­ baren, gedrehten Drahtes (3) angeordnet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer einen spitzen Winkel (θ) in Bezug auf die Achse (14) des plastisch verformbaren Drahtes (3) bildet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Bürste (1) in eine gesondert geschnittene Bohrung (21) eingeführt wird, deren innerer Durchmesser größer ist als der Durchmesser des plastisch verformbaren, gedrehten Drahtes (3) und kleiner als der äußere Durchmesser der entfal­ teten Borsten (5) der Bürste (1) in der Weise, daß die Borsten (5) umgebogen werden und die Bürste (1) zentrieren und wobei die gebogenen Borsten geschnitten werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Messer (17) am Ausgang der Bohrung (21) angeordnet sind.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (21) eine Öffnung (23) einschließt, die die Anwendung eines Schneidwerkzeuges (17, 25) gegenüber der Bürste gestat­ tet, deren Borsten abgeschnitten werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (23) eine enge Längsöffnung ist, die die Borsten (5) mit einem Winkel β auswählt und dem Sektor (15) entspricht, in dem die Abtragung der Borsten stattfindet.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere Längsöffnungen (23) vorsieht, von denen jede mit einem separaten Schneidwerkzeug (17, 25) korrespondiert.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß es eine Stufe einschließt, die Bürste, deren Borsten abzuschneiden sind, zwischen mehreren Schneid-Arbeits­ elementen (17) zu zentrieren, die in regelmäßigen Winkeln um die Bürste angeordnet sind, deren Borsten abzuschneiden sind.
13. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeich­ net, daß es ein rotierendes Werkzeug (25) einschließt, ausge­ wählt unter einer Kreissäge, einem Fräswerkzeug und einem Schleifkörper.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das rotierende Schneidwerkzeug (25) in die enge Öffnung (23) eindringt.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeich­ net, daß das rotierende Werkzeug scheibenförmig ist und daß dessen Rand gegen den plastisch deformierbaren, gedrehten Draht (3) angewandt wird.
16. Mascarabürste, erhalten durch ein Verfahren, entsprechend einem der vorangegangenen Ansprüche, die winklige Sektoren (13) einschließt, die mit Borsten (5) versehen sind, die eine erste Länge ausweisen sowie Sektoren (15), die frei von Bor­ sten sind oder mit Borsten (5") ausgestattet sind, die kürzer sind als die Borsten (5) des Sektors (13).
17. Mascarabürste nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Sektoren (13) mit den Borsten (5) in regelmäßigen Winkeln um die Achse (14) eines plastisch deformierbaren, gedrehten Drahtes (3) verteilt sind.
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