DE19963642C2 - Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Pyrolysegas-Erwärmung - Google Patents
Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Pyrolysegas-ErwärmungInfo
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- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B53/00—Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B11/00—Making pig-iron other than in blast furnaces
- C21B11/02—Making pig-iron other than in blast furnaces in low shaft furnaces or shaft furnaces
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Pyrolysegas-Erwärmung
bei einer gleichzeitigen stofflichen und energetischen Verwertung von Abfällen in einem
Kreislaufgas-Kupolofen.
Aus dem Stand der Technik ist ein Kreislaufgas-Kupolofen bekannt, der sowohl zum
Schmelzen und Überhitzen eisenmetallischer Legierungen als auch zur gleichzeitigen
stofflichen und/oder energetischen Verwertung von Abfällen der verschiedensten Art und
Konsistenz eingesetzt werden kann.
Sein Hauptmerkmal ist die Abzweigung von Ofengas unterhalb der Gicht, dessen
Rückführung als Kreislaufgas in die Verbrennungszone und die prozeßinterne Verwer
tung mit technisch reinem Sauerstoff durch thermochemischen Umsatz (Gießerei-
Lexikon 1997; Schiele & Schön; Berlin; S. 756-757).
In DE 43 17 145 C1 ist beispielsweise ein Verfahren und eine Einrichtung zur Entsor
gung unterschiedlich zusammengesetzter Abfallmaterialien, insbesondere von lackier
tem und kunststoffbehafteten und/oder mit Kunststoff und anderen organischen Verbin
dungen vermischten eisenmetallischen Schrott dargestellt. Die eingebrachten Abfallma
terialien werden hier im oberen Schachtbereich entgast und/oder vergast, die dabei ent
stehenden staubhaltigen Gase werden als Kreislaufgas vollständig abgezogen und dann
im Ofen im Bereich der Schmelz- und Überhitzungszone verbrannt, wobei das entste
hende Überschußgas zwischen Kreislaufgasabsaugöffnung und Schmelz- und Überhit
zungszone aus dem Ofen austritt. Die Temperatur des zu verbrennenden Kreislaufga
ses ist dabei größer als der Taupunkt des Kreislaufgases.
Eine weitere konstruktive Ausgestaltung eines Kreislaufgas-Kupolofens zur Verwertung
von Abfallmaterialien, wie beispielsweise Hausmüllfraktionen unterschiedlicher Zusam
mensetzung, wird in DE 196 40 497 C2 beschrieben. Der Ofenschacht ist vom Begich
tungstrichter bis zum Herd konisch erweitert und im Bereich der Kreislaufgas- und
Überschußgasabsaugebene sind je eine großvolumige Absaug- und Gasberuhigungs
ringkammer angeordnet, die durch einen Ofenschachtteil mit querschnittsverjüngender
Einengung und mit einer darin eingebauten, schräg zur Schmelz- und Überhitzungszone
gerichteten Sauerstoffdirektinjektionslanze verbunden sind.
Charakteristisch ist für alle konstruktiven und verfahrenstechnischen Ausgestaltungen
des Kreislaufgas-Kupolofens ein vollständiger Abzug des Ofengases unterhalb der Gicht
in Abhängigkeit des Betriebszustandes des Ofens bei Temperaturen von kleiner 100°C
bis größer 400°C, die Zuführung des Ofengases als Kreislaufgas gemeinsam mit tech
nisch reinem Sauerstoff in die Schmelz- und Überhitzungszone, der Abzug von Über
schußgas ober oder unterhalb bzw. im Bereich der durch die beispielsweise von Treibdüsenbrennern
gebildeten Ebene der Schmelz- und Überhitzungszone und der Trans
port des Kreislaufgases in nicht wärmeisolierten oder in nicht beheizten Rohrleitungen.
Nachteilig ist bei allen diesen konstruktiven und verfahrenstechnischen Ausgestaltungen
des Kreislaufgas-Kupolofens, daß es abhängig von der Art, von der Konsistenz und von
den praktizierten Aufbereitungs- und Lagerbedingungen der Einsatzstoffe vor dem Ein
satz in den Kreislaufgas-Kupolofen zu unterschiedlich starken Kondensationserschei
nungen durch Temperaturverlust des Kreislaufgases beim Transport in den Rohrleitun
gen außerhalb des Ofenschachtes und/oder durch die Zufuhr von vergleichsweise kal
tem Sauerstoff im Treibdüsenbrenner kommt, indem die Taupunkte der im Kreislaufgas
enthaltenen Organika, beispielsweise Temperaturen von größer 200°C, erreicht
und/oder unterschritten werden, wodurch Pyrolyseöle und/oder Teere in der Kreislauf
gasleitung und/oder im Treibdüsenbrenner auskondensieren. Dies hat zur Folge, daß
sich die in den Kreislaufgasleitungen installierten Regel- und Meßeinrichtungen, wie bei
spielsweise Klappen, Venturidüsen und Absaugöffnungen, sukzessive durch diese Py
rolyseöle und/oder Teere bis zur endgültigen Funktionseinschränkung zusetzen
und/oder verkleben können, gleichzeitig das für eine sichere Betriebsweise der Treibdü
senbrenner konstruktiv berücksichtigte Rückzündverhalten des Kreislaufgas-Sauerstoff-
Gemisches so verändert wird, daß die Treibdüsenbrenner zurückschlagen. Damit wird
die Kreislaufgasförderung im Kreislaufgas-Kupolofen unterbrochen. Der Gesamtprozeß
kommt zum Erliegen. Der Kreislaufgas-Kupolofen muß im nichtbestimmungsgemäßen
Betrieb abgefahren und/oder der Betrieb muß beendet werden.
Bekannt ist ebenfalls durch DE 43 30 003 C1 ein Verfahren zur Herstellung von Rohei
sen aus insbesondere mit organischen Fremdstoffen behafteten oder mit organischen
Fremdstoffen vermischten Einsatzmaterialien in einem koksbeheizten Schachtofen, bei
dem das Schachtofenabgas von der Gasabführung zu den Windformen in nach unten in
Flußrichtung geneigten oder in senkrechten, weitgehend wärmeisolierten Gasleitungen
geführt und vorzugsweise unter Nutzung eines in der Gasabführungsleitung angeord
neten Rekuperators erwärmt wird. Dadurch sollen Ablagerungen organischer Stoffe an
den Wänden der Gasabführungsleitungen und letztlich Einschränkungen in der Funkti
onssicherheit des Schachtofens vermieden werden.
Die Nachteile des in DE 43 30 003 C1 dargestellten Verfahrens, bei dem das Schach
tofenabgas in einem in der Gasleitung installierten und mit verbrannten, gereinigtem
Schachtofengas beheizten Rekuperator erwärmt wird, bestehen zudem in der anlagen-
und regelungstechnisch aufwendigen Temperaturstabilisierung des Ofengases verbun
den mit weiteren zusätzlichen Anlagen, wie einem Abhitzekessel für verbrannte, unge
reinigte Gase und einer Brennkammer. Aus umweltschutzrechtlichen Gründen sind so
mit für das organische Schadstoffe enthaltene Gicht- und Ofengas zusätzliche, tech
nisch aufwendige Gasreinigungsstrecken erforderlich.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Py
rolysegas-Erwärmung bei einer gleichzeitigen stofflichen und energetischen Verwertung
von Abfällen in einem Kreislaufgas-Kupolofen zu entwickeln, daß mit einfachen techni
schen Mitteln die Kondensation von Pyrolyseölen und Teeren in den gasführenden Ab
saug- und Gasberuhigungsringkammern, in den Rohrleitungen und in den Treibdüsen
brennern verhindert und somit einen sicheren Betrieb des Kreislaufgas-Kupolofens ga
rantiert.
Zur Lösung des Problems ist das eingangs genannte Verfahren durch die Merkmale des
Anspruchs 1 weitergebildet.
Damit ist der Vorteil erzielbar, daß bezogen auf die aus den unterschiedlichen organi
schen Stoffen resultierenden Temperaturforderungen zum Taupunkt der Organika eine
ausreichende Flexibilität hinsichtlich Temperaturgestaltung des Gases abhängig von den
Erfordernissen des Betriebszustandes des Ofens und der gewählten Einsatzstoffe er
reicht und somit die Kondensation von Pyrolyseölen und/oder Teerprodukten in den
Rohrleitungen und im Treibdüsenbrenner verhindert und damit ein sicherer Betrieb des
Kreislaufgas-Kupolofens bei allen Betriebsbedingungen gewährleistet wird.
Vorteilhaft ist weiterhin die Erhöhung des energetischen Gesamtwirkungsgrades des
Kreislaufgas-Kupolofens durch prozeßinterne Nutzung der Verlustwärme über den O
fenmantel, des bis 800°C heißen Überschußgases und der Abwärme, die bei der Strom-
und/oder der Wärmeerzeugung in externer Anlagentechnik entsteht und zur Aufheizung
des Thermoöls genutzt wird.
Das Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Pyrolysegas-Erwärmung ist ohne großen zu
sätzlichen anlagentechnischen Aufwand realisierbar, indem die Rohrleitungen zum
Transport des Kreislaufgases doppelwandig zur Aufnahme des Thermoöls ausgeführt
sind, dieses mit den Wärmequellen Ofenmantel, Überschußgasabsaugung und externer
Anlagentechnik zur Wärmeübertragung verbunden ist und das als Wasser verwendete
Kühlmittel der Ofenmantelkühlung in Ausführung als sogenannte Standwasserkühlung
eines Kupolofens durch Thermoöl ersetzt wird.
Die spezifische Wärme von Thermoöl ist stark temperaturabhängig und damit sind höhe
re Temperaturen bis zu 320°C im Vergleich zum herkömmlichen Kühlmittel Wasser
möglich.
Claims (1)
- Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Pyrolysegas-Erwärmung bei einer gleich zeitigen stofflichen und energetischen Verwertung von Abfällen in einem Kreis laufgas-Kupolofen mit beheizbaren Gasleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass das in den großvolumigen Absaug- und Gasberuhigungskammern und in den Gas leitungen transportierte Kreislaufgas durch ein in doppelwandige Kreis laufgasleitungen geführtes und durch die Verlustwärme des Ofenmantels und/oder extern durch die fühlbare Wärme des bis 800°C heißen Überschussgases und/oder durch die entstehende Wärme bei der Verarbeitung des Überschuss gases zu Strom und/oder Wärme in externer Anlagentechnik aufgeheiztes Ther moöl auf Temperaturen größer der höchsten Taupunkte der im Kreislaufgas ent haltenen gasförmigen Organika erwärmt wird.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1999163642 DE19963642C2 (de) | 1999-12-29 | 1999-12-29 | Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Pyrolysegas-Erwärmung |
| DE2000159367 DE10059367A1 (de) | 1999-12-29 | 2000-11-29 | Verfahren zur Erwärmung von Prozeßgasen |
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|---|---|---|---|
| DE1999163642 DE19963642C2 (de) | 1999-12-29 | 1999-12-29 | Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Pyrolysegas-Erwärmung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19963642A1 DE19963642A1 (de) | 2001-07-19 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999163642 Expired - Fee Related DE19963642C2 (de) | 1999-12-29 | 1999-12-29 | Verfahren zur Kreislaufgas- und/oder Pyrolysegas-Erwärmung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19963642C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4317145C1 (de) * | 1993-05-24 | 1994-04-28 | Feustel Hans Ulrich Dipl Ing | Verfahren und Einrichtung zur Entsorgung unterschiedlich zusammengesetzter Abfallmaterialien |
| DE4330003C1 (de) * | 1993-09-04 | 1994-08-18 | E S C H Engineering Service Ce | Verfahren zur Herstellung von Roheisen in einem koksbeheizten Schachtofen |
| DE19640497C2 (de) * | 1996-10-01 | 1999-01-28 | Hans Ulrich Dipl Ing Feustel | Koksbeheizter Kreislaufgaskupolofen zur stofflichen und/oder energetischen Verwertung von Abfallmaterialien |
-
1999
- 1999-12-29 DE DE1999163642 patent/DE19963642C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Buch: Giesserei-Lexikon, 1997, Verlag Schiebe & Schöne Berlin, S. 756-757 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19963642A1 (de) | 2001-07-19 |
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